Folgendes hab ich bei Phönix gesehen:
>Im Boden Deutschlands sollen 32.000 Zentner Silber, Gold und Juwelen
>verborgen sein. Schatzsucher haben gute Chancen, fündig zu werden.
>Ein scheinbar harmloses Hobby hat sich zum Volkssport entwickelt. Moderne
>Metalldetektoren machen es möglich. Führt die illegale Archäologie
>wirklich zu einem irreparablen Kulturgutverlust?
>Die Auswirkungen der Aktivitäten der Raubgräber sind verheerend. In den
>letzten zehn Jahren wurden 95 Prozent aller bedeutenden archäologischen
>Funde von Schatzsuchern entdeckt. Das Problem: Die Funde wurden ohne jede
>wissenschaftliche Untersuchung dem Boden entnommen. Ein scheinbar
>harmloses Hobby hat sich zum Volkssport entwickelt. Zwischen 50.000 und
>80.000 Menschen, so schätzen Experten, gehen in der Bundesrepublik
>regelmäßig der Schatzsuche nach. Moderne Metalldetektoren, ursprünglich
>für das Militär zur Minensuche entwickelt, orten Gold, Silber und Bronze
>in bis zu zwei Metern Tiefe. Wie ernst ist die Situation? Führt die
>illegale Archäologie wirklich zu einem irreparablen Kulturgutverlust? Oder
>handelt es sich bei der Schatzsucherei um fehlgeleitetes geschichtliches
>Interesse, das in bestehende Strukturen wieder eingebunden werden muss?
Da ich nun selber schon seit Jahren mit einer Sonde durch die Gegend wandere
und mich dabei auch an geltende Gesetze halte bin ich von einer solch
Einseitig und effekthascherischen Berichterstattung wahrlich Entsetzt.
Einige Wenige haben durch Funde und den seltsamen Umgang damit das Licht der
Medien auf dieses Hobby gelenkt und eine Lawine losgetreten die noch lange
nicht richtig rollt.
Mich würde mal Interessieren was ihr als Unbeleckte schon von dieser
Berichterstattung mitbekommen habt und in wie Weit ihr schon beeinflusst
seit oder wie ihr dem Hobby von Grund auf gegenüber steht.
Wie gesagt, es gibt Gesetze die den Umgang mit Funden regeln, es ist kein
Neuland. Der Umgang mit diesen Gesetzen wird allerdings für Finder immer
mehr zum Spießrutenlauf um Recht.
Naja, und die Worte von Phönix lassen ja erahnen wie es in der Szene zur
Zeit rumohrt.
Nils
> Mich würde mal Interessieren was ihr als Unbeleckte schon von dieser
> Berichterstattung mitbekommen habt
Da mein Fernsehkonsum in letzter Zeit ausgesprochen dürftig ist, seit ich
den Stand bye-Modus abschalte. Die fernbedienung reicht nicht mehr zum
Einschalten. Da kann ich sagen, dass ich davon gar nichts mitbekommen habe.
Phönix ist eigentlich ein guter Sender. Dass Metallsucher gewollt oder
ungewollt auch archäologische Funde ausbuddeln können, mag der Archäologie
schaden, aber deshalb über fehlgeleitetes (also pervertiertes)
Geschichtsbewusstsein zu munkeln, stellt in meinen Augen eine bodenlose
Frechheit dar. Das erinnert mich an die Journalisten, die vorort bei
journalistisch attraktiven Flutkatastrophen oder sonstigen Katastrophen
angewidert über die "Gaffer" berichten. Also jenen Menschen, die sich wie
die Journalisten vorort selbst ein Bild machen wollen und sich von den
Journalisten im vor allem dadurch unterscheiden, dass sie mit ihren
Berichten nicht Geld verdienen.
> oder wie ihr dem Hobby von Grund auf gegenüber steht.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Hobby interessant sein kann, aber dass
man wohl im Regelfall keine astrologischen Bronzescheiben findet, sondern
achtlos weg geworfene Getränkedosen. Ich hatte auch mal daran gedacht,
einen farbaren Metalldetektor zu bauen, um ein Gelände automatisiert
metallurgisch zu kartografieren. das Würde ich aber nie umsetzen, weil mir
der Aufwand zu kostspielig erscheint.
Der Hintergrund: Mein große Leidenschaft sind im Grunde (statistische)
Datensammlungen und ihre Darstellung. Ich wollte mal Geodäsie studieren.
Ich finde es hoch interessant, ortsbezogene Daten zu kartografieren.
Als Hobbyarachnologe komme ich in der Natur viel herum. Man ahnt nicht, in
welche entlegenen Winkeln man irgend welche Dinge findet. Mein Alptraum ist
immer noch, dass ich im Unterholz mal eine Leiche finde. Aber selbst fern
ab von Straßen finde ich im Wald gelegentlich Farbeimer. Aber auch
verschüttete Autowracks, die natürlich auch Kriegswracks sein können.
So wie ich Dich verstanden habe, suchst Du mehr nach Relikten des
1000jährigen Reichs.
> Wie gesagt, es gibt Gesetze die den Umgang mit Funden regeln, es ist kein
> Neuland. Der Umgang mit diesen Gesetzen wird allerdings für Finder immer
> mehr zum Spießrutenlauf um Recht.
Warum? Um das Fundstück behalten zu dürfen?
Martin
> Mich würde mal Interessieren was ihr als Unbeleckte schon von dieser
> Berichterstattung mitbekommen habt und in wie Weit ihr schon beeinflusst
> seit oder wie ihr dem Hobby von Grund auf gegenüber steht.
Also, mich hat die Berichterstattung darüber nicht wirklich erreicht.
Letztlich muss es jeder selber wissen, womit er seine Zeit totschlägt,
solange die Gesetze eingehalten werden.
Persönlich würde ich dem Archäologen den notwendigen Respekt zollen, der
offiziell und selbstlos im Dienste der Wissenschaft forscht. Wer sich als
Schatzsucher verdingen will, bitte schön. Wer für seinen eigenen
Wohnzimmerschrank irgendwelche Stahlhelme oder sonstige
Drittweltkriegsreliquien sammelt hat eher mein Mitleid.
Torsten
> Wer für seinen eigenen
> Wohnzimmerschrank irgendwelche Stahlhelme oder sonstige
> Drittweltkriegsreliquien sammelt hat eher mein Mitleid.
Ich habe daran kein Interesse, aber warum Mitleid?
Martin
> Wer für seinen eigenen
> Wohnzimmerschrank irgendwelche Stahlhelme oder sonstige
> Drittweltkriegsreliquien sammelt hat eher mein Mitleid.
Ich habe daran kein Interesse, aber warum Mitleid?
Gegenstände, die Geschichte hinter sich haben, strahlen ihren eigenen Reiz
aus. Ich habe letztes Jahr anlässlich eines Besuch der KZ-Gedenkstätte
Bergen-Belsen, wo ich seit meiner Kindheit nicht mehr gewesen bin, einen
rostigen Nagel mitgenommen (vermutlich illegal). Er gehörte mal einem
hölzernen Wachturm der KZ-Anlage.
Der ganze Wald ist dort voll mit stummen Zeugen. Kaum zweihundert Meter von
den fensterlosen Hütten, in denen unbescholtene Menschen winters froren,
sodass sie sich auf verstorbene Mithäftlinge legen mussten, um ein wenig
isolierendes unter sich zu haben, lag im Wald der Swimmingpool der SS.
Kaum hundert Meter von der Küche entfernt, wo wässrig dünne Suppe für die
unschuldigen Inhaftierten gekocht wurde, sieht man noch heute Reste von
Sektflaschen im Gras liegen.
Dieser rostige Nagel hat so etwas ahnungsloses an sich. So etwas banales.
Er könnte gleichsam mal ein paar Latten einer Gartenlaube fixiert haben
oder ungenutzt ein paar Jahre zuviel in einer Werkzeugkiste gelegen haben.
Hat er aber nicht. Irgend ein Mensch schlug gerade diesen Nagel in ein
Gebälk, das einmal KZ-Wachturm werden sollte. Später brannte der Turm ab
und angeschmolzene Sektflaschen, sowie einige ausgeglühte Nägel blieben im
Wald zurück.
Bei mir liegt der Nagel in der Vitrine. Ein Stahlhelm bekäme diesen Platz
niemals. Ich habe zwei meiner Onkel niemals kennenlernen können; einen
Bruder meines Vaters und den einzigen Bruder meiner Mutter. Beide "fielen"
in diesem sinnlosen Krieg -- mit Anfang 20.
In den 70er/80er Jahren fand ich ein paar Orden auf dem Sperrmüll.
Kriegsverdienstkreuz zweiter Klasse. Den heftete ich mir Anfang der 80er
Jahre als Mitglied einer Punkband an einem alten Pullover und übergoss
alles mit Farbe in dem Gedanken, das Metall damit zu entehren. Trotzdem
kamen Leute auf die Idee, ich würde dieses Blech verehren und kritisierten
mein Outfit.
Immer wieder sind mir in meinem Leben Menschen begegnet, die angesichts
dieses Themas überempfindlich waren. Beunruhigen tun mich allerdings die
leider nicht wenigen Leute, die zu unempfindlich sind.
Wenn ich Sprüche wie "die Gnade der späten Geburt" höre, gruselt es mich.
Den Hit landete eine Besucherin der Wannsee-Villa (Wannsee-Konferenz) in
Berlin. Die sagte bei einer Führung tatsächlich, dass man die Irren und die
Homosexuellen vergast hat, fände sie nicht so schlimm, aber die Juden! Was
soll man da noch antworten? Ich war sprachlos. Wie kann man derart
Unmenschlichkeit relativieren?
Es gibt noch viel zu lernen. Hoffen wir, dass einiges an kommt. Leider
scheine immer gerade ich Stimmen wahrzunehmen, die der Meinung sind, es sei
an der Zeit, das alles zu vergessen.
Martin
>Gegenstände, die Geschichte hinter sich haben, strahlen ihren eigenen Reiz
>aus. Ich habe letztes Jahr anlässlich eines Besuch der KZ-Gedenkstätte
>Bergen-Belsen, wo ich seit meiner Kindheit nicht mehr gewesen bin, einen
>rostigen Nagel mitgenommen (vermutlich illegal). Er gehörte mal einem
>hölzernen Wachturm der KZ-Anlage.
[...]
>Wenn ich Sprüche wie "die Gnade der späten Geburt" höre, gruselt es mich.
Kein Wunder. Du hast den Hintergrund der Aussage vermutlich nicht
verstanden.
Der Spruch "Gnade der späten Geburt" wurde durch Helmut Kohl sehr
bekannt. Für ihn bedeutete diese Gnade, nicht mehr in einen Krieg
geschickt zu werden. Sein älterer Bruder fiel. Muß man wissen, dann
kann man seine Aussage besser verstehen.
Andere Menschen sprechen von der "Gnade der späten Geburt" und sind
dankbar, daß sie (im Gegensatz zu älteren Geschwistern oder Eltern)
nicht mehr vom Dritten Reich indoktriniert wurden und sich dort
schuldig gemacht haben.
Es sagt sich immer leicht, aber wer von uns kann schon sicher sein,
damals nicht mitgemacht zu haben. Stellen wir uns das mal vor: Keine
unabhängigen Medien, kein Internet, starke Beeinflussung durch die
Schule und Gesellschaft...
Ich kann verstehen, daß Menschen froh sind, daß ihnen das erspart
wurde, weil sie zu jung dafür waren oder zu spät geboren.
>Es gibt noch viel zu lernen. Hoffen wir, dass einiges an kommt.
Hoffen wir nicht nur. Lesen und lernen wir.
>Leider scheine immer gerade ich Stimmen wahrzunehmen, die der Meinung sind,
>es sei an der Zeit, das alles zu vergessen.
Du nimmst Stimmen wahr? Sollst Du das Volk anführen und es von der
fremden Herrschaft befreien? Vorsicht, sonst landest Du auf dem
Scheiterhaufen, wie einst die Heilige Johanna.
Ich weiß ja nicht, mit dem Du Dich sonst so umgibst, aber kein
intelligenter Mensch kann ernsthaft für ein Vergessen sein.
Allerdings immer wieder Verbrechen vorgehalten zu bekommen, die
Jahrzehnte vor der eigenen Geburt geschehen sind, nervt. Geschichte
will gelernt, verstanden und bewältigt werden, aber auf keinen Fall
vergessen werden.
Nik
> Phönix ist eigentlich ein guter Sender. Dass Metallsucher gewollt oder
> ungewollt auch archäologische Funde ausbuddeln können, mag der Archäologie
> schaden, aber deshalb über fehlgeleitetes (also pervertiertes)
> Geschichtsbewusstsein zu munkeln, stellt in meinen Augen eine bodenlose
> Frechheit dar.
Das meine ich auch! Der Grundton dieser Reportage war wirklich: Entweder Du
bist ein A....loch, oder Du bist ein dummes A....loch.
Sowas kenne ich eigentlich nicht von Phönix. Normalerweise haut erst die
Springerpresse auf sowas an und Phönix (Öffentlich Rechtlich) stinkt eine
Zeitlang gegen an, bevor sie dann doch einschwenken.
> Das erinnert mich an die Journalisten, die vorort bei
> journalistisch attraktiven Flutkatastrophen oder sonstigen Katastrophen
> angewidert über die "Gaffer" berichten. Also jenen Menschen, die sich wie
> die Journalisten vorort selbst ein Bild machen wollen und sich von den
> Journalisten im vor allem dadurch unterscheiden, dass sie mit ihren
> Berichten nicht Geld verdienen.
Ja, erstmal eine Katastrophe schaffen, erfinden damit man darüber berichten
kann.
Irgendwie überschneiden sich hier in letzter Zeit alle Themen :-)
>> oder wie ihr dem Hobby von Grund auf gegenüber steht.
>
> Ich kann mir vorstellen, dass dieses Hobby interessant sein kann, aber
> dass man wohl im Regelfall keine astrologischen Bronzescheiben findet,
> sondern achtlos weg geworfene Getränkedosen.
Ich freue mich über jeden Gegenstand den ich unter einem Laubblatt finde.
Ohne die Technik, das Hobby, hätte ich das Stück nie gefunden. Egal ob es
nun ein Uniformknopf ist oder ein Hufeisen, oder eine Silbermünze von 1600.
> Ich hatte auch mal daran
> gedacht, einen farbaren Metalldetektor zu bauen, um ein Gelände
> automatisiert metallurgisch zu kartografieren. das Würde ich aber nie
> umsetzen, weil mir der Aufwand zu kostspielig erscheint.
