Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Lübeck in Dunkeln?

8 views
Skip to first unread message

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 28, 2012, 10:30:40 AM12/28/12
to
Hallo,

so dramatisch, wie es HL-Live.de in einem Artikel[1] schildert, habe ich es
nicht erlebt, aber mir ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch
aufgefallen, daß die zum Beispiel die Possehlstraße zwischen Lachswehrallee
und Holstentorplatz ohne Straßenbeleuchtung war.

Fand ich eigentlich nicht schlecht, manche Straßen mit wenig Verkehr sind
nachts sehr hell beleuchtet und mit weniger Licht sollte es auch gehen.

Also Autofahrer habe ich fast immer Abblendlicht an, Radfahrer brauchen
auch nicht unbeleuchtet zu fahren -- falls sie es doch machen, möchten sie
wohl ihren Organspendeausweis auf Funktion testen :-).

Ich frage mich auch, ob die Malmöstraße nachts so hell erleuchtet sein muß,
wie sie es ist...

Nik

1.) http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=81228

Lukas Schmidt

unread,
Dec 28, 2012, 3:56:35 PM12/28/12
to
> Fand ich eigentlich nicht schlecht, manche Straßen mit wenig Verkehr sind
> nachts sehr hell beleuchtet und mit weniger Licht sollte es auch gehen.

Auf der einen Seite die Kosten, auf der anderen Seite die Leute, die sich
abends dann nicht mehr auf die Straße trauen. Aber mir als Mann ist das
eigentlich recht banane ;-)

Lukas

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 28, 2012, 7:53:17 PM12/28/12
to
Am Fri, 28 Dec 2012 21:56:35 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Auf der einen Seite die Kosten, auf der anderen Seite die Leute, die sich
> abends dann nicht mehr auf die Straße trauen. Aber mir als Mann ist das
> eigentlich recht banane ;-)

Stehst Du nachts in der Malmöstraße unter der Laterne? Das ist 'ne
Durchfahrtsstraße / Industriegebiet. Da reicht nachts auch
Sparbeleuchtung...

Nik
Message has been deleted

Thomas Hochstein

unread,
Dec 29, 2012, 3:45:01 AM12/29/12
to
Kai Bojens schrieb:

> "Lukas Schmidt" <webm...@luckyplace.de> wrote:
>> Auf der einen Seite die Kosten, auf der anderen Seite die Leute, die sich
>> abends dann nicht mehr auf die Straße trauen.
>
> Genau. 24/7-Flutlicht auf allen öffentlichen Straßen.

Das ist auch für die Überwachungskameras besser.

Lukas Schmidt

unread,
Dec 29, 2012, 8:45:23 AM12/29/12
to
Kai Bojens meißelte am 29.12.2012 05:19:

>> Auf der einen Seite die Kosten, auf der anderen Seite die Leute, die sich
>> abends dann nicht mehr auf die Straße trauen.
>
> Genau. 24/7-Flutlicht auf allen öffentlichen Straßen.

Was auch immer Du genommen hast, war nicht gut.

--
Lukas

Von meinem echten PC gesendet
Message has been deleted

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 29, 2012, 3:26:24 PM12/29/12
to
Du bist ja Oldschool.

Moderne Kameras haben Restlichtverstärker und kommen mit sehr wenig Licht
aus.

Selbst preiswerte Web-Cams haben einen IR-Modus bzw. schalten bei Bedarf
IR-Dioden zu, so daß dann auch nachts bzw. bei 'Dunkelheit' sehr gute
Aufnahmen möglich sind. Mit einer Axis 215 überwachte ich einst einen
Pferdestall und war erstaunt, wie gut die Bilder auch bei schlechtem Licht
noch sind...

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 29, 2012, 3:28:31 PM12/29/12
to
Am 29 Dec 2012 04:19:35 GMT schrieb Kai Bojens:

> "Lukas Schmidt" <webm...@luckyplace.de> wrote:
>
>> Auf der einen Seite die Kosten, auf der anderen Seite die Leute, die sich
>> abends dann nicht mehr auf die Stra�e trauen.
>
> Genau. 24/7-Flutlicht auf allen �ffentlichen Stra�en.

An besonderen Gefahrenpunkten, zum Beispiel dem Fu�g�nger�berweg mit
Zebrastreifen in der Possehlstra�e, halte ich eine punktuelle Beleuchtung
f�r sinnvoll.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 29, 2012, 3:29:23 PM12/29/12
to
Am Sat, 29 Dec 2012 14:45:23 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

>> Genau. 24/7-Flutlicht auf allen �ffentlichen Stra�en.
>
> Was auch immer Du genommen hast, war nicht gut.

Kai litt offenbar unter einer �berdosis Ironie :-)

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 29, 2012, 3:56:12 PM12/29/12
to
Am Sat, 29 Dec 2012 20:08:09 +0100 schrieb Kai:

> Der HL-Live Artikel und die -- wie üblich -- dümmlichen Kommentare
> darunter zeigen in meinen Augen sehr schön, wie Kommunalpolitik im
> Kleinen leider abläuft.

Vor allem zeigt er, wie seriös und sachlich berichtet und kommentiert wird.

> Allerorten wird sich über jeden Steuercent beschwert, der überwiesen
> werden muss, auf der anderen Seite soll der Staat aber bitte die
> Rundumversorgung sicherstellen und natürlich überall anders nur nicht
^^^^^^^^^^^^^^^^
> dort kürzen wo man wohnt, lebt oder arbeitet.

Du bringst es auf den Punkt. Der im Artikel geschilderte Radfahrer, der im
Dunkeln mit dem Rad auf einem FUSSweg unterwegs war, und auf unbekannten
Wegen nicht ausreichend Licht dabei hatte, um zu sehen, wohin er fährt,
überzeugt durch eigene Blödheit.

> Die Steuern auf Benzin sollen selbstverständlich gekürzt werden, aber die
> Steuerausfälle dürfen natürlich nirgendwo zu Kürzungen führen.

Naja, es gäbe genügend Vorhaben, bei denen man kürzen oder ganz komplett
streichen könnte. Das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes nennt jedes Jahr
'schöne' Verschwendungen...

> Ähnliches gilt auch für beliebige Bauvorhaben. Jeder meint, einen
> Rechtsanspruch auf einen Autobahnanschluss in der Nähe zu haben, gründet
> aber sofort fünf Bürgerinitiativen, wenn eine Straße in Nähe seines
> Hauses verlaufen soll. (Ersetze Straße durch: Flughafen, Stromnetze,
> Hafen usw.)

Nun ja... Wasch mich, aber mach mich bloß nicht naß dabei...

> Im übrigen bin ich ohnehin ein Gegner der Lichtverschmutzung, die uns in
> weiten Teilen Europas ein beobachten des Nachthimmels faktisch unmöglich
> macht.

Da sagste was... Als seinerzeit Hale-Bobb zu sehen war, war ich mit der
berühmten Nik-seine-Nachbarin oft nachts auf dem Pariner Berg, um den
Kometen anzusehen. Dort war der Nachthimmel viel dunkler und die Sicht auf
den Himmel viel besser als in Lübeck.

Nik

Lukas Schmidt

unread,
Dec 29, 2012, 6:20:29 PM12/29/12
to
Kai meißelte am 29.12.2012 20:08:

> Der HL-Live Artikel und die — wie üblich — dümmlichen Kommentare
> darunter zeigen in meinen Augen sehr schön, wie Kommunalpolitik im
> Kleinen leider abläuft. Allerorten wird sich über jeden Steuercent
> beschwert, der überwiesen werden muss, auf der anderen Seite soll der
> Staat aber bitte die Rundumversorgung sicherstellen und natürlich
> überall anders nur nicht dort kürzen wo man wohnt, lebt oder arbeitet.
> Die Steuern auf Benzin sollen selbstverständlich gekürzt werden, aber
> die Steuerausfälle dürfen natürlich nirgendwo zu Kürzungen führen.
>
> Ähnliches gilt auch für beliebige Bauvorhaben. Jeder meint, einen
> Rechtsanspruch auf einen Autobahnanschluss in der Nähe zu haben, gründet
> aber sofort fünf Bürgerinitiativen, wenn eine Straße in Nähe seines
> Hauses verlaufen soll. (Ersetze Straße durch: Flughafen, Stromnetze,
> Hafen usw.)

Full ACK.

> Im übrigen bin ich ohnehin ein Gegner der Lichtverschmutzung, die uns in
> weiten Teilen Europas ein beobachten des Nachthimmels faktisch unmöglich
> macht.

