Das hatte ich auch angenommen, fand dann aber, dass wir für das histopathologische Grading und Gleason-Score bereits eigene Templates entwickelten (wobei ersteres kein Assessmant scale im engeren Sinne ist, also eigenes template bleiben sollte (siehe wiki)).
Meine Frage entstand, als ich mich weiteren Score-Systemen im Zusammenhang mit Grading annehmen wollte. Die Value Sets sind verschieden strukturiert, der Ansatz ist jedoch bei allen, die ich mir vornehmen wollte, prinzipiell gleich. Deshalb sollten sie mal einen Blick auf Elston-Ellis-Grading, van-Nuys-, WHO-, Kerngrading von in-situ-Karzinomen sowie Remmele-Score und Allred-Score werfen, um zu sagen ob das mit dem generischen Modell zu erschlagen wäre.
Die Darstellungsweise in Ihrer zip-Datei finde ich auch sehr anschaulich, aber mittlerweile gilt wohl das wiki-Template. Hier ahne ich, was in den einzelnen Scales aufgeführt sein sollte:
1. Score mit evtl. existierenden Codes aus LOINC oder SNOMED-CT o.a.,
2. Score-Elemente mit evtl. existierenden Codes aus LOINC oder SNOMED-CT o.a.,
3. Bildungsregel für Score (mit Score-Range?).
Die Bedeutung des roten Kastens rechts oben kann ich nicht einordnen.
Ihr
G.Haroske
________________________________________
Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
Städtisches Klinikum
Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden
Prof. Dr. Gunter Haroske
Institut für Pathologie
Friedrichstraße 41, 01067 Dresden
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Gesendet: Montag, 29. Juli 2013 11:33
Lieber Herr Haroske,
in 2008 haben wir für HL7 V3 ein generisches Modell erarbeitet (vgl.
Whitepaper) und dazu ein DSTU geschrieben, was dann in DCM aufgegangen ist. Ich hatte hierzu mal eine Sammlung von Scores und Assessment Scales angefangen (vgl. ZIP).
Die Idee dabei war eigentlich, dass man alle Scores generisch mit einem Template erschlägt und nicht jedesmal ein neues erstellt. Damit würde man die Struktur über die Template-ID erkennen und den Score selbst über den code.
Danach kamen aber diverse Arbeiten durch DCM, so dass jeder Score individuelle Ergänzungen bekommen hat und dann doch in einem eigenen Template gemündet ist.
Wir tun jetzt gut daran, die diversen ValueSets zusammenhängend für ein Score, sofern es kein eigenes Template gibt, mit in dem generischen aufzuführen, d.h. erstmal die allgemeine Darstellung, und danach dann alle individuellen Wertemengen.
viele Grüße
Frank Oemig
Am 29.07.2013 08:47, schrieb Haroske, Gunter:
> Lieber Herr Oemig,
>
> Danke für den Hinweis auf die DCM. Jetzt habe ich wenigstens ein Gefühl, dass unser Ansatz stimmt! (auch wenn ich die Details der Arbeiten nicht überschaue oder verstehe).
>
> Noch mal zur Rückversicherung bzgl. Assessment Scales. Im wiki haben wir jetzt eine große Zahl von Value sets für derartige Scales, zusammen mit einem generischen Modell derselben.
>
> Habe ich Sie richtig verstanden, dass für jede dieser Scales nach dem generischen Modell ein Template entwickelt werden müsste (um beim Thema zu bleiben, für die verschiedenen Grading-Scorsystem z.B.)??
>
>
> Ihr
>
> G.Haroske
> ________________________________________
>
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> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von:
ihe-d-patho...@googlegroups.com
> [mailto:
ihe-d-patho...@googlegroups.com] Im Auftrag von Frank
> Oemig
> Gesendet: Freitag, 26. Juli 2013 21:51
> An:
ihe-d-patho...@googlegroups.com
> Betreff: Re: Darstellung ICD-O
>
> Das generische Assessment Scale Template geht davon aus, dass man einen Gesamtscore hat, der sich aus entsprechenden Komponenten zusammensetzt.
