CDA: Morphologie-Entry

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Frank Oemig

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Apr 7, 2013, 3:00:28 PM4/7/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Hallo zusammen,

wir haben jetzt 2 verschiedene Morphologie-Entry-Beschreibungen:

http://wiki.hl7.de/index.php/cdaab2:Morphologie-Entry_%28Template%29
http://wiki.hl7.de/index.php/cdaonk:Morphologie-Entry_%28Template%29

Abgesehen von der vom Modell abweichenden XML-Spezifikation und der
dadurch noch anzupassenden Tabelle haben wir jetzt 2 verschiedene
Modelle. Das aus cdaab2 ist die Weiterentwicklung von cdaonk. Eigentlich
sollte damit cdaab2 reichen.

Gibt es da Zu- oder Widerspruch?
Fehlt was?
Ist was falsch?

danke
viele Grᅵᅵe
Frank Oemig

Udo Altmann

unread,
Apr 7, 2013, 5:53:57 PM4/7/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Hm. Mir schien jetzt der Unterschied nur in den letzten Attributen zu liegen.

Das ist die zus�tzliche Befundnummer in

http://wiki.hl7.de/index.php/cdaonk:Morphologie-Entry_%28Template%29

Die ist f�r die Register schon sinnvoll. Die Frage, ob die innerhalb
von ICD-O-Morphologie stehen mu�, ist berechtigt. Das wird halt durch
die Darstellung im ADT-Satz so nahegelegt. Der fasst ja grunds�tzlich
den gesamten diagnostischen Proze� zusammmen, d.h. TNM und Histo
k�nnen aus unterschiedlichen Quellen stammen.

D.h. in einem Pathobefund ist die Befundnummer wohl �bergeordnet:
"Mein Befund setzt sich zusammen aus ... ". In ADT untergeordnet: "Den
Histocode habe ich aus Befund ..." . Ein Register kann eigentlich eher
ohne Befundnummer auskommen als ohne den Code.

Das ist die Erkl�rung, aber die ist nicht befriedigend. Man sollte das
so und so beschreiben k�nnen, vielleicht durch einen erl�uternden Text?

Viele Gr��e

Udo Altmann





Haroske, Gunter

unread,
Apr 8, 2013, 5:12:14 AM4/8/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Das gleiche Problem besteht ja eigentlich auch für TNM- und R-Klassifikation. Die Herkunft sollte schon klar sein. Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob das schon eingebaut ist. Solange diese Klassifikationen im Pathologiebefund stehen, ist alles klar. Im Arztbrief könnte es schon Konflikte bei TNM (klinisch vs. Postoperativ) geben, die sich in der Tumormeldung fortsetzen. Das erfordert aber eine Regelung für das handling der Klassifikationen, nicht für die Klassifikation selbst.

Generell soltten wir aber darauf abzielen, dass solche "multidisziplinären" Befundabschnitte in cdaab2 verankert und durch die anderen Leitfäden nur referenziert werden.

In cdaab2 habe ich eine Ergänzung zur Tumorlokalisation vorgeschlagen, die im gleichen Codesystem wie die Morphologie steht. Es wäre für die Eindeutigkeit daher auch besser, nicht von Morphologie-Klassifikation sondern von ICD-O-Klassifikation zu sprechen.

Es gibt in cdaonk eine Stelle, die ich auf die Schnelle nicht finde, wo die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen Primärtumor und
Metastase benannt wird. Die ist ja eigentlich auch im ICD-O-Code bereits enthalten (5.Stelle der Morphologie, "Dignität").

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

G.Haroske

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ihe-d-patho...@googlegroups.com [mailto:ihe-d-patho...@googlegroups.com] Im Auftrag von Udo Altmann
Gesendet: Sonntag, 7. April 2013 23:54
An: ihe-d-patho...@googlegroups.com
Betreff: Re: CDA: Morphologie-Entry

> wir haben jetzt 2 verschiedene Morphologie-Entry-Beschreibungen:
>
> http://wiki.hl7.de/index.php/cdaab2:Morphologie-Entry_%28Template%29
> http://wiki.hl7.de/index.php/cdaonk:Morphologie-Entry_%28Template%29
>
> Abgesehen von der vom Modell abweichenden XML-Spezifikation und der
> dadurch noch anzupassenden Tabelle haben wir jetzt 2 verschiedene
> Modelle. Das aus cdaab2 ist die Weiterentwicklung von cdaonk.
> Eigentlich sollte damit cdaab2 reichen.
>
> Gibt es da Zu- oder Widerspruch?
> Fehlt was?
> Ist was falsch?

