Am Sat, 18 Jan 2014 15:54:04 +0100 schrieb Mike Grantz:
> Nat�rlich wird ausgeblendet, dass es in dieser Stadt auch L�den
> gibt/gab, die den normalo Deutschen aussortieren.
>
> Das ist dann nat�rlich wieder nicht rassistisch.
Kommt drauf an, welche Ma�st�be man anlegt.
Ich akzeptiere, da� unterschiedliche L�den ihre jeweils eigene Vorstellung
von der Zielgruppe haben. Und bei der Wahl der G�stemischung dann auch
gewisse Kriterien anlegen.
Wenn in einem Restaurant gehobene Gardedrobe 'erw�nscht' ist, dann versuche
ich auch nicht an dreckigen Reitklamotten oder in ausgelatschten Schuhen
Eintritt zu erlangen. Werde ich dann abgewiesen kann ich nat�rlich
"diskriminierende Kakschei�e" schreien und mich l�cherlich machen.
> Ich habe mind. 20 Jahre Szeneerfahrung und stand selber oft genug an der
> T�r. Erfahrung habe ich in diversen St�dten im In- und Ausland gesammelt.
>
> Ganz pauschal kann ich berichten, dass grunds�tzlich nicht nach Herkunft
> sortiert wird, sondern nach Erfahrung.
Alles nur Einzelschicksale...
> Es werden auch genug Deutsche nicht reingelassen, bzw rausgeworfen, aber
> solche Kanditaten haben meist ihre eigenen Asischuppen und Treffpunkte
> und verirren sich selten in L�den mit T�rsteher.
Oder kommen n�chstes mal wieder, wenn sie nicht zu alkoholisiert sind,
keine 'falsche Kleidung' anhaben und nicht aggressiv auftreten...
> W�rend der geneigte B�rger mit Migrationshintergrund oder Ausl�nder mit
> dubioser Berufst�tigkeit da allerdings schon h�ufiger mal die
> Herausforderung sucht.
Wir sollten uns daran gew�hnen, da� manche Menschen, die hier geboren sind
aber sehr 'eigene' Vorstellung vom Umgang mit ihren Mitmenschen allgemein
oder den speziell Geschlechtern haben.
W�re ich in einem Elternhaus aufgewachsen und sozialisiert worden, in dem
ich alles, meine Schwestern deutlich weniger gelten, in dem Papa den
vorehelichen Verlust der Jungfr�ulichkeit der T�chter als Schande der
Familie ansieht, dann ben�hme ich vielleicht auch 'seltsam'. Wenn dazu
vielleicht noch komische Vorstellungen von 'Ehre' gelten, die gewaltsam zu
verteidigen seien, ergibt das schnell ein gewisses Konfliktpotential.
Gl�cklicherweise schleifen sich derartige Vorstellungen im Laufe der Zeit
immer weiter ab. Aber egal in welchem Teil der Gesellschaft: Idioten gibt
es �berall.
> Solche F�lle werden halt selektiv eher wahrgenommen.
Wer an der T�r abgewiesen, kann es sich sehr einfach machen und sich auf
"nur weil ich $Eigenschaft bin" zur�ckziehen. Egal ob die Eigenschaft nun
Ausl�nder, Linksh�ndigkeit, dunkle Hautfarbe, Tr�ger unpassender Kleidung
oder oder oder.
Ja, es gibt L�den, bei denen die Hautfarbe entscheidet. Dann sieht es
ziemlich deutlich nach Rassismus aus. Wie sieht es aus, wenn an einem Abend
eine gewisse 'Ausl�nderquote' erreicht ist? Die Leitung hat vielleicht die
Erfahrung gemacht, da� ab einer gewissen Quote die Stimmung kippt und das
vermeiden m�chte? Auch Rassismus?
Und wenn der friedlich-freundliche alkoholisiert-aggressiv Hooligen Einla�
begehrt und drau�en bleibt? Auch Rassismus?
> Jene sind auch meist Ausl�ser der heftigen Schl�gereien, mit Stahlrohr
> und Messerstechereien und dem spontanen rotf�rben diverser Klos im
> Untergeschoss.
Ich verstehe auch nicht, warum manche Menschen f�r einen Discobesuch ein
Klappmesser bei sich f�hren m�ssen. Oder S�bel und Baseballkeule im
Kofferraum des Autos haben. Gut, ich hab auch 'ne Reitgerte und manchmal
andere Reitsachen im Auto, aber wer spielt schon Baseball oder ist
Schwertk�mpfer?
F�r Kai, kein H�sensagen, denn ich war Augenzeuge eines solchen Angriffs
mit diesen Waffen und auch, wie ihn die Sicherheitskr�fte abgewehrten.
Und ja, ich hab auch was von dem Tr�nengas/Pfefferspray abbekommen und
konnte dann die n�chste Stunde nicht mehr fahren...
> Zumindest wurde ich noch nie als Zeuge geladen, in denen Deutsche die
> Beschuldigten waren.
Ich hab schon den einen oder anderen Anh�rungsbogen zugeschickt bekommen...
> Auch wird man eher keinen Deutschen finden, der in eine Teestube latscht
> und Mohamed beleidigt,
Dumm genug sind daf�r schon einige. Aber sie haben Angst, dann gleich auf
die Fresse zu bekommen :-)
> wie im umgekehrten Fall der junge Araber, der am 1. Weihnachtstag meinte,
> die Anwesenden G�ste, Weihnachten und Jesus beleidigen zu m�ssen.
Jungm�nnliches Imponiergehabe vermutlich. Sowas passiert aber auch
Deutschen. Ich wurde unl�ngst Augenzeuge, als ein Dummbatz der 200kg-Klasse
in der Disco Spr�che wie "Frei, Sozial und National" skandierte. Er gab
dann Ruhe, als ihm jemand um die Ohren haute, da� er eine Schande sei, weil
er weder hart wir Kruppstahl, z�h wie Leder und schon �berhaupt nicht flink
wie ein Windhund sei. Er zog dann auch ganz schnell ab... :-)
> Besucht man allerdings die Clemensstrasse, wird man recht h�ufig Zeuge,
> wie Deutsche abgewiesen werden. Liegt aber wohl eher an der Wohngegend.
Was ist denn da? Ich kenne die Gegend noch aus (zahrzehntealten)
Erz�hlungen, da� dort L�becks 'Rotlicht' w�re.
> Desweiteren fangen sich Deutsche eher ein Schichtverbot oder einen
> einmaligen Rauswurf ein, da sie im Suff einfach nur zu Dumm waren. Das
> n�chste Mal stehen sie aber unter Beobachtung.
Du machst mich neugierig, was da f�r L�den sind. Magst Du berichten oder
mu� ich selbst hingehen? :-)
> Das andere Klientel zerst�rt Inventar oder Schl�gt sich.
Mu� ich nicht haben. Gibt nur �rger...
> Und ich kenne so gut wie jeden "freiberuflichen" T�rsteher der Stadt,
> sowie diverse der "Securities"/Angles/Devils.
>
> Letztere handhaben das bei ihren Parties recht pragmatisch. Wer Scheisse
> baut, bekommt aufs Maul.
"Wer negativ auff�llt, wird des Ladens verwiesen" w�re mir die angenehmere
Alternative. Gewalt sollte die Ultima Ratio sein und bleiben.
> Ausserdem war ich jahrelang Mitveranstalter diverser Parties und habe
> dort so einiges an der T�r erlebt.
>
> Aber das wird dem Bojens wohl nicht gen�gen, da keine wissenschaftliche
> Abhandlung existiert.
Gut m�glich :-)
Nik