Wenn da noch Interesse besteht :-)
> Als Hobbyarachnologe komme ich in der Natur viel herum. Man ahnt nicht, in
> welche entlegenen Winkeln man irgend welche Dinge findet. Mein Alptraum
> ist immer noch, dass ich im Unterholz mal eine Leiche finde. Aber selbst
> fern ab von Straßen finde ich im Wald gelegentlich Farbeimer. Aber auch
> verschüttete Autowracks, die natürlich auch Kriegswracks sein können.
Die Leiche hab ich schon hinter mir, war aber beim Tauchen. So ein blödes
Ölfass im HH- Hafengebiet. War auch ganz heftig in der Bild. Zuhälterkrieg
und so. Allerdings stimmte da kein Wort von der Fundgeschichte. Aber egal.
> So wie ich Dich verstanden habe, suchst Du mehr nach Relikten des
> 1000jährigen Reichs.
Suchen und Finden sind da leider zwei paar Schuhe. Ich darf nicht nach
Bodendenkmalen suchen! Also suche ich nach Schlüsseln, Schmuck und
Kleingeld.
Ab und an findet man aber mal eine verlassene Stellung in denen die Soldaten
ihr Hab und Gut verbuddelt haben.
Ab und an findet man auch einen richtig schönen Gegenstand, wie z.B. meine
Helmbarte von 1510- 1580, oder ein Säbelgefäß eines Sächsischen Pallaschs
von ca. 1710. Oder eine Geldkassette mit 7kg Münzen von 1780- 1945.
Aber meist hat man einen Rucksack voller Metallschrott aus dem Wald
geborgen. Kühlschränke, Motorräder, und Safes lass ich schon immer liegen.
Ein Horn bekomme ich immer wenn ich MITTEN IM WALD, auf fast 130cm Tiefe
eine Sammelstelle des Gelben Punktes entdecke. Da macht sich wirklich
jemand die Mühe und vergräbt dutzende Dosen, Gläser und Flaschen aus den
70- 80 Jahren in Aldiplastiktüten über 1 Meter tief im Wald....
>> Wie gesagt, es gibt Gesetze die den Umgang mit Funden regeln, es ist kein
>> Neuland. Der Umgang mit diesen Gesetzen wird allerdings für Finder immer
>> mehr zum Spießrutenlauf um Recht.
>
> Warum? Um das Fundstück behalten zu dürfen?
DAS ist eine sehr gute Frage!!
Darum geht es meist nur im ersten Augenblich!
Direkt nach dem Fund freust Du Dich wie Hulle, dann überlegst Du und kommst
zu dem Schluß das Dein Fund ein Kulturgut ist und meldest ihn dem Amt.
Hört sich doch gut an.
Leider greift jetzt das Gesetz das Du ja nicht nach KDs suchen darfst!
Gleichzeitig greift aber das Schatzregal (Hälfte des Fundes dem
Grundstückbesitzer, andere dem Finder).
Also bist Du jetzt nicht Finder weil Du ja Sucher warst! Trotzdem gehört Dir
immer noch die Hälfte, irgendwie.
Naja, ende vom Spiel ist auf jeden Fall eine Hausdurchsuchung (Du bist ja
jetzt ein Überführter Raubgräber!) und eine Anzeige.
Pervertiert wird es aber erst richtig "lustig":
Forumsfreunde finden im Wald eine Kiste Munition, als gute Jungs melden sie
den Fund auch der Polizei. Diese kommt und bereinigt die Fundstelle mit
Hilfe des KRD und Feuerwehr (das waren nicht nur kleine Mumpeln.)
Alle beteiligten Beamte haben den Jungs gedankt und sich bedankt für die
Meldung, das hätte ganz toll nach hinten losgehen können wenn Kinder die
Kiste gefunden hätten etc. pp.
(Muni liegt auch hier in den Lübecker Wäldern direkt unter den Blättern, am
Tremser Teich, im Stadtpark..., das ist nicht nur im Wald so schlimm!!)
Um es kurz zu machen:
Ein paar Tage später standen Kripoleute vor der Tür, Hausdurchsuchung und
Anzeige vom LandesDenkmalAmt (oder Landesamt für Denkmalpflege) wegen
verbotenem Suchen nach KDs.
Nils
> Martin
> Also, mich hat die Berichterstattung darüber nicht wirklich erreicht.
> Letztlich muss es jeder selber wissen, womit er seine Zeit totschlägt,
> solange die Gesetze eingehalten werden.
Ist wahrscheinlich das Ding mit den Betroffenen und Interessierten. Höre ich
Archäologie, Fund, Schatz, Sonnenscheibe etc. bin ich sofort auf Standby.
> Persönlich würde ich dem Archäologen den notwendigen Respekt zollen, der
> offiziell und selbstlos im Dienste der Wissenschaft forscht. Wer sich als
> Schatzsucher verdingen will, bitte schön.
Bis hier full ack
> Wer für seinen eigenen
> Wohnzimmerschrank irgendwelche Stahlhelme oder sonstige
> Drittweltkriegsreliquien sammelt hat eher mein Mitleid.
hm, drittes Reich oder zweiter Weltkrieg, okay. Reliquien, puh, starker
Tobak.
Werd ich da (Sammler, Sondler) wieder in eine Schublade gesteckt in die ich
nicht passe und garnicht passen möchte??
Nicht mal Ansatzweise ist hier irgendwas mit Nazi, Adolf, Hakenkreuz oder
vergleichbares....ach egal, ich kenn das ja schon zu genüge.
Ich gehe gerne Sondeln. Zu 75% ist es Erholung pur. Wer von Euch ist schon
so oft in der freien Natur wie ich?! Ich glaube wenige.
Zu 25% ist es der Reiz etwas aus dem Boden zu bergen was sonst im Leben
niemals jemals wieder die Sonne gesehen hätte.
Einen Gegenstand finden der seit 60, 100, 500 oder 1000 Jahren keine Sonne
gesehen hat ist....genial. Und da ist es erst zweitrangig was es ist.
Der Helm eines Soldaten hat in meinen Augen den gleichen Respekt verdient
wie eine Silbersesterze die seit 1970 Jahren in der Erde liegt.
Und ich meine nicht den Reliquienrespekt vor einem Soldatenhelm als Symbol
für das dritte Reich, sondern den Respekt vor einem geschichtsträchtigen
Gegenstand (Geschichte des Gegenstandes und nicht die Zeitgeschichte!!)
(wieder nur am verteidigen der Nils) :-)
Nils
Och nöööö.... bitte nicht!
> eine Nagelgeschichte
Genau das ist ein großer Reiz des Hobbys.
Ich hab bei Eutin in einem Teich mal ein Eisernes Kreuz 1. Klasse gefunden,
ich habe mich bei 8m auf den Grund gesetzt und das Stück gesäubert und
betrachtet. Das EK 1 hat man nicht für Schuheputzen bekommen, da steckt
richtig "Geschichte" hinter.
Beim "entrückten Sinnieren" über das Stück hab ich meinen Luft vergessen und
mußte ziemlich schnell nach oben.
Eine meiner Lieblingsstellen ist das ehemalige Zeug Amt in Pötenitz, hier
haben die Engländer alles in die Luft gesprengt und während der
Fluhrbereinigung in den 50- 60 Jahren wurden über den Ruinen einfach Bäume
und Sträucher gepflanzt (oder Wachsen lassen).
Geniales Gelände, man braucht nichtmal eine Sonde, die Sachen liegen einfach
Obenauf. Ersatzteile von Flugzeugen, Schrauben, Hydraulikzylinder der
Fahrwerke, Gasmaskenfilter...
Das ist für mich Geschichte pur. Das ist Greifbar, zum Anfassen und
Anschauen.
Nun noch die JU52 von Blankensee kommen sehen und man (ich) ist total
geflasht.
So gehts mir aber auch in Leipzig, Verdun oder auch Halde, Tannenberg etc.
nur um mal wieder vom 3ten abzulenken ;-)
Nur da kennt man halt keine Hintergründe, hat keine Augenzeugen gesprochen,
kennt keine Anekdoten.
Nils
Hallo Nils,
eines vorweg, ich hoffe, Du kommst auch am 17 zum Treffen, würde dich
gerne mal kennenlernen.
>Das meine ich auch! Der Grundton dieser Reportage war wirklich: Entweder Du
>bist ein A....loch, oder Du bist ein dummes A....loch.
Nicht alles glauben, was im TV läuft. Kann ich nur JEDEM Menschen
raten.
>Sowas kenne ich eigentlich nicht von Phönix. Normalerweise haut erst die
>Springerpresse auf sowas an und Phönix (Öffentlich Rechtlich) stinkt eine
>Zeitlang gegen an, bevor sie dann doch einschwenken.
Kann es sein, daß auch Phoenix manchmal fremde Beiträge zukauft oder
aus Landesanstalten übernimmt, die das haben fremdproduzieren lassen?
>Ja, erstmal eine Katastrophe schaffen, erfinden damit man darüber berichten
>kann.
Der Kabarettis Volkers nennt es "Systemisches Denken", wenn ein
Konzern zugleich Minen, Minenräumgerät und Minenschutz verkauft :-)
>Die Leiche hab ich schon hinter mir, war aber beim Tauchen. So ein blödes
>Ölfass im HH- Hafengebiet. War auch ganz heftig in der Bild. Zuhälterkrieg
>und so. Allerdings stimmte da kein Wort von der Fundgeschichte. Aber egal.
Wundert Dich das? Jene Zeitung ist selten durch hohe Detailtreue
aufgefallen :-)
[...]
>Pervertiert wird es aber erst richtig "lustig":
>
>Forumsfreunde finden im Wald eine Kiste Munition, als gute Jungs melden sie
>den Fund auch der Polizei. Diese kommt und bereinigt die Fundstelle mit
>Hilfe des KRD und Feuerwehr (das waren nicht nur kleine Mumpeln.)
>
>Alle beteiligten Beamte haben den Jungs gedankt und sich bedankt für die
>Meldung, das hätte ganz toll nach hinten losgehen können wenn Kinder die
>Kiste gefunden hätten etc. pp.
>(Muni liegt auch hier in den Lübecker Wäldern direkt unter den Blättern, am
>Tremser Teich, im Stadtpark..., das ist nicht nur im Wald so schlimm!!)
>
>Um es kurz zu machen:
>Ein paar Tage später standen Kripoleute vor der Tür, Hausdurchsuchung und
>Anzeige vom LandesDenkmalAmt (oder Landesamt für Denkmalpflege) wegen
>verbotenem Suchen nach KDs.
Kleiner Hinweis am Rande: Man kann die Polizei auch anonym
verständigen, jede öffentliche Telefonzelle bietet diese Möglichkeit.
Wer wirklich anonym bleiben will, hat dann sein Handy beim Entdecken
im Wald AUS und läßt es aus bis er die Polizei angerufen hat und diese
den Fund gesichert hat.
Begleitumstände der Kommunikation (Welches Handy ist in welche
Funkzelle eingebucht) sind manchmal so verräterisch wie direkte
Kommunikation, bei der Du den Fund per Telefon (unter Angabe der
Rufnummer) meldest.
Übrigens: Bei Wahl der Notrufnummer wird immer die Telefonnummer des
Anrufers mitgesendet, auch wenn das Handy so eingestellt ist,
normalerweise KEINE Nummern mitzusenden.
Nik
> On Fri, 03 Feb 2006 01:55:58 +0100, Nils Berthold
> <nilsbe...@gmx.de> wrote:
>
> Hallo Nils,
>
> eines vorweg, ich hoffe, Du kommst auch am 17 zum Treffen, würde dich
> gerne mal kennenlernen.
Leider bin ich zu der Zeit in einer 80m langen, 50cm dicken Röhre, 20m unter
der Erde und stemme ein Fundament weg, was den Tunnelbauern im Weg steht.
Ist übrigens ein "Hitlerfundament", also passend zum Thema.
Leider ist das aber offizielle Arbeit und keine Freizeitbeschäftigung.
>>Das meine ich auch! Der Grundton dieser Reportage war wirklich: Entweder
>>Du bist ein A....loch, oder Du bist ein dummes A....loch.
>
> Nicht alles glauben, was im TV läuft. Kann ich nur JEDEM Menschen
> raten.
Seit der Kampfhunddebatte glaube ich der Presse garnichts mehr.
>>Sowas kenne ich eigentlich nicht von Phönix. Normalerweise haut erst die
>>Springerpresse auf sowas an und Phönix (Öffentlich Rechtlich) stinkt eine
>>Zeitlang gegen an, bevor sie dann doch einschwenken.
>
> Kann es sein, daß auch Phoenix manchmal fremde Beiträge zukauft oder
> aus Landesanstalten übernimmt, die das haben fremdproduzieren lassen?
Bestimmt. Genau wie Galileo, Abenteuer Leben etc. pp.
>>Ja, erstmal eine Katastrophe schaffen, erfinden damit man darüber
>>berichten kann.
>
> Der Kabarettis Volkers nennt es "Systemisches Denken", wenn ein
> Konzern zugleich Minen, Minenräumgerät und Minenschutz verkauft :-)
Ich nenne das Pervers!
Vor allem wenn ich bedenke das ich für nen Effen Minenräumdetektor 5000
Teuro hinlege und eine einfache APM für 35 Teuro bekomme (Anti Personen
Mine, die fiesesten Teile die ich kenne und mir Vorstellen kann)
>>Ein paar Tage später standen Kripoleute vor der Tür, Hausdurchsuchung und
>>Anzeige vom LandesDenkmalAmt (oder Landesamt für Denkmalpflege) wegen
>>verbotenem Suchen nach KDs.
>
> Kleiner Hinweis am Rande: Man kann die Polizei auch anonym
> verständigen, jede öffentliche Telefonzelle bietet diese Möglichkeit.
Nur noch Anonym, schon seit Jahren!
Oder persönlich auf der Wache abgeben und sagen das der Hund das Zeuch
ausgebuddelt hat, oder man das beim Pinkeln freigespühlt hat.
Nils
>Leider bin ich zu der Zeit in einer 80m langen, 50cm dicken Röhre, 20m unter
>der Erde und stemme ein Fundament weg, was den Tunnelbauern im Weg steht.
Schade...
>Ist übrigens ein "Hitlerfundament", also passend zum Thema.
Genaut für ein Tausendjähriges Reich...
>Seit der Kampfhunddebatte glaube ich der Presse garnichts mehr.
Die Kampfhundedebatte war ein Musterbeispiel, die die öffentliche
Meinung und die Fakten auseinander liefen, aber die Politik in
teilweise hysterischer Manier Gesetze erlassen hat, die mit dermaßen
heißer Nadel gestrickt wurden, so daß sie später wieder kassiert
wurden.
