> wer ist Pferdeliebhaber
Hier, wo der Teller leer ist. Ein schönes Pferdesteak mit Pilzen und
Bratkartoffeln wäre für mich jetzt genau das richtige.
Leider hast Du den falschen URL angegeben. Hier die Korrektur:
http://www.chefkoch.de/rs/s0/pferdesteak/Rezepte.html
Mjamjamjam
Martin
> Ein schönes Pferdesteak mit Pilzen und
> Bratkartoffeln wäre für mich jetzt genau das richtige.
Ja, wenn man es deftig mag, auch bestens zum Grillen geeignet. Wer
leichter essen möchte, ist mit Katze besser bedient. Als dieses gegen
Ende und nach dem Krieg noch so ziemlich das einzige Fleisch war, das
die Stadtbevölkerung kriegen konnte, nannte man es "Dachhase", denn
der Geschmack erinnert sehr an Kaninchen. Lecker!
--
Tschüs!
Arnulf
> wer ist Pferdeliebhaber
Pferdeliebhaber muten ihre zwei Zentner nicht der Wirbelsäule der
Tiere zu.
--
Tschüs!
Arnulf
>Pferdeliebhaber muten ihre zwei Zentner nicht der Wirbelsäule der
>Tiere zu.
Warum nicht?
Ein Pferd wiegt sagen wir mal 600kg, die Belastung des Reisers
entspricht dann also einem Sechstel des Eigengewichtes des Pferdes.
Als Schüler von damals 60 kg wog mein Schulranzen mit Inhalt und
Sportsachen dann auch mal 10 Kilogramm.
Und es soll ja auch mal vorkommen, daß Stuten tragend sind und dann
einiges an Extragewicht (in Form eines Fohlens) mit sich herumtragen.
Nik
> Ein Pferd wiegt sagen wir mal 600kg, die Belastung des Reisers
> entspricht dann also einem Sechstel des Eigengewichtes des Pferdes.
Es ist lange her, dass ich mal etwas darüber las, deshalb drücke ich
mich vorsichtig aus: Ich meine mich zu erinnern, dass Reitpferde ihr
Gnadenbrot nicht aus Respekt vor ihrem hohen Alter erhalten, sondern
weil sie orthopädisch so kaputtgeritten sind, dass nichts mehr geht.
Du kannst einen darauf lassen, dass sie sonst noch mit einem Reiter
auf dem Rücken zum Abdecker kämen.
> Als Schüler von damals 60 kg wog mein Schulranzen mit Inhalt und
> Sportsachen dann auch mal 10 Kilogramm.
Den kenne ich natürlich nicht, aber seine Bauart dürfte, wie der aller
Ranzen, etwa einem Rucksack entsprochen haben. Unsere senkrechte
Wirbelsäule trägt das, ohne groß zu mucken. Vierbeiner haben jedoch
ein waagerechtes Kreuz, wo die Mechanik völlig anders aussieht. Der
Reiter wäre ganz hinten auf der Kruppe (für uns Nichtreiter: Das ist
der Arsch) oder auf der Schulter weniger schädlich für das Tier.
Stark genug ist es zweifellos.
> Und es soll ja auch mal vorkommen, daß Stuten tragend sind und dann
> einiges an Extragewicht (in Form eines Fohlens) mit sich
> herumtragen.
Eine zeitlang, ja, aber nicht jahrelang täglich. Außerdem ist das
Gewicht des Fohlens geringer als das eines erwachsenen Menschen des
Ernährungszustandes, den man von einem Pferdebesitzer erwarten kann.
So richtig stressig wird es sowieso erst in zeitlicher Nähe der
Geburt, vorher wiegt das Kleine nicht viel. Zudem liegt das Fohlen in
der hinteren Körperhälfte, also günstiger (s.o.).
Oder ganz allgemein: Die Evolution hat jedem Wesen die Fähigkeiten
mitgegeben, die es braucht, nicht die ein anderes Wesen zu brauchen
meint. Spezielle Züchtungen können hier graduell etwas optimieren,
aber in Grenzen.
