Warsaw - Helsinki Text deutsch bitte gegenlesen!

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Robert Neuendorf

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Nov 17, 2016, 4:51:56 AM11/17/16
to Hardbrakers Gruppenmail
Hardbrakers Grandtour: Warszaw - Helsinki
Text: Raphael Krome, Robert Neuendorf

die Woche vor Tourstart:

Von Warschau nach Helsinki. Schon weider Europa? Nicht ganz. Wir haben Russland dazwischen gelegt, um das Ganze ein wenig spannender zu machen, St Petersburg, um genau zu sein.
Das ist dieses Jahr die große Unbekannte, die Abenteuer verspricht. Bisher allerdings auch die, die am meisten Vorbereitung verlangt. Eine kurze Stippvisite im Visum Center - alles läuft nach Plan, die Pässe liegen schonmal zur Vorbereitung überall auf dem Boden rum.
Anders als in Marokko, spielt dieses Mal auch das Wetter und passendes Equipment eine wichtigere Rolle. Bei der vierten Grandtour sind Unsicherheiten beim Packen zwar passé, doch wir fahren das erste Mal mehr oder weniger gen Norden, 45 Grad tagsüber und 25 Grad nachts wie letztes Jahr in Marokko sind eher nicht zu erwarten. Daher: Pulli, Regenjacke, Bivacksack. Fertig.

München - Berlin:
Für mich geht es erstmal im ‘City Night Liner’ nach Berlin, von dort dann weiter nach Warschau.
Immer wieder gut, die besondere Atmosphäre, die die betagten, tageslichtscheuen, verbeulten Wagons mit den abgesessenen Stoffsitzen ‘umweht’. Außer mir kein weiterer Fahrradfahrer.
Dafür Einwanderer, Auswanderer, Interrailer, Rentner. 
Berlin. Ein ausgedehntes Frühstück im Fuxbau, ne Tino Sehgal Ausstellung im Gropiusbau und dann zu den Jungs in den Eurocity nach Warschau.

Nach und in Warschau:
Ich steige am Ostbahnhof zu, das Willkommensbier ist ordentlich warm und das Zugabteil schon in Hardbrakers- Besitz. Kaffee aufs Haus bzw. Zug verkürzt die Anreise. In Warschau angekommen, beladen wir ein Taxi mit unseren Rucksäcken und dem Filmequipment und fahren mit den Rädern vorweg zu ‘velove.pl’ bzw. deren Radladen-Rohbau, unserem Nachtlager in Warschau für die nächsten Tage. Nach dem einen oder anderen Kennenlernbier sitzen wir wieder auf dem Rad, Warschau wartet.
Wir tauchen ein in die Stadt, Strand, Bars, Rooftop, wieder Strand - plötzlich ist wieder Tag.
Grenzen werden endlich wieder ungehemmt ausgelotet. Ein gutes Dutzend unglaublich liebenswerter Egomanen dürfen endlich wieder ausbrechen aus Alltag, Beziehungsgeflechten, Job, Studium & Co. Genug Emotionen für zweieinhalb Tage wach. Das Rudel hat sich wiedergefunden, wie jedes Jahr. Nach wenigen Stunden Schlaf auf kuscheligem Rohbauestrich geht’s dann schon wieder in die Stadt, eine polnische Milchbar ist genau das richtige gegen Kater & sonstige Nebenwirkungen.
Am Nachmittag erinnert dann ein Gewitter irgendwie an den Tourstart am nächsten Morgen.
Ein letztes üppiges Essen auf improvisierten Tischen bei unseren Gastgebern von velove.pl., bevor die Räder startklar gemacht werden für die 2000km, die ab morgen vor uns liegen.