>> Der Kabarettis Volkers nennt es "Systemisches Denken", wenn ein
>> Konzern zugleich Minen, Minenräumgerät und Minenschutz verkauft :-)
>
>Ich nenne das Pervers!
Das ist Marktwirtschaft :-)
>Vor allem wenn ich bedenke das ich für nen Effen Minenräumdetektor 5000
>Teuro hinlege und eine einfache APM für 35 Teuro bekomme (Anti Personen
>Mine, die fiesesten Teile die ich kenne und mir Vorstellen kann)
APM sind viel günstiger als für 35 Euro zu bekommen. Ist ja nix drin,
was kosten muß. Etwas Sprengstoff und ein primitiver Druckzünder.
Warenwert dürfte bei weit unter einem Euro liegen. Und aus chin.
Produktion kosten die bei Massenabnahme wahrscheinlich auch weit unter
einem Euro.
>Oder persönlich auf der Wache abgeben und sagen das der Hund das Zeuch
>ausgebuddelt hat, oder man das beim Pinkeln freigespühlt hat.
Warum die Chance eingehen, daß man dann 'verhaftet' wird? So mancher
Polizist bekommt einen Rieschenschreck, wenn $Angler mit seinem Sohn
mit einem alten MG unter'm Arm die Wachstube betritt.
Nik
> Ich darf nicht nach Bodendenkmalen suchen!
Nun ja, zum Spinnensammeln habe ich mir auch die Genehmigung des Landesamt
für Natur und Umwelt geholt.
> Ab und an findet man aber mal eine verlassene Stellung in denen die Soldaten
> ihr Hab und Gut verbuddelt haben.
[...]
> Oder eine Geldkassette mit 7kg Münzen von 1780- 1945.
Klingt aufregend. Das sind dann wohl Gegenstände, die man dann nicht heben
darf und statt dessen bei einer Behörde zu melden sind. Und wenn es so ist,
wie Du unten schreibst, dass man darauf hin üble Scherereien bekommt, dann
ist das eigentlich eher Pech!
So, wie ich Dich verstanden habe, suchst Du illegal Antiquitäten und stößt
Dich daran, dadurch Scherereien mit der Polizei zu bekommen.
> Leider greift jetzt das Gesetz das Du ja nicht nach KDs suchen darfst!
> Gleichzeitig greift aber das Schatzregal (Hälfte des Fundes dem
> Grundstückbesitzer, andere dem Finder).
> Also bist Du jetzt nicht Finder weil Du ja Sucher warst! Trotzdem gehört Dir
> immer noch die Hälfte, irgendwie.
Diese Auslegung finde ich etwas selbstgefällig. Wenn es verboten ist, nach
diesen Dingen zu suchen, aber Du bist bei der verbotenen Suche darauf
gestoßen, dann gehört Dir nichts davon, würde ich nach meinem Rechtsgefühl
vermuten.
> Naja, ende vom Spiel ist auf jeden Fall eine Hausdurchsuchung (Du bist ja
> jetzt ein Überführter Raubgräber!) und eine Anzeige.
Sicher weil der Verdacht aufkommt, dass es kein Zufallsfund ist. Wer sucht
schon einen verlorenen Schlüssel mit einem Metalldetektor?
> Um es kurz zu machen:
> Ein paar Tage später standen Kripoleute vor der Tür, Hausdurchsuchung und
> Anzeige vom LandesDenkmalAmt (oder Landesamt für Denkmalpflege) wegen
> verbotenem Suchen nach KDs.
Offensichtlich ja nicht zu Unrecht, denn Du suchst ja schließlich gezielt
nach Metall. Wie blauäugig soll man sein, um etwas anderes anzunehmen, als
dass jemand Antiquitäten sucht?
Martin
> On Fri, 03 Feb 2006 15:31:54 +0100, Nils Berthold
> <nilsbe...@gmx.de> wrote:
>>Vor allem wenn ich bedenke das ich für nen Effen Minenräumdetektor 5000
>>Teuro hinlege und eine einfache APM für 35 Teuro bekomme (Anti Personen
>>Mine, die fiesesten Teile die ich kenne und mir Vorstellen kann)
>
> APM sind viel günstiger als für 35 Euro zu bekommen. Ist ja nix drin,
> was kosten muß. Etwas Sprengstoff und ein primitiver Druckzünder.
> Warenwert dürfte bei weit unter einem Euro liegen. Und aus chin.
> Produktion kosten die bei Massenabnahme wahrscheinlich auch weit unter
> einem Euro.
Könnte sein, aber eine AMG, oder eine Krupp kostet 36,50 und 38,70 Euronen,
Mengenrabatt nicht eingerechnet.
Die Dinger sind mittlerweile so komliziert aufgebaut das Du mit nem
einfachen Zünder kein Land mehr Gewinnen kannst. Hightec- Gehäuse,
Keramikzünder etc. pp. Das sind keine Handgranatenm mit Mausefallenzünder
mehr.
Die APM mit höchstem Metallanteil hat noch 0,15g Metall in sich.
(und wird mit dem 5000? Sucher auf 10cm geortet ;-)
Ganz aktuelle Teile sind zu 100% aus Plastik und Keramik, neueste Sucher
sind Kombigeräte aus Metalldetektor, Kunststoff- Gas schnüffler und
Bodenradar, kosten ab 17.000.
>>Oder persönlich auf der Wache abgeben und sagen das der Hund das Zeuch
>>ausgebuddelt hat, oder man das beim Pinkeln freigespühlt hat.
Natürlich nur Muni bis 2cm, und welche die man kennt! Gibt genug fieses
Zeug, wie Spreng-, Phosphor-, Leuchtspurmuni.
Ab 2cm immer KRD rufen. Da gibts Teile die einem schon nen schiefen Blick
übel nehmen.
> Warum die Chance eingehen, daß man dann 'verhaftet' wird? So mancher
> Polizist bekommt einen Rieschenschreck, wenn $Angler mit seinem Sohn
> mit einem alten MG unter'm Arm die Wachstube betritt.
Eine MG wird zum Büchsenmacher gebracht und nicht zur Polizei, wenn man gut
ist hat man nen BM der zur Fundstelle kommt um die kriminelle Handlung
"Führen einer Waffe, speziell Kriegswaffe" zu umgehen. Seit April letzten
Jahres darf man ja MP, MG etc im Wohnzimmer liegen haben!!
NATÜRLICH DEKO!!
>
> Nik
Nils
> Am Fri, 03 Feb 2006 01:55:58 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Ich darf nicht nach Bodendenkmalen suchen!
>
> Nun ja, zum Spinnensammeln habe ich mir auch die Genehmigung des Landesamt
> für Natur und Umwelt geholt.
Schön! Gut das es sowas für Dein Hobby geht.
>> Ab und an findet man aber mal eine verlassene Stellung in denen die
>> Soldaten ihr Hab und Gut verbuddelt haben.
> [...]
>> Oder eine Geldkassette mit 7kg Münzen von 1780- 1945.
>
> Klingt aufregend. Das sind dann wohl Gegenstände, die man dann nicht heben
> darf und statt dessen bei einer Behörde zu melden sind. Und wenn es so
> ist, wie Du unten schreibst, dass man darauf hin üble Scherereien bekommt,
> dann ist das eigentlich eher Pech!
Die obig genannten Sachen darf ich Suchen und Finden, sie fallen noch nicht
unter KD. Natürlich sind jetzt andere Gesetze am Greifen wie z.B.
Fundsachen, Eigentum etc. Also muß ich die Sachen zum Fundbüro bringen und
mein Jahr warten, dann habe ich das Eigentumsrecht.
Viele Sachen kürze ich natürlich eigenverantwortlich ab, kein Mensch fragt
im Fundbüro nach einem WH- Essgeschirr, wenn Du verstehst was ich
meine. :-)
Die Kiste mit den Münzen ist über das Fundbüro gelaufen. Der Umstand das
dort von 1780- 1945 alles Vertreten war laßt auf eine Vergrabung schließen,
ich denke von einer normalen Kasse einens Ladens.
Zeitzeugen berichteten mir das zum Kriegsende mit allen Währungen die
Aufzutreiben waren bezahlt wurde.
> So, wie ich Dich verstanden habe, suchst Du illegal Antiquitäten und stößt
> Dich daran, dadurch Scherereien mit der Polizei zu bekommen.
NEIN! Das ist es ja! Ich suche nicht nach Antiquitäten, ich finde sie aus
versehen!! Ich kann doch meinem Metalldetektor nicht beibringen das er nur
Sachen die jünger als , pi mal Auge 100- 150 Jahre, sind zu finden!
Das währe nämlich in etwa das Alter wo eine KD- Situation auftritt.
Wobei einzelne Fundstücke ohne Zusammenhang (Ackerfunde) nicht als
Bodendenkmal zu handhaben wären sondern eher als Bewegliche KDs.
Alles andere ist wieder eine Fundsache und muß so gehandhabt werden!
>> Leider greift jetzt das Gesetz das Du ja nicht nach KDs suchen darfst!
>> Gleichzeitig greift aber das Schatzregal (Hälfte des Fundes dem
>> Grundstückbesitzer, andere dem Finder).
>> Also bist Du jetzt nicht Finder weil Du ja Sucher warst! Trotzdem gehört
>> Dir immer noch die Hälfte, irgendwie.
>
> Diese Auslegung finde ich etwas selbstgefällig. Wenn es verboten ist, nach
> diesen Dingen zu suchen, aber Du bist bei der verbotenen Suche darauf
> gestoßen, dann gehört Dir nichts davon, würde ich nach meinem Rechtsgefühl
> vermuten.
Ist ein wenig komplizierter. Kennst Du das alte Gefangenenlager bei
Kücknitz? Da findet man tolle Sachen, Abzeichen, Orden etc.
Nur darf man da nicht Suchen weil alles in einem Bronzezeit- Gräberfeld
liegt! Das ist Bekannt und wer da sucht und sich erwischen läßt ist drann,
gut so! Verbotene Suche, verbotene Funde- illegal.
Genauso sieht es aus wenn ich auf dem Burghügel im Riesebusch suchen gehe.
Aber was ist wenn ich in einem normalen Staats- oder Pachtwald, mit
Erlaubnis des Försters suche, vielleicht sogar in seinem Auftrag, sein
teures Jagdmesser, und dabei ein Schwert finde?
>> Naja, ende vom Spiel ist auf jeden Fall eine Hausdurchsuchung (Du bist ja
>> jetzt ein Überführter Raubgräber!) und eine Anzeige.
>
> Sicher weil der Verdacht aufkommt, dass es kein Zufallsfund ist. Wer sucht
> schon einen verlorenen Schlüssel mit einem Metalldetektor?
Womit sonst wenn nicht damit?
>> Um es kurz zu machen:
>> Ein paar Tage später standen Kripoleute vor der Tür, Hausdurchsuchung und
>> Anzeige vom LandesDenkmalAmt (oder Landesamt für Denkmalpflege) wegen
>> verbotenem Suchen nach KDs.
>
> Offensichtlich ja nicht zu Unrecht, denn Du suchst ja schließlich gezielt
> nach Metall. Wie blauäugig soll man sein, um etwas anderes anzunehmen, als
> dass jemand Antiquitäten sucht?
Wie schon gesagt, zeig mir einen Metalldetektor der alles was älter als 100-
150 Jahre alt ist liegen läßt und ich kaufe ihn mir.
Ich suche nicht gezielt nach KD (was sind Antiquitäten, wie wollen wir die
definieren?), alles andere wird gesetzmäßig verwertet.
> Martin
Nils
> Die obig genannten Sachen darf ich Suchen und Finden, sie fallen noch nicht
> unter KD.
Dann habe ich die Rechtsverhältnisse offensichtlich noch nicht ganz
verstanden.
> Viele Sachen kürze ich natürlich eigenverantwortlich ab, kein Mensch fragt
> im Fundbüro nach einem WH- Essgeschirr, wenn Du verstehst was ich
> meine. :-)
Als ich eine Audi-Radkappe beim Fundbüro abgeben wollte, hieß es das sei
Müll und ich behielt sie. Ich denke schon, dass ich Dich verstehe.
> Die Kiste mit den Münzen ist über das Fundbüro gelaufen. Der Umstand das
> dort von 1780- 1945 alles Vertreten war
In wiefern? Als Datensatz?
[älter 150 Jahre]
> Das währe nämlich in etwa das Alter wo eine KD- Situation auftritt.
|
> Wobei einzelne Fundstücke ohne Zusammenhang (Ackerfunde) nicht als
> Bodendenkmal zu handhaben wären sondern eher als Bewegliche KDs.
>
> Alles andere ist wieder eine Fundsache und muß so gehandhabt werden!
Der Ackerfund ist nun Fundsache oder nicht?
> Ist ein wenig komplizierter. Kennst Du das alte Gefangenenlager bei
> Kücknitz?
Nein.
Grabhügel und Ringwälle sind in der Umgebung von Lübeck ja nicht unbedingt
selten.
> Da findet man tolle Sachen, Abzeichen, Orden etc.
Sowas zu suchen und zu sammeln ist also legal. Siehste, das hatte ich
offenbar falsch verstanden.
> Aber was ist wenn ich in einem normalen Staats- oder Pachtwald, mit
> Erlaubnis des Försters suche, vielleicht sogar in seinem Auftrag, sein
> teures Jagdmesser, und dabei ein Schwert finde?
Dann lässt man es am besten, wo es ist und sucht weiter nach dem Jagdmesser
oder irgend welchen Uniformknöpfen.
Martin
> Der Spruch "Gnade der späten Geburt" wurde durch Helmut Kohl sehr
> bekannt.
Den Spruch gab es schon viel früher.
Ich schätze, dass die Bedeutungen, die Du anführtest, allesamt falsch sind.
> Ich kann verstehen, daß Menschen froh sind, daß ihnen das erspart
> wurde, weil sie zu jung dafür waren oder zu spät geboren.
Der Knackpunkt ist, dass es keine Gnade ist, sondern das auch die später
geborenen die Verpflichtung verspüren sollten, sich unserer Vergangenheit
zu stellen und mit ihr verantwortungsvoll umzugehen.
Nihc so wie die grölenden Jugendlichen, die ihc vorhin in der Innenstatt
erleben musste; grölend: "SS, SA -- Germania!" und danach der Hitlergruß.
Nein, keine Glatzen, ein vollkommen hirnamputierter zottelhaarige Depp, der
vielleicht nur provozieren wollte.
