In der heutzutage üblichen professionellen Freundlichkeit, in der jede
Supermarkkassiererin einem einen schönen Tag wünscht, stellte die eine die
beiden vor und kam dann gleich auf den BUND und die Umwelt zu sprechen. Als
sei es selbstverständlich, dass ich mir ihren Vortrag anhören wollte, ja
fast, als hätte ich keine ander Wahl.
Da ich bei Klinkenputzer grundsätzlich nichts unterschreibe oder kaufe,
sagte ich freundlich, ich hätte kein Interesse, noch ehe sie mit ihrer
artig auswendig aufgesagten Platte zuende war. Ihr nächster Satz begann
dann mit "Ja, aber ..." um einen anderen auswendig gelernten Text
runterzuleiern, der darauf zielte, dass man ja wohl für den Schutz der
Umwelt sei.
So etwas macht mich wütend. Wenn ich sage, ich hätte kein Interesse, dann
will ich kein "aber" hören. Ich wünschte den beiden hartnäckigen Damen dann
einen schönen Tag und machte dann sofort die Tür zu.
Mit dieser Aktion hat der BUND bei mir alle Türen zugeschlagen.
Martin
>Vorhin klingelten zwei junge Mädchen bei mir, welche ganz und gar nicht in
>das übliche Natur- und Umweltschützerbild passten. Mit dem Piercing an der
>Unterlippe könnte ich sie mir eher als Schuhfachverkäuferin oder
>Verkäuferin in einer Imbiskette vorstellen. Daran änderten ihre
>BUND-T-Shirts überhaupt nichts.
Wann ca war das? Dachte nämlich ich hätte es vorhin klingeln gehört,
war mir aber nicht sicher, da ich keinen Besuch erwartet habe und ein
wenig lauter Musik gehört hatte.
Es grüßt Marco
>In der heutzutage üblichen professionellen Freundlichkeit,
Du bringst es auf den Punkt: Professionalisierung ist das Stichwort.
Heutzutage sind kommerzielle Spendensammler unterwegs, die von den
gewonnenen Spenden oder Mitgliederzahlungen entsprechende Provisionen
bekommen.
>So etwas macht mich wütend. Wenn ich sage, ich hätte kein Interesse, dann
>will ich kein "aber" hören. Ich wünschte den beiden hartnäckigen Damen dann
>einen schönen Tag und machte dann sofort die Tür zu.
Diese Drücker sind unter extremen Erfolgsdruck. Das entschuldigt deren
Methoden und Benehmen keineswegs, erklärt aber so manches.
Nik
> Heutzutage sind kommerzielle Spendensammler unterwegs, die von den
> gewonnenen Spenden oder Mitgliederzahlungen entsprechende Provisionen
> bekommen.
Genau das wollte ich mit meinen Worten nahelegen. Die beiden waren ganz
offensichtlich nicht aus Überzeugung in ehrenamtlicher Mission unterwegs,
sondern um selber Geld zu verdienen. Geld, dass das zu bewerbende
Unternehmen aus den eingeworbenen Spenden genau diesen Leuten bezahlt.
Vor über 20 Jahren spendete ich mal für "Brot für die Welt". Danach bekam
ich dauernd bunte Prospekte von denen ins Haus, die allesamt mehr kosteten,
als ich denen je spendete (20 DM). Das schafft Spendenmüdigkeit.
Zuletzt habe ich mal an "Ärzte ohne Grenzen" gespendet. Von denen kam nie
ein Prospekt. Wenn, dann spende ich denen etwas. Da bin ich mir sicher,
dass nicht 70% der Spenden für Verwaltung und Werbung ausgegeben wird.
> Diese Drücker sind unter extremen Erfolgsdruck.
Ich gönne nur solchen Leuten Erfolg, die es auf anständige Art versuchen.
Drückerkolonnen, Vertreter und Taschendiebe zähle ich nicht dazu.
Martin
> Wann ca war das? Dachte nämlich ich hätte es vorhin klingeln gehört,
Gut möglich, das die das waren. Du liegst ja auf der Strecke.
Martin
>Genau das wollte ich mit meinen Worten nahelegen. Die beiden waren ganz
>offensichtlich nicht aus Überzeugung in ehrenamtlicher Mission unterwegs,
>sondern um selber Geld zu verdienen. Geld, dass das zu bewerbende
>Unternehmen aus den eingeworbenen Spenden genau diesen Leuten bezahlt.
