Ich habe die letzte Sendung Friedmanns gesehen und dabei nur
durchgehalten, weil ich seinen Gast, den Journlisten Peter
Scholl-Latour sehr schätze, der im Gegensatz zu Friedmann einen
äußerst sachkomptetenden Eindruck machte. Friedmann ließ ihn fast nie
ausreden und bombardierte ihn mit immer neueren und dümmeren Fragen.
Als verantwortlicher würde ich so eine Sendung sofort absetzen. Eine
Zumutung. Aber das öffentlich-rechtliche Fernsehen eifert den
Privatsendern in Sachen Stumpfsinn offensichtich sehr erfolgreich
nach.
Dass man Friedmann nun fertig macht, dass er gesellschaftlich erledigt
ist, weil er kokst, das zeugt von der Doppelmoral unserer
Gesellschaft. Meinetwegen können die Promis sich zu Tode koksen; sie
werden kaum ein Fall für für den Sozialstaat werden, noch sind sie
aufgrund des Koksens eine Gefahr für die Allgemeinheit. Hier wird
allenfalls persönliches Elend kriminalisiert.
Dass er blujunge Osteuropäerinnen gevögelt hat, die vermutlich
soziales Elend oder Menschenhandel in die Prostitution getrieben hat,
wird ihm nicht angekreidet, aber dass er sich selber mit Drogen
schadet, ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft. In so einer Welt
soll man noch ersthaft etwas von Moral halten? Das ist doch
lächerlich.
Im Stern steht, manche würde es begrüßen, wenn ausgerechnet der
Moralist Friedmann über so einen Skandal fällt. Muss man jedem
erfolgsverwöhnten Schnösel den Abgrund an den Hals wünschen? Was für
ein Quatsch. Der ganze Artikel, bilderreich ausgebreitet über 9
Seiten, lässt sich kurz zusammenfassen: Sulz, blubber, fasel.
Kaum mehr Fakten, als man einer Kurzmeldung im Radio entehmen kann.
Ich weiß, beim Stern haben sie sehr gute Jounalisten, aber dieser
Artikel ist so schlecht, wie Friedmanns Sendungen.
Martin
>In einem Zustand von Leichtsinn kaufte ich heute den Stern.
SEHR leichtsinnig :-)
Ich empfinde den Stern als ideal für den Besuch beim Friseur oder im
Wartezimmer des Arztes...
>"Der Fall
>Friedmann -- ein Moralist am Pranger" titel der Stern und gleich
>darunter (passend) die Stern-Serie zum Thema "Sucht".
Tja, war klar, daß so eine Illustrierte darauf anspringt...
>Ich habe die letzte Sendung Friedmanns gesehen und dabei nur
>durchgehalten, weil ich seinen Gast, den Journlisten Peter
>Scholl-Latour sehr schätze,
Stimmt. Scholl-Latour ist eine Wohltat. Er ist als Journalist ein
alter Hase und seine Analysen sind kurz, knapp und präzise auf dem
Punkt...
>der im Gegensatz zu Friedmann einen
>äußerst sachkomptetenden Eindruck machte. Friedmann ließ ihn fast nie
>ausreden und bombardierte ihn mit immer neueren und dümmeren Fragen.
Genau das ist Friedmanns 'Konzept'. Er hat keins. Dafür unterbricht er
seine Gesprächs'partner' und läßt sie kaum einen Satz ausreden.
Das ist nicht nur sehr unhöflich, es verhindert auch, daß eine
Argumentation über mehrere Sätze dargelegt werden kann.
Und wer sein Gegenüber an einer wirklichen Argumentation hindert und
jeden Halbsatz aus dem Zusammenhang reißt, um ihn dann dem Gast im
Mund zu verdrehen, der braucht auch keine eigenen Argumente.
>Als verantwortlicher würde ich so eine Sendung sofort absetzen. Eine
>Zumutung. Aber das öffentlich-rechtliche Fernsehen eifert den
>Privatsendern in Sachen Stumpfsinn offensichtich sehr erfolgreich
>nach.
Ich habe keine Zahlen über Zuschauerquote und Zusammensetzung der
Zuschauer.
Wäre aber interessant...
Seine Gäste sind oft spannend, aber ich finde das Konzept einfach nur
primitiv.
Und übrigens... auch die Privatan TV-Programme haben manchmal echte
Schätze im Sortiment. Wenn Alexander von Kluge - der Name scheint
Programm zu sein - sein DCTP-Format ausstrahlt.
Spiegel-TV, Süddeutsche-TV oder NZZ-Format sind Fernsehen für Menschen
mit Sinn für Bildung.
>Dass man Friedmann nun fertig macht, dass er gesellschaftlich erledigt
>ist, weil er kokst, das zeugt von der Doppelmoral unserer
>Gesellschaft.
Macht man ihn fertig?
Wann ist denn jemand denn "fertig"?
Und "macht" ihn fertig oder hat er das selbst geschafft?
>Meinetwegen können die Promis sich zu Tode koksen; sie
>werden kaum ein Fall für für den Sozialstaat werden, noch sind sie
>aufgrund des Koksens eine Gefahr für die Allgemeinheit. Hier wird
>allenfalls persönliches Elend kriminalisiert.
Nein.
Wer Rauschgift konsumiert, der hat es vorher auch gekauft und somit
den Rauschgift-Handel unterstützt.
Die These, daß die Einnahme von Rauschgift keine Gefahr für die
Allgemeinheit wäre ist töricht und verharmlosend.
>Dass er blujunge Osteuropäerinnen gevögelt hat, die vermutlich
>soziales Elend oder Menschenhandel in die Prostitution getrieben hat,
>wird ihm nicht angekreidet, aber dass er sich selber mit Drogen
>schadet, ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft. In so einer Welt
>soll man noch ersthaft etwas von Moral halten? Das ist doch
>lächerlich.
Achtung Klischee...
Bitte etwas genauer Hinsehen...
Was bitte sind "blutjunge" Osteuropäerinnen? 12 Jahre? 16 Jahre? Oder
schon volljährig?
Und Prostitution ist anders zu beweisen als Drogenbesitzt oder
-konsum.
Und wer Drogen nimmt, der schadet der Gesellschaft!
Drogennachfrage unterstützt den Drogenhandel, genau wie Prostitution
den Menschenhandel fördert...
>Im Stern steht, manche würde es begrüßen, wenn ausgerechnet der
>Moralist Friedmann über so einen Skandal fällt. Muss man jedem
>erfolgsverwöhnten Schnösel den Abgrund an den Hals wünschen?
Nun, Friedmann hat gerne polarisiert, hat gerne die Rolle des Gut- und
Bessermenschen besetzt. Das war seine selbstw´gewählte(!) Rolle. Seine
Art, als gehässig empfunden und bezeichnet, mit der die Gäste in
seiner Sendung behelligte, schlägt nun auf ihn zurück. Das ist eben
die andere Seite der Medallie. Das ist der Preis, den er nun zu zahlen
hat.
Und wer sich soweit aus dem Fenster lehnt, wie er er immer wieder
gerne getan hat, der sollte schon sehr genau wissen, was er tut. Im
Show-Biz gibt es eine alte Regel:
"Sei nett zu allen Menschen, wenn Du auf aufsteigst. Dann sind sie
auch nett zu Dir, wenn Du abstürzt!"
Es scheint, daß Michel Friedmann diese Regel nicht beachtet zu haben
scheint.
Und wer so doof ist, sich mit Rauschgift einzulassen, selbst schuld.
Als Rechtsanwalt, der er auch ist, sollte er die Konsequenzen kennen.
>Was für ein Quatsch. Der ganze Artikel, bilderreich ausgebreitet über 9
>Seiten, lässt sich kurz zusammenfassen: Sulz, blubber, fasel.
Hattest Du vom "Stern" ehrlich mehr erwartet?
>Kaum mehr Fakten, als man einer Kurzmeldung im Radio entehmen kann.