Tag 1 Warschau - Elk, 220km
Die Hardbrakers iPhonewecker-Symphonie um kurz vor 5 lässt nichtmal die Verkatertsten weiterschlafen, auch wenn ein erster Blick nach draußen spontan wieder müde macht - die Sonne ist irgenwdo, aber bestimmt nicht in Warschau.
Noch regnet es aber nicht, schnell das Auto packen, ein letztes Teamfoto in den neuen Trikots und um 6:30 Uhr sitzen wir ungeduldig im Sattel, die Grandtour 2015 startet etwas anders, als wir es gewohnt sind. Regenmontur an, Tag eins. Die ersten Tropfen fallen, als wir vom Hof von
velove.pl rollen.
Die erste Etappe ist wohl im Allgemeinen dazu da, sich wieder daran zu gewöhnen, über 200km
am Stück Rad zu fahren, die unterschiedlichsten Gruppendynamiken zu genießen und mit sich und seinem Equipment ins Reine zu kommen. Im Allgemeinen. Polens feuchte Wald-, Wiesen- und Feldwege - die den größten Teil der Etappe ausmachen sollten - und ihre Sanderdekonsistenz
machen das aber nicht ganz so leicht. Doch nach und nach fangen wir an, uns mit der Beschaffenheit der Wege, die nur ab und zu von labyrinthartigen Bahnübergängen in kleinen Ortschaften unterbrochen werden, abzufinden und ihre Ruhe und Abgeschiedenheit zu genießen. Das Auto hat es ähnlich schwer und wir eine menge Glück, das Michal polnisch spricht
und einen Bauern ein Dorf weiter dazu überreden kann, mit seinem Traktor unserem chronisch überladenen Touran aus dem Schlamm zu helfen. Eine Flasche Helbing bleibt dafür natürlich beim Bauern!
Wir erreichen Elk, ein beliebtes Naherholungsgebiet mitten in den Masuren erst nach Einbruch der Dunkelheit, haben aber Glück und finden sogar noch ein Hotel mit Seeblick. Ein 24h Supermarkt und ein lokales Bier reichen den einen, die anderen gönnen sich noch eine Familienpizza vom Lieferservice die Straße runter

Tag 2 Elk - Kaunas, 190km
Die leicht ambitionierte Verabredung am Auto um 7 Uhr am nächsten Morgen wird überraschenderweise nicht ganz eingehalten, Vince und Rob mögen das Penthousezimmer mit Seeblick gar nicht mehr verlassen. Schon zwei Stunden später geht es in strahlendem Sonnenschein
los, das warten hat sich also irgendwie gelohnt. Das Frühstück war eigentlich recht üppig, doch nach ca 60km wird in einem kleinen Dorf vor einem verrückten Supermarkt mit magischer Anziehungskraft wieder pausiert, ein Flohmarkt direkt vor der Tür sorgt für weitere Ablenkung.
die restlichen Kilometer erstrecken sich durch schnurgerade endlose Landstraßen welche die Gruppe entzerrt, jeder fährt sein eigenes Tempo. Alle sind in sich gekehrt und hören ihre eigene Musik über Kopfhörer, meditativ wird jede Kurbeldrehung bis zur nächsten Tankstelle gezählt, wo sich die Gruppe auf dem Rasen in der Sonne zusammenfindet und auf den letzten Mann wartet.
In Kaunas erwartet uns eine miese Herberge. Eine Gruppe kommt später an, die andere hat Glück noch etwas zu essen zu finden in einer seltsamen Großraumpizzeria, in der sie nicht ganz so willkommen zu sein scheint.

Tag 3: Kaunas - Jonskis, ca 200km, 70 to go to Riga
Von Kaunas nach Riga stehen satte 267 km auf dem Programm, harte Bedingungen splitten die Gruppe. Immer wieder regnet es. Unendlich lange gerade Landstraßen und knöcheltief- schlammige Feldwege wechseln sich ab. Geist und Körper werden abwechselnd auf die Probe gestellt. Dunkle Regenwolken fortwährend drohend im Rücken schafft es die erste Gruppe bis Kilometer 200 und entscheidet, die letzten km nach Riga am nächsten Morgen, dem eigentlich “freien Tag” in Ruhe und eventuell Trockenheit zurückzulegen. 
Die zweite Gruppe kommt - nur wenige Kilometer weiter hinten schon eher herunterprasselnden Regen zermürbt - in einem Haus am Wegesrand unter. Der Rauch eines Kamins zog sie magisch an. Ihre Intuition hat sie nicht getäuscht. Gastfreundschaft wie sie im Buche steht.
Honig und selbstgebrannter Honig vom Besitzer machen nach dem dritten Saunagang wunschlos glücklich.