Hm. Mir schien jetzt der Unterschied nur in den letzten Attributen zu liegen.

Das ist die zusätzliche Befundnummer in

http://wiki.hl7.de/index.php/cdaonk:Morphologie-Entry_%28Template%29

Die ist für die Register schon sinnvoll. Die Frage, ob die innerhalb von ICD-O-Morphologie stehen muß, ist berechtigt. Das wird halt durch die Darstellung im ADT-Satz so nahegelegt. Der fasst ja grundsätzlich den gesamten diagnostischen Prozeß zusammmen, d.h. TNM und Histo können aus unterschiedlichen Quellen stammen.

D.h. in einem Pathobefund ist die Befundnummer wohl übergeordnet:
"Mein Befund setzt sich zusammen aus ... ". In ADT untergeordnet: "Den Histocode habe ich aus Befund ..." . Ein Register kann eigentlich eher ohne Befundnummer auskommen als ohne den Code.

Das ist die Erklärung, aber die ist nicht befriedigend. Man sollte das so und so beschreiben können, vielleicht durch einen erläuternden Text?

Viele Grüße

Udo Altmann





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Stefan Lang

unread,
Apr 8, 2013, 7:42:02 AM4/8/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Am 08.04.2013 11:12, schrieb Haroske, Gunter:
> Das gleiche Problem besteht ja eigentlich auch für TNM- und R-Klassifikation. Die Herkunft sollte schon klar sein. Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob das schon eingebaut ist. Solange diese Klassifikationen im Pathologiebefund stehen, ist alles klar. Im Arztbrief könnte es schon Konflikte bei TNM (klinisch vs. Postoperativ) geben, die sich in der Tumormeldung fortsetzen.
Die Herkunft der TNM-Angabe ergibt sich sich allerdings aus Sicht der
Krebsregistermeldung aus dem c/p-Qualifikator. Ggf. in Kombination mit
dem y ist aus Krebsregistersicht damit eine hinreichend genaue Aussage
getroffen.
> Das erfordert aber eine Regelung für das handling der Klassifikationen, nicht für die Klassifikation selbst.
... und ist, wenn ich das ergänzen darf (und es richtig sehe), dann auf
Ebene der Section bzw. Document Templates festzulegen.
> Generell soltten wir aber darauf abzielen, dass solche "multidisziplinären" Befundabschnitte in cdaab2 verankert und durch die anderen Leitfäden nur referenziert werden.
Auf jeden Fall. Die entsprechende Überarbeitung von cdaonk steht ja
(nach Rückmeldung vom Testlauf) noch an.
> In cdaab2 habe ich eine Ergänzung zur Tumorlokalisation vorgeschlagen, die im gleichen Codesystem wie die Morphologie steht. Es wäre für die Eindeutigkeit daher auch besser, nicht von Morphologie-Klassifikation sondern von ICD-O-Klassifikation zu sprechen.
Im Rahmen der cdaonk-Diskussion hatten wir uns dazu entschlossen,
Morphologie und Lokalisation als strikt voneinander getrennt zu betrachten.
Haupt-Hintergrund ist, dass es nicht für jeden Tumor einen
Pathologiebefund/eine morphologische Befundung gibt (sondern eben nur
für die operierten).
Die genaue Lokalisation des Tumors wird ja in der Regel vom Kliniker
bestimmt, während meines Wissens einige Pathologen strikt eine
Lokalisationsangabe im Befund ablehnen, da sie diese ja gar nicht exakt
kennen (können).

Aus diesem Grund auch die aus der semantischen Sicht gewählte
Bezeichnung "Morphologie". ICD-O-M ist ja "nur" eine mögliche
Klassifikation, wenn auch natürlich der aktuelle Standard.

