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Twitter

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Lukas Schmidt

unread,
Feb 15, 2010, 12:41:15 PM2/15/10
to
Neulich im German-Bash:

"<warlord_7> Twitter is eine typische Erscheinung der Generation ADS & SMS.
Für einen Brief zu faul, für einen kompletten Satz zu dumm und für korrekte
Grammatik zu cool."

Ich finde, dem ist wenig hinzuzufügen ;-)

Lukas

Martin Lemke

unread,
Feb 15, 2010, 1:21:50 PM2/15/10
to
Am Mon, 15 Feb 2010 18:41:15 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Ich finde, dem ist wenig hinzuzufügen ;-)

Hier häufen sich anscheinend die Themen, mit denen ich nichts anfangen
kann. Kürzlich noch ein paar Elaborate über die Topologie von Donuts und
Dingsbumsschen Flaschen und nun kommt auch noch Twitter.

Von Twitter hörte ich erstmals näheres auf unserem Treffen in der Alten
Mühle und später nochmal in einem Video-Postcast-Artikel (Elektrischer
Reporter?). Aber nichts davon konnte mich neugierig auf Twitter machen.

Ich dachte schon, ich sei zu alt für sowas. Wenn ich höre, dass die Leute
twittern (neben googeln auch so ein dummes Neuwort), um Freunden
mitzuteilen, dass sie gerade den Bus verpasst haben, frage ich mich, wer
Lust und Zeit dafür hat, lauter solchen Scheiß zu lesen. Vernetzung hin
oder her. In irgend welchem Exzess wird jeder interessante technische
Ansatz zu einem sinnlosem Selbstzweck. Kommunikation um der Kommunikation
willen hat in meinen Augen kein Existenzrecht. Und Vernetzung um des
Netzes willen ebenso wenig.

Nun bin ich auf die Statements der Twitter-Generation scharf!

Martin

Lukas Schmidt

unread,
Feb 15, 2010, 2:15:08 PM2/15/10
to
> Hier häufen sich anscheinend die Themen, mit denen ich nichts anfangen
> kann. Kürzlich noch ein paar Elaborate über die Topologie von Donuts und
> Dingsbumsschen Flaschen und nun kommt auch noch Twitter.

Hier kommt halt jeder mal auf seine Kosten.

> Von Twitter hörte ich erstmals näheres auf unserem Treffen in der Alten
> Mühle und später nochmal in einem Video-Postcast-Artikel (Elektrischer
> Reporter?). Aber nichts davon konnte mich neugierig auf Twitter machen.

Nicht nur Dich. Meine Zeit ist ebenfalls zu kostbar, um sie zu beschreiben.

> Ich dachte schon, ich sei zu alt für sowas. Wenn ich höre, dass die Leute
> twittern (neben googeln auch so ein dummes Neuwort), um Freunden
> mitzuteilen, dass sie gerade den Bus verpasst haben, frage ich mich, wer
> Lust und Zeit dafür hat, lauter solchen Scheiß zu lesen.

Aus genau dem Grund verweigere ich mich bisher auch solchem Schnickschnack
(den es auch bei StudiVZ gibt ["Plauderkasten" oder so]). Wem bringt's was?
Wer wissen will, was ich tue, kann mich anrufen oder meinen ICQ-Status
angucken (der ist aber so aussagekräftig wie das Schätzen der Windstärke
durch Gegenanpinkeln).

> Vernetzung hin
> oder her. In irgend welchem Exzess wird jeder interessante technische
> Ansatz zu einem sinnlosem Selbstzweck. Kommunikation um der Kommunikation
> willen hat in meinen Augen kein Existenzrecht. Und Vernetzung um des
> Netzes willen ebenso wenig.

Dann bist Du vermutlich keine Zielperson für das "Internet der Dinge".

> Nun bin ich auf die Statements der Twitter-Generation scharf!

Me2!

Lukas

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 15, 2010, 2:59:11 PM2/15/10
to
On Mon, 15 Feb 2010 18:21:50 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>Hier h�ufen sich anscheinend die Themen, mit denen ich nichts anfangen
>kann. K�rzlich noch ein paar Elaborate �ber die Topologie von Donuts und

>Dingsbumsschen Flaschen und nun kommt auch noch Twitter.

Mu� ja auch nicht.

>Von Twitter h�rte ich erstmals n�heres auf unserem Treffen in der Alten
>M�hle und sp�ter nochmal in einem Video-Postcast-Artikel (Elektrischer

>Reporter?). Aber nichts davon konnte mich neugierig auf Twitter machen.

Auch das mu� ja nicht. Ich finde es toll, da� ich so eine gro�e
Auswahl habe und eben auch mal sie Auswahl "Nein, dieses Dingens ist
nix f�r mich" zu sagen.

>Ich dachte schon, ich sei zu alt f�r sowas. Wenn ich h�re, dass die Leute

>twittern (neben googeln auch so ein dummes Neuwort), um Freunden
>mitzuteilen, dass sie gerade den Bus verpasst haben, frage ich mich, wer

>Lust und Zeit daf�r hat, lauter solchen Schei� zu lesen.

Ob aus Daten Informationen werden, h�ngt davon ab, wer sie wie
auswerten kann und will.

Wenn ich mich mit Freunden verabrede, dann sind die Daten "Habe den
Bus verpa�t" wertvolle Informationen, da� es etwas sp�ter wird und ich
bitte noch etwas warten m�ge.

>Kommunikation um der Kommunikation
>willen hat in meinen Augen kein Existenzrecht. Und Vernetzung um des
>Netzes willen ebenso wenig.

Das stimmt. Der Grat zwischen Rauschen und Signal ist gering.

>Nun bin ich auf die Statements der Twitter-Generation scharf!

Die werden wir twittern...

Und wer sich an Neologismen (Neu erfundene W�rter) st�rt, der wird
sich auch an "r�ntgen" oder "tuppern" st�ren, auch "einwecken"
verdankt seinen Namen einem Menschen.

Wer Google benutzt, googelt eben.
Wer Twitter benutzt, der twittert.

H�ttest Du bessere Vorschl�ge f�r diese T�tigkeiten?

Nik

Martin Lemke

unread,
Feb 16, 2010, 2:17:34 AM2/16/10
to
Am Mon, 15 Feb 2010 20:59:11 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Ich finde es toll, daß ich so eine große Auswahl habe und eben auch mal
> sie Auswahl "Nein, dieses Dingens ist nix für mich" zu sagen.

Natürlich muss nicht jeder jeden Nonsens mitmachen. Aber die Sache ist
erheblich vielschichtiger, als sie auf den ersten Blick erscheint.

Zunächst wurde Web 2.0 ausgerufen, was sich bei näherer Betrachtung
bestenfalls noch als Kunstkreation bezeichnen könnte. Aber es hat eine
Aufbruchstimmung ausgelöst. Internt ist toll, Internet ist unser Leben
und wer modern ist, gehört mindestens eine Internet-Community an, aber am
besten ist man mit der ganzen Welt vernetzt. In 20 Jahren kann man
wahrscheinlich mit einem abgelaufenen Joghurt in irgend einem Kühlschrank
dieser Welt chatten und ihn fragen, welche Temperatur er gerade hat,
sofern nicht irgend eine global operierende Datenschutz-Liga erfolgreich
dagegen protestiert.

Wem heute Facebook und Twitter fremd sind, habe ich manchmal den
Eindruck, wird vielfach suggeriert, er habe den Informationszug in die
Zukunft unsere Informationszeitalters schon so gut wie verpasst. Wer will
schon als sturer Hinterwäldler gelten? Modern wollen wir doch alle sein.

Seit Jahren warte ich darauf, dass es mal eine spamresistente, aber
ebenso flexible Alternative zu E-Mail erfunden wird, aber anscheinend
erfindet man lieber Services zweifelhaften Nutzens.

>>Ich dachte schon, ich sei zu alt für sowas. Wenn ich höre, dass die


>>Leute twittern (neben googeln auch so ein dummes Neuwort), um Freunden
>>mitzuteilen, dass sie gerade den Bus verpasst haben, frage ich mich, wer

>>Lust und Zeit dafür hat, lauter solchen Scheiß zu lesen.
>
> Ob aus Daten Informationen werden, hängt davon ab, wer sie wie auswerten
> kann und will.

Sag mal kannst Du mal anderes bringen als solche leeren Phrasen? Du tust
wirklich so, als seinen außer Dir hier alle plemplem.

> Wer Google benutzt, googelt eben.
> Wer Twitter benutzt, der twittert.

Ja, ja. Die anderen wikien, teln, newsn, mailen, auton, bahnen,
busen, ...

Man braucht halt ein wenig Intelligenz und Sprachgefühl um zwischen
schwachsinnigem Chat-Deutsch und echten Wortneuschöpfungen zu
unterscheiden.

> Hättest Du bessere Vorschläge für diese Tätigkeiten?

Welches Wort gibt es für Brot essen; brotn? Oder für Bus fahren; busen?
Oder für ...

Martin

Jonas Howel

unread,
Feb 16, 2010, 3:21:31 AM2/16/10
to
On 15.02.2010 20:59, Nikolaus Bernhardt wrote:

>> (Martin Lemke)


>> Kommunikation um der Kommunikation
>> willen hat in meinen Augen kein Existenzrecht.

Realsatire, dass diese Aussage von jemandem kommt, der hier st�ndig
Threads aufmacht, weil ihm einsam ist?

Hat der Typ nicht auch ein Blog? Was hat er dann gegen einen Microblog?
Ist er echt so einfallslos, den situationsbedingten Nutzen zu erkennen?

Oder ist dieser Thread einfach nur Kommunikation um der Kommunikation
willen?

> Das stimmt. Der Grat zwischen Rauschen und Signal ist gering.

http://www.youtube.com/watch?v=PN2HAroA12w

> Wer Google benutzt, googelt eben.
> Wer Twitter benutzt, der twittert.

Wer ein Blog pflegt, bloggt eben.

Martin Lemke

unread,
Feb 16, 2010, 3:32:14 AM2/16/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 09:21:31 +0100 schrieb Jonas Howel:

> Realsatire, dass diese Aussage von jemandem kommt, der hier ständig


> Threads aufmacht, weil ihm einsam ist?

Ach da meldet sich Jonas mal wieder aus seinem Loch und gibt in seiner
uns allen wohlbekannten nörglerischen Art, die scheinbar vorzugsweise auf
mich gerichteten substanzlosen Kritiken von sich, die sowieso niemanden
interessieren. Regelmäßig sind sie keine Spur geistreich, dafür um so
platter und dämlich.

Irgend etwas in ihm muss einen wahren Hass auf meine Person speisen. Was
es ist, kann möglicherweise nur ein Psychiater ergründen, so er sich denn
in eine Behandlung begibt. Diese würde allerdings Krankheitseinsicht
voraussetzen, welche zu bezweifeln ist. Die arme Wurst wähnt sich mit uns
auf Augenhöhe.

