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EXT3-FS zerschossen?!

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R.Sc...@tu-braunschweig.de

unread,
Apr 1, 2004, 3:00:12 AM4/1/04
to
Hallo,

ich brauche dringend Eure Hilfe. Mein Server, den ich für eine kleine Firma
betreue, wurde von mir vor zwei Wochen von Suse 8.1 auf Debian Sarge
umgestellt. Die gesamten Suse-Partitionen liefen auf ReiserFS, die neuen
Debian-Partitionen hab ich u.a. wegen der angeblichen Schwächen des ReiserFS
(von denen ich noch nix bemerkt habe) mit Ext3 formatiert.
Gestern wurde nun von einem Mitarbeiter dieser Firma der Server aus Versehen
ausgeschaltet. Darauf hin bootete der Rechner neu und machte dann kleinere
Probleme, wie z.B. Software, deren SW-Schutz auf dem Server liegt, konnte
nicht mehr gestartet werden usw. Da ich keinen direkten Zugang habe (200km
weg), hab ich mich eingeloggt und es sah eigentlich alles ganz normal aus,
außer das ext3 ein paar Fehler auf der \-Partition bekrittelte. Ein fsck
konnte ich nicht durchführen, da ich zum einen nicht vor Ort bin und zum
anderen weitergearbeitet werden musste.
Heute morgen die Bescherung, der Rechner lief zwar noch, aber er war
netzwerkmäßig nicht mehr ansprechbar und auf dem Bildschirm soll sich immer
eine Ext3-Fehlermeldung wiederholt haben. Ein Einloggen war ebenfalls nicht
mehr möglich. Daraufhin wurde der Rechner rebootet und die alte Suse
gestartet. Von dort habe ich dann das Debian-\-FS per fsck versucht zu
reparieren, allerdings mit dem Erfolg, dass nun mein Lost+Found mit lauter
Inode-Einträgen voll ist und mein System nach einem Neustart mit einer
Kernel-Panic hängt.
Wie krieg ich das _ohne_komplette_Debian_Neuinstallation_ wieder hin? Und
wie kann man diese lost+found-Einträge noch sinnvoll nutzen?

Ciao, Ralf,

der überlegt, bei einer Neuinstallation dann komplett auf ReiserFS zu
setzen, da dieses immerhin monatliche Abstürze wegen defekter USV und
Stromausfällen klaglos überstanden hat

Andreas Pakulat

unread,
Apr 1, 2004, 3:40:12 AM4/1/04
to
On 01.Apr 2004 - 09:34:16, R.Sc...@tu-braunschweig.de wrote:
> Hallo,
>
> ich brauche dringend Eure Hilfe. Mein Server, den ich für eine kleine Firma
> betreue, wurde von mir vor zwei Wochen von Suse 8.1 auf Debian Sarge
> umgestellt.

"Ja bist du denn des Wahnsinns? Auf einen Produktivserver gehoert kein
Sarge!"

> Die gesamten Suse-Partitionen liefen auf ReiserFS, die neuen
> Debian-Partitionen hab ich u.a. wegen der angeblichen Schwächen des ReiserFS
> (von denen ich noch nix bemerkt habe) mit Ext3 formatiert.

Wenn es gut lief warum dann das FS umstellen? Soweit man hoert is
ReiseFS nicht mehr soo schlimm wie noch vor ein paar Jahren und es
gilt immernoch "Never touch a running System".

> Gestern wurde nun von einem Mitarbeiter dieser Firma der Server aus Versehen
> ausgeschaltet.

Knueppel aus dem Sack ;-)

> Darauf hin bootete der Rechner neu und machte dann kleinere
> Probleme, wie z.B. Software, deren SW-Schutz auf dem Server liegt, konnte
> nicht mehr gestartet werden usw.

Spaetestens zu diesem Zeitpunkt haette ich den Rechner "vom Netz"
genommen. Sprich jegliche Arbeiten damit eingestellt und erstmal
gecheckt ob noch alles in Ordnung ist.

