das
Berliner Afrikahaus und die Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V. laden ein
zum
Berliner Afrikakreis
DIE ZUKÜNFTIGE AFRIKAPOLITIK DEUTSCHLANDS
Montag, 20. Mai 2019, 19:00 bis 20:30 Uhr
Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße)
Sprecher:
Botschafter Robert
Dölger
(Beauftragter des Auswärtigen Amts für Subsahara-Afrika und den Sahel)
Prof. Dr. Ulf Engel
(Professor
für Politik Afrikas, Universität Leipzig)
Moderation: Andreas Baumert (INISA e.V.)
Die afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung wurden jüngst unter Federführung des Auswärtigen Amts weiterentwickelt.
Während die öffentliche Wahrnehmung von Afrikapolitik derzeit vor allem von Migration und Fluchtursachen bestimmt scheint, wurden mehrere deutsche und europäische Initiativen konzipiert, die nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung fördern wollen (z. B. der Marschallplan mit Afrika des BMZ), Bedingungen für privatwirtschaftliches Engagement verbessern sollen (Compact with Africa koordiniert vom Bundesfinanzministerium) oder solche, die auf Konfliktlösung und Friedensicherung fokussieren.
Die
zahlreichen Vorhaben sollen nun unter dem Dach der Leitlinien aktiver
koordiniert werden, wozu fünf Schwerpunkte der Afrikapolitik definiert werden:
Frieden, Sicherheit und Stabilität
schaffen; Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung; Migration steuern und
gestalten; Die regelbasierte Weltordnung stärken; Zivilgesellschaftliche
Partnerschaften vertiefen.
Kritische Kommentatoren mahnen dabei eine kohärente Afrikastrategie an, eine klare Interessensbestimmung, das Ende einer paternalistischen Politik im Helfermodus gegenüber afrikanischen Staaten und eine kritische Betrachtung des Nicht-Erreichten.
Die Verabschiedung der weiterentwickelten afrikapolitischen Leitlinien im Bundeskabinett Ende März geben Anlass, die deutsche Afrikapolitik selbst zu diskutieren, aber auch zu fragen, wie diese zu Stande kommt, welche Beiträge Wissenschaft und Politikberatung bieten, welche zivilgesellschaftlichen Impulse aufgenommen werden.