Gruß
Andreas
--
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ):
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/
Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an debian-user-g...@lists.debian.org
mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an listm...@lists.debian.org (engl)
> ich möchte mit einen Überblick verschaffen. Dabei ist mit aufgefallen, daß
> zwischen einem ftp-server und Samba kein wesentlicher Unterschied zu finden
> ist oder doch?
> Mit ftp kann ich von einem Client, egal welches BS er hat, auf einem anderen
> Rechner (evtl auch anderes BS) Daten hoch- oder runterladen, wenn mir die
> entsprechenden Rechte gegeben sind.
Du sagst es: Bei ftp ist das betriebssystem des Clients quasi egal.
> Mit Samba kann ich vom windows-client auch Daten auf einen Linux-Rechner hoch-
> und runterladen , wenn mir die Rechte gegeben sind.
> Wo ist also der Unterschied?
Bei ftp erfolgt der Datenaustausch ueber das File Transfer Protocol,
waehrend es bei SaMBa ueber den Server Message Block laeuft.
Dass samba auch noch einiges mehr an Moeglichkeiten mitbringt,
erfaehrst Du, wenn Du einen Blick in die einschlaegige Doku wirfst.
Gruss,
Christian
--
Christian Schmidt | Germany | christia...@chemie.uni-hamburg.de
PGP Key ID: 0x28266F2C
[...]
> Mit ftp kann ich von einem Client, egal welches BS er hat, auf einem
> anderen Rechner (evtl auch anderes BS) Daten hoch- oder runterladen,
> wenn mir die entsprechenden Rechte gegeben sind. Mit Samba kann ich
> vom windows-client auch Daten auf einen Linux-Rechner hoch- und
> runterladen , wenn mir die Rechte gegeben sind. Wo ist also der
> Unterschied?
Das Protokoll.
http://samba.org/cifs/docs/what-is-smb.html
http://www.faqs.org/rfcs/rfc959.html
Gruss,
--
--Jhair
Public Key fingerprint:
81FF 3ADF BF6B CECB C593 4018 27AE D7D2 BAA6 00D0
> Mit ftp kann ich von einem Client, egal welches BS er hat, auf einem anderen
> Rechner (evtl auch anderes BS) Daten hoch- oder runterladen, wenn mir die
> entsprechenden Rechte gegeben sind.
Richtig. Du musst allerdings einen FTP oder FXP-Client verwenden.
Alternativ gibt es wohl auch die Möglichkeit, ftp-mount zu machen.
> Mit Samba kann ich vom windows-client auch Daten auf einen Linux-Rechner hoch-
> und runterladen , wenn mir die Rechte gegeben sind.
> Wo ist also der Unterschied?
>
1) Samba kann viel mehr als FTP. Hast du schon mal versucht, einen
Drucker mittels FTP anzusprechen? Guckst du! Oder hast du mal versucht,
einen FTP-Server dazu zu verwenden, die Benutzerprofile einer
WinXX-Workgroup oder sogar Domäne zu verwalten? Guckst du!
2) Windows kann von hause aus nicht als FTP-Server agieren, nur als
Client. Samba (bzw SMB, wie es in der Windows-Welt richtig heißt)
hingegen kann jedes Win irgend wie, solange es um Dateien und Drucker
geht.
3) FTP und FXP können bei richtiger Konfiguration "resume", also da
weitermachen wo ein up/download abgebrochen ist. AFAIK kann Samba das
nicht.
4) SMB ist per-se unsicherer, Verschlüsselung AFAIK nicht vorgesehen,
mal abgesehen vom Password. Also kann jeder "mitsniffen" was deine
Transfers so enthalten
5) SMB geht nur innerhalb eines Subnetzes, die meisten Router und
Firewalls lassen den Kram nicht durch.
[6;7;..;2*10^7] (oder so) ... ließ die mans, howtos, guides, faqs und
was du sonst noch findest. Es gibt tausende von Unterschieden.
Wenn es nur um das Daten-Transferieren geht, bevorzuge ich allerdings
auch ftp. Ist nach meiner Erfahrung schneller und flexibler. Der "net
use"-Kram von Win scheitert schon mal, vernünftige Logs und
Fehlermeldungen auf Win-Seite gibt es nicht und um mal eben ein paar
Daten zu schieben ist ftp für mich einfacher. Aber wie gesagt, es gibt
tonnenweise Anwendungen, wo samba einfach unschlagbar ist. Alternative
ist halt ein Win2k Server oder sowas. Teuer teuer.....
Wenn Windoof nicht wäre, würden wir wohl alles mit NFS machen. Schöne,
reine Unix-Welt ;-)
Klarer jetzt?
G
Lars
> Gruß
>
> Andreas
--
Lars Weissflog | L@rs-W dot DE
Registered Linux User # 329826
Mh, ich habe SMB schon ohne Probleme über Subnetzgrenzen hinweg im
Einsatz gehabt, was habe ich da flasch gemacht?