Und überhaupt: Mit dem Essen spielt man nicht.
--
Tschüs!
Arnulf
> Es ist lange her, dass ich mal etwas darüber las, deshalb drücke ich
> mich vorsichtig aus: Ich meine mich zu erinnern, dass Reitpferde ihr
> Gnadenbrot nicht aus Respekt vor ihrem hohen Alter erhalten, sondern
> weil sie orthopädisch so kaputtgeritten sind, dass nichts mehr geht.
> Du kannst einen darauf lassen, dass sie sonst noch mit einem Reiter
> auf dem Rücken zum Abdecker kämen.
Pferde bekommen ihr Gnadenbrot, weil ihre Besitzer sie lieben, sonst kämen
sie nämlich in die Wurst bzw in die Tierkörperverwertungsanstalt. Wäre das
anders, könnte ich mir monatlich mehrere 100 euro sparen, mit denen ich
meiner Süßen ein artgerechtes Leben ermögliche, obwohl sie seit ihrem 8.
Lebensjahr nicht mehr reitbar ist. Btw ist sie das nicht wegen eines
kaputten Rückens, sondern wegen eines unglücklichen Tritts, den sie sich auf
der weide eingefangen hat. Ihr Rücken wäre mit der entsprechenden
Gymnastizierung noch locker 20 Jahre fähig ein Gewicht von ca 100 kg zu
tragen ohne Schaden zu nehmen.
> Vierbeiner haben jedoch
> ein waagerechtes Kreuz, wo die Mechanik völlig anders aussieht. Der
> Reiter wäre ganz hinten auf der Kruppe (für uns Nichtreiter: Das ist
> der Arsch) oder auf der Schulter weniger schädlich für das Tier.
> Stark genug ist es zweifellos.
Äh, sicher nicht, damit säße der Reiter entweder schön auf den Nieren oder
zwänge das Tier die ganze Zeit auf der Vorderhand zu gehen. Beides nicht
gut.
> Eine zeitlang, ja, aber nicht jahrelang täglich. Außerdem ist das
> Gewicht des Fohlens geringer als das eines erwachsenen Menschen des
> Ernährungszustandes, den man von einem Pferdebesitzer erwarten kann.
> So richtig stressig wird es sowieso erst in zeitlicher Nähe der
> Geburt, vorher wiegt das Kleine nicht viel. Zudem liegt das Fohlen in
> der hinteren Körperhälfte, also günstiger (s.o.).
Dafür ist das Fohlen aber 24/7 im Körper, wobei der Reiter sich im Schnitt
vllt mal eine Stunde am Tag aufs Pferd setzt - wenn überhaupt. Inzwischen
geht der Trend ja auch dazu mit den Pferden vermehrt Bodenarbeit zu machen.
> Und überhaupt: Mit dem Essen spielt man nicht.
Wenn ich mir überlege, welche Medikamente Pferde inzwischen bekommen, bleib
ich lieber hungrig.
Jessica
>Es ist lange her, dass ich mal etwas darüber las, deshalb drücke ich
>mich vorsichtig aus: Ich meine mich zu erinnern, dass Reitpferde ihr
>Gnadenbrot nicht aus Respekt vor ihrem hohen Alter erhalten, sondern
>weil sie orthopädisch so kaputtgeritten sind, dass nichts mehr geht.
>Du kannst einen darauf lassen, dass sie sonst noch mit einem Reiter
>auf dem Rücken zum Abdecker kämen.
Für viele Pferdebesitzer ist ein Pferd nicht nur ein schnöder
Gebrauchsgegenstand oder ein Haustier, es ist eher so etwas wie ein
Familienmitglied, entsprechend mitfühlend ist man, wenn das Pferd
nicht mehr geritten werden kann.
