So macht man das

41 views
Skip to first unread message

koba

unread,
Dec 7, 2008, 2:54:34 AM12/7/08
to leipziger-linke, MaxKret...@web.de
Unser geschätzter hgg hat Seine Affinität zu Max Stirner ja schon bei
anderer Gelegenheit herausgestellt.
Dagegen ist nichts zu sagen. Aber stark ist sein historisches Wissen:"
Marx war mit dem Ergebnis sehr unzufrieden."
Woher weiss Er das? Nach dem Impetus seiner Darstellung muß er ja wohl
mit Marx selbst noch konferiert
haben. Seine Darstellung impliziert das Marx und Engels keine
Veröffentlichung wollten.
Welch ein tendenzieller Quatsch. Man lese es nach:
http://www.mlwerke.de/me/me13/me13_007.htm#S10 oder/und:
http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_259.htm
Sehen wir weiter: "was die Traditionsmarxisten nicht abhielt, es
trotzdem in den 1930iger Jahren herauszubringen"
Na, St. Max sei Dank das er nicht noch besonders darauf hingewiesen
hat, das es in Moskau erschien - dieses
spezielle Feindbild können wir diesmal ausklammern.
Ich habe Marx wohl kaum etwas hinzuzufügen. Zum eignen Vergleich hier
noch einmal der Link: http://www.mlwerke.de/me/me03/me03_101.htm#I_III_1

Was unseres Stirnerianers Kontroverse mit Max Kretzschmar angeht, so
habe ich zwei Anmerkungen.

Erstens:
Was Rosa Luxemburgs Aussage zur Freiheit der Andersdenkenden mit
Stirners Arbeit, "der Einzige und
sein Eigentum", welches als Buch war "bekanntlich aus dem Himmel
herabgefallen und hatte bei O. Wigand in
Leipzig Knechtsgestalt angenommen", was dies also miteinander zu tun
hat, vermag ich nicht zu sehen.
Da muß wohl bitte unser geschätzter Professor noch aufklären, was er
meint.

Zweitens:
Mit der Freiheit der Andersdenkenden und den Nazis ist es eine
diffizile Sache, zu der manches zu sagen wäre.
Auch ich habe erlebt, wie sich Rechte sogar auf Ernst Thälmann
versuchten zu berufen. Solange sich unsere
politische Klasse nicht darauf verständigen kann das Rechtsradikale
generell nicht mit der "fdGO" vereinbar
sind und die NPD eine rechtsradikale Partei ist, solange werden wir
gedeckt durch die "fdGO" und ihr
Parteiengesetz damit leben müssen - auch in den Parlamenten.
Unwidersprochen hinnehmen müssen wir es
nicht. Was wir keinesfalls tun sollten ist auch in diesem Zusammenhang
wieder die Totalitarismusdoktrin zu
bedienen wie es unser Professor in fast reflexartig vorausschauendem
Demokratengehorsam wieder tut.

Beste Grüße und bis bald - Peter Weyh


Florian Krahmer

unread,
Dec 7, 2008, 12:29:51 PM12/7/08
to leipzig...@googlegroups.com
Hallo,

aha, der gute Peter beklagt also HGG's "Demokratengehorsam"!

"Was wir keinesfalls tun sollten ist auch in diesem Zusammenhang wieder die Totalitarismusdoktrin zu bedienen wie es unser Professor in fast reflexartig vorausschauendem Demokratengehorsam wieder tut."

(Peter Weyh)
Na da fällt mir doch ein, da war ja noch was. Der Peter hat sich doch schon einmal über Demokratie ausgelassen, und nach dem wir uns dann endlich einigen konnten das Hitler kein Demokrat war, sind ja immer noch die anderen Fragen offen.
Jetzt hast du ja sicher Canforas Buch gelesen, ich kann dir zum Thema NPD Verbot auch noch wärmstes empfehlen:
Freerk Huisken: "Brandstifter als Feuerwehr: Die Rechtsextremismus-Kampagne"


Aber zuerst, erfülle doch einmal dein vollmundiges Versprechen:

> > 2.
> > Demokratie ist also für dich die Herrschaft des Volkes. Ab wann gab
> > es also deiner Meinung nach Demokratie?
>
> > 3.
> > Verweise zu Google sind nicht sehr Zielführend, wenn mich deine
> > Meinung interessiert. Also anders formuliert:
>
> > Wie findet deiner Meinung nach eine Mehrheitsfindung in einer
> > Demokratie statt?
> > Wie erfolgt deiner Meinung nach eine Qualifizierung der Mehrheitsentsc
> > heidungen?
> > Wer sollte deiner Meinung nach diese Mehrheitsentscheidungen
> > qualifizieren?

Grüße

Florian

_______________________________________________________________________
Sensationsangebot verlängert: WEB.DE FreeDSL - Telefonanschluss + DSL
für nur 16,37 Euro/mtl.!* http://dsl.web.de/?ac=OM.AD.AD008K13805B7069a

Hans-Gert Gräbe

unread,
Dec 7, 2008, 3:06:25 PM12/7/08
to leipzig...@googlegroups.com
koba schrieb:

> Unser geschätzter hgg hat Seine Affinität zu Max Stirner ja schon bei
> anderer Gelegenheit herausgestellt.
> Dagegen ist nichts zu sagen. Aber stark ist sein historisches Wissen:"
> Marx war mit dem Ergebnis sehr unzufrieden."
> Woher weiss Er das? Nach dem Impetus seiner Darstellung muß er ja wohl
> mit Marx selbst noch konferiert
> haben. Seine Darstellung impliziert das Marx und Engels keine
> Veröffentlichung wollten.

Hallo koba,

ich freue mich, dass endlich mal einer meine fundamentalen Irrtümer
aufzuklären imstande ist und verneige mich tief vor deiner Gelehrt- und
Belesenheit.

Falls sich trotzdem noch jemand für weitere - nach kobas Argumentation
allenfalls als marginal zu bezeichnende - Umstände und insbesondere die
rezeptionsgeschichtliche Komponente Marx - Stirner - Traditionsmarxismus
interessiert, dem empfehle ich Bernd Laskas entsprechenden Text

http://www.lsr-projekt.de/msbann1.html

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich mit einem Stirnerkenner
wie Kurt W. Fleming, Chef des Stirner-Archivs Leipzig, ins Benehmen zu
setzen http://www.msges.de, oder aber die einschlägigen
Veranstaltungsberichte der letzten zwei Jahre bei WAK Leipzig
http://www.hg-graebe.de/WAK-Leipzig/index.html
zu dem Thema zu Rate ziehen, insbesondere
http://www.leipzig-netz.de/index.php5/WAK.2007-06-21
http://www.leipzig-netz.de/index.php5/WAK.2007-06-21

> Was Rosa Luxemburgs Aussage zur Freiheit der Andersdenkenden mit
> Stirners Arbeit, "der Einzige und sein Eigentum", welches als Buch
> war "bekanntlich aus dem Himmel herabgefallen und hatte bei O.
> Wigand in Leipzig Knechtsgestalt angenommen", was dies also
> miteinander zu tun hat, vermag ich nicht zu sehen.

Das glaube ich dir gern, da hindern dich deine Scheuklappen dran, die
dir offensichtlich während deiner Aspirantur an der Akademie für
Gesellschaftswissenschaften fest und wirkungsvoll implantiert wurden.

Schon allein die von dir nicht einmal aufgenommene Frage, ob es denn
einen Unterschied macht, wenn in Rosas Original von "anders Denkenden"
und hier dauernd von "Andersdenkenden" geschrieben wird, zeigt die
Borniertheit dieser deiner Äußerung.

Aber gut, Trolle soll man nicht füttern, ich hör ja schon auf.

hgg

Kornelia Richter

unread,
Dec 8, 2008, 2:58:02 AM12/8/08
to leipzig...@googlegroups.com


Hallo Hans-Gert,

ich möchte nun doch mal sehr gern von Dir wissen, weshalb wir uns
ausgerechnet für Stirner und dann auch noch für Marx` Verhältnis zu
Stirner interessieren sollten? Worin liegt Deiner Meinung nach die
himmelstürmende Weisheit eines Stirner, dass wir sie heute noch
unbedingt lesen müssten? Soweit ich weiß, hat Marx sein
junghegelianisches Stadium recht bald überwunden und dann, als er seine
Theorie entwickelte und das "Kapital" schrieb, all diese halbgewalkten
Theorien weit hinter sich gelassen. Marx hat sich dem wirklichen, d. h.
dem ökonomischen Leben zugewendet, denn er hat sich mit den
verursachenden Grundlagen verquerer Philosophien, der Ökonomie,
beschäftigt. So ist Marx Materialist geworden.
Warum sollten wir heute hinter diesen Erkenntnisstand zurückfallen?
Und dann würde ich doch auch gern mal wissen, worin für Dich der
gravierende Unterschied zwischen anders Denkenden und Andersdenkenden
besteht.

Kornelia
--
No virus found in this incoming message.
Checked by AVG.
Version: 7.5.552 / Virus Database: 270.9.15/1834 - Release Date:
06.12.2008 16:55


Teske...@t-online.de

unread,
Dec 8, 2008, 10:24:01 AM12/8/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Mon, 08 Dec 2008 08:58:02 +0100
Subject: AW: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: "Kornelia Richter" <kornelia.mue...@arcor.de>
To: <leipzig...@googlegroups.com>

Hallo Diskursler
Kornelia hat Recht wenn sie es nicht versteht, warum ihr ewig
zwischen anders Denkenden und Andersdenkenden unter scheiden
müsset. Dafür solltet ihr ein *Sprachinstitut gründen* und dann im
kleinen Kreis die kommenden Jahre darüber befinden.
wolfgang t

koba

unread,
Dec 8, 2008, 6:06:18 PM12/8/08
to leipziger-linke


On 7 Dez., 18:29, Florian Krahmer <Floka...@web.de> wrote:
> Hallo,
>
> aha, der gute Peter beklagt also HGG's "Demokratengehorsam"!
>
> "Was wir keinesfalls tun sollten ist auch in diesem Zusammenhang wieder die  Totalitarismusdoktrin zu bedienen wie es unser Professor in fast reflexartig vorausschauendem Demokratengehorsam wieder tut."
> (Peter Weyh)
> Na da fällt mir doch ein, da war ja noch was. Der Peter hat sich doch schon einmal über Demokratie ausgelassen, und nach dem wir uns dann endlich einigen konnten das Hitler kein Demokrat war, sind ja immer noch die anderen Fragen offen.
> Jetzt hast du ja sicher Canforas Buch gelesen, ich kann dir zum Thema NPD Verbot auch noch wärmstes empfehlen:
> Freerk Huisken: "Brandstifter als Feuerwehr: Die Rechtsextremismus-Kampagne"

Hallo Florian,das war ein guter Hinweis danke. Vieles was Huisken
schreibt kann ich unterstützen. Ob Ihr alle seine
Schlüsse mitgehen könntet weiß ich nicht, Ihr generiert Euch ja immer
als Superdemokraten. Ob Ihr seine Schlüsse bezüglich
des Verhältnisses von bürgerlichen Demokraten und Faschisten wirklich
alle mitgehen könnt? Dies führte Euch entweder zu
wüster Konfusion oder zu Marx. Na, mal sehen.

Alter Spitzbube, was soll das? Du musstest Dich weder mühsam mit mir
darauf einigen, das Hitler kein Demokrat war, noch
habe ich jemals behauptet, er sei ein solcher gewesen. Was ich (in
bester Gesellschaft übrigens)sagte, war die Tatsache,
das Er und seine Clique in der bürgerlichen Gesellschaft die Regierung
übernahm durch freie, gleiche und geheime Wahlen.
Und bitte: "Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch."

Ich habe nichts versprochen und vollmundig gebe ich mich nur im
Weinkeller oder im Speiselokal. Außerdem ist Demokratie nicht
für mich Volksherrschaft (sozusagen aus meiner individuellen
Anschauung heraus), sondern Herrschaft des Volkes ist die korrekte
Übersetzung dieses Begriffes aus dem griechischen.
Demokratie kennzeichnet also eine Herrschaftsform, und sie hat nicht
ohne Grund ihre Blüte in der griechischen und anfangs auch
noch in der römischen Sklavenhaltergesellschaft. Mal sehen ob Du noch
weißt, warum das so ist.

In diesem Sinne bis morgen zu Teil 2

Beste Grüße - Peter

koba

unread,
Dec 8, 2008, 8:03:25 PM12/8/08
to leipziger-linke


On 7 Dez., 21:06, Hans-Gert Gräbe <h...@hg-graebe.de> wrote:
> koba schrieb:
>
> > Unser geschätzter hgg hat Seine Affinität zu Max Stirner ja schon bei
> > anderer Gelegenheit herausgestellt.
> > Dagegen ist nichts zu sagen. Aber stark ist sein historisches Wissen:"
> > Marx war mit dem Ergebnis sehr unzufrieden."
> > Woher weiss Er das? Nach dem Impetus seiner Darstellung muß er ja wohl
> > mit Marx selbst noch konferiert
> > haben. Seine Darstellung impliziert das Marx und Engels keine
> > Veröffentlichung wollten.
>
> Hallo koba,
>
> ich freue mich, dass endlich mal einer meine fundamentalen Irrtümer
> aufzuklären imstande ist und verneige mich tief vor deiner Gelehrt- und
> Belesenheit.
>
> Falls sich trotzdem noch jemand für weitere - nach kobas Argumentation
> allenfalls als marginal zu bezeichnende - Umstände und insbesondere die
> rezeptionsgeschichtliche Komponente Marx - Stirner - Traditionsmarxismus
> interessiert, dem empfehle ich Bernd Laskas entsprechenden Text
>
> http://www.lsr-projekt.de/msbann1.html
>
> Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich mit einem Stirnerkenner
> wie Kurt W. Fleming, Chef des Stirner-Archivs Leipzig, ins Benehmen zu
> setzenhttp://www.msges.de, oder aber die einschlägigen
> Veranstaltungsberichte der letzten zwei Jahre bei WAK Leipzighttp://www.hg-graebe.de/WAK-Leipzig/index.html
> zu dem Thema zu Rate ziehen, insbesonderehttp://www.leipzig-netz.de/index.php5/WAK.2007-06-21http://www.leipzig-netz.de/index.php5/WAK.2007-06-21
>
> > Was Rosa Luxemburgs Aussage zur Freiheit der Andersdenkenden mit
> > Stirners Arbeit, "der Einzige und sein Eigentum", welches als Buch
> > war  "bekanntlich aus dem Himmel herabgefallen und hatte bei O.
> > Wigand in Leipzig Knechtsgestalt angenommen", was dies also
> > miteinander zu tun hat, vermag ich nicht zu sehen.
>
> Das glaube ich dir gern, da hindern dich deine Scheuklappen dran, die
> dir offensichtlich während deiner Aspirantur an der Akademie für
> Gesellschaftswissenschaften fest und wirkungsvoll implantiert wurden.

Das ist eine Fehleinschätzung von Dir. Gerade an der Akademie in den
Jahren 88 - 90
sind übrigens nicht nur bei mir so manche Scheuklappen entfernt
worden.

>
> Schon allein die von dir nicht einmal aufgenommene Frage, ob es denn
> einen Unterschied macht, wenn in Rosas Original von "anders Denkenden"
> und hier dauernd von "Andersdenkenden" geschrieben wird, zeigt die
> Borniertheit dieser deiner Äußerung.

Das scheint ja nicht nur mich zu interessieren - vielleicht können wir
nur
alle der Tiefsinnigkeit des zeitgenössischen St. Max nicht folgen -
worin liegt
denn nun der fundamentale Unterschied für Dich?