Tag 4: Jonskis - Riga - 67km - der „freie Tag“
Die letzten km nach Riga sind unprätentiös schlicht, aber meditativ. Schnellstraßen und donnernde LKWs fordern Konzentration, aber der Rückenwind sorgt für den nötigen Flow, die 67km sind ruck zuck erledigt, der freie Tag ist doch noch gerettet und wird mit bestem Kaffe und heimischen Bier bei der TRU FIX CRU gefeiert!
Rapha verbringt heute 60km im Auto, eine Prellung, die er sich vor der Tour bei einem Sturz zugezogen hatte, schmerzt nach einer falschen Bewegung beim Ausladen unerträglich und er will nun doch wissen, ob Rippen angebrochen oder gar ganz gebrochen sind. Tom von der TRU FIX CRU begleitet ihn in ein Krankenhaus am Stadtrand, hier geht es schneller sagt er. Die Röntgenbilder sind sauber, Motivation killt ab jetzt jeglichen Prellungsschmerz.

Tag 5: Riga - Pärnu, 194 km
Heute erreichen wir den Golf von Riga, endlich Meer, immer wieder blitzt es gegen Ende der Etappe hinter wunderschönen Pinienwäldern und Dünen hervor. Doch das müssen wir uns erst hart erkämpfen.
Wir lassen ein kaltes, ungemütliches und verregnetes Riga hinter uns. Unmittelbar an die Stadt grenzen verlassenene Industriegebäude und wir kämpfen uns eine Stunde durch sandkastenartige
Nadelwaldwege. Der einzige Begleiter neben unserem Mediateam das Knirschen der in Sand gebadeten Ketten. Anschließend, die Räder inzwischen tragend, waten wir durch knietiefen Morast, nicht wissend, ob man mit dem nächsten Schritt ein ausgewachsenes Sumpfgebiet betritt.
Erst nach dieser Bahnradvorhölle geht es ausnahmsweise mal auf frisch geteerten Küstenstraßen weiter.
Rückenwind ist die Belohnung für die morgendlichen Strapazen, ein Stopp am Wegesrand in einem lettischen Fahrradmuseum ist das Highlight: eine unglaubliche Vielfalt an Rädern, Wappen und sonstigem Sammlungswürdigem trifft auf die richtigen Empfänger.
Auch nach dem Museum halten wir es irgendwie nicht lange im Sattel aus, Fahrrad vs. Autoscooter ist die Idee, inspiriert von einer Dorfkirmes. Nur Autoscooter dann doch der Deal mit den argwöhnisch dreinblickenden, verwegenen lettischen Kirmesboys, mit den Rädern auf die
Fläche geht leider auch in Lettland nicht.
Vielleicht auch besser so, der xfach geflickte paarhundert Watt Starkstrom Karnickeldraht über Karls blonden Löckchen kommt beim spontanen Scooterwechsel während der Fahrt auch so bedrohlich nah. Genug um die
Kirmesboys völlig aus der Fassung zu bringen. Ihre relativ unsachlichen Fragen nach Lebensmüdigkeit auf Karls Seite können wir in der anschließenden ‘Unterhaltung’ nicht ganz verneinen, doch Kirmesurlaub is over now.
Später folgt dann noch der langersehnte Abstecher an den Strand (auch unten am Wasser funktionieren Bahnräder...) und dann regnet es endlich wieder. Dank Helbing aus dem Flachmann jedoch kein wirklicher
Stimmungskiller. Pitstops am fahrenden Teamwagen halten uns bei Laune und wärmen von Innen!