So ähnlich gilt das auch für Menschen, der Opa kommt auch nicht auf
den Friedhof, weil er nicht mehr im Bergwerk buckeln kann, sondern
sein Gnadenbrot im Altersheim.
Ein Pferd kann, auch wenn es zu alt oder zu krank zum Reiten ist, noch
viel Spaß bereiten und vielen Kindern beibringen, was es bedeutet,
Verantwortung zu übernehmen.
Opa kann ja auch noch bei den Hausaufgaben helfen oder
Latein-Nachhilfe geben.
>> Als Schüler von damals 60 kg wog mein Schulranzen mit Inhalt und
>> Sportsachen dann auch mal 10 Kilogramm.
>
>Den kenne ich natürlich nicht, aber seine Bauart dürfte, wie der aller
>Ranzen, etwa einem Rucksack entsprochen haben. Unsere senkrechte
>Wirbelsäule trägt das, ohne groß zu mucken.
Den Ranzen vielleicht. Die Sporttasche wurde dann einseitig am langen
Arm getragen. Ob das nun sooo gesund ist?
>Oder ganz allgemein: Die Evolution hat jedem Wesen die Fähigkeiten
>mitgegeben, die es braucht, nicht die ein anderes Wesen zu brauchen
>meint. Spezielle Züchtungen können hier graduell etwas optimieren,
>aber in Grenzen.
Hmmm, spontan fallen mir Symbiosen ein, bei denen die eine Spezien
einander zwingend gebrauchen, um...
Aber das führt nun zuweit.
>Und überhaupt: Mit dem Essen spielt man nicht.
Ich bleibe dabei, ich spiele mit gewissen Tieren, die ich dafür dann
nicht esse(n möchte).
Nik
> So ähnlich gilt das auch für Menschen, der Opa kommt auch nicht auf
> den Friedhof, weil er nicht mehr im Bergwerk buckeln kann, sondern
> sein Gnadenbrot im Altersheim.
Den kann man ja wohl schlecht zum Abdecker bringen. Oder anders
ausgedrückt: Nicht jeder Opa wird gebliebt.
Martin
>Den kann man ja wohl schlecht zum Abdecker bringen. Oder anders
>ausgedrückt: Nicht jeder Opa wird gebliebt.
Bald gibt es Soilent Green, keine Sorge;-)
SCNR Marco ;-)
> Bald gibt es Soilent Green, keine Sorge;-)
*würg!*
Den Film kenne ich ausnahmsweise.
Martin
> Pferde bekommen ihr Gnadenbrot, weil ihre Besitzer sie lieben,
Das ist nicht meine Welt, deshalb kann ich nur versuchen, von den
Verhältnissen bei meinen Schülerinnen (kaum Jungs) aufs Allgemeine zu
schließen. Korrigiere mich bitte, wenn es falsch ist:
Nur sehr wenige Pferde gehören zu einer Person. Die meisten stehen in
Reiterhöfen bzw. Reitvereinen, zu denen prinzipiell jedermann Zugang
hat. Zwar kann nicht jeder auf ein beliebiges Pferd steigen, aber es
gibt gemeinschaftlichen Besitz, so dass ein Tier mehrere Reiter
entsprechend öfter tragen muss. Das habe ich mir mal von einer
(erwachsenen) Reiterin erklären lassen. Sie sagte allerdings nicht
"die meisten", sondern das ist meine Vermutung, weil unsere
Schuleltern nicht alle reich sind.
> sonst kämen sie nämlich in die Wurst bzw in die
> Tierkörperverwertungsanstalt.
Einen Pferdefriedhof habe ich nocht nicht gesehen, aber schon viel
Pferd gegessen. In keinen Fall kaute es sich wie Leder, so dass es
möglicherweise nicht an Altersschwäche starb.
> Wäre das anders, könnte ich mir monatlich mehrere 100 euro sparen,
> mit denen ich meiner Süßen ein artgerechtes Leben ermögliche,
> obwohl sie seit ihrem 8. Lebensjahr nicht mehr reitbar ist.