Die Zeit des ehrenamtlichen Spendensammlers, der in seiner Freizeit
die DRK-Uniform anzieht und von Haus zu Haus geht, ist lange vorbei.
Spendensammeln, neudeutsch Fund-Raising, ist heute ein Geschäft wie
jedes andere auch. Braucht eine Organisation Geld, dann beauftragt sie
entsprechende Firmen, die dann ihre Mitarbeiter auf die Menschheit
loslassen.
>Vor über 20 Jahren spendete ich mal für "Brot für die Welt". Danach bekam
>ich dauernd bunte Prospekte von denen ins Haus, die allesamt mehr kosteten,
>als ich denen je spendete (20 DM). Das schafft Spendenmüdigkeit.
Bei Dir vielleicht.
Solange die Quote der verschickten Briefe mal der duschschnittlichen
Spendensumme höher als die Kosten sind, rechnet sich das für die
Organisation. (Prinzip Gießkanne).
Manche Orgas sind aber auch so schlau auszuwerten, wer auf Schreiben
nicht reagiert und sondern den Betreffenden dann aus dem eigenen
Datenbestand aus.
>Zuletzt habe ich mal an "Ärzte ohne Grenzen" gespendet. Von denen kam nie
>ein Prospekt. Wenn, dann spende ich denen etwas. Da bin ich mir sicher,
>dass nicht 70% der Spenden für Verwaltung und Werbung ausgegeben wird.
Sieh es andersrum: Von den Spenden kämen dann immer noch 30 Prozent
an, was bei einem ausreichend hohen Spendenvolumen immer noch viel
Geld ist.
Und, nein, das meine ich nicht zynisch. Wenn hier eine Million Spenden
Euro an Spenden für die Erdbebenopfer in Süd-Korlebata gesammelt
werden können, die Sammlung der Spenden, die Verwaltung der Spenden
und der Transport der Güter dann 7ß% verschlingen, dann kommen immer
noch Hilfslieferungen in Höhe von 300.000 Euro den Menschen dort
zugute. Gut, das ist viel weniger als gespendet wurde, aber es ist
viel mehr als nichts und es hilft Menschen zu überleben.
Nik
Bitte wirf Spendensammeln und Fundraising nicht in einen Topf. Fundraising
ist nämlich mehr als nur das Sammeln von Spenden - es beinhaltet alles, was
ein Unternehmen dazu (auch und gerade auf Marketing bezogen) noch tut.
> Sieh es andersrum: Von den Spenden kämen dann immer noch 30 Prozent
> an, was bei einem ausreichend hohen Spendenvolumen immer noch viel
> Geld ist.
Aber eine verdammt miese Quote.
> Und, nein, das meine ich nicht zynisch. Wenn hier eine Million Spenden
> Euro an Spenden für die Erdbebenopfer in Süd-Korlebata gesammelt
> werden können, die Sammlung der Spenden, die Verwaltung der Spenden
> und der Transport der Güter dann 7ß% verschlingen, dann kommen immer
> noch Hilfslieferungen in Höhe von 300.000 Euro den Menschen dort
> zugute. Gut, das ist viel weniger als gespendet wurde, aber es ist
> viel mehr als nichts und es hilft Menschen zu überleben.
Mehr armen Südkorlebatanern könnte geholfen werden, kämen 600000 Euro dort
an. Insofern ist das Streben nach niedrigeren Verwaltungs- und
Werbungskosten löblich. Das Zahlen von Provision an Werber kann übrigens zur
Aberkennung des vielgepriesenen Spendensiegels des DZI führen - die UNICEF
hat es vorgemacht.
Lukas
> Wenn hier eine Million Spenden Euro an Spenden für die Erdbebenopfer
> in Süd-Korlebata gesammelt werden können, die Sammlung der Spenden,
> die Verwaltung der Spenden und der Transport der Güter dann 7ß%
> verschlingen, dann kommen immer noch Hilfslieferungen in Höhe von
> 300.000 Euro den Menschen dort zugute.
Ein schlagendes Argument dafür, nie wieder etwas zu spenden! Wenn von
meinem Heiermann 3,50 in den eh' schon fetten Bäuchen von
Betroffenheitsprofiteuren verschwinden, dann versaufe ich ihn lieber.
Bei wirklich schlimmen Katastrophen werden in den Medien Konten
angegeben, oft mit einem Hinweis darauf, dass jeder Groschen vor
Ort landet. Jedes andere Spendenersuchen sollte man einfach
ignorieren.