Hans-Gert Gräbe

unread,
Dec 9, 2008, 2:01:00 AM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com
Teske...@t-online.de schrieb:

> Hallo Diskursler
> Kornelia hat Recht wenn sie es nicht versteht, warum ihr ewig
> zwischen anders Denkenden und Andersdenkenden unter scheiden
> müsset. Dafür solltet ihr ein *Sprachinstitut gründen* und dann im
> kleinen Kreis die kommenden Jahre darüber befinden.
> wolfgang t

Lieber Wolfgang,

findest du es nicht merkwürdig, dass die neuen Chefideologen der LINKEN
eine solche Änderung vorgenommen haben? Wenn es egal ist, dann hätten
sie es doch bei der Originalformulierung belassen können, oder?

Du hast dir gut ein Jahr lang diese Partei angetan und bist letztlich
ausgetreten. Hattest du nicht - trotz aller Proteste - gelegentlich den
Eindruck, dass du dabei nur Teil eines großen Spiels warst, in dem man
dich wie einen Bauern über das Schachfeld gezogen hat? Dass Leute
schlicht ausgerechnet haben, wie sich der Teske verhalten wird, und dich
dann "vors Loch geschoben" haben? Wie's praktisch ging (und geht), hat
dir ja einer der (ehemaligen) "Täter" in letzter Zeit oft genug erläutert.

Interessiert es dich nicht, wenigstens im Nachhinein etwas mehr über die
Mechanismen zu erfahren, die dabei in dir selbst gegriffen haben? Das
hat viel mit der Wirkung von Ideologie zu tun - und wirkt sehr
fundamental über psychologische Mechanismen. Ich denke, an dieses eigene
Innere kommt man nicht ran ohne eine auch sprachliche Dekonstruktion.

Im Übrigen sind die neuen Chefideologen nicht gar so neu, denn viele
waren auch die alten. Wenn koba in seiner heutigen Nachtschicht schreibt

>> Das glaube ich dir gern, da hindern dich deine Scheuklappen dran, die
>> dir offensichtlich während deiner Aspirantur an der Akademie für
>> Gesellschaftswissenschaften fest und wirkungsvoll implantiert wurden.
>

> Das ist eine Fehleinschätzung von Dir. Gerade an der Akademie in den
> Jahren 88 - 90 sind übrigens nicht nur bei mir so manche Scheuklappen
> entfernt worden.

dann übersieht er, dass es mit den Modrows, Bries und Kleins genau diese
seine Lehrer waren, die damals den Deckel vom Topf ein wenig lupften, um
ihn heute umso fester wieder draufzudrücken. Die Art und Weise, wie sich
Modrow und Bisky heute wieder einer "Parteiräson" unterwerfen, ist schon
bezeichnend. Ich kann dir dazu nur Pauls Hinweis

> Wolfgang Sabath
> http://www.forum-ds.de/article/1191.die_unschuld_der_worte.html

und die dort zitierte "Stellungnahme des Ältestenrats" ans Herz legen.

Und koba, es können nicht viele Löffel Weisheit gewesen sein, die man in
einem - nach heutigen Maßstäben - Bachelorstudium der
Politikwissenschaften an der genannten Einrichtung gefressen hat, wenn
man drei Jahre mit offenem Mund staunte, *wie* offen es doch auf einmal
zugeht, und dabei vergaß (oder sich wenigstens heute nicht gern mehr
dran erinnert), sich selbst kritisch zu hinterfragen. Ich denke, du
musst dir nur die "Entstalinisierung" nach 56 anschauen, um zu sehen,
*wie* borniert du hier in die Diskussion einsteigst.

Allerdings -.auch das gehört zu den "Charaktermasken" (wie es der
Altmeister in anderem Zusammenhang nannte) linker Vielfalt.

Hans-Gert


Teske...@t-online.de

unread,
Dec 9, 2008, 5:51:12 AM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com
************************************************************************************************
Andersdenkende oder anders Denkende ist für mich nicht so wichtig, damit werde
ich mich nicht beschäftigen und überlasse es lieber Euch.
Natürlich kann ich nur Teil eines großen Spiels gewesen sein. Allerdings zieht mich
keiner wie einen Bauern über das Schachfeld, das war schon früher nicht möglich,
da ich nicht als Arbeiter- und Bauernkind geführt wurde und meine Söhne es
abgelehnt haben sich 3 Jahre an die Grenze zu stellen.
Sie haben es aber in diesem so wunderschönen Arbeiter -und Bauernstaat geschafft
über die VH-Schule ein Abitur zu machen und später zu studieren. Will sagen man
brauchte sich nicht wie ein dummer Bauer behandeln lassen und das ist auch  bei den
LINKEN noch so.
Auch hat mich keiner vors Loch geschoben, wer immer es auch versucht hat, denn
die Löcher suche ich mir selbst aus und lass mich nicht schieben, sondern gehe dann
freiwillig und loche mit Freuden ein.
So wie ich merke welches Spiel sie mit mir vorhaben, kann ich doch reagieren und ich
habe nicht den Eindruck, dass ich von anderen gesteuert werde.
Meine Aktionen oder Reaktionen sind immer spontan und direkt und nicht  bewusst mit
soviel *psychologischen Mechanismen* verbunden.
* Ike bin äben en efacher Bürcher *
wolfgang t
**************************************************************************************************
/>

Lutz Hausstein

unread,
Dec 9, 2008, 6:37:57 AM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com
Lieber Wolfgang,
 
ich könnte es mir bis zu einem gewissen Punkt schon vorstellen, dass bestimmte Verhaltens- und Reaktionsweisen von vornherein geplant und gewollt waren. Eben genau deshalb, weil häufiger "spontan und direkt" reagiert wurde, ist es, bis zu einem gewissen Punkt, kalkulierbar gewesen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich den handelnden Personen solch ein hohes psychologisches Vermögen zugestehen kann.
 
Aber spannend finde ich die Diskussion zwischen koba und Hans-Gert allemal, da sie mir auch immer wieder neue (mögliche) Hintergründe und Aspekte offenbart. Auch wenn ich nicht jede 37. Verzweigung nachvollziehen kann (und will), da sie in theoretische Grundlagen des ML oder historische Hintergründe der PDS (SED) hineingeht, welche ich nur unzureichend kenne, um dazu eine fundierte eigene Meinung abgeben zu können.
 
Ich glaube allerdings im Gegensatz zu Hans-Gert, dass sich die innerparteiliche Elite von vornherein schon eine (ihre eigene Position betreffende) win-win-Situation aufgebaut hatte. Egal, was passiert wäre (und wie wir uns verhalten hätten), sie hätten immer gewonnen. Wir haben schon den für sie ungünstigeren Weg gewählt, indem wir uns nicht "einfangen" ließen. Dennoch haben sie gewonnen. Diesmal allerdings mit einigen, auch von außen deutlich sichtbaren, Kratzern. Und dies war so nicht gewollt. Aber immer noch besser, als ganz zu verlieren.
 
 
LH
 
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: leipzig...@googlegroups.com [mailto:leipzig...@googlegroups.com]Im Auftrag von Teske...@t-online.de
Gesendet: Dienstag, 9. Dezember 2008 11:51
An: leipzig...@googlegroups.com
Betreff: [leipziger-linke] Re: So macht man das

Florian Krahmer

unread,
Dec 9, 2008, 7:06:55 AM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com

> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: "Hans-Gert Gräbe" <h...@hg-graebe.de>
> Gesendet: 09.12.08 08:01:05

> An: leipzig...@googlegroups.com
> Betreff: [leipziger-linke] Re: So macht man das

>

> dann übersieht er, dass es mit den Modrows, Bries und Kleins genau diese
> seine Lehrer waren, die damals den Deckel vom Topf ein wenig lupften, um
> ihn heute umso fester wieder draufzudrücken. Die Art und Weise, wie sich
> Modrow und Bisky heute wieder einer "Parteiräson" unterwerfen, ist schon
> bezeichnend. Ich kann dir dazu nur Pauls Hinweis


"Böhme, Thierse, Schnur und Stolpe
Gysi, Modrow, Klier und Bohley,
Schröder, Ull- und Eppelmann,
Die Gebrüder Brie und, ärger,
Eheleute Wollenberger,
Alle lassen ihren Kopf
Fallen in den Auffangtopf"

Perter Hacks

Florian Krahmer

unread,
Dec 9, 2008, 7:37:47 AM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com
Hallo,

> Hallo Florian,das war ein guter Hinweis danke. Vieles was Huisken
> schreibt kann ich unterstützen. Ob Ihr alle seine
> Schlüsse mitgehen könntet weiß ich nicht, Ihr generiert Euch ja immer
> als Superdemokraten. Ob Ihr seine Schlüsse bezüglich
> des Verhältnisses von bürgerlichen Demokraten und Faschisten wirklich
> alle mitgehen könnt? Dies führte Euch entweder zu
> wüster Konfusion oder zu Marx. Na, mal sehen.

Na dann bitte ein Zitat. Unterstellungen, sind nicht so fein, also wenn du eine Vermutung über meine Reaktion hast dann solltest du sie auch belegen können. Im Übrigen: Canfora! Jetzt solltest du jetzt eigentlich wissen, in welcher Art und Weise ich mich als "Superdemokraten" generiere.

> Alter Spitzbube, was soll das? Du musstest Dich weder mühsam mit mir
> darauf einigen, das Hitler kein Demokrat war, noch
> habe ich jemals behauptet, er sei ein solcher gewesen. Was ich (in
> bester Gesellschaft übrigens)sagte, war die Tatsache,

Aha haben wir uns also doch nicht drauf einigen können:

> das Er und seine Clique in der bürgerlichen Gesellschaft die Regierung
> übernahm durch freie, gleiche und geheime Wahlen.

> Ich habe nichts versprochen und vollmundig gebe ich mich nur im
> Weinkeller oder im Speiselokal.

Na da haben wir doch ein Versprechen als Beleg, na mal gucken ob du es diesmal einhältst:

> In diesem Sinne bis morgen zu Teil 2

Ach ja und vollmundig bedeutet, dass du den Mund voll hast, manchmal kann da nichts mehr raus kommen -im Sinne von zu voll genommen- und manchmal kommt da aber auch was raus, was besser hätte drin bleiben sollen.

> Demokratie kennzeichnet also eine Herrschaftsform, und sie hat nicht
> ohne Grund ihre Blüte in der griechischen und anfangs auch
> noch in der römischen Sklavenhaltergesellschaft. Mal sehen ob Du noch
> weißt, warum das so ist.

Darf ich so fest halten: Für dich gab es das erste mal Demokratie in der griechisch und früh römische antiken Gesellschaft?

> Beste Grüße - Peter

Ebenso Grüße

Florian

PS. die Fragen unten.


> > > >  3.
> > > >  Verweise zu Google sind nicht sehr Zielführend, wenn mich deine
> > > > Meinung interessiert. Also anders formuliert:
> >
> > > >  Wie findet deiner Meinung nach eine Mehrheitsfindung in einer
> > > > Demokratie statt?
> > > >  Wie erfolgt deiner Meinung nach eine Qualifizierung der Mehrheitsentsc
> > > > heidungen?
> > > >  Wer sollte deiner Meinung nach diese Mehrheitsentscheidungen
> > > > qualifizieren?

_______________________________________________________________________

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 9, 2008, 9:25:25 AM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com

 DIE MITVERANTWORTUNG 

 

Was die Mitverantwortung der älteren Genossen der LINKEN anbelangt ist das nicht gerade wenig. Haben sie doch z.B. zugesehen, wie die Leipziger Universitätskirche dem Boden gleichgemacht wurde. Offensichtlich gehörte sie nicht zu dem viel beschriebenen Kulturerbe und musste den monströsen Gesamtanblick des Karl Marx Platzes geopfert werden. Auch in Magdeburg und vielen anderen Städten war das Kulturerbe der Kirche nicht gefragt und es wurde keine Wiederaufbau betrieben, sondern man hat sich dem Bau von Kulturpalästen gewidmet.

 

Die Einstellung *Was damals gut war ist auch heute noch gut* ist so verbreitet, als hätten viele Genossen nichts dazu gelernt. Ungeachtet der Grundsätze der PDS nach dem Neuanfang schleppt sie ein Ballast durch die Jahre und immer wieder kommt Nostalgie auf, wie schön, sicher und gerecht es damals zu gegangen ist. Auch sind Genossen der ersten Stunde gefragt, die damals schon * daneben lagen * und das heute immer noch sind.

Wie erklärt sich sonst die erneute Kandidatur des Genossen Volker Külow gemeinsam mit D. Pellmann für den Sächsischen Landtag? Wie schon seit Jahrzehnten werden sie mit überwältigender Mehrheit nominiert und würden auch noch in hundert Jahren immer wieder gewählt.

Sie selber sagen von sich:

Wir wissen das doch

Wir machen das schon

Wir werden das auch in Zukunft weiter machen.

 

So kann man keine moderne Partei entwickeln, denn die Jugend kommt viel zu kurz und sieht keinen Sinn sich zu engagieren. Solange die Plätze für die Vorstände immer wieder von den * Grauköpfen * besetzt werden und sie unter sich bleiben wollen, werden große Chancen verspielt.

Wenn Peter Weyh als Agitator vom Leipziger Stadtvorstand an die Diskussionsfront geschickt wird erkennt man sofort den Aspiranten der Akademie für Gesellschafts- wissenschaften, der in seiner einseitigen Argumentation nur noch von UNS GERDA übertroffen wird. Diese platte und polemische Auseinadersetzung kann nicht zielführend sein und trägt nicht zur Überwindung der bestehenden Widersprüche bei. Nicht nur die Helden nämlich die Vorstandsmitglieder sind in ihrem Handeln zu bedauern, da sie so oft daneben liegen sondern also auch ihre Mitstreiter aus der zweiten Reihe.

Wie sollen so junge LINKE für die Ideen dieser Partei begeistert werden?

 

Und wiederum tragen die älteren die Mitverantwortung für die Zustände, die immer noch herrschen. Sie erleben die Ausgrenzungen *Andersdenkender*, den Rückzug und die Austritte vieler ihrer Genossen in der ganzen Republik und halten das für normal. Wenn so etwas in anderen Parteien gang und gebe ist, dann kann das Gleiche aber für die LINKE nur von großem Schaden sein.

 

Im Auftrag des YETI

wolfgang teske

koba

unread,
Dec 9, 2008, 12:05:36 PM12/9/08
to leipziger-linke


On 9 Dez., 08:01, Hans-Gert Gräbe <h...@hg-graebe.de> wrote:
> Teske.A...@t-online.de schrieb:
O je - auch das Geheimnis der spekulativen Konstruktion will
beherrscht sein.
Du mußt doch wirklich hellseherische Fähigkeiten haben. Du weisst wie
Marx vor 150 Jahren dachte
und Du willst wissen das ich vor 20 Jahren drei Jahre mit offenem
Munde staunte. und dann bin
ich noch borniert weil ich die Ulbrichtsche Entstalinisierung nicht
richtig werte.

Kann es sein das Du nicht nur ein philosophasternder Informatiker
bist, sondern in der "linken
Vielfalt " vergessen hast welchen Grundsatz man vertreten muß und
welchen nicht?