Vielleicht bist Du die Ausnahme, vielleicht auch die Regel. Das kann
ich nicht beurteilen.
>> Vierbeiner haben jedoch ein waagerechtes Kreuz, wo die Mechanik
>> völlig anders aussieht. Der Reiter wäre ganz hinten auf der Kruppe
>> (für uns Nichtreiter: Das ist der Arsch) oder auf der Schulter
>> weniger schädlich für das Tier.
> Äh, sicher nicht, damit säße der Reiter entweder schön auf den
> Nieren
Wo hat Dein Pferd denn seine Nieren?
> oder zwänge das Tier die ganze Zeit auf der Vorderhand zu gehen.
> Beides nicht gut.
Da hätte ich eine Idee: Nicht reiten.
> Wenn ich mir überlege, welche Medikamente Pferde inzwischen
> bekommen, bleib ich lieber hungrig.
Sogar Vegetarier sind heute nicht mehr sicher vor Chemie. Jedes
Schlachttier hat in seinem Leben allerhand davon bekommen, zuletzt im
Schlachthof, ausgenommen vielleicht vom Biohof.
--
Tschüs!
Arnulf
> Für viele Pferdebesitzer ist ein Pferd nicht nur ein schnöder
> Gebrauchsgegenstand oder ein Haustier, es ist eher so etwas wie ein
> Familienmitglied, entsprechend mitfühlend ist man, wenn das Pferd
> nicht mehr geritten werden kann.
Klopstock?
> So ähnlich gilt das auch für Menschen, der Opa kommt auch nicht auf
> den Friedhof, weil er nicht mehr im Bergwerk buckeln kann, sondern
> sein Gnadenbrot im Altersheim.
Ein extrem überzeugendes Beispiel. Noch vor kurzem war das Töten eines
Tieres Sachbeschädigung.
> Die Sporttasche wurde dann einseitig am langen Arm getragen. Ob das
> nun sooo gesund ist?
Hat das jemand gesagt?
>> Die Evolution hat jedem Wesen die Fähigkeiten mitgegeben, die es
>> braucht, nicht die ein anderes Wesen zu brauchen meint. Spezielle
>> Züchtungen können hier graduell etwas optimieren, aber in Grenzen.
> Hmmm, spontan fallen mir Symbiosen ein, bei denen die eine Spezien
> einander zwingend gebrauchen, um...
Ein Pferd, das symbiotisch mit einem Menschen lebt, gehört auf die
Couch.
> Aber das führt nun zuweit.
Gerade noch gemerkt.
--
Tschüs!
Arnulf
>Klopstock?
Mit Neffen^W nichten, sowas bekomme ich selbst hin, auch ganz ohne
Hexameter...
>> So ähnlich gilt das auch für Menschen, der Opa kommt auch nicht auf
>> den Friedhof, weil er nicht mehr im Bergwerk buckeln kann, sondern
>> sein Gnadenbrot im Altersheim.
>
>Ein extrem überzeugendes Beispiel.
So abwegig isses nicht. In Großbritannien spart das staatliche
Gesundheitswesen ganz extrem auf Kosten von Rentnern. Seit wann haben
wir wir Deutschen Sozialversicherungssysteme, als Renten- und
Krankenkassen?
Außerdem... Um das Verhalten eines Systems besser beobachten zu
können, ist es manchmal sinnvoll, das System mit extremen Situationen
zu konfrontieren.
Das gilt nicht nur für Autos auf den Hindernis-Parcour (geradeaus
fährt jedes Auto gut), das gilt manchmal auch für andere technische
und auch für soziale Systeme. Manches Gesetz oder Argument entlarvt
seine wahre Bedeutung, wenn man es auch auf Extremfälle anwendet. Und
das mache ich ganz gerne mal...
>Noch vor kurzem war das Töten eines Tieres Sachbeschädigung.