Hoffen wir also, dass es bei diesen eher harmlosen Nörgeleien breibt und
er nicht eines Tages vom Balkon springt, um Passanten zu erstechen.

Martin

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 16, 2010, 7:21:09 AM2/16/10
to
On Tue, 16 Feb 2010 07:17:34 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>> Ich finde es toll, da� ich so eine gro�e Auswahl habe und eben auch mal
>> sie Auswahl "Nein, dieses Dingens ist nix f�r mich" zu sagen.
>
>Nat�rlich muss nicht jeder jeden Nonsens mitmachen.

Stimmt.

>Aber die Sache ist
>erheblich vielschichtiger, als sie auf den ersten Blick erscheint.

Stimmt auch.

>Zun�chst wurde Web 2.0 ausgerufen, was sich bei n�herer Betrachtung
>bestenfalls noch als Kunstkreation bezeichnen k�nnte. Aber es hat eine
>Aufbruchstimmung ausgel�st.

Da� es eine relativ klare Abgrenzung zwischen Web 1.0 und Web 2.0
gibt, hatten wir hier neulich schon erkl�rt.

>Internt ist toll,

Stimmt!

>Internet ist unser Leben

Ein (wichtiger) Teil unseres Lebens.

>und wer modern ist, geh�rt mindestens eine Internet-Community an, aber am

>besten ist man mit der ganzen Welt vernetzt.

Mit Freunden auf der ganzen Welt vernetzt. Ein alter Schulfreund lebt
in Kalifornien. Er ist wenige Mausklicks entfernt. �hnliches gilt f�r
ehemaligen Kollegen, die nun wieder in Australien leben.

>In 20 Jahren kann man

>wahrscheinlich mit einem abgelaufenen Joghurt in irgend einem K�hlschrank
>dieser Welt chatten

Ich f�nde es praktischer, k�nnte mich der K�hlschrank daran erinnern,
welcher Teil seines Inhalts demn�chst verfallen wird. Oder mich darauf
hinweisen, da� mein Lieblingsjoghurt gerade bei XYZ im Angebot ist.

>Wem heute Facebook und Twitter fremd sind, habe ich manchmal den
>Eindruck, wird vielfach suggeriert, er habe den Informationszug in die
>Zukunft unsere Informationszeitalters schon so gut wie verpasst. Wer will

>schon als sturer Hinterw�ldler gelten? Modern wollen wir doch alle sein.

Jede Zeit und jede Generation hat ihre sozialen Netze. Man war bei den
Rotariern, den Freimaurern, im Kiwanis-Club... Fr�her gingen Dr.
Kl�bner und Herr M�ller-L�denscheid gemeinsam segeln, trafen sich auf
einem IBM-Seminar in Acapulco oder teilten sich eine Badewanne.

Heute vernetzt man sich eben anders. Man mu� sich nicht mehr auf dem
Golfplatz treffen, man trifft sich in Xing, Faxebook und und und.

>Seit Jahren warte ich darauf, dass es mal eine spamresistente, aber
>ebenso flexible Alternative zu E-Mail erfunden wird, aber anscheinend
>erfindet man lieber Services zweifelhaften Nutzens.

Ich bekomme kaum Spam.

>>>Ich dachte schon, ich sei zu alt f�r sowas. Wenn ich h�re, dass die


>>>Leute twittern (neben googeln auch so ein dummes Neuwort), um Freunden
>>>mitzuteilen, dass sie gerade den Bus verpasst haben, frage ich mich, wer

>>>Lust und Zeit daf�r hat, lauter solchen Schei� zu lesen.
>>
>> Ob aus Daten Informationen werden, h�ngt davon ab, wer sie wie auswerten


>> kann und will.
>
>Sag mal kannst Du mal anderes bringen als solche leeren Phrasen? Du tust

>wirklich so, als seinen au�er Dir hier alle plemplem.

Das, lieber Schnalli, ist keineswegs eine hohle Phrase. Das ist eine
der Grundlagen der Informatik.

Es befremdet mich, da� es Dir bei Deinem selbstgew�hlten Beispiel
nicht gelungen ist, den Unterschied zwischen Daten und Information zu
erkennen.

>> Wer Google benutzt, googelt eben.
>> Wer Twitter benutzt, der twittert.
>
>Ja, ja. Die anderen wikien, teln, newsn, mailen, auton, bahnen,
>busen, ...

Telefonieren ist ein sch�nes Beispiel. Aus dem Kunstwort "Telephon"
wurde das entsprechende Verb angeleitet.

>Man braucht halt ein wenig Intelligenz und Sprachgef�hl um zwischen
>schwachsinnigem Chat-Deutsch und echten Wortneusch�pfungen zu
>unterscheiden.

Dann lege diese Intelligenz doch mal an den Tag und erweitere unsere
Sprache mit sinvollen Begriffen.

Viele Dinge haben entsprechende Wortsch�pfungen hervorgerufen.

Faxt Du jemand mal schnell etwas zu? Oder erstellst Du mit dem guten
deutschen Ferrrnkopierrerrrrr eine Ferrrnkopie? Oder verwendest Du den
guten alten Fernschreiber?

Und wie ist das bei elektronischer Post? E-Post? Oder doch schon
E-Mail? Und wie hei�t das entsprechende Werb?

>> H�ttest Du bessere Vorschl�ge f�r diese T�tigkeiten?
>

>Welches Wort gibt es f�r Brot essen; brotn?

Brot gibt es seit ~5.000 Jahren. Gegessen wird auch schon sehr lange.
Warum sollte man daf�r einen neuen Begriff (er)finden wollen?

Und in Bayern gibt es das Verb "Brotzeiten" f�r die Einnahme einer
Brotzeit.

>Oder f�r Bus fahren; busen?

Auch wenn "Bus" ein Fremdwort ist und eigentlich die Verk�rzung des
lateinischen "Omnibus", f�hrt der Menschen schon lange mit
Verkehrsmitteln.

Auch hier ist kein neues Verb notwendig gewesen.

Wo ist nun Deine Intelligenz und Dein Sprachgef�hl?

Nik

Lukas Schmidt

unread,
Feb 16, 2010, 7:37:06 AM2/16/10
to
>>In 20 Jahren kann man
>>wahrscheinlich mit einem abgelaufenen Joghurt in irgend einem K�hlschrank
>>dieser Welt chatten
>
> Ich f�nde es praktischer, k�nnte mich der K�hlschrank daran erinnern,
> welcher Teil seines Inhalts demn�chst verfallen wird. Oder mich darauf
> hinweisen, da� mein Lieblingsjoghurt gerade bei XYZ im Angebot ist.

Zumindest auf Angebote bestimmter Hersteller, die dem K�hlschrankhersteller
daf�r Geld geben. War da nicht mal irgendwas bei Fernsehern mit
Internetzugang?

Die Diskussion nach dem Nutzen des [Internet der Dinge/Pervasive
Computing/Ubiquitous Computing]^1 gab's letztens auch bei uns in der Uni.
Was dabei zur Sprache kam, waren u.A. die Umwelteigenschaften (wenn jedes
Ger�t kommunizieren kann, egal ob aktiv oder passiv, wird ein erheblicher
Haufen Elektroschrott produziert) und die Privatsph�re (muss jeder wissen,
welchen Joghurt ich gerne kaufe, auf welchem Stuhl ich sitze oder welche
Gl�hlampen ich wann wie lange benutze?). Nat�rlich sind das nicht die
Hauptaspekte der Schaffung eines IdD, bei der es doch haupts�chlich um die
technischen Herausforderungen geht, aber man sollte solche Aspekte wohl kaum
vernachl�ssigen.

[Treffen inner- und au�erhalb sozialer Netzwerke]


> Heute vernetzt man sich eben anders. Man mu� sich nicht mehr auf dem
> Golfplatz treffen, man trifft sich in Xing, Faxebook und und und.

Jedem, wie er es mag. Klar setzen Firmen seit der technischen Machbarkeit
nur zu gerne auf Videokonferenzen, Videobewerbungsgespr�che etc^Wusw., und
klar nehmen viele Leute aus Bequemlichkeit �ber "soziale Netzwerke" (man
nenne mir ein Netzwerk zwischen Menschen, das nicht sozialer Natur ist!)
Kontakt miteinander auf.

Solange man mir die Freiheit l�sst, treffe ich mich aber auch gerne mit
echten Menschen in echter Umgebung. Das ist f�r mich bei Weitem nicht das
Gleiche!

>>Seit Jahren warte ich darauf, dass es mal eine spamresistente, aber
>>ebenso flexible Alternative zu E-Mail erfunden wird, aber anscheinend
>>erfindet man lieber Services zweifelhaften Nutzens.
>
> Ich bekomme kaum Spam.

Garantiert, weil Dein Provider einen Gro�teil schon vorweg frisst. Ist auch
nicht schlimm, aber selbst Super-Duper-Spamfilter ermitteln falsche
Positive.

>>> Ob aus Daten Informationen werden, h�ngt davon ab, wer sie wie auswerten
>>> kann und will.
>>
>>Sag mal kannst Du mal anderes bringen als solche leeren Phrasen? Du tust
>>wirklich so, als seinen au�er Dir hier alle plemplem.
>
> Das, lieber Schnalli, ist keineswegs eine hohle Phrase. Das ist eine
> der Grundlagen der Informatik.

Das stimmt, der Unterschied zwischen Datum und Information existiert. Dazu
habe ich gerade heute einen netten Artikel im Informatik [-] Spektrum
gelesen. Trotzdem h�ttest Du Deinen Hinweis vielleicht martinfreundlicher
formulieren k�nnen. H�ttest Du nicht sagen k�nnen, dass nicht jeder die
Informationen braucht, mancher aber schon einen Vorteil daraus ziehen kann?

Lukas

Lukas Schmidt

unread,
Feb 16, 2010, 7:42:28 AM2/16/10
to
[googlen, twittern usw.]

> Man braucht halt ein wenig Intelligenz und Sprachgefühl um zwischen
> schwachsinnigem Chat-Deutsch und echten Wortneuschöpfungen zu
> unterscheiden.

Dir ist "simsen" entfallen...

Ich halte auch nicht immer viel davon, wenn man Marken-/Firmennamen
verbalisiert. Haste mal 'n Tempo? - Ja, etwa 6 km/h zu Fuß. Ich suche auch
lieber im Internet, als zu googlen. Ich schicke lieber eine SM(S) (den
Dienst schickt man doch seltener), als zu simsen. Ich schreibe nichts in
Twitter, also erspare ich mir jetzt die Umschreibung einer hypothetischen
Tätigkeit dort. Vielleicht sollte man statt dem denglischen Wort
"zwitschern" oder "plappern" verwenden.

Ran an die kreativen Bleistifte! Was tut man, wenn man bei Twitter schreibt?
Zwitschern, plappern und zwittern fallen augenscheinlich raus.