Wer allerdings vor Ort die Hand wie weit aufhält und ob eine
entsprechende Leistung erbracht wird, bleibt dann immer noch die
Frage.
--
Tschüs!
Arnulf
> Bei wirklich schlimmen Katastrophen werden in den Medien Konten
> angegeben, oft mit einem Hinweis darauf, dass jeder Groschen vor
> Ort landet. Jedes andere Spendenersuchen sollte man einfach
> ignorieren.
Leider gibt es sehr viel dauerndes Elend und Hunger auf dieser Welt. Daran
denke ich jedesmal, wenn ich ein Stück Brot wegwerfe, weil es mir zu hart
gewordne ist. In anderen Regionen dieser Erde würden die Menschen sich
darum reißen. Und ich werfe es einfach in den Müll.
Viele haben nicht ausreichend sauberes Trinkwasser und hier braucht man nur
den Hahn aufdrehen und kann mit Trinkwasser sein Auto waschen.
Ich ziehe den Hut vor Menschen, die sich da engagieren. Das mindeste, das
ich tun kann, ist, etwas Geld zu geben. Aber bitte nur dort, wo auch die
volle Spende ankommt. Und diese Frage ist, wenn überhaupt, nur schwer zu
beantworten.
Martin
> Das Zahlen von Provision an Werber kann übrigens zur
> Aberkennung des vielgepriesenen Spendensiegels des DZI führen - die UNICEF
> hat es vorgemacht.
Was ist das DZI? Was macht UNICEF vor? Erzähl' mal.
Martin
>Bitte wirf Spendensammeln und Fundraising nicht in einen Topf. Fundraising
>ist nämlich mehr als nur das Sammeln von Spenden - es beinhaltet alles, was
>ein Unternehmen dazu (auch und gerade auf Marketing bezogen) noch tut.
Ich weiß.
Aber das klassische Spendensammeln, bei dem die Mitglieder des Vereins
mit der Sammelbüchse durch ihr Dorf gingen, ist vorbei. Profis können
das heutzutage manchmal besser. Aber nur manchmal.
>> Sieh es andersrum: Von den Spenden kämen dann immer noch 30 Prozent
>> an, was bei einem ausreichend hohen Spendenvolumen immer noch viel
>> Geld ist.
>
>Aber eine verdammt miese Quote.
Da sind wir uns einig.
Je geringer die Verwaltungsquote, desto besser.
>Mehr armen Südkorlebatanern könnte geholfen werden, kämen 600000 Euro dort
>an. Insofern ist das Streben nach niedrigeren Verwaltungs- und
>Werbungskosten löblich.
Absolut.
Doch selbst so katastrophale Zahlen sind immer ein lohnendes Geschäft
(für alle), weswegen manche Menschen es hinnehmen, mit derlei
schlechten QUoten zu leben.
>Das Zahlen von Provision an Werber kann übrigens zur
>Aberkennung des vielgepriesenen Spendensiegels des DZI führen - die UNICEF
>hat es vorgemacht.
Bei UNICEF gab's wohl noch ein paar andere Problemchen :-)
Nik
>> Das Zahlen von Provision an Werber kann übrigens zur
>> Aberkennung des vielgepriesenen Spendensiegels des DZI führen - die UNICEF
>> hat es vorgemacht.
>
>Was ist das DZI? Was macht UNICEF vor? Erzähl' mal.
www.google.de in den Browser eingeben, in das Suchfeld dann "UNICEF"
und "Spendenskandal" eingeben, angezeigte Treffer lesen.
Oder aber ersatzweise diesen Link lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Unicef_Deutschland#UNICEF_in_Deutschland
Das ging damals wochenlang durch die deutschen Medien.
Nik
>Ein schlagendes Argument dafür, nie wieder etwas zu spenden! Wenn von
>meinem Heiermann 3,50 in den eh' schon fetten Bäuchen von
>Betroffenheitsprofiteuren verschwinden, dann versaufe ich ihn lieber.
Das war ein ausgedachtes Zahlenspiel, um zu zeigen, daß selbst
schlechte Effizienz noch viel Gutes bewirken kann.
>Bei wirklich schlimmen Katastrophen werden in den Medien Konten
>angegeben, oft mit einem Hinweis darauf, dass jeder Groschen vor
>Ort landet. Jedes andere Spendenersuchen sollte man einfach
>ignorieren.
Glaubst Du im ernst, daß wirklich jeder Groschen dort landet?