On Fri, 17 Oct 2003 09:26:44 +0200
Dirk Prösdorf <d.pro...@gmx.de> wrote:
> > 5) SMB geht nur innerhalb eines Subnetzes, die meisten Router
> > und Firewalls lassen den Kram nicht durch.
>
> Mh, ich habe SMB schon ohne Probleme über Subnetzgrenzen hinweg im
> Einsatz gehabt, was habe ich da flasch gemacht?
Ich meine eher, Du hast eines richtig gemacht, indem Dein
Firewalling die SMB-Kommunikation über Subnet-Grenzen hinweg
erlaubt. Nichtsdestotrotz wirst Du merken, daß dort gewisse
Funktionalitäten trotzdem nicht klappen (Stichwort Authentifikation
gegen einen NT-PDC im jeweils anderen Netzwerksegment).
Cheers,
Kris
--
"man ist nicht nur verantwortlich für das, was man tut,
sondern auch für das, was man nicht tut." (lao-tse)
gegen eine gesellschaft der totalen überwachung - aufwachen
und mitmachen: http://www.stop1984.org
>> Mh, ich habe SMB schon ohne Probleme über Subnetzgrenzen hinweg im
>> Einsatz gehabt, was habe ich da flasch gemacht?
> Nichtsdestotrotz wirst Du merken, daß dort gewisse
> Funktionalitäten trotzdem nicht klappen (Stichwort Authentifikation
> gegen einen NT-PDC im jeweils anderen Netzwerksegment).
Zum einen bevorzugen Clients zur Authentifizierung eh immer einen BDC,
der sollte dann schon im jeweiligen Subnetz vorhanden sein, und zum
anderen waren viele Probleme mit einer vernüftigen WINS-Konfigurtion
lösbar (so meine grauen Erinnerungen an die alten Tage).
Nichts, hatte ich auch schon. Aber der "Normalanwender" scheitert häufig
schon an den defaults der schicken "personal firewall", denn IMHO werden
aus bekannten Gründen eben oft die Ports 137-139 erst mal dicht gemacht.
Klar kann man das ändern.... man kann alles ändern. Aber ich wollte auf
so eine OT-Frage nicht bis in die Tiefen der Firewall- und
Routing-Möglichkeiten abschweifen. Da könnten wir gleich >>3 Bücher als
Antwort auf die Frage geben.
Gruß
Lars
--
LarsWeissflog
L@rs-W dot DE
> 2) Windows kann von hause aus nicht als FTP-Server agieren, nur als
NACK. Bei einigen XP-Versionen soll das gehen.
> 3) FTP und FXP können bei richtiger Konfiguration "resume", also da
> weitermachen wo ein up/download abgebrochen ist. AFAIK kann Samba das
> nicht.
Quatsch mit Sosse. Natürlich kannst du Resumen, mit Samba hast du freien
(nicht zwangsweise sequentiellen) Datenzugriff. Guckst du!
> 4) SMB ist per-se unsicherer, Verschlüsselung AFAIK nicht vorgesehen,
> mal abgesehen vom Password. Also kann jeder "mitsniffen" was deine
> Transfers so enthalten
Soll hoffentlich kein Vergleich sein. Kerberos-Logins gibt es bei FTP
auch, und Datenverschlüsselung macht keins von beiden. Da muss man schon
eine Ebene höher (sftp) oder tiefer (AFS) gehen. Oder gleich ein VPN
einrichten.
> 5) SMB geht nur innerhalb eines Subnetzes, die meisten Router und
> Firewalls lassen den Kram nicht durch.
VPN
MfG,
Eduard.
--
Es gibt keine Personaldiskussion in der CDU und deshalb wird sie jetzt
auch sofort eingestellt.
-- CDU-Vorsitzende Angela Merkel bei der Verabschiedung von Ruprecht Polenz
> Moin Lars!
> Lars Weissflog schrieb am Thursday, den 16. October 2003:
>
>
>> 4) SMB ist per-se unsicherer, Verschlüsselung AFAIK nicht vorgesehen,
>> mal abgesehen vom Password. Also kann jeder "mitsniffen" was deine
>> Transfers so enthalten
>
> Soll hoffentlich kein Vergleich sein. Kerberos-Logins gibt es bei FTP
> auch, und Datenverschlüsselung macht keins von beiden. Da muss man schon
> eine Ebene höher (sftp) oder tiefer (AFS) gehen. Oder gleich ein VPN
> einrichten.
SMB kann man auch über SSL tunneln (oder so ähnlich. Ich hatte da mal
ein NT-Server-Buch in der Hand). Allerdings geht das mit Samba 2.2.x
nicht, und ob sich da bei 3.0 was ändert möchte ich bezweifeln. Und
leider kann ich bei Gugel nichts dazu finden.
Gruß, Frank
--
Frank Küster, Biozentrum der Univ. Basel
Abt. Biophysikalische Chemie