Lukas

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 16, 2010, 8:44:54 AM2/16/10
to
On Tue, 16 Feb 2010 13:37:06 +0100, "Lukas Schmidt"
<webm...@luckyplace.de> wrote:

>Zumindest auf Angebote bestimmter Hersteller, die dem K�hlschrankhersteller
>daf�r Geld geben. War da nicht mal irgendwas bei Fernsehern mit
>Internetzugang?

Fernsehen per Internet oder aber der Fernseher als internetf�higes
Ger�t (Surfstation) ist ja nicht mehr so neu.

Und worin unterscheiden sich gro�e Fernseher von gro�en Monitoren? Die
Unterschiede werden immer kleiner.

>Die Diskussion nach dem Nutzen des [Internet der Dinge/Pervasive
>Computing/Ubiquitous Computing]^1 gab's letztens auch bei uns in der Uni.
>Was dabei zur Sprache kam, waren u.A. die Umwelteigenschaften (wenn jedes
>Ger�t kommunizieren kann, egal ob aktiv oder passiv, wird ein erheblicher
>Haufen Elektroschrott produziert) und die Privatsph�re (muss jeder wissen,
>welchen Joghurt ich gerne kaufe, auf welchem Stuhl ich sitze oder welche
>Gl�hlampen ich wann wie lange benutze?).

E-Schrott:
Ist tats�chlich ein gro�es Ding, wenn die Sachen hicht hier
aufgearbeitet/verwertet werden sondern nach $GanzWeitWech
transportiert werden, so sie dann auf der M�llkippe verbrannt werden
und aus den Resten nur das Kupfer gewonnen wird.

Datenschutz:
Schon heute wei� $Supermarkt sehr viel �ber Dich, sofern Du nicht bar
zahlst. Schon die Benutzung der EC-Karte erm�glicht eine eindeutige
Zuordnung, die f�r die Praxis genau genug ist. Mit entsprechenden
Data-Mining-Methoden l��t sich aus dem Datenberg, den die Kunden so
hinterlassen, schon eine Menge Information 'ausbuddeln'.

Aber ist das wirklich das Problem? Als meine Oma (oder deren Oma) beim
Kr�mer um die Ecke einkaufte, wu�te der auch, welche Sorte Klopapier
die gew�nschte war. Nur da� der Kr�mer diese Daten im Kopf hatte.

>Nat�rlich sind das nicht die
>Hauptaspekte der Schaffung eines IdD, bei der es doch haupts�chlich um die
>technischen Herausforderungen geht, aber man sollte solche Aspekte wohl kaum
>vernachl�ssigen.

Nat�rlich nicht. Aber es ist gut zu wissen, was die Technik k�nnte, um
dann informiert zu diskutieren, ob diese Entwicklung individuell
gew�nscht oder gesellschaftlich sinnvoll ist.

>[Treffen inner- und au�erhalb sozialer Netzwerke]

>Jedem, wie er es mag. Klar setzen Firmen seit der technischen Machbarkeit

>nur zu gerne auf Videokonferenzen, Videobewerbungsgespr�che etc^Wusw., und
>klar nehmen viele Leute aus Bequemlichkeit �ber "soziale Netzwerke" (man
>nenne mir ein Netzwerk zwischen Menschen, das nicht sozialer Natur ist!)
>Kontakt miteinander auf.

Auch das haben viele Firmen gemerkt. Klar ersetzt eine Videokonferenz
so manche Dienstreise, aber sie kann nicht jedes pers�nliche Gepsr�ch
ersetzen.

>Solange man mir die Freiheit l�sst, treffe ich mich aber auch gerne mit
>echten Menschen in echter Umgebung. Das ist f�r mich bei Weitem nicht das
>Gleiche!

Da sind wir uns einig. Und das Treffen neulich im ... wie war doch der
Name? ... beim T�rken war auch sehr nett. Freue mich schon auf das
n�chste Treffen.

>Garantiert, weil Dein Provider einen Gro�teil schon vorweg frisst. Ist auch
>nicht schlimm, aber selbst Super-Duper-Spamfilter ermitteln falsche
>Positive.

Na klar. Aber gl�cklicherweise sehr selten. Aber auch die Briefpost
'verliert' manchen Brief. Es gibt keine absolut fehlerfreien Systeme.

>Das stimmt, der Unterschied zwischen Datum und Information existiert. Dazu
>habe ich gerade heute einen netten Artikel im Informatik [-] Spektrum
>gelesen. Trotzdem h�ttest Du Deinen Hinweis vielleicht martinfreundlicher
>formulieren k�nnen. H�ttest Du nicht sagen k�nnen, dass nicht jeder die
>Informationen braucht, mancher aber schon einen Vorteil daraus ziehen kann?

Das hatte ich ja bereits.

Leider wirkt Martin ab und zu so, als ob er im Schnallnix-Modus w�re.
Dann 'vergi�t' er Basics oder �berliest einfach Dinge.

Da� mich Menschen, die sich gerade im Schnallnix-Modus befinden, nicht
verstehen, weil ich sie geistig �berfordere, ist dann eben so. Die
meisten Menschen kommen aus diesem Modus ja wieder raus.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 16, 2010, 8:57:13 AM2/16/10
to
On Tue, 16 Feb 2010 13:42:28 +0100, "Lukas Schmidt"
<webm...@luckyplace.de> wrote:

>[googlen, twittern usw.]

>Dir ist "simsen" entfallen...

Hehe.

>Ich halte auch nicht immer viel davon, wenn man Marken-/Firmennamen
>verbalisiert.

Es mu� Die ja auch nicht gefallen.

Aber viele Firmen schaffen es, ihren Marken- oder Produknamen zu einem
Gattungsnamen zu machen.

>Haste mal 'n Tempo? - Ja, etwa 6 km/h zu Fu�.

Haushaltst�cher sind eben Zewa, auch falls sie von anderen Herstellern
stammen.

Durchsichtiges Klebeband ist eben "Tesa-Film".

>Ich suche auch lieber im Internet, als zu googlen.

Im Krankenhaus kommst Du zum "R�ntgen", auch wenn l�ngst keine
"R�ntgen"-Strahlen mehr eingesetzt werden.

>Ich schicke lieber eine SM(S) (den
>Dienst schickt man doch seltener), als zu simsen.

Du schickst eine Textnachricht. Und das mit dem drahtlosen
Tragfernsprecher :-)

>Ich schreibe nichts in
>Twitter, also erspare ich mir jetzt die Umschreibung einer hypothetischen

>T�tigkeit dort. Vielleicht sollte man statt dem denglischen Wort
>"zwitschern" oder "plappern" verwenden.

"Plappern" ist in etwas das, was woanders "chatten" ist. Er findet
unabh�ngig vom Medium oder Ort statt: Tratsch im Hausflur, per
(Amateur- oder CB-) Funk, in der Kaffeek�che. Offenbar m�gen Menschen
sich auch mal unterhalten. Solche Unterhaltungen k�nnen(!) belanglos
sein, m�ssen aber nicht. In der Kaffeek�che erf�hrt man manche Dinge
viel eher als in der offiziellen Firmenverlautbarung. Und wer per IRC
oder Twitter eine Partie Schach spielt, spielt eben eine Partie
Schach.

>Ran an die kreativen Bleistifte! Was tut man, wenn man bei Twitter schreibt?
>Zwitschern, plappern und zwittern fallen augenscheinlich raus.

Wir hatten uns beim Buch entschlossen, keine neuen Begriffe zu pr�gen
sondern die Begriffe zu �bernehmen, die bereits im Umlauf sind.

Nik

Lukas Schmidt

unread,
Feb 16, 2010, 9:14:28 AM2/16/10
to
>>Zumindest auf Angebote bestimmter Hersteller, die dem
>>K�hlschrankhersteller
>>daf�r Geld geben. War da nicht mal irgendwas bei Fernsehern mit
>>Internetzugang?
>
> Fernsehen per Internet oder aber der Fernseher als internetf�higes
> Ger�t (Surfstation) ist ja nicht mehr so neu.

Ich meinte, dass da irgendwelche Hersteller finanzielle B�ndnisse zwecks
Marketing hatten.

> Da sind wir uns einig. Und das Treffen neulich im ... wie war doch der
> Name? ... beim T�rken war auch sehr nett. Freue mich schon auf das
> n�chste Treffen.

Si, si, ich auch!

Lukas

Lukas Schmidt

unread,
Feb 16, 2010, 9:17:38 AM2/16/10
to
> Haushaltst�cher sind eben Zewa, auch falls sie von anderen Herstellern
> stammen.

Bei uns sind sie "K�chent�cher".

> Durchsichtiges Klebeband ist eben "Tesa-Film".

Schlicht und ergreifend: Klebeband.

> Im Krankenhaus kommst Du zum "R�ntgen", auch wenn l�ngst keine
> "R�ntgen"-Strahlen mehr eingesetzt werden.

So, was denn dann? W�hrend des Studiums (die Vorlesung ist jetzt etwa zwei
Jahre her) sagte man uns, dass immer noch "ger�ncht" wird. Lediglich die
Strahlendosis konnte man dank besserer Detektoren (elektronisch statt
Fotoplatten) deutlich verringern.

CT ist auch nix anderes als R�ntgen aus 1024 (oder so) Richtungen.

MRT ist ein anderes Verfahren, ja. Aber R�ntgen bleibt R�ntgen!

Lukas

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 16, 2010, 9:33:07 AM2/16/10
to
On Tue, 16 Feb 2010 15:14:28 +0100, "Lukas Schmidt"
<webm...@luckyplace.de> wrote:

>Ich meinte, dass da irgendwelche Hersteller finanzielle B�ndnisse zwecks
>Marketing hatten.

Keine Ahnung. Ist mir jetzt auch nicht so wichtig, da� ich es
recherchieren wollte.

[Treffen]
>Si, si, ich auch!

Dann schlag doch einen Termin vor... Vielleicht einen im M�rz?

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 16, 2010, 11:28:10 AM2/16/10
to
On Tue, 16 Feb 2010 15:17:38 +0100, "Lukas Schmidt"
<webm...@luckyplace.de> wrote:

>> Haushaltst�cher sind eben Zewa, auch falls sie von anderen Herstellern
>> stammen.
>
>Bei uns sind sie "K�chent�cher".

Auch eine gute L�sung.

>> Durchsichtiges Klebeband ist eben "Tesa-Film".
>
>Schlicht und ergreifend: Klebeband.

Klebeband ist sehr unspezifisch, es kann auch das deutlich breitere
(braune) Paketklebeband, welches auch unter der Marke Tesa vertrieben
wird sein. Oder Gaffa-Tape, auch als Panzer-Tape bekannt.

>> Im Krankenhaus kommst Du zum "R�ntgen", auch wenn l�ngst keine
>> "R�ntgen"-Strahlen mehr eingesetzt werden.
>
>So, was denn dann?

Zum Beispiel das von Dir unten angesprochene MRT.