Wohl wahr. Wir waren kürzlich in der Zone und haben dort mal nachts nach
oben geschaut. Außerhalb der zwanzigspurigen Aufbau-Ost-Straßen mit
Flutbelichtung konnte man wirklich mehr Außerirdisches sehen als von
hier im Garten aus.

Kai

unread,
Dec 30, 2012, 6:39:51 AM12/30/12
to
Am 29.12.12 21:56, schrieb Nikolaus Bernhardt:

> Naja, es gäbe genügend Vorhaben, bei denen man kürzen oder ganz komplett
> streichen könnte. Das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes nennt jedes Jahr
> 'schöne' Verschwendungen...

Den Steuerzahlerbund kann ich nicht im Ansatz ernst nehmen. Eine
Lobbygruppe der Steuerberater und Unternehmen, sie sich den seriösen
Anstrich basisdemokratischer Ehrlichkeit gibt, geht mir am Hintern
meilenweit vorbei.
--
Usenet ist das, was wir draus machen.
Message has been deleted

Mike Grantz

unread,
Dec 30, 2012, 8:18:25 AM12/30/12
to
On 29.12.2012 20:08, Kai wrote:

> Der HL-Live Artikel und die — wie üblich — dümmlichen Kommentare
> darunter zeigen in meinen Augen sehr schön, wie Kommunalpolitik im
> Kleinen leider abläuft.

Der grösste Witz ist HL-Live selber, die mit hanebüchenen Begründungen
Kommentare zensieren.

Zum Helikopterabsturz z. B. habe ich ein paar sachliche _Korrekturen_
beigetragen.

Kurz zusammengefasst:

Notruf?, Mindestflughöhe bei gutem und schlechtem Wetter LuftVO § 6 Abs.
1 S. 2, physikalische Eigenschaften eines Helikopters, Zeit bis zum
Aufschlag, zerbrochener Heckrotor, geöffnete Türen und Insassen
ausserhalb der Kabine, usw.

Natürlich in einem korrektem Text.

Abschliessend noch die Seenotrufnummer via Festnetz 0049 421 53 68 70.

Am besten sind die Begründungen, warum sachliche Kommentare nicht
geschaltet werden: Ein Realname fehlt. Anonyme Kommentare sind nicht
zugelassen.

Lustigerweise gibts es dann bei den Beiträgen _ausschliesslich_
Kommentare von:

hl-live Leser
Höde
Hmmmmmm
torben (der die NSU verleugnet)
Syffax
Menschenfreund
Frank N. Stien
Anonymus
Kein Verständnis
Der Bergedorfer
AK
Anton
Bernd
Hardy
Frank D.
Ali
usw usw usw usw usw

Beim raussuchen der "Realnames auf HL-Live" bin ich auf genau 2 mögliche
Realnames gestossen, wobei einer davon zweifelhaft ist.

Dann verlor ich die Lust am Suchen.

Das ist ein Saftladen und ich frag mich, wie sie legal an Informationen
zu gewissen Vorfällen gelangen, um mitten in der Nacht zeitnah Fotos
schiessen zu können.

Bleibt nur noch der Unterhaltungswert gewisser Kommentare und ganz ganz
ganz ganz ganz ganz selten interessante Insiderinfos.

HL-Live neigt dazu gewisse Läden mit Namen zu nennen, wärend sie andere
nur mit "Lokal in der Innenstadt" beschreiben. Um ein Bsp. zu nennen.

Wenn der Author über eine Lokalität berichtet, die er missachtet, wird
der Name genannt. Fand die Straftat in einer seiner bevorzugten Discos
statt, wird der Name nicht erwähnt.

Diesen Eindruck erhalte ich permanent bei dieser Yellowpress.

Früher oder später erfährt man ja sowieso, was wo wie warum geschehen ist.

Wobei ich der Idee einer lokalen unabhängigen Presse definitiv nicht
abgeneigt bin. Leider wird es nicht umgesetzt.

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 30, 2012, 8:34:44 AM12/30/12
to
Am Sun, 30 Dec 2012 12:39:51 +0100 schrieb Kai:

> Den Steuerzahlerbund kann ich nicht im Ansatz ernst nehmen. Eine
> Lobbygruppe der Steuerberater und Unternehmen, sie sich den seriösen
> Anstrich basisdemokratischer Ehrlichkeit gibt, geht mir am Hintern
> meilenweit vorbei.

Natürlich kann man die Botschaft ignorieren, weil einem die Nase des Boten
nicht gefällt.

Natürlich kann man den Steuerzahlerbund als Lobbygruppe der Steuerberater
abkanzeln.

Natürlich kann man auch die Hinweise, wo der Staat unsinnig viel Geld
raushaut oder Geld für Unsinniges raushaut komplett ignorieren.

Ob das immer schlau ist, Hinweise zu ignorieren, ist eine andere Sache.
Dann erhöht man eben die Steuer oder streicht woanders.

Immer wenn $VIEL_GELD bewegt wird, gibt es auch Fehlentscheidungen, die
manchmal (sehr) teuer werden. In jeder anständig geführten Firma gibt es
dafür ein Vorschlags- und Verbesserungswesen. Versickert beim Staat hier
oder da mal 'ne Million oder Milliarde, dann hat das eben so zu sein?

Nik
Message has been deleted

Mike Grantz

unread,
Dec 30, 2012, 9:29:56 AM12/30/12
to
On 30.12.2012 14:57, Kai Bojens wrote:

> Der Staat ist kein Unternehmen, sondern Ausdruck gesellschaftlichen
> Willens. Und das kann im Einzelfall auch Verlust und deutlich unprofitables
> Handeln bedeuten, wenn das Ziel überwiegt. Das ist der Preis der
> Demokratie. Deutlich wird das übrigens, wenn der „Steuerzahlerbund” gerade
> bei diesen Demokratiekosten kürzen will.

In deiner kleinen abgeschotteten Welt mag sich das wahrlich alles sehr
gut anhören. Aber zieh dich bitte warm an, wenn du in die Realität
hinausschreitest.

Wie fasste es vor kurzem eine duetschlandweit bekannte Zeitung zusammen?

"Nordtangente, Obertrave, Vorrader Straße, Sozialgericht"

Und die Rathausposse bleibt da sogar noch unerwähnt.

Du bist bestimmt eifrig und fleissig was das theoretische Lernen angeht,
aber als Politiker kann und darf ich dich nicht ernst nehmen.

Lukas Schmidt

unread,
Dec 30, 2012, 9:30:15 AM12/30/12
to
Kai Bojens meißelte am 30.12.2012 14:57:
> Der Staat ist kein Unternehmen, sondern Ausdruck gesellschaftlichen
> Willens. Und das kann im Einzelfall auch Verlust und deutlich unprofitables
> Handeln bedeuten, wenn das Ziel überwiegt. Das ist der Preis der
> Demokratie. Deutlich wird das übrigens, wenn der „Steuerzahlerbund” gerade
> bei diesen Demokratiekosten kürzen will.

Natürlich ist der Steuerzahlerbund unter anderem lobbyistisch. Aber er
erfüllt mit seinem Schwarzbuch auch eine wichtige Aufgabe: Er schaut
denen auf die Finger, die das Geld ausgeben. In der Auflistung sind
vielleicht nicht nur besonders auffällige Beispiele drin, oder welche,
denen jeder zustimmen würde. Aber es gibt auch gute Beispiele, bei denen
wirklich Geld verschwendet wurde. Man denke z.B. an die Brücke an der
Obertrave.

Vielleicht muss nicht jede Forderung des Steuerzahlerbundes umgesetzt
werden, aber in der Summe überwiegen wohl die positiven Effekte des
Schwarzbuches.

Lukas Schmidt

unread,
Dec 30, 2012, 9:31:02 AM12/30/12
to

Lukas Schmidt

unread,
Dec 30, 2012, 9:53:12 AM12/30/12
to
Mike Grantz meißelte am 30.12.2012 15:29:

> Wie fasste es vor kurzem eine duetschlandweit bekannte Zeitung zusammen?
>
> "Nordtangente, Obertrave, Vorrader Straße, Sozialgericht"

Sprichst Du vom Artikel "Lübeck und die Verschwendung von Steuergeldern"
der Süddeutschen vom 17. Mai 2010, 21:17? Den finde ich furchtbar
geschrieben, keinesfalls objektiv und absolut nicht sachlich. Der
Schreiberling scheint zu verkennen, dass bei großen Projekten oft
Mehraufwand anfällt, um den man sich kümmern muss, und nicht genug
recherchiert zu haben, um z.B. über den Bau der Eric-Warburg-Brücke ein
neutrales Urteil fällen zu können. Jedenfalls erwähnt er in keinem Wort
die Klage eines nicht beteiligten Bauunternehmens, das sich vom
Nichtgewinnen der Ausschreibung gebauchpinselt fühlte; gerichtlich wurde
dann aber erkannt, dass die Ausschreibung korrekt ablief.