Jurtsitisch gesehen. Aber ob die Sicht durch die Juristenbrille alle
möglichen Sichtweisen abdeckt?
>> Die Sporttasche wurde dann einseitig am langen Arm getragen. Ob das
>> nun sooo gesund ist?
>
>Hat das jemand gesagt?
Nicht expressis verbis. Im OP hieß es von Dir "Pferdeliebhaber muten
ihre zwei Zentner nicht der Wirbelsäule der Tiere zu."
Das System Schule mutet Schülern aber manchmal auch ungesunde Dinge
zu, sind nun (Sport-)lehrer alle Sadisten, die Kinder überlasten und
quälen? Natürlich nicht.
Und Reiter?
[Dem geneigten Leser bleibt der Schluß zum Selbststudium überlassen.]
Nik
[...]
>Einen Pferdefriedhof habe ich nocht nicht gesehen, aber schon viel
>Pferd gegessen. In keinen Fall kaute es sich wie Leder, so dass es
>möglicherweise nicht an Altersschwäche starb.
Sicherlich gibt es Pferde, die keine liebevollen Besitzer haben. Auch
werden bei Züchtern immer Fohlen überbleiben, die keinen Abnehmer
finden. Und die gehen dann eben zum Schlachthof.
Und manche Besitzer sehen in ihrem Pferd einen Sportgegenstand, der,
nach Ende seiner Nutzbarkeit, nur noch einen Kostenblock, jedoch
keinen Nutzwert mehr darstellt. Wer unbedingt reiten will, sich aber
nur den Unterhalt eines(!) Pferdes leisten kann, sackt dann vielleicht
gerne die Prämie ein, die der Schlachthof zahlt. (Zahlen Schlachthöfe
eigentlich eine Prämie?)
Diese Gewissens(!)entscheidung kann niemand dem Besitzer abnehmen.
Ich selbst habe kein Pferd, hatte aber lange Katzen als Haustiere und
kann aus eigener Erfahrung und aus eigenem Erleben sagen, daß einem
ein Tier verdammt ans Herz wachsen kann.
Sich von einem Tier trennen zu müssen, ist (für mich) nicht leicht.
Menschen, die Tiere als Wirtschaftgut sehen, leisten sich den Luxus
dieser Sichtweise nicht. Gibt die Kuh keine Milch mehr, dann gibt sie
einen Braten. Vergleichbares galt für Schwein und Pferd.
Nik
> Nur sehr wenige Pferde gehören zu einer Person. Die meisten stehen in
> Reiterhöfen bzw. Reitvereinen, zu denen prinzipiell jedermann Zugang
> hat. Zwar kann nicht jeder auf ein beliebiges Pferd steigen, aber es
> gibt gemeinschaftlichen Besitz, so dass ein Tier mehrere Reiter
> entsprechend öfter tragen muss. Das habe ich mir mal von einer
> (erwachsenen) Reiterin erklären lassen. Sie sagte allerdings nicht
> "die meisten", sondern das ist meine Vermutung, weil unsere
> Schuleltern nicht alle reich sind.
Wenn man mal von Schulpferden absieht, dürfte das eher die Ausnahme sein. Es
gibt sicherlich genug Leute, die eine Reitbeteiligung haben, aber das dann
auch nur aus Zeit- und nicht aus Kostengründen. Im Endeffekt hat das Pferd
dann zwar zwei Reiter, aber eben jeden Tag nur einen.
>> sonst kämen sie nämlich in die Wurst bzw in die
>> Tierkörperverwertungsanstalt.
>
> Einen Pferdefriedhof habe ich nocht nicht gesehen, aber schon viel
> Pferd gegessen. In keinen Fall kaute es sich wie Leder, so dass es
> möglicherweise nicht an Altersschwäche starb.
Gibt es auch nicht und wäre IMHO auch genauso überflüssig wie jeder andere
Friedhof.