Hallooohooooooooooo? Ein kurzer Test auf Plausibilität solcher
Aussagen ist schnell zu machen.
>Wer allerdings vor Ort die Hand wie weit aufhält und ob eine
>entsprechende Leistung erbracht wird, bleibt dann immer noch die
>Frage.
Alles kostet Geld.
Wenn UNICEF-Deutschland in Köln Büroräume mieten muß, um dort seine
Arbeit zu erledigen, dann kostet das. Und zwar Geld. Die Infrastruktur
kostet, Telefone, Faxgeräte, Computer, Fahrzeuge, alles kostet.
Das werden die UNICEF-MitARBEITER sicherlich nicht fon ihrem
Privatgeld bezahlen, im Gegenteil, die Mitarbeiter wollen für ihre
Arbeit bezahlt werden.
Ja, man kann bei der Beschaffung eines Dienstwagen versuchen, den
örtlichen Autohändler zu einer Spende zu bewegen. Im Idealfall spendet
Autohaus Schniedermüller dann soviel, wie die Karre kostet und man
verrechnet es gegenseitig, aber nur selten ist diese Welt so perfekt.
Jedes Stück Papier, was UNICEF verschickt, kostet Geld.
Baut UNICEF in Ost-Korlebata einen Brunnen, um ein Dorf mit
Trinkwasser zu versorgen, dann werden (dortige) Firmen bezahlt, es zu
tun. Ersatzweise kommen Spezialisten aus dem Ausland und bringen ihr
Brunnenbohrgerät mit. Dieser Transport kostet. Und die Experten machen
das auch nicht immer in ihrer unbezahlten Freizeit.
Übrigens... Welchen Wirkungsgrad hat Dein Auto? Ich bin sicher, daß
der Großteil der Energie in Wärme verpufft und nicht zum Vortrieb
dient.
Und wenn Du zu Hause 100 Watt elektrischer Energie verbrauchst,
wieviel mußte im Kraftwerk erzeugt werden, damit 100 Watt bei Dir
ankommen?
Manchmal ist eine Effizienz von 50% schon sehr hoch. Und, ja, höhere
Effizenzen wären toll, sind aber nur selten zu machen. Oder nur mit
sehr hohen Aufwand (und Kosten) zu erreichen.
Vielleicht magst Du einmal darüber nachdenken, wenn Du demnächst einen
Heiermann versäufst anstatt ihn zu spenden.
Nik
>Leider gibt es sehr viel dauerndes Elend und Hunger auf dieser Welt.
Zweifellos.
>Daran
>denke ich jedesmal, wenn ich ein Stück Brot wegwerfe, weil es mir zu hart
>gewordne ist. In anderen Regionen dieser Erde würden die Menschen sich
>darum reißen. Und ich werfe es einfach in den Müll.
Ich organisiere meinen Haushalt so, daß bei mir keine Lebensmitter
verderben und ich koche so, daß mir nix mißlingt. Gut, manchmal esse
ich dann Dinge, die mir hätten besser gelingen können, aber sie
wegzuwerfen, das kommt mir nicht inden Sinn.
>Viele haben nicht ausreichend sauberes Trinkwasser und hier braucht man nur
>den Hahn aufdrehen und kann mit Trinkwasser sein Auto waschen.
Ich wasche mein Auto sogar mit Regenwasser :-)
>Ich ziehe den Hut vor Menschen, die sich da engagieren. Das mindeste, das
>ich tun kann, ist, etwas Geld zu geben. Aber bitte nur dort, wo auch die
>volle Spende ankommt. Und diese Frage ist, wenn überhaupt, nur schwer zu
>beantworten.
Die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Die VOLLE Spende kommt
praktisch nirgendwo an. Fast immer geht ein Teil für Verwaltungs- oder
Transportkosten drauf.
Alles andere ist kaum zu erreichen.
Nik
>Was ist das DZI? Was macht UNICEF vor? Erzähl' mal.
Wenn Menschen derlei Fragen stellen, drängen sich mir ein paar Fragen
auf.
Ist es zuviel verlangt, mal schnell den Rechner anzuwerfen und eine
kurze Recherche anzustellen? Erst recht, wenn man eh schon am PC
sitzt? Nie war es so leicht wie heute, verschiedene Zeitungen andere
Informationsquellen zu nutzen. Warum sich dann von anderen Menschen
einen 'vom Pferd' erzählen lassen, wenn man sich rasch selbst
informieren könnte?