Die Klammer für Morphologie, Lokalisation, TNM usw. sollte (so war
unsere Überlegung) auf Ebene der Sections liegen.
>
> Es gibt in cdaonk eine Stelle, die ich auf die Schnelle nicht finde, wo die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen Primärtumor und
> Metastase benannt wird. Die ist ja eigentlich auch im ICD-O-Code bereits enthalten (5.Stelle der Morphologie, "Dignität").
Ich vermute, das bezieht sich auf die "Phänomene". Auch hierzu möchte
ich darauf verweisen, dass gerade Metastasen in einer Vielzahl von
Fällen nicht operiert werden und somit auch keine Morphologie-Angabe
vorliegt. Es ist daher wichtig, eine hiervon unabhängige Information
über die Art des "Phänomens" zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Lang

Lang Health IT Consulting
Dillblick 6
35630 Ehringshausen
Fon 06443/5894941
Fax 06443/5893902
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Haroske, Gunter

unread,
Apr 8, 2013, 10:51:02 AM4/8/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Zur Lokalisationsproblematik:

Hier kann ich nicht zustimmen. Die Lokalisationsangaben des Klinikers sind häufig nicht strukturiert oder in einer Standardterminologie angegeben (es sei denn, sie wird so eingefordert). Bestandteil jeder Tumorformel ist jedoch der "C"-Teil von ICD-O. Und der ist eindeutig.

Spätestens mit der Pathologiemeldung ist die Tumorlokalisation dann auch für das Krebsregister klar.

Also: an irgendeiner Stelle im Befundbericht muss die Lokalisation auftauchen. Bis jetzt kann ich sie bei cdaonk nur in Abb. 6 (Phänomen-DAM) und in der Section "Phänomendaten" finden. "Phänomene" gibt es aber im Arztbrief und im Pathologiebericht nicht. Aus meiner Sicht wäre es daher besser, die Lokalisation zumindest im Pathologiebefund in die Klassifikation einzubauen, die vom Pathologen ohnehin dafür genutzt wird (und die für die Tumormeldung ja auch von dort ausgelesen werden könnte).

Und in diesem Zusammenhang eine eher unpassende Bemerkung: in den Entries tauchen immer wieder Gleason Score und Ann-Arbor-Klassifikation auf. Die könnten doch, wie viele andere gebräuchliche Klassifikationen auch, viel einfacher als Observations gehandelt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Prof.Dr.med.habil. Gunter Haroske
Chefarzt
________________________________________

Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
Städtisches Klinikum
Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden

Prof. Dr. Gunter Haroske
Institut für Pathologie

Friedrichstraße 41, 01067 Dresden

Tel.: +49 351 480-3770
Fax: +49 351 480-3799

E-Mail:haros...@khdf.de
www.khdf.de

http://www.khdf.de/cms/index.php?id=183&site=www&lang=de&path=1%2C306

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ihe-d-patho...@googlegroups.com [mailto:ihe-d-patho...@googlegroups.com] Im Auftrag von Stefan Lang
Gesendet: Montag, 8. April 2013 13:42

Stefan Lang

unread,
Apr 8, 2013, 11:45:58 AM4/8/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Am 08.04.2013 16:51, schrieb Haroske, Gunter:
> Zur Lokalisationsproblematik:
>
> Hier kann ich nicht zustimmen. Die Lokalisationsangaben des Klinikers sind häufig nicht strukturiert oder in einer Standardterminologie angegeben

Da stimme ich Ihnen völlig zu.

> (es sei denn, sie wird so eingefordert).

Dies ist ja spätestens bei der Erfassung in einem
Tumordokumentationssystem der Fall.

> Bestandteil jeder Tumorformel ist jedoch der "C"-Teil von ICD-O. Und der ist eindeutig.

Ebenfalls völlig unbestritten.

