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Wo bleiben die Privatkonten?

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Karl-Heinz Busch

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Jan 20, 2004, 11:50:18 AM1/20/04
to
Hallo,

nach langem Kampf mit dem Jahresabschluss-Problem der
Version 9.00 von Lexware Buchhalter, kann ich nun
mein Geschäftsjahr 2002 abschließen.

Als Abschlußkonto für die Privatkonten gebe ich,
wie in den Vorjahren auch, das Konto 1900 an.

Leider taucht im Jahr 2003 auf dem Saldovortrags-
Konto kein Privatkontensaldo auf. Die Eröffnungs-
bilanz weist den Saldo als Differenz aus.

Bisher gab es da nie Probleme. Ich habe mir auch
schon einen "Wolf" gesucht - aber erfolglos.

Hat jemand eine Idee?

Friedrich Butzmühlen

unread,
Jan 20, 2004, 4:31:46 PM1/20/04
to
Hallo Herr Busch,

haben Sie den Wolf inzwischen gefunden? Privatkonten des Vorjahres werden
nicht wieder auf das Konto 1900 vorgetragen, sondern auf Eigenkapital.
Denn nur das Eigenkapital insgesamt wird vorgetragen bzw. als Vortrag
ausgewiesen.

Bei Einzelunternehmen und SKR03 geben Sie bitte das Konto 0880 an.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Butzmühlen aus Düsseldorf mit Hund Flynn und ganz mit ohne Wolf

Heinz Peter Schlögl - Team Sonderhomepage - User helfen Usern

unread,
Jan 21, 2004, 3:11:48 AM1/21/04
to
Hallo und guten Tag

"Friedrich Butzmühlen" <butzm...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:iWQLOz5...@star.lexware.de...

...da ich mit E/Ü und Ist-Versteuerung arbeite und somit keine Kapitalkonten
aktiviert habe, jedoch meine Privatdinge innerhalb der Buchhaltung über
diverse Privatkonten abwickle, stand ich anfangs vor dem gleichen Problem.
Ich habe mir nun damit beholfen, daß ich jene Privatkonten, deren Saldo ich
vortragen möchte, als Interimskonten deklariert habe - funktioniert
tadellos...
--
Freundliche Grüße aus dem Filstal
im wilden Süden
Heinz Peter Schlögl - Team www.sonderhomepage.de -
User helfen Usern (UhU)


Karl-Heinz Busch

unread,
Jan 21, 2004, 7:20:04 AM1/21/04
to
Hallo Herr Schlögl,

herzlichen Dank für Ihre Antwort und Ihren Tipp.

> ....da ich mit E/Ü und Ist-Versteuerung arbeite und somit keine Kapitalkonten


> aktiviert habe, jedoch meine Privatdinge innerhalb der Buchhaltung über
> diverse Privatkonten abwickle, stand ich anfangs vor dem gleichen Problem.
> Ich habe mir nun damit beholfen, daß ich jene Privatkonten, deren Saldo ich
> vortragen möchte, als Interimskonten deklariert habe - funktioniert
> tadellos...

_Meine_ Eselsbrücke habe ich in der Mail an Herrn Butzmühlen beschrieben.
Sollte Herr Butzmühlen diese Brücke nicht zum Einsturz bringen (müssen),
werde ich es künftig wohl so handhaben.


--
Viele Grüße [PM Karl-Heinz(AT)Buschweb.de]
Karl-Heinz Busch

Tipps zu Hifi und Hifi-Anlagen http://www.radio-busch.de


Karl-Heinz Busch

unread,
Jan 21, 2004, 7:13:38 AM1/21/04
to
Hallo Herr Butzmühlen,

herzlichen Dank für Ihre Antwort.

> haben Sie den Wolf inzwischen gefunden?

Jein... nicht wirklich oder vielleicht doch. Ich muss gestehen,
ich bin total verwolft äh... verwirrt.