Pärnu - Tallin, 165km
Die Bäume fliegen nur so vorbei, der Radweg löst sich immer wieder von der Straße und schlängelt sich durch einen angrenzenden Wald. Das Gefühl, nach einer gut 200km Etappe in eine Großstadt einzufahren, ist immer wieder überwältigend, die Euphorie mobilisiert verborgene Kräfte, das Adrenalin in jeder Faser des Körpers leitet dich wie auf Schienen durch das Dickicht des Stadtverkehrs, jede Brücke wird zu einem Bergsprint, die Skyline in der Abendsonne oder die glühenden Lichter der Nacht einzig und unmittelbar vor Augen. Nachdem wir schon in Riga zufällig im Radisson Blue gelandet waren (es stand halt neben dem TRUFIXCRU Shop) fahren wir es in Tallin fast automatisch an, nachdem uns das Frühstück doch nachhaltig beeindruckt hatte und zwei vorher angefragte Hostels nicht genügend Schlafplätze für uns hatten. Über und über mit Matsch bedeckt, halb nass und olfaktorisch wohl kein Genuss stehen wir jedoch siegessicher in der Lobby neben (Fotos von) Siegfried und Roy und verhandeln mit einem etwas beunruhigend wohlwollenden Hotelmanager über die letzten freien Superior Suiten, die wir schlussendlich für den Preis eines Doppelzimmers bekommen. Räder in den Aufzug, 20. Stockwerk, Teppichboden-Alleycat, Jackpot!

