Fw: Konsequent sozial statt Linkspartei >>>Gen. Thomas Bloch :Funktionsniederlegung und Austrittserklärung

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Paul Frost

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May 14, 2009, 3:10:41 AM5/14/09
to OV1Timm Rambow, OV1Gisela Neuhaus, OV1Andreas Kermer, OV1 Michael Nimz, OV 1Mindest.-L.Cynthia Pfingst, OV 1Margitta Klug, OV 1Joachim Tesch, OV 1Christel Hartinger, OV 1 Ute Singer, OV 1 Skadi Jennicke, OV 1 Mitgl. Vo Leutz./Lind. Michael Lindner, OV 1 MdVor. Lind.(N)L Leutzsch Ulf-Peter Graslaub, OV 1 Lpz. Lothar Tippach, OV 1 Lieberam Ekkehard, OV 1 Kerstin Popp, OV 1 Johanna Wolfgang Ludwig, OV 1 Jochen Beissert, OV 1 Ilse Lauter, OV 1 Günter von Tetzeli, OV 1 Gerhard Lauter, OV 1 BO Thomas Kachel, OV 1 Nora und Roland Göllner, Vors. DIE LINKE. Lindenau Rita Adahchour, Stu Pia Propst, OV 3 Wolfgang Prehn, OV 3 Thomas Bloch, OV 3 Stefan Fulz, OV 3 Siegfried Schlegel, OV 3 S.-Frakt. Andreas Lemme, OV 3 S.-Frakt Anne Draheim, OV 3 Menzel, OV 3 Margitta Hollick, OV 3 LV- J.-SprecherGregor Henker, OV 3 Jürgen Piehler, OV 3 Ingmar Meinecke, OV 3 Ines Weigel, OV 3 Ines Hantschick, OV 3 Hans-Jürgen Bunk, OV 3 Christina Mertha, OV 3 B&G Lpz Sylvio Hoffmann, OV 3 Annett Gräbner Kreuzschnabel, OV 3 Andreas Müller, OV 3 Andre Bunk, OV 3 ADELE Ute Müller, attac Jens Naumann, SV-lpz. Mitglieder, leipziger-linke googlegroups
Zur Kenntnisnahme an V1-4 Lpz. und an Funktionsträger der Linken.Sachsen
Paul Frost

----- Original Message -----
From: "Thomas Bloch" <hcol...@gmx.de>
To: " 40 E.-Mailadressen
Sent: Wednesday, May 13, 2009 3:45 PM
Subject: Konsequent sozial statt Linkspartei


> Hiermit lege ich mein Amt als BO-Vorsitzender der BO RAT nieder und
> verlasse die Linkspartei.PDS
>
> Angesichts jüngster Entwicklungen in der „Linkspartei“, insbesondere im
> Stadtverband Leipzig, ist für mich eine weitere Mitgliedschaft in der
> Partei weder gegenüber Kolleginnen und Kollegen in der Gewerkschaft, in
> den Vereinen, im Freundeskreis oder auch mir selbst vertretbar. Nicht
> zuletzt die kürzliche Lektüre der Reden Luxemburgs, insbesondere „Über die
> sozialistische Taktik“, Amsterdam 1904, machten mir klar, dass eine
> weitere Verzögerung des Austrittes reiner Selbstbetrug wäre.
> Zu den Begründungen:
>
> (siehe Anhang Austrittsbegründung)
_____________________________________________________________________
P. F.:Einfügungen:
>Diskussion zum Kommunalwahlprogramm 2009 der Leipziger Linkspartei (KWP
http://leipzig.softwiki.de/index.php5/WAK.AG-Diskurs.KWP
http://leipzig.softwiki.de/index.php5/WAK.AG-Diskurs
__________________________________________________________> ....
>
>
> Ich wähle am 7.Juni konsequent sozial, statt „Linkspartei“.
> Da mir wichtige Punkte wie
>
> Wiedereinführung der Einmalzahlung für Hartz IV-Empfänger
> Kostenlose Schulspeisung für alle Schüler
> Regelmäßige Bürgerbeteiligung durch Volksentscheide und Bürgerbefragungen
> zu allen wichtigen Fragen
> Vorrang der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern
> Abschaffung der flächendeckenden Videoüberwachung
> Kennzeichnungspflicht für Polizisten
> Anwendung der Flächentarifverträge (bzw Mindestlöhne von 10,-€) für alle
> Mitarbeiter der Töchter und Töchterstöchter der LVV
> Einführung eines funktionierenden Winterdienstes – nicht nur in
> Villenvierteln
>
> nicht im Kommunalwahlprogramm der „Linkspartei“, aber unter den
> Forderungen der Kandidaten und Kanddatinnen des Neuen Forums zu finden
> sind, unterstütze ich die Kandidaturen und den Wahlkampf des Neuen Forums
> in allen Wahlkreisen.
>
> Thomas Bloch
>
> Mitglied der Gewerkschaften
> verdi
> FAU/ VAB Leipzig
> Sprecher Sozialforum Leipzig
>
>
> --
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>