> Privatkonten des Vorjahres werden
> nicht wieder auf das Konto 1900 vorgetragen, sondern auf Eigenkapital.

Bei Durchführung des Abschlusses steht (wie IMO auch in den Vorjahren)
auf Seite 4 zu lesen: "Sie können Privatkonten entweder über ein
Kapitalkonto oder ein Konto der Kategorie 'Privat' vortragen.

Wie bisher auch, habe ich das beim Abschluss für 2002 nun auch so
gemacht. Ich habe das Konto 1900 angegeben. In allen Jahren vorher
führte das zu einem Saldovortrag auf Konto 9000 im Folgejahr.
Vielleicht sollte ich noch anfügen, dass ich drei Privatkonten
führe (1910,1911 und 1912), die meistens ein Guthaben aufweisen.
Auf diese Konten werden die Steuern und Abgaben von drei Gesell-
schaftern gebucht und deren Anteil am Überschuss. Ob das richtig
oder sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen (ja ja, die Laien
die Buchhaltung machen wollen), es hat aber immer ohne Probleme
funktioniert.

Diesmal, mit Buchhalter 09.00 hatte eine stattliche Differenz
auf Konto 9000 im Folgejahr (2003). Die Differenz entsprach der
Summe der Salden der Privatkonten. Die Position "Saldovortrag
Privatkonten" mit Konto 1900 fehlte auf 9000. (bei allen
Abschlüssen vorher war sie vorhanden).


> Denn nur das Eigenkapital insgesamt wird vorgetragen bzw. als Vortrag
> ausgewiesen.

Ist das neu in Version 09.00 ?


> Bei Einzelunternehmen und SKR03 geben Sie bitte das Konto 0880 an.

Danke für den Tipp!
..ich bin allerdings einen anderen Weg gegeangen.

In meiner Verzweiflung (ich hatte inzwischen 4mal den Abschluss gemacht
und wieder rückgesichtert) habe ich im PDF-Handbuch gestöbert. Dort bin
ich auf Seite 75 auf folgende Aussage gestoßen:
"...möchten Sie, dass die Privatkonten abgeschossen werden...".

Dies veranlasste mich, beim 5. Versuch einfach _kein_ Konto für die
Privatkonten anzugeben. Zugegeben hatte ich dabei kein gutes Gefühl,
denn in der Hilfe auf Seite 4 des Jahresabschlusses steht zu lesen:

"Für den Abschluß der Privatkonten _müssen_ (Sie?) ein entsprechendes
Konto, in aller Regel das Kapitalkonto hinterlegen".

Dies hatte ich in der Vergangenheit so (wohl falsch) interpretiert,
dass ein Konto angegeben werden _muss_.

Wie auch immer. Durch Freilassen des Feldes wurden die Privatkonten
mit ihrem Saldo vorgetragen und die Differenz in der Eröffnungsbilanz
ist auch nicht mehr da.
Für mich ist das sogar praktisch, musste ich in den Vorjahren doch
den Vortragssaldo von 1900 auf 9000 wieder mit den richtigen Beträgen
auf die Privatkonten buchen.

Sie sehen, werter Herr Butzmühlen, ich denke wohl manchmal einfach
nicht so, wie ein geübter Buchhalter oder Programm-Entwickler.
Für diesen Personenkreis mag es naheliegend sein, dass man ein
Konto angeben _muss_, wenn man das/die Privatkonto/en abschließen
will. Und wenn man dies nicht will, dass man einfach das Feld
leer läßt.

Für Herrn Karl-Heinz Dau aus A. wäre allerdings ein Hinweis im
Hilfetext auf Seite 4 der Abschluss-Prozedur hilfreich gewesen.
Etwa der Art: "Wenn Sie die Privatkonten abschließen möchten,
_müssen_ Sie...

Herzlichen Dank für's Lesen bis hier hin und Ihre Zeit
und Ihre Mühe. Das gilt für alle guten Geister der
Sonderhomepage und auch alle anderen, die sich einbringen
und Ihre Zeit opfern.