>Ich weiß, beim Stern haben sie sehr gute Jounalisten, aber dieser
>Artikel ist so schlecht, wie Friedmanns Sendungen.
Die guten Journalisten graben gerade die neue Auflage der
Hitler-Tagebücher aus :-)
Nik
>Und inwiefern wäre der Rauschgifthandel ein Problem, wenn nicht dank
>der Prohibition künstlich astronomisch hohe Profite garantiert werden?
>Und Steuereinnahmen gibt's so auch keine.
Nun, Rauschgift ist das Problem.
Das geht vom Anbau der Vorsubstanzen (Mohn, Coca, Cannabis), über die
Herstellung, die verschiedenen Handelsstufen bis zum süchtigen
Konsumenten.
>Wenn man nur einen Bruchteil
>der für Repression verschwendeten Steuergelder für Aufklärung benutzen
>würde, wäre das viel effektiver als der verlorene "Krieg gegen Drogen".
Das ist richtig.
>Wenn sich ein Besserver^Wpotentieller Wähler meiner Partei das Hirn
>mit Koks kaputtmachen möchte, tangiert mich das nicht nennenswert.
Sollte es aber.
Problem bei Rauschgift sind u. a.
- körperliche Abhängigkeit
- psychische Abhängigkeit
- persönlichkeitsverändernde Wirkung
- Hoher Finanzbedarf
- Unfähigkeit, die eigenen Dinge zu regeln
- Beschaffungskriminalität
Und spätestens dann, wenn Dich jemand unter Drogeneinfluß zum Krüppel
fährt, sollte Dich interessieren, daß er auf Droge war...
Vielleicht interessiert es Dich ja auch schon vorher, wenn jemand Dein
Autoradio klaut oder Dir Dein Handy "abzieht", num seinen Finanzbedarf
dür Drogen zu decken.
Wäre Rauschgift legal und überall zu kaufen, dann würden sicherlich
mehr Menschen Rauschgift konsumieren, nur mal so zum Spaß.
Extasy kann bereits nach wenigen Einnahmen (manchmal reicht schon eine
Einnamhe), erhebliche und dauerhafte(!) Hirnschädigungen auslösen.
Wollen wir der Gesellschaft hirngeschädigte Spaß-Konsumenten zumuten?
Und die Dauerhafte Einnahme von Heroin, Kokain, Hasch kann auch nicht
wirklich der Gesundheit zuträglich sein...
Nik
Ein Einstiegspunkt:
"Legalize it" ist auch längst keine Hippie-Meinung mehr, sondern z.B.
auch Position meines Lieblingsnachrichtenmagazins "The Economist".
>Bitte informiere Dich erstmal.
Habe ich.
>Fakten und Analysen gibt's en masse im WWW.
Und je nach eigener Einstellung findet man alle Belege für die eigene
Meinung, von totaler Freigabe auch harter Drogen bis zum zum absoluten
Verbot.
>"Legalize it" ist auch längst keine Hippie-Meinung mehr, sondern z.B.
>auch Position meines Lieblingsnachrichtenmagazins "The Economist".
Du liest ein Blatt von Drogenbefürwortern? (Haben die in der Redaktion
gekokst, um auf so eine Meinung zu kommen?)
Wieso laufen fast überall auf der Welt Bestrebungen, Rauschgift zu
verbieten, fast überall ist Besitz (in größeren Mengen), Handel und
manchmal auch Konsum verboten und unter (zum Teil) drastische Strafen
gestellt?
Warum nicht alle Sorten Rauschgift legalisieren und daran als Staat
richtig Kohle verdienen?
Ach, wenn wir schon dabei sind, alles Mögliche und Unmögliche
freizugeben... Dann bitte auch Freigabe von Kriegswaffen. Sollen doch
alle automatische Schnellfeuerwaffen kaufen und auch tragen können.
Und auch dafür gibt's ne Lobby, die im Internet mächtig "Fakten und
Analysen" verbreitet, falls Du Dich informieren willst... :-)
scnr, Nik
>oder im
>Wartezimmer des Arztes...
Nö, da lese ich immer "Frau im Spiegel".
>>Friedmann ließ ihn fast nie
>>ausreden und bombardierte ihn mit immer neueren und dümmeren Fragen.
>
>Genau das ist Friedmanns 'Konzept'. Er hat keins. Dafür unterbricht er
>seine Gesprächs'partner' und läßt sie kaum einen Satz ausreden.
>
>Das ist nicht nur sehr unhöflich, es verhindert auch, daß eine
>Argumentation über mehrere Sätze dargelegt werden kann.
Unter solchen Umständen, wundert es mich, dass er überhaupt
intelligente Studiogäste bekommt. Dafür muss sich doch jeder
vernünftige Mensch zu schade sein.
>>Dass man Friedmann nun fertig macht, dass er gesellschaftlich erledigt
>>ist, weil er kokst, das zeugt von der Doppelmoral unserer
>>Gesellschaft.
>
>Macht man ihn fertig?
Das wird von vielen erwartet. Ob es stimmt, wird man sehen.
>Wer Rauschgift konsumiert, der hat es vorher auch gekauft und somit
>den Rauschgift-Handel unterstützt.
Das ist aber nicht der Tatvorwurf.
>Die These, daß die Einnahme von Rauschgift keine Gefahr für die
>Allgemeinheit wäre ist töricht und verharmlosend.
Sie entspricht dem Tatvorwurf. Ihm wird nicht vorgeworfen,
Drogenkriminalität zu unterstützen, sondern, dass er Drogen selber
eingenommen hat.
>Was bitte sind "blutjunge" Osteuropäerinnen? 12 Jahre? 16 Jahre? Oder
>schon volljährig?
Keine Ahnung, so genau stand es nicht Stern. Ob Volljährig oder nicht,
ist mir eigentich schnuppe, wenn junge Frauen auf den Strich geschickt
werden. Soziales Elend ist vielleicht besonders schlimm, wenn es
jugendliche oder gar Kinder betrifft, aber es ist auch schimm, wenn
die betroffenen Frauen nach dem Gesetz volljährig sind. Zumal von
Menschenhandel die Rede ist, also nicht davon ausgegangen werden darf,
dass es sich hier um Frauen handelt, die aus freien Stücken den Beruf
"Nutte" gewählt haben.
Allerdings sind diese Informationen in den Medien undeutlich. Genaues
habe ich aus den neun Seiten des Stern nicht erfahren können und für
breitere Recherche ist mein Interesse auch wieder nicht stark genug.
>Und wer Drogen nimmt, der schadet der Gesellschaft!
Ich trinke gerade ein Bier. Worin liegt mein Schaden der Gesellschaft?
Oder gilt das nur für Drogen, die nicht gesondert besteuert werden?
Kokain wird zwar teuer, aber dafür frei von Mehrwert- und sonstigen
Drogen-Steuern verkauft. Dass das so ist, ist Wille des Staates.
>Drogennachfrage unterstützt den Drogenhandel,
Stimmt. Überall gibt es Getränkemärkte und Zigarettenautomaten.
>genau wie Prostitution den Menschenhandel fördert...
Den Zusammenhang musst Du mir erklären.
>>Im Stern steht, manche würde es begrüßen, wenn ausgerechnet der
>>Moralist Friedmann über so einen Skandal fällt. Muss man jedem
>>erfolgsverwöhnten Schnösel den Abgrund an den Hals wünschen?
>
>Nun, Friedmann hat gerne polarisiert, hat gerne die Rolle des Gut- und
>Bessermenschen besetzt. Das war seine selbstw´gewählte(!) Rolle.
Na, und?
>Seine
>Art, als gehässig empfunden und bezeichnet, mit der die Gäste in
>seiner Sendung behelligte, schlägt nun auf ihn zurück.
Ich verstehe den Zusammenhang nicht.
