Am 07 Sep 2012 21:28:40 GMT schrieb Kai:
> Du hast v�llig Recht. Auch die Digitalfotografie ist schlimm und macht
> alles kaputt. Fr�her hat man sich noch Zeit genommen, heute nicht mehr. Es
> ist alles so schlimm. Ich verstehe das alles nicht. Die ganze Ordnung geht
> verloren!
Fr�her[tm], als M�nner noch echte M�nner, Computer gro� wie Waschmaschinen
und Photopgraphen sich mit ph" schrieben und ich lernte, den 60mm Rollfilm
in die Filmmagazine einzulegen, als fr�her, als Belichtung und Entwicklung
richtiges Geld kosteten, da mu�te man vorher �berlegen, ob Motiv und Licht
(die Kosten) eine(r) Aufnahme rechtfertigten.
Mann, was bin ich froh, da� diese Zeiten vorbei sind. Okay, das Format 60 x
60 Millimeter war damals klasse und ist es heute auch noch, aber erst hat
der Kleinbildfilm die Qualit�t erreicht, dann die Digitalkamera.
>> Welchen Gewinn bringt nun Instagram?
>
> Gar keinen. Auch das ist schlimm und macht alles kaputt. Das hatten wir
> fr�her auch nicht; und waren wir fr�her ohne Instagram ungl�cklich? Nein!
> Damals haben wir uns noch um Menschen gek�mmert und Bilder liebevoll
> ausgew�hlt. Heute verwahrlost alles. Es ist so schlimm.
Denken wir an die ganzen arbeitslosen Kamerassistenten, deren Lebenswerk es
war, den 60mm Rollfilm in die Magazine zu laden und dann immer ein neues
Magazin in die Kamera einzulegen, den Film aus dem alten Magazin zu
entladen und das alles unter Zeitdruck.
Und wenn ich daran denke, da� es eine verdammte Schlepperei war, eine
mittelformatige Kamera samt Zugeb�r durch die Pampa zu schleppen... ich bin
ECHT froh, da� die kleine Digi-Knipse heute mal eben so Aufnahmen macht,
f�r die es fr�her die Hasselblad und ein schweres Stativ brauchte.
>> Wenn ich Freunden Bilder zeigen will, brauche
>> ich kein Internet daf�r und zum fotografieren brauche ich kein Smartphone.
>
> Genau. Alles Teufelszeug, das man nicht braucht. Wozu auch? Um schnelle
> Bilder f�r zweifelhafte Freunde zu machen?
Zu hast zweifelhafte Freunde? Weia :-)
> Es ist alles so schlimm geworden. Fr�her war alles ruhiger. Da habe ich
> die Welt noch verstanden. Heute geht alles kaputt mit den vielen
> Bildern, die jeder machen kann. Ich verstehe das alles nicht.
Herrlich :-)
>> Viele Entwicklungen gehen einfach in die falsche Richtung. da fragt man
>> sich, wo da der Nutzen ist und ob einem nicht Plagen als der neueste Hype
>> verkauft werden.
>
> V�llig richtig! Und bekanntlich werden schon jetzt 1 Milliarde Menschen zu
> Facebook gezwungen. Und Menschen werden gezwungen, sich Smartphones zu
> kaufen und Bilder zu tauschen. Es ist so schlimm. Denn eigentlich will
> diesen unn�tzen Kram doch niemand. Das wird alles nur unbewusst gekauft.
Jeden Tag verhaftet die Facebook-Polizei tausende unschuldige Menschen und
zwingt sie, bei Facebook mitzumachen. Furcht-bar!!!
>> Wahrscheinlich bin ich mal wieder zu kritisch, aber ich kann mit Instagram
>> nichts anfangen weil ich darin keinen Nuzten sehe.
>
> Nee, mal ganz ehrlich: Du siehst in offenbar gar nichts einen Sinn was nach
> 1987 auf den Markt gekommen ist. Das ist Dein gutes Recht. Meine Oma war
> genau so.
Wie alt war Deine Oma, als sie so wurde?
> *Ich* sehe Instagram als eine M�glichkeit, um Stimmungen visuell
> auszudr�cken und sie mit anderen zu teilen. Andere Nutzer posten ihr
> Mittagessen oder ihren Pferdeausflug und allen m�glichen Kleinkram. Jeder
> so wie er will.
Also wenn ich reite, dann mache ich da keine Bilder. Oder ich lasse mich
nicht dabei erwischen. Teilnahme am Stra�enverkehr und am Handy rumfummeln
sind ja nicht so ganz okay.
> Diese Unordnung erfordert aber, dass man filtersouver�n ist.
Wom�glich verlangst Du nun noch Medienkompetenz und den m�ndigen B�rger,
der wei�, was gut f�r ihn ist und was nicht. Also neee... :-)
Nik