Hans Modrow war damals und ist heute ein ehrlicher und prinzipienfeste
Genosse dem Du und Deine
halbgewalkten Mitdisputanten nicht das Wasser reichen können. Mein
Lehrer war er indessen nicht.
Und beide Brie's und auch Klein erst recht nicht, Sie waren zu meiner
Zeit an der Akademie auch
nicht besonders beliebt. Ja mein hellsehender Löffelschnitzer - so ist
das mit der Spekulation.
Aber gut , unser zeitgenössischer St. Max muß ja vor allem eines: In
den Schlagzeilen bleiben.
Nun denn Alleswisser: was ist nun der signifikante Unterschied
zwischen anders denken und Andersdenken?
laß uns teilhaben an Deinem Wissen o zeitgenössiger Einziger. Es muß
doch etwas dran sein wenn Du schon
eine Verschwörung von Chefideologen der Partei ausgemacht hast.

koba

koba

unread,
Dec 9, 2008, 12:30:58 PM12/9/08
to leipziger-linke


On 9 Dez., 15:25, "Teske.A...@t-online.de" <Teske.A...@t-online.de>
wrote:
>  DIE MITVERANTWORTUNG 
>
>  
>
> Was die Mitverantwortung der älteren Genossen der LINKEN anbelangt ist das nicht gerade wenig. Haben sie doch z.B. zugesehen, wie die Leipziger Universitätskirche dem Boden gleichgemacht wurde. Offensichtlich gehörte sie nicht zu dem viel beschriebenen Kulturerbe und musste den monströsen Gesamtanblick des Karl Marx Platzes geopfert werden. Auch in Magdeburg und vielen anderen Städten war das Kulturerbe der Kirche nicht gefragt und es wurde keine Wiederaufbau betrieben, sondern man hat sich dem Bau von Kulturpalästen gewidmet.
>
>  
>
> Die Einstellung *Was damals gut war ist auch heute noch gut* ist so verbreitet, als hätten viele Genossen nichts dazu gelernt. Ungeachtet der Grundsätze der PDS nach dem Neuanfang schleppt sie ein Ballast durch die Jahre und immer wieder kommt Nostalgie auf, wie schön, sicher und gerecht es damals zu gegangen ist. Auch sind Genossen der ersten Stunde gefragt, die damals schon * daneben lagen * und das heute immer noch sind.
>
> Wie erklärt sich sonst die erneute Kandidatur des Genossen Volker Külow gemeinsam mit D. Pellmann für den Sächsischen Landtag? Wie schon seit Jahrzehnten werden sie mit überwältigender Mehrheit nominiert und würden auch noch in hundert Jahren immer wieder gewählt.
>
> Sie selber sagen von sich:
>
> Wir wissen das doch
>
> Wir machen das schon
>
> Wir werden das auch in Zukunft weiter machen.
>
>  
>
> So kann man keine moderne Partei entwickeln, denn die Jugend kommt viel zu kurz und sieht keinen Sinn sich zu engagieren. Solange die Plätze für die Vorstände immer wieder von den * Grauköpfen * besetzt werden und sie unter sich bleiben wollen, werden große Chancen verspielt.
>
> Wenn Peter Weyh als Agitator vom Leipziger Stadtvorstand an die Diskussionsfront geschickt wird erkennt man sofort den Aspiranten der Akademie für Gesellschafts- wissenschaften, der in seiner einseitigen Argumentation nur noch von UNS GERDA übertroffen wird. Diese platte und polemische Auseinadersetzung kann nicht zielführend sein und trägt nicht zur Überwindung der bestehenden Widersprüche bei. Nicht nur die Helden nämlich die Vorstandsmitglieder sind in ihrem Handeln zu bedauern, da sie so oft daneben liegen sondern also auch ihre Mitstreiter aus der zweiten Reihe.
>
> Wie sollen so junge LINKE für die Ideen dieser Partei begeistert werden?
>
>  
>
> Und wiederum tragen die älteren die Mitverantwortung für die Zustände, die immer noch herrschen. Sie erleben die Ausgrenzungen *Andersdenkender*, den Rückzug und die Austritte vieler ihrer Genossen in der ganzen Republik und halten das für normal. Wenn so etwas in anderen Parteien gang und gebe ist, dann kann das Gleiche aber für die LINKE nur von großem Schaden sein.
>
>  
>
> Im Auftrag des YETI
>
> wolfgang teske
>
>  
>
"kann nicht zielführend sein"...? Zielführend wozu? zu Deiner
unablässigen widerlichen Hetze gegen die Partei?
In der Tat nicht. Da hatte ich in Deinen letzten Beiträgen geglaubt
mal eine Andeutung, einen
Schatten des Gesichts zu erkennen - und bums! schon zeigst Du wieder
nur den Arsch hervor. Das noch mit einer
solchen arroganten Dummheit das es schon weh tut. Was brauchst Du noch
eine LINKE ? Für Dich ist doch schon die
SPD zu revolutionär. Nein, diese Gesellschaft ist für Dich grade
richtig und sie hat an Dir Bürger welche Sie braucht.

koba





>  
>
>  
>
>  
>
>  
>
>  
>
>  
> -----Original Message-----
> Date: Tue, 09 Dec 2008 12:37:57 +0100
> Subject: AW: [leipziger-linke] Re: So macht man das
> From: "Lutz Hausstein" <Lutz.Ha...@gmx.net>
> To: <leipzig...@googlegroups.com>Lieber Wolfgang,
>
>
>
> ich könnte es mir bis zu einem gewissen Punkt schon vorstellen, dass bestimmte Verhaltens- und Reaktionsweisen von vornherein geplant und gewollt waren. Eben genau deshalb, weil häufiger "spontan und direkt" reagiert wurde, ist es, bis zu einem gewissen Punkt, kalkulierbar gewesen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich den handelnden Personen solch ein hohes psychologisches Vermögen zugestehen kann.
>
>
>
> Aber spannend finde ich die Diskussion zwischen koba und Hans-Gert allemal, da sie mir auch immer wieder neue (mögliche) Hintergründe und Aspekte offenbart. Auch wenn ich nicht jede 37. Verzweigung nachvollziehen kann (und will), da sie in theoretische Grundlagen des ML oder historische
>
> ...
>
> Erfahren Sie mehr »

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 9, 2008, 12:33:23 PM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Tue, 09 Dec 2008 18:05:36 +0100
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: koba <pete...@gmx.de>
To: leipziger-linke <leipzig...@googlegroups.com>

Was Koba hier schickt, kennen doch schon alle!
wolfgang t

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 9, 2008, 1:00:18 PM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Tue, 09 Dec 2008 18:30:58 +0100
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: koba <pete...@gmx.de>
To: leipziger-linke <leipzig...@googlegroups.com>
**********************************************************************************************************************************
Hallo Koba

Deine liebenswürdige Art zeigt wieder mal, dass du zu echter Diskussion nicht der geeignete Partner bist.
Für * Deiner unablässigen widerlichen Hetze gegen die Partei* könnte man ganz gelassen auch Kritik oder
Kritische Meinung sagen. Das kann aber unser Külow-Preisträger 2008 eben nicht, sondern wettert in einer primitiven Weise gegen alle die nicht mit ihm in einem Boot sitzen.
Das mit dem *Arsch* entspricht so ganz deinem Niveau und trifft voll auf deine Person zu, denn so sollte man dich bezeichnen.
Dann *arrogante Dummheit....... weh tut* -immer wenn Leuten die Argumente ausgehen werden sie primitiv
und überheblich wie unser kluger Parteiskretär. Keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung, nur Gebrülle und Beschimpfungen mehr kann Koba nicht - das ist so traurig - der arme Kerl kann einem schon leid tun.

Wenn jemand mit dieser Gesellschaft einverstanden ist, währe er nicht über die WASG dann noch in
DIE LINKE eingetreten. Damals war aber noch nicht abzusehen, dass nicht die Partei sondern gewisse leitende Mitglieder oder auch Dummschwätzer wie  Koba und UNS GERDA das Problem sind!

wolfgang t
**********************************************************************************************************************************
/>

Lutz Hausstein

unread,
Dec 9, 2008, 3:19:42 PM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com

"Als Hetze (kein Plural) im gesellschaftlichen Sinn bezeichnet man
unsachliche und verunglimpfende Äußerungen zu dem Zweck, Hass gegen Personen
oder Gruppen hervorzurufen, Ängste vor ihnen zu schüren, sie zu diffamieren
oder zu dämonisieren."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hetze


Die bislang angeführten und kritisierten Dinge beruhten generell auf
belegbaren Tatsachen. Dies lässt sich auch sehr gut anhand den unter
http://www.leipzig-netz.de/index.php5/WAK.AG-Diskurs dargelegten und
überprüfbaren Informationen und Fakten nachvollziehen. Die Verwendung des
Begriffes "Hetze" ist also an dieser Stelle mehr als unangebracht und eher
als Abwertung und negative öffentliche Belegung der Diskussion und
Diskutanten anzusehen.


LH




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: leipzig...@googlegroups.com
[mailto:leipzig...@googlegroups.com]Im Auftrag von koba
Gesendet: Dienstag, 9. Dezember 2008 18:31
An: leipziger-linke
Betreff: [leipziger-linke] Re: So macht man das

koba

unread,
Dec 9, 2008, 4:09:21 PM12/9/08
to leipziger-linke


On 9 Dez., 19:00, "Teske.A...@t-online.de" <Teske.A...@t-online.de>
wrote:
> -----Original Message-----
> Date: Tue, 09 Dec 2008 18:30:58 +0100
> Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
> From: koba <pete...@gmx.de>
> To: leipziger-linke <leipzig...@googlegroups.com>
> **********************************************************************************************************************************
> Hallo Koba
> Deine liebenswürdige Art zeigt wieder mal, dass du zu echter Diskussion nicht der geeignete Partner bist.
> Für * Deiner unablässigen widerlichen Hetze gegen die Partei* könnte man ganz gelassen auch Kritik oder
> Kritische Meinung sagen. Das kann aber unser Külow-Preisträger 2008 eben nicht, sondern wettert in einer primitiven Weise gegen alle die nicht mit ihm in einem Boot sitzen.
> Das mit dem *Arsch* entspricht so ganz deinem Niveau und trifft voll auf deine Person zu, denn so sollte man dich bezeichnen.
> Dann *arrogante Dummheit....... weh tut* -immer wenn Leuten die Argumente ausgehen werden sie primitiv
> und überheblich wie unser kluger Parteiskretär. Keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung, nur Gebrülle und Beschimpfungen mehr kann Koba nicht - das ist so traurig - der arme Kerl kann einem schon leid tun.
> Wenn jemand mit dieser Gesellschaft einverstanden ist, währe er nicht über die WASG dann noch in
> DIE LINKE eingetreten. Damals war aber noch nicht abzusehen, dass nicht die Partei sondern gewisse leitende Mitglieder oder auch Dummschwätzer wie  Koba und UNS GERDA das Problem sind!
> wolfgang t
> **********************************************************************************************************************************

mein betroffener Yeti, mir kommen gleich die Tränen. Du teilst aus,
das es nur so eine Art ist, aber wehe Du mußt mal einstecken.
Dann aber trotzig - mutti das geh ich sagen!
Natürlich könnte ich auch kritische Meinung sagen, wenn es denn eine
solche wäre. Aber es ist nun einmal Hetze.
Wieso?
Laß doch noch einmal Revue passieren, was wir uns so an den Kopf
geworfen haben, seit wir uns kennen, wenn Dich das nicht überfordert.
Bisher hast Du mich (von den Ausnahmen wo Du nur für seine Dissidenz
Meurer eingesprungen bist und seinen Schwachsinn nachgeplappert
hast mal abgesehen),nur beschimpft. Erst so aus der Tiefe deines
hohlen Bauches heraus, dann, nachdem Ihr mir biographische
Informationen zu meiner Personen abgetrotzt habt, mit gezielter
personalisierter Hetze. Ich muß Dich schon fragen welche Inhalte
Du hier eigentlich mit solcher Konsequenz verfochten zu haben glaubst?
Ich kann nur erkennen das Ihr weil Ihr euch mit eurer elitär -
abseitigen Meinung in der Partei nicht durchsetzen konntet, die Partei
verlassen habt und nun von außen alle Register der Hetze zieht, um die
Partei zu verunglimpfen. Das ist sicher nicht bei allen die Intention
aber bei Dir und Meurer bin ich mir indessen sicher. Alles, was Du
danach angeschoben hast trägt diese Züge. Und das ist besonders
verwerflich - ich bin dabei ja nur eine Randfigur. Es wird alles und
jede Thematik benutzt um die Partei zu verunglimpfen.
Alles! Das hast Du mir mit Deiner Wortmeldung heute wieder einmal
bewiesen. Selbst Dinge die lange mit Standpunkt der Partei geklärt
sind, wie die Paulinerkirche zu Leipzig, werden von Euch wieder und
wieder instrumentalisiert um zu hetzen. Dabei ist euch inzwischen
auch so gut wie alles egal, was man dazu sagt - hauptsache es kommt
immer wieder in die Medien: Die Partei und in Sonderheit ihre
gewählten Vertreter sind böse, böse, böse! Das wird verpackt in
irgendwelche Sachthemen, die ihr vorgebt diskutieren zu müssen.
Da einige von Euch nicht gerade die tiefen Teller erfunden haben kommt
aber gelegentlich die wirkliche Intention durch. Das ist dann
beispielsweise der Punkt, wo die Diskussion "zu blöde" wird, oder es
"einfach keinen Sinn " mehr macht usw. Ja, um einen alten bitteren
Spruch zu zitieren: "Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich
kotzen möchte.

koba

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 9, 2008, 5:30:31 PM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com
****** Wer hier heute ausgeteilt hat, mit Schimpf und Schande erkennt man
an deiner Wortwahl. Einstecken kann ich durchaus, aber nicht in der Art, dass
muss ich mir wirlich nicht antun.
Wenn eine Meinung als Hetz bezeichnet wird, so wird sie nicht akzeptiert, trotzdem
könnte sie für manchen als richtig gelten.


Wieso?
Laß doch noch einmal Revue passieren, was wir uns so an den Kopf
geworfen haben, seit wir uns kennen, wenn Dich das nicht überfordert.
Bisher hast Du mich (von den Ausnahmen wo Du nur für seine Dissidenz
Meurer eingesprungen bist und seinen Schwachsinn nachgeplappert
hast mal abgesehen),nur beschimpft.

****** Erstens habe ich nicht nachgeplappert, aber das behauptest du
immer wieder, ohne das es dadurch richtig wird.
Zweitens hast du nur sachlich, wie wieder heute argumentier und willst dafür
sicher belobigt werden.
Drittens *Dissidenz Meurer*- - damit habt ihr Külowianer voll in die Kacke
gegriffen und werdet euch noch ewig vergeblich die Hände waschen.



Erst so aus der Tiefe deines
hohlen Bauches heraus, dann, nachdem Ihr mir biographische
Informationen zu meiner Personen abgetrotzt habt, mit gezielter
personalisierter Hetze. Ich muß Dich schon fragen welche Inhalte
Du hier eigentlich mit solcher Konsequenz verfochten zu haben glaubst?

***** Die Hochzeit..., Yeti oder Die Mitverantwortung u.a. beschäftigen
sich mit Kritikpunkten, die man anführen kann, wenn sie auch von den
Vorständen nicht gern gehört werden.


Ich kann nur erkennen das Ihr weil Ihr euch mit eurer elitär -
abseitigen Meinung in der Partei nicht durchsetzen konntet, die Partei
verlassen habt und nun von außen alle Register der Hetze zieht, um die
Partei zu verunglimpfen.

******Wer nicht einmal bereit ist Kritik anzu hören, der spricht dann wie
Koba vom Register der Hetze. Das ist so jämmerlich, wenn man auf Kritik
so reagiert, dass man es nicht fassen kann. Es ist primitiv, erbärmlich
und schändlich.


Das ist sicher nicht bei allen die Intention
aber bei Dir und Meurer bin ich mir indessen sicher. Alles, was Du
danach angeschoben hast trägt diese Züge. Und das ist besonders
verwerflich - ich bin dabei ja nur eine Randfigur. Es wird alles und
jede Thematik benutzt um die Partei zu verunglimpfen.
Alles! Das hast Du mir mit Deiner Wortmeldung heute wieder einmal
bewiesen. Selbst Dinge die lange mit Standpunkt der Partei geklärt
sind, wie die Paulinerkirche zu Leipzig, werden von Euch wieder und
wieder instrumentalisiert um zu hetzen.

****** Nicht wir ,sonder ich habe von der Uni-Kirche gesprochen und
wir sind nicht eine solche Einheitspartei, wie ihr hier in Leipzig.
Wer har sich im Widerstand gegen den Abriss der Kirche von euch
angagiert?