Wie mündig ist man als angeblich mündige Bürger und wie fundiert kann
die eigene Meinung zu (wichtigen) Dingen sein, wenn man keine Ahnung
hat?
Nik
Und genau deshalb habe ich die beiden Abkürzungen nicht erklärt. Ich wusste,
dass Martin nachfragen würde. Schade, dass Du mir mit Deiner Antwort
zuvorgekommen bist...
Lukas
>Und genau deshalb habe ich die beiden Abkürzungen nicht erklärt. Ich wusste,
>dass Martin nachfragen würde. Schade, dass Du mir mit Deiner Antwort
>zuvorgekommen bist...
Möchtest Du etwa andeuten, Du habest Martin ganz bewußt in einen
Hinterhalt gelockt?
Wie gemein...
Nik
> www.google.de in den Browser eingeben
Ich brauche keine Anleitung zum Googeln, sondern zwei drei Worte, worum es
geht.
Martin
> Ist es zuviel verlangt, mal schnell den Rechner anzuwerfen und eine
> kurze Recherche anzustellen?
Ja.
Martin
>Ich brauche keine Anleitung zum Googeln, sondern zwei drei Worte, worum es
>geht.
Gewisse Sachverhalte lassen sich nicht in zwei oder drei Wörtern
erklären.
Die meisten Menschen sind durchaus in der Lage, ein paar Sätze mehr zu
lesen und zu verstehen...
Gib Dir Mühe, Du schaffst das auch...
> Ich brauche keine Anleitung zum Googeln, sondern zwei drei Worte,
> worum es geht.
Der Aufwand für das Nychfragen mittels Posting (und die vergehende Zeit bis
zum potentiellen Eintreffen einer Antwort) ist aber doch unwesentlich höher
als das Aufrufen und Eintippen des Suchbegriffs bei Google oder Wikipedia.
Anja
>> ... werden in den Medien Konten angegeben, oft mit einem Hinweis
>> darauf, dass jeder Groschen vor Ort landet...
>
> Glaubst Du im ernst, daß wirklich jeder Groschen dort landet?
> Hallooohooooooooooo?
Was Du anschließend zitierst, hast Du vermutlich auch selbst gelesen:
>> Wer allerdings vor Ort die Hand wie weit aufhält und ob eine
>> entsprechende Leistung erbracht wird, bleibt dann immer noch die
>> Frage.
Verzeih! Ich hätte natürlich bedenken sollen, dass evtl. nicht jeder
Groschen *vor Ort* landet, dass der Betrüger vor Ort vielleicht damit
das Rote Kreuz unterstützt, und dass es evtl. gar keine Groschen mehr
gibt.
Es wird immer mühsamer, etwas so zu schreiben, dass Du es einfach mal
so stehenlässt. Da ich auch künftig keine Lust habe, für ein Posting
stundenlang auswendig oder mit Wikipedia auch noch den hinterletzten
Nebenaspekt hervorzukramen, vergeht mir allmählich die Lust, hier
weiter mitzumachen.
> Wenn UNICEF-Deutschland in Köln Büroräume mieten muß, um dort seine
> Arbeit zu erledigen, dann kostet das. Und zwar Geld. Die
> Infrastruktur kostet, Telefone, Faxgeräte, Computer, Fahrzeuge,
> alles kostet.
Wie schriebst Du neulich doch so richtig:
>>>>> <loriot>Ach!</loriot>
Du glaubst nicht im Ernst, dass Du damit irgendjemandem eine Neuigkeit
eröffnet hast. Folglich glaubst auch Du nicht im Ernst, dass solche
Antworten irgendeinen argumentativen Wert haben.
--
Tschüs!
Arnulf
Den Mutigen gehört die Welt... und die wollte ich schon immer haben.
Lukas
> Der Aufwand für das Nychfragen mittels Posting (und die vergehende Zeit bis
> zum potentiellen Eintreffen einer Antwort) ist aber doch unwesentlich höher
Ich benötige die Antwort nicht in Echtzeit. In der Zwischenzeit kann ich
andere Dinge erledigen, die mir zudem wichtiger sind. Das ist mir wärend
einer Onliknerecherche natürlich nicht möglich.
Alternativ könnte man sich aber auch gleich verständlich ausdrücken. Ein
Nebensatz hätte vermutlich ausgereicht.
Bei der Onlinerecherche wird man normalerweise mit Informationen erschlagen
und muss erst zeitaufwändig recherchieren, bis man das Informationsangebot
auf den wesentlichen Kern reduziert hat.
