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Sonderzeichen

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Andreas Schmidt

unread,
Jun 20, 2018, 6:50:02 AM6/20/18
to
Hallo,

ich habe eine Frage, die vielleicht ein wenig off topic ist. Vielleicht
kann mir ja trotzdem jemand weiterhelfen?

Zur Zeit transkribiere ich alte Briefe meines Urgroßonkels. Früher gab
es die Konvention, dass man Doppelbuchstaben nicht unbedingt
ausschreibt, sondern nur einen Buchstaben schreibt und darüber einen
Strich setzt. Zum Beispiel würde man statt "zukommt" eher "zukomt"
schreiben und die Doppelung durch einen Strich über dem 'm' markieren.
Diese Praxis war wohl gerade bei weitlaufenden Buchstaben wie dem 'm'
üblich, um Platz zu sparen -- und tatsächlich hätte in meiner Vorlage
das ausgeschriebene "zukommt" wohl nicht mehr auf die Zeile gepasst.

Ich suche nun eine Möglichkeit, solche Zeichen darzustellen. Besonders
interessieren mich Lösungen für LaTeX und LibreOffice. Bei LibreOffice
habe ich es gerade per "Einfügen --> Sonderzeichen" versucht, bin dort
aber nicht fündig geworden. Gibt es überhaupt einen Weg, solche Zeichen
einzufügen, ohne auf dirty hacks (z.B. eine Linie über dem Buchstaben
zu malen) zurückzugreifen?

Ich könnte solche Doppelungen natürlich auch konsequent ausschreiben,
aber solche Eigenheiten der Schrift, die heutzutage kaum bis gar nicht
mehr gebräuchlich sind, würde ich in den Abschriften gerne bewahren.

Schönen Gruß

Andreas

Hilmar Preuße

unread,
Jun 20, 2018, 7:00:03 AM6/20/18
to
Am 20.06.2018 um 12:46 teilte Andreas Schmidt mit:

Moin,

> ich habe eine Frage, die vielleicht ein wenig off topic ist. Vielleicht
> kann mir ja trotzdem jemand weiterhelfen?
>
> Zur Zeit transkribiere ich alte Briefe meines Urgroßonkels. Früher gab
> es die Konvention, dass man Doppelbuchstaben nicht unbedingt
> ausschreibt, sondern nur einen Buchstaben schreibt und darüber einen
> Strich setzt. Zum Beispiel würde man statt "zukommt" eher "zukomt"
> schreiben und die Doppelung durch einen Strich über dem 'm' markieren.
> Diese Praxis war wohl gerade bei weitlaufenden Buchstaben wie dem 'm'
> üblich, um Platz zu sparen -- und tatsächlich hätte in meiner Vorlage
> das ausgeschriebene "zukommt" wohl nicht mehr auf die Zeile gepasst.
>
> Ich suche nun eine Möglichkeit, solche Zeichen darzustellen. Besonders
> interessieren mich Lösungen für LaTeX und LibreOffice.
>
https://www.mrunix.de/forums/showthread.php?42132-Gro%DFen-Strich-%FCber-Buchstaben

Hat mir Google verraten.

H.
--
#206401 http://counter.li.org

Andreas Schmidt

unread,
Jun 20, 2018, 8:10:03 AM6/20/18
to
On 06/20/2018 12:55:24 PM, Hilmar Preuße wrote:
> https://www.mrunix.de/forums/showthread.php?42132-Gro%DFen-Strich-%FCber-Buchstaben
>
> Hat mir Google verraten.
Leider passt das nicht, denn die beiden Lösungen dort -- \bar und
\overline -- funktionieren nur im mathematischen Modus. Bei mir geht es
aber um ganz normale Briefe, nicht um Formeln. Für LaTeX könnte ich mir
so eine Lösung vorstellen:
***
\newlength{\test}
\setlength{\test}{\widthof{m}}

zuko\rule[1ex+1pt]{\test}{.3pt}\rule{-\test}{0pt}mt
***

Aber das fällt für mich in die Kategorie "dirty hack", weil ich nicht
weiß, wie groß der Abstand zwischen Linie und Zeichen sein muss oder
wie lang der Strich sein darf oder sollte.

Ich habe übrigens auch mal Google befragt und folgenden Code gefunden:
***
\makeatletter
\newcommand*{\textoverline}[1]{$\overline{\hbox{#1}}\m@th$}
\makeatother
***
Das funktioniert zwar einigermaßen, aber wenn man genau hinschaut,
sieht man bei "zuko\textoverline{m}t" schon, wo zwischen Text- und
Mathe-Modus umgeschaltet wird. Mein Problem ist eben, dass ich a) im
Textmodus bin und b) innerhalb eines Wortes ein einzelnes Zeichen
markieren muss.

Trotzdem schönen Dank für die Antwort!