Dabei ist euch inzwischen
auch so gut wie alles egal, was man dazu sagt - hauptsache es kommt
immer wieder in die Medien:

******Dir hat wohl mein Leserbrief in der LVZ nicht geschmäckt?
Andere und auch die, die ich zufällig getroffen habe, fanden es gut und
richtig und hätten es noch schärfer formuliert!


Die Partei und in Sonderheit ihre
gewählten Vertreter sind böse, böse, böse! Das wird verpackt in
irgendwelche Sachthemen, die ihr vorgebt diskutieren zu müssen.
Da einige von Euch nicht gerade die tiefen Teller erfunden haben kommt

****** Alle Welt weiß, dass Koba den tiefen Teller erfunden hat und
auch noch das Rezept für seine Art  *Parteisuppe*


aber gelegentlich die wirkliche Intention durch. Das ist dann
beispielsweise der Punkt, wo die Diskussion "zu blöde" wird, oder es
"einfach keinen Sinn " mehr macht usw. Ja, um einen alten bitteren
Spruch zu zitieren: "Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich
kotzen möchte.

koba

****** Leider ist es oft so bei der Diskussion mit Koba.

wolfgang t

reflexartiger Demokratengehorsam

unread,
Dec 9, 2008, 6:05:42 PM12/9/08
to leipziger-linke
Lieber Peter Stalin Weyh,


wenn man deinen Murks hier verfolgt, dann muß man sich ja einmischen,
damit dein Gequarke nicht dichtungslos das Internet abfüllt.
Ich lese keine Verschwörungstheorie aus den Antworten von HGG auf Dich
- daß er seine Zeit an Dich vergeudet, ist sein Problem. Ich lese aber
gerade von Dir, daß sich hier Leute verschwörerisch zusammengetan
haben, um dem Demokratiewahn zu fröhnen, den Du in Deiner geistigen
Enge gar nicht begreifen kannst, weil Du ja schon Angst hast, wenn
mehr als zwei Menschen sich versammeln, um Löffel zu schnitzen. Da
schwillt Dir als dem Bewunderer des Blockwarts der Kamm, gelle.

Das Ergebnis Deiner Überlegungen für Betrachter will ich Dir erzählen.
Schon Deinetwegen sollte ein aufmerksamer Mensch Abstand davon nehmen,
die Leipziger Linke zu wählen, weil sie eine Parteigruppe ist, die
meint, sich mit den persönlichen Interessen anderer beschäftigen zu
müssen, Spitzel eben. Da nützt es dann auch nichts, wenn hin und
wieder eine Puppe gekauft wird, um die Wahlliste aufzuhübschen, denn
die Freiheit des Individuums ist in der Leipziger Linkspartei keinen
Pfifferling wert. So verboten, wie sie früher in der SED-DDR war, so
egal und wirkungslos sind ihre Outputs heute in der Leipziger
Gurkentruppe.

Daß sie zu diesem Zweck solche Luft pumpenden Ikea-Bausteinphilsophen,
wie Dich schicken, wird ihr Schade sein, wenns an die Zahlen geht.
Sehr wohl wird das Schmierentheater wahr genommen, wenn es darum geht,
die interne Parteiloyalität des KOBA zu erfassen. Das ist gerade mit
den gekauften SachsenWASGLern hoch modern.

So schnell, wie sich '86 nach der Troika die Politoffiziere und
Parteisekretäre in der Nähe Bries sahen, so schnell kannst Du heute
noch nicht denken.
Und Du willst hier wen mit "Wissen" überführen?

Deine eigenen Sätze müssen doch im Kopf schmerzen: "welchen Grundsatz
man vertreten muß und
> welchen nicht". Du bist der erste, der seinen Nachbarn wieder verpfeift, wenn er einen Witz über den Staatschef Volker Wiss. Külow macht.
Aber wie soll einer wie Du verstehen, was linke Vielfalt ist, wenn er
noch nicht einmal Vielfalt versteht.

Merkst Du nicht, daß die Dich schicken, damit sie für Ämter schweigen
können? Aua.

RADG, IGR

koba

unread,
Dec 9, 2008, 6:23:44 PM12/9/08
to leipziger-linke


On 9 Dez., 23:30, "Teske.A...@t-online.de" <Teske.A...@t-online.de>
> Bisher hast Du mich (von den Ausnahmen wo Du nur fürseine DissidenzMeurereingesprungen bist und seinen Schwachsinn nachgeplappert
> hast mal abgesehen),nur beschimpft.
> ****** Erstens habe ich nicht nachgeplappert, aber das behauptest du
> immer wieder, ohne das es dadurch richtig wird.
> Zweitens hast du nur sachlich, wie wieder heute argumentier und willst dafür
> sicher belobigt werden.
> Drittens *Dissidenz Meurer*- - damit habt ihr Külowianer voll in die Kacke
> gegriffen und werdet euch noch ewig vergeblich die Hände waschen.
> Erst so aus der Tiefe deineshohlenBauches heraus, dann, nachdem Ihr mir biographische
> Informationen zu meiner Personenabgetrotzthabt, mitgezielterpersonalisierter Hetze. Ich muß Dich schon fragen welche Inhalte
> Du hier eigentlich mit solcher Konsequenz verfochten zu haben glaubst?
> ***** Die Hochzeit..., Yeti oder Die Mitverantwortung u.a. beschäftigen
> sich mit Kritikpunkten, die man anführen kann, wenn sie auch von den
> Vorständen nicht gern gehört werden.
> Ich kann nur erkennen das Ihr weil Ihr euch mit eurer elitär -
> abseitigen Meinung in der Partei nicht durchsetzen konntet, die Partei
> verlassen habt und nun von außen alleRegister der Hetzezieht, um die
> Partei zu verunglimpfen.
> ******Wer nicht einmal bereit ist Kritik anzu hören, der spricht dann wie
> Koba vom Register der Hetze. Das ist so jämmerlich, wenn man auf Kritik
> so reagiert, dass man es nicht fassen kann. Es ist primitiv, erbärmlich
> und schändlich.
> Das ist sicher nicht bei allen die Intention
> aber bei Dir und Meurer bin ich mir indessen sicher. Alles, was Du
> danach angeschoben hast trägt diese Züge. Und das ist besonders
> verwerflich - ich bin dabei ja nur eine Randfigur. Es wird alles und
> jede Thematik benutzt um die Partei zu verunglimpfen.
> Alles! Das hast Du mir mit Deiner Wortmeldung heute wieder einmal
> bewiesen. Selbst Dinge die lange mit Standpunkt der Partei geklärt
> sind, wie die Paulinerkirche zu Leipzig, werden von Euch wieder und
> wieder instrumentalisiert um zu hetzen.
> ****** Nicht wir ,sonder ich habe von der Uni-Kirche gesprochen und
> wir sind nicht eine solche Einheitspartei, wie ihr hier in Leipzig.
> Wer har sich im Widerstand gegen den Abriss der Kirche von euch
> angagiert?

Meinst Du diese Frage im Ernst?

Ich war bei der Sprengung unter den Zuschauern. Ich glaube, ich habe
irgendwo
gegen einen Bauwagen der mit der Sprengung befaßten Arbeiter
gepinkelt.
Reicht das hin, um nach Deinen strengen Kriterien als Widerstand zu
gelten?
Vielleicht wirkt sich mein zartes Alter von damals 14 Jahren
strafmildernd aus,
sonst muß ich jetzt wohl dafür büßen, das ich die Sprengung nicht
verhindert habe.

Wie hast denn Du Dich gegen die Sprengung engagiert?

Nein im Ernst: Ein wenig Wissen wär schon ganz gut bevor der Yeti
kräht.

Für Dich zum nachlesen:

"Die Uni war´s und nicht das Politbüro
Einige Klarstellungen zur Sprengung der Leipziger Paulinerkirche am
30. Mai 1968 - Von Maxi Wartelsteiner
Horror. Sogar die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland stimmt
in das allgemeine Geheul ein und behauptet angesichts der Sprengung
der Leipziger Pauliner Kirche am 30. Mai vor 40 Jahren: "Sie war
unbeschädigt, aber stand dem Idealbild der sozialistischen Stadt im
Weg". Und die Zeitung zitiert Walter Ulbricht, der 1960 während der
Einweihung der neuen Oper mit Blick auf die Kirche erklärt haben soll:
"Das Ding muss weg". Und weiter im ND: "Auch die LINKE kritisiert die
damalige Entscheidung: Die Kirche sei in ´völlig unnötiger und
barbarischer Art und Weise´ zerstört worden, sagt Stadtchef Volker
Külow. In einem Beschluss, in dem von der ´moralischen Verantwortung
für schmerzliche Fehler in der Vergangenheit´ die Rede ist,
verpflichtete sich die Partei kürzlich 5000 Euro für die Restaurierung
eines Epitaphs zu spenden, der im neuen ´Paulinum´ zu sehen sein
wird."

Was dieses "Paulinum" betrifft, das ist eine von dem Holländer Erick
van Eggerats entworfene Aula an Stelle der soeben abgerissenen Uni-
Gebäude aus DDR-Zeiten. Sie soll das Herzstück des künftigen Campus
und zum 600. Jahrestag der Leipziger Universität 2009 fertig sein. Sie
ist in ihrer unpassenden Kathedralenform ein Kompromissangebot an den
"Paulinerverein", der - entgegen der Universitätsleitung - unbedingt
den Wiederaufbau der Kirche wollte. Immer noch schwelt der Streit um
die Mischnutzung als Aula und Kirche und über eine Glaswand, die beide
Bereiche trennen soll. Aber das ist ein weiteres Thema. Bleiben wir
bei der Sprengung von 1968 und ihrer Vorgeschichte. Darüber schrieb
ich schon vor zehn Jahren einen - hier leicht gekürzten - Bericht, für
den ich mich auch auf die Recherchen von Katrin Löffler und ihren
damals soeben erschienen Aufsatz "Der Entscheidungsprozeß für die
Sprengung der historischen Universitätsgebäude in Leipzig" (in:
hochschule ost, Leipzig, 1/1998) gestützt hatte.

Als wären die nachfolgenden Fakten nicht bekannt, wird der übrigens
sehr fragwürdige historische Wert der bis ins 19. Jahrhundert immer
wieder umgebauten und veränderten Paulinerkirche beschworen, werden
Tatsachen verdreht und Unterstellungen weiter kolportiert. Wem nützt
es?




August der Starke, dem das Bauen bekanntlich Lust und Leidenschaft
war, ließ in "seinem" Dresden an Bauwerken aus zurückliegenden Zeiten
rigoros wegräumen, was nur irgendwie im Wege stand - und das war meist
Renaissancebaukultur vom Alleredelsten. Der erhaltene Lange Gang mit
seinen toskanischen Säulen lässt uns erahnen, was da zerstört wurde,
um neuer Kultur Platz zu machen. Was nichts anderes heißt als: Bauen
ist Machtdemonstration, und es ist Politik. Zu allen Zeiten. Überall.
Wir kennen das von den Pharaonen ebenso wie heute von den deutschen
Banken. Warum sollte es unter der führenden Rolle der SED anders
gewesen ein? Die beispielsweise hat ihren Bürgern einen nicht ganz
ungeliebten Palast der Republik in Berlins Zentrum gebaut, ein
architektonischer Zeitzeuge. Denkmalswürdig allemal. Aber der muss
jetzt weg!

Was nun Walter Ulbricht betrifft, so formulierte er konsequent
sozialistisch bereits 1951 vor den Gründungsmitgliedern der Deutschen
Bauakademie, dass statt der Tempel, Schlösser, Kirchen, Villen für die
Bourgeoisie oder der Verwaltungsgebäude für Konzerne und Banken
endlich Bauten für das ganze Volk errichtet werden sollen.
Ausdrücklich ergänzte er: "In hoher Achtung vor den großen Leistungen
der deutschen Architektur der Vergangenheit werden wir die noch
vorhandenen Bauwerke von Kunstwert unter Denkmalsschutz stellen". Er
fügte hinzu, es dürfe nicht zugelassen werden, "die schöne Gestaltung
historischer Plätze oder Gebäude durch Bauten von formalistischer
Stillosigkeit zu zerstören".

Bei allem Geldmangel und vorrangiger Zielstellung, den Menschen
bezahlbaren Wohnraum zu schaffen - was in der DDR an zerstörter
Architektur wieder aufgebaut wurde, hat Weltruhm. Augusts im
angloamerikanischen Bombenhagel total zerstörter Zwinger gehört dazu.
Andererseits wurde in Bilderstürmermanier manches Schloss und manche
Burg geschleift oder dem Verfall überlassen, weil es "verhasste
Zwingburgen des Feudalismus" waren. Wie auch immer: Es lässt sich
nicht das eine gerettete Kunstwerk aufrechnen mit einem anderen
zerstörten. Womit wir beim Thema sind, dem 30. Jahrestag der Sprengung
der Paulinerkirche.

"Da hat das Ulbricht-Politbüro einfach mal eben so beschlossen, die
Pauliner-Kirche wird gesprengt", verkündete im Brustton tiefster
Überzeugung eine junge Stimme dieser Tage im Sender Leipzig. Wer ein
Mikrofon vor sich hat, der ist wer. Dennoch darf die Wahrheit, auch
wenn sie kompliziert und kaum zwischen zwei Musiktitel zu zwängen ist,
nicht auf der Strecke bleiben. Aber warum soll man mit einem jungen
Mann hadern, wo Ältere, die es besser wissen müssten, noch viel
sorgloser mit der Wahrheit umgehen? Beispiel: "Und die Sprengung des
Kirchenbaus war ja nicht nur die Zerstörung eines wertvollen Gebäudes.
Sie war gleichsam Symbol für eine Bildungs,reform´, bei der viel mehr
gesprengt wurde als das vorhandene Ausbildungsniveau. Die Zerstörung
der Universitätskirche steht gleichsam für die systematische
Vernichtung christlich-humanistischer Bildungsinhalte. Diese fehlen
heute vielen von uns in ihrem Lebensalltag mehr als das
architektonische Glanzstück Paulinerkirche." Wer so etwas schreibt,
ist leider wirklich kein Aushängeschild für eine nachhaltige Bildung
in der DDR.

Aber andererseits, warum sollten sich Schlagzeilenhascher und
Wahlkämpfer eine unverzeihliche Untat, die die Sprengung der -
zumindest in ihren Grundmauern alten - Kirche war, entgehen lassen? Wo
etwas nach fetter politisch-ideologischer Beute riecht, da wird
zugeschlagen. Beachtenswert ist allerdings: Der Autor obiger
Leitartikelzeilen in der Leipziger Volkszeitung, Philipp von Wilcke,
verkneift sich die so gern strapazierte Behauptung, die
Kirchensprengung sei Politbürobeschluss gewesen. Er scheint zu wissen:
Das war nicht der Fall. Aber dies zuzugeben, passt dem Zeitgeist nicht
ins Kalkül.

Wessen Süppchen aber kocht Uni-Rektor Volker Bigl, der von der Kirchen-
Sprengung glaubt sagen zu müssen, sie sei ein "barbarischer Willkürakt
und eine dumpfe Machtdemonstration der Partei" gewesen? Die
tatsächliche Rollenverteilung von SED und Universitätsleitung war
jedenfalls ganz anders: Am 30. Juni 1959 beschloss das Politbüro den
Aufbau des Zentrums der Messestadt. In den konkreten Plänen, nach
denen das kriegszerstörte Bildermuseum wiederaufgebaut und das
Augusteum erhalten werden sollte, hatte auch die Universitätskirche
einen festen Platz auf einem rückwärtigen Standort. Von Moskau her
kannte man die Methode, noch viel größere und schwerere historisch
wertvolle Bauwerke zu verrücken. Spätere Bebauungen an der Ostseite
(Hauptpost und Hotel Deutschland) entsprachen diesem
Politbürobeschluss, doch mit dem Abriss der Reste des zerstörten
Bildermuseums waren die Chancen tatsächlich kleiner geworden, das
historische Platzensemble zu retten.