Näheres auf [0], [1] und [2].

--
Lukas

Von meinem echten PC gesendet
[0]: http://www.stadtzeitung.luebeck.de/suche/artikel/id/21451
[1]: http://www.stadtzeitung.luebeck.de/suche/artikel/id/21472
[2]: http://www.stadtzeitung.luebeck.de/suche/artikel/id/21499

Kai

unread,
Dec 30, 2012, 9:54:44 AM12/30/12
to
Am 30.12.12 15:30, schrieb Lukas Schmidt:
> Aber es gibt auch gute Beispiele, bei denen wirklich Geld
> verschwendet wurde. Man denke z.B. an die Brücke an der
> Obertrave.

Ja, warum? Ich sehe da keine Geldverschwendung. Dürfte ich an dieser
Stelle auch einmal das objektive Kriterium erfahren, wie
„Geldverschwendung” definiert ist? Projekte, die Dir nicht gefallen?
Projekte, die HL-Live und seinem Publikum nicht gefallen? Projekte, die
den LN und ihren Redakteuren nicht gefallen? Projekte, die…?

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 30, 2012, 11:35:50 AM12/30/12
to
Am 30 Dec 2012 13:57:39 GMT schrieb Kai Bojens:

>> Versickert beim Staat hier oder da mal 'ne Million oder Milliarde, dann
>> hat das eben so zu sein?
>
> Der Staat ist kein Unternehmen, sondern Ausdruck gesellschaftlichen
> Willens.

Auch denn Du grad einen Allgemeinplatz aufw�rmst, aber so isses.

> Und das kann im Einzelfall auch Verlust und deutlich unprofitables
> Handeln bedeuten, wenn das Ziel �berwiegt.

Ja. Wenn man sich als Staat und Gesellschaft �berlegt, bestimmte (hoch)
defizit�re Infrastruktur haben zu wollen, weil es eben andere Vorteile
bringt, dann ist das einsichtig, richtig und wichtig. Ohne diesen Ansatz
g�be es keine Schulen, Universit�ten und und und

Geht es allerdings darum, da� der Kreisel an einer Autobahnausfahrt /zugang
zu einem Gewerbegebiet so mickrig geplant wird, da� er f�r LKW nicht
befahrbar ist und kurz nach Inbetriebnahme abgerissen und gr��er gebaut
werden mu�, dann ist das h�chst �rgerlich.

Wenn der Staat eine Lkw-Maut einf�hren will und dazu ein Konsortium
beauftrag, vertraglich festgelegte Dinge zu machen, das Konsortium das
nicht (vollst�ndig oder fristgerecht) hinbekommt und deswegen
Schadensersatz bzw. Vertragsstrafen f�llig sind, der Bund dann den
Betreibern mal eben 2,5 Milliarden erlassen will[1], dann ist das schon
SEHR �rgerlich.

Wenn der Staat eine Br�cke baut, die (in absehbarer) Zeit nicht ben�tigt
wird, bis zur Inbetriebnahme aber trotzdem Unterhaltung kostet, dann ist
das ebenfalls sehr �rgerlich. Der Volksmund mag dann �ber "Soda-Br�cken"[2]
spotten, der Steuerzahler �rgert sich �ber die verplemperten Kosten.

> Das ist der Preis der Demokratie.

Wohl eher der Preis von Fehlplanung und Mi�wirtschaft.

Die Helden der Planung geben ja nicht das eigene Geld aus. Und sie wissen,
da� ihre Fehlplanung ohne pers�nliche Konsequenzen bleiben wird.

Erlaub Dir mal so einen Bock in einer Firma, ich bin sicher, Deine Tage
dort sind dann gez�hlt...

> Deutlich wird das �brigens, wenn der "Steuerzahlerbund" gerade bei diesen
> Demokratiekosten k�rzen will.

Kommt drauf an... Mu� der Bundestrag wirklich so viele Mitglieder haben?
K�nnte man die parlamentarische Vertretung nicht etwas einfacher gestalten?
Mu� der B�rger wirklich 2 Stimmen haben? Die Erststimmt kann (von wenigen
Ausnahmen abgesehen) eh nur an Vertreter von CDU/CSU und SPD gehen,
benachteiligt also kleine Parteien. Reicht das W�hlen einer Partei (und der
Kandidaten deren Liste) nicht auch aus? Das ersparte uns ein kompliziertes
Wahlrecht und den Schmuh mit sog. �berhangmandaten.

> Im �brigen kannst Du dem Steuerzahlerbund gerne zu F��en liegen.

Ich liege nicht dem Stauerzahlerbund zu F��en. Ich nehme dessen Schwarzbuch
zur Kenntnis und frage mich, wie man es h�tte besser machen k�nnen. Und
auch, ob die Politik bereit ist, die darin ger�u�erte Kritik anzunehmen.
Sieht derzeit nicht aus. Schade.

> Ich h�re lieber dem Steuerzahler zu.

Dann frag doch mal den Steuerzahler, ob er Bock hat, seine Verkohle
verplempert zu sehen.

Nik

1.)
http://www.fr-online.de/wirtschaft/scheiss-seo-immer,1472780,21050926.html

2.) http://de.wikipedia.org/wiki/Soda-Br%C3%BCcke

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 30, 2012, 11:45:32 AM12/30/12
to
Am Sun, 30 Dec 2012 15:54:44 +0100 schrieb Kai:

> Dürfte ich an dieser Stelle auch einmal das objektive Kriterium erfahren,
> wie "Geldverschwendung" definiert ist?

Wie wäre es mit Beschaffung von nutzlosen Dingen? Zum Beispiel Brücken, die
keine Funktion haben?

Oder Nichtgeltendmachungen von Vertragsstrafen wie zum Beispiel bei
Toll-Collect?

> Projekte, die Dir nicht gefallen?

Gefällt Dir Steuerverschwendung?

Nik
Message has been deleted
Message has been deleted

Lukas Schmidt

unread,
Dec 30, 2012, 12:55:21 PM12/30/12
to
Kai meißelte am 30.12.2012 15:54:
>> Aber es gibt auch gute Beispiele, bei denen wirklich Geld
>> verschwendet wurde. Man denke z.B. an die Brücke an der
>> Obertrave.
>
> Ja, warum? Ich sehe da keine Geldverschwendung. Dürfte ich an dieser
> Stelle auch einmal das objektive Kriterium erfahren, wie
> „Geldverschwendung” definiert ist?

Diese Brücke an der Obertrave sehe ich persönlich als überflüssig an,
weil in Sichtweite schon eine Brücke steht, also eigentlich kaum Bedarf
für die neue Brücke existiert.

Ich hatte es explizit als Beispiele angeführt, um keine formalen
Kriterien angeben zu müssen -- das wäre nämlich unglaublich schwierig,
ohne von Menschen mit politischer Korrekheit dafür Senge einzustecken ;-)

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 30, 2012, 12:55:38 PM12/30/12
to
Am Sun, 30 Dec 2012 17:55:55 +0100 schrieb Kai:

> Ich habe Dich in der Kommunalpolitik nicht ein einziges Mal
> irgendwo wahrgenommen wenn es um Planungsprozesse ging, die man zu dem
> Zeitpunkt noch beeinflussen konnte.

Geschickterweise hast Du meine Meinung in Sachen "Lübeck braucht unbedingt
diesen Flughafen, auch wenn er nur Geld kostet" unter den Tisch fallen
lassen. Ich habe mich öffentlich gegen den Flughafen ausgesprochen.
Dummerweise waren die Abstimmungsergebnisse dann so, daß wir jetzt das
Problem immer noch haben.

> Du bist ganz groß darin, im nachhinein natürlich schon vorher alles
> gewusst zu haben, ohne das natürlich vorher zu sagen.

Siehe oben.