Tallin - Narva, 238km
Der Start dieser Etappe ist wohl mehr als charakteristisch für uns. Nachdem wir relativ früh gegen 8 gestartet waren, traf ich nach knapp 1,5 Stunden die relativ folgenschwere Entscheidung doch noch kurz mein Ritzel zu wechseln und eine höhere Übersetzung zu fahren. Die folgenden zwei Stunden sollten eine Demonstration reiner Hardbrakers- Professionalität werden.
Besonders für die 3 Jungs aus Tallin, die beschlossen hatten, uns über die Etappe hinweg zu begleiten. Denn nachdem ich in kurzer geistiger Umnachtung das Ritzel auf die Freilaufseite geschraubt hatte, bekamen
wir es zum verrecken nicht mehr herunter. Nachdem die Kettenpeitsche zwei mal (!) gerissen war, demonstrierte Karl noch kurz das Versagen der todsicheren Variante (“das hat noch nie nicht funktioniert” des “Herunterskiddens” des Ritzels, bei der dann auch noch mein aus experimentellen Gründen montierter verstellbarer Look Vorbau komplett nach unten durchrutschte und damit faktisch ruiniert war. Dem aber noch nicht genug. Die nächste nicht weniger dem Aktionismus geschuldete Idee sah vor, den Kurbelarm mit Spanngurten am Rahmen zu befestigen
und dann das Rad zurückzuschieben, um das Ritzel über die Spannung der Kette herunterzudrehen.
Nachdem das auch nicht funktionierte nahm sich unser Ingenieur Benny, der in der Zwischenzeit die Kettenpeitsche repariert hatte, der Sache an, zog ein Straßenschild aus dem Boden, nutzte es als Verlängerung um mehr Hebelwirkung aufzubringen und brachte das Ritzel herunter.
Nachdem alles wieder zusammengepuzzelt war, alle, die inzwischen im hohen Gras eingeschlafen waren, wieder geweckt wurden und es weiter gehen sollte, begann aber erst die zweite Phase der Shitshow. Denn bei der Aktion mit den Spanngurten hatte sich der komplette Rahmen verzogen
und die Kurbel schlug bei jeder Umdrehung am Rahmen an.
Inzwischen wurden sich unsere Gäste bewusst, in was sie sich da reingeritten hatten mit dieser Etappe...
Also alles wieder auseinandergebaut, um den Rahmen wieder zurückzubiegen. Ich suchte im Wald mehrere gerade Bretter zusammen und mit vereinten Kräften und dem vorher schon
erfolgbringenden Straßenschild bogen wir den Rahmen unter Bennys Federführung wieder in seine vermeintliche Ausgangsposition zurück.
Ich merkte Gott sei Dank erst später (ich schrieb das schwammige ‘Fahrverhalten’ meinem Alkoholkonsum zu), dass der Rahmen am Hinterbau bei der Aktion an zwei Stellen gerissen und damit dem Ende relativ nah war.
Doch die Ortskenntnisse der Jungs aus Tallin bescheren uns eine wirklich schöne und gechillte Restetappe, versteckte Kantinen in der Nähe werden gezielt angesteuert und leere, astrein geteerte schön geschwungene Nebenstraßen durch goldgelbe Getreidefelder ausgewählt.
Geplant war für heute, nur 204km bis bis Sidimae zu fahren, doch Rückenwind und der heute lächerlich geringe Schotteranteil ziehen den Schnitt auf über 30km/h und wir beschließen bis kurz vor die russische Grenze nach Narva weiterzufahren.
Ein bombastischer Ex-Sowjet Bunker direkt am Meer, der den Eindruck macht, gerade vom Hotelier frisch besetzt worden zu sein, wird unsere bleibe für 4,5 Stunden Nacht. Denn wir wollen früh an der estnisch- russischen Grenze sein, von der verrückte Geschichten zu uns vorgedrungen