>Im
>Show-Biz gibt es eine alte Regel:
>
>"Sei nett zu allen Menschen, wenn Du auf aufsteigst. Dann sind sie
>auch nett zu Dir, wenn Du abstürzt!"
>
>Es scheint, daß Michel Friedmann diese Regel nicht beachtet zu haben
>scheint.
Das würde in meinen Augen sehr für ihn sprechen und ihm
Glaufwürdigkeit verschaffen.
>Und wer so doof ist, sich mit Rauschgift einzulassen, selbst schuld.
Wie sagte Jan Ulrich anlässlich eines Dopingskandals eines Kollegen
noch: "Das tun doch fast alle". Später wurde auch er des Dopings
überführt.
Anzunehmen, Kokain sei in den High-Society-Kreisen der Vielleister
nicht etwas, das weit verbreitet ist, halte ich für eine naive
Vorstellung. Ich gehe davon aus, dass sehr viele dieser Promis Koksen.
>Als Rechtsanwalt, der er auch ist, sollte er die Konsequenzen kennen.
Wenn Du an der Spitze Deiner Karrierre stehst und man täglich 250% von
Dir verlangt, dann sind solche Vernunftgedanken weit weg.
Martin
>Wenn man nur einen Bruchteil
>der für Repression verschwendeten Steuergelder für Aufklärung benutzen
>würde, wäre das viel effektiver als der verlorene "Krieg gegen Drogen".
Waran ist etwas wahres. Hinsichtlich der finanziellen
Einspaarpotentiale, bzw. Andersverwendbarkeit entsprechedner
polizeilicher Ressourcen habe ich das noch gar nicht beleuchtet.
>Wenn sich ein Besserver^Wpotentieller Wähler meiner Partei das Hirn
>mit Koks kaputtmachen möchte, tangiert mich das nicht nennenswert.
Zumal heute niemand etwas dagegen hätte, wenn er sich zum Pflegefall
säuft (Beispiel Harald Juhnke) oder raucht, bis er nicht mehr zu
retten ist (Beispiel Günter Pfitzmann).
Martin
>Nun, Rauschgift ist das Problem.
Kein Problem an sich, sondern ein willkürlich definiertes Problem.
>Problem bei Rauschgift sind u. a.
> - körperliche Abhängigkeit
> - psychische Abhängigkeit
> - persönlichkeitsverändernde Wirkung
> - Hoher Finanzbedarf
> - Unfähigkeit, die eigenen Dinge zu regeln
> - Beschaffungskriminalität
Problem von Rauschgitfkriminalisierung sind
- Extrem hohe Profite für die Dealer (bei hohem eigenen Risiko)
- Hohe Profite fördern den Drogenhandel
- Hohe Preise fördern Beschaffungskriminalität und Verelendung
- Verbote verhindern Reinheitsgaranie
- Fehlende Reinheitsgarantie fördert die Verbreitung extrem
gefährlicher Drogen (z. B. Crack)
>Und spätestens dann, wenn Dich jemand unter Drogeneinfluß zum Krüppel
>fährt, sollte Dich interessieren, daß er auf Droge war...
Die Wahrscheinlichkeit von einem Nichtjunkie zum Krüppel gefahren zu
werden ist erheblich höher.
>Vielleicht interessiert es Dich ja auch schon vorher, wenn jemand Dein
>Autoradio klaut oder Dir Dein Handy "abzieht", num seinen Finanzbedarf
>dür Drogen zu decken.
Siehe "Extrem hohe Profite". Könnte man qualitativ hochwertige Drogen
im Laden bekommen, wären sie vermutlich preisgünstiger und eine eine
eventuelle ärztliche Drogengabe bei Abhängigkeit wäre kein Unding mehr
wie heute. Drogenkriminalität wäre deshalb nicht mehr in dem Maße zu
erwarten wir jetzt.
Oder hat Dir schon mal jemand das Autoradio geklaut, um sich eine
Flasche Vodka zu kaufen?
>Wäre Rauschgift legal und überall zu kaufen, dann würden sicherlich
>mehr Menschen Rauschgift konsumieren, nur mal so zum Spaß.
Ja und? Warum willst Du, dass man den Leuten verbiete einen Joint zu
rauchen, während ganz legal an jeder Ecke ein besoffener steht?
>Wollen wir der Gesellschaft hirngeschädigte Spaß-Konsumenten zumuten?
Wenn wir hirnlose Säufer dulden, warum das nicht?
>Und die Dauerhafte Einnahme von Heroin, Kokain, Hasch kann auch nicht
>wirklich der Gesundheit zuträglich sein...
Hasch ist nun wirklch harmloser als Dopperlkorn. Klar, wenn man sehr
viel kifft, hat das negative Wirkungen auf die Psyche, aber Doppelkorn
etwa nicht?
Neulich in Heide wurde ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt. Von einem
Besoffenen.
Martin
>Unter solchen Umständen, wundert es mich, dass er überhaupt
>intelligente Studiogäste bekommt. Dafür muss sich doch jeder
>vernünftige Mensch zu schade sein.
Oder die Gäste nehmen es in Kauf, nie ausreden zu dürfen...
Nun scheint es, als sei das Thema "Friedmann" (als Talkshow) erstmal
vom Tisch...
>>Wer Rauschgift konsumiert, der hat es vorher auch gekauft und somit
>>den Rauschgift-Handel unterstützt.
>
>Das ist aber nicht der Tatvorwurf.
Explizit nicht. Implizit aber auch.
>Sie entspricht dem Tatvorwurf. Ihm wird nicht vorgeworfen,
>Drogenkriminalität zu unterstützen, sondern, dass er Drogen selber
>eingenommen hat.
Die Einnahme von Rauschgift setzt Erwerb selbigen logisch voraus...
Und auch die Einnahme ist wohl strafbar...
>Ich trinke gerade ein Bier. Worin liegt mein Schaden der Gesellschaft?
Ein Glas Bier ist mit einer Linie Koks nicht direkt vergleichbar.
>Oder gilt das nur für Drogen, die nicht gesondert besteuert werden?
>Kokain wird zwar teuer, aber dafür frei von Mehrwert- und sonstigen
>Drogen-Steuern verkauft. Dass das so ist, ist Wille des Staates.
Etwas sehr schwammig in der Argumentation...
>>Drogennachfrage unterstützt den Drogenhandel,
>
>Stimmt. Überall gibt es Getränkemärkte und Zigarettenautomaten.
Ja, da funktioniert es auch...
>>genau wie Prostitution den Menschenhandel fördert...
>
>Den Zusammenhang musst Du mir erklären.
Nun, das ist recht einfach zu erklären, ich erlaube mir jedoch einige
Vereinfachungen, wir sind hier nicht im Seminar für VWL.
Nachfrage auf einem Markt sorgt für entsprechendes Angebot. Ist die
Nachfrage nicht aus heimischen Quellen zu decken, so wird importiert.
Das gilt für Rohöl, Diamanten, Bananen und letztendlich auch für die
'Ware' Frau.
Bzw. billige Importe erhöhen den Wettbewerbsvorteil eines Anbieters
(Zuhälters), da er günstiger Anbieten kann, als Anbieter heimischer
'Ware'. Das Gilt für Steinkohle und auch für Frauen.
>>Und wer so doof ist, sich mit Rauschgift einzulassen, selbst schuld.
>
>Wie sagte Jan Ulrich anlässlich eines Dopingskandals eines Kollegen
>noch: "Das tun doch fast alle". Später wurde auch er des Dopings
>überführt.
Tja, ein Fall von "Dumm gelaufen" und "selbst schuld". Kein Mitleid!
>Anzunehmen, Kokain sei in den High-Society-Kreisen der Vielleister
>nicht etwas, das weit verbreitet ist, halte ich für eine naive
>Vorstellung. Ich gehe davon aus, dass sehr viele dieser Promis Koksen.