>> Erlaub Dir mal so einen Bock in einer Firma, ich bin sicher, Deine Tage
>> dort sind dann gezählt...
>
> Aha. Vielleicht wirfst Du mal einen Blick in Unternehmen und deren
> Planungsfehler. Die tauchen dort exakt genauso auf. Nur werden die
> natürlich nicht prominent vom Bund der Steuerhzahler aufgelistet.

Ich arbeite ja nicht erst seit gestern. Ich habe in vielen Unternehmen
Planungsfehler gesehen. Und auch, wie dann die Verantwortlichen die
Unternehmen verlassen mußten, ob es externe Dienstleister waren, die
ausgetauscht wurden oder aber Köpfe, die das Unternehmen dann 'freiwillig'
verließen.

>> Kommt drauf an... Muß der Bundestrag wirklich so viele Mitglieder haben?
>> Könnte man die parlamentarische Vertretung nicht etwas einfacher gestalten?
>> Muß der Bürger wirklich 2 Stimmen haben?
>
> Ja, denn nur dadurch kann es repräsentatives Abbild der Gesellschaft im
> Bundestag geben.

Haben wir jetzt ein repräsentatives Abbild der Geschellschaft im Bundestag?
Wie stark sind Beamten oder Juristen vertreten?

Nik
Message has been deleted
Message has been deleted

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 30, 2012, 1:06:50 PM12/30/12
to
Am Sun, 30 Dec 2012 17:57:49 +0100 schrieb Kai:

> Am 30.12.12 17:45, schrieb Nikolaus Bernhardt:
>
>> Wie w�re es mit Beschaffung von nutzlosen Dingen? Zum Beispiel Br�cken, die
>> keine Funktion haben?
>
> Dein Fehler ist, dass Du aus einzelnen Planungsfehlern

Nat�rlich sind es immer nur "einzelne Planungsfehler", wenn Br�cken gebaut
werden, undurchsichtige Vertr�ge geschlossen werden (Toll-Collect), wenn
Milliarden-Zahlungen vefallen (auch Toll-Collect), wenn Opernh�user genaut
werden, die keiner braucht und die zudem immer teurer werden, wenn
Flugh�fen teurer und immer teurer werden und man sich fragt, ob der jemals
fertig sein wird...

Alles nur Einzelf�lle :-)

> ein allgemeines Staatsversagen ableiten willst und hier beliebige
> Beispiele aufbl�st.

So beliebig fand ich die Beispiele nicht.

Ach so, S21 haben wir vergessen...

> Nur wer nichts macht, macht keine Fehler.

Wir reden hier nicht vom Kleingartenverein in Hinterposemuckelsdorf, der zu
doof war, einen neuen Gartenzwerg richtig aufzustellen und deswegen ein
paar Euro extra raushaun mu�, weil der erste kaputtging.

Wir reden hier vom Staat, da erwarte ich schon ein intelligenteres
Vorgehen. Erst recht, wenn es um (prestigetr�chtige) Gro�projekte geht.

Nik

Lukas Schmidt

unread,
Dec 30, 2012, 1:13:37 PM12/30/12
to
Kai meißelte am 30.12.2012 19:05:

> Letztlich befindet darüber der Wähler bei der Wahl und der Bürger im
> Planungsprozess. Nur: an beidem muss man sich auch beteiligen.

Und ich dachte immer, man bekommt das für sein Steuergeld geliefert.

Lukas Schmidt

unread,
Dec 30, 2012, 1:14:21 PM12/30/12
to
Kai meißelte am 30.12.2012 19:06:
>> Haben wir jetzt ein repräsentatives Abbild der Geschellschaft im Bundestag?
>> Wie stark sind Beamten oder Juristen vertreten?
>
> Die Repräsentativität besteht nicht aus den Berufsgruppen der MdB.

Weil die MdB nur ihrem Gewissen verpflichtet sind?
Message has been deleted
Message has been deleted

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 30, 2012, 2:24:46 PM12/30/12
to
Am Sun, 30 Dec 2012 17:57:49 +0100 schrieb Kai:

Kurze �berarbeitung, da fehlte was...

> Am 30.12.12 17:45, schrieb Nikolaus Bernhardt:
>
>> Wie w�re es mit Beschaffung von nutzlosen Dingen? Zum Beispiel Br�cken, die
>> keine Funktion haben?
>
> Dein Fehler ist, dass Du aus einzelnen Planungsfehlern

Nat�rlich sind es immer nur "einzelne Planungsfehler", wenn ungenutzte oder
unbenutzbare Br�cken gebaut werden, undurchsichtige Vertr�ge geschlossen
Message has been deleted

Lukas Schmidt

unread,
Dec 30, 2012, 5:21:16 PM12/30/12
to
Kai meißelte am 30.12.2012 19:58:
>> Und ich dachte immer, man bekommt das für sein Steuergeld geliefert.
>
> Demokratie ist kein Zuschauersport.

Achso, sind wir hier nicht beim DSF?
Message has been deleted

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 30, 2012, 7:35:02 PM12/30/12
to
Am 30 Dec 2012 19:57:20 GMT schrieb Kai Bojens:

>> Ich habe mich öffentlich gegen den Flughafen ausgesprochen.
>
> Respekt! Du hast öffentlich Wahlkampf betrieben, Dich an die Straße
> gestellt, mit Menschen über das Thema gesprochen und Dich dafür engagiert?

Ich habe im privaten Kreis viele Gespräche geführt und versucht Menschen,
die zunächst für den Flughagen ("Ist doch eine tolle Sache") waren, davon
zu überzeugen, was es bedeutet, einen Flughafen zu haben, sonders, wenn er
(auf absehbare Zeit) rote Zahlen schreiben wird.

Das ist mir in einigen Fällen auch gelungen.

>> Dummerweise waren die Abstimmungsergebnisse dann so, daß wir jetzt das
>> Problem immer noch haben.
>
> Ach so. Kann denn etwas Verschwendung sein, was in einer demokratischen
> Wahl vom Bürger akzeptiert wurde?

Es hab immer wieder Berichte, die suggerierte, daß es mit dem Flughafen nun
aber wirklich bald aufwärts ginge. Also wenn nicht dieses Jahr, dann aber
garantiert nächstes Jahr. Und die Base von Ryan-Air kommt. Ganz bestimmt.
Dann werden GANZ viele Ziele von Lübeck aus angeflogen... und ihr könnt
allo GANZ billig nach $Sonstwohin fligen.

Erinnerte (nicht nur) mich die Durchhalteparolen aus dem
Führerhauptquartier, daß die Wunderwaffen nun wirklich jede Woche kommen
und der Krieg dann doch noch gewonnen werden könne.

Erstaunlich, wie solche alten Tricks aus Mottenkiste der Volksverarschung
immer wieder Dummköpfe finden, die darauf hereinfallen (wollen).

Vielleicht ist die Erkenntnis, daß der Flughafen in den letzten Jahren VIEL
Geld gekostet hat und daß ein Festhalten am Flughafen den Lübecker
Steuerzahler auch in Zukunft VIEL Geld kosten wird, auch eher unangenehm?

Interessanterweise war der Jahresabschluß des Flughafens erst kurz NACH der
Abstimmung fertig, sonst hätte soch jeder Befürworter ausrechnen können,
daß ihn seine JA-Stimme knappe 500 Euro[1] gekostet hat.

Wenn man die Menschen fragt, ob sie was haben wollen, sind sie fast alle
dafür, was kost' die Welt. Hätte man im gleichen Atemzug ehrlich gesagt,
was die Konsequenzen der Abstimmung sind, hätten viele Abstimmer mal
überlegt.

Nik

1.) Betrag aus der Erinnerung, kam aber glaube ich einigermaßen hin...
Message has been deleted

Lukas Schmidt

unread,
Dec 31, 2012, 4:15:15 AM12/31/12
to
Kai Bojens meißelte am 31.12.2012 08:49:
>> Erstaunlich, wie solche alten Tricks aus Mottenkiste der Volksverarschung
>> immer wieder Dummköpfe finden, die darauf hereinfallen (wollen).
>
> Dein Demokratieverständnis ist wirklich verachtenswert: wer nicht Deiner
> Meinung ist und anders abstimmt, kann nur ein dummer Mensch sein.