>W�hrend des Studiums (die Vorlesung ist jetzt etwa zwei
>Jahre her) sagte man uns, dass immer noch "ger�ncht" wird. Lediglich die
>Strahlendosis konnte man dank besserer Detektoren (elektronisch statt
>Fotoplatten) deutlich verringern.
>
>CT ist auch nix anderes als R�ntgen aus 1024 (oder so) Richtungen.

Und viel, viel Rechenleistung :-)

>MRT ist ein anderes Verfahren, ja. Aber R�ntgen bleibt R�ntgen!

Das MRT-Ger�t befindet sich in der historisch genannten
R�ntgenabteilung :-)

Nik

Lukas Schmidt

unread,
Feb 16, 2010, 3:28:13 PM2/16/10
to
>>> Durchsichtiges Klebeband ist eben "Tesa-Film".
>>
>>Schlicht und ergreifend: Klebeband.
>
> Klebeband ist sehr unspezifisch, es kann auch das deutlich breitere
> (braune) Paketklebeband, welches auch unter der Marke Tesa vertrieben
> wird sein. Oder Gaffa-Tape, auch als Panzer-Tape bekannt.

Mit Paketband oder Panzerband flicke ich selten gerissene Zettel.

>>> Im Krankenhaus kommst Du zum "R�ntgen", auch wenn l�ngst keine
>>> "R�ntgen"-Strahlen mehr eingesetzt werden.
>>
>>So, was denn dann?
>
> Zum Beispiel das von Dir unten angesprochene MRT.

Dann komme ich nicht zum R�nchen, sondern zum Emmerteen.

>>MRT ist ein anderes Verfahren, ja. Aber R�ntgen bleibt R�ntgen!
>
> Das MRT-Ger�t befindet sich in der historisch genannten
> R�ntgenabteilung :-)

Das hei�t, wenn ich den M�lleimer dort benutzen will, gehe ich auch zum
R�nchen? Bullshit!

Lukas

Martin Lemke

unread,
Feb 16, 2010, 7:01:41 PM2/16/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 13:21:09 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Daß es eine relativ klare Abgrenzung zwischen Web 1.0 und Web 2.0 gibt,
> hatten wir hier neulich schon erklärt.

Mag sein. Das ist aber nur für Leute wichtig, die nicht wissen dass es
weder Web 1.0, noch Web 2.0 gibt.

>>In 20 Jahren kann man
>>wahrscheinlich mit einem abgelaufenen Joghurt in irgend einem

>>Kühlschrank dieser Welt chatten
>
> Ich fände es praktischer, könnte mich der Kühlschrank daran erinnern,
> welcher Teil seines Inhalts demnächst verfallen wird.

So ein Dünnschiss wird längst entwickelt.

Wenn also im Jahr 2145 Opa Piepenbrink vor dem Fernseher oder was das
dann ist, entschläft, wird ihm trotzdem frische Milch geliefert, weil die
alte ja abgelaufen ist. Sprechen können Menschen dann vielleicht nicht
mehr, weil es ja überflüssig ist. Man wird nur noch in Grunz- und
Quieklauten kommunizieren, um den jeweiligen Gemütszustand zu
signalisieren, denn alles weitere wird elektronisch erledigt.

>>Seit Jahren warte ich darauf, dass es mal eine spamresistente, aber
>>ebenso flexible Alternative zu E-Mail erfunden wird, aber anscheinend
>>erfindet man lieber Services zweifelhaften Nutzens.
>
> Ich bekomme kaum Spam.

Ich auch nicht. Das ist aber das Resultat von Spamfilterung (des
Hosters). Eine Kommunikationsform, die Spam gar nicht erst zu lässt, wäre
innovativ. E-Mail ist es nicht.

> Das, lieber Schnalli, ist keineswegs eine hohle Phrase. Das ist eine der
> Grundlagen der Informatik.

Mag sein, aber um das zu begreifen reicht ein IQ von 65 aus.

> Es befremdet mich, daß es Dir bei Deinem selbstgewählten Beispiel nicht


> gelungen ist, den Unterschied zwischen Daten und Information zu
> erkennen.

Weil Du entweder doof bist oder alle anderen für doof hältst. Ich glaube,
das kritisierte ich gerade. Leider warst Du nicht dazu in der Lage, das
zu verstehen. Es ist also ein Defizit Deinerseits.

>>Man braucht halt ein wenig Intelligenz und Sprachgefühl um zwischen
>>schwachsinnigem Chat-Deutsch und echten Wortneuschöpfungen zu


>>unterscheiden.
>
> Dann lege diese Intelligenz doch mal an den Tag und erweitere unsere
> Sprache mit sinvollen Begriffen.

Ich muss Dir nichts beweisen. Und ich habe nicht die Absicht für jede
Tätigkeit ein eigenes Wort zu kreieren, nur weil jene, die sich
vorzugsweise via Twitter oder sms verständigen anstatt "mitt Twitter eine
Nachricht senden" unbedingt "twittern" nennen und ind Klo kacken
unbedingt "ikk" nennen wollen. Wohin soll das führen?

Wenn am keine Zeit hat, einen Satz zu formulieren, warum dann überhaupt
sprechen?

>>Welches Wort gibt es für Brot essen; brotn?


>
> Brot gibt es seit ~5.000 Jahren. Gegessen wird auch schon sehr lange.

> Warum sollte man dafür einen neuen Begriff (er)finden wollen?

Weil es kürzer ist.

Warum sollte man anstatt "einen Text mit Twitter verschicken" anders
nennen? Weil es neu sei, ist kein schlüssiges Argument.

>>Oder für Bus fahren; busen?
>
> Auch wenn "Bus" ein Fremdwort ist und eigentlich die Verkürzung des
> lateinischen "Omnibus", fährt der Menschen schon lange mit


> Verkehrsmitteln.
>
> Auch hier ist kein neues Verb notwendig gewesen.

Für die Benutzung von Suchmaschinen, Twitter, Ebay, Amazon und Konsorten
auch nicht.

Martin

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 16, 2010, 7:16:27 PM2/16/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 00:01:41 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>Wenn also im Jahr 2145 Opa Piepenbrink vor dem Fernseher oder was das

>dann ist, entschl�ft, wird ihm trotzdem frische Milch geliefert, weil die
>alte ja abgelaufen ist.

Nein. Mit seinem Ableben wird automagisch der entsprechende Prozess
angesto�en...

>Sprechen k�nnen Menschen dann vielleicht nicht
>mehr, weil es ja �berfl�ssig ist. Man wird nur noch in Grunz- und
>Quieklauten kommunizieren, um den jeweiligen Gem�tszustand zu

>signalisieren, denn alles weitere wird elektronisch erledigt.

Werden wir ja sehen.

Also wir beide nicht ...

>Ich auch nicht. Das ist aber das Resultat von Spamfilterung (des

>Hosters). Eine Kommunikationsform, die Spam gar nicht erst zu l�sst, w�re

>innovativ. E-Mail ist es nicht.

Das stimmt. Und gleichzeitig kauft dieses Medium noch ein, w�scht mein
Auto, sp�lt mein Geschirr und und und.

>Wenn am keine Zeit hat, einen Satz zu formulieren, warum dann �berhaupt
>sprechen?

Menschen neigen offenbar dazu, sei es aus Faulheit, aus Bequemlichkeit
oder aus Effizientz, Dinge abzuk�rzen.

Der Stabsunteroffizier wird im Landser-Jargon eben nur "StUffz"
genannt, der Mitarbeiter des Ministeriums f�r Staatsicherheit war "bei
der Stasi". Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten sind eben "Security"
(und von Berufs wegen debil ;-) )

Ob wir das nun sch�n finden oder nicht, offenbar ist es so.

>> Brot gibt es seit ~5.000 Jahren. Gegessen wird auch schon sehr lange.

>> Warum sollte man daf�r einen neuen Begriff (er)finden wollen?
>
>Weil es k�rzer ist.

Offenbar besteht das Bed�rfnis, hier abzuk�rzen, nicht.

>Warum sollte man anstatt "einen Text mit Twitter verschicken" anders

>nennen? Weil es neu sei, ist kein schl�ssiges Argument.

Weil es k�rzer ist.

>> Auch hier ist kein neues Verb notwendig gewesen.
>

>F�r die Benutzung von Suchmaschinen, Twitter, Ebay, Amazon und Konsorten
>auch nicht.

Offenbar sehen es viele Menschen anders als Du...

Nik

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 3:42:23 AM2/17/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 13:37:06 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Zumindest auf Angebote bestimmter Hersteller, die dem

> Kühlschrankhersteller dafür Geld geben. War da nicht mal irgendwas bei
> Fernsehern mit Internetzugang?

Da war vor allem etwas mit Kühlschränken mit Internetzugang. Einen
Fernseher mit Internetzugang fände ich sinnvoll. Des würde ich eventuell
auch kaufen. Da kann man dann vielleicht den in der Sendung
eingeblendeten Link mal anklicken o.ä.

Oder man zappt auf eine Sendung in Internet-TV oder Youtube und
Konsorten. Das ist nicht ganz ohne Sinn. Am Schreibtisch fernzusehen ist
ja nicht unbedingt immer die bequemste Idee.

[Vernetzung von Menschen]
> Solange man mir die Freiheit lässt, treffe ich mich aber auch gerne mit
> echten Menschen in echter Umgebung. Das ist für mich bei Weitem nicht
> das Gleiche!

Man kann es ergänzen. Das machen wir in meinem Spinnenforum so. Seit
einigen Jahren machen wir jedes Jahr eine Forumsexkursion. Letztes Jahr
ging es nach Weimar, dieses Jahr in die Südheide (Nds.). So bekommen die
User eines Forums auch ein Gesicht, einen echten Charakter und wahre
Gestalt.

Das selbe gilt für luebeck.*, wo wir uns sporatisch auf ein paar Bier
treffen. So lange es so läuft, ist es noch gesund. Hier dient Internet
den Menschen und nicht umgekehrt.

Für beide Beispiele gilt, dass die menschliche Gemeinschaft ohne Internet
nicht zustande gekommen wäre.

>>>> Ob aus Daten Informationen werden, hängt davon ab, wer sie wie
>>>> auswerten kann und will.
> Trotzdem hättest Du Deinen Hinweis vielleicht
> martinfreundlicher formulieren können.

Darin lag nicht das Problem, sondern darin, dass er eine evidente
Selbstverständlichkeit in dozierender Weise verkündet hat. So etwas
befruchtet niemanden, sondern ist in meinen Augen eher menschlich
peinlich.

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 3:45:46 AM2/17/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 13:42:28 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Ran an die kreativen Bleistifte! Was tut man, wenn man bei Twitter
> schreibt?

"Sülzen" fiele mir spontan ein. Das trifft e doch sehr gut!

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 3:51:04 AM2/17/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 14:57:13 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Im Krankenhaus kommst Du zum "Röntgen", auch wenn längst keine
> "Röntgen"-Strahlen mehr eingesetzt werden.