Wird es dadurch weniger kriminell oder 'schlimm'? Und die Tatsache,
daß Steuer- oder Versicherungsbetrug Volkssport geworden ist, macht es
auch nicht besser...
>Wenn Du an der Spitze Deiner Karrierre stehst und man täglich 250% von
>Dir verlangt, dann sind solche Vernunftgedanken weit weg.
Welche dümmliche Ausrede.
Wer so argumentiert, der gehört auch erwischt und entsprechend
abgewatscht. Und daß der arme Michel Friedmann nun auf Mitleid
hofft... von mir bekommt er keins!
Nik
>Kein Problem an sich, sondern ein willkürlich definiertes Problem.
Nicht ganz unrichtig, eine Frage der Sichtweise.
>Problem von Rauschgitfkriminalisierung sind
> - Extrem hohe Profite für die Dealer (bei hohem eigenen Risiko)
> - Hohe Profite fördern den Drogenhandel
> - Hohe Preise fördern Beschaffungskriminalität und Verelendung
> - Verbote verhindern Reinheitsgaranie
> - Fehlende Reinheitsgarantie fördert die Verbreitung extrem
>gefährlicher Drogen (z. B. Crack)
Also ein fach Rauschgift völlig freigeben und alles wird gut?
>>Und spätestens dann, wenn Dich jemand unter Drogeneinfluß zum Krüppel
>>fährt, sollte Dich interessieren, daß er auf Droge war...
>
>Die Wahrscheinlichkeit von einem Nichtjunkie zum Krüppel gefahren zu
>werden ist erheblich höher.
Ja, weil sowenig Menschen Rauschgift konsumieren...
Mit steigendem Konsum steigt auch die Anzahl der Menschen, die unter
Rauschgift-Einfluß fahren...
>>Wäre Rauschgift legal und überall zu kaufen, dann würden sicherlich
>>mehr Menschen Rauschgift konsumieren, nur mal so zum Spaß.
>
>Ja und? Warum willst Du, dass man den Leuten verbiete einen Joint zu
>rauchen, während ganz legal an jeder Ecke ein besoffener steht?
ICH muß nichts verbieten, das macht das Strafgesetztbuch.
>>Wollen wir der Gesellschaft hirngeschädigte Spaß-Konsumenten zumuten?
>
>Wenn wir hirnlose Säufer dulden, warum das nicht?
40.000 Tote jährlich durch Alkohol und Milliardenschäden jedes Jahr
durch Alkohol. Nein, finde ich auch nicht gut. Aber müssen wir zu
dieser Baustelle noch eine weitere hinzufühen?
>>Und die Dauerhafte Einnahme von Heroin, Kokain, Hasch kann auch nicht
>>wirklich der Gesundheit zuträglich sein...
>
>Hasch ist nun wirklch harmloser als Dopperlkorn.
Beweis durch Behauptung?
Beim Korn steht auf der Flasche, wieviel Vol-% Alk drin sind.
Und beim "Piece" Shit?
Und durch gen. veränderte Sorten ist der THC-Anteil im Cannabis stark
gestiegen in den letzten 20 Jahren.
>Klar, wenn man sehr viel kifft, hat das negative Wirkungen
>auf die Psyche, aber Doppelkorn etwa nicht?
Auch dort, auf Dauer.
>Neulich in Heide wurde ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt. Von einem
>Besoffenen.
Ja, und viele Menschen standen regungslos daneben und schauten zu.
Ich habe nur gewartet, daß Du diese Themen in reißerischer Weise
vermischen wirst...
Für das Opfer wäre es kein Unterschied gewesen, falls der Täter voll
auf Speed, Koks oder auf Axtasy gewesen wäre.
Menschen sollten sich nicht so 'weghauen', daß sie anderen Menschen
Schaden zufügen!
Nik
>Die Einnahme von Rauschgift setzt Erwerb selbigen logisch voraus...
Nein. Ein impliziter Tatvorwurf, der auf Hypothesen beruht; sowas ist
doch blödsinnig.
>Und auch die Einnahme ist wohl strafbar...
>
>>Ich trinke gerade ein Bier. Worin liegt mein Schaden der Gesellschaft?
>
>Ein Glas Bier ist mit einer Linie Koks nicht direkt vergleichbar.
Bier enthält Alkohol und Alkohol ist eine Droge, von der man süchig
werden kann. Viele sind bereits alkoholsüchtig, was zu massiven
Problemen führt. Da ist wirlich kein entscheidender Unterschied, außer
dass vom Bierbrauen Bereiche von Industrie und Handel prosperieren.
>>>genau wie Prostitution den Menschenhandel fördert...
>>
>>Den Zusammenhang musst Du mir erklären.
>Nachfrage auf einem Markt sorgt für entsprechendes Angebot. Ist die
>Nachfrage nicht aus heimischen Quellen zu decken, so wird importiert.
>Das gilt für Rohöl, Diamanten, Bananen und letztendlich auch für die
>'Ware' Frau.
Der Bedarf an Nutten wird nicht per Naturgesetz durch Menschenhandel
gedeckt. Kann, aber muss nicht. Also existiert auch ein
Kausalzusammenhang. Deine Aussage erweist sich damit als falsch.
>>Wenn Du an der Spitze Deiner Karrierre stehst und man täglich 250% von
>>Dir verlangt, dann sind solche Vernunftgedanken weit weg.
>
>Welche dümmliche Ausrede.
Das ist keine Ausrede. Ich skizziere die Spirale. Aber wer nicht
verstehen will, der bleibt außenvor und wird natürlich nur dümmlich
argumentieren können.
Es ist immer leichter, für Dritte hohe moralische Anforderungen zu
definieren.
Martin
>Die Einnahme von Rauschgift setzt Erwerb selbigen logisch voraus...
Nein. Ein impliziter Tatvorwurf, der auf Hypothesen beruht; sowas ist
doch blödsinnig.
>Und auch die Einnahme ist wohl strafbar...
>
>>Ich trinke gerade ein Bier. Worin liegt mein Schaden der Gesellschaft?
>
>Ein Glas Bier ist mit einer Linie Koks nicht direkt vergleichbar.
Bier enthält Alkohol und Alkohol ist eine Droge, von der man süchtig
werden kann. Viele sind bereits alkoholsüchtig, was zu massiven
Problemen führt. Da ist wirklich kein entscheidender Unterschied,
außer dass vom Bierbrauen Bereiche von Industrie und Handel
prosperieren.
>>>genau wie Prostitution den Menschenhandel fördert...
>>
>>Den Zusammenhang musst Du mir erklären.
>Nachfrage auf einem Markt sorgt für entsprechendes Angebot. Ist die
>Nachfrage nicht aus heimischen Quellen zu decken, so wird importiert.
>Das gilt für Rohöl, Diamanten, Bananen und letztendlich auch für die
>'Ware' Frau.
Der Bedarf an Nutten wird nicht per Naturgesetz durch Menschenhandel
gedeckt. Kann, aber muss nicht. Also existiert auch kein
Kausalzusammenhang. Deine Aussage erweist sich damit als falsch.
>>Wenn Du an der Spitze Deiner Karrierre stehst und man täglich 250% von
>>Dir verlangt, dann sind solche Vernunftgedanken weit weg.
>
>Welche dümmliche Ausrede.
Das ist keine Ausrede. Ich skizziere die Spirale. Aber wer nicht
> Ja, weil sowenig Menschen Rauschgift konsumieren...
Wie bitte? Kiffen ist unter Jugendlichen extrem weit verbreitet,
ebenso Alkohol- und Nikotinkonsum bei weiten Teilen der Bevölkerung.
> Mit steigendem Konsum steigt auch die Anzahl der Menschen, die unter
> Rauschgift-Einfluß fahren...
Ich glaube, es gibt einen bestimmten Teil der Bevölkerung, der für
Rauschmittelmißbrauch anfällig ist. Nur: Sind das nicht die gleichen,
die schon jetzt keine Skrupel haben, besoffen ins Auto zu steigen?
