Da war doch was! Wozu Hardware registierren? Die aufgeführten Argumente
waren doch allesamt fadenscheinig (z. B. Information über neue Angebote =
Spam will doch keiner haben). Viel wichtiger im Hintergrund zu wissen, ist
doch der Bigbrother-Award, den Canon im Jahre 2004 gewann [1]. So wurde
festgestellt, dass auf Farbkopien ein unsichtbarer Code mit aufgetruckt
wird, welcher die Rückverfolgung des Gerätes erlaubt. Diese Technik betriff
nicht nur Farblaser, sondern auch Scanner und ähnliche Technik.
In dem Artikel zu Bigbroher-Award 2004 im Bereich Technik heißt es: "Das
heißt, Nutzer dieser Geräte können keine Kopien mehr erstellen, ohne durch
die Technik bespitzelt und gegängelt zu werden."
Im Jahr 2006 ging der Technik-Award an die Firma Phillips [2], weil auf
jedem selbstgebrannten Rohling eine eindeutige Gerätenummer gebrannt wird.
Kurzum, wer seine Hardware registriert kann ins Visier von Fahndungen
geraten, wenn er nicht weiß, was mit seinen Ausdrucken, Scans, Rohlingen
und wer weiß, vielleicht auch Fotos, irgendwann geschieht. Oder mit
Geräten, die man vielleicht weiter verkauft.
Von den Herstellern wird man über die Bespitzelung nicht informiert. Also
ist es allemal opportun, mit Daten, die den Hardwarehersteller nichts an
gehen, zu knausern. Damit kann der verbleib eines Gerätes allenfalls bis zu
dem Ort zurück verfolgt werden, in dem das Gerät verkauf wurde. Das ist
schon schlimm genug.
Martin
[1] http://www.bigbrotherawards.de/2004/.tec
[2] http://www.bigbrotherawards.de/2006/.tec
Gruß
Michael
> Toshiba "belohnt" die Registrierung mit einer Verlängerung der
> Garantie um ein Jahr.
Toshiba hat wie alle anderen kommerziellen Unternehmen nichts zu
verschenken. Man muss sich fragen, warum man Registrierung von Hardware
schmackhaft machen will. Damit will ich nicht unterstellen, aber die Frage
steht im Raum. Warum?
Martin
>Toshiba hat wie alle anderen kommerziellen Unternehmen nichts zu
>verschenken. Man muss sich fragen, warum man Registrierung von Hardware
>schmackhaft machen will. Damit will ich nicht unterstellen, aber die Frage
>steht im Raum. Warum?
"Kenne Deine Kunden" ist eine uralte Maxime im Marketing.
Wenn ein Hersteller weiß, wer seine Kunden sind, wie sie die Geräte
einsetzen und was _genau_ sie wollen, kann seine nächste Generation
von Geräten besser darauf abstimmen.
Wer den Weg eines Gerätes vom Hersteller zum Endkunden nachvollziehen
kann, der kann mitunter auch unsaubere Praktiken der Händler aufdecken
und so herausfinden, welcher Händler Hehlerware verkaufte usw.
Es gibt also durchaus legitime Gründe, den Kunden um ein paar Daten zu
bitten(!).
Manchmal kann auch der Kunde davon profitieren, er kann gezielt
informiert werden, wenn eine Geräteserie zurückgerufen werden soll und
er vom Austausch betroffen ist.
Bei Automobilen muß sich der Kunde nicht beim Hersteller sondern bei
der Zulassungsstelle registrieren. Diese gibt dann seine Daten an den
Hersteller, der so eine Rückrufaktion durchführen kann.
Nik