> Spätestens mit der Pathologiemeldung ist die Tumorlokalisation dann auch für das Krebsregister klar.
>
> Also: an irgendeiner Stelle im Befundbericht muss die Lokalisation auftauchen. Bis jetzt kann ich sie bei cdaonk nur in Abb. 6 (Phänomen-DAM) und in der Section "Phänomendaten" finden. "Phänomene" gibt es aber im Arztbrief und im Pathologiebericht nicht.
> Aus meiner Sicht wäre es daher besser, die Lokalisation zumindest im Pathologiebefund in die Klassifikation einzubauen, die vom Pathologen ohnehin dafür genutzt wird (und die für die Tumormeldung ja auch von dort ausgelesen werden könnte).
Ja, es gibt hier eine Abweichung der zugrunde liegenden Modelle. Dies
resultiert natürlich auch wieder aus den unterschiedlichen Sichten, die
auf die jeweils zu übermittelnden Informationen bestehen. Die
Gretchenfrage (die vielleicht Frank Oemig beantworten kann) ist: muss es
(aus HL7-Sicht) unbedingt ein einheitliches Modell für alle Sichtweisen
geben?
Grundsätzlich besteht ja die Möglichkeit, mit Spezialisierungen der
Templates zu arbeiten.

In der Umsetzung könnte das so aussehen (bitte als Skizze verstehen):

A) Entry Level Template: Lokalisation
B) Entry Level Template: ICD-O (enthält neben der Morphologie auch eine
EntryRelationship mit der Lokalisation, wobei hier auf Template A
referenziert wird)
C) Entry Level Template: Morphologie (Spezialisierung von Template B -
enthält im Unterschied zu diesem keine Lokalisations-Angabe)

Der Pathologiebefund könnte dann Template B verwenden, die
Krebsregistermeldung die Templates A und C (um zum Beispiel ohne
technische Komplikationen die Übermittlung einer Lokalisation ohne
Morphologie zu ermöglichen). Redundanzen in der Spezifikation wären
damit weitgehend vermieden.


> Und in diesem Zusammenhang eine eher unpassende Bemerkung: in den Entries tauchen immer wieder Gleason Score und Ann-Arbor-Klassifikation auf. Die könnten doch, wie viele andere gebräuchliche Klassifikationen auch, viel einfacher als Observations gehandelt werden.
Völlig richtig. Eine entsprechende Zusammenfassung im Kontext Scores &
Assesement Scales ist auch vorgesehen.

IHE

unread,
Apr 8, 2013, 1:22:51 PM4/8/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
hallo zusammen,
 
wir hatten überlegt, die  Templates möglichst generisch zu halten. Es spricht nichts dagegen, dann entweder Einschränkungen dazu vorzusehen, d.h. das best. Teile dann ausgeblendet werden, oder aber die Templates einzeln zu definieren und dann zusammen zu verwenden. Daraus resultiert derzeit ide TNM-Klassifikation, Morphologie und die R-Klassifikation, wenn ich mich hier richtig erinnere. Mir ging es mit dieser Email darum, genau das herauszubekommen.
 
Für die Assessment Scores & Scales gibt es ein eigenes generisches Modell, das in Patient Care erarbeitet wurde und zu dem wir hier ein CDA-Template definieren. (Das muss dann wiederum zu Patient Care und Structured Documents gebracht werden, weil das Ursprungsmodell auf HL7 V3 beruht. Das sollte aber kein Problem sein.) Der Gleason Score sollte davon dann eine Spezialisierung sein. Dafür haben wir aber auch schon Templates.
Ingesamt muss hier dann aufgeräumt werden, wenn wir uns einig sind.
 
viele Grüße
Frank Oemig

Stefan Lang <stefa...@lang-hitc.de> schrieb:

>

Udo Altmann

unread,
Apr 8, 2013, 5:21:41 PM4/8/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Mal als Denkansatz ins unreine:

ICD-O ist ein eine Klassifikation, die als Gesamtwerk beschrieben ist.
Insofern spricht etwas daf�r die "ICD-O-Formel" zu modellieren.

Auch hier ist der Pathologiebefund etwas anderes als die Tumordoku.
Die ICD-O-Formel kann ich mir da gut vorstellen, weil das Pr�parat aus
einer durch den Topocode bezeichneten Lokalisation genommenen wird.
Diese k�nnte auch eine Metastasenlokalisation sein. Das Tumorregister
wird aber m�glicherweise eine klinische Information �ber den
Prim�rtumor haben.

Deswegen haben wir ja das Ph�nomen gesondert modelliert.

Auch hier also wieder "Befund" versus "Auswertungs-Klassifikation".

Also komplette Modellierung der ICD-O, aber Restriktion f�r den
Bereich Register?

Noch eins: Bitte im Auge behalten, dass der Lokalisationsschl�ssel
differenzierter ist als die Topo-Codes und das ist gut so!