Ach ja, sollte ich mit meiner Vorgehensweise einen Fehler
gemacht haben, der mich irgendwann schmerzlich einholt,
bin ich für Ihren Hinweis dankbar - noch kann ich den
JA wieder rückgängig machen.

Nochmals Danke und
freundliche Grüße aus dem verschneiten Mittelfranken
..natülich auch an den Hund Flynn (wohl kein Wolfshund?)

Friedrich Butzmühlen

unread,
Jan 21, 2004, 7:47:06 AM1/21/04
to
Hallo Herr Busch,

Ihre Lösung geht sicherlich. Und wo ein "sicherlich" steht, kommt auch
ganz schnell ein "aber". Also: Jetzt haben Sie das Kapital der drei
Gesellschafter rechnerisch richtig vorgetragen, allerdings in eines Summe,
so wie ich Sie verstanden habe.

Aber:

Ihre Gesellschafter wollen bestimmt wissen, welches Kapital davon wem
gehört. Sonst kommt Gesellschafter A und erklärt: "Alles meins". Kurz
darauf kommt Gesellschafter B und erklärt: "Nix da, alles meins". Jetzt
kommt der dritte Gesellschafter namens C. Was erklärt der? Ne, nicht
"...alles meins", sondern der sagt Ihnen: "Her mit der Kohle. Sie haben
nicht aufgeteilt, jetzt ist alles weg, was mir gehörte, und Sie sind
Schuld".

Davor können sie sich schützen. Das tun Sie, in dem Sie für jeden
Gesellschafter den Kapitalanteil vortragen, der ihm zusteht. Ich würde
Ihnen auch gerne die entsprechenden Kontonummern nennen. Allerdings ist
das abhängig von der Gesellschaftsform. Liegt eine oHG vor oder eine KG
oder eine GmbH & Co. KG?

Wenn Sie mir das nennen und Ihren Kontenrahmen dazu - ich vermuten den
SKR03 -, dann gebe ich Ihnen gerne die zu empfehlenden Konten an.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Butzmühlen aus Düsseldorf, dem gerade nicht drei Gesellschafter
über die Schulter gucken


Karl-Heinz Busch wrote:

> Hallo Herr Butzmühlen,

> Danke für den Tipp!
> ...ich bin allerdings einen anderen Weg gegeangen.

> ...natülich auch an den Hund Flynn (wohl kein Wolfshund?)

Karl-Heinz Busch

unread,
Jan 21, 2004, 8:56:13 AM1/21/04
to
Hallo Herr Butzmühlen,

> Ihre Lösung geht sicherlich. Und wo ein "sicherlich" steht, kommt auch
> ganz schnell ein "aber". Also: Jetzt haben Sie das Kapital der drei
> Gesellschafter rechnerisch richtig vorgetragen, allerdings in eines Summe,
> so wie ich Sie verstanden habe.

Das war früher so. Ich hatte für die Privatkonten beim Jahresabschluss
das Konto 1900 angegeben. Die Salden der Privatkonten (1910,1911 und 1912)
erschienen dann in einer Summe im Folgejahr unter 1900 auf Konto 9000
als Privatkontenvortrag.

Jetzt, mit Freilassen der Kontonummer beim Abschluss tauchen die einzelnen
Salden der einzelnen Privtkonten per 1.1.2003 auf dem jeweiligen Konto auf.
Für mich ein prima Zustand.
Früher musste ich immer die Summe von 9000 auf die einzelnen Privatkonten
aufteilen.

> Aber:
>
> Ihre Gesellschafter wollen bestimmt wissen, welches Kapital davon wem
> gehört. Sonst kommt Gesellschafter A

Ja das mögen die schon gerne wissen. Daher auch die drei Privatkonten
(wahrscheinlich nicht geschickt gewählt - aber es hat sich bewährt).