Nehmen bei einer Legalisierung weiterer Drogen jetzt plötzlich
bisherige Abstinenzler Rauschgift? Jeder, der Drogen konsumieren
möchte, hat schon jetzt, je nach Geldbeutel, freien Zugriff auf legale
und illegale Rauschmittel.
Statt irgendwelche Promikokser und deren Lieferanten zu jagen, würde
es mein Sicherheitsgefühl erhöhen, auch 'mal wieder Polizisten auf
Streife zu sehen -- im Kampf gegen Alltagskriminalität.
> 40.000 Tote jährlich durch Alkohol und Milliardenschäden jedes Jahr
> durch Alkohol. Nein, finde ich auch nicht gut. Aber müssen wir zu
> dieser Baustelle noch eine weitere hinzufühen?
Wäre es denn wirklich eine weitere?
> Beim Korn steht auf der Flasche, wieviel Vol-% Alk drin sind.
> Und beim "Piece" Shit?
Tja, auf einem Schwarzmarkt gibt's halt Probleme mit der
Qualitätskontrolle. Danke für die Argumentübernahme ;-)
>Nikolaus Bernhardt <niko...@on-luebeck.de> writes:
>
>> Ja, weil sowenig Menschen Rauschgift konsumieren...
>
>Wie bitte? Kiffen ist unter Jugendlichen extrem weit verbreitet,
>ebenso Alkohol- und Nikotinkonsum bei weiten Teilen der Bevölkerung.
Jugendliche sind ja auch keine Erwachsenen und fahren kein Auto.
Und wer kifft, gehört nicht hinters Steuer eines Fahrzeiges, als
Erwachsener nicht und erst nicht als Jugendlicher.
>> Mit steigendem Konsum steigt auch die Anzahl der Menschen, die unter
>> Rauschgift-Einfluß fahren...
>
>Ich glaube, es gibt einen bestimmten Teil der Bevölkerung, der für
>Rauschmittelmißbrauch anfällig ist. Nur: Sind das nicht die gleichen,
>die schon jetzt keine Skrupel haben, besoffen ins Auto zu steigen?
Die Vermutung liegt nahe.
Daher sollte die Gesellschaft klarmachen, daß Drogenmißbrauch geahndet
wird und eben kein Kavaliersdelikt ist. Die Autofahrt unter Einfluß
von Alkohol nicht und auch nicht unter Einfluß von sonstigen
Substanzen.
>Nehmen bei einer Legalisierung weiterer Drogen jetzt plötzlich
>bisherige Abstinenzler Rauschgift? Jeder, der Drogen konsumieren
>möchte, hat schon jetzt, je nach Geldbeutel, freien Zugriff auf legale
>und illegale Rauschmittel.
Die Tatsache, daß Rauschgift eben sehr teuer ist, verhindert, daß sich
jeder damit nach Belieben versorgen kann.
Die Tatsache, daß Rauschgift verboten ist, mag nicht mehr so sehr
abschrecken, leider...
>Statt irgendwelche Promikokser und deren Lieferanten zu jagen, würde
>es mein Sicherheitsgefühl erhöhen, auch 'mal wieder Polizisten auf
>Streife zu sehen -- im Kampf gegen Alltagskriminalität.
Sicherheit ist ungleich einem Sicherheitsgefühl...
>> 40.000 Tote jährlich durch Alkohol und Milliardenschäden jedes Jahr
>> durch Alkohol. Nein, finde ich auch nicht gut. Aber müssen wir zu
>> dieser Baustelle noch eine weitere hinzufühen?
>
>Wäre es denn wirklich eine weitere?
Zusätzlich zu den bekannten Problemen kämen weitere durch
Mischeinnahmen von mehreren Substanzen hinzu. Alk und Speed kann viel
tückischer sein als jede der Substanzen an sich.
Und das Medizinische System hat schon genug zu tun...
Nik
>>Die Einnahme von Rauschgift setzt Erwerb selbigen logisch voraus...
>
>Nein. Ein impliziter Tatvorwurf, der auf Hypothesen beruht; sowas ist
>doch blödsinnig.
Nein.
Wer kein Rauschgift erworben hat (auf irgendweine Weise), der hat
keins und kann auch keins nehmen. Das nenne ich Logik.
Da der Nachweis des Erwerbs (zu) schwierig sein dürfte, wird eben auch
der Besitz und der Konsum bestraft...
>>>Den Zusammenhang musst Du mir erklären.
>
>>Nachfrage auf einem Markt sorgt für entsprechendes Angebot. Ist die
>>Nachfrage nicht aus heimischen Quellen zu decken, so wird importiert.
>>Das gilt für Rohöl, Diamanten, Bananen und letztendlich auch für die
>>'Ware' Frau.
>
>Der Bedarf an Nutten wird nicht per Naturgesetz durch Menschenhandel
>gedeckt. Kann, aber muss nicht. Also existiert auch kein
>Kausalzusammenhang. Deine Aussage erweist sich damit als falsch.
Nein.
Der Anbieter (Zuhälter) hat die Wahl, welche 'Rohstoffe' er einsetzt,
heimische oder fremdländische Frauen.
Da fremdländischen günstiger als heimische Frauen zu beschaffen sind,
wird er sie einsetzen, um seinen Profit zu steigern. Das gilt
besonders dann, wenn die Nachfrage nicht allein aus dem heimischen
Angebot zu decken ist.
So ähnlich läuft das auch bei Rohöl. Importiertes Rohöl ist günstiger
als das aus heimischer Förderung. Nachfrage nach Rohöl (oder deren
Folgeprodukten) fördert also den Import von Rohöl.
>Es ist immer leichter, für Dritte hohe moralische Anforderungen zu
>definieren.
Du wirst lachen, aber genügend Menschen leben und arbeiten, ohne sich
die Nase mit Koks pudern zu müssen. Diese Menschen beweisen, daß es
geht.
Vielleicht liegt es daran, daß ich keine Affinität zu Rauschgift habe
und selbst kaum Alkohol trinke und überhaupt nicht rauche...
Nik
>Du liest ein Blatt von Drogenbefürwortern? (Haben die in der Redaktion
>gekokst, um auf so eine Meinung zu kommen?)
Willkürliche rechtebeschneidung passt einfach nciht in eine Welt, in
der die Doktrin lautet: "Tu, was Du willst, lebe Dich aus". --
Freilich gilt das nur für Gesellschaften reicher Industrieländer.
>Wieso laufen fast überall auf der Welt Bestrebungen, Rauschgift zu
>verbieten, fast überall ist Besitz (in größeren Mengen), Handel und
>manchmal auch Konsum verboten und unter (zum Teil) drastische Strafen
>gestellt?
Diese Fragestellung impliziert einfach nicht die Antwort, wie Du es
uns offensichtlich verkaufen willst. Genauso könnte ich fragen, warum
in so vielen Ländern freie Meinungsäußerung verboten oder gar dem Volk
elemantare Menschenrechte vorenthalten werden. Die Antwort kann
unmöglich lauten, dies sein nun mal schlecht.
>Warum nicht alle Sorten Rauschgift legalisieren und daran als Staat
>richtig Kohle verdienen?
Eine vernünftige Akternative dagegen wäre, alle weichen Drogen
gestatten und alle harten verbieten. Also Haschisch erlauben und
hochprozentigen Alkohol verbieten.
Aber das lässt unsere Kultur nicht zu, die einfach mit diesen Drogen
gewachsen ist. Einen guten alten Calvados oder einen richtig guten
Scotch trinke ich schon gern mal. Freilich nicht bis zu
Besinnungslosigkeit. Dafür sind mir meine Gehinzellen zu schade und
der nächste Tag auch.
Gegen einen Joint hätte ich auch nichts einzuwenden, aber das wäre
illegal und ich müsste das Haschisch von Leuten kaufen, denen ich
zutraue, dass sie mir, der von sowas keine Ahnung hat, irgendwelchen
Dreck für teuer Geld verkaufen. das Risiko scheue ich, also verzichte
ich.