Haroske, Gunter

unread,
Apr 9, 2013, 1:40:12 AM4/9/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Einverstanden, das ist plausibel.

Zwei Fragen:
- In welcher Rolle tritt Tumorformel (TNM und ICD-O) im Arztbrief auf?
- Was meinen Sie mit Topo-Codes?


Mit freundlichen Grüßen

Prof.Dr.med.habil. Gunter Haroske
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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ihe-d-patho...@googlegroups.com [mailto:ihe-d-patho...@googlegroups.com] Im Auftrag von Udo Altmann
Gesendet: Montag, 8. April 2013 23:22
An: ihe-d-patho...@googlegroups.com
Betreff: Re: Re: CDA: Morphologie-Entry

Mal als Denkansatz ins unreine:

ICD-O ist ein eine Klassifikation, die als Gesamtwerk beschrieben ist.
Insofern spricht etwas dafür die "ICD-O-Formel" zu modellieren.

Auch hier ist der Pathologiebefund etwas anderes als die Tumordoku.
Die ICD-O-Formel kann ich mir da gut vorstellen, weil das Präparat aus einer durch den Topocode bezeichneten Lokalisation genommenen wird.
Diese könnte auch eine Metastasenlokalisation sein. Das Tumorregister wird aber möglicherweise eine klinische Information über den Primärtumor haben.

Deswegen haben wir ja das Phänomen gesondert modelliert.

Auch hier also wieder "Befund" versus "Auswertungs-Klassifikation".

Also komplette Modellierung der ICD-O, aber Restriktion für den Bereich Register?

Noch eins: Bitte im Auge behalten, dass der Lokalisationsschlüssel differenzierter ist als die Topo-Codes und das ist gut so!

Udo Altmann

unread,
Apr 9, 2013, 2:01:37 AM4/9/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
> - In welcher Rolle tritt Tumorformel (TNM und ICD-O) im Arztbrief auf?

Sie meinen in normalen Arztbriefen? Da d�rfte die ICD-O eher solche
selten sein; wenn dann als Zititerung des Patho-Befundes und da eben
als Morphologie-Code. Was man im Arztbrief eher findet ist die ICD.

> - Was meinen Sie mit Topo-Codes?

Die Topographie-Achse der ICD-O ist ja relativ nah an die ICD angelehnt.

Der deutsche Lokalisationsschl�ssel f�hrt eine weitere Hierarchie-Ebene ein.

Klassisches Beispiel:

C20.9 Rektum ist die maximale Genauigkeit in der ICD-O

Im Lokalisationsschl�ssel haben wir

C20.91 Rektum 4 bis < 7,5 cm H�he
C20.92 Rektum 7,5 bis < 12 cm H�he
C20.93 Rektum 12 cm und mehr aufw�rts

Haroske, Gunter

unread,
Apr 9, 2013, 2:16:55 AM4/9/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Also sollte dann statt der IVD-O-Topografieachse besser der lokalisationsschlüssel der ICD-10 verwendet werden? Ist das ein Anderes Codesystem? Und wie sieht es mit den zusätzlichen TNM-Klassifikationen und teleskopischen Ramifikationen des TNM Suppl. Von 2012 aus?


Mit freundlichen Grüßen

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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ihe-d-patho...@googlegroups.com [mailto:ihe-d-patho...@googlegroups.com] Im Auftrag von Udo Altmann
Gesendet: Dienstag, 9. April 2013 08:02
An: ihe-d-patho...@googlegroups.com
Betreff: Re: AW: Re: CDA: Morphologie-Entry

> - In welcher Rolle tritt Tumorformel (TNM und ICD-O) im Arztbrief auf?

Sie meinen in normalen Arztbriefen? Da dürfte die ICD-O eher solche selten sein; wenn dann als Zititerung des Patho-Befundes und da eben als Morphologie-Code. Was man im Arztbrief eher findet ist die ICD.

> - Was meinen Sie mit Topo-Codes?

Die Topographie-Achse der ICD-O ist ja relativ nah an die ICD angelehnt.

Der deutsche Lokalisationsschlüssel führt eine weitere Hierarchie-Ebene ein.