Der alsbald in Leipzig - und nicht in Berlin - einsetzende Streit, "ob
es sich lohne, Ruinen auszubauen" (Stadtarchitekt Lucas) oder ob man
stattdessen nicht Neuem, Schönerem Platz machen sollte, hatte mit dem
Anliegen des Politbüro-Beschlusses wenig zu tun. In dieser Phase griff
die Universitätsleitung mit ihren Forderungen nach mehr Raum
entscheidend in die Planungen ein. Sie hatte längst eine neue
Universität auf einem geschlossenen Areal favorisiert und war an der
Erhaltung des Augusteums wenig interessiert, da es bei allen
Reparaturen den neuen Anforderungen nicht genügen würde. Es wurden
andere Nutzungen in Betracht gezogen, als Museum beispielsweise.

Das für 1959 bevorstehende 550jährige Universitätsjubiläum hatte
jedoch die Planungen für den Wiederaufbau des Augusteums längst
beschleunigt - wovon man an der Universität nicht völlig begeistert
schien, favorisierte man doch, wie gesagt, ein eigenes
Universitätsviertel. Dafür brauchte man alle Mittel. Auch
Altmagnifizenz Mayer plädierte für einen Neubau. Lange war das Gelände
an der Straße des 18. Oktober im Gespräch. Außerdem gab es zwei
Innenstadtvarianten, und beide sahen immer noch vor, die
Paulinerkirche - die übrigens nicht Kirchen-, sondern
Universitätsbesitz war - knapp 50 Meter in die Universitätsstraße
hinein zu verrollen. An ihre Stelle sollte ein vielgeschossiger Neubau
treten.

Aus einem Sitzungsprotokoll im Bezirkswirtschaftsrat mit Rektor Mayer
geht hervor, dass an der Uni ein Politbürobeschluss zur Erhaltung der
Altbauten gar nicht bekannt gewesen sein soll. Die Universität wolle
sich nun jedoch bemühen, dass er außer Kraft gesetzt werde. - Worauf
der Verwaltungsdirektor der Universität, Hubert Jusek, unverzüglich
vor das Sekretariat der SED-Bezirksleitung geladen und des
parteiwidrigen Verhaltens beschuldigt wurde. Der 1. Sekretär, Paul
Fröhlich, forderte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den
Wiederaufbau des traditionsreichen Augusteums, wobei er sich sowohl
auf den Politbürobeschluss vom 30. Juni 1959 als auch auf spätere
Äußerungen Walter Ulbrichts bezog. Auch Rektor Mayer blieb die Kritik
der Partei nicht erspart, weil er es abgelehnt hatte, in das alte
Augusteum zu ziehen.

Inzwischen setzte sich auch der neue OBM Walter Kresse - wir schreiben
immer noch das Jahr 1959 - für die Erfüllung des Politbürobeschlusses
ein. Er verdeutlichte den Universitätsvertretern, dass die Reste des
alten Gebäudes unter Denkmalsschutz stehen und entsprechend behandelt
werden müssen. Der Wiederaufbau des Augusteums sollte Bestandteil des
kommenden Siebenjahrplanes sein. 1960 beklagte sich Stadtarchitekt
Lucas über die mangelnde Unterstützung seitens der Universität, die -
wenn auch nur scheinbar - eingelenkt hatte und das Augusteum nun doch
nutzen wollte, mit Einschränkungen allerdings ... Verwaltungsdirektor
Jusek engagierte sich weiter für einen Neubau. Über das
Staatssekretariat für Hoch- und Fachschulwesen, das sich an die
Arbeitsgruppe Hoch- und Fachschulpolitik beim ZK der SED wandte,
gelangte schließlich die ernstzunehmende Beschwerde zu Walter
Ulbricht, es habe keine ordentliche Abstimmung zwischen Parteiorganen
und Universität gegeben. Der Rektor, der Universitätssenat, die
Professoren hätten stark ablehnend reagiert, dass der Wiederaufbau des
Augusteums ohne Wissen der Universität und des Staatssekretariats für
Hoch- und Fachschulwesen in den Politbürobeschluss eingebracht worden
sei.

Diesen Vorwurf konnte Ulbricht nicht vom Tisch wischen. Hinzukam, dass
die Absicht, die Uni-Kirche zu verrücken, nicht umzusetzen war. Nimmt
man dann noch wirtschaftliche Gesichtspunkte hinzu, so hatte die
Universitätsleitung mit ihren beharrlichen Forderungen nach einem
Neubaukomplex die besseren Karten. Außerdem: Das war der Zeitgeist, im
Westen wie im Osten. Es herrschte eine Euphorie des Neuaufbaus. Besser
und schöner als je zuvor sollten die Städte werden.

Von nun an nahm alles seinen Lauf, der mit der unheilvollen Sprengung
der Kirche endete. Die Universität hatte offenbar in ihren Planungen
spätestens 1962/63 die Kirche aufgegeben. Zu diesem Zeitpunkt hatte
beispielsweise Rektor Mayer an Oberbürgermeister Kresse geschrieben,
dass es einhellige Meinung des Senats sei, die Altbausubstanz zu
beseitigen - sie gehörte schließlich der Universität. Als Walter
Ulbricht am 9. Oktober 1960 in Leipzig in der Ausstellung "Wir bauen
unsere Stadt, alle helfen mit" den Kirchenabriss gegenüber CDU-
Stadtrat Wittstock verteidigte, berief er sich auf Forderungen und
Vorschläge der Universität zur Gestaltung eines Gesamtkomplexes.

Unbestritten ist, ohne Ulbrichts Segen hätte es keinen Abriss der
Kirche gegeben. Dennoch lässt sich der tatsächliche Ablauf des
Geschehens politisch nur schlecht vermarkten. Die vorläufigen Sieger
der Geschichte brauchen den "barbarischen Willkürakt", "die dumpfe
Machtdemonstration der Partei" zur Selbstlegitimation."


--------------------------------------------------------------------------------
> > > Wenn Peter Weyh als Agitator vom Leipziger Stadtvorstand an die Diskussionsfront geschickt wird erkennt man sofort den Aspiranten der Akademie für Gesellschafts- wissenschaften, der in seiner einseitigen Argumentation nur noch von UNS GERDA übertroffen wird. Diese platte und polemische Auseinadersetzung kann nicht zielführend sein und trägt nicht zur Überwindung der bestehenden Widersprüche bei. Nicht nur die Helden nämlich die...
>
> Erfahren Sie mehr »

koba

unread,
Dec 9, 2008, 7:14:06 PM12/9/08
to leipziger-linke


On 10 Dez., 00:05, reflexartiger Demokratengehorsam
ja grüß Dich verloren geglaubter!

zurück bei den Unheiligen? Das ist doch richtig hübsch.
"Damit ich nicht dichtungslos das Internet abfülle" -
bist Du zurück als Dichtung oder denkst Du Du bist nicht
ganz dicht - so von außerhalb?

Das mit den Politoffizieren ist lustig - Du mußt es ja wissen.
Ich war nicht in der Nähe von Brie - Du vielleicht?

Ich weiß, das mit dem Spitzelimage hättet ihr gerne. Aber so
bescheuert um immer wieder auf Euer Schmierentheater hereinzu-
fallen sind denkende Menschen auf die Dauer doch nicht.
Außerdem könnte ich Dir auch ein paar nennen, die die Leipziger
Linke wieder wählenswert finden, seitdem Dein Ego und das Deiner
Spießgesellen nicht mehr dazu gehören.
Ich finde trotzdem gut wenn Du hin und wieder mitdiskutierst - dreimal
täglich nur Frost - Menü ist sogar mir auf Dauer zu eintönig. Und
notwendig ist es allemal, wenn Du mich wirklich kennen willst. Wer
mich
kennt weiß beispielsweise, das ich einen guten Witz nie abgelehnt habe
und
Denunziationen verabscheue. Aber selbst wenn Du das gewußt hättest -
Du würdest
trotzdem irgend so etwas gesagt haben, gelle? Denn allein auf die
Wirkung
kommt es bei Dir an. Sein ist wahrgenommen werden, nicht wahr?

In diesem Sinne - Peter

Ingo Groepler-Roeser

unread,
Dec 9, 2008, 9:04:03 PM12/9/08
to leipzig...@googlegroups.com
Das ist der Unterschied zwischen uns - ich muß nicht, weiß es aber und Du müßtest um zu wissen es eben wissen müssen.
Glaub mir, ich bin sicher nicht das Salz auf der Schnitte eines ebenso verdienten Genossen, wie Hans Modrow, nämlich der von Paul Frost - soviel Bescheidenheit habe ich im Gegensatz zu den von Dir vertretenen Stalinisten schon.

Mich und Teile der aktiven WASG, die Eure einfallslose Elite 2007 brauchte, um eine halbwegs echt aussehende Fusion im Ländle hinzubekommen, als "Spießgesellen" zu bezeichnen, könnte nicht waghalsiger sein, als Äste, auf denen man sitzt, abzusägen.

Und sie sägen und sägen weiter, die Genossen der Linkspartei, erst die WASG zerdeppert, dann die etwas kritischeren PDSler aus den 90ern vergrault und schließlich und endlich ist die olle Mutter aller Parteien wieder mit sich allein, um nach der SPD zu greifen, damit in diesem Jahrhundert die alte Inszenierung das Remake aufpoliert.

Dazu warten die Büttelchen in den Sekretärsstuben, bis sie den HGG und weitere zum Abschuß befohlen kriegen. Dein Ton zeigt ja deutlich, welche neue Strategie Külow seit Obama im Hinterkopf hat.
Weg von M.M. (schief gegangen), drauf auf die AG Diskurs. Solange Euer Gekungel nicht zuläßt, den Status der Lage der SED in Leipzig wirkungsvoll zu überprüfen, solltest Du nicht glauben, daß wir hier über Revolution plaudern - dazu müßten Du und Deine (Auf)Spießer erst einmal verstehen, was damit gemeint ist.

Grüße an Pawlitzky und den Geheimrat P.W. (schon nett, die Deckung der Initialen)

Hans-Gert Gräbe

unread,
Dec 10, 2008, 3:12:44 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com
koba schrieb:

> Du mußt doch wirklich hellseherische Fähigkeiten haben. Du weisst wie
> Marx vor 150 Jahren dachte und Du willst wissen das ich vor 20
> Jahren drei Jahre mit offenem Munde staunte. und dann bin ich noch
> borniert weil ich die Ulbrichtsche Entstalinisierung nicht richtig
> werte.

Apparatschiks deines Schlags - die mir bis 88 erklärt haben, wie die
Welt funktioniert und 89 bereits mit neuen Erklärungen in derselben
Verbindlichkeit aufwarteten - hatte ich bereits 89 "gefressen".

Welches "Aufgebot" Mitte 89 an die Akademie ging ist mir noch gut
erinnerlich.

> Kann es sein das Du nicht nur ein philosophasternder Informatiker
> bist, sondern in der "linken Vielfalt" vergessen hast welchen
> Grundsatz man vertreten muß und welchen nicht?

Au ja "Genosse, bei all deiner Pluralität - die heute en vogue ist -
vergiss bitte nicht deinen Klassenstandpunkt". Dem kann ich nur
eintgegenhalten

"Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache,
dann die Sache" der Partei, des Klassenkampfes, der Freundschaft mit der
Sowjetunion, der antiimperialistischen Solidarität. "Sehen Wir
denn zu, wie diejenigen es mit *ihrer* Sache machen, für deren Sache Wir
arbeiten, Uns hingeben und begeistern sollen."

Das mache ich seitdem gründlich, Herr Koba.

> Hans Modrow war damals und ist heute ein ehrlicher und
> prinzipienfeste Genosse dem Du und Deine halbgewalkten Mitdisputanten
> nicht das Wasser reichen können.

Es ist schlicht widerlich, wenn einer wie *du* sich vor Modrow stellt.

Als Aspirant der Akademie dürftest du auch zur operativen Kampfreserve
der Partei gehört haben, die direkt der Abteilung Sicherheit bei PB
unterstand und - als besonders gehirngewaschene, sprich "zuverlässige"
Genossen - potenziell zum Ausrücken an besondere Brennpunkte in
Bereitschaft standen. Was hättest du Rädchen getan, wenn es so weit
gekommen wäre und der Befehl "Feuer frei auf die westlich gesteuerten
Konterrevolutionäre" gekommen wäre? Du hast es Leuten wie Modrow zu
verdanken, dass es nicht so gekommen ist, wie es Gerd Lassner, Kandidat
des ZK, noch im Herbst 89 auf einer Parteiversammlung an der Sektion
Mathematik der KMU gefordert hat - "Bewaffneter Einsatz der Kampfgruppen
gegen die Konterrevolution".

Nein, Modrow hat - ganz im Gegensatz zu einem, der 89 noch an die
Akademie ging - in den Jahren vor und auch nach der Wende erhebliche
Zivilcourage gezeigt. Dafür verneige ich mich tief vor ihm und bin auch
gern bereit, ihm heutiges Handeln nachzusehen. Wenn er meint, die
Autorität seines Namens für die Geschichtsklitterung des Ältestenrats
hergeben zu müssen oder sich Ende August mit Külow vor dem L-Haus
ablichten lässt, wohl wissend um die Umstände der Hetzjagd auf Meurer.
Ich bin allerdings nicht bereit, die Augen vor derartigem Handeln zu
verschließen. Offensichtlich ist es das Schicksal vieler großer Personen
- und Modrow ist für mich eine - im Nachgang die tragische Figur
abzugeben und nach den selbst mit herbeigeführten Umbrüchen von den
Külows und Kobas vereinnahmt zu werden, gegen deren Machenschaften er
sich in seinen hehren Zeiten aktiv zur Wehr gesetzt hat.

hgg

Hans-Gert Gräbe

unread,
Dec 10, 2008, 3:40:16 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com
koba schrieb an yeti:

> Laß doch noch einmal Revue passieren, was wir uns so an den Kopf
> geworfen haben, seit wir uns kennen,

Ihr kennt euch? Spannend, wusste ich noch gar nicht.

hgg

Kornelia Richter

unread,
Dec 10, 2008, 4:00:50 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com

Hallo Diskutanten,

 

die Sprengung der Unikirche war eine Kulturbarbarei, da sind wir uns einig. Aber was ist wohl das ungeheuer hassgetriebene Abreißen des Palastes der Republik in Berlin? Ich habe selbst während der Studentenzeit am Palast mitgebaut und fand ihn wunderschön. Meiner Meinung nach führte der pure Hass, dass die DDR ein so schönes und volksoffenes Haus gebaut hat, dazu, dass so schnell wie möglich alle Spuren an die schönen Seiten der DDR getilgt werden müssen, weil man den Anblick nicht ertragen kann. Lieber sollen wir uns die alten Preussen anschauen, denn der alte verkorkste Preusssenmilitarismus und die Preussenarroganz sind doch heut wieder lebendiger denn je.

Die heute Regierenden schleppen einen volksfeindlichen uralt vermoderten Hass mit sich rum, der sie für alle kulturellen Werte, die nicht in ihr Hassschema passen, blind macht. Der barbarisch geschleifte Palast der Republik ist die Schuldnarbe, die jetzt weiter blutet. Der sogenannte Neuanfang ist ein Rückfall in schlimmste Zeiten.

 

Kornelia  

 

 

 DIE MITVERANTWORTUNG 

 

Was die Mitverantwortung der lteren Genossen der LINKEN anbelangt ist das nicht gerade wenig. Haben sie doch z.B. zugesehen, wie die Leipziger Universittskirche dem Boden gleichgemacht wurde. Offensichtlich gehrte sie nicht zu dem viel beschriebenen Kulturerbe und musste den monstrsen Gesamtanblick des Karl Marx Platzes geopfert werden. Auch in Magdeburg und vielen anderen Stdten war das Kulturerbe der Kirche nicht gefragt und es wurde keine Wiederaufbau betrieben, sondern man hat sich dem Bau von Kulturpalsten gewidmet.