> und erklärt: "Alles meins". Kurz
> darauf kommt Gesellschafter B und erklärt: "Nix da, alles meins". Jetzt
> kommt der dritte Gesellschafter namens C. Was erklärt der? Ne, nicht
> "...alles meins", sondern der sagt Ihnen: "Her mit der Kohle. Sie haben
> nicht aufgeteilt, jetzt ist alles weg, was mir gehörte, und Sie sind
> Schuld".

> Davor können sie sich schützen. Das tun Sie, in dem Sie für jeden
> Gesellschafter den Kapitalanteil vortragen, der ihm zusteht. Ich würde
> Ihnen auch gerne die entsprechenden Kontonummern nennen. Allerdings ist
> das abhängig von der Gesellschaftsform. Liegt eine oHG vor oder eine KG
> oder eine GmbH & Co. KG?

Es ist eine GdbR.


> Wenn Sie mir das nennen und Ihren Kontenrahmen dazu - ich vermuten den
> SKR03 -,

Ja, SKR03 ist es.

> dann gebe ich Ihnen gerne die zu empfehlenden Konten an.

Danke, sehr freundlich!

Nur, dass wir vom Gleichen reden.
Meinen Sie mit "Kapital" das in der Bilanz ausgewiesene Kapital?

In meinem Fall geht es (IMO) nicht hierum. Der Anteil am Firmenkapital
ist genau je 1/3tel. Die (vielleicht von mir zweckentfremdeten) Privat-
konten werden vom Anteil am Überschuss gespeist und von Steuerzahlungen
geschwächt. Sie weisen praktisch den nicht entnommenen Netto-Profit des
jeweiligen Gesellschafters als Saldo aus. Deshalb wurden sie auch immer
wieder gesondert von mir mit dem Saldo des Vorjahres eröffnet.
Für _mich_ erscheint die jetzige Lösung ideal.

Allerdings frage ich mich, warum bei Angabe des Kontos 1900, wie früher,
eine Differenz in der EB entstehen kann. Wohin vernudelt das Programm
den Privatkonten-Saldo?


--
Viele Grüße

Friedrich Butzmühlen

unread,
Jan 21, 2004, 9:56:07 AM1/21/04
to
Hallo Herr Busch,

ich vermute mal, das Programm nudelt die Werte der 1900-Konten nirgendwo
hin, sondern "übersieht" sie vornehm und schlicht. Also müssen die
Kapitalwerte noch vorgetragen werden.

Ich gehe von SKR03 und einer GbR aus. Hier haftet jeder Gesellschafter für
alles und jeder für jeden. Wenn im Gesellschaftsvertrag eine
Haftungsbegrenzung vereinbart sein sollte, z.B. jeder 1/3 oder jeder
maximal in Höhe von X Euro, dann gilt das nur im Innenverhältnis der
Gesellschaft. Nach Außen bleibt also die volle Haftung bestehen. Deshalb
sollte nicht nur ein eventuelles im Innenverhältnis vereinbartes
Festkapital vorgetragen und der Restbetrag irgendwo getrennt ausgewiesen
werden, sondern jeder sollte mit seinem Gesamtanteil am Kapital
vorgetragen werden, der nach Entnahmen oder privaten Steuerzahlungen noch
Ende des Vorjahres übrig geblieben ist.

Mein Vorschlag:

Gesellschafter A: Konto 0882
Gesellschafter B: Konto 0884
Gesellschafter C: Konto 0886

Bitte beschriften Sie die Konten auch entsprechend aussagefähig, z.B.:
Kapital Hans Schmitz, Kapital Host Müller, Kapital Hans Hansen oder
ähnlich. Für die Privatkonten im neuen Jahr würde ich die Endziffern
übernehmen.

Wenn sich weitere Fragen ergeben, bitte noch mal melden.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Butzmühlen aus einem gerade sonnigen Düsseldorf – es wird
Frühling

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