> Da ich keinen direkten Zugang habe (200km
> weg), hab ich mich eingeloggt und es sah eigentlich alles ganz normal aus,
> außer das ext3 ein paar Fehler auf der \-Partition bekrittelte. Ein fsck
> konnte ich nicht durchführen, da ich zum einen nicht vor Ort bin und zum
> anderen weitergearbeitet werden musste.

Also man kann ja sicher nicht immer einen 2. Server stehen haben als
Fallback. Aber bei solchen Problemen sollte man abwaegen zwischen der
Zeit die man verliert wenn der Server nen halben Tag nicht laeuft
versus die Zeit die draufgeht wenn man weitermacht und dann ploetzlich
alles hinueber ist.

> Heute morgen die Bescherung, der Rechner lief zwar noch, aber er war
> netzwerkmäßig nicht mehr ansprechbar und auf dem Bildschirm soll sich immer
> eine Ext3-Fehlermeldung wiederholt haben.

Siehste ;-)

> Ein Einloggen war ebenfalls nicht
> mehr möglich. Daraufhin wurde der Rechner rebootet und die alte Suse
> gestartet.

Warum nicht gleich?

> Von dort habe ich dann das Debian-\-FS per fsck versucht zu
> reparieren, allerdings mit dem Erfolg, dass nun mein Lost+Found mit lauter
> Inode-Einträgen voll ist und mein System nach einem Neustart mit einer
> Kernel-Panic hängt.

Jupp, war wohl zu erwarten nicht? Also wenn ich meinen Rechner einfach
mal ausmache passiert eigentlich nichts weiter ausser das beim Reboot
fsck das Journal wiederherstellt...

Was fuer ein Kernel war am werkeln?

> Wie krieg ich das _ohne_komplette_Debian_Neuinstallation_ wieder hin? Und
> wie kann man diese lost+found-Einträge noch sinnvoll nutzen?

Das Partitionsimage das du von der Partition hast wiederherstellen?
Oder das Backup einspielen. Nee im Ernst du kommst nicht drum herum
wenn dein / hinueber ist ausser du hast ein Backup der Partition

> Ciao, Ralf,
>
> der überlegt, bei einer Neuinstallation dann komplett auf ReiserFS zu
> setzen, da dieses immerhin monatliche Abstürze wegen defekter USV und
> Stromausfällen klaglos überstanden hat

Sollte Ext3 eigentlich auch, wegen Journaling und so.. Aber ich wuerde
erstmal statt sarge woody nehmen...

Andreas, der all dies nur aus privater Erfahrung schreibt und
nicht weil er schon 100 Server administriert hat.

--
English literature's performing flea.
-- Sean O'Casey on P.G. Wodehouse


--
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ):
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/

Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an debian-user-g...@lists.debian.org
mit dem Subject "unsubscribe". Probleme? Mail an listm...@lists.debian.org (engl)

R.Sc...@tu-braunschweig.de

unread,
Apr 1, 2004, 4:50:11 AM4/1/04
to
Hallo,

>
> "Ja bist du denn des Wahnsinns? Auf einen Produktivserver gehoert kein
> Sarge!"

Ja, mag sein. Aber ist denn Sarge so viel schlechter und instabiler als eine
neue SuSE-Version? Und für mich waren die Anforderungen an Samba so, dass
ich ein "aktuelleres" Debian haben wollte. Bis jetzt kann ich mich über die
Stabilität auch nicht beklagen. Das FS-Problem führe ich mal nicht auf
Debian oder dessen Stand zurück.

> Wenn es gut lief warum dann das FS umstellen? Soweit man hoert is
> ReiseFS nicht mehr soo schlimm wie noch vor ein paar Jahren und es
> gilt immernoch "Never touch a running System".

Wollte ich ja auch nicht und hab ich auch nicht. Nur es war nötig, einige
Softwarepakete in aktuellerer Version einzuspielen und mit SuSE ist das
nicht wirklich schön, wenn man nicht immer die aktuelle Version kaufen will.
Die gesamten Daten sind auch noch auf ReiserFS, nur das neue Debian ist auf
Ext3.