 

Die Einstellung *Was damals gut war ist auch heute noch gut* ist so verbreitet, als htten viele Genossen nichts dazu gelernt. Ungeachtet der Grundstze der PDS nach dem Neuanfang schleppt sie ein Ballast durch die Jahre und immer wieder kommt Nostalgie auf, wie schn, sicher und gerecht es damals zu gegangen ist. Auch sind Genossen der ersten Stunde gefragt, die damals schon * daneben lagen * und das heute immer noch sind.

Wie erklrt sich sonst die erneute Kandidatur des Genossen Volker Klow gemeinsam mit D. Pellmann fr den Schsischen Landtag? Wie schon seit Jahrzehnten werden sie mit berwltigender Mehrheit nominiert und wrden auch noch in hundert Jahren immer wieder gewhlt.

Sie selber sagen von sich:

Wir wissen das doch

Wir machen das schon

Wir werden das auch in Zukunft weiter machen.

 

So kann man keine moderne Partei entwickeln, denn die Jugend kommt viel zu kurz und sieht keinen Sinn sich zu engagieren. Solange die Pltze fr die Vorstnde immer wieder von den * Graukpfen * besetzt werden und sie unter sich bleiben wollen, werden groe Chancen verspielt.

Wenn Peter Weyh als Agitator vom Leipziger Stadtvorstand an die Diskussionsfront geschickt wird erkennt man sofort den Aspiranten der Akademie fr Gesellschafts- wissenschaften, der in seiner einseitigen Argumentation nur noch von UNS GERDA bertroffen wird. Diese platte und polemische Auseinadersetzung kann nicht zielfhrend sein und trgt nicht zur berwindung der bestehenden Widersprche bei. Nicht nur die Helden nmlich die Vorstandsmitglieder sind in ihrem Handeln zu bedauern, da sie so oft daneben liegen sondern also auch ihre Mitstreiter aus der zweiten Reihe.

Wie sollen so junge LINKE fr die Ideen dieser Partei begeistert werden?

 

Und wiederum tragen die lteren die Mitverantwortung fr die Zustnde, die immer noch herrschen. Sie erleben die Ausgrenzungen *Andersdenkender*, den Rckzug und die Austritte vieler ihrer Genossen in der ganzen Republik und halten das fr normal. Wenn so etwas in anderen Parteien gang und gebe ist, dann kann das Gleiche aber fr die LINKE nur von groem Schaden sein.

 

Im Auftrag des YETI

wolfgang teske

 

 

 

 

 

 

 


-----Original Message-----
Date: Tue, 09 Dec 2008 12:37:57 +0100
Subject: AW: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: "Lutz Hausstein" <Lutz.Ha...@gmx.net>
To: <leipzig...@googlegroups.com>

Lieber Wolfgang,

ich knnte es mir bis zu einem gewissen Punkt schon vorstellen, dass bestimmte Verhaltens- und Reaktionsweisen von vornherein geplant und gewollt waren. Eben genau deshalb, weil hufiger "spontan und direkt" reagiert wurde, ist es, bis zu einem gewissen Punkt, kalkulierbar gewesen. Ich wei allerdings nicht, ob ich den handelnden Personen solch ein hohes psychologisches Vermgen zugestehen kann.

Aber spannend finde ich die Diskussion zwischen koba und Hans-Gert allemal, da sie mir auch immer wieder neue (mgliche) Hintergrnde und Aspekte offenbart. Auch wenn ich nicht jede 37. Verzweigung nachvollziehen kann (und will), da sie in theoretische Grundlagen des ML oder historische Hintergrnde der PDS (SED) hineingeht, welche ich nur unzureichend kenne, um dazu eine fundierte eigene Meinung abgeben zu knnen.

Ich glaube allerdings im Gegensatz zu Hans-Gert, dass sich die innerparteiliche Elite von vornherein schon eine (ihre eigene Position betreffende) win-win-Situation aufgebaut hatte. Egal, was passiert wre (und wie wir uns verhalten htten), sie htten immer gewonnen. Wir haben schon den fr sie ungnstigeren Weg gewhlt, indem wir uns nicht "einfangen" lieen. Dennoch haben sie gewonnen. Diesmal allerdings mit einigen, auch von auen deutlich sichtbaren, Kratzern. Und dies war so nicht gewollt. Aber immer noch besser, als ganz zu verlieren.

LH

-----Ursprngliche Nachricht-----


Von: leipzig...@googlegroups.com [mailto:leipzig...@googlegroups.com]Im Auftrag von Teske...@t-online.de
Gesendet: Dienstag, 9. Dezember 2008 11:51
An: leipzig...@googlegroups.com
Betreff: [leipziger-linke] Re: So macht man das


-----Original Message-----
Date: Tue, 09 Dec 2008 08:01:00 +0100
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: Hans-Gert Grbe <h...@hg-graebe.de>
To: leipzig...@googlegroups.com


Teske...@t-online.de schrieb:
> Hallo Diskursler
> Kornelia hat Recht wenn sie es nicht versteht, warum ihr ewig
> zwischen anders Denkenden und Andersdenkenden unter scheiden

> msset. Dafr solltet ihr ein *Sprachinstitut grnden* und dann im
> kleinen Kreis die kommenden Jahre darber befinden.
> wolfgang t

Lieber Wolfgang,

findest du es nicht merkwrdig, dass die neuen Chefideologen der LINKEN
eine solche nderung vorgenommen haben? Wenn es egal ist, dann htten
sie es doch bei der Originalformulierung belassen knnen, oder?



Du hast dir gut ein Jahr lang diese Partei angetan und bist letztlich
ausgetreten. Hattest du nicht - trotz aller Proteste - gelegentlich den

Eindruck, dass du dabei nur Teil eines groen Spiels warst, in dem man
dich wie einen Bauern ber das Schachfeld gezogen hat? Dass Leute

schlicht ausgerechnet haben, wie sich der Teske verhalten wird, und dich
dann "vors Loch geschoben" haben? Wie's praktisch ging (und geht), hat

dir ja einer der (ehemaligen) "Tter" in letzter Zeit oft genug erlutert.

Interessiert es dich nicht, wenigstens im Nachhinein etwas mehr ber die

Mechanismen zu erfahren, die dabei in dir selbst gegriffen haben? Das
hat viel mit der Wirkung von Ideologie zu tun - und wirkt sehr

fundamental ber psychologische Mechanismen. Ich denke, an dieses eigene

Innere kommt man nicht ran ohne eine auch sprachliche Dekonstruktion.
************************************************************************************************

Andersdenkende oder anders Denkende ist fr mich nicht so wichtig, damit werde
ich mich nicht beschftigen und berlasse es lieber Euch.
Natrlich kann ich nur Teil eines groen Spiels gewesen sein. Allerdings zieht mich
keiner wie einen Bauern ber das Schachfeld, das war schon frher nicht mglich,
da ich nicht als Arbeiter- und Bauernkind gefhrt wurde und meine Shne es

abgelehnt haben sich 3 Jahre an die Grenze zu stellen.

Sie haben es aber in diesem so wunderschnen Arbeiter -und Bauernstaat geschafft
ber die VH-Schule ein Abitur zu machen und spter zu studieren. Will sagen man


brauchte sich nicht wie ein dummer Bauer behandeln lassen und das ist auch bei den
LINKEN noch so.
Auch hat mich keiner vors Loch geschoben, wer immer es auch versucht hat, denn

die Lcher suche ich mir selbst aus und lass mich nicht schieben, sondern gehe dann

freiwillig und loche mit Freuden ein.
So wie ich merke welches Spiel sie mit mir vorhaben, kann ich doch reagieren und ich
habe nicht den Eindruck, dass ich von anderen gesteuert werde.
Meine Aktionen oder Reaktionen sind immer spontan und direkt und nicht bewusst mit
soviel *psychologischen Mechanismen* verbunden.

* Ike bin ben en efacher Brcher *
wolfgang t
**************************************************************************************************




Im brigen sind die neuen Chefideologen nicht gar so neu, denn viele

waren auch die alten. Wenn koba in seiner heutigen Nachtschicht schreibt

>> Das glaube ich dir gern, da hindern dich deine Scheuklappen dran, die

>> dir offensichtlich whrend deiner Aspirantur an der Akademie fr


>> Gesellschaftswissenschaften fest und wirkungsvoll implantiert wurden.
>

> Das ist eine Fehleinschtzung von Dir. Gerade an der Akademie in den
> Jahren 88 - 90 sind brigens nicht nur bei mir so manche Scheuklappen
> entfernt worden.

dann bersieht er, dass es mit den Modrows, Bries und Kleins genau diese

seine Lehrer waren, die damals den Deckel vom Topf ein wenig lupften, um

ihn heute umso fester wieder draufzudrcken. Die Art und Weise, wie sich
Modrow und Bisky heute wieder einer "Parteirson" unterwerfen, ist schon

bezeichnend. Ich kann dir dazu nur Pauls Hinweis

> Wolfgang Sabath
> http://www.forum-ds.de/article/1191.die_unschuld_der_worte.html

und die dort zitierte "Stellungnahme des ltestenrats" ans Herz legen.

Und koba, es knnen nicht viele Lffel Weisheit gewesen sein, die man in
einem - nach heutigen Mastben - Bachelorstudium der

Politikwissenschaften an der genannten Einrichtung gefressen hat, wenn
man drei Jahre mit offenem Mund staunte, *wie* offen es doch auf einmal

zugeht, und dabei verga (oder sich wenigstens heute nicht gern mehr

dran erinnert), sich selbst kritisch zu hinterfragen. Ich denke, du
musst dir nur die "Entstalinisierung" nach 56 anschauen, um zu sehen,
*wie* borniert du hier in die Diskussion einsteigst.

Allerdings -.auch das gehrt zu den "Charaktermasken" (wie es der

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 10, 2008, 4:41:24 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Wed, 10 Dec 2008 10:00:50 +0100
Subject: AW: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: "Kornelia Richter" <kornelia.mue...@arcor.de>
To: <leipzig...@googlegroups.com>

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 10, 2008, 5:17:50 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Wed, 10 Dec 2008 00:23:44 +0100
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: koba <pete...@gmx.de>
To: leipziger-linke <leipzig...@googlegroups.com>

***********************************************************************************************************************************
Hallo Koba

Vielen Dank für den Abriss (gemeint ist deine Zusammenfassung, nicht etwa eine persönliche Schuldzuweisung)  bezüglich der Unikirche. Das war ja sehr ausführlich, ändert aber nichts daran, dass das System die Schuld trägt, unabhängig wer was gewollt hat. Die Kirche ist eben weg.
Allerdings wurde mir bei den Namen der Akteure zum Kotzen übel, denn man weiß auch was sie so alles gemacht  und zu verantworten haben.
Wenn du immer und immer wieder davon sprichst, einmal hätte genügt, das die Partei verunglimpft und gegen sie gehetzt wird, so irrst du.
Es geht nicht um die Partei, sondern gegen alle EGOGENOSSEN um Külow, von denen du einer der treuesten Kämpfer bist. Die Partei wird es noch geben wenn dieser Klüngel zum Teufel gejagt wurde, wobei ich denke, es kann noch eine Weile dauern. Man kann doch die alten Kämpfer nicht kritisieren und abwählen, selbst wenn sie der LINKEN erheblich schaden.
Also seit nicht so arrogant und haltet euch für die Partei, das seid ihr ganz und gar nicht, sondern nur ein Schandfleck der LINKEN.
wolfgang t
************************************************************************************************************************************
/>

Kornelia Richter

unread,
Dec 10, 2008, 5:19:36 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com
Lieber Hans - Gert,

kann es sein, dass Du dankbar auf andere Themen ausweichst, um meine
klaren Fragen nicht beantworten zu müssen? Weshalb beißt Du Dich an
Stirner fest und wie definierst Du die anders Denkenden im Gegensatz zu
den Andersdenkenden?

Deine kurze Replik, dass jedes Denken an das Subjekt gebunden und Jeder
deshalb anders denkt, ist keine Antwort auf meine Frage. Offensichtlich
hebst Du diese erst einmal unschuldig philosophische Frage auch gleich
ins Hochpolitische, indem Du die Bundes-RLS zum RL -Fälscher stempelst
und so zum Verfechter der Andersdenkenden im Gegensatz zu den von RL
gemeinten anders Denkenden hochstilisierst. Diese verqueren
Gedankengänge musst Du mir mal erklären. Mir scheint, dass Du RL
anbetest, ohne darüber nachzudenken, was Du da eigentlich anbetest. Und
weil Du die RLS nicht mehr leiden kannst, konstruierst Du ein
politisches Schlachtfeld um diese beiden gleichen Begriffe. Das ist auch
Psychologie, und zwar die Psychologie der Selbstmanipulation, die aus
ungeklärten Verletzungen folgt. Bleibt immer wieder die alte Frage, die
ich schon mehrmals gestellt habe: Was hat euch die DDR so Furchtbares
angetan, dass ihr sie so hasst? Vielleicht sollten wir dieser Frage
endlich mal nachspüren, um die Diskussionen darum, wer hier mehr oder
weniger ein Apologet für irgendwelche politischen Schichten oder Dogmen
ist, auf ein sachliches Niveau zu heben?

Aber auch bei dem Thema Stirner und den Andersdenkenden bleibe ich jetzt
dran. Da will ich von Dir jetzt mal eine stichhaltige Antwort ohne
Rumgeeire.

Kornelia
--
No virus found in this incoming message.
Checked by AVG.
Version: 7.5.552 / Virus Database: 270.9.15/1835 - Release Date:
07.12.2008 16:56


koba

unread,
Dec 10, 2008, 5:55:45 AM12/10/08
to leipziger-linke
hallo hgg,

Apparatschiks - klingt gut und so eingängig. Du kannst Dich darauf
verlassen - wenn ich
Dir damals etwas erklärt hätte, dann hättest Du wenigstens die Chance
gehabt, etwas zu verstehen.
Die Leute von denen Du redest und die Du gefressen haben willst, die
werte ich genauso. Aber dazu
zählen für mich auch die Brie's und Klein. Das ist auch einer der
Gründe, warum wir sie nicht besonders
mochten obwohl sie natürlich keine Apparatschiks waren.

Überhaupt - jemandem so ein Etikett anzuhängen - da sollte man schon
etwas mehr über Ihn wissen.
Aber das ist ja nicht so notwendig bei Dir, Du erklärst ja alles aus
Dir selbst heraus. Und besonders effektiv
bist Du offensichtlich dabei in diese erklärenden Ergüsse Deine ganzen
Vorurteile und Ressentiments aus
DDR - Zeiten mit hineinzupacken. Dabei kommt nicht nur beleidigendes
Zeug heraus sondern auch viel Unsinn.
Stört Dich aber nicht weiter - oder? Ihr zieht ja alle so vom Leder,
nach dem Motto - irgendwas wird schon
hängenbleiben. So ist das nicht nur mit den Apparatschiks sondern auch
mit dem Aufgebot. Was weißt Du
wirklich über den Vorbereitungslehrgang und die Aufnahmeprüfung die
bereits 1988 stattfand? Nichts offensichtlich
sonst würdest Du nicht solchen Unsinn reden. Oder ist Dir auch hier
wieder nur die denunziatorische Wirkung auf
andere wichtig?
Weiter im Text. Woher beziehst Du Dein Wissen was ich an der Akademie
getan und erlebt habe - auch aus Dir selbst
heraus Du zeitgenössischer Einziger? Du erzählst nur Dummes Zeug aber
ich will hier auch keine Trolle füttern.
Genau so hübsch ist das Rädchen - Du kannst ja gerne weiter
hypothetisieren. Das ist mit Dir sowieso unergiebig
geworden wenn Du alles aus dem Blickwinkel des Einzigen siehst. Was
auf Parteiversammlungen an der KMU
gesprochen wurde, weiß ich nicht. Was ich getan habe und was ich in
dem von Dir angesprochenen Fall getan hätte,
weiß ich wohl. Du machst nichts weiter als Kaffesatzlesen, wenn auch
mit wissenschaftlichem und mit denunziatorischen Anspruch.