Austrittsbegründung.doc
Zum KWPl.doc
KWPanträge.doc

Kornelia Richter

unread,
May 14, 2009, 4:49:39 AM5/14/09
to leipzig...@googlegroups.com

Liebe Mitstreiter,

es ist erschreckend, wenn man die Auflistung des Fehlverhaltens der
Linken liest, die Thomas Bloch zur Begründung seines Austritts angeführt
hat. Weil die Linken eben um Posten kungeln und um jeden Preis
mitregieren wollen, müssen sie eben das menschenfeindliche System des
Kapitalismus in allen Punkten mittragen. Eine Systemkritik ist nur durch
Bürgeraufstände gegen das System durchsetzbar. Und soziale und
kulturelle Dienste, die nicht der Profiterwirtschaftung, sondern "nur"
der Erhaltung der Lebensqualität der Menschen ganz uneigennützig und
wertfrei dienen, sind nur zu erkämpfen, wenn die großen Vermögen und
Unternehmens- und Unternehmergelder vergesellschaftet und über eine
Gemeindefinanzreform direkt und wertfrei den humanen Belangen der
Menschen in den Kommunen bereit gestellt werden. Nur die Reanimierung
eines tragfähigen Binnenmarktes durch konsequentes Verbot jeder
Billigsklavenarbeit, also durch tragfähige Mindestlöhne, durch
Abschaffung der Arbeitspflicht für Prekäre und zugleich die finanziell
untermauerte Durchsetzung des Rechtes jedes Menschen auf eine
leistungsgerecht bezahlte und seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten
angemessene Arbeit, also durch eine kulturell-soziale
Beschäftigungsinitiative der öffentlichen gewinnunabhängigen Hand in den
Kommunen kann zur Schließung der Schere zwischen Arm und Reich führen
und damit links und sozial sein. Und nur auf diesem Weg können wir die
sozial vernichtende Krise in die Rettung der Menschen vor dem
kultursozialen Untergang durch Übergang in eine solidarische
Gesellschaft umdrehen.

Auch die Uniproteste gegen die billige Vermarktung der Fähigkeiten der
Studierenden für die Profitwirtschaft zielt in die Richtung, die
Menschen nicht als profitbeschaffende Arbeitstiere, sondern als Menschen
mit einem kreativen und wertfreien Lebenssinn zur persönlichen und
gesellschaftlichen Höherentwicklung zu betrachten. Die Forderung, die
Jubelfeiern der Uni abzusagen und stattdessen eine freie und kreative
Uni zu schaffen, was viel Geld und neues Denken notwendig macht, kann
ich nur dick unterstreichen und voll unterstützen.
Aber auch in dieser Frage findet sich im KWP der Linken kein Kampfplan,
ja nicht einmal das Problembewusstsein. Eben so wenig findet sich im KWP
das Problembewusstsein für die Notwendigkeit eines Systemwechsels, denn
leider ist nicht mal der Wille, diesen wirklich ehrlichen
kultur-sozialen Weg zu gehen, bei den Linken ausgebildet. Von
gesellschaftlicher Kompetenz, einen solchen Systemwechsel auch führen zu
können, kann man dabei bei den Linken ganz schweigen. So wird es wohl
noch sehr viele Enttäuschungen und Austritte aus dieser Partei geben,
bis man hier bereit ist, sich zu wenden und das zu tun was auf allen
Logos steht, nämlich sozial und links zu sein.

Kornelia
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