Klassisches Beispiel:

C20.9 Rektum ist die maximale Genauigkeit in der ICD-O

Im Lokalisationsschlüssel haben wir

C20.91 Rektum 4 bis < 7,5 cm Höhe
C20.92 Rektum 7,5 bis < 12 cm Höhe
C20.93 Rektum 12 cm und mehr aufwärts

Udo Altmann

unread,
Apr 9, 2013, 2:26:12 AM4/9/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com, Haroske, Gunter, ihe-d-patho...@googlegroups.com
> Also sollte dann statt der IVD-O-Topografieachse besser der
> lokalisationsschl�ssel der ICD-10 verwendet werden? Ist das ein
> Anderes Codesystem? Und wie sieht es mit den zus�tzlichen

Der Lokalisationsschl�ssel sollte �ber eine eigene OID gekennzeichnet
und an der Stelle erlaubt sein.

> TNM-Klassifikationen und teleskopischen Ramifikationen des TNM
> Suppl. Von 2012 aus?

Da ich bisher vergeblich auf die deutsche Ausgabe des Supplements
gewartet habe, wei� ich noch nicht, was da ansteht (h�tte ich es
gewu�t, dass es so lange dauert, h�tte ich mir die deutsche Version
beschafft). Aber klar, die sollten erlaubt sein. D.h. Erweiterung der
Codes f�r TNM 7.



Haroske, Gunter

unread,
Apr 9, 2013, 3:33:28 AM4/9/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Beim näheren Angucken der Spezifikation des Morphologie Entry von cdaab2 und cdaonk fällt mir auf, dass Codesysteme verwandt werden, die ziemlich arbiträr für diesen Zweck wirken, z.B. Deutsche krebsgesellschaft für die root der Morphologie, Digmität_Tumor von HL7D für das Grading??

Ist das nur ein Missverständnis, oder wurden hier OIDs nur als Platzhalter verwendet? Zugegeben, ich bin Laie in Spezifikationsfragen!


Mit freundlichen Grüßen

Prof.Dr.med.habil. Gunter Haroske
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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ihe-d-patho...@googlegroups.com [mailto:ihe-d-patho...@googlegroups.com] Im Auftrag von Udo Altmann
Gesendet: Dienstag, 9. April 2013 08:26
An: ihe-d-patho...@googlegroups.com; Haroske, Gunter
Cc: 'ihe-d-patho...@googlegroups.com'
Betreff: Re: AW: AW: Re: CDA: Morphologie-Entry

> Also sollte dann statt der IVD-O-Topografieachse besser der
> lokalisationsschlüssel der ICD-10 verwendet werden? Ist das ein
> Anderes Codesystem? Und wie sieht es mit den zusätzlichen

Der Lokalisationsschlüssel sollte über eine eigene OID gekennzeichnet und an der Stelle erlaubt sein.

> TNM-Klassifikationen und teleskopischen Ramifikationen des TNM Suppl.
> Von 2012 aus?

Da ich bisher vergeblich auf die deutsche Ausgabe des Supplements gewartet habe, weiß ich noch nicht, was da ansteht (hätte ich es gewußt, dass es so lange dauert, hätte ich mir die deutsche Version beschafft). Aber klar, die sollten erlaubt sein. D.h. Erweiterung der Codes für TNM 7.

Stefan Lang

unread,
Apr 9, 2013, 4:13:43 AM4/9/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Am 09.04.2013 09:33, schrieb Haroske, Gunter:
> Beim näheren Angucken der Spezifikation des Morphologie Entry von cdaab2 und cdaonk fällt mir auf, dass Codesysteme verwandt werden, die ziemlich arbiträr für diesen Zweck wirken, z.B. Deutsche krebsgesellschaft für die root der Morphologie, Digmität_Tumor von HL7D für das Grading??
>
> Ist das nur ein Missverständnis, oder wurden hier OIDs nur als Platzhalter verwendet?