Sondern?

>>Ich schicke lieber eine SM(S) (den
>>Dienst schickt man doch seltener), als zu simsen.
>
> Du schickst eine Textnachricht. Und das mit dem drahtlosen
> Tragfernsprecher

Man schickt eine Short Message, aber nicht den Short Message Service, dem
schon gar nicht ein weiblicher Artikel gehört. Trotzdem finde ich dass,
"eine SMS verschicken" hier nicht unbedingt in die Beispielrunde passt,
denn sms ist eine Abkürzung und nicht etwa eine Wortneuschöpfung.

Das Wort "simsen" benutze ich nicht, weil es schwachsinnig ist.

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 3:51:55 AM2/17/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 13:42:28 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Ran an die kreativen Bleistifte! Was tut man, wenn man bei Twitter
> schreibt?

"Sülzen" fiele mir spontan ein. Das trifft es doch sehr gut!

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 3:53:53 AM2/17/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 15:17:38 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

>> Haushaltstücher sind eben Zewa, auch falls sie von anderen Herstellern
>> stammen.
>
> Bei uns sind sie "Küchentücher".

Bei mir "Küchenpapier".

>> Durchsichtiges Klebeband ist eben "Tesa-Film".
>
> Schlicht und ergreifend: Klebeband.

Klebefilm. Aber ich sage auch Tesa.

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 4:02:45 AM2/17/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 17:28:10 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

>>> Durchsichtiges Klebeband ist eben "Tesa-Film".
>>
>>Schlicht und ergreifend: Klebeband.
>
> Klebeband ist sehr unspezifisch,

Warum? Klebeband ist korrekt. Da man heutzutage in 99% der Fälle in
Selbstbedienung einkauft, existiert keine Verwechslungsmöglichkeit.

Hast Du Deinen eigenen belehrenden Vortrag über Datum und Information
schon wieder vergessen? Oder hast Du ihn gar nicht verstanden und nur
dumm irgendwo abgeschrieben?

Wenn ich transparentes Klebeband kaufen will, werde ich schon nicht
versehentlich Kreppband kaufen. Und die Rolle zuhause wird sich nicht
spontan schwarz färben, sollte ich sie nur Klebenband nennen.

> es kann auch das deutlich breitere
> (braune) Paketklebeband, welches auch unter der Marke Tesa vertrieben
> wird sein. Oder Gaffa-Tape, auch als Panzer-Tape bekannt.

Mann bist Du wissend! Hut ab! So viele Klebebandarten kann nur ein Genie
aufzählen.

>>> Im Krankenhaus kommst Du zum "Röntgen", auch wenn längst keine

>>> "Röntgen"-Strahlen mehr eingesetzt werden.


>>
>>So, was denn dann?
>
> Zum Beispiel das von Dir unten angesprochene MRT.

Du hattest behautet, Röntgen gäbe es nicht mehr. Wo ist der Beleg?

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 4:32:38 AM2/17/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 14:44:54 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Aber ist das wirklich das Problem? Als meine Oma (oder deren Oma) beim

> Krämer um die Ecke einkaufte, wußte der auch, welche Sorte Klopapier die
> gewünschte war. Nur daß der Krämer diese Daten im Kopf hatte.

Wenn der Wirt in der Kneipe weiß, was ich für gewöhnlich trinken möchte,
fühle ich mich nicht ausspioniert, sondern heimisch. Service
unterscheidet sich von Aushorcherei. Warum wundert es mich nicht, dass Du
dies nicht auseinander halten kannst?

> Leider wirkt Martin ab und zu so, als ob er im Schnallnix-Modus wäre.

Das interpretierst Du bestenfalls in deiner unendlichen Überheblichkeit
hinein oder schlechtestenfalls, um Dich auf mein Kosten als als klugen
Kopf zu profilieren. Du hast eine triviale Selbstverständlichkeit in
dozierender Weise verkündet. Aber natürlich hast Du meine Kritik (einmal
mehr) nicht verstanden und ziehst daraus den Schluss, das Definzit läge
bei mir. Du gehst einfach falsch mit diesen Fragestellungen um.

[Zur Erinnerung]
Ich schrieb:
>> Wenn ich höre, dass die Leute twittern, um Freunden mitzuteilen, dass

>> sie gerade den Bus verpasst haben, frage ich mich, wer

>> Lust und Zeit dafür hat, lauter solchen Scheiß zu lesen.

Du antwortetest:
> Ob aus Daten Informationen werden, hängt davon ab, wer sie wie auswerten
> kann und will.

Es sollte jedermann klar sein, dass so ein Hinweis im exotischen
Einzelfall auch mal informativ sein kann. Dies bedarf überhaupt keiner
expliziten Erläuterung. Fakt ist jedoch, dass über Twitter bekanntermaßen
fast nur solche Emotionalien und uninteressante Details ausgetauscht
werden. "Heute fühle ich mich hundemüde. Ich mache mir erstmal einen
Kaffee". Das ist doch der Punkt.

In sofern geht Deine Kurzvorlesung vollkommen an der eigentlichen Kritik
vorbei, denn um mal irgendwann anstatt per SM oder Anruf mitzuteilen,
dass man später kommt, weil man den Bus verpasst hat, unterhält niemand
einen Twitter-Account. Twitter lebt von massenhaftem Datentransfer und
diese Infos sind in der Regel nicht sonderlich informativ, sondern
erschöpfen sich in Banalitäten.

Das war der Kern der Kritik.

Wie es Deine Art ist, greifst Du Dir irgend eine Nebensächlichkeit und
zerrst sie ins Zentrum. Dann ziehst Du Dich daran hoch, weil Du Dich
anscheinend sehr weit unten wähnst. Entweder leidest Du unter einem
pathologischen Minderwertigkeitskompex, welcher sich darin äußert, dass
Du Dich hier bei jedem vermeintlichen Anlass als Klugkopf produzieren
musst oder Du bist tatsächlich nicht zu differenziertem Denken in der
Lage.

Martin

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 8:10:57 AM2/17/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 09:32:38 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>> Aber ist das wirklich das Problem? Als meine Oma (oder deren Oma) beim

>> Kr�mer um die Ecke einkaufte, wu�te der auch, welche Sorte Klopapier die
>> gew�nschte war. Nur da� der Kr�mer diese Daten im Kopf hatte.
>
>Wenn der Wirt in der Kneipe wei�, was ich f�r gew�hnlich trinken m�chte,
>f�hle ich mich nicht ausspioniert, sondern heimisch. Service

>unterscheidet sich von Aushorcherei. Warum wundert es mich nicht, dass Du
>dies nicht auseinander halten kannst?

Worin siehst Du denn den genauen Unterschied zwischen Service und
Aushorcherei?

Der Wirt in der Kneipe kann Dir sein "Wie immer?" doch nur anbieten,
weil er Daten �ber Dich und Dein Bestellverhalten gespeichert hat und
sie nun als Informationen seinen Vorschlag nutzt.

Wenn $Onlinehop, dem man (einst) per Kreuzchen erlaubte, die Daten zu
nutzen, ein Angebot �ber die Dinge zuschickte, die man neulich
bestellte, ist das dann Aushorcherei?

Ja, die Dinge geh�ren ab einem gewissen Punkt zusammen. Aber ab
welchem Punkte genau? Und wieso ab diesem Punkt genau?

>[Zur Erinnerung]
>Ich schrieb:
>>> Wenn ich h�re, dass die Leute twittern, um Freunden mitzuteilen, dass

>>> sie gerade den Bus verpasst haben, frage ich mich, wer

>>> Lust und Zeit daf�r hat, lauter solchen Schei� zu lesen.
>
>Du antwortetest:
>> Ob aus Daten Informationen werden, h�ngt davon ab, wer sie wie auswerten


>> kann und will.
>
>Es sollte jedermann klar sein, dass so ein Hinweis im exotischen

>Einzelfall auch mal informativ sein kann. Dies bedarf �berhaupt keiner
>expliziten Erl�uterung.

Die Fragestellung war eben KEINE reine Fragestellung sondern enthielt
mit "lauter solchen Schei�" bereits eine wertende Antwort. Was Du als
"lauter solchen Schei�" (be)wertest, weil es (f�r Dich) Datenrauschen
darstellt, kann f�r andere jedoch wertvolle Information sen.

H�ttest Du die Frage gleich offen gelassen, w�re klar, da� nur wenige
aus derlei Daten Informationen gewinnen k�nnen. Aber so? Der Versuch,
mit "auch mal informativ sein kann" die Frage nachtr�glich als
neutrale Frage zurechtzur�cken, ist sehr durchschaubar.

>Fakt ist jedoch, dass �ber Twitter bekannterma�en

>fast nur solche Emotionalien und uninteressante Details ausgetauscht

>werden. "Heute f�hle ich mich hundem�de. Ich mache mir erstmal einen

>Kaffee". Das ist doch der Punkt.

Belege f�r Deine These?

Ich habe in meiner Zeitleiste grad 20 Twitter-Nachrichten.

2 Hinweise auf Hort K�hlers Unterschrift unter das Zensurgesetz und
weiterf�hrende Informationen dazu.

2 Hinweise auf Software bzw. deren Test.

1 Hinweis auf ein Gerichtsurteil zum Thema unerlaubte Telefonanrufe
mit Hinweis auf entsprechende Meldeformular bei der Bundesnetzagentur

1 Hinweis, wer wo ein iPad verlost.

2-3 Hinweise auf Blog- oder Zeitungsartikel.

Dann noch ein paar Nachrichten, in denen sich Menschen, die ich
(teilweise auch pers�nlich) kenne, �ber Dinge unterhalten.

Gut, das war eine Momentaufnahme, sie hinterl��t jedoch starke Zweifel
an Deiner Aussage ("Fakt ist jedoch, dass �ber Twitter bekannterma�en


fast nur solche Emotionalien und uninteressante Details ausgetauscht

werden.").

Keine Ahnung, woher dein profundes Wissen �ber die Einsch�tzung von
Twitter und dem Inhalt der dort verbreiteten Nachrichten kommt.
Vielleicht bedarf es einer Faktenabgleichs. Bei den Steuermodellen
waren Deine Behauptungen ja auch mit einer einfachen Rechnung klar zu
widerlegen.

Ich diskutiere wirklich gerne mit Menschen, aber sie sollten schon
wissen, wovon sie reden.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 8:14:28 AM2/17/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 08:51:04 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>Man schickt eine Short Message,

Warum den englischen begriff, wenn es daf�r einen passenden deutschen
gibt?

Nik

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 8:53:54 AM2/17/10
to
Am Wed, 17 Feb 2010 14:14:28 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

>>Man schickt eine Short Message,
>

> Warum den englischen begriff, wenn es dafür einen passenden deutschen
> gibt?

Es ist eine technische Abkürzung und für die gibt es keine deutsche
Entsprechung. Welche soll das sein? Mit "Ich schicke Dir meine Adresse
als kleine Nachricht" wirst Du allenfalls Gelächter heimsen. Zu Recht.