Beste Grüße - Peter

Paul Frost

unread,
Dec 10, 2008, 6:10:42 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com
Koba Du schreibst:
" Ihr zieht ja alle so vom Leder, nach dem Motto - irgendwas wird schon
hängenbleiben."
W e r  i s t  I h r ?
Gen Paul Frost 
----- Original Message -----
From: "koba" <pete...@gmx.de>
To: "leipziger-linke" <leipzig...@googlegroups.com>
Sent: Wednesday, December 10, 2008 11:55 AM
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das




Teske...@t-online.de

unread,
Dec 10, 2008, 7:06:56 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Wed, 10 Dec 2008 11:55:45 +0100
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: koba <pete...@gmx.de>
To: leipziger-linke <leipzig...@googlegroups.com>
***********************************************************************************************
Hallo Freunde
Wenn man das von Koba so liest und wie er HGG beleidigt, so merkt man,
dass er neue Order hat und nicht nur gegen die *Ausgetretenen* treten soll.
Koba erlaubt sich da Sachen, obwohl er HGG nicht im Geringsten das Wasser
reichen kann. Urteilt da mit seiner Kaderschmiede, als hätte er dort was
Brauchbares lernen können. Dann sieht es aber mit seiner Qualifikation nicht
so toll aus und seine Meisterleistung schein seine Aktivität als Parteisekretär
gewesen zu sein. Nun gut, sowas braucht man heute nicht mehr und das ist
gut so.
Er denkt aber, dass seine Meinung so ungeheuer wichtig ist und er uns die
Fakten nennen und die Zusammenhänge erklären muss, damit wir auch was
mitbekommen und nicht unwissend sterben.
So ein Schlaumeier und versuchte Intelligenzbestie ist unser guter Koba.
wolfgang t
************************************************************************************************
/>

koba

unread,
Dec 10, 2008, 7:11:41 AM12/10/08
to leipziger-linke


On 10 Dez., 12:10, "Paul Frost" <paulfrost...@hotmail.com> wrote:
> Koba Du schreibst:
> " Ihr zieht ja alle so vom Leder, nach dem Motto - irgendwas wird schon
> hängenbleiben."
> W e r  i s t  I h r ?
> Gen Paul Frost
>
Du nicht verehrter Genosse Dr. Frost, Du bist hier ausdrücklich nicht
involviert.

koba

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 10, 2008, 7:12:32 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Wed, 10 Dec 2008 11:19:36 +0100
Subject: AW: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: "Kornelia Richter" <kornelia.mue...@arcor.de>
To: <leipzig...@googlegroups.com>
***********************************************************************************
Hallo Kornelia
Was uns die DDR angetan hat, das dürftest Du doch wissen:
Mauer, Totesschüsse, IM, Verfolgung *Andersdenkender*
usw.
wolfgang t
***********************************************************************************

koba

unread,
Dec 10, 2008, 7:45:15 AM12/10/08
to leipziger-linke


On 10 Dez., 13:12, "Teske.A...@t-online.de" <Teske.A...@t-online.de>
wrote:
> -----Original Message-----
> Date: Wed, 10 Dec 2008 11:19:36 +0100
> Subject: AW: [leipziger-linke] Re: So macht man das
> From: "Kornelia Richter" <kornelia.mue...@arcor.de>
> To: <leipzig...@googlegroups.com>
> ***********************************************************************************
> Hallo Kornelia
> Was uns die DDR angetan hat, das dürftest Du doch wissen:
> Mauer, Totesschüsse, IM, Verfolgung *Andersdenkender*
> usw.
> wolfgang t
> ***********************************************************************************

Bist Du als Andersdenkender bis an die Mauer verfolgt und dann
totgeschossen worden
bevor oder nach dem Du in der DDR sozial sicher leben und studieren
konntest ? Ich will
die Unmenschlichkeiten und auch die Verbrechen ganz sicher nicht
wegdiskutieren, aber
war das die ganze DDR für Dich? Oder kann es sein das Deine schlichte
Diskussionsart auf
ein weiteres, in Deiner Aufzählung bisher fehlendes, unerhörtes
Verbrechen zurückzuführen ist,
welches Du bisher nicht zu verarbeiten vermochtest: Das zwangsweise
auf den Topf setzen im
Kindergarten? Dann hast Du mein Mitgefühl.

Beste Grüße - Koba

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 10, 2008, 11:30:26 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Wed, 10 Dec 2008 13:45:15 +0100
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: koba <pete...@gmx.de>
To: leipziger-linke <leipzig...@googlegroups.com>




On 10 Dez., 13:12, "Teske.A...@t-online.de" <Teske.A...@t-online.de>
wrote:
> -----Original Message-----
> Date: Wed, 10 Dec 2008 11:19:36 +0100
> Subject: AW: [leipziger-linke] Re: So macht man das
> From: "Kornelia Richter" <kornelia.mue...@arcor.de>
> To: <leipzig...@googlegroups.com>
> ***********************************************************************************
> Hallo Kornelia
> Was uns die DDR angetan hat, das dürftest Du doch wissen:
> Mauer, Totesschüsse, IM, Verfolgung *Andersdenkender*
> usw.
> wolfgang t
> ***********************************************************************************


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Und da ist er wieder

Bloß nun nicht noch eine ausführliche Diskussion über die DDR.
Die Antwort gibt uns Koba selbst und versucht im gleichen Augenblick alles
wieder zu beschönigen.
Ich bin wie du sehen kannst tatsächlich nicht totgeschossen worden.

*....sozial sicher leben und studieren ....* konnte ich nur durch meine Eltern
und nicht durch deine wunderschöne DDR. Sozial sicher leben konnte ich
weil mein Vater einen Einzelvertrag hatte und seinen zwei Kindern ein
finanzieren konnte.
Natürlich hatte ich in diesem Land eine schöne Jugendzeit, die hätte ich aber
auch beim Klassenfeind gehabt.

Meine Söhne konnten nicht auf die Oberschule - wie schon mal gesagt -
weil sie sich nicht für 3 Jahre an die Grenze schicken ließen. Sie sollten also
nicht studieren, was sie aber doch geschafft haben.
Als wir mit unserem jüngeren Sohn, er war 12 Jahre alt, 1982 durch Rumänien
fuhren und er das Elend sah, sagt er spontan, dass er für diese Art
sozialistisches System keinen Finger krumm machen würde.
Hier will ich nicht auf unerhörte Verbrechen eingehen, da Koba mir dann klar
macht wie herrlich seine DDR doch war und ich ihm die Illusion nicht nehmen
sollte.
wolfgang t
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
/>

Andreas W.

unread,
Dec 11, 2008, 12:14:02 AM12/11/08
to leipziger-linke
Also Koba, erlaube mir, dass ich mich hier hineinhänge. Ich teile die
Position von Lutz, Wolfgang,... usw., dass nun "alles" in der
Leipziger LINKEN schlecht ist, nicht. Ich halte es mit einer gesunden,
mittleren Position: Es gibt Licht und Schatten, Bewahrenswertes und zu
Veränderndes.

Was mir aber wirklich Sorge bereitet, ist Dein Diskussionsstil.
"philosophasternder Informatiker", "Löffelschnitzer",
"Schmierentheater", "Alleswisser" - also ich halte das alles für sehr
bedenklich und persönlich. Das kannste auch nicht mit Ingos oder
Wolfgangs Fehlern rechtfertigen - bei denen schwingt ja immerhin
(menschlich verständlich) auch persönliche Enttäuschung mit, das alles
nicht so gut geklappt hat. Du dagegen sitzt auf ner guten Position,
hättest also solches erst recht nicht nötig.

Also, da erscheinen durch: Polemik, Beleidigungen usw. Das hast Du
doch gar nicht nötig. Da muss ich die Genossen Modrow, Klein, Brie,...
wirklich in Schutz nehmen, in Anspruch genommen zu werden. Und da
scheibt wirklich bei Dir viel SED durch. Also mir ist es persönlich
etwas viel Eiferertum, immer in der Gnade des Herrn. Das kannst Du
auch nicht damit allein begründen, dass die "andere Seite" auch gern
persönlich überzieht.

Also, entsprechend hat es mich auch nicht gewundert, dass auf dem
Kongress in Leipzig-Mitte die Frage, warum ich noch ein zweites Mal
kandidiere, von Dir kam. Was mich stört, sind weniger sachliche
Fragen, sondern der (hier auch im Forum durchscheinende)
denunziatorische Charakter und das "Eiferertum" vor der Gnade des
Herrn.

So nach dem Motto: Viele schlagen auf die WASGler ein, ich (Koba) bin
das Vorbild, haue noch ein bisschen mehr drauf als die anderen und
kriege dafür noch mehr Schulterklopfen vom Chef. Wie gesagt, sachliche
Kritik ist OK., aber sachlich sollte sie schon sein. Nun wirste sagen,
auch Karl Marx hat ausgeteilt. Bei ihm stand aber die Sache im
Mittelpunkt und nicht die Personen.

Würden Külow und Pellmann sagen würden, Groepler, Teske und Hausstein
sind super, würde ich von Dir bestimmt auch Loblieder auf alle
genannten singen. Vorauseilender Gehorsam, gepaart mit Eiferertum und
Beledigungen - das ist mich, was mich im Kern an Deinen Beiträgen
stört.

Mit der Hoffnung auf Besserung (von allen Seiten),
Andreas

Hans-Gert Gräbe

unread,
Dec 11, 2008, 1:42:48 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com
koba schrieb:

> Überhaupt - jemandem so ein Etikett anzuhängen - da sollte man schon
> etwas mehr über Ihn wissen.
> Aber das ist ja nicht so notwendig bei Dir, Du erklärst ja alles aus
> Dir selbst heraus. Und besonders effektiv bist Du offensichtlich
> dabei in diese erklärenden Ergüsse Deine ganzen Vorurteile und
> Ressentiments aus DDR-Zeiten mit hineinzupacken. Dabei kommt nicht

> nur beleidigendes Zeug heraus sondern auch viel Unsinn.

Du solltest mich nicht für blöder halten als ich bin. Insbesondere
solltest du nicht davon ausgehen, dass die Teilamnesie über
"DDR-Zeiten", die offensichtlich von dir Besitz ergriffen hat,
flächendeckend wirkt.

Nimm also meine Einschätzung deiner Person als das, was es ist - ein
subjektives Sublimat meiner Lebenserfahrungen und dessen, was du hier
bisher hast "gucken lassen". Falls es dir wichtig ist, da was gerade zu
rücken, dann müsstest du allerdings mehr als nur heiße Luft investieren.

hgg

Hans-Gert Gräbe

unread,
Dec 11, 2008, 1:49:09 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com
koba schrieb:

> "Paul Frost" wrote:
>> Koba Du schreibst:
>> " Ihr zieht ja alle so vom Leder, nach dem Motto - irgendwas wird schon
>> hängenbleiben."
>> W e r i s t I h r ?
>> Gen Paul Frost
>>
> Du nicht verehrter Genosse Dr. Frost, Du bist hier ausdrücklich nicht
> involviert.
>
> koba

Gratuliere, Paul. Nun bist du der Einzige, der "ausdrücklich nicht
involviert" ist. Ich übergebe dir den von Koba handsignierten
Staffelstab - aus den Zeiten, wo ich es noch war, den der eifrige
Genosse meinte, gegen die IGRs und Meurers in Schutz nehmen zu müssen -
gern und hoffe, du vermagst es besser, dich einer solchen Ehre würdig zu
erweisen.

hgg

Hans-Gert Gräbe

unread,
Dec 11, 2008, 2:27:05 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com
Kornelia Richter schrieb:

> Lieber Hans - Gert,
>
> kann es sein, dass Du dankbar auf andere Themen ausweichst, um meine
> klaren Fragen nicht beantworten zu müssen? Weshalb beißt Du Dich an
> Stirner fest und wie definierst Du die anders Denkenden im Gegensatz zu
> den Andersdenkenden?
>
> Deine kurze Replik, dass jedes Denken an das Subjekt gebunden und Jeder
> deshalb anders denkt, ist keine Antwort auf meine Frage. Offensichtlich
> hebst Du diese erst einmal unschuldig philosophische Frage auch gleich
> ins Hochpolitische, indem Du die Bundes-RLS zum RL -Fälscher stempelst
> und so zum Verfechter der Andersdenkenden im Gegensatz zu den von RL
> gemeinten anders Denkenden hochstilisierst. Diese verqueren
> Gedankengänge musst Du mir mal erklären.

Liebe Kornelia,

ich weiß zwar nicht, wieso *ich* bei dem Thema in einer Bringeschuld
sein soll und außerdem wirds den Yeti arg langweilen, aber sei's drum -
ein Versuch des Aufrisses einer "Exegese", also der zu stellenden Fragen.

"Anders Denkende" ist eine attributierte Substantivkonstruktion, geht
also vom wie auch immer zustande gekommenen (ich beschränke mich auf die
ontologische Ebene) Begriff des "Denkenden" aus, der durch verschiedene
Adjektive "durchdekliniert" wird, um auf diese Weise Aspekte zu
beleuchten. Um das "anders" einzuordnen, müsste man es also in das
Spannungsfeld anderer Adjektive (linear, doktrinär, assoziativ, um nur
einige zu nennen) setzen und insbesondere fragen, ob die Adjektive einer
Taxonomie dienen, also Subbegriffe konstruieren sollen, oder aber jede/r
Denkende mit *jedem* dieser Adjektive in je eigenem Maße aufgeladen ist.
Von einem solchen Startpunkt aus wäre dann das "anders" zu besprechen,
insbesondere die Voraussetzungen eines "so", die im "anders"
mitschwingt, zu explizieren. Das hatte ich MK bereits gefragt, muss es
also hier nicht wiederholen.

"Andersdenkende" ist daraus abgeleitet eine substantivische
Zusammenziehung, die kaum anders denn als Ontologisierung eines - mir
vollkommen unverständlichen - Begriffs, also einer Taxonomisierung der
"Denkenden" - der Identifizierung von Arten in der Gattung - zu
verstehen ist. Das müssen also diejenigen erklären, die einen solchen
Begriff geprägt haben.

Das tun sie aber nicht (weder MK noch die RL-Stiftungen), so dass man
gut und gern davon ausgehen kann, dass hier ein neues Glaubensbekenntnis
konstruiert wird bzw. worden ist. Zur Rolle "säkular-religiöser
Praktiken des Marxismus-Leninismus" siehe den Aufsatz von Jens Grandt in
der ND-Wochenendbeilage vom 29./30.11.2008,
http://www.neues-deutschland.de/artikel/139796.aus-der-berufung-auf-marx-wurde-die-anrufung-von-marx.html
Besser kann ichs auch nicht sagen.

Mein quelleneditorische Bemerkung, dass die RL-Stiftung Schindluder mit
dem Originalzitat betreibt - danke an MK für den sicher unbeabsichtigten
Hinweis - zielt darauf, die bei einer solchen Dogmatisierung
eingesetzten Techniken zu verdeutlichen. Insofern liegst du doppelt
falsch, wenn du schreibst

> Mir scheint, dass Du RL anbetest, ohne darüber nachzudenken, was Du
> da eigentlich anbetest. Und weil Du die RLS nicht mehr leiden kannst,
> konstruierst Du ein politisches Schlachtfeld um diese beiden gleichen
> Begriffe.

Einmal mache ich das Gegenteil und nehme das neu konstruierte Ideologem
nicht an, sondern auseinander, und zum anderen sind es eben keine
"gleichen Begriffe", sondern (nur) ein - allerdings auch nicht
politisches, sondern ideologisches - *innerlinkes* Schlachtfeld.

Viele Grüße, hgg

Lutz Hausstein

unread,
Dec 11, 2008, 4:40:20 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com
Lieber Andreas,

ich möchte Dir kurz auf Deine Einschätzung antworten. Zumindest auf das, was
meine Person anbelangt.