Andreas

Uwe Bolick

unread,
Jun 20, 2018, 9:50:02 AM6/20/18
to
On Wed, Jun 20, 2018 at 12:46:42PM +0200, Andreas Schmidt wrote:
> ...
> Zur Zeit transkribiere ich alte Briefe meines Urgroßonkels. Früher gab es
> die Konvention, dass man Doppelbuchstaben nicht unbedingt ausschreibt,
> sondern nur einen Buchstaben schreibt und darüber einen Strich setzt. Zum
> Beispiel würde man statt "zukommt" eher "zukomt" schreiben und die Doppelung
> durch einen Strich über dem 'm' markieren. Diese Praxis war wohl gerade bei
> weitlaufenden Buchstaben wie dem 'm' üblich, um Platz zu sparen -- und
> tatsächlich hätte in meiner Vorlage das ausgeschriebene "zukommt" wohl nicht
> mehr auf die Zeile gepasst.
>
> Ich suche nun eine Möglichkeit, solche Zeichen darzustellen. Besonders
> interessieren mich Lösungen für LaTeX und LibreOffice. ...
Im Falle von LaTeX versuche es doch mit der \accent-Anweisung. Hier
ein kleines Beispiel:

% ------------------------------------------------------------------------
\documentclass{article}

\def\doppel#1{{\accent"16 #1}}

\begin{document}
Was auf einen zuko\doppel mt so\doppel lte man im Auge behalten.
\end{document}
% ------------------------------------------------------------------------

Viel Glück und Gruß,
--
Uwe Bolick
Zentrum für Astronomie und Astrophysik
Technische Universität Berlin
EW 8-1, Hardenbergstr. 36, D-10623 Berlin (Germany)
signature.asc

David Haller

unread,
Jun 21, 2018, 5:00:03 AM6/21/18
to
Hallo,

Am Wed, 20 Jun 2018, Andreas Schmidt schrieb:
>Ich suche nun eine Möglichkeit, solche Zeichen darzustellen. Besonders
>interessieren mich Lösungen für LaTeX und LibreOffice. Bei LibreOffice habe
>ich es gerade per "Einfügen --> Sonderzeichen" versucht, bin dort aber nicht
>fündig geworden. Gibt es überhaupt einen Weg, solche Zeichen einzufügen, ohne
>auf dirty hacks (z.B. eine Linie über dem Buchstaben zu malen)
>zurückzugreifen?

====
\documentclass{article}
\RequirePackage{amsmath}
\newcommand{\dup}[1]{\ensuremath{\overline{\text{#1}}}}
\catcode`¯=\active\let¯\dup\relax
\begin{document}
\Large
Was auf einen zuko\dup{m}t so\dup{l}te man im Auge behalten.
m\dup{m}m
m¯mm
Was auf einen zuko¯mt so¯lte man im Auge behalten.
\end{document}
====

HTH,
-dnh

--
I've run DOOM more in the last few days than I have the last few
months. I just love debugging ;-) (Linus Torvalds)

Sascha Reißner

unread,
Jul 9, 2018, 12:50:02 PM7/9/18
to
Das erreichst du mit Eingabe der Unicode.
Es sind zwei Überstriche definiert.

kurzer Überstrich: U0304
Beispiel: Was auf einen zukom̄t sol̄te man im Auge behalten.

langer Überstrich: U0305
Beispiel: Was auf einen zukom̅t sol̅te man im Auge behalten.

Unicode gibt man bekanntlich ein mit <Ctrl>+<Shift>+u####,
wobei '####' für den Code selbst steht.

PS: soweit mir bekannt, wurde der Überstich (auch) verwendet um
anzugeben wenn ein Zwielaut (au, ei, eu) eben kein Zwielaut sein soll
und stattdessen 2 getrennte Vokale vorlagen.
Beispiel: Museūm

--
mfG Sascha
GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x92BBDD596C5FDC0F
GPG fingerprint: 5A68 F665 44E6 0E50 001C 75A6 92BB DD59 6C5F DC0F

~~~
Das Individuelle entscheidet überall. Wie wenig kann jeder vom besten
Helden brauchen! - Der Dichter gibt überall nur sittliche Momente, die
jeder anwende!
-- Jean Paul

signature.asc

Christoph Schmees

unread,
Jul 9, 2018, 1:20:03 PM7/9/18
to
Am 09.07.2018 um 18:40 schrieb Sascha Reißner:
> ...
>
> PS: soweit mir bekannt, wurde der Überstich (auch) verwendet um
> anzugeben wenn ein Zwielaut (au, ei, eu) eben kein Zwielaut sein soll
> und stattdessen 2 getrennte Vokale vorlagen.
> Beispiel: Museūm
>

Völlig OT: Dafür gibt es das Trema (Doppelpunkt über Vokal wie für
Umlaute). Das wird auf den zweiten, getrennt zu sprechenden Vokal
gesetzt. <https://de.wikipedia.org/wiki/Trema>

Herzliche Grüße,
Christoph

--
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