> Meistens werden die Komponenten mathematisch addiert, obwohl es sich nicht um eine simple Addition von Integerwerten handelt.
>
> Der Barthel Index bspw. setzt sich aus 10 Werten zusammen, die jeweils entweder mit 0..3 (NL) oder 0..10 (DE) bewertet sind. Damit bekommt der Gesamtscore einen Wert von 0..30 (NL) bzw. 0..100 (DE).
>
> Es dürfte klar sein, dass ein Score von 30 in Holland (=100%) eine andere Bewertung hat als in Deutschland (=30%), obwohl beide von Barthel reden. So etwas muss man durch entsprecheden Codes abfangen!
>
> Das gleiche gilt sinngemäß für mehrstufige Scores, die bei uns eingesetzt werden. Wenn es einen Score mit einem bestimmten Namen gibt, der mal aus zwei und mal aus drei Komponenten besteht (ich nehme an, das ist mit Stufen gemeint), dann muss man das über unterschiedliche Templates mit unterschiedlichen Codes ausdrücken.
>
> Im Rahmen der Scores und Assessment Arbeiten für HL7v3 habe ich mal ca.
> 80 verschiedene gesammelt. Ich kann mal sehen, ob ich die entsprechenden Unterlagen noch habe....
> Da sind dann aber sicherlich nicht sehr viele aus dem onkologischen
> Bereich dabei. :-(
>
> Um das aufzuräumen müssten entsprechende Detailseiten angelegt werden.
> Da sollten dann auch die entsprechenden Wertemengen (Value Sets) angelegt werden.
> Hierbei dürften die Arbeiten von William Goossen (NL) im Bereich der Detailed Clinical Models (DCM) hilfreich sein.
>
> viele Grüße
> Frank Oemig
>
>
>
> Am 26.07.2013 15:03, schrieb Haroske, Gunter:
>> Hallo, Herr Lang,
>>
>> Im Moment komme ich mit dem Grading und den Assessment Scales nicht richtig weiter, weil ich konzeptionell nicht klarkomme.
>>
>> Wie kann man das Gradingprinzip mit den Assessment Scales zusammenbringen:
>>
>> Also: wir haben die Möglichkeit, zweistufig, dreistufig oder vierstufig zu graduieren sowie spezielle System zum Einsatz zu bringen (Gleason, Elston-Ellis, van Nuys etc.). Die dazugehörigen Value Sets sind (inkomplett) an mehreren Stellen hinterlegt. In cdaab2 gibt es ein Grading Entry, in den Assessment Scales steht eine Auflistung verschiedener Grade ganz am Ende unter histopathologisches Grading, sowie verschiedene Spezialsysteme, und schließlich gibt es bei ICD-O auch noch ein Gradingkapitel mit Tabellen.
>>
>> Hätten Sie eine Idee, wie man das aufräumen könnte?
>>
>> Beste Grüße
>>
>> Ihr
>>
>> G.Haroske
>>
>> PS
>>
>> Es scheint mir übrigens problematisch, von Grading zu spreche, wenn Grad gemeint ist. Das gleiche gilt für Staging und Stadium. Also Unterschied zwischen Prozess und Ergebnis. Eigentlich reden wir hier nur von Graden und Stadien!
>>
>> -----Ursprüngliche Nachricht-----
>> Einen LOINC-Code für den Begriff "Lymphknoten" gibt es in der Tat meines Wissens bisher nicht. Insofern ist der hier verwendete provisorisch.
>> Es steht ja wie schon erwähnt ohnehin noch die Umstellung (praktisch) aller semantischen Codes auf LOINC an, wobei eben eine große Zahl nötiger Codes derzeit einfach nicht in LOINC enthalten ist (z.B. für die diversen Scores). Diese Codes und auch (sofern es bei der aktuellen Darstellung bleibt) ein Code für den Begriff "Lymphknoten" müssen zu gegebener Zeit neu beantragt werden. Dies sollte dann aber m.E.
>> gesammelt geschehen.