Ich möchte nicht auf der Homepage des DZI den ganzen Sermon über
Spendensiegel lesen müssen. Wer weiß, was er in seinem Posting damit sagen
will, kann das auf eine Aussage von knapp fünf Worten reduzieren.
Ich finde es unhöflich, einfach Stichworte zu posten und den Anspruch zu
stellen, der Leser möge sich gefälligst nähere Angaben zu den Hintergründen
aus dem Internet fischen.
Wie wir nun in Nikolaus' überflüssigem Thread "Wie muendig ist der
'muendige' Buerger?" lesen können, unterliegt dieses kindische Gezeter
obendrein einem gewissen Kalkül. Es muss jeder selber wissen, in welchen
Niveaukeller er herabzusteigen bereit ist. Mir ist dafür meine Zeit zu
schade.
Martin
> Ich benötige die Antwort nicht in Echtzeit. In der Zwischenzeit kann
> ich andere Dinge erledigen, die mir zudem wichtiger sind. Das ist mir
> wärend einer Onliknerecherche natürlich nicht möglich.
Onlinerecherche klingt aber sehr overengineered für das simple Nachschlagen
einer Abkürzung.
> Bei der Onlinerecherche wird man normalerweise mit Informationen
> erschlagen und muss erst zeitaufwändig recherchieren, bis man das
> Informationsangebot auf den wesentlichen Kern reduziert hat.
>
> Ich möchte nicht auf der Homepage des DZI den ganzen Sermon über
> Spendensiegel lesen müssen.
Hää?!?
Da gibt man einmal bei Wikipedia DZI ein (oder nutzt in einem modernen
Browser das zugehörige Suchfeld) und erhält
"Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ist eine unabhängige
Institution mit Sitz in Berlin, die soziale und karitative
Nichtregierungsorganisationen in Deutschland auf die Verwendung ihrer
Spendengelder prüft. Das DZI existiert seit 1893 als Stiftung bürgerlichen
Rechts."
Kurz, knackig, aussagekräftig, nix aufwendig recherchieren, nix auf
wesentlichen Kern reduzieren. Das ist bei mir mit 8 Tastendrücken (strg T,
P, Leerzeichen, D, Z, I, Enter) ereichbar und dauert keine zwei Sekunden.
Ne, tut mir leid, das kauf ich Dir jetzt nicht ab.
> Ich finde es unhöflich, einfach Stichworte zu posten und den Anspruch
> zu stellen, der Leser möge sich gefälligst nähere Angaben zu den
> Hintergründen aus dem Internet fischen.
Okay:
Google: Suchmaschine im Internet
Wikipedia: Projekt zur Erstellung einer Online-Enzyklopädie
Internet: weltweites Netzwerk von Computern
Computer: auweia... also... früher gab es Rechenschieber......
Maddin, wie weit soll ich denn ausholen? Urknall? Bienen und Blumen? Darf
ich Taschenrechner und Computer als bekannt voraussetzen oder soll ich die
lieber zur Sicherheit auch noch in einem Nebensatz erklären? Vielleicht auch
noch den Sinn des Lebens?
Nu lehn Dich ma zurück, lies Dein Posting noch mal durch und faß Dir an den
Kopp...
Anja
>Alternativ könnte man sich aber auch gleich verständlich ausdrücken. Ein
>Nebensatz hätte vermutlich ausgereicht.
Wochenlang war es immer wieder Thema in den Medien, auch in seriösen
Medien. Man mußte sich schon sehr bemühen, von dem Thema UNICEF und
den Umgang mit Spendengeldern NICHTS mitzubekommen.
>Bei der Onlinerecherche wird man normalerweise mit Informationen erschlagen
>und muss erst zeitaufwändig recherchieren, bis man das Informationsangebot
>auf den wesentlichen Kern reduziert hat.
Deswegen gab's ja auch den Link, der direkt zu UNICEF in Deutschland
führte. Dort war binnen 20 Sekunden zu lesen, was Thema war.
>Ich möchte nicht auf der Homepage des DZI den ganzen Sermon über
>Spendensiegel lesen müssen. Wer weiß, was er in seinem Posting damit sagen
>will, kann das auf eine Aussage von knapp fünf Worten reduzieren.
>
>Ich finde es unhöflich, einfach Stichworte zu posten und den Anspruch zu
>stellen, der Leser möge sich gefälligst nähere Angaben zu den Hintergründen
>aus dem Internet fischen.