sind. Montags soll nicht so viel los sein sagt man uns. Ob das gut oder schlecht ist, wird sich
zeigen..
.
Narva - St Petersburg, 188km
Aufstehen ist hart, die durchgelegenen Matratzen haben einen förmlich verschluckt, die Dusche läd nicht zum Verweilen ein und das Wasser ist die ersten 30 Sekunden braun. Frühstück? Fehlanzeige.
Besser aufbrechen, unser Fotograf packt zum hundertsten Mal in Recordzeit das Auto und es geht schleppend zur russischen Grenze, nasse Straßen sind unbequem. Mit den Rädern gelangen wir schnell in die Grauzone zwischen Estland und Russland, dort abhängen wird allerdings nicht ganz so gern gesehen, ein höfliches “you got two minutes to clear the space” motiviert uns, die Prozedur noch einmal auf uns zu nehmen und wieder nach Estland ‘zurückzureisen’, denn das Auto muss eh noch warten. ‘Pappa Pizza’ macht mäßigen Kaffee und durchschnittliche Pizza, aber es ist warm dort und die unglaublich hübsche Bedienung stammt direkt aus einem verträumten Disneyfilm. Wir bleiben dort, bis das Auto in die Grauzone
darf.
Nach ein wenig Bürokratie sind wir plötzlich in Russland, der dauerhaft piepsende Detektor bedeutend scheinbar etwas Gutes, kein Rad wird genauer kontrolliert, alle düsteren Vorraussagen bleiben unerfüllt, wie so häufig auf unseren Touren. Selbst das Auto hat keine Probleme, auch
wenn hier der Papierkram etwas länger dauert. Wir sind in Russland und es ist erst 12 Uhr mittags.
190km to go. Erstmal 1-3 Bier am ersten Kiosk hinter der russischen Grenze.
LKW für LKW rauscht an uns vorbei, die Hauptstraße zermürbt, es riecht ununterbrochen nach Diesel Abgasen, auch der Rückenwind kann nicht richtig helfen. Doch dann geht es ab, Richtung Küste,
durch Wälder und über alte Panzerstraßen, der AClass-Conti-Bodentrupp wird auf eine harte Probe gestellt, alle 3 Sekunden gibt es Schläge von den verkanteten Betonplatten.
Nach 5km ist die Geschichtsstunde vorbei, ein Feldweg durch ein Moorgebiet löst die Panzerstraße ab. Auf Höhe des Wasserspiegels quälen wir uns durch sumpfige Löcher Überreste von Wegen. Übergroße, wahnsinnig zielstrebige Moskitos lassen keinen unbedeckten Fleck Haut unzerstochen, das Trikot stellt kein Hindernis da, fast panisch bringen wir den Abschnitt hinter
uns und stürmen auf einen rettenden Parkplatz mitten in der Pampa.
Die letzten 50km Hauptstraße machen Spaß, im Sonnenuntergang ballern wir mit knapp 40 in die Stadt, dieses Monster St Petersburg. Ein riesiger, im Dämmerlicht unglaublich beeindruckender, lauter Spielplatz! Doch selbst bei diesem Tempo dauert die Einfahrt seine Zeit. Durch Rotfahren lösen wir ein zwischenzeitliches Katz- und Maus Spiel mit der Polizei aus, dass uns dazu nötigt, eine Weile in einer dunklen Ecke eines Parkhauses abzuwarten.
Ausgezehrt aber glücklich erreichen wir das Zentrum mit unserer Bleibe, eine überdimensionale Altbau- WG von Freundinnen eines Kurierfahrers aus St Petersburg mit knapp 5m Deckenhöhe, in der wir im Katzenzimmer unser Matratzenlager aufschlagen dürfen. Verschiedenes Russisches Draftbier aus 0,7l Weinflaschen bescheert uns eine gute, schwere Nacht.