> Knueppel aus dem Sack ;-)

...sie wussten, nicht was sie tun... :-/

> Spaetestens zu diesem Zeitpunkt haette ich den Rechner "vom Netz"
> genommen. Sprich jegliche Arbeiten damit eingestellt und erstmal
> gecheckt ob noch alles in Ordnung ist.

Aus heutiger Sicht, ich auch.

> Also man kann ja sicher nicht immer einen 2. Server stehen haben als
> Fallback. Aber bei solchen Problemen sollte man abwaegen zwischen der
> Zeit die man verliert wenn der Server nen halben Tag nicht laeuft
> versus die Zeit die draufgeht wenn man weitermacht und dann ploetzlich
> alles hinueber ist.

Das ist soweit momentan auch net ganz so schlimm, weil die alte SuSE noch
läuft und ich die UID's konsistent gehalten habe, so dass die Leute erst mal
wieder mit dem alten Server arbeiten. Irgendwie ist Linux schon geil :-)

> Siehste ;-)
Ja, wieder 3 Tage Urlaub weg!

> > Ein Einloggen war ebenfalls nicht
> > mehr möglich. Daraufhin wurde der Rechner rebootet und die alte Suse
> > gestartet.
>
> Warum nicht gleich?

Zugegebenermaßen ist mir das nicht gleich eingefallen und zum anderen
erforderte dies das manuelle Bedienen des Servers durch telefonische
Anleitung. Und DAS war kein Spaß :-)

> Jupp, war wohl zu erwarten nicht? Also wenn ich meinen Rechner einfach
> mal ausmache passiert eigentlich nichts weiter ausser das beim Reboot
> fsck das Journal wiederherstellt...

Hmmmm, und wie kommt sowas wie bei mir?

> Was fuer ein Kernel war am werkeln?

2.4.24

> Das Partitionsimage das du von der Partition hast wiederherstellen?
> Oder das Backup einspielen. Nee im Ernst du kommst nicht drum herum
> wenn dein / hinueber ist ausser du hast ein Backup der Partition

Der Server war leider erst 2 Wochen alt und noch nicht wirklich fertig, so
dass kein Backup existiert. Da muss ich wohl mir die Konfigdateien aus dem
lost+found ziehen :-( Dann wird der nächste Server auf ReiserFS aufgesetzt,
die neue USV ist auch schon bestellt und der Powerknopf wird ausgebaut.


> > der überlegt, bei einer Neuinstallation dann komplett auf
> ReiserFS zu
> > setzen, da dieses immerhin monatliche Abstürze wegen
> defekter USV und
> > Stromausfällen klaglos überstanden hat
>
> Sollte Ext3 eigentlich auch, wegen Journaling und so.. Aber ich wuerde
> erstmal statt sarge woody nehmen...

Hab ich dort auch die aktuellen Pakete (Cyrus 2.1 , Samba 3.x)? Ich schau
mir Woody mal an. Wobei wir ein paar >100 GB Platten haben, die wohl erst ab
Kernel >2.4.21 angesprochen können sollen. Gibt solche Kernel auch f. Woody?

> Andreas, der all dies nur aus privater Erfahrung schreibt und
> nicht weil er schon 100 Server administriert hat.

Ich adminstriere ehrenamtlich auch genau diesen einen Server :-) Wobei da
etwas die Lust momentan fehlt

Ciao, Ralf

Norbert Tretkowski

unread,
Apr 1, 2004, 5:00:22 AM4/1/04
to
* R.Sc...@tu-braunschweig.de wrote:
> Hallo,
> > "Ja bist du denn des Wahnsinns? Auf einen Produktivserver gehoert
> > kein Sarge!"
>
> Ja, mag sein. Aber ist denn Sarge so viel schlechter und instabiler
> als eine neue SuSE-Version?

Fuer sarge gibt es keine Security Updates.