Ich glaube, das hast Du missverstanden. Nik meinte wohl eher die
Meinungsbildung durch Weglassen negativer Informationen und Herbeisehnen
guter Ergebnisse, die es in der Vergangenheit schon nie gab.
Message has been deleted

Lukas Schmidt

unread,
Dec 31, 2012, 7:59:16 AM12/31/12
to
Kai Bojens meißelte am 31.12.2012 10:21:
>> Ich glaube, das hast Du missverstanden. Nik meinte wohl eher die
>> Meinungsbildung durch Weglassen negativer Informationen und Herbeisehnen
>> guter Ergebnisse, die es in der Vergangenheit schon nie gab.
>
> Ja, und? Davor haben die Gegner ausreichend gewarnt und informiert. Das hat
> die Mehrheit offenbar nicht gestört.

Dann sollte man der Mehrheit vielleicht solche Abstimmungen von
finanziell sehr großer Bedeutung nicht ermöglichen.
Message has been deleted

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 31, 2012, 8:35:53 AM12/31/12
to
Am Mon, 31 Dec 2012 10:15:15 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Ich glaube, das hast Du missverstanden.

Das hat er mißverstehen wollen.

Daß Kai zu dumm war, es richtig zu verstehen, schließe ich aus.

> Nik meinte wohl eher die Meinungsbildung durch Weglassen negativer
> Informationen und Herbeisehnen guter Ergebnisse, die es in der
> Vergangenheit schon nie gab.

Na klar.

Wenn Menschen wirklich GANZ klar ist, welche Konsequenzen ihre Entscheidung
hat und (auf lange Sicht) haben wird, entscheiden sie oftmals sehr
vernünftig.

Allerdings ist es auch sehr einfach Menschen zu manipulieren. Bekanntlich
bestehen Menschen nicht nur aus Verstand/Rationalität sondern zu einem
erheblichen Teil Gefühl/Irrationalität.

Gelingt es, den Menschen (überwiegend oder gar ganz) auf dir Ebene der
Irrationalität anzusprechen, dann kann man ihm den größten Mist verkaufen.
Dann glaubt er, beim Kauf unf Anzünden einer Zigarette den Geschmack von
Freiheit und Abenteuer zu spüren. In Wirklichkeit verbrennt er sein Geld,
stinkt aus dem Mund, verbreitet unangenehme Gerüche in seiner Umgebung und
setzt sich erheblichen Krankheitsrisiken aus.

Selbst wenn Menschen auf der sachlichen Ebene angesprochen werden wollen,
werden genügend Informationen auf der einen Seite weggelassen, kann man
Menschen sehr gut manipulieren.

Ich hatte meinen Gesprächspartnern, die für den Flughafen abstimmen
wollten, die Frage gestellt, ob sie dann für Erhöhungen von Steuern oder
Gebühren wären bzw. an welcher Stelle die Stadt dann bei Leistungen, die
ihnen zugute kommen, kürzen darf.

So ganz klar, daß ein Euro, der für den Erhalt des Flughafens ausgegeben
wurde, nicht mehr dazu dienen kann, das Schlagloch auf der Straße
heinzumachen, war es den meisten nicht.

Entscheiden heißt eben verzichten. Dann haben wir eben die nächsten
Jahr(zehnt)e einen defizitären Flughafen und behalten dafür die
Schlaglöcher in den Straßen...

Oh...

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Dec 31, 2012, 8:37:41 AM12/31/12
to
Am 31 Dec 2012 09:21:44 GMT schrieb Kai Bojens:

> Ja, und? Davor haben die Gegner ausreichend gewarnt und informiert. Das hat
> die Mehrheit offenbar nicht gestört.

Der Jahresbericht, aus dem die Höhe der Gewinne oder Verluste für das
Vorjahr abzulesen gewesen wären, kam -- Ein Schelm, wer Übles dabei denkt
-- kurz nach der Abstimmung.

Ja, gibt schon seltsame Zufälle...

Kann man dran glauben. Muß man aber nicht.

Nik

Lukas Schmidt

unread,
Dec 31, 2012, 9:01:45 AM12/31/12
to
Nikolaus Bernhardt meißelte am 31.12.2012 14:35:
>> Ich glaube, das hast Du missverstanden.
>
> Das hat er mißverstehen wollen.
>
> Daß Kai zu dumm war, es richtig zu verstehen, schließe ich aus.

Ich bin da ganz unvoreingenommen ;-)
Message has been deleted

Lukas Schmidt

unread,
Dec 31, 2012, 11:23:35 AM12/31/12
to
Kai Bojens meißelte am 31.12.2012 17:10:
> Ahja. Magst Du kurz erklären warum „Ist mir scheißegal wo sie das Geld
> hernehmen, Hauptsache ich kann billig in den Urlaub fliegen” keine legitime
> Meinung sein soll (auch wenn ich sie nicht teile)? Denen ist es im
> Zweifelsfall eben egal ob das Schwimmbad geschlossen wird.

Den meisten eben nicht -- wenn man ihnen zeigt, was dann passiert,
wechselt die Meinung recht schnell. Das ist bei mir im Bekanntenkreis
auch passiert, als ich begann, gegen den Flughafen zu missionieren.

>> Allerdings ist es auch sehr einfach Menschen zu manipulieren. Bekanntlich
>> bestehen Menschen nicht nur aus Verstand/Rationalität sondern zu einem
>> erheblichen Teil Gefühl/Irrationalität.
>
> Eben. Wer nicht Deiner Meinung ist, kann nur doof sein und wurde
> erfolgreich manipuliert.

Jetzt willst Du schon wieder nicht verstehen, dass wir hier über ein
Beispiel reden, das nicht beliebig verallgemeinerbar ist. Und den
Unterschied zwischen Gefühlen, ggf. sogar irrationalen, und Dummheit.

Thomas Hochstein

unread,
Dec 31, 2012, 4:23:58 AM12/31/12
to
Mike Grantz schrieb:

> Das ist ein Saftladen und ich frag mich, wie sie legal an Informationen
> zu gewissen Vorf�llen gelangen, um mitten in der Nacht zeitnah Fotos
> schiessen zu k�nnen.

Machen die das denn selbst? In der Regel werden solche "Einsatzbilder"
doch von Freiberuflern oder Agenturen geliefert, und wie die daran
kommen, ist meistens klar ...

Thomas Hochstein

unread,
Dec 31, 2012, 4:20:19 AM12/31/12
to
Nikolaus Bernhardt schrieb:

> Am Sat, 29 Dec 2012 09:45:01 +0100 schrieb Thomas Hochstein:
>> Kai Bojens schrieb:
>>> Genau. 24/7-Flutlicht auf allen �ffentlichen Stra�en.
>> Das ist auch f�r die �berwachungskameras besser.
>
> Du bist ja Oldschool.
>
> Moderne Kameras haben Restlichtverst�rker und kommen mit sehr wenig Licht
> aus.

Klar, aber mehr Licht ist besser, und die Kameres sind dann g�nstiger.

> Selbst preiswerte Web-Cams haben einen IR-Modus bzw. schalten bei Bedarf
> IR-Dioden zu, so da� dann auch nachts bzw. bei 'Dunkelheit' sehr gute
> Aufnahmen m�glich sind. Mit einer Axis 215 �berwachte ich einst einen
> Pferdestall und war erstaunt, wie gut die Bilder auch bei schlechtem Licht
> noch sind...

So gut, dass man darauf Personen oder gar Gesicht erkennen kann? Ich
zweifele. Viele �berwachungskameres erf�llen schon bei Tageslicht
ihren Zweck nicht wirklich.

-thh

Lukas Schmidt

unread,
Dec 31, 2012, 8:50:34 PM12/31/12
to
Thomas Hochstein meißelte am 31.12.2012 10:20:
>> Moderne Kameras haben Restlichtverstärker und kommen mit sehr wenig Licht
>> aus.
>
> Klar, aber mehr Licht ist besser, und die Kameres sind dann günstiger.

Ich bezweifle aber, dass die Gesamtrechnung aufgeht. Was das an
zusätzlichen Beleuchtungskosten über 30 Jahre einfährt...

> So gut, dass man darauf Personen oder gar Gesicht erkennen kann? Ich
> zweifele. Viele Überwachungskameres erfüllen schon bei Tageslicht
> ihren Zweck nicht wirklich.

Doch, denn sie dienen ja hauptsächlich der (vorgespielten) Beruhigung.

Lukas Schmidt

unread,
Dec 31, 2012, 8:55:43 PM12/31/12
to
Thomas Hochstein meißelte am 31.12.2012 10:23:
> Machen die das denn selbst? In der Regel werden solche "Einsatzbilder"
> doch von Freiberuflern oder Agenturen geliefert, und wie die daran
> kommen, ist meistens klar ...