Martin

Lukas Schmidt

unread,
Feb 17, 2010, 9:04:22 AM2/17/10
to
[Short Message]

>> Warum den englischen begriff, wenn es dafür einen passenden deutschen
>> gibt?
>
> Es ist eine technische Abkürzung und für die gibt es keine deutsche
> Entsprechung. Welche soll das sein? Mit "Ich schicke Dir meine Adresse
> als kleine Nachricht" wirst Du allenfalls Gelächter heimsen. Zu Recht.

Kurzmitteilung?

Lukas

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 9:49:21 AM2/17/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 15:04:22 +0100, "Lukas Schmidt"
<webm...@luckyplace.de> wrote:

>>> Warum den englischen begriff, wenn es daf�r einen passenden deutschen
>>> gibt?
>>
>> Es ist eine technische Abk�rzung und f�r die gibt es keine deutsche


>> Entsprechung. Welche soll das sein? Mit "Ich schicke Dir meine Adresse

>> als kleine Nachricht" wirst Du allenfalls Gel�chter heimsen. Zu Recht.
>
>Kurzmitteilung?

Das ist klar und einfach, gibt den urspr�nglichen Sinn einwandfrei
wieder.

K�nnen wir also unm�glich gelten lassen :-)

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 9:53:19 AM2/17/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 13:53:54 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>Es ist eine technische Abk�rzung und f�r die gibt es keine deutsche
>Entsprechung.

F�r viele technische Abk�rzungen gibt es gute deutsche Entsprechungen.

Hausaufgabe f�r den geneigten Leser:
Finde drei fremdsprachige tschechische Abb�rzungen und die entsprechen
deutschen Entsprechungen.

Nik

Miles Collins

unread,
Feb 17, 2010, 3:45:37 PM2/17/10
to
* Martin Lemke:

> Fakt ist jedoch, dass über Twitter bekanntermaßen
> fast nur solche Emotionalien und uninteressante Details ausgetauscht
> werden. "Heute fühle ich mich hundemüde. Ich mache mir erstmal einen
> Kaffee". Das ist doch der Punkt.
>

Dann folgtest Du eindeutig den falschen Leuten.
Ich glaube eher, Du hast keine Ahnung wovon Du redest.

Rein volumenmäßig dominiert alt.binaries das Usenet.
Trotzdem würde hierzugrupp doch keiner behaupten, Usenet


> lebt von massenhaftem Datentransfer und
> diese Infos sind in der Regel nicht sonderlich informativ

(andererseits, vielleicht doch....;-)

Was ich eigentlich sagen will, ein Medium ist doch nicht unnütz, nur
weil auch viel Unnützes transportiert wird.

Miles Collins

unread,
Feb 17, 2010, 3:51:10 PM2/17/10
to
* Nikolaus Bernhardt:

> Hausaufgabe für den geneigten Leser:
> Finde drei fremdsprachige tschechische Abbürzungen und die entsprechen
> deutschen Entsprechungen.
>
> Nik
>
Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - abbürzen - übereinstimmenden
Dokumente gefunden.

Schon der Ansatz ist kläglich gescheitert...
entsprechende anderssprachige Entsprechungen dementsprechend auch ;-(

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 3:55:24 PM2/17/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 21:51:10 +0100, Miles Collins
<not-fo...@zybrkat.org> wrote:

>Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - abb�rzen - �bereinstimmenden
>Dokumente gefunden.

Dabei liegt es auf der Hand:

DNA (englisch) -> DNS (deutsch)

Mehr gebe ich aber jetzt nicht vor... :-)

Lukas Schmidt

unread,
Feb 17, 2010, 4:01:50 PM2/17/10
to
> Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - abbürzen - übereinstimmenden
> Dokumente gefunden.

Die armen Enten!

L

Lukas Schmidt

unread,
Feb 17, 2010, 4:04:54 PM2/17/10
to
> Die armen Enten!

Finde den Bürzel!
http://zuhause.lukas-schmidt.de/pics/finde-den-buerzel.jpg

Lukas

Miles Collins

unread,
Feb 17, 2010, 4:16:02 PM2/17/10
to
* Lukas Schmidt:

>> Die armen Enten!
>
> Finde den Bürzel!
> http://zuhause.lukas-schmidt.de/pics/finde-den-buerzel.jpg

Heute auf der B105 zwischen Dassow & Selmsdorf.
Laut NDR-Verkehrsinfo "Tiere auf der Fahrbahn".
Ich möchte wetten, es waren schon wieder mal unbeleuchtete Enten.

Miles Collins

unread,
Feb 17, 2010, 4:33:00 PM2/17/10
to
* Nikolaus Bernhardt:

> On Wed, 17 Feb 2010 21:51:10 +0100, Miles Collins
> <not-fo...@zybrkat.org> wrote:
>
>> Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - abbürzen - übereinstimmenden
>> Dokumente gefunden.
>
> Dabei liegt es auf der Hand:
>
> DNA (englisch) -> DNS (deutsch)
>
> Mehr gebe ich aber jetzt nicht vor... :-)

und was ist daran jetzt tschechisch?

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 4:57:32 PM2/17/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 22:33:00 +0100, Miles Collins
<not-fo...@zybrkat.org> wrote:

>und was ist daran jetzt tschechisch?

Du hast den Wortwitz, bei dem ich aus "technisch" heimlich
"tschechisch" machte, grad kaputtgemacht...

Menno...

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 6:19:38 PM2/17/10
to
Am Wed, 17 Feb 2010 15:53:19 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Für viele technische Abkürzungen gibt es gute deutsche Entsprechungen.

Die Rede war von Short Message (SM), welche üblicherweise über den Short
Message Service (SMS) verschickt wird. Was für eine deutsche Abkürzung
gibt es da? -- Mir ist keine bekannt.

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 6:29:35 PM2/17/10
to
Am Wed, 17 Feb 2010 15:04:22 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Kurzmitteilung?

Diese assoziiere ich mit der Schriftform einer Notiz.

Gefragt ist allerdings nicht, welches Wort man anstatt SM(S) benutzen
könnte, sondern welches in diesem Sinne etabliert ist. Fantasierereien
sind da wenig hilfreich.

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 17, 2010, 6:40:55 PM2/17/10
to
Am Wed, 17 Feb 2010 21:45:37 +0100 schrieb Miles Collins:

> Ich glaube eher, Du hast keine Ahnung wovon Du redest.

Das kann sein, denn ich habe Twitter nie benutzt. Da die Twitterfans sich
hier nicht zu Wort melden, fehlt mir die Möglichkeit, mich aus erster
Hand zu informieren.

Neben dem, das in der Altern Mühle erzählt, ja gejubelt wurde, kann ich
mich als Quelle meiner Meinungsbildung nur auf einen Podcast beziehen, in
dem u. a. der Erfinder von Twitter zu Wort kam.

Wenn Du mehr weißt, schreibe doch etwas dazu, um meine arme Seele zu
erhellen, anstatt nur undeutliche Vermutungen zu posaunen.

> Rein volumenmäßig dominiert alt.binaries das Usenet. Trotzdem würde
> hierzugrupp doch keiner behaupten, Usenet
>> lebt von massenhaftem Datentransfer und diese Infos sind in der Regel
>> nicht sonderlich informativ

Dieser Vergleich hinkt ja nun derart, dass Du auf die Schnauze fallen
müsstest.

> Was ich eigentlich sagen will, ein Medium ist doch nicht unnütz, nur
> weil auch viel Unnützes transportiert wird.

Ich schrieb nie, dass es grundsätzlich unnütz sei, sondern dass es mich
nicht interessiert. Zwischen diesen beiden Aussagen liegen gewaltige
Nuancen.

Martin

Miles Collins

unread,
Feb 17, 2010, 7:36:44 PM2/17/10
to
* Martin Lemke:

> Am Wed, 17 Feb 2010 21:45:37 +0100 schrieb Miles Collins:
>
>> Ich glaube eher, Du hast keine Ahnung wovon Du redest.
>
> Das kann sein, denn ich habe Twitter nie benutzt. Da die Twitterfans sich
> hier nicht zu Wort melden, fehlt mir die Möglichkeit, mich aus erster
> Hand zu informieren.

Mir war so, als hätte Nik kürzlich etwas dazu geschrieben.

> Neben dem, das in der Altern Mühle erzählt, ja gejubelt wurde, kann ich
> mich als Quelle meiner Meinungsbildung nur auf einen Podcast beziehen, in
> dem u. a. der Erfinder von Twitter zu Wort kam.
>
> Wenn Du mehr weißt, schreibe doch etwas dazu, um meine arme Seele zu
> erhellen, anstatt nur undeutliche Vermutungen zu posaunen.

Ausprobieren. Oder nur lesend gucken was das eigentlich ist.
Dazu ist kein Account notwendig.
Du nutzt doch sicherlich einen RSS-Reader.
Ich für meinen Teil habe in meinen Thunderbirds mehrere RSS-feeds für
Twitter:
einen z.B. für luebecktweets
http://twitter.com/statuses/user_timeline/88074645.rss

Was das ist steht hier http://twitter.com/luebecktweets/

Praktisch sehe ich in Thunderbird dann die Tweets als Betreffzeilen.
Oft ist da ein link dabei, als weitergehende Referenz

Man muß ja nicht selber rumzwitschern.

>> Rein volumenmäßig dominiert alt.binaries das Usenet. Trotzdem würde
>> hierzugrupp doch keiner behaupten, Usenet
>>> lebt von massenhaftem Datentransfer und diese Infos sind in der Regel
>>> nicht sonderlich informativ
>
> Dieser Vergleich hinkt ja nun derart, dass Du auf die Schnauze fallen
> müsstest.

Weil Usenet weniger Leuten bekannt ist als Twitter?


Miles Collins

unread,
Feb 17, 2010, 7:37:51 PM2/17/10
to
* Martin Lemke:

> Am Wed, 17 Feb 2010 15:04:22 +0100 schrieb Lukas Schmidt:
>
>> Kurzmitteilung?
>
> Diese assoziiere ich mit der Schriftform einer Notiz.

Das ist doch ein Memo...
/duckundwech/

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 7:47:26 PM2/17/10
to
On Wed, 17 Feb 2010 23:40:55 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>> Ich glaube eher, Du hast keine Ahnung wovon Du redest.
>
>Das kann sein, denn ich habe Twitter nie benutzt. Da die Twitterfans sich

>hier nicht zu Wort melden, fehlt mir die M�glichkeit, mich aus erster
>Hand zu informieren.

Die Twitterfans haben(!) sich bereits zu Wort gemeldet.

Aber Du hattest ja bereits eine sehr deutliche Meinung zu dem Thema,
auch ohne Twitter genauer zu kennen.

>Neben dem, das in der Altern M�hle erz�hlt, ja gejubelt wurde, kann ich

>mich als Quelle meiner Meinungsbildung nur auf einen Podcast beziehen, in
>dem u. a. der Erfinder von Twitter zu Wort kam.