Norbert

Gerd Terlutter

unread,
Apr 1, 2004, 5:00:27 AM4/1/04
to
[...]

>>Sollte Ext3 eigentlich auch, wegen Journaling und so.. Aber ich wuerde
>>erstmal statt sarge woody nehmen...
>
> Hab ich dort auch die aktuellen Pakete (Cyrus 2.1 , Samba 3.x)? Ich schau
> mir Woody mal an. Wobei wir ein paar >100 GB Platten haben, die wohl erst ab
> Kernel >2.4.21 angesprochen können sollen. Gibt solche Kernel auch f. Woody?
gibt es, ich bin zu feige auf meiner privaten maschine auf testing zu
wechseln, da ich nur 1 rechner habe ;). leider wurden nicht alle geraete
erkannt, da ich mit den 'alten' lehmann CDs installiert hatte und da war
auf der 1. ein 2.2.18 (???). also anderen kernel mit aptitude ausgesucht
und 'g' gedrueckt. auf halber installation wird dir eine warnung mit
entsprechenden vorgehensweisen angegeben. die notierst du dir und kannst
sie ausfuehren (nach abruch im ersten anlauf). danach ein erneutes 'g'
in aptitude (warscheinlich apt-get upgrade?), bei der warnung sagst du
'machs mir jetzt' ;). rechner rebooten, kernel auswaehlen (hoffentlich
die lilo.conf editiert) und ueber einen 2.4.xx kernel mit mehr
unterstuetzung freuen. ob du da allerdings cyrus2.1 hast weiss ich
nicht. aber notfalls mal auf backports.org schauen, die debs kannst du
einzeln in deine sources.list eintragen

>
>
> Ich adminstriere ehrenamtlich auch genau diesen einen Server :-) Wobei da
> etwas die Lust momentan fehlt
und 3 tage urlaub ;)
>
> Ciao, Ralf
>
Gruss,
Gerd

--
# Gerd Terlutter | Mueller+Blanck Software GmbH #
# office:+49 40 500 171-1| http://www.mplusb.de #

Michelle Konzack

unread,
Apr 1, 2004, 6:40:08 AM4/1/04
to
Am 2004-04-01 11:57:59, schrieb Gerd Terlutter:

>>Hab ich dort auch die aktuellen Pakete (Cyrus 2.1 , Samba 3.x)? Ich schau
>>mir Woody mal an. Wobei wir ein paar >100 GB Platten haben, die wohl erst
>>ab
>>Kernel >2.4.21 angesprochen können sollen. Gibt solche Kernel auch f.
>>Woody?

Nee, 2.4.18 kriegt die auch... (IBM IC35L120AV und IBM IC35L180AVV)

>gibt es, ich bin zu feige auf meiner privaten maschine auf testing zu

chroot ?

>wechseln, da ich nur 1 rechner habe ;). leider wurden nicht alle geraete
>erkannt, da ich mit den 'alten' lehmann CDs installiert hatte und da war
>auf der 1. ein 2.2.18 (???). also anderen kernel mit aptitude ausgesucht

Hallo,

selbst bei den Lehmanns-CD's kannst Du am LILO-Prompt bf24 eingeben.

>Gruss,
>Gerd

Greetings
Michelle

--
Registered Linux-User #280138 with the Linux Counter, http://counter.li.org/

Michelle Konzack

unread,
Apr 1, 2004, 6:40:12 AM4/1/04
to
Am 2004-04-01 11:19:45, schrieb R.Sc...@tu-braunschweig.de:
>Hallo,

>Wollte ich ja auch nicht und hab ich auch nicht. Nur es war nötig, einige
>Softwarepakete in aktuellerer Version einzuspielen und mit SuSE ist das
>nicht wirklich schön, wenn man nicht immer die aktuelle Version kaufen will.
>Die gesamten Daten sind auch noch auf ReiserFS, nur das neue Debian ist auf
>Ext3.