Was du da btw isst, dürften die Fohlen sein, die wie z.b. in der Schweiz und
in Österreich zu Hauf "produziert" werden, damit die Urlauber lauter süße
Fohlen sehen und dann nach der Urlaubssaison massenweise geschlachtet
werden - mit Pech erst in Italien oder in Frankreich. Die Pferde, die hier
geschlachtet werden, sind in der Tat schon einige Jahre alt und haben AFAIK
mindestens 6 Wochen vor dem Bolzenschuss keine Medikamente mehr bekommen -
egal wieviel Schmerzen sie haben - damit sie zur Schlachtung zugelassen
sind. Btw muss im Equidenpass jedes Medikament eingetragen werden, falls das
Pferd zur Schlachtung vorgesehen ist.
>> Wäre das anders, könnte ich mir monatlich mehrere 100 euro sparen,
>> mit denen ich meiner Süßen ein artgerechtes Leben ermögliche,
>> obwohl sie seit ihrem 8. Lebensjahr nicht mehr reitbar ist.
>
> Vielleicht bist Du die Ausnahme, vielleicht auch die Regel. Das kann
> ich nicht beurteilen.
Ich mache mir in der Tat sehr viele Gedanken darüber, wie es meiner Kleinen
am Besten geht, aber ich denke nicht, dass ich da ein Einzelfall bin.
>>> Vierbeiner haben jedoch ein waagerechtes Kreuz, wo die Mechanik
>>> völlig anders aussieht. Der Reiter wäre ganz hinten auf der Kruppe
>>> (für uns Nichtreiter: Das ist der Arsch) oder auf der Schulter
>>> weniger schädlich für das Tier.
>
>> Äh, sicher nicht, damit säße der Reiter entweder schön auf den
>> Nieren
>
> Wo hat Dein Pferd denn seine Nieren?
Hinterer Teil des Rückens, dort, wos in den Hintern übergeht.
>> oder zwänge das Tier die ganze Zeit auf der Vorderhand zu gehen.
>> Beides nicht gut.
>
> Da hätte ich eine Idee: Nicht reiten.
Btw lebt ein Pferd bedeutend länger ohne nennenswerte
Verschleisserscheinung, wenn es vernünftig geritten und Gymnasiziert wird.
Pferde haben den Großteil ihres Gewichts nämlich meist auf der Vorhand. Beim
vernünftigen Reiten lernt das Pferd sein Gewicht mehr auf die Hinterhand zu
verteilen. Durch den dortigen Muskelaufbau und die Entlastung der
Vorderhand, verringern sich die normalen Verschleisserscheinungen deutlich.
Es liegt eben nicht NUR am Säbelzahntiger und fehlenden Impfungen, dass
Wildpferde im Schnitt 7 Jahre alt werden und domestizierte Artgenossen bis
zu 40 Jahre alt (überzüchtete Rassen einmal ausgenommen).
>> Wenn ich mir überlege, welche Medikamente Pferde inzwischen
>> bekommen, bleib ich lieber hungrig.
>
> Sogar Vegetarier sind heute nicht mehr sicher vor Chemie. Jedes
> Schlachttier hat in seinem Leben allerhand davon bekommen, zuletzt im
> Schlachthof, ausgenommen vielleicht vom Biohof.
Ja, deshalb durfte die Kuh eines Bekannten auch nur ausschliesslich zum
Eigenverzehr geschlachtet werden, weil die erforderlichen Fristen nach der
Medikamentengabe durch zu großer Schmerzen seitens der Kuh nicht eingehalten
werden konnten. Und das war keine Bio-Kuh.
Gruß
Jessica
(Zahlen Schlachthöfe
> eigentlich eine Prämie?)
Du kriegst ca. den Kilopreis des Pferdes.
> Diese Gewissens(!)entscheidung kann niemand dem Besitzer abnehmen.
>
> Ich selbst habe kein Pferd, hatte aber lange Katzen als Haustiere und
> kann aus eigener Erfahrung und aus eigenem Erleben sagen, daß einem
> ein Tier verdammt ans Herz wachsen kann.