Tja, einmal H�rensagen reicht eben manchmal nicht aus.

>Wenn Du mehr wei�t, schreibe doch etwas dazu, um meine arme Seele zu

>erhellen, anstatt nur undeutliche Vermutungen zu posaunen.

Meld' Dich doch selbst an informiert Dich.

>Ich schrieb nie, dass es grunds�tzlich unn�tz sei, sondern dass es mich

>nicht interessiert. Zwischen diesen beiden Aussagen liegen gewaltige
>Nuancen.

Lesen wir doch mal nach, was genau Du geschrieben hattest...

|Wenn ich h�re, dass die Leute twittern (neben googeln auch so ein
|dummes Neuwort), um Freunden mitzuteilen, dass sie gerade den Bus
|verpasst haben, frage ich mich, wer Lust und Zeit daf�r hat, lauter
|solchen Schei� zu lesen.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 7:54:16 PM2/17/10
to
On Thu, 18 Feb 2010 01:36:44 +0100, Miles Collins
<not-fo...@zybrkat.org> wrote:

>Mir war so, als h�tte Nik k�rzlich etwas dazu geschrieben.

Ich kann Dir sogar die ISBNs der B�cher geben :-)

>Ausprobieren. Oder nur lesend gucken was das eigentlich ist.

Nur so kann man herausfinden, ob einem das liegt.

>Dazu ist kein Account notwendig.

Stimmt auch.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 17, 2010, 7:59:35 PM2/17/10
to
On Thu, 18 Feb 2010 01:37:51 +0100, Miles Collins
<not-fo...@zybrkat.org> wrote:

>> Diese assoziiere ich mit der Schriftform einer Notiz.
>
>Das ist doch ein Memo...

Das ist die Kurzform von Memorandum und hat eine lateinischen
Wortherkunft...

Textnachricht
Textmitteilung

Kurznachricht
Kurzmitteilung

sind gute Begriffe f�r das, was landl�ufig als "SiMS" oder "SMS"
bezeichnet wird.

Nik

Martin Lemke

unread,
Feb 18, 2010, 3:40:43 AM2/18/10
to
Am Thu, 18 Feb 2010 01:59:35 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> sind gute Begriffe für das, was landläufig als "SiMS" oder "SMS"
> bezeichnet wird.

Sims ist was ganz anderes.

Nun mal raus mit der Sprache! Welche deutsche Abkürzung ist anstelle von
SMS in Gebrauch?

Oder hast Du nur eine frei fantasierte Behauptung aufgestellt?

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 18, 2010, 4:18:49 AM2/18/10
to
Am Thu, 18 Feb 2010 01:36:44 +0100 schrieb Miles Collins:

> Ausprobieren. Oder nur lesend gucken was das eigentlich ist. Dazu ist
> kein Account notwendig.

Es ist nicht so, dass ich nie die Twitter-Webseite aufgerufen hätte. Aber
da dort nichts konkretes darüber stand, was das überhaupt sei, verschwand
ich da schnell wieder.

Meine Neugier hält sich auch stark in Grenzen und seit ich den Podcast
Elektrischer Reporter [1] zu dem Thema gesehen habe, also den, wo unter
anderem der Twitter-Erfinder zu Wort kam, ist meine weitere Neugier auf
Twitter noch weiter abgestürzt.

> Du nutzt doch sicherlich einen RSS-Reader.

Nee, eher nicht. Ich hatte damit mal angefangen, aber ich lese das nicht
regelmäßig. Da kann ich ebenso gut bei Bedarf mal eine Webseite aufrufen.

Selbst die Wissenschaftsnewsletter, die ich früher im Abo hatte, vermisse
ich nicht mehr, weil man einfach mit Informationen überflutet wird, die
größtenteils entbehrlich sind. Was ist, wenn ich nicht erfahre, dass man
auf Galapagos eine seit Jahrmillionen ausgestorben geglaubte Assel
wiedergefunden hat?

> Was das ist steht hier http://twitter.com/luebecktweets/

Oh, Danke! Es gibt also auch Nachrichten! Das ist wenigstens halbwegs
sinnvoll.

Mir persönlich ist meine Zeit zu schade, das alles durchzuackern. Aber
wem 's gefällt. Ich persönlich empfinde ein Zuviel an Informationen als
belästigend. Ich höre fast täglich Deutschlandfunk. Da haben die Beiträge
Tiefgang und sind gründlich recherchiert. Eine Reizüberflutung an
Mininachrichten hebt nur meinen Stresspegel; ähnlich wie Verkehrslärm.
Vielfalt auf Kosten von Tiefgang finde ich nicht erstrebenswert.

Dank der luebecktweets weiß ich jetzt, dass die Kripo vermutet, dass der
Trave Club vermutlich aufgrund eines technischen Defektes ausgebrannt
ist. Eine Vermutung. So, so. Die restlichen Nachrichten interessierten
mich nicht die Bohne. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass auch mal
etwas interessantes dabei ist.

Aber für Nachrichtenjunkies ist das vielleicht etwas.

> Man muß ja nicht selber rumzwitschern.

Darüber hatte ich noch überhaupt nicht nachgedacht. Daniel hatte in der
Alten Mühle vom Folgen anderer und wer wieviel Folger hat u.s.w. erzählt
und ich habe das irgendwie nicht ganz verstanden. Er war zumindest ganz
begeistert davon.

Aber anscheinend gibt es auch eine Art low level-Nutzung, die nicht ganz
so hype, aber dann eventuell nützlich sein kann, wenn man solcherlei
Nachrichtenschwemme nicht abgeneigt ist.

In meinen Augen wird alles immer schneller, immer kürzer und immer
flacher. Diesem Trend möchte ich mich gern entziehen.

Martin

[1] http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/83/

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 18, 2010, 7:33:57 AM2/18/10
to
On Thu, 18 Feb 2010 09:18:49 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>Es ist nicht so, dass ich nie die Twitter-Webseite aufgerufen h�tte. Aber
>da dort nichts konkretes dar�ber stand, was das �berhaupt sei, verschwand
>ich da schnell wieder.

Das ist wie mit jedem anderen Medium: Es kommt darauf an, wer es wie
nutzt und welchen individuellen Vorteil man daraus ziehen m�chte.

E-Mail ist auch SPAM-belastet, trotzdem ist es ein (f�r mich) sehr
wertvolles Medium, auf das ich nicht verzichten m�chte.

Die richtigen Newsgroups sind f�r mich ein Quell der Information oder
Erheiterung.

So �hnlich ist das auch mit Twitter. Liest man die Nachrichtigen der
(f�r einen) richtigen/wichtigen/interessanten Menschen, Firmen oder
Nachrichtenagenturen/Zeitungen, dann erf�hrt man viele Dinge sehr
schnell und bekommt Hinweise, wo mehr zum Thema zu erfahren ist.

Als das Passagierflugzeug im Hudson notwasserte, gab es die ersten
Nachrichten dazu von den Augenzeugen bzw. Passagieren, die twitterten,
was sie soeben er- bzw. �berlebten.

>Meine Neugier h�lt sich auch stark in Grenzen und seit ich den Podcast

>Elektrischer Reporter [1] zu dem Thema gesehen habe, also den, wo unter
>anderem der Twitter-Erfinder zu Wort kam, ist meine weitere Neugier auf

>Twitter noch weiter abgest�rzt.

Nun... Bei aller Liebe f�r den Elektrischen Reporter, Macher Mario
Sixtus setzt eine ganze Menge an Wissen voraus. Als
Informationssendung a la "Telekolleg neue Medien" (im Schulfunk) ist
das nicht zu verstehen.

>Oh, Danke! Es gibt also auch Nachrichten! Das ist wenigstens halbwegs
>sinnvoll.

In Twitter gibt es so ziemlich alles:

Die Klappbr�cke, die per Twitter berichtet, wann sie sich f�r Schiffe
�ffnet und die Autos warten m�ssen, mag f�r fast alle Menschen auf
diesem Planeten irrelevant sein. Wer aber mal vor der guten alten
Herrenbr�cke im Stau stand, w�re f�r einen Hinweis "In 10 Minuten wird
die Br�cke f�r 30 Minuten f�r Autos gesperrt sein" dankbar gewesen.

Die twitternde Kaffeemaschine ist ebenso sinnvoll oder sinnlos wie die
Webcam, die die Kaffeemaschine zeigt.

>Mir pers�nlich ist meine Zeit zu schade, das alles durchzuackern. Aber
>wem 's gef�llt. Ich pers�nlich empfinde ein Zuviel an Informationen als
>bel�stigend.

Da sprichst Du genau das Problem unserer Zeit an. Wie (m�ssen) lernen,
entsprechende Filter zu entwickeln und zu bedienen, um das zu finden,
was uns wirklich interessiert.

Nik

Martin Lemke

unread,
Feb 19, 2010, 2:58:20 AM2/19/10
to
Am Thu, 18 Feb 2010 13:33:57 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Als das Passagierflugzeug im Hudson notwasserte, gab es die ersten
> Nachrichten dazu von den Augenzeugen bzw. Passagieren, die twitterten

Diese Story kommt mir bekannt vor -- Elektrischer Reporter?

Mal ganz ehrlich, ist es essentiell, das so früh wie möglich zu wissen?
Wenn es ein Erdbeben gab, erfahre ich das eventuell erst am nächsten Tag,
wenn ich Nachrichten schaue. Die halbe Welt weiß es vor mir. Na, und?

Aber es ist keine kategorische Entscheidung, Twitter zu benutzen, so wie
es tatsächlich manchmal dargestellt wird. Es bricht nicht die Welt
zusammen, wenn man sich da raus hält. Und man verpasst auch nicht den Zug
ins Informationszeitalter. Wenn man nicht bei Twitter, Facebook, StudiVZ
und wie die Angebote alle heißen mitmacht. Ich ab ICQ auf Empfehlung mal
ausprobiert, aber das will ich nicht haben. Internettelefonie auch nicht.

Ansonsten weiß ich die Möglichkeiten, die mir Internet bietet, durchaus
für mich und meine Zwecke zu nutzen. Es hat mir schon viele gute Kontakte
gebracht.

> Nun... Bei aller Liebe für den Elektrischen Reporter, Macher Mario


> Sixtus setzt eine ganze Menge an Wissen voraus.

Die Beiträge sind für gewöhnlich sehr gut recherchiert und werden nie
ohne Augenzwinkern dargebracht, aber ich fühle mich da nicht überfordert.

>>Mir persönlich ist meine Zeit zu schade, das alles durchzuackern. Aber
>>wem 's gefällt. Ich persönlich empfinde ein Zuviel an Informationen als
>>belästigend.
>
> Da sprichst Du genau das Problem unserer Zeit an. Wie (müssen) lernen,


> entsprechende Filter zu entwickeln und zu bedienen, um das zu finden,
> was uns wirklich interessiert.