Also WOODY mit bf24 unterstützt standardmäßig reiserfs und ext3/2

>> > der überlegt, bei einer Neuinstallation dann komplett auf
>> ReiserFS zu
>> > setzen, da dieses immerhin monatliche Abstürze wegen
>> defekter USV und
>> > Stromausfällen klaglos überstanden hat
>>
>> Sollte Ext3 eigentlich auch, wegen Journaling und so.. Aber ich wuerde
>> erstmal statt sarge woody nehmen...

Jo, meine Server mit ext3 auch...

>Hab ich dort auch die aktuellen Pakete (Cyrus 2.1 , Samba 3.x)? Ich schau
>mir Woody mal an. Wobei wir ein paar >100 GB Platten haben, die wohl erst ab

Cyrus 2.1 und Samba 3 gibt es als Backports.

Björn Friebel

unread,
Apr 1, 2004, 8:30:07 AM4/1/04
to
Hallo

Also Panne ist Panne, nun ist halt passiert.

Aber wie wäre es mit Empfehlung eines Fallbackservers, der dann
gesteuert durch heartbeat einsprinngt wenn was schief läuft?

darauf dann regelmässig durch script nen backup (z.B. alle halbe
stunde cp -au)

auch ne sicherung der eigenen einstellungen und kernel dann jeweils
gegenseitig auf beiden rechnern als tarball

Ist nur ne sehr simple lösung, datenverlust allerdings von max. ner
halben stunde dann und die Firma hat keinen Arbeitsausfall von stunden
oder Tagen.

Es gibt sicherlich professionellere Lösungen, aber ist auch wieder
kosten und Zeitaufwand.


Tja und wenn es sich nicht um eine riesen firma und mega datenmengen
handelt könnte schon ein Rechner umm 800€ den Ansprüchen genügen.

gruß
Björn

Andreas Pakulat

unread,
Apr 1, 2004, 12:10:17 PM4/1/04
to
On 01.Apr 2004 - 11:19:45, R.Sc...@tu-braunschweig.de wrote:
> Hallo,
>
> >
> > "Ja bist du denn des Wahnsinns? Auf einen Produktivserver gehoert kein
> > Sarge!"
> Ja, mag sein. Aber ist denn Sarge so viel schlechter und instabiler als eine
> neue SuSE-Version? Und für mich waren die Anforderungen an Samba so, dass
> ich ein "aktuelleres" Debian haben wollte. Bis jetzt kann ich mich über die
> Stabilität auch nicht beklagen. Das FS-Problem führe ich mal nicht auf
> Debian oder dessen Stand zurück.

Kennst du den Spruch das selbst unstable stabiler ist als irgendeine
SuSE? Aber das Hauptargument fuer woody bei Servern sind IMHO
immernoch die Security Updates, denn die gibts bei sarge nicht und
unstable will man auf nem Server sicher nicht....

Fuer Samba3 gibts Backports auf www.backports.org. Vertrauenswuerdig
sind die IMHO auch.

> Wollte ich ja auch nicht und hab ich auch nicht. Nur es war nötig, einige
> Softwarepakete in aktuellerer Version einzuspielen und mit SuSE ist das
> nicht wirklich schön, wenn man nicht immer die aktuelle Version kaufen will.
> Die gesamten Daten sind auch noch auf ReiserFS, nur das neue Debian ist auf
> Ext3.

Also AFAIK hat SuSE doch auch ein kostenloses Softwareupdate oder? Na
wenn deine Daten immernoch existieren - wie lange dauert ein
Systemreinstall wenn man die Konfigurationen gesichert hat? Ein paar
Stunden??

> > Spaetestens zu diesem Zeitpunkt haette ich den Rechner "vom Netz"
> > genommen. Sprich jegliche Arbeiten damit eingestellt und erstmal
> > gecheckt ob noch alles in Ordnung ist.
> Aus heutiger Sicht, ich auch.

