Werner Schmidt schrieb:
> Hallo Harald Klotz, Du schriebst am 02.03.2014 19:34
>
>> Oder man ist schlau und tippt einfach ab.
>
> ich bezweifle, dass das wirklich schneller wäre als das von mir
> beschriebene Vorgehen. Letzteres erfordert nämlich erheblich weniger
> *verschiedene* Tastendrücke und erlaubt zudem (und daher) eine
> erhebliche "mentale Automatisierung". Fehlerträchtiger wäre dass
> Abtippen zudem, und nach meinem Dafürhalten auch *noch*
> unkomfortabler.
Versuche es einfach, aber mit Uhr.
Die ISBN haben Prüsummen.
Gefühlsmässig ist vieles scheinbar schneller wenn du beschäftigt wirst.
Ein Trick den Apple bestens beherrscht und so auf seinen Präsentationen
die scheinbar schnellen Rechner vorführt.
Ein Programm, welches 2 Minuten Eingaben von dir fordert, dann 10
Minuten rechnet und das Ergebnis auswirft wird als deutlich langsamer
empfunden als ein Programm, welches dich für das selbe Ergebnis 20
Minuten beschäftigt, weil es immer etwas rechnet, ein Zwischenergebnis
liefert und wieder eine Eingabe fordert.
Mich erinnert es auch an ein Experiment vor vielen Jahren.
DOS 3.3, an brauchte für verschiedene Anwendungen andere Config.sys,
weil manches zu viel Speicher frass, mit einige Programme nicht liefen,
andere Programme brauchten spezielle Treiber.
Ich hatte damals für einige Anwendungen spezielle Boot Disketten.
Eine schrappelte herum, die Dateien lagen nicht in der passenden
Reihenfolge, so dass viele Kopfbewegungen erforderlich waren.
Ich habe eine neue Bootdiskette erstellt, die Datein in passender Folge,
wenig Kopfbewegungen. Vom Gefühl her bootete der Rechner damit
langsamer.
Also Stoppuhr, Zeit bei beiden Disketten gemessen.
Identisches DOS, identische Config, identische Treiber.
Die Schrappeldisk brauchte mehr als 10 Sekunden länger, gefühlt war sie
schneller.
Auf einem Treffen mit Freunden habe ich es vorgeführt.
Gefühlt haben alle gesagt, die Schrappeldisk bootet ist schneller.
Alle waren erstaunt, als ich dann die Uhr daneben gelegt habe.
>> Ich bestreite ja nicht, dass es wie beschrieben funktioniert, ich
>> bestreite, dass es schneller geht als ein paar Zahlen vom Buch
>> abzulesen in ein Formular zu tippen.
>
> Du magst das bestreiten, allein mir fehlt der Glaube :-)
Dann probier es aus.
Noch ein Schwank, lange ist es her.
Erste Taschenrechner waren für Normalverbraucher erschwinglich.
Fernsehvorführung im Vergleich mit einem Abakus, große Zahlen zu
multiplizieren.
Der Abakus sollte gewinnen, die Chinesin mit dem Abakus war wirklich
schnell und beherschte das Teil vorzüglich, keine Frage.
Die Aufgabe wurde gestellt.
Die Chinesin begann sofort, der Moderator mit dem Taschenrechner
zögerte, tippte dann mit langen Handbewegungen die Zahlen ein.
Entfernte die Hand auf ca. 50cm vom Taschenrechner, zögerte leicht, er
musste ja zielen, tippte mit dem Finger auf eine Ziffer und so gab er
Ziffer für Ziffer ein.
Durch die langen Bewegungen wirkte das sogar schnell, war aber trotzdem
völlig daneben.
Natürlich gewann die Chinesin mit dem Abakus.
Bei einer zügigen Eingabe, der Abakus hätte verloren, auch wenn es
erstaunlich schnell ging.
Oder eine andere Täuschung, früher einmal Hans Rosenthal, heute Kai
Pflaume.
Der Spitze Sprung.
Dadurch, dass er die Knie anwinkelt, wirkt der Sprung sehr hoch, ist
aber nur ein Hüpfer.
Der Mensch lässt sich durch vieles Täuschen.
Aldi hat sehr lange auf Scannerkassen verzichtet, das Tippen ging damals
keineswegs langsamer als heute das Scannen.
Nachteil die Verkäuferinnen müssen die Zahlencodes kennen, was durch den
logischen Aufbau nicht einmal sonderlich schwer war.
Wobei man sagen muss, die Scanner heute sind recht perfekt, damals als
Aldi noch tippen liess, sah man an Scannerkassen häufig, dass Codes
nicht genommen wurden, viele Versuche und dann abtippen.
Heute kommt das nur noch selten vor.
Grüße Harald