St Petersburg City
Die zwei Tage in St Petersburg sind wie ein Traum und vergehen wie im Flug. Die Fixed Gear Szene ist groß und gastfreundlich, immer mehr Fahrer finden sich zu City Rides ein und nehmen sich Zeit, uns die Stadt zu zeigen. St Petersburg sei zwar noch nicht ganz Russland (dazu müssten
wir nach Moskau fahren...), doch zusammen mit unserer Fahrt von der Grenze hierher scheint es uns genau die richtige Dosis Russland fürs Erste! Wir wünschen uns zumindest ausnahmslos mehr Zeit in dieser unglaublichen Stadt.

Tag 9: St Petersburg - Vyborg:
Nach zwei Tagen müssen wir weiter, 418 Kilometer müssen wir an den nächsten zwei Tagen  nach Helsinki schaffen. Wir nehmen uns vor, bis kurz vor die russisch-finnische Grenze zu fahren, um sie früh am nächsten Morgen in Angriff zu nehmen. Wir erwarten, dass unser Auto gefilzt wird und das Ganze ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen wird. In Vyborg, einer russische
Kleinstadt kurz vor der Grenze, soll es ein Hostel geben!
Jeremy ließ sich die Chance, die Nacht vor der Weiterfahrt in einem Club in St Petersburg auflegen zu können natürlich nicht entgehen, niemand kam also vor dem Morgengrauen ins Bett. Mit einer guten Ladung Restalkohol und einer Hand voll Locals, die uns nicht mit unserem Kater alleine lassen wollten, geht es gegen 13 Uhr los auf die letzten gut 400km.
Mit dem Abend in den Beinen, Regen und erneut sandigen Waldwegen werden es am Ende immerhin 160km bis Vyborg.
Erst in der Nacht erreichen wir diese unheimliche Stadt, eine alte Militarwerft, Sowjetbunker und Plattenbauten im Mondschein zeichnen ein düsteres Bild. Wir finden noch ein offenes Lokal und wärmen uns mit Tee auf, bevor es für 4,5h Schlaf ins Hostel geht, schließlich stehen für den Schlussspurt noch gute 250km an.

Tag 10: Vyburg - Helsinki, 258km
Wir freuen uns auf Finnland und Helsinki, immerhin vor 10 sind wir abfahrbereit. Ein Tankstellenfrühstuck sichert die ersten Kilometer bis zur Grenze, schon an der ersten Passkontrolle müssen wir einen der drei letzten Locals ohne Pass zurücklassen, es weht ein strenger Wind, selbst für die Einheimischen.
Der Grenzstreifen zwischen Russland und Finnland alleine taugt schon für eine ausgedehnte Fahrradtour, man hat hier Platz. Vom Grünstreifen vor der russischen Grenze werden wir wieder vertrieben, Sonnenbaden kommt weniger gut bei den russischen Grenzern an.
Wir verlassen also Russland und vertreiben uns Zeit und Euros mit finnischen Bier im Duty Free Shop im Niemandsland vor der finnischen Grenze, während wir auf das Auto warten, das diesmal wirklich komplett ausladen und die Dachbox zur Kontrolle öffnen muss.
Schon auf den ersten Metern in Finnland herrscht eine etwas gelöstere Atmosphäre, die Grenzer Lächeln uns an, selbst derselbe Wald scheint ein kleinwenig friedfertiger, Ruhe breitet sich in uns aus. Wir freuen uns auf die finnischen Wälder und die Küste auf dem Weg nach Helsinki.
Doch dann leider auf den finalen Metern der unvermeidliche Unfall. 
Der praktische Belgische Kreisel wird abgelenkt vom Windschatten eines alten Pickuptrucks. Zuwieder des Fahrers. Dieser will uns abschütteln und macht einen großen Schlenker nach rechts. Schürfwunden an Knie, Hand und Rücken sind das Ergebnis. Ein Helm zerbricht, rettet Nis aber seinen Kopf. Nur Hals und Nacken Muskelkater bleiben für die nächsten Tage.
Die Finnischen Landstraßen gleichen einer Achterbahnfahrt, wunderschön geschwungen, mit dem Richtigen Tempo perfekt für die finale Etappe. Die letzten 50km rollen fast wie von alleine in 1,5h an uns vorbei. Helsinki, unser Ziel für dieses Jahr. Auch hier werden wir von der Lokalen Fixed Gear Szene empfangen. Die Finnen übertreffen alles bisher dagewesene in Punkto Gastfreundschaft. Sie versorgen uns mit allem, was sich ein Reisender in seinem Ziel wünscht. Hauseigene Dachterrasssensaunas mit Blick über die Nördliche Metropole. Unersättliche Dosenbiervorräte und ganze Wohnungen überlassen sie uns. Unglaublich, wir müssen uns um nichts kümmern, sind wir je so freundlich aufgenommen worden?