Ich frage mich noch immer, ob ich nicht hätte die Polizei rufen sollen. Auf
die Fresse Dreschen wäre auch angemessen, aber das ist normalerweise nicht
mein Stil.
>>Leider scheine immer gerade ich Stimmen wahrzunehmen, die der Meinung sind,
>>es sei an der Zeit, das alles zu vergessen.
>
> Du nimmst Stimmen wahr? Sollst Du das Volk anführen und es von der
> fremden Herrschaft befreien? Vorsicht, sonst landest Du auf dem
> Scheiterhaufen, wie einst die Heilige Johanna.
Upsi! Hast Du nebenbei eine Flasche Korn getrunken?
Martin
> Das EK 1 hat man nicht für Schuheputzen bekommen, da steckt
> richtig "Geschichte" hinter.
Du meinst, es klebt Blut daran.
> Beim "entrückten Sinnieren" über das Stück hab ich meinen Luft vergessen und
> mußte ziemlich schnell nach oben.
Kann man mit dem Metalldetektor tauchen?
> Eine meiner Lieblingsstellen ist das ehemalige Zeug Amt in Pötenitz
Hast Du nicht Angst davor, dass Heerscharen von Sammlern dort aufkreuzen,
wenn Du Deine Leblingsstellen hier preis gibts?
> Nun noch die JU52 von Blankensee kommen sehen
JU52 ist wohl ein Flugzeug. Den Bereich Blankensee (Grönauer Heide) kenne
ich ganz gut wegen meiner Naturexkursionen. Dort existieren aufgebrochene
Bunker, die offensichtlich auch von irgend wem frequentiert werden.
Das ist sicher auch eines Deiner Suchgebiete.
Martin
> Als ich eine Audi-Radkappe beim Fundbüro abgeben wollte, hieß es das sei
> Müll und ich behielt sie. Ich denke schon, dass ich Dich verstehe.
Das hast Du tatsächlich getan?? Oh Mann! Das ist..., das..., hmm.
Jetzt versteh ich einiges ;-)
Ich glaub ich hab heute meinen Moralischen oder eine Fliege im Auge, ich bin
echt gerührt!! Das es sowas noch gibt.
>> Die Kiste mit den Münzen ist über das Fundbüro gelaufen. Der Umstand das
>> dort von 1780- 1945 alles Vertreten war
>
> In wiefern? Als Datensatz?
??? Wenn Du damit meinst das nicht mehr Ernsthaft nach dem Besitzer
gefahndet wurde, geb ich Dir Recht. Das FB- Personal hat mir sogar ans Herz
gelegt den Kram wieder mitzunehmen.
Lustig fand ich aber den Umstand das nach diesem Jahr einige Sachen aus der
Schatulle fehlten.
Nur Ganoven überall, und Du bringst Radkappen zum Fundbüro!
> [älter 150 Jahre]
>> Das währe nämlich in etwa das Alter wo eine KD- Situation auftritt.
> |
>> Wobei einzelne Fundstücke ohne Zusammenhang (Ackerfunde) nicht als
>> Bodendenkmal zu handhaben wären sondern eher als Bewegliche KDs.
>>
>> Alles andere ist wieder eine Fundsache und muß so gehandhabt werden!
>
> Der Ackerfund ist nun Fundsache oder nicht?
Jain. Erstmal ist Laut Gesetz alles eine Fundsache was einen gewissen Wert
übersteigt, ich glaube 10???.
Alles was unter einem gewissen Alter (100- 150 Jahre, da sind sich die
Archis meist nicht schlüssig) ist und diesen Wert übersteigt ist eine
Fundsache und als Fund zu melden (Fundbüro- Polizei- Ordnungsamt).
Sachen die Älter sind als 150 Jahre sind eigentlich Meldepflichtig! Weil ja
bewegliches Kulturgut.
Nu gibts hier auch Abwägungsmomente. Wenn ich jetzt jede Musketenkugel die
ich im Wald finde beim Amt abgebe erschlägt mich der Archi, genauso sieht
es mit Münzlein, Pfeil- und Armbrustspitzen und anderen Alltagsgegenständen
aus.
Wirkliche Bedeutung erlangen solche Funde erst in einem sogenannten
Fundzusammenhang, wenn Du z.B. eine alte Siedlung, ein Gräberfeld oder eine
Kultstätte findest.
Auf Äckern wird seit Jahrzehnten und Jahrhunderten der Boden umgepflügt, da
bestehen zumeist keine Zusammenhänge mehr, diese Funde sind für den Archi
zwar schön aber wissenschaftlich Betrachtet wertlos.
Puh..
>> Ist ein wenig komplizierter. Kennst Du das alte Gefangenenlager bei
>> Kücknitz?
>
> Nein.
Der Wald um den Ringwall in Pönitz, alles Richtung Lübeck und Kücknitz.
> Grabhügel und Ringwälle sind in der Umgebung von Lübeck ja nicht unbedingt
> selten.
Wir meinen bestimmt das selbe Waldgebiet.
>> Da findet man tolle Sachen, Abzeichen, Orden etc.
>
> Sowas zu suchen und zu sammeln ist also legal. Siehste, das hatte ich
> offenbar falsch verstanden.
Absolut Legal.
>> Aber was ist wenn ich in einem normalen Staats- oder Pachtwald, mit
>> Erlaubnis des Försters suche, vielleicht sogar in seinem Auftrag, sein
>> teures Jagdmesser, und dabei ein Schwert finde?
>
> Dann lässt man es am besten, wo es ist und sucht weiter nach dem
> Jagdmesser oder irgend welchen Uniformknöpfen.
Ja, langsam dämmerts. :-)
Aber mal unter uns Klosterschwestern: Das kanns doch nicht sein!!
Nils
> Am Fri, 03 Feb 2006 02:52:55 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Das EK 1 hat man nicht für Schuheputzen bekommen, da steckt
>> richtig "Geschichte" hinter.
>
> Du meinst, es klebt Blut daran.
Subtil ausgedrückt: Ja.
Weiter schreib ich dazu nichts. Denk Dir bitte Deinen Teil, sei aber ein
wenig Gnädig. ;-)
>> Beim "entrückten Sinnieren" über das Stück hab ich meinen Luft vergessen
>> und mußte ziemlich schnell nach oben.
>
> Kann man mit dem Metalldetektor tauchen?
Es gibt spezielle, Wasser- und Druckdichte Detektoren, aber ich hab mir
meine Landsonde einfach mit Gehäuse versehen.
>> Eine meiner Lieblingsstellen ist das ehemalige Zeug Amt in Pötenitz
>
> Hast Du nicht Angst davor, dass Heerscharen von Sammlern dort aufkreuzen,
> wenn Du Deine Leblingsstellen hier preis gibts?
Die Stellen sind seit 60 Jahren bekannt und Leute mit Interesse sind gut
informiert. Desweiteren gibt es so viele "lohnende" Stellen das man nicht
alle besuchen kann.
>> Nun noch die JU52 von Blankensee kommen sehen
>
> JU52 ist wohl ein Flugzeug.
Ja, die so genannte "Tante Ju". Ähnlich Berühmt wie die "Spirit of Sant
Lois", das Flugzeug von Lindberg und der Atlantiküberquerung.
> Den Bereich Blankensee (Grönauer Heide) kenne
> ich ganz gut wegen meiner Naturexkursionen. Dort existieren aufgebrochene
> Bunker, die offensichtlich auch von irgend wem frequentiert werden.
>
> Das ist sicher auch eines Deiner Suchgebiete.
Hier trifft wieder obige Aussage: Es gibt so viele Orte, man kann nicht
überall hin!
Blankensee hat aber auch einen riesen Nachteil, es ist zu stark
Frequentiert.
Und wie immer und überall, gibt es auch hier leider immer wieder Sondler die
Ihre Löcher nicht zumachen und den Wald wie ein Handgranatenübungsplatz
hinterlassen, PFUI.
Nils
>> Der Spruch "Gnade der späten Geburt" wurde durch Helmut Kohl sehr
>> bekannt.
>
>Den Spruch gab es schon viel früher.
Siehe oben.
Aber erst seit Kohl fand er eine weite(re) Verbreitung und wurde zum
geflügelten WOrt.
>Ich schätze, dass die Bedeutungen, die Du anführtest, allesamt falsch sind.
Nun, du hattest schon in anderen Dingen eine sehr spezielle Sicht der
Dinge, die nicht immer die Realität abbilden muß.
>> Ich kann verstehen, daß Menschen froh sind, daß ihnen das erspart
>> wurde, weil sie zu jung dafür waren oder zu spät geboren.
>
>Der Knackpunkt ist, dass es keine Gnade ist, sondern das auch die später
>geborenen die Verpflichtung verspüren sollten, sich unserer Vergangenheit
>zu stellen und mit ihr verantwortungsvoll umzugehen.
Äh, nicht immer die Dinge miteinander vermischen.
Natürlich ist es eine Gnade, wenn man den Ausdruck "Gnade" verwenden
will, in zu einer Zeit geboren zu sein, die einem Teilnahme am Krieg,
Gefangenschaft, Verwundung oder Tod erspart.
Ehrlich gesagt bin ich froh, daß ich nicht Jahrgang 1925 angehörte,
denn dann wären meine Chancen, im Zweiten Weltkrieg gefallen zu sein,
verdammt hoch gewesen.
Natürlich entbindet mich meine 'späte Geburt', wollen wir sie mal so
nennen, nicht davon, mich mit der Geschichte zu beschäftigen, sie zu
verstehen und zu verhindern, daß sich Katastrophen wiederholen.
>Nihc so wie die grölenden Jugendlichen, die ihc vorhin in der Innenstatt
>erleben musste; grölend: "SS, SA -- Germania!" und danach der Hitlergruß.
>Nein, keine Glatzen, ein vollkommen hirnamputierter zottelhaarige Depp, der
>vielleicht nur provozieren wollte.
Und solange sich der allzeit Betroffenheit zeigende Gutmensch
refelxartig provozieren läßt, haben solche Idioten(!) Spaß an ihrem
Treiben.
Ich bin viel im Netz unterwegs, was glaubst du, wie oft Menchen in
IRC-Channel kommen, dummes Nazi-Zeugs von sich geben und dann wieder
verschwinden (oder entfernt werden)?
Da sitzen dann ein paar picklige 13jährige Italiener oder Polen vor
ihrem Rechner und geilen sich daran auf, daß sie Deutsche aufmischen
können.
>Ich frage mich noch immer, ob ich nicht hätte die Polizei rufen sollen.
Bis die Freunde in Helfer in Grün da sind, sind die Idioten längst
weitergezogen. Oder willst Du die Täter solange verfolgen und der
Polizei per Mobiltelefon den jeweils aktuellen Standort der Täter
durchgeben?
Wie beurteilen hier mitlesende Polizisten solch Engagement des
normalen Bürgers?
>Auf
>die Fresse Dreschen wäre auch angemessen, aber das ist normalerweise nicht
>mein Stil.
Wäre ja auch strafbar.
Außerdem könntest du leicht an den Falschen geraten, der sich dann
angegriffen fühlt und dir sehr deutlich klarmachen könnte, wer der
Stärkere ist. Und dann?
Nik
>>> Die Kiste mit den Münzen ist über das Fundbüro gelaufen. Der Umstand das
>>> dort von 1780- 1945 alles Vertreten war
>>
>> In wiefern? Als Datensatz?
>
> ??? Wenn Du damit meinst das nicht mehr Ernsthaft nach dem Besitzer
> gefahndet wurde, geb ich Dir Recht. Das FB- Personal hat mir sogar ans Herz
> gelegt den Kram wieder mitzunehmen.
Ist ja OK. Hauptsache, Du hast Deinen Stempel.
Die Fundstücke werden im Fundbüro nicht ewig aufgehoben. Was innerhalb
einer gewissen Frist nicht an den Besitzer ausgehändigt wird, kommt unter
den Hammer. Schlüssel werden eingeschmolzen und der Rest versteigert.
> Lustig fand ich aber den Umstand das nach diesem Jahr einige Sachen aus der
> Schatulle fehlten.
Das halte ich für eine Gerücht. Ich kennen den Mitarbeiter des Fundbüros.
Der ist sehr gewissenhaft.
> Nur Ganoven überall, und Du bringst Radkappen zum Fundbüro!
Kriminelle sind für mich kein Maßstab. Ich hatte die Radkappe während der
Dienstausübung gefunden. Ich riskiere doch nicht meinen Job für eine
Radkappe!
>>> Ist ein wenig komplizierter. Kennst Du das alte Gefangenenlager bei
>>> Kücknitz?
>>
>> Nein.
>
> Der Wald um den Ringwall in Pönitz, alles Richtung Lübeck und Kücknitz.
In Pöppendorf ist der nächste Ringwall in der Nähe von Kücknitz. Am Rande
des Waldhusener Forstes. Pönitz müsste noch ein gutes Stück weg sein.
Pönitz liegt eine ganze Strecke weiter nördlich etwa auf Höhe Haffkrug.
Oder meinst Du etwas anderes?
>> Grabhügel und Ringwälle sind in der Umgebung von Lübeck ja nicht unbedingt
>> selten.
>
> Wir meinen bestimmt das selbe Waldgebiet.
Da bin ich mir nicht so sicher. Entweder gibt es noch ein anderes Pönitz
oder wir meinen verschiedene Waldgebiete.
>>> Aber was ist wenn ich in einem normalen Staats- oder Pachtwald, mit
>>> Erlaubnis des Försters suche, vielleicht sogar in seinem Auftrag, sein
>>> teures Jagdmesser, und dabei ein Schwert finde?
>>
>> Dann lässt man es am besten, wo es ist und sucht weiter nach dem
>> Jagdmesser oder irgend welchen Uniformknöpfen.
>
> Ja, langsam dämmerts. :-)
>
> Aber mal unter uns Klosterschwestern: Das kanns doch nicht sein!!
Was spricht dagegen? In Abwägung zu unangenehmem Polizeibesuch ("Ach, schau
mal, die Polizei ist heute wieder bei Bertholds! Der hat bestimmt Dreck am
Stecken!") würde mir diese Entscheidung gar nicht schwer fallen.
Martin
> Am Fri, 03 Feb 2006 21:12:16 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Lustig fand ich aber den Umstand das nach diesem Jahr einige Sachen aus
>> der Schatulle fehlten.
>
> Das halte ich für eine Gerücht. Ich kennen den Mitarbeiter des Fundbüros.
> Der ist sehr gewissenhaft.
Ordnungsamt / Abt. Fundsache, Tdf-Strand.
> Da bin ich mir nicht so sicher. Entweder gibt es noch ein anderes Pönitz
> oder wir meinen verschiedene Waldgebiete.