Allerdings darfst Du von mir nicht erwarten, dass ich verstehe, warum
ich verzichten muss. Ein Joint ist sichlich nicht gefährlicher als ein
paar Glas Scotch. Zumal mir als Nichtraucher wohl allein schon vom
Nikotin gehörig schwindelig wird.
Das oft gebrachte Argument, Haschisch sei Einstiegsdroge für harte
Drogen, kann allenfalls seine Wahrheit darin finden, dass ob der
Kriminalisierung des Haschisch, man in Kreise geaten kann, die auch
anderes verkaufen.
An LSD, MDMA, Koks und intravenös zu verabreichenden Substanzen habe
ich kein Interesse. Wenn mir schwindelig werden soll, brauche ich nur
an eine Spritze zu denken; geben brauche ich mir dafür keine.
Martin
>Du liest ein Blatt von Drogenbefürwortern? (Haben die in der Redaktion
>gekokst, um auf so eine Meinung zu kommen?)
Willkürliche Rechtebeschneidung passt einfach nicht in eine Welt, in
der die Doktrin lautet: "Tu, was Du willst, lebe Dich aus". --
Freilich gilt das nur für Gesellschaften reicher Industrieländer.
>Wieso laufen fast überall auf der Welt Bestrebungen, Rauschgift zu
>verbieten, fast überall ist Besitz (in größeren Mengen), Handel und
>manchmal auch Konsum verboten und unter (zum Teil) drastische Strafen
>gestellt?
Diese Fragestellung impliziert einfach nicht die Antwort, wie Du es
uns offensichtlich verkaufen willst. Genauso könnte ich fragen, warum
in so vielen Ländern freie Meinungsäußerung verboten oder gar dem Volk
elemantare Menschenrechte vorenthalten werden. Die Antwort kann
unmöglich lauten, dies sein nun mal schlecht.
>Warum nicht alle Sorten Rauschgift legalisieren und daran als Staat
>richtig Kohle verdienen?
Eine vernünftige Alternative dagegen wäre, alle weichen Drogen
gestatten und alle harten verbieten. Also Haschisch erlauben und
hochprozentigen Alkohol verbieten.
Aber das lässt unsere Kultur nicht zu, die einfach mit diesen Drogen
gewachsen ist. Einen guten alten Calvados oder einen richtig guten
Scotch trinke ich schon gern mal. Freilich nicht bis zu
Besinnungslosigkeit. Dafür sind mir meine Gehinzellen zu schade und
der nächste Tag auch.
Gegen einen Joint hätte ich auch nichts einzuwenden, aber das wäre
illegal und ich müsste das Haschisch von Leuten kaufen, denen ich
zutraue, dass sie mir, der von sowas keine Ahnung hat, irgendwelchen
Dreck für teuer Geld verkaufen. Dieses Risiko scheue ich, also verzichte
>Also ein fach Rauschgift völlig freigeben und alles wird gut?
Natürlich nicht. Es ist unbestritten, dass Rauschgift Risiken birgt.
Viele dieser Risiken liegen aber nicht in den Rauschmitteln an sich,
sondern im Milleu der Illegalität. Darüber hinaus ist es
beislielsweise für Ärzte sehr schwierig, Drogenkranke zu therapieren,
weil diese Stoffe verboten sind.
Es wäre m. E. besser, ein Junkie bekommt vom Arzt seine Dosis zum
herstellungspreis, als dass er Autoradios klauen und Omis üverfallen
muss, bzw. als junger Mann oder Mädchen auf den Strich gehen muss.
Dise Form soziale Verelendung kann jeder sehen, der einmal um den
Hamburger Hauptbahnhof herum geht. Mir zumindest, geht der Anblich an
die Seele.
>>>Und spätestens dann, wenn Dich jemand unter Drogeneinfluß zum Krüppel
>>>fährt, sollte Dich interessieren, daß er auf Droge war...
>>
>>Die Wahrscheinlichkeit von einem Nichtjunkie zum Krüppel gefahren zu
>>werden ist erheblich höher.
>
>Ja, weil sowenig Menschen Rauschgift konsumieren...
Es wäre schön, wenn Du dieses an sich sehr traurige Thema mit etwas
weniger Polemik anfassen würdest.
>Mit steigendem Konsum steigt auch die Anzahl der Menschen, die unter
>Rauschgift-Einfluß fahren...
Es noch sehr die Frage, ob der Konsum steigen wird.
>>>Wollen wir der Gesellschaft hirngeschädigte Spaß-Konsumenten zumuten?
>>
>>Wenn wir hirnlose Säufer dulden, warum das nicht?
>
>40.000 Tote jährlich durch Alkohol und Milliardenschäden jedes Jahr
>durch Alkohol. Nein, finde ich auch nicht gut. Aber müssen wir zu
>dieser Baustelle noch eine weitere hinzufühen?
Sie komme so oder so. Die Frage sollte lauten, ob Kriminalisierung für
die Gesellschaft positive oder negative Effekte schafft. Ich denke,
die schafft außerordendlich negative, da soziale und menschliche
Verelendung etwas sehr gravierendes ist.
Fixerstubne, wo man disen Leuten saubere Spritzennadeln gibt, um sich
die illegalen Drogen zu verabreichen, haben wenigstens dazu geführt,
dass es weniger AIDS-Infektionen gibt. Staatich kontrolliert reine
Drogen könnten dazu führen, dass nciht ganz so viele Leute in die
Abhängigkeit kommen. Das kann also nur positive Effekte haben.
Ich bin ja nicht dafür, dass sich jeder seine harten Drogen bei Penny
kaufen kann. Aber eine Packung Hasch im Supermarkt würde ich
tatsächlich auch mal kaufen.
>Beim Korn steht auf der Flasche, wieviel Vol-% Alk drin sind.
>Und beim "Piece" Shit?
Wenn es im Laden zu kaufen wäre, müsste es drauf stehen. Im Moment
sind die Verhältnisse nicht vergleichbar.
>>Neulich in Heide wurde ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt. Von einem
>>Besoffenen.
>
>Ja, und viele Menschen standen regungslos daneben und schauten zu.
Es wird erwartet, dass die Untätigen potentiellen Helfer härter
bestraft werden als der Täter, denn dessen Muttermilch war sauer.
>Für das Opfer wäre es kein Unterschied gewesen, falls der Täter voll
>auf Speed, Koks oder auf Axtasy gewesen wäre.
Oder nüchtern und durchgeknallt.
Martin
>>Ich glaube, es gibt einen bestimmten Teil der Bevölkerung, der für
>>Rauschmittelmißbrauch anfällig ist. Nur: Sind das nicht die gleichen,
>>die schon jetzt keine Skrupel haben, besoffen ins Auto zu steigen?
>
>Die Vermutung liegt nahe.
>
>Daher sollte die Gesellschaft klarmachen, daß Drogenmißbrauch geahndet
>wird und eben kein Kavaliersdelikt ist.
Das verstehe ich nicht.
Zwischen Droge nehmen und unter Drogen autofahren besteht kein
direkter Zusammenhang. Wenn ich alkohol trinke, führe ich kein
Fahrzeug. Was spricht dagegen, äquivalent zu verfahren, wenn man einen
Joint geraucht oder sonstwas konsumiert hat?
>>Nehmen bei einer Legalisierung weiterer Drogen jetzt plötzlich
>>bisherige Abstinenzler Rauschgift?
Ein wichtiges Argument.
>Die Tatsache, daß Rauschgift eben sehr teuer ist, verhindert, daß sich
>jeder damit nach Belieben versorgen kann.
Rauschgift ist teuer, weil es nur illegal zu haben ist. Haschisch muss
in der Herstelung nicht teurer sein als Tabak; eher billiger.