Die meisten solchen Fotos kommen meiner Meinung nach von "VG", der auch
für eine Menge der Artikel dort verantwortlich zeichnet. Ich denke, dass
es sich dabei um den Vertretungsberechtigten der Internet Live Ltd. aus
Birmingham, Volker Gerstmann, handelt.

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 1, 2013, 10:43:23 AM1/1/13
to
Am Mon, 31 Dec 2012 10:20:19 +0100 schrieb Thomas Hochstein:

>> Moderne Kameras haben Restlichtverstärker und kommen mit sehr wenig Licht
>> aus.
>
> Klar, aber mehr Licht ist besser, und die Kameres sind dann günstiger.

Mehr Licht bedeutet, daß

1.) die Kameras leichter entdeckt werden können
2.) Energie für die Erzeugungd es Lichts aufgewendet werden muß.

>> Selbst preiswerte Web-Cams haben einen IR-Modus bzw. schalten bei Bedarf
>> IR-Dioden zu, so daß dann auch nachts bzw. bei 'Dunkelheit' sehr gute
>> Aufnahmen möglich sind. Mit einer Axis 215 überwachte ich einst einen
>> Pferdestall und war erstaunt, wie gut die Bilder auch bei schlechtem Licht
>> noch sind...
>
> So gut, dass man darauf Personen oder gar Gesicht erkennen kann?

In den von mir verwendeten Geräten ja.

> Ich zweifele.

Ich hatte es getestet.

> Viele Überwachungskameres erfüllen schon bei Tageslicht ihren Zweck nicht
> wirklich.

Kommt drauf an, was man überwachen möchte.

Ich habe Kameras gesehen, mit denen man feststellen kann, ob auf einer
Straße Stau oder freie Fahr herrscht. Dafür reicht dann auch eine geringe
Ausflöung, Zoom ist nicht notwendig, hohe Lichtempfindlichkeit auch nicht,
da Laternen und Autoscheinwerfer genug Licht geben. So 70er-Jahre Technik.

Ein Blick auf wan Kalender sagt und, daß seitdem ein paar Jahrzehnte
vergangen sind. Heute kosten viel bessere Kameras mit optischem und
elektronischem Zoom, einer viel höheren Empflindlichkeit kaum noch Geld.

Die von mir getestete Axis 215 braucht nur 1 Lux für den Farbbetrieb und
0,3 für Schwarzweiß, 12-facher optischer Zoom. Ich hab damals auch Bilder
guter Qualität über die ganze Koppel machen können.

Nik
Message has been deleted

Thomas Hochstein

unread,
Dec 31, 2012, 11:44:20 AM12/31/12
to
Lukas Schmidt schrieb:

> Dann sollte man der Mehrheit vielleicht solche Abstimmungen von
> finanziell sehr großer Bedeutung nicht ermöglichen.

Tja, wenn das Volk zu dumm ist für die Demokratie ...

Thomas Hochstein

unread,
Jan 2, 2013, 3:27:49 AM1/2/13
to
Lukas Schmidt schrieb:

> Thomas Hochstein mei�elte am 31.12.2012 10:20:
>>> Moderne Kameras haben Restlichtverst�rker und kommen mit sehr wenig Licht
>>> aus.
>> Klar, aber mehr Licht ist besser, und die Kameres sind dann g�nstiger.
>
> Ich bezweifle aber, dass die Gesamtrechnung aufgeht. Was das an
> zus�tzlichen Beleuchtungskosten �ber 30 Jahre einf�hrt...

Schon klar, aber das Licht w�re dann ja eh da - die ber�hmten
Sowiesokosten und so.

>> So gut, dass man darauf Personen oder gar Gesicht erkennen kann? Ich
>> zweifele. Viele �berwachungskameres erf�llen schon bei Tageslicht
>> ihren Zweck nicht wirklich.
>
> Doch, denn sie dienen ja haupts�chlich der (vorgespielten) Beruhigung.

Eigentlich dienen sie der Tataufkl�rung und auf diesem Wege der
Abschreckung, allenfalls sekund�r der Verbesserung des
Sicherheitsgef�hls der Bev�lkerung.

-thh

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 2, 2013, 3:20:38 PM1/2/13
to
Am Wed, 02 Jan 2013 09:27:49 +0100 schrieb Thomas Hochstein:

>>> So gut, dass man darauf Personen oder gar Gesicht erkennen kann? Ich
>>> zweifele. Viele Überwachungskameres erfüllen schon bei Tageslicht
>>> ihren Zweck nicht wirklich.

[ ... ]

> Eigentlich dienen sie der Tataufklärung und auf diesem Wege der
> Abschreckung, allenfalls sekundär der Verbesserung des
> Sicherheitsgefühls der Bevölkerung.

Ja, wie denn nun? Viele Kameras sind so schlecht, daß sie bei Tageslicht
ihren Zweck nicht erfüllen, aber andererseits dienen sie (angeblich) der
Tataufklärung?

Ich sehe da einen gewissen Widerspruch...

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 2, 2013, 3:30:31 PM1/2/13
to
Am Mon, 31 Dec 2012 17:23:35 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Jetzt willst Du schon wieder nicht verstehen, dass wir hier über ein
> Beispiel reden, das nicht beliebig verallgemeinerbar ist. Und den
> Unterschied zwischen Gefühlen, ggf. sogar irrationalen, und Dummheit.

Sein Nicht-verstehen-Wollen nimmt langsam soppoide Züge an :-)

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 2, 2013, 3:52:32 PM1/2/13
to
Am Mon, 31 Dec 2012 13:59:16 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Dann sollte man der Mehrheit vielleicht solche Abstimmungen von
> finanziell sehr großer Bedeutung nicht ermöglichen.

Wer sonst sonnte denn entscheiden?

(Berufs)Politiker, die direkt oder über eine Unternehmensspende von
$Lobbyistenverdand bezahlt werden?

Oder denen dann später ein nettes kleines Aufsichtsratmandat sicher ist?

Ich denke schon, daß die Bürger abstimmen sollten. Aber bitte so, daß ganz
klar ist, was der Spaß kostet.

Also a la

[_] Ich bin für den Flughafen. Ich bin bereit, dafür Steuererhöhungen (in
später festzulegender Höhe) zu akzeptieren, falls der Flughafen keinen
Gewinn erwirtschaften wird. Statt einer Steuererhöhung kann die Stadt auch
bei Dingen sparen/kürzen, die mich persönlich betreffen.

[_] Ich bin GEGEN den Flughafen. Ich möchte keine Steuererhöhung. Ich
möchte keine Kürzungen bei Schulen, Kitas, Kindergärten usw...

Wenn die Fragen so eindeutig gestellt sind, dann wird den Menschen klar,
daß es eine Entweder-Oder-Entscheidung ist.

Ist die Frage richtig vorbereitet und geschickt gestellt, bekommt man
bekanntlich sehr häufig Zustimmung, Telefonverkäufer ("Nur eine kleine
Umfrage zum Thema...") arbeiten so.

Fragt man
"Wollen Sie, daß die Polizei bessere Fahndungsergebnisse erzielen kann, daß
Terroristen, Verbrecher, Vergewaltiger und Kinderschänder gefaßt werden und
daß viele unschuldige Menschen vor schrecklichen Taten geschützt werden,
dafür müßten wir allerdings viel mehr Überwachung..."
dann bekommt man knappe 100 Prozent Zustimmung.

Fragt man
"Wollen Sie, daß der Staat alle Ihre Telefonate, wann Sie von wo aus mit
wem gesprochen haben, Ihre Faxe, Ihre E-Mails überwacht und 2 Jahre lang
aufbewahrt, wollen Sie, daß der Staat die Erlaubnis hat, ihren Computer zu
verwanzen, wollen Sie, daß der Staat alle ihre Kontostände abfragen darf,
dann könnten wir vielleicht mehr Verbrechen aufklären..."
dann bekommt man 100 Prozent Ablehnung.

Es gehört zu den Basics empirischer Sozialwissenschaften, solche Umfragen
mit der einen oder anderen Fragestellung durchzuführen, damit man selbst
sieht, wie sehr die Fragestellung das Ergebnis beeinflußt...

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 2, 2013, 5:36:06 PM1/2/13
to
Am Mon, 31 Dec 2012 13:59:16 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

> Dann sollte man der Mehrheit vielleicht solche Abstimmungen von
> finanziell sehr großer Bedeutung nicht ermöglichen.

Wer sonst sonnte denn entscheiden?

