Gesellschaft für Sport und Technik.

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Yonathan Raphael

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Mar 21, 2007, 6:56:35 AM3/21/07
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heute im Bundestag - 20.03.2001

Organisation der Gesellschaft für Sport und Technik hat sich 1990 aufgelöst

/Sport/Antwort

Berlin: (hib/RAB) Eine Nachfolgeorganisation der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) hat sich bereits im November 1990 aufgelöst. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung ( 14/5435) auf eine Kleine Anfrage der PDS (14/5343) hervor. Weiter heißt es, die GST sei eine politische Massenorganisation der DDR gewesen. Die wenigen in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften seien in die treuhänderische Verwaltung nach den Vorschriften des Parteiengesetzes in Verbindung mit der Maßgaberegelung des Einigungsvertrages übergegangen. Diese Liegenschaften seien überwiegend an die Städte und Gemeinden, in denen sie sich befinden, übergeben worden. Die Regierung erklärt, die Gesamtzahl der beweglichen Gegenstände, die im Eigentum der GST standen, sei nicht bekannt und könne auf Grund der dezentralen Organisationsstruktur der GST auch nicht ermittelt werden. Es dürften weit mehr als 400.000 Gegenstände gewesen sein, heißt es in der Antwort.



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Yonathan Raphael

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Mar 21, 2007, 7:10:20 AM3/21/07
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Gesellschaft für Sport und Technik (GST), die Wiederbewaffnung in der DDR wurde von Anfang an auf eine breite Basis gestellt: Am 7.8.1952 wurde auf Vorschlag des ZK der SED nach sowjetischem Vorbild die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) mit der Aufgabe begründet, in zweijährigen Kursen für die vormilitärische Ausbildung und wehrsportliche Erziehung der Jugendlichen zu sorgen. Zunächst dem Innenministerium, mit Bildung der Nationalen Volksarmee (NVA) 1956 dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellt, lieferte die GST den Streitkräften bereits vorgeschulte Rekruten. Zwar war die vom 14. Lebensjahr an mögliche Mitgliedschaft freiwillig, doch politischer Druck und reizvolle Angebote wie Führerschein- oder Flugscheinerwerb ohne Wartezeiten und Kosten führten einen hohen Prozentsatz der Jahrgänge in die GST, die 1988 rund 670,000 Mitglieder hatte. Auch Reservisten konnten sich in ihrem Rahmen wehrsportlich weiter fit halten und waren aufgefordert, als Ausbilder tätig zu werden. Mit Einführung der Wehrkunde als Pflichtfach an den Ober- und Hochschulen 1978/1979 sowie in der Lehrlingsausbildung wurden die Leistungen bei der GST benotet. Die Jungen wurden v.a. an der Waffe und sportlich ausgebildet, die Mädchen auf den Sanitätsdienst u.a. vorbereitet, beide erhielten Unterricht in wehrpolitischer Bildung. Die GST schrumpfte nach Sturz des SED-Regimes zu einer rein sportlichen Organisation und löste sich Ende 1990 auf, das Kriegsgerät wurde der NVA und von ihr der Bundeswehr übergeben.
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