>Die Tatsache, daß Rauschgift verboten ist, mag nicht mehr so sehr
>abschrecken, leider...
Weil die Leute hewutzutage mündig genug sind, verbote nicht zu
aktzeptieren, die sinnlos sind.
Mein Hausarzt sagte mal zu mir, das schädlichte, das es gibt, sei
Zucker. Also Zucker verbieten?
>Zusätzlich zu den bekannten Problemen kämen weitere durch
>Mischeinnahmen von mehreren Substanzen hinzu. Alk und Speed kann viel
>tückischer sein als jede der Substanzen an sich.
Du glaubst doch nicht wirklich, diese Gefahr ergäbe sich erst bei
einer Legalisierung von Drogen.
>Und das Medizinische System hat schon genug zu tun...
Als wirklich Zucker verbieten?
Martin
>>Daher sollte die Gesellschaft klarmachen, daß Drogenmißbrauch geahndet
>>wird und eben kein Kavaliersdelikt ist.
>
>Das verstehe ich nicht.
>
>Zwischen Droge nehmen und unter Drogen autofahren besteht kein
>direkter Zusammenhang.
Stimmt. Kein DIREKTER Zusammenhang. Aber ein INDIREKTER.
>Wenn ich alkohol trinke, führe ich kein
>Fahrzeug. Was spricht dagegen, äquivalent zu verfahren, wenn man einen
>Joint geraucht oder sonstwas konsumiert hat?
Rauschgift und auch Alkohol verändern die Wahrnehmung der Realität.
Wer betrunken, oder sonstwie auf Droge ist, erkennt nicht mehr
(zuverlässig), daß die eigene Fahrtüchtigkeit (schon lange) nicht mehr
gegeben ist.
Beispielsweise führt die Einnahme von Kokain zu einer starken
Selbstüberschätzung und so glaubt dann ein Mensch, er könne alles,
erst recht noch sicher am Straßenverkehr teilnehmen, dabei ist er
schon lange nicht mehr dazu in der Lage.
Müßen wir den Straßenverkehr noch zu den den Betrunkenen die Kokser
und Fahrer auf "Speed" zumuten?
>>Die Tatsache, daß Rauschgift eben sehr teuer ist, verhindert, daß sich
>>jeder damit nach Belieben versorgen kann.
>
>Rauschgift ist teuer, weil es nur illegal zu haben ist. Haschisch muss
>in der Herstelung nicht teurer sein als Tabak; eher billiger.
Das ist richtig. Heroin, bis 1946 als Arzneimittel zugelassen, ist in
der industriellen Herstellung sehr günstig.
Doch was sagt der Herstellungspreis über die sinnvolle Nutzbarkeit in
einer Gesellschaft aus?
Auch Schußwaffen und Munition sind in der Herstellung recht preiswert,
und gegen hohe Preise auf dem Schwarzmarkt zu bekommen. So what? Ich
denke, wir sind uns einig, daß wir keine Gesellschaft haben wollen, in
der jeder an solches Gerät kommt.
Und ich möchte auch nicht, daß jeder an alle Substanzen kommt.
Deswegen bin ich auch für eine (möglichst) drogenfreie Gesellschaft.
>Weil die Leute hewutzutage mündig genug sind, verbote nicht zu
>aktzeptieren, die sinnlos sind.
Nun, wer definiert die Sinnlosigkeit von Verboten?
Dann könnte man auch Tempo-Limits abschaffen und die Menschen auch vor
Kindergärten rasen lassen...
Aus guten Grund gibt es Tempo-Limits, auch wenn nicht immer, nicht zu
allen Zeiten und nicht von allen Menschen, deren Sinn erkant wird.
Aber damit es nicht ausufert gibt es eben Kontrollen...
>Mein Hausarzt sagte mal zu mir, das schädlichte, das es gibt, sei
>Zucker. Also Zucker verbieten?
Ich glaube nicht, daß er das SO gesagt hat. Falls doch, dann solltest
Du mal über einen Wechsel des Arztes nachdenken.
Zucker sind einfachste Form von Kohlenhydraten. Und Kohlenhydrate sind
wichtiger Bestandteil der Ernährung.
Sicherlich ist richtig, daß manche Menschen zuviel und viel zu süß
essen. Aber das wäre eine deutliche differentierte Aussage!
>Du glaubst doch nicht wirklich, diese Gefahr ergäbe sich erst bei
>einer Legalisierung von Drogen.
Du hast recht, das glaube ich nicht.
Kluge Menschen nehmen freiwillig kein Rauschgift. Allen anderen ist es
verboten. Und die hohen Preise halten hoffenlich möglichst viele
Menschen davon ab...
Nik
>>Also ein fach Rauschgift völlig freigeben und alles wird gut?
>
>Natürlich nicht. Es ist unbestritten, dass Rauschgift Risiken birgt.
Du hast es sehr milde ausgedrückt, aber in der Sache an sich sind wie
einer Meinung.
>Viele dieser Risiken liegen aber nicht in den Rauschmitteln an sich,
>sondern im Milleu der Illegalität.
Einspruch.
Die psychische bzw. körperliche Abhängigkeit liegt an der Substanz.
Bei Heroin (und anderen Opiaten) ist es eine starke körperliche
Abhängigkeit, bei Kokain die psychische Abhängigkeit.
>Darüber hinaus ist es beislielsweise für Ärzte sehr schwierig,
>Drogenkranke zu therapieren, weil diese Stoffe verboten sind.
Sorry, aber das ist so schlichtweg falsch.
Methadon gibt es unter dem Handelsnamen "Polamidon" in der Apotheke.
Natürlich nur auf entsprechendes Rezept.
>Es wäre m. E. besser, ein Junkie bekommt vom Arzt seine Dosis zum
>herstellungspreis, als dass er Autoradios klauen und Omis üverfallen
>muss, bzw. als junger Mann oder Mädchen auf den Strich gehen muss.
Genau das passiert ja auch.
Aber diese Grundversorgung reicht vielen Menschen nicht (mehr) aus. Es
geht um den 'Kick', um das "Recht auf Rausch" (wie es ein Lübecker
Richter mal formulierte), um die Flucht aus der Realität, um sie
Spaßgesellschaft.
Und solange eine Gesellschaft die Flucht aus der Realität toleriert
und nicht bei der drogenfreien Bewältigung des Lebens hilft...
>Dise Form soziale Verelendung kann jeder sehen, der einmal um den
>Hamburger Hauptbahnhof herum geht. Mir zumindest, geht der Anblich an
>die Seele.
Nun, das geht wohl jedem so.
Deswegen kann in Punkto Rauschgift nur EINE Haltung geben: "Finder
weg!"
Nicht mal probieren, nicht mal so zum Spaß nehmen, überhaupt nicht
nehmen.
Alles andere nützt nur dem Dealer.
Und wer lange genug das Umfeld des Hamburger Bahnhofs erlebt hat, der
versteht, was ich meine...
>>Mit steigendem Konsum steigt auch die Anzahl der Menschen, die unter
>>Rauschgift-Einfluß fahren...
>
>Es noch sehr die Frage, ob der Konsum steigen wird.
Wenn alle Substanzen legal erhältlich sind, werden viele Menschen (zu
unrecht annehmen), daß diese Substanzen ja nicht schädlich sein können
- und es einfach mal probieren. Just for fun! Wollen wir das wirklich?
>Sie komme so oder so. Die Frage sollte lauten, ob Kriminalisierung für
>die Gesellschaft positive oder negative Effekte schafft. Ich denke,
>die schafft außerordendlich negative, da soziale und menschliche
>Verelendung etwas sehr gravierendes ist.
Deswegen bin ich auch für mehr Aufklärung, mehr Prävention und für
härtere Strafen.
Solange aber das Problem verharmlost wird, im Elternhaus und Familie
Erziehung kaum noch stattfindet und die Strafen lächerlich gering
sind, solange wird sich nicht viel ändern.