(Berufs)Politiker? Direkt vom Lobbyisten bezahlt oder über dem Umweg über
eine Unternehmensspende von an die Partei?

Oder denen dann später ein nettes kleines bezhaltes Aufsichtsratmandat

Lukas Schmidt

unread,
Jan 2, 2013, 5:39:38 PM1/2/13
to
Nikolaus Bernhardt meißelte am 02.01.2013 23:36:
> Ich denke schon, daß die Bürger abstimmen sollten. Aber bitte so, daß ganz
> klar ist, was der Spaß kostet.

Das hätte man auch selbst wissen können, hätte man gewollt. Viele haben
aber -- das ist jetzt eine böse Unterstellung -- einfach nur die
billigen Flüge haben wollen und sich über das Benefizkonzert für das
Millionengrab gefreut.
Message has been deleted

Thomas Hochstein

unread,
Jan 3, 2013, 12:25:11 AM1/3/13
to
Nikolaus Bernhardt schrieb:

> Ja, wie denn nun? Viele Kameras sind so schlecht, daß sie bei Tageslicht
> ihren Zweck nicht erfüllen, aber andererseits dienen sie (angeblich) der
> Tataufklärung?

Genau.

> Ich sehe da einen gewissen Widerspruch...

Anspruch und Wirklichkeit klaffen eben nicht selten auseinander, vor
allem, wenn man Systeme einrichtet, ohne sie - regelmäßig - zu testen
(und zudem noch Geld sparen will). Das gilt nicht nur für Backup und
Restore, sondern auch anderweitig.

Ganz oben auf meiner Top-Liste steht ein Geldtransport- und
Cash-Management-Unternehmen, in dessen Niederlassungen ganz erhebliche
Summen eingehen und dort gezählt werden. Der Zählraum ist vielfach
abgesichert, es finden stichprobenartige Durchsuchungen der
Mitarbeiter statt, und der Raum ist aus allen Perspektiven
kameraüberwacht, mit zusätzlichen Kameras, die die jeweiligen
Arbeitsplätze von oben direkt überwachen. All das soll natürlich
verhindern, dass die Zählkräfte mal eben ein paar tausend Euro in die
eigene Tasche - oder Unterhose oder wohin auch immer - schieben.

Die Qualität der Kameras ist zwar nicht berauschend, aber auch nicht
wirklich schlecht - großartig ist aber die Aufzeichnungsmethode. Die
erfolgt nämlich analog auf VHS-Cassetten, und zwar so, daß die Bilder
jeweils eines Blocks Kameras verkleinert nebeneinander gestellt und so
aufgezeichnet werden, wie man das eben vom Übersichtsbildschirm
solcher Überwachungsanlagen kennt. Und natürlich werden nich 24 Bilder
pro Sekunde oder so aufgezeichnet, sondern nur Standbilder alle (paar)
Sekunde(n). Auch das macht die Aufzeichnungen noch nicht unverwertbar
... allerdings spart man Geld und nudelt die Bänder daher immer wieder
durch, was dazu führt, dass sich die von alten Cassetten bekannten
Streifen mit Rauschen am oberen und unteren Bildrand bilden. Und die
nunwiederum überdecken die Bilder der Kameras, die im Übersichtsbild
oben und unten am Rand gespeichert werden, nahezu vollständig, so dass
man auch nach Vergrößerung nichts mehr darauf erkennt.

Eine großartige und kostengünstige Lösung des Überwachungsproblems,
die so lange prima funktioniert hat, bis mal wirklich ein paar
tausende Euro fehlten und man die Bilder wirklich gebraucht hätte [1]
- vielleicht noch weniger für die Tataufklärung als für die Klärung
der Haftungsfrage [2].

Wenn selbst dort, wo man einen beträchtlichen Aufwand treibt und
täglich siebenstellige Beträge durchlaufen "durchlaufen", so
gearbeitet wird, darf man sich über die in Läden, Tankstellen, Banken
etc. pp. eingesetzte Technik nicht wirklich wundern. (Obwohl die
Qualität nicht selten überraschend gut ist.)

Grüße,
-thh

[1] Mittlerweile hat man auf digitale Technik umgestellt ...
[2] Das Geldtransportunternehmen war der Auffassung, das Geld habe von
Anfang an gefehlt und sei vom Mitarbeiter des Kunden bereits
unterschlagen worden, also nie im Safe-Beutel gelandet; der Kunde
war der Auffassung, das Geld sei beim Transportunternehmen
entwendet worden.

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 4, 2013, 9:39:19 AM1/4/13
to
Am Thu, 03 Jan 2013 06:25:11 +0100 schrieb Thomas Hochstein:

> Anspruch und Wirklichkeit klaffen eben nicht selten auseinander, vor
> allem, wenn man Systeme einrichtet, ohne sie - regelmäßig - zu testen
> (und zudem noch Geld sparen will). Das gilt nicht nur für Backup und
> Restore, sondern auch anderweitig.

[ Ein wunderschönes Beispiel von kreativer Inkompetenz // einem klassischen
FAIL ]

Wobei diese Lösung sicherlich irgendwann mal, als Männer noch echte Männer
und Computer groß wie Waschmaschinen waren, also damals vor laaaanger Zeit,
mal Stand der Technik war.

Beziehungsweise das Beste, was man für $festgelegten_Geldbetrag bekommen
konnte. Ich kann mir gut vorstellen, daß $Versicherung damals für den
Vertrag eine Überwachung gemäß $damals_herrschende_Güteklasse gefordert
hat. Diese wurde dann auch geschaffen.

Daß sich im Jahre der Zeit eine menge getan hat, daß (halbwegs) moderne
Kameras eine ganz andere Auflösung haben, daß heute anders (besser)
gespeichert wird (jede Kamera im Vollbild, so daß das Video ein Misch aus
allen Kameras in zyklischer Abfolge ist), daß man digital speichern kann.

Moderne Systeme können Bildbereiche, in denen sich nichts tut, erkennen,
rausrechnen/wegkomprimieren und nicht speichern...

JA, es fallen evtl. GROSSE Datenmengen an, aber Festplattenplatz kostet ja
nicht mehr sooo viel und so ein Video-Server-Cluster bekommt dann eben ein
paar Platten mehr.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 4, 2013, 9:58:48 AM1/4/13
to
Am 03 Jan 2013 06:04:41 GMT schrieb Kai Bojens:

> Nikolaus Bernhardt <nikolaus....@gmail.com> wrote:
>
>> (Berufs)Politiker? Direkt vom Lobbyisten bezahlt oder über dem Umweg über
>> eine Unternehmensspende von an die Partei?
>
> Oha. Berufspolitiker in der Kommunalpolitik? Die direkt von Lobbyisten
> bezahlt werden?

Ich habe GROSS gedacht und an den Willy-Brandt-Flughafen, Stuttgart-21, die
Elbphilharmonie oder andere Projekte dieser größe gedacht.

Und da sind dann doch Politiker auf Bundes- oder Landesebene beteiligt.

Welcher Bundespolitiker arbeitet indirekt für Telemarketing-Verbände und
war natürlich für die Änderung des Meldegesetzes? So ein dummer Zufall.

Daß bei unserem Herbert-Frahm-Flughafen[1] keineBerufspolitiker
entscheiden, ist klar. Aber daß Parteien, denen sie angehören, auch Spenden
aus der Wirtschaft bekommen ist ... natürlich ab-so-lut ausgeschlossen

Nik

1.) Willy Brand wurde unter dem Namen Herbert Frahm geboren...

Ich hatte auch mal was dazu gebloggt:
http://lostmoon.de/ein-flughafen-namens-willy-brandt-811
Message has been deleted
Message has been deleted

Lukas Schmidt

unread,
Jan 5, 2013, 6:03:08 AM1/5/13
to
Kai Bojens meißelte am 05.01.2013 11:05:
>> Daß bei unserem Herbert-Frahm-Flughafen[1]
>
> Das zeigt deutlicher als alles andere wes Geistes Kind Du bist.

Ich glaube nicht, dass er deutlich mehr Muskeln im rechten als im linken
Arm hat.

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 5, 2013, 3:50:44 PM1/5/13
to
Am 04 Jan 2013 20:06:47 GMT schrieb Kai Bojens:

> Nikolaus Bernhardt <nikolaus....@gmail.com> wrote:
>
>> Welcher Bundespolitiker arbeitet indirekt f�r Telemarketing-Verb�nde und
>> war nat�rlich f�r die �nderung des Meldegesetzes? So ein dummer Zufall.
>
> Puh, wie Du immer alles so leicht durchschaust. Bewundernswert. Die da oben
> k�nnen Dir eben nichts vormachen.