Wie komm ich Tüffel auf Pönitz?? Ganz andere Baustelle!
Natürlich hast Du mit Waldhusener Forst Recht.
War zu und nach Kriegszeiten ein riesiges Gefangenenlager. Da findest Du
auch ohne Detektor Marineknöpfe und Auszeichnungen ohne Ende. (Als Lesefund
sogar legal!!)
>> Aber mal unter uns Klosterschwestern: Das kanns doch nicht sein!!
>
> Was spricht dagegen? In Abwägung zu unangenehmem Polizeibesuch ("Ach,
> schau mal, die Polizei ist heute wieder bei Bertholds! Der hat bestimmt
> Dreck am Stecken!") würde mir diese Entscheidung gar nicht schwer fallen.
Hmm, also ich würde mir Wünschen ich könnte das Schwert einem Archi zur
Begutachtung geben.
Dieser könnte dann den wissenschaftlichen Wert einschätzen und das Teil
entweder für das Museum erwerben (vielleicht auch in Form einer Spende)
oder mir wieder aushändigen, damit ich es mir an die Wand nageln kann.
Nils
>> Das halte ich für eine Gerücht. Ich kennen den Mitarbeiter des Fundbüros.
>> Der ist sehr gewissenhaft.
>
> Ordnungsamt / Abt. Fundsache, Tdf-Strand.
OK, ich meine Dr.-Julius-Leber-Str/HL
> Dieser könnte dann den wissenschaftlichen Wert einschätzen und das Teil
> entweder für das Museum erwerben
Warum soll er erwerben, was nicht Dir gehört, weil Du es Dir rechtswidrig
angeeignet hast?
Und überhaupt, ich dachte, Du suchst sowas gar nicht?
Martin
Martin Lemke wrote:
>> Dieser könnte dann den wissenschaftlichen Wert einschätzen und das Teil
>> entweder für das Museum erwerben
>
> Warum soll er erwerben, was nicht Dir gehört, weil Du es Dir rechtswidrig
> angeeignet hast?
HALT! Immer noch nicht wirklich richtig.
Du hast den Unterschied Suchen und Finden noch nicht realisiert.
Wir hatten doch angenommen ich FINDE das Schwert bei einer Legalen SUCHE
nach einem Messer...
Das ist nicht verboten!
> Und überhaupt, ich dachte, Du suchst sowas gar nicht?
Genau!
Suchen tu ich es nicht, da sind mir andere Sachen viel lieber.
Finden tue ich das Zeug immer nur weil es rumliegt wie Kieselsteine.
Nils
> Wir hatten doch angenommen ich FINDE das Schwert bei einer Legalen SUCHE
> nach einem Messer...
> Das ist nicht verboten!
Damit ist jedoch nicht gesagt, dass es erlaubt ist, den Fund mitzunehmen.
>> Und überhaupt, ich dachte, Du suchst sowas gar nicht?
>
> Genau!
> Suchen tu ich es nicht, da sind mir andere Sachen viel lieber.
Warum willst Du dann Funde von archäologischer Relevanz möglicherweise
unsachgemäß heben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du da Wochen lang
mit Pinsel und Spachtel in der Erde herum kratzt, um das Schwert
fachmännisch zu bergen.
Ich stelle mir einen Metallsucher so vor, dass er das Schwert einfach
ausbuddelt ohne sich einen Kopf darum zu machen, dass er dabei
möglicherweise den archäologischen Kontext verwüstet.
Der korrekte Weg wäre, den Fund zu melden, ohne ihn zu bergen.
Soweit ich Dich verstanden habe, ist dein Interesse an dem Fund pekuniär.
Martin
> Am Sun, 05 Feb 2006 00:55:18 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Wir hatten doch angenommen ich FINDE das Schwert bei einer Legalen SUCHE
>> nach einem Messer...
>> Das ist nicht verboten!
>
> Damit ist jedoch nicht gesagt, dass es erlaubt ist, den Fund mitzunehmen.
Das sollte auch so nicht rüberkommen!
Nachdem man festgestellt hat was es ist kann man ja die Behörden
einschalten.
> Warum willst Du dann Funde von archäologischer Relevanz möglicherweise
> unsachgemäß heben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du da Wochen lang
> mit Pinsel und Spachtel in der Erde herum kratzt, um das Schwert
> fachmännisch zu bergen.
>
> Ich stelle mir einen Metallsucher so vor, dass er das Schwert einfach
> ausbuddelt ohne sich einen Kopf darum zu machen, dass er dabei
> möglicherweise den archäologischen Kontext verwüstet.
Das ist auch "relativ betrachtet" kein Problem. 99,9 % aller Funde sind
Einzelfunde und haben keinen Zusammenhang mit irgendetwas. Der Besitzer hat
sie einfach irgendwann einmal verloren.
Worauf Du hinaus willst sind Komplexfunde wie Grabanlagen (auch einzelne
Gräber), Siedlungen, Lager etc.
Fundstellen mit mehreren Fundstücken auf einem kleinen Areal.
Hier kann der Archi aufgrund der Fundlage und Tiefe Rückschlüsse auf Alter
und Benutzung ziehen. Er kann durch Grabungen mit Spachtel und Zahnbürste
Funde machen die ein Metalldetektor nicht findet, er kann durch die
Auswertung der Funde einen Zusammenhang schaffen.
Woher, wohin, weshalb, warum, was wurde gegessen, getrunken, wie das Pferd
gefüttert, beschlagen, wie waren die Handelsbeziehungen, das
Familienleben....
Das ist sein Bestreben. Da "juckt" ihn , wissenschaftlich Betrachtet, eine
einzelne Silbermünze aus einem jahrhunderte Alten Handelsweg nicht die
Bohne. Soviel zur Fachmännischen Bergung.
> Der korrekte Weg wäre, den Fund zu melden, ohne ihn zu bergen.
>
> Soweit ich Dich verstanden habe, ist dein Interesse an dem Fund pekuniär.
Finanziell ist der Fund für mich wirklich pekuniär, was immer das auch
heißt.
Trotzdem ist es doch ein Wahnsinn das Teil liegen lassen zu müssen, oder das
Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung einzugehen.
In anderen Ländern ist die Zusammenarbeit von Hobbyarchis und en Offiziellen
doch auch perfekt geregelt, England z.B.
Wenn ich bedenke das 95% aller bedeutenden Funde in Deutschland von
Hobbysondlern gemacht werden...
Das beim Bau der neuen Autobahn alle 300m ein KD zerstört wurde...
Da verstehe ich nicht das die Archis dieses Potential nicht nutzen und es
einfach verteufeln und in die kriminelle Ecke schieben.
Die Sonnenscheibe von Nebra wäre nicht gefunden worden, einige Münz und
Silberschätze lägen immer noch in der Erde...
Nils
>
> Martin
>> Lustig fand ich aber den Umstand das nach diesem Jahr einige Sachen aus der
>> Schatulle fehlten.
>
>Das halte ich für eine Gerücht. Ich kennen den Mitarbeiter des Fundbüros.
>Der ist sehr gewissenhaft.
Es reicht ein ein 'schwarzes Schaf', das dort klaut, damit Sachen
'verschwinden'.
Es ist beliebt bei investigativen Fernsehsendungen, eine gefüllte
Geldbörse mit Ausweispapieren (mit genau registriertem Inhalt und
versteckter Kamera) beim Fundbüro abzugeben und eine halbe Stunde
kommt die Ausweisinhaberin, um die Sachen abzuholen.
Schon erstaunlich, wieviel in so kurzer Zeit 'verschwinden' kann und
"bei der Entgegennahme nicht ind er Geldbörse" gewesen sein soll.
Nik
> On Sat, 4 Feb 2006 20:00:57 +0100, Martin Lemke
> <usene...@maaaddin.de> wrote:
>
>>> Lustig fand ich aber den Umstand das nach diesem Jahr einige Sachen aus
>>> der Schatulle fehlten.
>>
>>Das halte ich für eine Gerücht. Ich kennen den Mitarbeiter des Fundbüros.
>>Der ist sehr gewissenhaft.
>
> Es reicht ein ein 'schwarzes Schaf', das dort klaut, damit Sachen
> 'verschwinden'.
Ich kenne die Umstände der "Verwahrung" nicht, kann mir aber vorstellen das
Fundsachen in einer Art Aservatenkammer aufbewahrt werden, wo mehr als
einer Zutritt hat.
Da mir ähnliches schon öfter passiert ist (2 Eheringe GG, und eine HAU)
hatte ich eine Liste und Fotos gemacht. Genialer Weise haben diese aber
nicht das Jahr überstanden, bin halt kein so Ordentlicher Mensch.
So hatte ich leider nichts mehr in der Hand.
Bei den Ringen und der Uhr hat man sich mit einem verschwundenen
"Abholschein" rausgeredet, was natürlich auch sein kann. Anderes Fundbüro
übrigens!!
Bei der Kiste war es aber ziemlich eindeutig, keiner nimmt aus einer Kiste
etwas heraus, als Einzelverlustsache meine ich.
Und da gerade die verschwundenen Sachen doppelt vorhanden waren..., eine
silberne Taschenuhr und eine Rolle 50 Reichspfennige, eingerollt von der
Volksbank Eutin, hatte man schon einen netten Überblick.
Aber egal, wie heißt es beim Schach?: Gade??
Nils
> Worauf Du hinaus willst sind Komplexfunde wie Grabanlagen (auch einzelne
> Gräber), Siedlungen, Lager etc.
Ich will nicht darauf hinaus, sondern ich denken mir einfach, dass ein
"Stahlhelm-Sucher" nicht beurteilen kann, ob das Erdreich drum herum
archäologisch relevant ist.
> Fundstellen mit mehreren Fundstücken auf einem kleinen Areal.
Wenn der Rest aus Scherben besteht, sagt Dir Dein Detektor darüber nichts.
> Das ist sein Bestreben. Da "juckt" ihn , wissenschaftlich Betrachtet, eine
> einzelne Silbermünze aus einem jahrhunderte Alten Handelsweg nicht die
> Bohne. Soviel zur Fachmännischen Bergung.
Ziehst Du daraus den Umkehrschluss, dass Du die Sibermünze einfach
mitnehmen kannst?
>> Soweit ich Dich verstanden habe, ist dein Interesse an dem Fund pekuniär.
>
> Finanziell ist der Fund für mich wirklich pekuniär, was immer das auch
> heißt.
Geld betreffend.
> Wenn ich bedenke das 95% aller bedeutenden Funde in Deutschland von
> Hobbysondlern gemacht werden...
Gibt es darüber Erhebungen?
> Da verstehe ich nicht das die Archis dieses Potential nicht nutzen und es
> einfach verteufeln und in die kriminelle Ecke schieben.
Vermutlich fehlt einfach eine vernünftige Gesetzgebung, wie Du schon
angedeutet hast.
> Die Sonnenscheibe von Nebra wäre nicht gefunden worden,
Die ist in diesem Zusammenhang nun gerade eine Negativbeispiel.
a) sie wurde beim Ausgraben beschädigt
b) Sie wurde nicht gemeldet, sondern man wurde misstrauisch, als das Teil
zum Kauf angeboten wurde
Hier haben wir es mit Raubbau an unserer Kultur zu tun.
Martin
> Am Sun, 05 Feb 2006 16:32:02 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Worauf Du hinaus willst sind Komplexfunde wie Grabanlagen (auch einzelne
>> Gräber), Siedlungen, Lager etc.
>
> Ich will nicht darauf hinaus, sondern ich denken mir einfach, dass ein
> "Stahlhelm-Sucher" nicht beurteilen kann, ob das Erdreich drum herum
> archäologisch relevant ist.
Okay, dann brauchst Du aber ab jetzt auch für JEDE Erdbewegung im Baubereich
eine Archiabnahme.
>> Fundstellen mit mehreren Fundstücken auf einem kleinen Areal.
>
> Wenn der Rest aus Scherben besteht, sagt Dir Dein Detektor darüber nichts.
Dann hätte auch ein Archi diese Stelle niemals im Leben bemerkt, beachtet
oder sogar nur gefunden.
>> Das ist sein Bestreben. Da "juckt" ihn , wissenschaftlich Betrachtet,
>> eine einzelne Silbermünze aus einem jahrhunderte Alten Handelsweg nicht
>> die Bohne. Soviel zur Fachmännischen Bergung.
>
> Ziehst Du daraus den Umkehrschluss, dass Du die Sibermünze einfach
> mitnehmen kannst?
Sollte so sein! Ja.
Melden, begutachten lassen und zur Verfügung stellen, bzw. mit nach Hause
nehmen.
> Geld betreffend.
Danke.
>> Wenn ich bedenke das 95% aller bedeutenden Funde in Deutschland von
>> Hobbysondlern gemacht werden...
>
> Gibt es darüber Erhebungen?
Der Phönix- Bericht spricht davon.
>> Da verstehe ich nicht das die Archis dieses Potential nicht nutzen und es
>> einfach verteufeln und in die kriminelle Ecke schieben.
>
> Vermutlich fehlt einfach eine vernünftige Gesetzgebung, wie Du schon
> angedeutet hast.
Ja, das finde ich auch.
>> Die Sonnenscheibe von Nebra wäre nicht gefunden worden,
>
> Die ist in diesem Zusammenhang nun gerade eine Negativbeispiel.
Leider, aber für beide Seiten.
> a) sie wurde beim Ausgraben beschädigt
Nicht anders hätte ein Archi gegraben, im Gegenteil, die nehmen für die
ersten 50- 90 cm einen Minibagger bei verdächtigen Gebieten, da wäre der
Schaden wohl um einiges größer ausgefallen.
Außerdem dachten die Sondler eher an einen Kochtopfdeckel! Erst nach den
Beifunden haben sie bemerkt was sie hatten.
Deshalb kam es ja auch zu der Wurzelbürstenbehandlung.
> b) Sie wurde nicht gemeldet, sondern man wurde misstrauisch, als das Teil
> zum Kauf angeboten wurde
Von der Freundin des einen weiß ich das ein Telefongespräch mit dem Amt
stattfand, Sinngemäß "was sollen wir mit dem Kram" kam zurück.
Daraufhin wurden die Sachen an eine Wirtin verkauft.
Diese erkannte letztendlich den Wert der Sachen und versuchte sie an ein
Museum zu verkaufen, dabei gab sie falsche Daten, falsche Fundstellen und
falsche Fundumstände an. Schottland vor 100 Jahren etc.
Daraufhin wurde der Direktor mißtrauisch und schaltete die Polizei ein.
> Hier haben wir es mit Raubbau an unserer Kultur zu tun.