In anderen Strafen wird den Dealern das Geld weggenommen. DAS tut weh.
Und der Dealer von Hamburger Hauptbahnhof weiß genau, daß ihm kaum
etwas passieren kann...
DAS alles muß sich ändern.
Und jeder Mensch, der seelisch stabil ist, ohne Drogen auszukommen,
ist ein Gewinner. Wer Rauschgift nimmt, ist ein Verlierer. Auch das
muß in die Köpfe - BEVOR es zum ersten Konsum kommt.
>Fixerstubne, wo man disen Leuten saubere Spritzennadeln gibt, um sich
>die illegalen Drogen zu verabreichen, haben wenigstens dazu geführt,
>dass es weniger AIDS-Infektionen gibt.
Ein guter Ansatz. Denn jeder HIV- oder Hephatitis-Patient belastet
auch das Gesundheitssystem ganz erheblich und damit auch die
Gesellschaft.
>Staatich kontrolliert reine
>Drogen könnten dazu führen, dass nciht ganz so viele Leute in die
>Abhängigkeit kommen. Das kann also nur positive Effekte haben.
Leider ist der Effekt lange nicht so positiv, wie erhofft. Das haben
die Versuche in Zürich mit den dortigen Fixerstuben gezeigt. Viele
Menschen wollen den Extra-Kick, siehe oben...
>Ich bin ja nicht dafür, dass sich jeder seine harten Drogen bei Penny
>kaufen kann. Aber eine Packung Hasch im Supermarkt würde ich
>tatsächlich auch mal kaufen.
Und wozu?
Um anschließend bekifft nach hause zu fahren?
Damit auch Kinder und Jugendliche das Zeug mal probieren?
Nik
>>Du liest ein Blatt von Drogenbefürwortern? (Haben die in der Redaktion
>>gekokst, um auf so eine Meinung zu kommen?)
>
>Willkürliche Rechtebeschneidung passt einfach nicht in eine Welt, in
>der die Doktrin lautet: "Tu, was Du willst, lebe Dich aus". --
>Freilich gilt das nur für Gesellschaften reicher Industrieländer.
Nun, Du hast EIN Prinzip recht willkürlich herausgegriffen.
Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheiten Anderer
beeinträchtigt werden.
Und eine Gesellschaft, ein Staat, hat vor die Einzelinteressen die
Gemeinschaftsinteressen gestellt.
Und das ist auch gut so.
Sonst dürfte jeder beliebig laute und gefährliche Autos haben, immer
und überall so schnell fahren, wie er wollte, in seinem Garten
Schießübungen mit einem Maschinengewehr machen...
>>Warum nicht alle Sorten Rauschgift legalisieren und daran als Staat
>>richtig Kohle verdienen?
>
>Eine vernünftige Alternative dagegen wäre, alle weichen Drogen
>gestatten und alle harten verbieten. Also Haschisch erlauben und
>hochprozentigen Alkohol verbieten.
Wo ist der Unterschied zwischen sog. weichen und harten Drogen?
>Allerdings darfst Du von mir nicht erwarten, dass ich verstehe, warum
>ich verzichten muss. Ein Joint ist sichlich nicht gefährlicher als ein
>paar Glas Scotch. Zumal mir als Nichtraucher wohl allein schon vom
>Nikotin gehörig schwindelig wird.
Na, dann laß beides bleiben und behalte einen klaren Kopf...
Oder ist Dein Leben derart beschissen, daß Du es nicht mehr aushälst
und aus der Realität flüchtest mußt?
Nik
[Martin im Supermarkt]
>>kaufen kann. Aber eine Packung Hasch im Supermarkt würde ich
>>tatsächlich auch mal kaufen.
> Und wozu?
Vermutlich aus dem gleichen Grund, aus dem ich gerne ein Glas Rotwein
(oder zwei) trinke.
> Um anschließend bekifft nach hause zu fahren?
Isch 'abe gar kein Auto.
> Damit auch Kinder und Jugendliche das Zeug mal probieren?
ROTFL.
Wo wir gerade beim Thema sind: welches Zeug haben denn die Ersteller
des neuen Busfahrplans genommen, daß es gleich zwei Linien 30 gibt?
Oder kennen die halt nicht so viele Zahlen?
> Deiner Logik weiter folgend, müsstest Du auch die Anschnallpflicht in
> Autos in Frage stellen. Schließlich muss es - dem Credo Deiner Partei
Für Kinder oder für Erwachsene? Wenn letztere unbedingt vorzeitig
unsere Welt verlassen möchten, sei's ihnen freigestellt. Erstere
sollten warten, bis sie volljährig sind.
Ich halte auch nichts von einer Pflicht, diese albernen Fahrradhelme
zu tragen.
> gemäß - jedem selbst überlassen sein, zu Tode zu kommen, wenn er|sie es
> denn möchte.
Das sehe ich auch so.
>Für Kinder oder für Erwachsene? Wenn letztere unbedingt vorzeitig
>unsere Welt verlassen möchten, sei's ihnen freigestellt. Erstere
>sollten warten, bis sie volljährig sind.
Wenn jemand endgültig geht, dann meinetwegen. Aber bitte so, daß keine
Rettungskräfte damit behelligt werden. Kostet nämlich mein Stauergeld.
Und auch bitte so, daß es eine todsichere Sache ist und nich noch das
Gesundheitssystem mit der 'Rettung' von erfolglosen Selbstmorden
belastet wird.
>Ich halte auch nichts von einer Pflicht, diese albernen Fahrradhelme
>zu tragen.
Nicht?
Nun, Mathematik und Physik scheinen nicht zu Deinen Stärken zu
gehören!
Schon bei 25 km/h, die ein Mofa legalerweise fahren darf, können bei
Unfällen schwere Kopfverletzungen auftreten.
Und mit modernen Fahrrädern ist mal als Radfahrer locker so schnell
wie ein Mofa. Also trägt der kluge Radfahrer einen Helm.
>> gemäß - jedem selbst überlassen sein, zu Tode zu kommen, wenn er|sie es
>> denn möchte.
>
>Das sehe ich auch so.
Solange die Behandlung von vermeidbare Verletzungen oder eine
vermeidbare Schwere von Verletzzungen von den Krankenkassen bezahlt
wird...
Warum soll jemand seine eigene Dummheit auf Kosten anderer machen
dürfen?
Manche Menschen müssen offenbar vor ihrer eigenen Dummheit geschützt
werden - im Interesse der Allgemeinheit.
Nik
> Und mit modernen Fahrrädern ist mal als Radfahrer locker so schnell
> wie ein Mofa. Also trägt der kluge Radfahrer einen Helm.
Also ich fahr' langsam, ohne Kopfhörer und aufmerksam.
Im übrigen:
http://homepage.mac.com/boen_lo/hardshell/
http://www.ingokeck.de/publikationen/radhelm/
> Solange die Behandlung von vermeidbare Verletzungen oder eine
> vermeidbare Schwere von Verletzzungen von den Krankenkassen bezahlt
> wird...
Ist Sache der Versicherungen, nicht des Staates. Ich möchte z.B. auch
nicht für die Verletzungen von Skifahrern, Skatern und Roller-Blade-
Fahrern bezahlen.
> Warum soll jemand seine eigene Dummheit auf Kosten anderer machen
> dürfen?
Eben.
Wie wäre es mit "alternativer" Lektüre? :-)
http://www.sudelbuch.de/2003/20030616.html/view
http://www.sudelbuch.de/2003/20030622.html/view
Gruß
Rüdiger
>Der Bedarf an Nutten wird nicht per Naturgesetz durch Menschenhandel
>gedeckt. Kann, aber muss nicht. Also existiert auch kein
>Kausalzusammenhang. Deine Aussage erweist sich damit als falsch.
Noch ein aktueller Artikel zum Zusammenhang zwischen Frauenhandel und
Prostitution...
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,255996,00.html
Nik