Die in cdaonk verwendeten Codesysteme (die teilweise auch nach cdaab2
gewandert sind) sind größtenteils "Eigengewächse" der
cdaonk-Arbeitsgruppe (DKG) bzw. aus dem Diagnoseleitfaden übernommen
(HL7-D). Vor dem Hintergrund limitierter Ressourcen und der höheren
Priorisierung der aktuellen Pilot-Implementierung hatten wir die
entsprechende Bereinigung hintan gestellt. Die verwendeten OIDs und
Codes sind also für die Pilotimplementierung zunächst gültig, ein
größerer Teil wird aber im Endzustand durch LOINC bzw. SNOMED-CT ersetzt
werden.
Geplant ist die Überarbeitung aus cdaonk-Sicht nach Abschluss der ersten
Testphase des cdaonk-Pilotprojekts; hier liegen aktuell die ersten
Ergebnisse vor.

Ich denke, dass diese Überarbeitung nur in Koordination zwischen den
Arbeitsgruppen cdapat, cdaonk und ggf. Arztbrief sinnvoll laufen kann.
Wäre hier ein Treffen (telefonisch oder vor Ort) zu gegebener Zeit
zweckmäßig?


Noch kurz zum Thema ICD-O/Morphologie: da scheinen wir ja einen Konsens
zu haben, der nur noch ausgearbeitet werden muss. In diesem Zusammenhang
@Frank Oemig: geht das Konzept der verschachtelten Entry Level Templates
so in Ordnung? Ich hatte Dir ja vor einigen Wochen dazu eine Mail
geschrieben, wie man sich das vorstellen könnte.

Gunter Haroske

unread,
Apr 12, 2013, 6:01:58 AM4/12/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
Die gemeinsame Abstimmung der verwendeten Code-Systeme erscheint mir auch sehr wichtig. Das betrifft ja nicht nur TNM oder ICD-O sondern auch die Basis- und Organdatensätze der ADT! Deren Items finden sich teilweise auch in den Pathologiebefunden, in denen ich allerdings lieber internationale Codesysteme sähe.

Ihr

G.Haroske

Udo Altmann

unread,
Apr 15, 2013, 3:14:53 AM4/15/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
> Die gemeinsame Abstimmung der verwendeten Code-Systeme erscheint mir
> auch sehr wichtig.
> Das betrifft ja nicht nur TNM oder ICD-O sondern auch die Basis- und
> Organdatensätze der ADT!

Ja! Da gibt es ganz viel zu holen. Nur sind wir an der Stelle noch nicht gewesen.

> Deren Items finden sich teilweise auch in den Pathologiebefunden, in
> denen ich allerdings lieber
> internationale Codesysteme sähe.

Wenn das denn so einfach wäre. Wir haben ja schon gesucht, hatten aber immer das
Gefühl, allenfalls was ähnliches gefunden zu haben.

Aber vielleicht wird man ja insbesondere bei den ganzen Rezeptorgeschichten fündiger, z.B.
in LONC?

Viele Grüße

Udo Altmann
--
Dr.med.Udo Altmann
Bereich Tumordokumentation, Institut fuer Medizinische Informatik
Heinrich-Buff-Ring 44, D-35392 Giessen, Germany
Tel. ++49 641 99 41380, Fax ++49 641 99 41359
E-mail: Udo.A...@informatik.med.uni-giessen.de,
WWW: http://www.akkk.de/ http://www.gtds.de
Blog: http://tumordokumentation.wordpress.com/


Haroske, Gunter

unread,
Apr 15, 2013, 3:20:54 AM4/15/13
to ihe-d-patho...@googlegroups.com
LOINC ist eher ungeeignet. Ich schlage vor, hier die IHE-APSR Ansätze zu verwenden, die allerdings noch nicht völlig ausgegoren erscheinen. Wir versuchen, mit IHE hier eine bessere Lösung zu finden. Letztendlich wird das wohl auf SNOMED CT hinauslaufen.

Wir könnten für cdaonk also auch gleich auf SNOMED CT orientieren, auch weil der Umfang der zu kodierenden Items eher klein ist.


Mit freundlichen Grüßen

Prof.Dr.med.habil. Gunter Haroske
Chefarzt
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Prof. Dr. Gunter Haroske
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Fax: +49 351 480-3799

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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ihe-d-patho...@googlegroups.com [mailto:ihe-d-patho...@googlegroups.com] Im Auftrag von Udo Altmann
Gesendet: Montag, 15. April 2013 09:15
An: ihe-d-patho...@googlegroups.com
Betreff: Re: CDA: Morphologie-Entry

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