>
> Sich von einem Tier trennen zu müssen, ist (für mich) nicht leicht.
Ist es wohl für keinen normalen Menschen, schließlich ist so ein Haustier
ein Teil des eigenen Lebens, auch, wenn es zwischendruch tierisch - im
wahrsten Sinne des Wortes - nerven kann, wenn es jedesmal kläfft wie blöde,
sobald es klingelt. *denhundbösanguck*
Gruß
Jessica
Vieles von dem, was Du schriebst, war mir tatsächlich neu. So wusste
ich z.B. nicht, dass Rossfleisch zu einem großen (dem größten?) Teil
von Fohlen stammt. Das ist halt wirklich nicht meine Baustelle. Auf
ein paar Stellen möchte ich aber dennoch eingehen:
Am Mi., 04.06.2008, schrieb Jessica Grandt <tsch...@gmx.de>:
>>>> Der Reiter wäre ganz hinten auf der Kruppe ...
>>
>>> Äh, sicher nicht, damit säße der Reiter entweder schön auf den
>>> Nieren
>>
>> Wo hat Dein Pferd denn seine Nieren?
>
> Hinterer Teil des Rückens, dort, wos in den Hintern übergeht.
Wenn ich das nicht völlig falsch verstanden habe, ist die Kruppe der
Beckenbereich mit den beiden Backen, das äußerlich Sichtbare der
beiden Muskeln, die bei uns Großer Gesäßmuskel bzw. Glutäus maximus
heißen. Wer da sitzt, sitzt hauptsächlich auf Knochen. Die Nieren, die
auch ganz ähnlich wie beim Menschen angeordnet sein dürften, sind
etwas weiter vorne (bei uns etwas weiter oben) im fleischigen Bereich.
> Pferde haben den Großteil ihres Gewichts nämlich meist auf der
> Vorhand. Beim vernünftigen Reiten lernt das Pferd sein Gewicht mehr
> auf die Hinterhand zu verteilen. Durch den dortigen Muskelaufbau
> und die Entlastung der Vorderhand, verringern sich die normalen
> Verschleisserscheinungen deutlich.
Das nehme ich jetzt einfach mal so hin. Ist das eine Züchtungsfolge?
Damit wäre das Pferd nämlich das einzige Viech weit und breit, das
sich erst nach Anleitung gesund bewegen kann.
> Es liegt eben nicht NUR am Säbelzahntiger und fehlenden Impfungen,
> dass Wildpferde im Schnitt 7 Jahre alt werden und domestizierte
> Artgenossen bis zu 40 Jahre alt (überzüchtete Rassen einmal
> ausgenommen).
Das ist wie beim Menschen: Noch vor 150 Jahren wäre ich (59) längst
unter der Erde gewesen. Die bessere Ernährung und die medizinische
Betreuung lassen die Menschen heute im Schnitt doppelt so alt werden
wie damals. Davon profitieren auch Pferde.
--
Tschüs!
Arnulf
>>> Die Sporttasche wurde dann einseitig am langen Arm getragen. Ob das
>>> nun sooo gesund ist?
>>
>>Hat das jemand gesagt?
>
> Nicht expressis verbis. Im OP hieß es von Dir "Pferdeliebhaber
> muten ihre zwei Zentner nicht der Wirbelsäule der Tiere zu."
Und Punkt, mehr nicht.
> Das System Schule mutet Schülern aber manchmal auch ungesunde Dinge
> zu,
Stimpt. Und jetzt reden wir noch über den Hunger in der Dritten Welt,
die Erderwärmung, das Erdbeben in China und Verona Poht.
--
Tschüs!
Arnulf
> Die bessere Ernährung und die medizinische
> Betreuung lassen die Menschen heute im Schnitt doppelt so alt werden
> wie damals. Davon profitieren auch Pferde.
Diesen Umkehrschluss kann ich nicht nachvollziehen. Induzierter
Sinneswandel?
