Fwd: Tipp 20: JPEG oder RAW? [100 Tage, 100 Tipps]

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Fotoclub Schongau e.V.

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Feb 8, 2017, 6:37:42 AM2/8/17
to Fotoclub Schongau
Z.K.

Herzliche Grüße

Uli


Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: "digitalkamera.de-Redaktion" <newsl...@medianord.de>
Datum: 8. Februar 2017 um 06:56:24 MEZ
An: al...@online.de
Betreff: Tipp 20: JPEG oder RAW? [100 Tage, 100 Tipps]

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100 Tage, 100 Tipps

Tipp 20: JPEG oder RAW?

Längst nicht jede Kompaktkamera beherrscht es, alle DSLR- oder Systemkameras hingegen schon: Das Raw-Format. Doch was ist das überhaupt? Zunächst einmal ist wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu JPEG, das Sie sicher kennen, oder TIFF, das Sie wahrscheinlich kennen, ist Raw kein Bildformat! „Raw” ist der englische Begriff für „roh”, und das sagt bereits alles: Es handelt sich um die rohen, unbearbeiteten Daten des Sensors, so wie er diese aufgezeichnet hat. Ein Raw ist also noch kein fertiges Foto, sondern nur die Grundlage, aus der das Foto erst erstellt werden muss. Eine Art digitales Negativ, wenn man so will.

Bild Bei jeder Spiegelreflex- oder Systemkamera lässt sich das RAW-Format einstellen. Hier gezeigt am Menü einer Nikon. [Foto: Benno Hessler]

Bei jeder Spiegelreflex- oder Systemkamera lässt sich das RAW-Format einstellen. Hier gezeigt am Menü einer Nikon. [Foto: Benno Hessler]

Bild Bei jeder Spiegelreflex- oder Systemkamera lässt sich das RAW-Format einstellen. Hier gezeigt am Menü einer Canon. [Foto: Benno Hessler]

Bei jeder Spiegelreflex- oder Systemkamera lässt sich das RAW-Format einstellen. Hier gezeigt am Menü einer Canon. [Foto: Benno Hessler]

Wenn Sie in JPEG fotografieren, kümmert sich die Kamera vollautomatisch darum, aus den Rohdaten (dem Raw) ein Foto zu generieren; dies erfolgt direkt nach der Aufnahme so rasend schnell, dass man gar nichts davon mitbekommt. Die Kamera berücksichtigt bei der Erstellung des JPEGs alle von Ihnen getroffenen Voreinstellungen hinsichtlich Farbraum, Scharfzeichnung, Weißabgleich, Bildstil und so weiter. Stellt sich die Frage: Wozu ist Raw dann gut? Wenn Sie in Raw speichern können Sie all die vorgenannten Parameter (und einiges mehr) auch nachträglich noch verändern. Da dies zudem verlustfrei geschieht (es gehen keine Daten und somit auch keine Qualität verloren), ist Raw – ähnlich wie Adobe RGB – in der Regel das Aufnahmeformat der Profis, die so viel weitreichendere Nachbearbeitungsmöglichkeiten an die Hand bekommen, als dies mit einem JPEG möglich ist.

Wenn Sie sich mit Raw bereits auskennen, dann bleiben Sie selbstverständlich dabei. Allen anderen Amateurfotografen rate ich jedoch: Fotografieren Sie zunächst besser in JPEG. Wenn Sie nicht jedes einzelne Foto exzessiv nachbearbeiten wollen, dann ist JPEG das für Sie besser geeignete Aufnahmeformat, weil es wesentlich unkomplizierter ist. Zudem erzeugen heutige Kameras in aller Regel JPEGs von so ausgezeichneter Qualität, dass eine Nachbearbeitung aus qualitativen Aspekten für den Amateur nicht zwingend notwendig ist. Mein Vorschlag lautet daher: Lernen Sie zunächst, Ihre Kamera in jeder Aufnahmesituation sicher zu beherrschen, dann können Sie sich später immer noch mit Raw beschäftigen, wenn Sie mögen.

Anmerkung der digitalkamera.de-Redaktion: Raw-Dateien sind zudem wesentlich größer als JPEG-Dateien. Sie verbrauchen auf der Festplatte also wesentlich mehr Platz als eine JPEG-Datei, selbst wenn die JPEG-Datei mit geringster Kompression gespeichert wird. Hierdurch ergibt sich bei Serienaufnahmen fast immer ein Flaschenhals: Speichert man die Fotos als Raw-Dateien, sinkt fast immer die Serienbildgeschwindigkeit und die Anzahl der Fotos, die sich in einer Serie direkt hintereinander schießen lassen. Andererseits lässt sich gerade bei kritischen Aufnahmebedingungen aus Raw-Daten oft immer noch ein brauchbares Foto entwickeln, wo das JPEG z.?B. durch eine Über- oder Unterbelichtung kaum zu gebrauchen ist. Die meisten Kamera bieten zudem die Möglichkeit jedes Foto sowohl als JPEG- als auch als Raw-Dateien (gleichzeitig) auf die Festplatte zu speichern. Das kostet natürlich nochmals mehr Platz und senkt ggf. die Serienbildgeschwindigkeit erneut ein wenig. Aber wo dies keine Rolle spielt, hat der Fotograf die Möglichkeit einerseits fertig entwickelte JPEGs zu haben, andererseits im Bedarfsfall mit der Raw-Datei das eine oder andere Foto noch zu retten oder im Falle eines geglückten "Jahrhundert-Fotos" wirklich alles aus diesem herauszuholen.

Bild Eine Landschaftsaufnahme. Geschossen mit einer Fujifilm X-T10 in JPEG; es wurden nachträglich keine Veränderungen per Bildbearbeitung vorgenommen. Was will man mehr? [Foto: Benno Hessler]

Eine Landschaftsaufnahme. Geschossen mit einer Fujifilm X-T10 in JPEG; es wurden nachträglich keine Veränderungen per Bildbearbeitung vorgenommen. Was will man mehr? [Foto: Benno Hessler]



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