Na immerhin haste was draus gelernt ;-)

> > Also man kann ja sicher nicht immer einen 2. Server stehen haben als
> > Fallback. Aber bei solchen Problemen sollte man abwaegen zwischen der
> > Zeit die man verliert wenn der Server nen halben Tag nicht laeuft
> > versus die Zeit die draufgeht wenn man weitermacht und dann ploetzlich
> > alles hinueber ist.
> Das ist soweit momentan auch net ganz so schlimm, weil die alte SuSE noch
> läuft und ich die UID's konsistent gehalten habe, so dass die Leute erst mal
> wieder mit dem alten Server arbeiten. Irgendwie ist Linux schon geil :-)

Also gibts ein "Fallback" System, ist doch schonmal was...

> > Warum nicht gleich?
> Zugegebenermaßen ist mir das nicht gleich eingefallen und zum anderen
> erforderte dies das manuelle Bedienen des Servers durch telefonische
> Anleitung. Und DAS war kein Spaß :-)

Mag ich mir gar nicht vorstellen... Aber wenn mich meine Erinnerung
nicht taeuscht gibts es Mittel und Wege nach einem Reboot automatisch
ein "Safe-Mode" System zu booten statt dem Standardsystem.

> > Jupp, war wohl zu erwarten nicht? Also wenn ich meinen Rechner einfach
> > mal ausmache passiert eigentlich nichts weiter ausser das beim Reboot
> > fsck das Journal wiederherstellt...
> Hmmmm, und wie kommt sowas wie bei mir?

Keinen blassen Schimmer, Es kann natuerlich sein das der Stecker grad
zu der Zeit rausgezogen wurde als das Journal upgedatet wurde... Oder
sonstwas.

> > Das Partitionsimage das du von der Partition hast wiederherstellen?
> > Oder das Backup einspielen. Nee im Ernst du kommst nicht drum herum
> > wenn dein / hinueber ist ausser du hast ein Backup der Partition
> Der Server war leider erst 2 Wochen alt und noch nicht wirklich fertig, so
> dass kein Backup existiert. Da muss ich wohl mir die Konfigdateien aus dem
> lost+found ziehen :-( Dann wird der nächste Server auf ReiserFS aufgesetzt,
> die neue USV ist auch schon bestellt und der Powerknopf wird ausgebaut.

Und am besten auch den Stecker mittels versiegeltem Titanschloss an
die Steckdose ketten ;-)

> > Sollte Ext3 eigentlich auch, wegen Journaling und so.. Aber ich wuerde
> > erstmal statt sarge woody nehmen...
> Hab ich dort auch die aktuellen Pakete (Cyrus 2.1 , Samba 3.x)? Ich schau
> mir Woody mal an. Wobei wir ein paar >100 GB Platten haben, die wohl erst ab
> Kernel >2.4.21 angesprochen können sollen. Gibt solche Kernel auch f. Woody?

Nicht ohne selbst zu kompilieren ;-) Naja gut es gibt wohl auch
Backports fuer aktuellere 2.4.x Kernel fuer woody, ebenso fuer Cyrus
und Samba gibts Backports: www.backports.org.

Andreas

--
A man with 3 wings and a dictionary is cousin to the turkey.

Christoph Wegscheider

unread,
Apr 1, 2004, 1:00:33 PM4/1/04
to
R.Sc...@tu-braunschweig.de wrote:

> Zugegebenermaßen ist mir das nicht gleich eingefallen und zum anderen
> erforderte dies das manuelle Bedienen des Servers durch telefonische
> Anleitung. Und DAS war kein Spaß :-)

Eine mögliche Telefon Alternative wäre einen Linux Rechner (evt. Notebook)
mit Netzzugang mittels einem seriellen Kabel an das Sorgenkind anzudocken
und sich per ssh auf diesen Rechner einzuloggen und mittels seriellen
Terminal selbst Hand an zulegen.

Das Kabel ist sicher billiger als der Telefonanruf und einem DAU zu erklären
ein Kabel anzustecken sicher nervenschonender als ihm kryptische Befehle zu
buchstabieren.

Christoph

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