Nach Deiner bisher propagierten Logik müsste dies nicht dazu führen, dass
die Pferde davon profitieren, sondern dass ihr Leid verlängert wird.
M.
> Und jetzt reden wir noch über [...] Verona Poht.
Wer ist das?
M.
> Nach Deiner bisher propagierten Logik müsste dies nicht dazu führen,
> dass die Pferde davon profitieren, sondern dass ihr Leid verlängert
> wird.
Spitzfindig gekontert. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass Du mich
durchaus richtig verstanden hast.
--
Tschüs!
Arnulf
>> Und jetzt reden wir noch über [...] Verona Poht.
>
> Wer ist das?
Falls Du sie wirklich nicht kennst, spricht das für Dich.
--
Tschüs!
Arnulf
>Die Nieren, die
>auch ganz ähnlich wie beim Menschen angeordnet sein dürften, sind
>etwas weiter vorne (bei uns etwas weiter oben) im fleischigen Bereich.
http://www.horseweb.de/frames/inhalt.htm
Es grüßt Marco
>Falls Du sie wirklich nicht kennst, spricht das für Dich.
Oder eher gehen ihn? Der Name Poth taucht nicht nur in den
Klatschspalten sondern auch im Wirtschaftsteil der Zeitung auf.
Nik
>> Die Nieren, die auch ganz ähnlich wie beim Menschen angeordnet sein
>> dürften, sind etwas weiter vorne (bei uns etwas weiter oben) im
>> fleischigen Bereich.
>
> http://www.horseweb.de/frames/inhalt.htm
Jessas! Nach dieser Zeichnung sitzen die Reiter *jetzt* auf den
Nieren! Natürlich verkenne ich nicht, dass der Sattel mit seiner
Polsterung das Tier schont, aber das Nierenargument ist damit aus der
Welt, scheint mir.
--
Tschüs!
Arnulf
der Reiter sitzt noch VOR den Nieren. Würde man sich auf den Teil des
Hinterns setzen, der nicht zu abschüssßg dazu ist, säße man allerdings genau
so, dass es stören würde.
Gruß
Jessica
Aber die Konnotation ist ähnlich.
Lukas
>Aber die Konnotation ist ähnlich.
Zumindest in der letzten Zeit.
Es gab Zeiten, in denen Franjo Poth ziemlich in den Himmel gehoben
wurde. Auch von halbwegs seröser Wirtschaftpresse...
Nik
> der Reiter sitzt noch VOR den Nieren
Also auf der Leber. Ist das besser?
Martin
>> Wer ist das?
>
> Falls Du sie wirklich nicht kennst, spricht das für Dich.
Leider habe ich gelogen.
M.
> Der Name Poth taucht nicht nur in den
> Klatschspalten sondern auch im Wirtschaftsteil der Zeitung auf.
Ich kenne Chlodwig Poth. Ich hoffe, das spricht für mich.
Martin
> Es gab Zeiten, in denen Franjo Poth ziemlich in den Himmel gehoben
> wurde.
"Franjo" kingt irgendwie gar nicht vie "Verona".
> Auch von halbwegs seröser Wirtschaftpresse...
Was liest Du denn für Zeitungen?
Martin
>"Franjo" kingt irgendwie gar nicht vie "Verona".
Stimmt.
Im Zusammenhang mit Franjo wurde auch oft über Ehefrau Verona
bverichtet und vice versa.
>Was liest Du denn für Zeitungen?
Etwas FAZ, etwas Handelsblatt, das eine oder andere Blog, das auch
über Wirtschaft berichtet...
Selbst Spieleg-Online berichtete oft genug über Franjo Poth.
Nik
> Selbst Spieleg-Online berichtete oft genug über Franjo Poth.
Spiegel-online berichtet auch über "Riesenweberknechte", die nicht größer
sind als jeder andere Weberknecht.
Na, ja. Das Thema Spiegel hatten wie ja schon.
Martin