Gegenfrage: Wie unhöflich ist es, sich Dinge, die allgemein bekannt
(weil über in den Medien) sind, erklären lassen zu wollen?
Bei einer politischen Diskussion fragst Du ja auch nicht nach, was die
Abkürzung "SPD" bedeutet, oder?
Man muß sich nicht durch > 120 Jahre Parteigeschichte oder durch das
Parteiprogramm lesen, um sich ein schnelles Bild zu verschaffen...
Nik
>Onlinerecherche klingt aber sehr overengineered für das simple Nachschlagen
>einer Abkürzung.
:-)
>Kurz, knackig, aussagekräftig, nix aufwendig recherchieren, nix auf
>wesentlichen Kern reduzieren. Das ist bei mir mit 8 Tastendrücken (strg T,
>P, Leerzeichen, D, Z, I, Enter) ereichbar und dauert keine zwei Sekunden.
>Ne, tut mir leid, das kauf ich Dir jetzt nicht ab.
Wer sich nicht selbst durch die Quellen lesen wollte, um sich ein
eigenes Bild zu machen, dem hatte ich diesen Link
http://de.wikipedia.org/wiki/Unicef_Deutschland#UNICEF_in_Deutschland
gegeben.
Dort standen die relevanten Informationen, binnen 20 Sekunden konnte
man sich das wieder ins Gedächtnis rufen, sollte man die Affäre damals
komplett verpaßt haben.
>Maddin, wie weit soll ich denn ausholen? Urknall? Bienen und Blumen? Darf
>ich Taschenrechner und Computer als bekannt voraussetzen oder soll ich die
>lieber zur Sicherheit auch noch in einem Nebensatz erklären? Vielleicht auch
>noch den Sinn des Lebens?
Der Sinn des Lebens ist bekanntlich 42 :-)
Nik
> Der Sinn des Lebens ist bekanntlich 42 :-)
Eigentlich 56, aber irgendwas war mit dem Universum schon immer nicht in
Ordnung und deswegen kann es auch nicht rechnen.
Anja
und in der Zwischenzeit dürfen andere ihre kostbare Zeit dafür nutzen dir
eine Antwort zu formulieren? Sehr großzügig...
Gruß
Jessica
Ähm, was bedeutet "SPD"? *d&r*
Jessica
>Ähm, was bedeutet "SPD"? *d&r*
salutem plurimam dicit
Nik
LOL
YMMD ^^
Jessica
> Onlinerecherche klingt aber sehr overengineered für das simple Nachschlagen
> einer Abkürzung.
Es ging nicht nur um die Übersetzung der Abkürzung, sondern über den
ferneren Inhalt folgenden Satzes: "Das Zahlen von Provision an Werber kann
übrigens zur Aberkennung des vielgepriesenen Spendensiegels des DZI führen
- die UNICEF hat es vorgemacht."
Um das zu verstehen, muss ich herausfinden, um welche Angelegenheit sehr
vieler bei Unicef es geht.
Ansonsten geht es mir wie Arnulf, welcher schrieb:
: Da ich auch künftig keine Lust habe, für ein Posting
: stundenlang auswendig oder mit Wikipedia auch noch den hinterletzten
: Nebenaspekt hervorzukramen, vergeht mir allmählich die Lust, hier
: weiter mitzumachen.
Martin
>> Da ich auch künftig keine Lust habe, für ein Posting
>> stundenlang auswendig oder mit Wikipedia auch noch den hinterletzten
>> Nebenaspekt hervorzukramen, vergeht mir allmählich die Lust, hier
>> weiter mitzumachen.
Laus, Leber?
Anja
>> Onlinerecherche klingt aber sehr overengineered für das simple Nachschlagen
>> einer Abkürzung.
>
>Es ging nicht nur um die Übersetzung der Abkürzung, sondern über den
>ferneren Inhalt folgenden Satzes: "Das Zahlen von Provision an Werber kann
>übrigens zur Aberkennung des vielgepriesenen Spendensiegels des DZI führen
>- die UNICEF hat es vorgemacht."
>
>Um das zu verstehen, muss ich herausfinden, um welche Angelegenheit sehr
>vieler bei Unicef es geht.
Das Thema ging lange genug durch die Medien. Wer's verpaßt hatte,
konnte es in der von mir angegebenen Quelle bei Wikipedia nachlesen.