Das hat im ER-Podcast auch eriner gesagt. Das halte ich für gefährlich,
weil man sich auf diese Weise neuer Themen, auf die man von selber nicht
gekommen wäre, die also eine äußere Anregung darstellen, beraubt. Gut
recherchierte und gewissenhaft ausgewählte Theman werden einer wahllosen
Informationsflut immer überlegen sein.

Martin

Martin Lemke

unread,
Feb 19, 2010, 3:00:19 AM2/19/10
to
Am Thu, 18 Feb 2010 13:33:57 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Als das Passagierflugzeug im Hudson notwasserte, gab es die ersten

> Nachrichten dazu von den Augenzeugen bzw. Passagieren, die twitterten

Diese Story kommt mir bekannt vor -- Elektrischer Reporter?

Mal ganz ehrlich, ist es essentiell, das so früh wie möglich zu wissen?
Wenn es ein Erdbeben gab, erfahre ich das eventuell erst am nächsten Tag,
wenn ich Nachrichten schaue. Die halbe Welt weiß es vor mir. Na, und?

Aber es ist keine kategorische Entscheidung, Twitter zu benutzen, so wie
es tatsächlich manchmal dargestellt wird. Es bricht nicht die Welt
zusammen, wenn man sich da raus hält. Und man verpasst auch nicht den Zug
ins Informationszeitalter. Wenn man nicht bei Twitter, Facebook, StudiVZ
und wie die Angebote alle heißen mitmacht. Ich ab ICQ auf Empfehlung mal
ausprobiert, aber das will ich nicht haben. Internettelefonie auch nicht.

Ansonsten weiß ich die Möglichkeiten, die mir Internet bietet, durchaus
für mich und meine Zwecke zu nutzen. Es hat mir schon viele gute Kontakte
gebracht.

> Nun... Bei aller Liebe für den Elektrischen Reporter, Macher Mario


> Sixtus setzt eine ganze Menge an Wissen voraus.

Die Beiträge sind für gewöhnlich sehr gut recherchiert und werden nie ohne


Augenzwinkern dargebracht, aber ich fühle mich da nicht überfordert.

>>Mir persönlich ist meine Zeit zu schade, das alles durchzuackern. Aber
>>wem 's gefällt. Ich persönlich empfinde ein Zuviel an Informationen als
>>belästigend.
>
> Da sprichst Du genau das Problem unserer Zeit an. Wie (müssen) lernen,


> entsprechende Filter zu entwickeln und zu bedienen, um das zu finden,
> was uns wirklich interessiert.

Das hat im ER-Podcast auch einer gesagt. Das halte ich für gefährlich,


weil man sich auf diese Weise neuer Themen, auf die man von selber nicht
gekommen wäre, die also eine äußere Anregung darstellen, beraubt. Gut

recherchierte und gewissenhaft ausgewählte Themen werden einer wahllosen

Nikolaus Bernhardt

unread,
Feb 19, 2010, 6:19:24 AM2/19/10
to
On Fri, 19 Feb 2010 08:00:19 +0000 (UTC), Martin Lemke
<use_delet...@maaaddin.de> wrote:

>> Als das Passagierflugzeug im Hudson notwasserte, gab es die ersten
>> Nachrichten dazu von den Augenzeugen bzw. Passagieren, die twitterten
>
>Diese Story kommt mir bekannt vor -- Elektrischer Reporter?

Ja, der ElRep hat auch dar�ber berichtet. An diesem beispiel f�r
Twitters Schnelligkait kam keiner vorbei.

>Mal ganz ehrlich, ist es essentiell, das so fr�h wie m�glich zu wissen?

Nein.

>Wenn es ein Erdbeben gab, erfahre ich das eventuell erst am n�chsten Tag,
>wenn ich Nachrichten schaue. Die halbe Welt wei� es vor mir. Na, und?

Das stimmt.

Und falls(!) man �berhaupt nicht davon erf�hre, das Leben ginge
weiter, so oder so. Ganz klar.

Aber manchmal m�chte man Dinge so fr�h wie m�glich wissen. Ich glaube,
das hat mit Neugierde zu tun und liegt in der menschlichen Natur.

>Aber es ist keine kategorische Entscheidung, Twitter zu benutzen, so wie

>es tats�chlich manchmal dargestellt wird. Es bricht nicht die Welt
>zusammen, wenn man sich da raus h�lt. Und man verpasst auch nicht den Zug


>ins Informationszeitalter. Wenn man nicht bei Twitter, Facebook, StudiVZ

>und wie die Angebote alle hei�en mitmacht.

Stimmt alles.

>Ich ab ICQ auf Empfehlung mal
>ausprobiert, aber das will ich nicht haben. Internettelefonie auch nicht.

Internettelefonie ist praktisch. Eine ehemalige Nachhilfesch�lerin
verbrachte ein Semester in $GanzWeitWech und es war sch�n, von ihr zu
h�ren und sie wer Cam zu sehen.

>Ansonsten wei� ich die M�glichkeiten, die mir Internet bietet, durchaus
>f�r mich und meine Zwecke zu nutzen. Es hat mir schon viele gute Kontakte
>gebracht.

Geht uns Netizens wohl alle so.

>Die Beitr�ge sind f�r gew�hnlich sehr gut recherchiert und werden nie ohne
>Augenzwinkern dargebracht, aber ich f�hle mich da nicht �berfordert.

;-)

>> Da sprichst Du genau das Problem unserer Zeit an. Wie (m�ssen) lernen,


>> entsprechende Filter zu entwickeln und zu bedienen, um das zu finden,
>> was uns wirklich interessiert.
>
>Das hat im ER-Podcast auch einer gesagt.

K�nnte also was dran sein...

>Das halte ich f�r gef�hrlich,


>weil man sich auf diese Weise neuer Themen, auf die man von selber nicht

>gekommen w�re, die also eine �u�ere Anregung darstellen, beraubt. Gut
>recherchierte und gewissenhaft ausgew�hlte Themen werden einer wahllosen
>Informationsflut immer �berlegen sein.

Da haste recht. Trotzdem filtern wir, wenn wir eben nicht alles
mitmachen und auch mal gewu�t (auf Twitter, FaceBook, StasiVZ etc.)
verzichten.

Manche Dinge mache ich nur, weil mich Menschen, denen ich vertraue,
mit der Sache bekannt machten. Ich habe sie dann ausprobiert und bei
manchen bin ich bis heute geblieben.

Das kann man als "Empfehlung" aber auch als "Filterung" ansehen.

Nik

Arnulf Sopp

unread,
Feb 19, 2010, 5:54:18 PM2/19/10
to
Am Tue, 16 Feb 2010 09:21:31 +0100 schrieb Jonas Howel:

>>> (Martin Lemke)
>>> Kommunikation um der Kommunikation willen hat in meinen Augen kein
>>> Existenzrecht.
>
> Realsatire, dass diese Aussage von jemandem kommt, der hier st�ndig
> Threads aufmacht, weil ihm einsam ist?

Lassen wir uns diese leere Sprechblase (oder volle Schweigeblase?) mal auf
der Zunge - pardon - dem Trommelfell bzw. der Netzhaut zergehen:

1. "Ein Wort gibt das andere" (Kommunikation ohne tieferen Sinn) als
Selbstzweck gibt es nicht. Beispiel:

- Du bist doof.
- Nein.
- Doch.
- Nein.
- Doch.
Usw.

Das ist Kommunikation als Selbstzweck. Und das gibt es nicht, schon gar
nicht in luebeck.talk. H�chstens jeden Tag mehrmals, aber das ist
vernachl�ssigbar selten. Gleichwohl hat es seine Existenzberechtigung,
wenn wir Dir folgen und Martin als Depp ansehen.

2. Martin macht hier st�ndig neue Threads auf. Strolch, der! Ich m�chte,
bittesch�n, noch immer �ber Sinn und Unsinn der Einf�hrung des Intel 80386
diskutieren! Wer den Betreff und das Thema �ndert, kriegt die Freundschaft
gek�ndigt oder gleich eins in die Fresse. Oder Antworten von Dir. Nein,
dann schon lieber eins in die Fresse.

3. Dem� Martin ist einsam. Ja, mir� bin derselben Meinung. Wem� hier
st�ndig neue Threads aufmacht oder Kommunikation um jedem Preis vom Zaun
bricht und gleichzeitig verurteilt (falls man Dir folgt, falls man das
kann), dem� ist ein Filou! Martin, sch�men, aber zack-zack! Dir� (Martin)
kennst in Wirklichkeit n�mlich keiner� Sau, uns� sind keine Freunde,
Deinem� gesamten sozialen Umfeld gibt es gar nicht! Und dem� Jonas hat auf
der ganzen Linie recht!

> Ist er echt so einfallslos, den situationsbedingten Nutzen zu erkennen?

Man muss schon recht einfallslos sein, um �berhaupt irgendetwas zu
erkennen. Ja, erkennte er ihn n�mlich nicht, w�re ihm� wirklich deutlich
einfallsreicher. Oder sollte ich Deinen� Worten missverstanden haben? Denn
dem� war ausnahmsweise mal eine klare Aussage, deren Bedeutung allerdings
wohl eher das Gegenteil ist. Also halbklar, falls wir Dich ernstnehmen,
oder glasklar, falls nicht.

> Oder ist dieser Thread einfach nur Kommunikation um der Kommunikation
> willen?

Mal sehen. Auf jeden Fall gibst Du Deinem� besten, um dem� zu erreichen.

�brigens ist Martin Spinnenfan. Bei den Matterhorn-Indianern gelten Spinnen
als Schutzgeister der Falschparker, Rosst�uscher und Zechpreller. Das hast
Du glatt �bersehen. Daraus h�tte sich noch so manche �berhaupt nicht dumpf
daherfanasierte und garantiert lebensnahe Beschreibung seines sinistren
Wesens ableiten lassen. Du wei�t n�mlich jenseits seiner hiesigen
�u�erungen rein gar nichts �ber ihn, was Dich genau deshalb zum Fachmann
f�r soziale Befunde �ber ihn macht.

Oder kurz zusammengefasst: Du tust mir einfach leid.


� Ich br�ste mich gerne damit, andere nicht wegen ihrer sprachlichen
Defizite zu diffamieren. Wer jedoch so unterirdisch d�mlich "argumentiert"
(man verzeihe mir diese ma�lose �bertreibung) und aus seiner sprachlichen
Unf�higkeit sogar Vorw�rfe gegen andere sch�pft, bettelt geradezu darum,
deswegen karikiert zu werden. Kein Problem, da bin ich doch Kumpel und
komme dieser Sehnsucht gerne nach.

--
Tsch�s!

Arnulf

Lukas Schmidt

unread,
Feb 20, 2010, 2:52:39 AM2/20/10
to
Arnulf Sopp schrieb:
[eine herrliche Karikatur]

Danke! Den war ein guter Start in dem Tag.

Lukas

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