Immer mehr Menschen durchschauen die Verflechtungen von Parteien, Politik,
Lobbyisten und Wirtschaft und haben auf den ganbzen Krams einfach keinen
Bock mehr.

Und gehen dann nicht mehr zur Wahl. Eine demokratische Legitimierung wird
dann immer geringer. Das wird von Politexperten auch immer wieder
kritisiert.

Oder Menschen w�hlen rechtsextreme Parteien. Das kann uns auch nicht recht
sein. (Wortspiel nicht beabsichtigt.)

Manchmal gr�nden Menschen auch neue Parteien, weil sie mit existierenden
Parteien oder mit den von ihnen vertreteten Inhalten nicht zufrieden sind.

Du sagst es immer wieder: Demokratie ist kein Zuschauersport. Aber wenn die
Parteien f�r viele Menschen immer unattraktiver werden -- wieviele
Mitglieder hat die SPD[1] in den letzten 10 Jahren verloren? -- weil
Menschen glauben, in Parteien herrsche nur Filz und Kl�ngel, Politiker
seien arrogant und b�geln den B�rger nur ab, wenn dieser was sagt.

Nik

1.) Hier stellvertretend f�r eine gro�e Volkspartei genannt. Man k�nnte
auch die CDU/CSU, FDP oder die Gr�nen ansehen.

SED/PDS/Linkspartei ist wohl etwas schwieriger, da durch Umbenennungen und
Vereinigungen die Entwicklung der Mitgliederzahlen etwas turbulenter als
bei klassischen Parteien verlaufen d�rfte.

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 5, 2013, 3:59:51 PM1/5/13
to
Am 05 Jan 2013 10:05:02 GMT schrieb Kai Bojens:

> Nikolaus Bernhardt <nikolaus....@gmail.com> wrote:
>
>> Da� bei unserem Herbert-Frahm-Flughafen[1]
>
> Das zeigt deutlicher als alles andere wes Geistes Kind Du bist.

Netter Versuch, Menschen, die andere Meinung als man selbst ist, in eine
bestimmte Ecke zu stecken.

Das hatte schon Maddin erfolglos versucht. Da� Du es ihn nachmachen mu�t,
ist schade. Ich glaube, Du willst mal wieder nicht verstehen. Oder
provozierst eben gerne ;-)

L�beck ist nunmal nicht Berlin. In Berlin war Willy Brandt eben als Willy
Brandt. Viele alte L�becker kennen kannten den sp�teren Willy Brandt noch
unter seinem Geburtsnahmen.

Als die Planungen die den Flughafen Berlin-Brandenburg konkreter wurden und
auch, da� der Flughafen den Beinamen "Willy Brandt" bekommen sollte, habe
ich mir mal den Jux gemacht, �ber einen Beinamen f�r den Flughafen unserer
beschaulichen hanseatischen Puppenstube zu machen. Und da man -- siehe oben
-- Willy Brandt hier auch unter Herbert Frahm kennt...

Andere Beinamen f�r den L�becker Flughafen hatte ich ja seinerzeit auch ins
Gespr�ch gebracht...

Andere Namen "Thomas Mann", "Buddenbrook", "G�nter Grass" (der war lange
Zeit der SPD nahestehend) hatte ich ja auch genannt... Welche
Geisteshaltung meldet Dein Orakel nun daraus?

Nik
Message has been deleted

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 5, 2013, 4:39:41 PM1/5/13
to
Am Sat, 05 Jan 2013 12:03:08 +0100 schrieb Lukas Schmidt:

>> Das zeigt deutlicher als alles andere wes Geistes Kind Du bist.
>
> Ich glaube nicht, dass er deutlich mehr Muskeln im rechten als im linken
> Arm hat.

Nat�rlich nicht.

Aber nicht jeder ist in der Lage, meinen Humor oder Wortwitz verstehen zu
k�nnen. Mu� ja auch nicht...

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 5, 2013, 4:55:25 PM1/5/13
to
Am 05 Jan 2013 21:17:09 GMT schrieb Kai Bojens:

>> Netter Versuch, Menschen, die andere Meinung als man selbst ist, in eine
>> bestimmte Ecke zu stecken.
>
> Zeit seines Lebens waren es immer die gleichen Leute, die Willy Brandt als
> Verr�ter diskreditieren wollten und ihn mit seinem Geburtsnamen bezeichnet
> haben.

Moment mal!

Ich habe, in Anspielung auf seine Jugend in L�beck, die Willy Brandt unter
dem Namen Herbert Frahm verbrachte, darauf hingewiesen, da� es eben nicht
unbedingt "Willy Brandt" als Beinamen f�r unseren Flughafen sein mu�, es
geht auch eine Nummer kleiner.

Ich sehe Brand nicht als Verr�ter und habe ihn auch nirgendwo bezeichnet.
Da� er im Bundestag von Franz-Josef Strau� (war doch Strau�, oder?) als
"ein gewisser Frahm" bezeichnet wurde, hat mich fr�her befremdet, sp�ter
erheitert. Da� ein Mensch nicht (mehr) unter seinem Geburtsnamen lebt zum
Thema zu machen ist ... putzig.

G�be es in Heidelberg eine Diksussion um eine Silvia-Sommerlath-Stra�e,
heute als K�nigin Silvia von Schweden bekannt, w�rde dann jemand auf die
Idee kommen, das als abwertung zu sehen?

Oder wenn von einer Grace-Kelly-Allee die Rede ist, w�re das abwertend?

Ich denke nicht.

> Du stellst Dich nahtlos in diese Reihe, und ganz ehrlich: von Dir
> erwarte ich auch nichts anderes.

Nein. Nicht ICH stelle mich in diese Reihe.

DU versuchst mich in dieser Reihe zu sehen.

Nik

Nikolaus Bernhardt

unread,
Jan 5, 2013, 10:39:36 PM1/5/13
to
Am Fri, 28 Dec 2012 16:30:40 +0100 schrieb Nikolaus Bernhardt:

> daß die zum Beispiel die Possehlstraße zwischen Lachswehrallee und
> Holstentorplatz ohne Straßenbeleuchtung war.

War heute nacht wieder fast schon taghell erleuchtet.

So hell muß es nun wirklich nicht sein. Jede 2. Laterne hätte auch
gereicht.

Nik

Mike Grantz

unread,
Jan 14, 2013, 2:24:53 PM1/14/13
to
On 31.12.2012 10:23, Thomas Hochstein wrote:

> Machen die das denn selbst? In der Regel werden solche "Einsatzbilder"
> doch von Freiberuflern oder Agenturen geliefert, und wie die daran
> kommen, ist meistens klar ...

Bevor ich angefangen habe www.hl-live.de radikal zu filtern, um die
l�stige Werbung los zu werden, habe ich �fter mal "hl-live" Videos
eingebettet gesehen, die mitten in der Nacht live vor Ort gedreht
wurden. Offensichtlich von Amateuren und mit "hl-live"-Tag.

"Foto: xyz" Tags tragen meist die K�rzel der hauseigenen Leute.

Ganz selten mal findet man einen Hinweis, dass das Foto z. B. von der
Staatsanwaltschaft stammt, aber das sind keine vor Ort Fotos.

Und ja, es gibt auch Fotos von Leuten, die auf den ersten Blick nicht
direkt mit dem Verein verbandelt sind. Und f�r einen zweiten Blick ist
mir meine Zeit zu schade.

Gelegentlich auch komplett ohne Hinweis wie z. B. hier:
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=81401

Vor allem der Herr Volker Gerstmann scheint sehr oft, seht Zeitnah am
Geschehen zu sein.

http://www.hl-live.de/aktuell/impressum.php

Befremdlich finde ich auch die Anschrift der "schnellen Zeitung f�r L�beck".

Internet live Limited
Vertretungsberechtigt: Volker Gerstmann
69 Great Hampton Street, Birmingham, B18 6EW, UK
Registered in England and Wales, Company Nr. 5045292
Zweigniederlassung: Internet Live Limited, Stavenstra�e 13, 23552 L�beck
HRB 5873 HL, USt-IdNr. DE235935456
Telefon und Fax: +49/(0)3212/1167500, eMail: l...@HL-live.de
Inhaltlich Verantwortlicher im Sinne des � 55 Abs. 2 RStV: Volker
Gerstmann (Anschrift wie oben).


0 new messages