>Ansonsten geht es mir wie Arnulf, welcher schrieb:
>: Da ich auch künftig keine Lust habe, für ein Posting
>: stundenlang auswendig oder mit Wikipedia auch noch den hinterletzten
>: Nebenaspekt hervorzukramen, vergeht mir allmählich die Lust, hier
>: weiter mitzumachen.
Sollte das bedeuten, daß Du aufhören wirst, dumme Fragen zu stellen,
so sollte sich der Verlust in engen Grenzen halten :-)
Nik, der's nicht versteht, warum manche Menschen lieber lange
nachfragen, statt die gegebene Antwort rasch selbst zu lesen.
Was ist eine Laus?
SCNR, Lukas
Aber das soll jemand anderes dann für Dich tun? Soll ich meine (momentan in
der Tat) wertvolle Zeit dafür opfern, jemandem, der offensichtlich nicht in
der Lage ist, eigenständig Abkürzungen nachzuschlagen, die Welt zu erklären?
Wie unverschämt ist das denn?
> Alternativ könnte man sich aber auch gleich verständlich ausdrücken. Ein
> Nebensatz hätte vermutlich ausgereicht.
Wäre aber überflüssig gewesen. Ein gewisses Maß an Kenntnis aktueller
politischer Themen darf vorausgesetzt werden - dazu gehört für mich auch der
Unicef-Spendenskandal. Wer das nicht weiß, dem stehen genug Möglichkeiten
offen, sich darüber schlau zu machen.
> Bei der Onlinerecherche wird man normalerweise mit Informationen
> erschlagen
> und muss erst zeitaufwändig recherchieren, bis man das Informationsangebot
> auf den wesentlichen Kern reduziert hat.
Dafür kann man Texte querlesen - eine Technik, die man schon in der Schule
lernt.
> Ich möchte nicht auf der Homepage des DZI den ganzen Sermon über
> Spendensiegel lesen müssen.
Musst Du auch nicht. Es gibt genug andere Quellen, die das kurz und bündig
erklären.
> Wer weiß, was er in seinem Posting damit sagen
> will, kann das auf eine Aussage von knapp fünf Worten reduzieren.
Oder Deine Reaktion provozieren. Momentan genieße ich sie so richtig.
> Ich finde es unhöflich, einfach Stichworte zu posten und den Anspruch zu
> stellen, der Leser möge sich gefälligst nähere Angaben zu den
> Hintergründen
> aus dem Internet fischen.
Ich finde es unhöflich, hinter jeder genannten Abkürzung hinterherzufragen
wie ein kleines Kind. Mensch, Du bist doch alt genug, Dir Informationen
selbst zu besorgen! Lies Bücher, geh' ins Internet, was auch immer, aber
hör' endlich auf, dir alles erklären lassen zu wollen!
> Wie wir nun in Nikolaus' überflüssigem Thread "Wie muendig ist der
> 'muendige' Buerger?" lesen können, unterliegt dieses kindische Gezeter
> obendrein einem gewissen Kalkül. Es muss jeder selber wissen, in welchen
> Niveaukeller er herabzusteigen bereit ist. Mir ist dafür meine Zeit zu
> schade.
Offensichtlich nicht, sonst hättest Du in wenigen Minuten nachgeschlagen und
wüsstest nun, wovon ich schrieb.
Lukas
54
Ist das mit 'nem Pentium[1] berechnet?
Lukas
[1]: <http://de.wikipedia.org/wiki/Pentium-FDIV-Bug>
?
#include <stdio.h>
#define SIX 1 + 5
#define NINE 8 + 1
int main(void)
{
printf( "What do you get if you multiply %d by %d: %d\n", SIX, NINE, SIX
* NINE );
return 0;
}
#include <stdio.h>
#define SIX 1 + 5
#define NINE 8 + 1
int main(void)
{
printf( "What do you get if you multiply %d by %d? %d\n", SIX, NINE, SIX
> 6 * 9
Du spielst auch Scrabble? ;)
--
Und Tschüss.
Stefan
### Kilroy was here ### 2.6.20.2 up 377 days
cout << 42; //was sonst...
Lukas
>>> 54
>>
>> ?
>>
> 6 * 9
Ich bin zu faul, die DVD rauszuholen, aber war es nicht 7 * 8?
Anja
>Ich bin zu faul, die DVD rauszuholen, aber war es nicht 7 * 8?
Natürlich. Würde sonst 42 dabei rauskommen?
Na also!
Nik
Wie? Du kommt mal eben mit ein paar er-Google-lten Fakten...
DAS ist unfair, das kann ja jeder.
Okay, fast jeder :-)
Nik