Stimmt. Hätten die Archis .., hätten die Sondler...., hätte die Wirtin
nicht...
Nils
> Okay, dann brauchst Du aber ab jetzt auch für JEDE Erdbewegung im Baubereich
> eine Archiabnahme.
Das ist im Prinzip auch so. Wird bei Bauarbeiten archeologisch relevantes
entdeckt, ruht der Bau erstmal, bis die Archäologen grünes Licht gebeben.
Das war bei dem Neubau zwei Häuser weiter nicht anders. Das ist sehr
ärgerlich für Bauherren, weil die Zeitverzögerung ihr Geld kostet.
>> Wenn der Rest aus Scherben besteht, sagt Dir Dein Detektor darüber nichts.
>
> Dann hätte auch ein Archi diese Stelle niemals im Leben bemerkt, beachtet
> oder sogar nur gefunden.
Zumindest vielleicht heutzutage nicht. Aber das kann doch nicht billiges
Argument dafür sein, Fundstätten vernichten zu dürfen, weil man sich
erhoftt ein paar Euro für das Fundstück herauschlagen zu können.
> Außerdem dachten die Sondler eher an einen Kochtopfdeckel! Erst nach den
> Beifunden haben sie bemerkt was sie hatten.
> Deshalb kam es ja auch zu der Wurzelbürstenbehandlung.
Schrubbst Du auch Farbeimer und Kochtopfdeckel, die Du irgendwo gefunden
hast mit einer Wurzelbürste?
> Von der Freundin des einen weiß ich das ein Telefongespräch mit dem Amt
> stattfand,
Hupsi! Waren das auch Militaria-Sammler?
Martin
> Am Sun, 05 Feb 2006 22:40:51 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Okay, dann brauchst Du aber ab jetzt auch für JEDE Erdbewegung im
>> Baubereich eine Archiabnahme.
>
> Das ist im Prinzip auch so. Wird bei Bauarbeiten archeologisch relevantes
> entdeckt, ruht der Bau erstmal, bis die Archäologen grünes Licht gebeben.
> Das war bei dem Neubau zwei Häuser weiter nicht anders. Das ist sehr
> ärgerlich für Bauherren, weil die Zeitverzögerung ihr Geld kostet.
Wenn bei den Bauarbeiten entdeckt wird ist das ja auch nachvollziehbar,
deshalb wird in archäologisch relevanten Gebieten ja auch Nachts das
Fundament gegossen. (Aachen, Wesel, Xanten etc.)
Ich spreche aber von Archi- Begehungen, egal wo und immer! Könnte ja
eventuell was liegen.
Siehe A20, alle 300 Meter KDs zerstört, nur Notgrabungen fanden statt, wenn
überhaupt. Meist war das nur mit Mini- Bagger und die Wertvollsten Stücke
(Schwerter, heile Keramiken etc.) wurden verbracht, heim ins Amt.
>> Dann hätte auch ein Archi diese Stelle niemals im Leben bemerkt,
>> beachtet oder sogar nur gefunden.
>
> Zumindest vielleicht heutzutage nicht. Aber das kann doch nicht billiges
> Argument dafür sein, Fundstätten vernichten zu dürfen, weil man sich
> erhoftt ein paar Euro für das Fundstück herauschlagen zu können.
Euros?? Falscher Beweggrund der hier unterstellt wird, jedenfalls für die
meisten die ich kenne!!
Hobby, Natur, Frische Luft, Interesse, Geschichte.
>> Außerdem dachten die Sondler eher an einen Kochtopfdeckel! Erst nach den
>> Beifunden haben sie bemerkt was sie hatten.
>> Deshalb kam es ja auch zu der Wurzelbürstenbehandlung.
>
> Schrubbst Du auch Farbeimer und Kochtopfdeckel, die Du irgendwo gefunden
> hast mit einer Wurzelbürste?
Manch Funde aus Lehm, oder nassen Böden sind so verdreckt das man erstmal
Schrubben muß um zu erkennen WAS es überhaupt ist, ja.
Der Unterschied Handgranate Fabergee- Ei ist unter 1cm Lehm schlecht zu
sehen könnte aber Umständen "Kriegsentscheidend" sein
>> Von der Freundin des einen weiß ich das ein Telefongespräch mit dem Amt
>> stattfand,
>
> Hupsi! Waren das auch Militaria-Sammler?
Ja. Und das Gelände das sie durchsucht haben war nicht als KD- Trächtig
bekannt!
Nils
> Euros?? Falscher Beweggrund der hier unterstellt wird, jedenfalls für die
> meisten die ich kenne!!
Klosterschwesterchen! Oben im Thread hast Du noch ganz anders gesprochen --
fifty-fifty.
Für frische Luft reicht ein Jogginganzug ;-)
Martin
> Am Sun, 05 Feb 2006 23:27:25 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Euros?? Falscher Beweggrund der hier unterstellt wird, jedenfalls für die
>> meisten die ich kenne!!
>
> Klosterschwesterchen! Oben im Thread hast Du noch ganz anders gesprochen
> -- fifty-fifty.
So ist ja auch die Gesetzeslage. Hälfte Finder- Hälfte Grundstücksbesitzer.
Warum auf etwas Verzichten wenns einem Zusteht? Okay, mittlerweile lieber
100% für mich bevor Anzeige wegen Raubgräber.., also doch illegal.
> Für frische Luft reicht ein Jogginganzug ;-)
Na, Dein Gesicht möchte ich sehen wenn Spinnenjagen von Heute auf Morgen
verboten wird.
Braucht man dazu eigentlich einen Fachnachweiß und Cites- Papiere wegen
Artenschutz? Nicht nur eine Erlaubnis, meine ich.
Mußte ich mal für meinen Sittich machen als der sein Huhn beglückte ;-)
Seit dem darf ich mich Händler und Züchter für Papageien und Sittiche
nennen, rotfl.
Nils
Hier, hab ich von nem Kollegen bekommen, ist zwar schon älter (94) aber
Witzig/ Traurig:
Der Herr war guter Dinge mit dem Metalldetektor durch die Flora ? ihm war
nach Suchen, nicht einmal gezielt auf Bodendenkmäler, und erfand zu seinem
Glück (wie er zunächst durchaus meinte) ein Hufeisen. Nahm es mit nach
Hause, denn es sollte ihm doch Glück bringen. Er hatte noch mehr Glück und
fand weitere Hufeisen.
Überglücklich ? wie Gustav Gans aus Entenhausen ? wandte er sich an das
Denkmalamt, denn weil er akribisch die Örtlichkeiten der Funde
aufgezeichnet hat, war er sicher, neben den Hufeisen einen alten Fahrweg
entdeckt zu haben, da die Fundorte eine Trasse bildeten.
Da war dann auch Schluß mit Glück und Lustig, er bekam Ärger (Raubgrabung,
Fundunterschlagung usw.). Meines Wissens besaß damals das Land
Niedersachsen noch kein Schatzregal, aber die Unterschlagung bestand dem
Miteigentümer Grundstückseigner gegenüber ?a also nicht dem Land als
Eigentümer.
Der Herr Orthopäde(?) und sein Anwalt (der auch selten mit solchen Dingen
betraut wurde) wollten möglichst schnell sich in die Rechtsmaterie
einfinden, daher hatte man sich mit mir ins Benehmen gesetzt.
Nach Urteil wurde mir das Ergebnis mitgeteilt.
Es ist ihm verboten worden, Hufeisen und ?nägel zu suchen u n d zu bergen.
Genehmigungspflichtiges Vorhaben.
Ausdrücklich wurde ihm weiterhin die Suche nach mittels Metalldetektor
gestattet.
Der Richter war nicht so weit gegangen, ihm die Nutzung des Detektors und
die Suche nach Metallteilen genehmigungspflichtig zu machen.
Allerdings ist seitdem zum Bergen eines Hufeisens und/oder ?nagels die
Denkmalbehörde einzuschalten (ggfls. zur Sicherung der Fundsituation die
Polizei zu verständigen, falls die Denkmalbehörden wie an Wochenenden oder
außerhalb der normalen Dienstzeit nicht erreichbar sind).
Ergebnis:
Wer auch nur einen Hufnagel findet, ob mit oder ohne Detektor, oder weiß, wo
er sich einen solchen in den Autoreifen gefahren hat, hat gefälligst die
Behörden wegen des Denkmalschutzes zu verständigen.
Also, finden darf man (auch mittels Detektor ? das einzig Positive an diesem
Verfahren), aber dann Finger weg.
Also um Hufnägel große Bögen machen, sie gehörten mit Sicherheit zu einem
Hufeisen und sind geeignet, einen alten Fahrweg er Archäologie zu
erschließen.
Oder der Archäologie sehr behilflich sein, sich gesetzeskonform verhalten
und sofort bei jedem Hufnagel die Behörden verständigen.
Was meint ihr, was die ?Freunde und Helfer? von der ?Trachtengruppe
Grün-Weiß? Euch erzählen?!
Seitdem weiß ich nicht: ist hier Schluß mit Lustig oder beginnt hier erst
lustig?
Hufeisen bringen Glück, nur dem Schatzsucher nicht!
>> ist doch ne lustige Geschichte...
Nils
> Braucht man dazu eigentlich einen Fachnachweiß und Cites- Papiere wegen
> Artenschutz? Nicht nur eine Erlaubnis, meine ich.
Die Erlaubnis habe ich eigentlich gerade wegen geschützter Arten. Ansonsten
braucht man keine.
Im Prinzip bräuchte ich eine Sondergenehmigung der Unteren
Naturschutzbehörde, wenn ich Naturschutzgebiete abseits von Wegen betreten
will, aber da schert sich kein Mensch drum. Ich käme mir bekloppt vor, mich
dafür um eine Genehmigung zu bemühen, während alle anderen Leute
verbotswidrig dort ihre Hunde frei laufen lassen und sich auch sonst um
alle Vorschriften nicht scheren.
> Seit dem darf ich mich Händler und Züchter für Papageien und Sittiche
> nennen, rotfl.
Du hättest ja auch ein Minispiegelei braten können.
Nein, eine Fachkundenachweis benötige ich nicht.
Martin
[Gerichtsverhandlung]
Ganz sicherlich führt solches unkooperatives Handel nur dazu, dass niemand
mehr einen Fund meldet.
Da kann ich von Glück sagen, dass mein Hobby keine Facetten hat, die einen
finaziell in Versuchung führen könnten. Es kostet nur Geld und der Gewinn
liegt im angenehmen Gefühl, etwas ehrenamtlich für die Forschung getan zu
haben. Zudem erlernt man dabei eine ganze Menge.
Martin
> Am Mon, 06 Feb 2006 04:35:27 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
> [Gerichtsverhandlung]
> Ganz sicherlich führt solches unkooperatives Handel nur dazu, dass niemand
> mehr einen Fund meldet.
Leider sehr Wahr.
> Da kann ich von Glück sagen, dass mein Hobby keine Facetten hat, die einen
> finaziell in Versuchung führen könnten.
Die finanzielle Versuchung ist da oft nicht gegeben. Es sind genug
Museumswürdige Stücke im Umlauf die imense Preise erwirtschaften können.
Denke nur an Jahrhunderte alte Sammlungen.
Ausserdem ist der Wert eines Hufnagels oder einer Pfeilspitze sehr gering.
Meine gemeldete und legale Hellebarde aus dem 16ten Jahrhundert hat ganze
195? eingebracht, mal so nebenbei.
Ein Stahlhelm der die letzten 60 Jahre mit original Farbe überstanden hat
bringt bis zu 400?.
> Es kostet nur Geld ........
Meine Sonde kostet 2000?, meine Tauchausrüstung liegt bei 4000?,
Recherchematerial, Anfahrtskosten etc.pp.
> ......und der Gewinn
> liegt im angenehmen Gefühl, etwas ehrenamtlich für die Forschung getan zu
> haben.
Ich würde auch so gerne ehrenamtlich meinem Hobby nachgehen und gleichzeitig
der Forschung helfen.
> Zudem erlernt man dabei eine ganze Menge.
Das kenne ich auch.
Vor allem die Vergangenheit nicht mehr nur Schwarz- Weiß zu sehen wie früher
als Teenager.
Nils
> Ausserdem ist der Wert eines Hufnagels oder einer Pfeilspitze sehr gering.
Wir hatten auch schon von einem Schwert gesprochen.
> Meine gemeldete und legale Hellebarde aus dem 16ten Jahrhundert hat ganze
> 195? eingebracht, mal so nebenbei.
Sicher muss man das als sonstige Einkünfte versteuern. Und wer zahlt das
Geld? Ein Museum?
> Ein Stahlhelm der die letzten 60 Jahre mit original Farbe überstanden hat
> bringt bis zu 400?.
Potztausend! Welcher Depp gibt so viel Geld für eine Metallschüssel aus?
Martin
> Am Tue, 07 Feb 2006 15:28:48 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Ausserdem ist der Wert eines Hufnagels oder einer Pfeilspitze sehr
>> gering.
>
> Wir hatten auch schon von einem Schwert gesprochen.
>
...und davon das man sowas nur alle Jubeljahr mal findet, wenn überhaupt.
Hufnägel und Eisen, da kann ich mit um mich schmeissen.
>> Meine gemeldete und legale Hellebarde aus dem 16ten Jahrhundert hat ganze
>> 195? eingebracht, mal so nebenbei.
>
> Sicher muss man das als sonstige Einkünfte versteuern.
Oh, wie nennt man das noch so schön im Beamtendeutsch??
Umverteilung oder Umlegung von privatem Eigentum/ Vermögen. Glaube ich.
Es ging da mal um eine ALG2 Empfängerin die Kinderklamotten bei Ebay
verkaufte und sich erfolgreich gegen eine Anrechnung von Amts wegen wehrte.
Ist ein normaler Privatverkauf wie Flohmarkt und Ebay.
> Und wer zahlt das
> Geld? Ein Museum?
Hier war es ein Sammler.
>> Ein Stahlhelm der die letzten 60 Jahre mit original Farbe überstanden hat
>> bringt bis zu 400?.
>
> Potztausend! Welcher Depp gibt so viel Geld für eine Metallschüssel aus?
Depp?! Sorry, Martin, aber welcher Depp rennt in seiner Freizeit durch die
Gegend und sammelt Spinnen???
Nichts für Ungut
> Martin
Nils
>> Potztausend! Welcher Depp gibt so viel Geld für eine Metallschüssel aus?
>
> Depp?! Sorry, Martin, aber welcher Depp rennt in seiner Freizeit durch die
> Gegend und sammelt Spinnen?