>>
>> Zur Frage der Übermittlung nur einer der beiden Zahlen: rein technisch ist dies im Datentyp RTO_PQ_PQ möglich (sprich: valides CDA), beispielsweise so:
>>
>> <value xsi:type="RTO_PQ_PQ">
>> <numerator nullFlavor="UNK" />
>> <denominator value="12" unit="1" /> </value>
>>
>> bzw.
>>
>> <value xsi:type="RTO_PQ_PQ">
>> <numerator value="2" unit="1" />
>> <denominator nullFlavor="UNK" /> </value>
>>
>>
>> Grundsätzlich können wir also sowohl mit einer einzelnen Observation (Datentyp RTO_PQ_PQ) als auch mit zwei Observations (jeweils Datentyp PQ), die in welcher Form auch immer miteinander verknüpft sind, alle Anforderungen an die Datenübermittlung der LK erfüllen.
>> Zu letzterem gab es seinerzeit (Ende letzten/Anfang diesen Jahres) wie gesagt die Anmerkung seitens Kai Heitmann, dass man das so nicht machen könne und dass der Datentyp RTO zu verwenden ist.
>>
>> Bevor wir nun auf die Schnelle die Spezifikation erneut ändern, würde ich daher gern die Meinung der CDA-Koryphäen zu diesem Punkt kennen.
>>
>>
>> Mit freundlichen Grüßen
>>
>> Stefan Lang
>>
>> Lang Health IT Consulting
>> Dillblick 6
>> 35630 Ehringshausen
>> Fon 06443/5894941
>> Fax 06443/5893902
>> Mobil 0172/9893164
>>
www.lang-hitc.de
>>
>>
>> Am 25.07.2013 12:57, schrieb Haroske, Gunter:
>>> Jetzt wird's mit den LOINC Codes problematisch:
>>>
>>> Der im Bsp. Angegebene Code bezieht sich nur auf die untersuchten LK, die befallenen weden als 21893-3 codiert. Einen übergreifenden Code konnte ich nicht finden. Ist das korrekt?
>>>
>>> Ihr
>>>
>>> G.Haroske
>>>
>>> -----Ursprüngliche Nachricht-----
>>>> Ich teile Herrn Altmanns Bauchgrummeln. Welcher Wert wird dann letztendlich übertragen? Das Verhältnis allein? Damit wird keiner was anfangen können. Die "/" Notation ist wirklich nicht mathematisch gemeint! Besser wäre hier wirklich ein Eintrag als Assessment Scale, der beide Zahlen beinhaltet.
>>> Übermittelt werden beide Zahlen. Die Übermittlung nur eines Verhältnisses (im Sinn von "23% der Lymphknoten waren befallen") wäre in der Tat nicht ausreichend. Hier ein Beispiel, wie das im XML aussieht:
>>>
>>> <observation classCode="OBS" moodCode="EVN">
>>> <code code="21894-1" codeSystem="2.16.840.1.113883.6.1"/>
>>> <value xsi:type="RTO_PQ_PQ">
>>> <numerator value="2" unit="1"/>
>>> <denominator value="12" unit="1"/>
>>> </value>
>>> </observation>
>>>
>>>
>>> In einer eher abstrakten Betrachtungsweise ist das sicher sinnhaft. Ich sehe allerdings auch die Hintergründe des Bauchgrummelns.
>>> Inwiefern eine Darstellung als Assesment Scale (bei dem dann ) dem
>>> näher kommt, weiß ich nicht. Hier wäre ja dann die Basis-Observation
>>> (der
>>> Score) die N-Angabe aus dem TNM, die beiden LK-Zahlen wären
>>> Eine Übermittlung von LK-Angaben ohne N wäre nach meinem Verständnis dann nur bedingt möglich.
>>>
>>> Vielleicht können sich Frank Oemig und/oder Kai Heitmann sich hier noch einmal äußern?
>>>
>>>
>>> Mit freundlichen Grüßen
>>>
>>> Stefan Lang
>>>
>>> Lang Health IT Consulting
>>> Dillblick 6
>>> 35630 Ehringshausen
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