Die pauschale Einschätzung, dass ich alles als schlecht hinstelle, ist nicht
ganz korrekt. Obwohl es, leider, in einigen Zusammenhängen der Wahrheit
entspricht. Das ist aber nicht einem dem Austritt geschuldetem Frust
geschuldet, sondern hat ganz handfeste, inhaltliche Gründe.

Ich lege an das Denken und Handeln immer gewisse Prinzipien an. Dies gilt
für den politischen Bereich genauso wie für den beruflichen oder den
privaten oder welchen auch immer. Da kenne ich keinen Unterschied. Auch das
ist ein Prinzip. ;-) Einige wichtige, hier zutreffende Prinzipien sind:
Ehrlichkeit, Offenheit, Fairness, Zuverlässigkeit, Solidarität,
Zielgerichtetheit.

Ich halte diese Prinzipien auch für so elementar, dass ich deren Maßstäbe
nicht nur an mich selbst anlege, sondern auch an Andere. Denn sie sind für
ein menschliches Miteinander unabdingbar. Verletzt nun jemand diese
Prinzipien unwissentlich, mache ich ihn darauf aufmerksam und erwarte
zukünftig eine Änderung dieser seiner Verhaltensweise, ohne generell den
Stab über ihm zu brechen. Wirft jemand jedoch diese Prinzipien vorsätzlich
grob oder gar mehrfach, trotz Hinweis (also mutwillig) über Bord, kämpfe ich
mit aller Macht dagegen an. Und genau das sind die Punkte, welche ich seit
geraumer Zeit bei der LINKEN beobachten muss. Mag sein, dass es schon vorher
schon so war. Ich konnte es halt nur nicht erkennen, weil ich zu wenig in
die konkreten Vorgänge in der (damaligen) PDS involviert war und diese nicht
genau genug einschätzen konnte. Nun vermag ich es jedoch.

Und wenn Du meine Beiträge noch einmal durchliest, wirst Du feststellen
können, dass ich immer konkrete Beispiele hatte, mit denen ich meine
Einschätzungen belegen konnte. Sei es nun die Vorgehensweise von Stadt- und
Landesvorstand in Bezug auf die V-Mann-Affäre, seien es die Diskussionen um
die Weihnachtsbeihilfe oder um das Sozialticket und die darauf folgenden
Angriffe. Die überwiegende Kritik am Verhalten der Entscheidungsträger der
LINKEN begründet sich nicht in einem persönlichen Austritts-Filter, der
meinerseits nun über der LINKEN liegen würde, sondern in der Widerspiegelung
der konkreten Verhaltensweisen, deren Zusammenführung und
In-Verbindung-Setzen.

Die Ergebnisse der Betrachtungen der konkreten Vorfälle sind häufig sehr
negativ. Dieses Gefühl verstärkt sich noch, weil ich vor dem Zusammengehen
mit der PDS das genaue Gegenteil von Dem erwartet hatte, was nun (leider)
eingetreten ist. Und ich bin mir sicher, da bin ich bei weitem nicht der
einzige aus der ehemaligen WASG. All das, wofür wir in der WASG gestanden
und gekämpft haben, ist inzwischen über Bord geworfen. Die LINKE umhüllt
sich zwar immer noch mit dem Mantel der sozialen Gerechtigkeit, wie sie es
auch schon zuvor getan hat. Aber leider entpuppt es sich nur als Mantel,
unter dem nichts drunter ist. Und dennoch versuchen uns die Funktionäre der
LINKEN des Kaisers neue Kleider als sehr reale Kleidung zu verkaufen. Und
DAS macht mich so wütend.


LH



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: leipzig...@googlegroups.com
[mailto:leipzig...@googlegroups.com]Im Auftrag von Andreas W.
Gesendet: Donnerstag, 11. Dezember 2008 06:14
An: leipziger-linke
Betreff: [leipziger-linke] Re: So macht man das

Andreas W.

unread,
Dec 11, 2008, 5:15:56 AM12/11/08
to leipziger-linke
Lutz: "Alles" stand ja ausdrücklich in Anführungszeichen.
HGG: Wir haben eben in der DDR offenbar in verschiedenen Teilwelten
gelebt. Darunter gab es einige, die eben so ziemlich alles gut fanden
(wie Koba, tendenziell auch ich), und dann gab es andere, die schon
zeitiger sahen, dass es bröckelte. Also, es gibt da verschiedene
Blickwinkel, die wir uns im nachhinein auch nicht streitig machen
sollten.
Grüße, Andreas

Andreas W.

unread,
Dec 11, 2008, 5:17:58 AM12/11/08
to leipziger-linke
Sollte (an Koba gerichtet) heißen:
Würden Külow und Pellmann sagen, Groepler, Teske und Hausstein sind
super, würdest Du bestimmt auch Loblieder auf alle genannten singen.

Lutz, so sollte der Satz richtig sein.

Paul Frost

unread,
Dec 11, 2008, 5:25:44 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com
hgg,
sagte:
"Gratuliere, Paul. Nun bist du der Einzige, der "ausdrücklich nicht
involviert" ist. Ich übergebe dir den von Koba handsignierten
Staffelstab - aus den Zeiten, wo ich es noch war, den der eifrige
Genosse meinte, gegen die IGRs und Meurers in Schutz nehmen zu müssen -
gern und hoffe, du vermagst es besser, dich einer solchen Ehre würdig zu
erweisen."

Ich bleibe bei meiner ersten Reaktion zu Koba.
http://groups.google.com/group/leipziger-linke/browse_thread/thread/c92042b7d301dfd?q=koba
15. Okt 11:45.
Beste Grüße
Paul Frost

----- Original Message -----
From: "Hans-Gert Gräbe" <h...@hg-graebe.de>
To: <leipzig...@googlegroups.com>
Sent: Thursday, December 11, 2008 7:49 AM
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das



Margitta Klug

unread,
Dec 10, 2008, 6:29:00 AM12/10/08
to leipzig...@googlegroups.com

Liebe MitstreiterInnen,

 ich finde ihr vergreift euch etwas im Ton  - mehr Sachlichkeit wäre sicher angemessen. Schreiben, die von gegenseitigen Vorwürfen, Beschimpfungen ,Beleidigungen voll sind, werden keinesfalls welcher Sache auch immer helfen  - sie dienen vielleicht zum Frust ablassen - aber dafür bin ich nicht Mitglied der Google-Group um so was ständig zu lesen. Und andere erreicht mensch damit wohl eher nicht. Im Übrigen finde ich, dass HGG wohl eher zu den sachlichen Diskutanten gehört und sich nicht jede Beleidigung gefallen lassen muß.

Margitta

    "koba" <mailto:pete...@gmx.de>  

Teske...@t-online.de

unread,
Dec 11, 2008, 7:23:16 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com

-----Original Message-----
Date: Wed, 10 Dec 2008 12:29:00 +0100
Subject: [leipziger-linke] Re: So macht man das
From: "Margitta Klug" <Margit...@T-Online.de>
To: <leipzig...@googlegroups.com>

Koba ist ein so ungehobelter Dümmling, der sich für besonderes schlau hält. Wie er da seine Politkariere hoch jubelt, das kann einem schon Leid tun. Was hat er eigentlich beruflich geleistet? Ich denke das weiß er selber nicht!
Wolfgang T

Ingo Groepler-Roeser

unread,
Dec 11, 2008, 8:11:00 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com
Lieber Andreas,



"bei denen schwingt ja immerhin
(menschlich verständlich) auch persönliche Enttäuschung mit, das alles
nicht so gut geklappt hat. "

schreibst Du.

Zunächst für den menschl. Anteil herzlichen Dank - ist ehrlich gemeint.

....das alles nicht so gut geklappt hat, ist nicht so.

Die WASG ist fast komplett von ihren Landeseliten in Sachsen reingelegt worden. Also die, die meinen, sie hätten den Stil, sich mit den "Unterschichtlern" nicht mehr auseinandersetzen zu müssen. Das hat mit "nicht geklappt" nichts zu tun!
Ich selbst bin in Kenntnis darüber, daß es eine Absprache gegeben hat, sich von den WASGlern zu trennen, um ohne jede Peinlichkeit Mandate zu "erringen". Dagegen habe ich mich gewehrt und habe die Einbindung von wenigstens 10-15 WASGlern von unseren kleinen Hüpfburgchefs im Landesvorstand verlangt, die ja ohne diese WASG Matsch an der Fensterscheibe des Landesvorstandes wären, weil Sie noch nicht einmal Emails lesen wollen und lieber feig in Sitzungen hängen, als sich Konflikten zu stellen, wie bspw. Herr Stange, der immer gerade auf den haut, der von allen bekommt und das auch noch so "geschickt", daß er die Spitze des Knüppels mimt. Einbinden meint ganz klar: finanziell, d.h. 22.5% Mandate sind wenigstens 5 Abgeordnete plus jeweils zwei Jobs, ergo 15 Personen mit sozialer Absicherung. Nur ist es ein Unterschied, ob man dafür gewillt ist, politisch zu arbeiten oder ob man einfach so gekauft wird, wie die derzeitigen StaVo-WASGler, die darüber nachdenken, Poststellen im Stadtvorstand einzurichten oder, wie Höhne, nichts zu tun oder zu sagen.
Man soll nicht so tun, als sei Politik das Hobby von solchen Ehrenämtlern - alle hegen einen ökonomischen Anspruch und verbieten es gleichzeitig anderen, darüber nachzudenken. Die sollen dann "inhaltlich" arbeiten. In der Makarenko-Schule sagte der Lehrer an der Stelle immer, "lies lieber".

Es hat also nicht einfach so nicht geklappt, sondern politischer und personeller Lug und Trug an 4-5 Jahren sind hier im Spiel gewesen. Wir sind nicht einmal für dumm verkauft worden, sondern einfach belogen.

Das nur als Anmerkung.

Insofern ist Peter Weyh eine Nachspeise mit geringem Geschmacksanteil im Vergleich zur Hauptspeise. Solange er auf WASGler eingeprügelt hat, gings doch - also habt Euch nicht so. Wer in diese Arena rennt, muß doch mit Fetzen rechnen. Deswegen bleiben ja die "echten Superhirne" draußen.

Ingo Groepler-Roeser

Florian Krahmer

unread,
Dec 11, 2008, 9:25:28 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com
> Ich bleibe bei meiner ersten Reaktion zu Koba.
> http://groups.google.com/group/leipziger-linke/browse_thread/thread/c92042b7d301dfd?q=koba
> 15. Okt 11:45.
> Beste Grüße
> Paul Frost


Ebenso bei mir und schließe mich der Reaktion Pauls an,
oder mit Andrea Müller-Hutschenreuter zu sprechen:

Ich habe besseres zu tun !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!11111111111111
Der Troll kann sich trollen oder auch nicht.

Flori
_______________________________________________________________________
Sensationsangebot verlängert: WEB.DE FreeDSL - Telefonanschluss + DSL
für nur 16,37 Euro/mtl.!* http://dsl.web.de/?ac=OM.AD.AD008K15039B7069a

Kornelia Richter

unread,
Dec 11, 2008, 11:42:17 AM12/11/08
to leipzig...@googlegroups.com

 

Hallo Wolfgang,

 

dass Deine Söhne nicht zur EOS gehen durften, weil sie nicht 3 Jahre an die Grenze gehen wollten, stimmt einfach nicht. Ich hatte auch 3 Brüder, die ebenfalls auf der EOS waren. Die Frage, ob Männer 3 Jahre dienen wollen oder nicht, wurde erst nach der EOS, also bei der Frage, ob Derjenige auf Staatskosten studieren durfte, gestellt. Meine Brüder haben durch die Bank die 3 Schreckensjahre durchgestanden, um studieren zu dürfen. Angela Merkel z. B. durfte trotz ihrer doch so freiheitlich christlichen und damit angeblich staatsfeindlichen Haltung nicht nur die EOS absolvieren und danach studieren, nein, sie durfte sogar ihren Doktor machen. Dieses merkwürdige Wunder sollte auch mal aufgeklärt werden. Merkel hat also allen Grund, der DDR dankbar zu sein.

Aber zurück zu den Männern. Wer damals nur etwas „Einfaches“ wie Maschinenbau studieren oder nur ein Ingenieurstudium ohne Diplom machen wollte, der konnte auch mit schlechteren Zensuren und den 1,5 Jahren Armeedienst davonkommen. Die Armee war das Schreckliche, was sicher den meisten Männern bis ans Lebensende in den Knochen steckt. Da ich in der Nähe einer U-Schule gewohnt habe, habe ich beim Dorftanz eine Menge traurige Geschichten und auch Tränen gesehen. Ich kam mir manchmal direkt wie Mutter Teresa vor, denn nicht nur an der Grenze war der Dienst brutal und rigoros, sondern überall. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Soldaten sich gegenseitig wie Schweine traktierten und es besonders auf die Neuen und noch „Verweichlichten“ abgesehen hatten. Zarte Gemüter wurden nicht vom Staat, sondern von den eigenen „Kumpels“ fertiggemacht. Ich hörte von manchem kommandierenden und schikanierenden Schwein.

 

Zur EOS ab der 9. Klasse gehen zu dürfen, war in der DDR eine Auszeichnung, die durch das gesamte Lehrerkollegium 2 oder 3 Schülern pro Klasse zuerkannt wurde. Dabei spielten die schulischen Leistungen und die Bereitschaft, sich gesellschaftlich für die DDR zu engagieren, eine Hauptrolle. Dazu kam dann noch dieser hirnrissige Arbeiter- und Bauernstatus, wonach Kinder aus Intelligenzkreisen nicht gleichberechtigt waren. Beim Studium habe ich dann allerdings auch mit vielen Intelligenzkindern studiert. Aber dazu kann ich nichts sagen, weil mir kein Fall bekannt ist, wo Intelligenzlern aus diesem Grund die EOS versagt wurde.

Soweit ich weiß, gab es eine Quote pro Klasse, die nur bei einer Häufung besonders begabter Kinder überschritten werden konnte.

 

Die Mauer hat uns natürlich alle belastet. Und vor allem hat uns unsre Armut enorm belastet. Rumänien war übrigens nie auch nur im entferntesten ein Maßstab für den Sozialismus. Wir, die DDR waren der anerkannte Maßstab und wir, die DDR, wurden durch die Russen nach dem Krieg ausgeblutet bis auf die Knochen. In den Westen, genau solche Verlierer wie wir, haben die Amis alles reingepumpt, während wir die Reparationen und noch viel mehr bezahlt haben. Denn die Russen haben nicht nur rausgeholt, was noch da war, sie haben auch kommandiert und die Kz`s und Bunker als Gefängnisse und Todeslager weitergeführt, und zwar so, wie sie es von Stalin gewöhnt waren. Bis weit an die 60iger Jahre wurden unsere Leute gefoltert und gemordet, falls sie denunziert worden waren. Das kann man nachlesen z. B. bei Walter Kempowski, der einen Familienzyklus über fast 100 Jahre geschrieben hat. Er hat selbst von 1948 bis 56 für nichts in Kz-ähnlichen Bunkern gesessen. Auch seine Mutter und sein älterer Bruder wurden unter unglaublichen Zuständen unter der Fuchtel der Russen eingebuchtet. Danach hat er den goldenen Westen, oder besser den völkisch verspießten Westen erlebt und im Roman „Herzlich willkommen“ beschrieben. Eine äußerst interessante Lektüre, die ich nur Jedem empfehlen kann. Das öffnet die Augen für viele Dinge. Denn es ist nicht nur sehr interessant, wie die DDR ferngesteuert wurde, sondern auch, wo die heutige Westgesellschaft ideologisch herstammt. Kempowski ist ein Meister des originalen naiven Nachplapperns all dessen, was er so gehört hat. Einfach ein Genuss und Gewinn.

 

Viele Grüße, Kornelia