Menschen mit naturwissenschaftlichem Interesse. Im Regelfall sind das recht
gut gebildete Leute; also Akademiker.
Nun beantworte bitte meine Frage.
Martin
Menschen mit historischem Interesse. Im Regelfall sind das auch gebildete
Leute, vielleicht weniger Akademiker, dafür nicht minder schlau.
Meist sind diese auch aus der gehobeneren Mittelschicht, ein solches Hobby
kostet schließlich Unmengen an Geld, vom Detektor bis zum Ankauf von 600?
Helmen.
Vom Arbeitslosen über Handwerksmeister bis zum hohen Beamten, alles
vertreten.
Wobei mich wirklich wundert das wir gerade in den Foren sehr viele Beamte
als Sucher haben. Sammler sind es sogar einige mehr.
Mein Lieblingsrecherche- Kollege ist Finanzbeamter/ Steuerprüfer, der ist so
schön genau :-), dem entgeht nichts.
Da ich meinen größten Spaß an der Suche habe und solche Teile finde, habe
ich persönlich nicht so das Bedürfnis mir einen Helm oder sonstiges
Ausrüstungsstück für viel Geld zu kaufen, aber ich kenne Leute die alles an
Geld was sie haben in solche Sachen stecken.
Es geht den Leuten auch nicht darum das es Nazi- Relikte sind, das möchte
ich hier nochmal klarstellen.
Sie opfern ihre Freizeit, beschreiben,archivieren und belegen die Sachen auf
hohem wissenschaftlichen Niveau. Es gibt dutzende und hunderte Fachbücher
über diese Gegenstände und sie werden Tausendfach verkauft. Große Foren im
Internet haben bis zu 50.000 Mitglieder, wobei die Nullposter und Nurleser
natürlich einen sehr hohen Anteil haben; weil der harte Kern hat ein
solches Fachwissen das ein Mitreden auf Hobbybasis keinen Spass macht.
Wir haben Fachinformatiker und Elektronikingenieure die in Foren eigene
Metalldetektoren entwickeln und das auf Geologieniveau.
Dein Vorhaben mit der geologischen Untersuchung und prospektion eines
Geländes kann ich gerne mal an BOBO weiterreichen, der hat innerhalb eines
Jahrs ein Gradiometer entwickelt das auch Funktioniert und keine 20000E
kosten wird.
Martin, das mit dem Deppen war nicht persönlich gemeint, aber ich habe
manchmal den Eindruck das Du hinter Militaria- Sammlern nur Skinheads und
Ewiggestrige vermutest.
Gibt es auch, keine Frage. Ganz großes Negativbeispiel ist in meinen Augen
z.B. das M- Fund-Forum. Hier 12 Seiten durchlesen und mir dreht sich der
Magen um. Schade das die Admins und Moderatoren es soweit haben kommen
lassen.
erstmal
Nils
Anscheindend legst Du es auf einen 1:1-Vergleich an.
> Menschen mit historischem Interesse.
Welchen so hochwertigen Wissensgewinn bietet ein Stahlhelm? Immerhin dürfte
doch Machart, Konstruktion u.s.w. hinreichend bekannt sein. Was Spinnen
betrifft interessiert vor allem welche Arten, wann wo nachgewiesen werden.
Darüber gibt es bundesweite Nachweiskarten: http://spiderling.de.vu/
Allerdings würde ich für eine Spinne nicht 400 Euro ausgeben. Ja nicht
einmal 5.
> Dein Vorhaben mit der geologischen Untersuchung und prospektion eines
> Geländes
Es war nur eine Idee. Eine weitere ist, per Modellboot Kleingewässer
systematisch per Echolot im Tiefenrelief zu erfassen. Das Sondenfahrzeug zu
Land stelle ich mir schwierig vor, denn
a) Wird die notwendige (Elektro-) Motorik sicher die empfindliche
Sensorspule stören
b) ist es schwierig Geländehindernissen automatisiert auszuweichen
Eine manuelle Lenkung würde b) entschärfen können. Dann bleibt aber noch
Problem a)
> Martin, das mit dem Deppen war nicht persönlich gemeint, aber ich habe
> manchmal den Eindruck das Du hinter Militaria- Sammlern nur Skinheads und
> Ewiggestrige vermutest.
Anfangs war das auch der Fall und eine guter Teil wird -- nun nicht die
hirnamputierten Skinheads -- aber doch so manch anderer unauffällige Beamte
sicher mehr oder minder verhohlen 3.-Reich-Fan sein. Ich nehme einfach an,
dass der Anteil unter den Militariensammlern höher ist als der der übrigen
Bevölkerung.
Letztendlich diktiert die Nachfrage den Preis. Dass ein Massenerzeugtnis
wie der Stahlhelm mehr als den doppelten Wert einer antiken Hellebarde
erzielt, finde ich doch sehr bezeichnend. Das ist, als sei eine alte Dose
Erbsensuppe mehr wert als eine Vase der Ming-Dynastie.
> Gibt es auch, keine Frage. Ganz großes Negativbeispiel ist in meinen Augen
> z.B. das M- Fund-Forum.
Dieses hier? http://www.militaria-fundforum.de/
Die Aufmachung erfüllt schon jedes Klischee des von unkritischer
Militärbewunderer; Tatzenkreuze wohin man blickt, als gäbe es nichts
hübscheres. Zum Weiterlesen fehlt mir da einfach das Interesse.
Martin
> Am Tue, 07 Feb 2006 19:00:49 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
> Anscheindend legst Du es auf einen 1:1-Vergleich an.
Nö, aber in Ermangelung von genug Hintergrund, drehe ich Dir einfach das
Wort im Munde um und mache aus Deinen Aussagen meine Aussagen! Wenns passt
natürlich nur.
>> Menschen mit historischem Interesse.
>
> Welchen so hochwertigen Wissensgewinn bietet ein Stahlhelm? Immerhin
> dürfte doch Machart, Konstruktion u.s.w. hinreichend bekannt sein.
Dem ist nicht so. Es gibt dutzende Formen, hunderte Unterformen,
Kombinationen der Farben, Embleme, Abzeichen, Hersteller, Codes für Firmen.
> Was
> Spinnen betrifft interessiert vor allem welche Arten, wann wo nachgewiesen
> werden. Darüber gibt es bundesweite Nachweiskarten:
> http://spiderling.de.vu/
Sowas gibts für Militaria auch. Es geh ja nicht nur um Helme sondern auch um
Abzeichen, Erkennungsmarken, Ausrüstung.
Was wurde von wann bis wann benutzt und wo, kann es sein das dieses mit
diesem Zusammen dort benutzt wurde.....
Wenn ich eine Erkennungsmarke finde beginnt eine Recherche vom Feinsten, wer
hat, wann, wo, wie, lebt er noch, kann man ihn treffen, ist er nach hause
gekommen,
>
> Allerdings würde ich für eine Spinne nicht 400 Euro ausgeben. Ja nicht
> einmal 5.
Geht mir bei manchen Militariasachen auch so, weil nicht mein
Interessengebiet.
>> Dein Vorhaben mit der geologischen Untersuchung und prospektion eines
>> Geländes
>
> Es war nur eine Idee. Eine weitere ist, per Modellboot Kleingewässer
> systematisch per Echolot im Tiefenrelief zu erfassen.
Wenn Du interesse hast und ich die Daten nachher für mich nutzen darf.. ich
hab Boot, Echolot mit GPS, Tauchausrüstung, Outdoornoebook mit
Kartenmaterial Norddeutschland 1: 25.000, etc.
> Das Sondenfahrzeug
> zu Land stelle ich mir schwierig vor, denn
>
> a) Wird die notwendige (Elektro-) Motorik sicher die empfindliche
> Sensorspule stören
> b) ist es schwierig Geländehindernissen automatisiert auszuweichen
>
> Eine manuelle Lenkung würde b) entschärfen können. Dann bleibt aber noch
> Problem a)
Ein Tiefenprofil für Gewässer könnte man mit einem Fischfinder prima
realisieren, eine solche Grundvermessung an Land, nicht nur auf Metallsuche
bezogen ist um einiges Schwieriger/ Teurer.
Das genannte Gradiometer würde so ca. 4000? kosten, hätte aber den Vorteil
das du das Gerät nur alle 1m einmal betätigst und dieses natürlich im
Quadratmeterraster, an einen Computer angeschlossen berechnet es dir ein
quasi 3D- Bild mit Tiefenangaben.
So einen Apparat kann man bestimmt an ein RC- Car anschließen wenn man
diesem das halten alle 1 Meter beibringt. So wäre wenigstens die Motorik
ausgeschaltet.
>> Martin, das mit dem Deppen war nicht persönlich gemeint, aber ich habe
>> manchmal den Eindruck das Du hinter Militaria- Sammlern nur Skinheads und
>> Ewiggestrige vermutest.
>
> Anfangs war das auch der Fall und eine guter Teil wird -- nun nicht die
> hirnamputierten Skinheads -- aber doch so manch anderer unauffällige
> Beamte
> sicher mehr oder minder verhohlen 3.-Reich-Fan sein. Ich nehme einfach
> an, dass der Anteil unter den Militariensammlern höher ist als der der
> übrigen Bevölkerung.
Wenn Fan nicht gleichzusetzen ist mit Fan atismus und Beführwortung, dann
geb ich Dir recht.
Und mit der höheren Anteilhaftigkeit...hallo. Bei Hunden wird mehr gebellt
als bei Katzen.
> Letztendlich diktiert die Nachfrage den Preis. Dass ein Massenerzeugtnis
> wie der Stahlhelm mehr als den doppelten Wert einer antiken Hellebarde
> erzielt, finde ich doch sehr bezeichnend. Das ist, als sei eine alte Dose
> Erbsensuppe mehr wert als eine Vase der Ming-Dynastie.
Naja, so ist das halt, schön finde ich es auch nicht das nur so wenig
geboten wurde, nichtmal wegen dem Geld...., mir wäre es sehr viel mehr WERT
gewesen.
>> Gibt es auch, keine Frage. Ganz großes Negativbeispiel ist in meinen
>> Augen z.B. das M- Fund-Forum.
>
> Dieses hier? http://www.militaria-fundforum.de/
Yes
> Die Aufmachung erfüllt schon jedes Klischee des von unkritischer
> Militärbewunderer; Tatzenkreuze wohin man blickt, als gäbe es nichts
> hübscheres.
Gegenfrage: Mit was sollte sich eine Internetplattform die sich mit
MILITARIA aus Deutschland beschäftigt sonst "schmücken"?
> Zum Weiterlesen fehlt mir da einfach das Interesse.
Hab ich vollstes Verständnis für.
>
> Martin
Nils
> Sowas gibts für Militaria auch. Es geh ja nicht nur um Helme sondern auch um
> Abzeichen, Erkennungsmarken, Ausrüstung.
Das ist ja schrecklich! Sind unsere Hobbies tatsächlich so austauchbar?
> Wenn ich eine Erkennungsmarke finde beginnt eine Recherche vom Feinsten, wer
> hat, wann, wo, wie, lebt er noch, kann man ihn treffen, ist er nach hause
> gekommen,
Wo recherchiert man in solchen Fällen denn? Immerhin geht es ja um
Persönlichkeitsdaten.
> Geht mir bei manchen Militariasachen auch so, weil nicht mein
> Interessengebiet.
Sondern? Leichen aus der Elbe fischen war sicher auch nicht Dein
Hauptanliegen. Kommst Du auch am 17. in die Theaterquelle?
>> Es war nur eine Idee. Eine weitere ist, per Modellboot Kleingewässer
>> systematisch per Echolot im Tiefenrelief zu erfassen.
>
> Wenn Du interesse hast und ich die Daten nachher für mich nutzen darf.. ich
> hab Boot, Echolot mit GPS, Tauchausrüstung, Outdoornoebook mit
> Kartenmaterial Norddeutschland 1: 25.000, etc.
Ich meine natürlich ein Modellboot.
> Ein Tiefenprofil für Gewässer könnte man mit einem Fischfinder prima
> realisieren
So ein Gerät bekommt man bei Ebay für fast lau. Eine andere Frage ist die,
der notwendigen Digitalisierung.
> Das genannte Gradiometer würde so ca. 4000? kosten
Gradiometer = Metalldetektor?
Wen ich das so sehen: http://shortlink.co.uk/7d2
Ist das ja schon reichlich Hightech. Ich hatte viel primitivere
Vorstellungen.
> Gegenfrage: Mit was sollte sich eine Internetplattform die sich mit
> MILITARIA aus Deutschland beschäftigt sonst "schmücken"?
Hufeisen, Münzen, Nägel und meinetwegen auch einem Orden. Es geht eben auch
moderater: http://www.bodenfundforum.com/
>> Zum Weiterlesen fehlt mir da einfach das Interesse.
>
> Hab ich vollstes Verständnis für.
Ich kann mich hier erkundigen. Das ist mir lieber. Diese Konversation
öffnet mit Einblicke genug und macht mich mit bislang fremdem bekannt.
Es ist selten eine Fehler, al über den Nahorizont zu blicken.
Martin
> Am Tue, 07 Feb 2006 22:37:34 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Sowas gibts für Militaria auch. Es geh ja nicht nur um Helme sondern auch
>> um Abzeichen, Erkennungsmarken, Ausrüstung.
>
> Das ist ja schrecklich! Sind unsere Hobbies tatsächlich so austauchbar?
Vom Grundprinzip her bestimmt. Trotzdem werde ich nicht anfangen Spinnen zu
jagen.
>> Wenn ich eine Erkennungsmarke finde beginnt eine Recherche vom Feinsten,
>> wer hat, wann, wo, wie, lebt er noch, kann man ihn treffen, ist er nach
>> hause gekommen,
>
> Wo recherchiert man in solchen Fällen denn? Immerhin geht es ja um
> Persönlichkeitsdaten.
Erste Anlaufstelle ist immer die Kriegsgräberführsorge und der Suchdienst
vom Roten Kreuz.
Hier auf unserer Ecke sind es ja meist weggeworfene Stücke, aber wenn man
weiter Richtung Osten geht, Berlin reicht schon, dann hat man auch mal
einen "Vermißten"
>> Geht mir bei manchen Militariasachen auch so, weil nicht mein
>> Interessengebiet.
>
> Sondern? Leichen aus der Elbe fischen war sicher auch nicht Dein
> Hauptanliegen. Kommst Du auch am 17. in die Theaterquelle?
Wieder der Unterschied Suchen und Finden, ein Smilie unterlasse ich hier
mal.
Ich bin in...., knapp 6 Stunden im Zug nach Parchim , muß leider arbeiten.
>>> Es war nur eine Idee. Eine weitere ist, per Modellboot Kleingewässer
>>> systematisch per Echolot im Tiefenrelief zu erfassen.
>>
>> Wenn Du interesse hast und ich die Daten nachher für mich nutzen darf..
>> ich hab Boot, Echolot mit GPS, Tauchausrüstung, Outdoornoebook mit
>> Kartenmaterial Norddeutschland 1: 25.000, etc.
>
> Ich meine natürlich ein Modellboot.
Das wäre vielleicht ein wenig klein, so ein Fishfinder ohne GPS ist schon
relativ groß, mit Geber.
>> Ein Tiefenprofil für Gewässer könnte man mit einem Fischfinder prima
>> realisieren
>
> So ein Gerät bekommt man bei Ebay für fast lau. Eine andere Frage ist die,
> der notwendigen Digitalisierung.
In der Beziehung bin ich eher ein Brachialbastler. Ich würde ein asbachuralt
Echolot nehmen mit Zeiger und diese Ausschläge per telemetrie übertragen.
Nur so ein ganz schneller Schuß.
>> Das genannte Gradiometer würde so ca. 4000? kosten
>
> Gradiometer = Metalldetektor?
>
> Wen ich das so sehen: http://shortlink.co.uk/7d2
>
> Ist das ja schon reichlich Hightech. Ich hatte viel primitivere
> Vorstellungen.
Dein Shortlink zeigt das Gerät eines "nicht sehr angesehenen" Möchtegern-
Bastlers. TAUCHT NIX.
Ein normaler Metalldetektor sucht und findet nur Metalle. Er strahlt ein
Magnetfeld aus und Empfängt, von Metall reflektierte Echos. Ausser Metall
zeigt er NICHTS an.
Ein Gradiometer ist wesentlich komplizierter, es empfängt den Erdmagnetismus
in Verbindung mit Echos von verschiedener Frequenz die es auch ausstrahlt.
So ein Gerät findet Metalle, unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Steine,
Wasseradern, Hohlräume.
Alles was nicht in die Normale gewachsene Erde gehört und vielleicht auf
Menschliche Bearbeitung zurückzuführen ist.
Damit spielen, Preisbedingt (ab 20.000) nur die ganz Großen und die
Offiziellen.
Kollege BOBO hat eins gebastelt und nimmt etwas Taschengeld zu den Kosten,
so um und bei 4000?
>
>> Gegenfrage: Mit was sollte sich eine Internetplattform die sich mit
>> MILITARIA aus Deutschland beschäftigt sonst "schmücken"?
>
> Hufeisen, Münzen, Nägel und meinetwegen auch einem Orden. Es geht eben
> auch moderater: http://www.bodenfundforum.com/
Meine Lieblingsspielwiese!!
Hat zwar auch eine Militariaecke (und keine Schlechte), aber Hauptgebiet ist
halt alles andere.
>
>>> Zum Weiterlesen fehlt mir da einfach das Interesse.
>>
>> Hab ich vollstes Verständnis für.
>
> Ich kann mich hier erkundigen. Das ist mir lieber. Diese Konversation
> öffnet mit Einblicke genug und macht mich mit bislang fremdem bekannt.
>
> Es ist selten eine Fehler, al über den Nahorizont zu blicken.
Klar, Wikipedia und Googel kann jeder.
So machts mehr Spass und man hat eventuell eine ECHTE Aussage und nicht nur,
hab ich gelesen.
> Martin
> Trotzdem werde ich nicht anfangen Spinnen zu
> jagen.
Bei Kloppenburg gibt es dafür sogar ein Werkzeug! Allerdings ist die
Zielgruppe eher die Hausfrauenschaft.
Arachnologen fangen Spinnen unter anderem mit dem Netz.
> Hier auf unserer Ecke sind es ja meist weggeworfene Stücke, aber wenn man
> weiter Richtung Osten geht, Berlin reicht schon, dann hat man auch mal
> einen "Vermißten"
Wie gruselig.
[Modelboot]
> Das wäre vielleicht ein wenig klein, so ein Fishfinder ohne GPS ist schon
> relativ groß, mit Geber.
Es muss so klein sein, dass eine kleine Autobatterie hinein passt, ohne
dass es absäuft. Ein PC muss auch hinein und ein wenig Elektrik und
Elektronik. So zumindest meine Grundvostellung.
Es würde also ein großes Modellboot, das wesentlich keiner als ein
Ruderboot wäre. Allerdings habe ich keine Erfahrung im Modellbau.
Vielleicht ist es idiotisch das Boot mit einen Universamlotor antreiben zu
wollen (mit Universalmotoren werden Staubsauger ausgestattet. Sie haben
beim Start viel Kraft.)
> In der Beziehung bin ich eher ein Brachialbastler. Ich würde ein asbachuralt
Telemetrie? Das klingt grafisch. Ab einen A/D-Wandler dachte ich schon.
> Ein normaler Metalldetektor sucht und findet nur Metalle. Er strahlt ein
> Magnetfeld aus und Empfängt, von Metall reflektierte Echos.
Ich dachte immer,diese Dinger registrieren die Änderung des Magnetfeldes.
Echos kommen mir da nicht in den Sinn.
> Ein Gradiometer ist wesentlich komplizierter, es empfängt den Erdmagnetismus
> in Verbindung mit Echos von verschiedener Frequenz die es auch ausstrahlt.
> So ein Gerät findet Metalle, unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Steine,
> Wasseradern, Hohlräume.
Das erinnert etwas an pyrotechnische Bodenerkundung. Oder letztendlich an
Sonartechnik.
> Alles was nicht in die Normale gewachsene Erde gehört und vielleicht auf
> Menschliche Bearbeitung zurückzuführen ist.
Sowas kann man auch anhand von Luftbildern an unterschiedlichem
Pflanzenwuchs feststellen. So sieht man auch auf dem Gelände der
KZ-Gedenkstätte Neuengamme (HH) stickstoffanzeigende Brennesseln besonders
gehäuft dort stehen, wo einst die Küche gestanden hat.
Desgleichen kann man antiken Siedlungen durch Luftbilder erkennen, weil
dort, wo der Boden noch immer stärker verdichtet ist, Pflanzen schlechter
gedeihen.
> Kollege BOBO hat eins gebastelt und nimmt etwas Taschengeld zu den Kosten,
> so um und bei 4000?
Für Selbstbau kommt mir das Budget bei 4000 Tacken ebenfalls noch sehr
üppig vor. Für Sonartechnik braucht man eigentlich nur einen kräftigenund
robusten Lautsprecher nebst Verstärker und gute Mikrophone. Vielleicht noch
eine Eimerketten-Verzögerung, damit es keine Rückkopplung gibt.
Die Magnet-Spule wird sicherlich nicht mit Platindraht zu wickeln sein. Und
die Auswerteelektronik kann, Digitalisierung der Messwerte vorausgesetzt,
per PC erfolgen.
Was ist Stand der Technik?
Martin
> Am Tue, 07 Feb 2006 23:52:06 +0100 schrieb Nils Berthold:
>
>> Trotzdem werde ich nicht anfangen Spinnen zu
>> jagen.
>
> Bei Kloppenburg gibt es dafür sogar ein Werkzeug! Allerdings ist die
> Zielgruppe eher die Hausfrauenschaft.
>
> Arachnologen fangen Spinnen unter anderem mit dem Netz.
In der Wohnung nehme ich immer Glas/ Becher und ein Blatt papier.
Das aber auch nur bei RIESENSPINNEN, bin ja kein Mädchen. Aber so ne 5cm
Kellerspinne.. uargh, nee. Muß nicht sein.
> [Modelboot]
>> Das wäre vielleicht ein wenig klein, so ein Fishfinder ohne GPS ist schon
>> relativ groß, mit Geber.
>
> Es muss so klein sein, dass eine kleine Autobatterie hinein passt, ohne
> dass es absäuft. Ein PC muss auch hinein und ein wenig Elektrik und
> Elektronik. So zumindest meine Grundvostellung.
>
> Es würde also ein großes Modellboot, das wesentlich keiner als ein
> Ruderboot wäre. Allerdings habe ich keine Erfahrung im Modellbau.
> Vielleicht ist es idiotisch das Boot mit einen Universamlotor antreiben zu
> wollen (mit Universalmotoren werden Staubsauger ausgestattet. Sie haben
> beim Start viel Kraft.)
>
>> In der Beziehung bin ich eher ein Brachialbastler. Ich würde ein
>> asbachuralt
>
> Telemetrie? Das klingt grafisch. Ab einen A/D-Wandler dachte ich schon.
Es gibt Modelbootrümpfe in der geforderten Größe. Aber wenn es nur "Einfach"
sein soll reichen zwei Kunststoffrohre mit Querverbindung, also ein
Katamaran. Sowas hatte ich mal als Basis für ein UW- Kamera- Projekt.
Telemetrie heißt glaube ich prinzipiell nur Datenübertragung per Funk.
Einfache und preiswerte Modelle gibt es bei Conrad- Clonen.
>> Ein normaler Metalldetektor sucht und findet nur Metalle. Er strahlt ein
>> Magnetfeld aus und Empfängt, von Metall reflektierte Echos.
>
> Ich dachte immer,diese Dinger registrieren die Änderung des Magnetfeldes.
> Echos kommen mir da nicht in den Sinn.
Das sind die sog. Magnetometer, auch Förstersonden genannt. Die können aber
auch nur Metalle finden, sogar nur Ferrometalle. mehr als ein Piepen, wenn
Metall unter der Spule liegt wirst du nicht hören, geschw. denn sehen.
>> Ein Gradiometer ist wesentlich komplizierter, es empfängt den
>> Erdmagnetismus in Verbindung mit Echos von verschiedener Frequenz die es
>> auch ausstrahlt. So ein Gerät findet Metalle, unterschiedliche
>> Bodenbeschaffenheiten, Steine, Wasseradern, Hohlräume.
>
> Das erinnert etwas an pyrotechnische Bodenerkundung. Oder letztendlich an
> Sonartechnik.
Pyrotechnische Bodenerkundungen sind sehr genau, gehen in den cm- Bereich.
Das berechnete Bild sieht aus wie ein Foto was man bearbeitet hat.
>> Alles was nicht in die Normale gewachsene Erde gehört und vielleicht auf
>> Menschliche Bearbeitung zurückzuführen ist.
>
> Sowas kann man auch anhand von Luftbildern an unterschiedlichem
> Pflanzenwuchs feststellen. So sieht man auch auf dem Gelände der
> KZ-Gedenkstätte Neuengamme (HH) stickstoffanzeigende Brennesseln besonders
> gehäuft dort stehen, wo einst die Küche gestanden hat.
>
> Desgleichen kann man antiken Siedlungen durch Luftbilder erkennen, weil
> dort, wo der Boden noch immer stärker verdichtet ist, Pflanzen schlechter
> gedeihen.
Ist eine sehr Interessante Sache, bei uns sind z.B. die D- SAT CDs sehr
beliebt, diese CD- Reihe mit den Satelitenfotos von Deutschland.
>> Kollege BOBO hat eins gebastelt und nimmt etwas Taschengeld zu den
>> Kosten, so um und bei 4000?
>
> Für Selbstbau kommt mir das Budget bei 4000 Tacken ebenfalls noch sehr
> üppig vor. Für Sonartechnik braucht man eigentlich nur einen kräftigenund
> robusten Lautsprecher nebst Verstärker und gute Mikrophone. Vielleicht
> noch eine Eimerketten-Verzögerung, damit es keine Rückkopplung gibt.
>
> Die Magnet-Spule wird sicherlich nicht mit Platindraht zu wickeln sein.
> Und die Auswerteelektronik kann, Digitalisierung der Messwerte
> vorausgesetzt, per PC erfolgen.
>
> Was ist Stand der Technik?
Es ist jetzt 4.40 Uhr um 6.00 geht mein Zug.
Aber am Freitag/ Samstag werde ich da gerne nochmal anknüpfen.
LG
NIls
Nun komme ich endlich dazu, hier weiter zu machen
> Aber so ne 5cm
> Kellerspinne.. uargh, nee. Muß nicht sein.
Ich schätze, Du meinst die Hausspinne Tegenaria atrica
Foto: http://faq.spinnen-forum.de/tegenaria.html "Der Schrecken der
Hausfrauen"
Der Name "Kellerspinne" gehört Amaurobius ferox. Die ist etwas kleiner und
sieht genauso schrecklich aus, gehört aber zu den gefährdeten Arten.
Keine von diesen ist 5 cm groß, da man nur vom Kopf bis zu den Spinnwarzen
misst. Bei der Hausspinne sind das maximal 18 mm. Bei der Kellerspinne 15
mm: http://spinnen-forum.de//datenbank.php?name=Amaurobius+ferox
Dies als kleiner Exkurs zu meinem Fachgebiet ;-)
Ich hoffe, Anja hat sich schön gegruselt, sofern sie mit liest.
[Modelboot]
> Es gibt Modelbootrümpfe in der geforderten Größe. Aber wenn es nur "Einfach"
> sein soll reichen zwei Kunststoffrohre mit Querverbindung, also ein
> Katamaran. Sowas hatte ich mal als Basis für ein UW- Kamera- Projekt.
Ich halte es für nötig, dass das Boot über Wasser bleibt.
> Telemetrie heißt glaube ich prinzipiell nur Datenübertragung per Funk.
Packetradio?
> Das sind die sog. Magnetometer, auch Förstersonden genannt. Die können aber
> auch nur Metalle finden, sogar nur Ferrometalle. mehr als ein Piepen, wenn
> Metall unter der Spule liegt wirst du nicht hören, geschw. denn sehen.
Mit welcher Technik ist denn anderes auszumachen?
> Aber am Freitag/ Samstag werde ich da gerne nochmal anknüpfen.
Ich bin gespannt. Vielleicht kommst Du ja am Fr in die Theaterquelle
(Fischergube)?
Ich kann mir vorstellen, dass wir uns in unseren Hobbies hinsichtlich
Gelände-Merkmalen gegenseitig Tipps geben könnten. Wenn ich irgend welche
Siedlungs-Reste oder Konstellationen vorfinde, die nach militärischen
aussehen, könnte ich Dir bescheid geben und im Gegenzug könntest Du mir
Informationen über für mich interessante Areale zukommen lassen.
Sehr interessieren mich Standorte, wo es (auch stellenweise) spärliche
Vegetation mit offenen Sand- oder Kießstellen gibt. Hier ist eine besondere
Fauna zu erwarten, die mich besonders stark interessiert. Vor allem
interessieren mich Trockenstandorte. Z. B. auf sandigen Gründen.
Martin