Nur zwei Tage bleiben, um sich Wunden zu lecken und von allen Strapazen zu erholen bis es uns wieder in den grauen Alltag lockt, bis wir uns dann alle nach einem Jahr wiedersehen.

Raphael

unread,
Nov 20, 2016, 2:56:09 PM11/20/16
to hardbra...@googlegroups.com
Des weiteren:

Da mitmachen oder nicht unser bier :=)


Man kann nen Fahrrad oder nen Film zusätzlich zu den 3 Fotos un dem Text da lassen. Wenn die Gesichte im deutschen Museum ausgestellt wird.
Müsste dann der 2015er Film sein allerdings.

Bin nur grad drüber gestolpert bei Facebook.

R

Jubie

unread,
Nov 21, 2016, 3:40:09 AM11/21/16
to hardbra...@googlegroups.com
Ich finds gut

Sebastian Frick 
01716577791

Benny

unread,
Nov 21, 2016, 5:05:28 AM11/21/16
to hardbra...@googlegroups.com
Schöne Sache!

Ich weiß, dass es doof ist, wenn man etwas vorschlägt, dafür
verantwortlich gemacht zu werden, aber würdest Du es in die Hand nehmen,
Rapha?

Cheers!


Am 2016-11-21 09:40, schrieb Jubie:
> Ich finds gut
>
> Sebastian Frick
> 01716577791
>
> Am 20.11.2016 um 20:56 schrieb Raphael <no08...@web.de>:
>
>> Des weiteren:
>>
>> Da mitmachen oder nicht unser bier :=)
>>
>>
> http://www.deutsches-museum.de/verkehrszentrum/ausstellungen/sonderausstellungen/balanceakte/meine-radl-geschichte/
>>
>> Man kann nen Fahrrad oder nen Film zusätzlich zu den 3 Fotos un dem
>> Text da lassen. Wenn die Gesichte im deutschen Museum ausgestellt
>> wird.
>> Müsste dann der 2015er Film sein allerdings.
>>
>> Bin nur grad drüber gestolpert bei Facebook.
>>
>> R
>>
>>> Am 17.11.2016 um 10:51 schrieb 'Robert Neuendorf' via
>>> HardbrakersGOL <hardbra...@googlegroups.com>:
>>>
>>> HARDBRAKERS GRANDTOUR: WARSZAW - HELSINKI
>>> Text: Raphael Krome, Robert Neuendorf
>>>
>>> DIE WOCHE VOR TOURSTART:
>>>
>>> Von Warschau nach Helsinki. Schon weider Europa? Nicht ganz. Wir
>>> haben Russland dazwischen gelegt, um das Ganze ein wenig
>>> spannender zu machen, St Petersburg, um genau zu sein.
>>> Das ist dieses Jahr die große Unbekannte, die Abenteuer
>>> verspricht. Bisher allerdings auch die, die am meisten
>>> Vorbereitung verlangt. Eine kurze Stippvisite im Visum Center -
>>> alles läuft nach Plan, die Pässe liegen schonmal zur
>>> Vorbereitung überall auf dem Boden rum.
>>> Anders als in Marokko, spielt dieses Mal auch das Wetter und
>>> passendes Equipment eine wichtigere Rolle. Bei der vierten
>>> Grandtour sind Unsicherheiten beim Packen zwar passé, doch wir
>>> fahren das erste Mal mehr oder weniger gen Norden, 45 Grad
>>> tagsüber und 25 Grad nachts wie letztes Jahr in Marokko sind eher
>>> nicht zu erwarten. Daher: Pulli, Regenjacke, Bivacksack. Fertig.
>>>
>>> MÜNCHEN - BERLIN:
>>> Für mich geht es erstmal im ‘City Night Liner’ nach Berlin,
>>> von dort dann weiter nach Warschau.
>>> Immer wieder gut, die besondere Atmosphäre, die die betagten,
>>> tageslichtscheuen, verbeulten Wagons mit den abgesessenen
>>> Stoffsitzen ‘umweht’. Außer mir kein weiterer Fahrradfahrer.
>>> Dafür Einwanderer, Auswanderer, Interrailer, Rentner.
>>> Berlin. Ein ausgedehntes Frühstück im Fuxbau, ne Tino Sehgal
>>> Ausstellung im Gropiusbau und dann zu den Jungs in den Eurocity
>>> nach Warschau.
>>>
>>> NACH UND IN WARSCHAU:
>>> Ich steige am Ostbahnhof zu, das Willkommensbier ist ordentlich
>>> warm und das Zugabteil schon in Hardbrakers- Besitz. Kaffee aufs
>>> Haus bzw. Zug verkürzt die Anreise. In Warschau angekommen,
>>> beladen wir ein Taxi mit unseren Rucksäcken und dem Filmequipment
>>> und fahren mit den Rädern vorweg zu ‘velove.pl’ bzw. deren
>>> Radladen-Rohbau, unserem Nachtlager in Warschau für die nächsten
>>> Tage. Nach dem einen oder anderen Kennenlernbier sitzen wir wieder
>>> auf dem Rad, Warschau wartet.
>>> Wir tauchen ein in die Stadt, Strand, Bars, Rooftop, wieder Strand
>>> - plötzlich ist wieder Tag.
>>> Grenzen werden endlich wieder ungehemmt ausgelotet. Ein gutes
>>> Dutzend unglaublich liebenswerter Egomanen dürfen endlich wieder
>>> ausbrechen aus Alltag, Beziehungsgeflechten, Job, Studium & Co.
>>> Genug Emotionen für zweieinhalb Tage wach. Das Rudel hat sich
>>> wiedergefunden, wie jedes Jahr. Nach wenigen Stunden Schlaf auf
>>> kuscheligem Rohbauestrich geht’s dann schon wieder in die Stadt,
>>> eine polnische Milchbar ist genau das richtige gegen Kater &
>>> sonstige Nebenwirkungen.
>>> Am Nachmittag erinnert dann ein Gewitter irgendwie an den
>>> Tourstart am nächsten Morgen.
>>> Ein letztes üppiges Essen auf improvisierten Tischen bei unseren
>>> Gastgebern von velove.pl., bevor die Räder startklar gemacht
>>> werden für die 2000km, die ab morgen vor uns liegen.
>>>
>>> TAG 1 WARSCHAU - ELK, 220KM
>>> TAG 2 ELK - KAUNAS, 190KM
>>> Die leicht ambitionierte Verabredung am Auto um 7 Uhr am nächsten
>>> Morgen wird überraschenderweise nicht ganz eingehalten, Vince und
>>> Rob mögen das Penthousezimmer mit Seeblick gar nicht mehr
>>> verlassen. Schon zwei Stunden später geht es in strahlendem
>>> Sonnenschein
>>> los, das warten hat sich also irgendwie gelohnt. Das Frühstück
>>> war eigentlich recht üppig, doch nach ca 60km wird in einem
>>> kleinen Dorf vor einem verrückten Supermarkt mit magischer
>>> Anziehungskraft wieder pausiert, ein Flohmarkt direkt vor der Tür
>>> sorgt für weitere Ablenkung.
>>> die restlichen Kilometer erstrecken sich durch schnurgerade
>>> endlose Landstraßen welche die Gruppe entzerrt, jeder fährt sein
>>> eigenes Tempo. Alle sind in sich gekehrt und hören ihre eigene
>>> Musik über Kopfhörer, meditativ wird jede Kurbeldrehung bis zur
>>> nächsten Tankstelle gezählt, wo sich die Gruppe auf dem Rasen in
>>> der Sonne zusammenfindet und auf den letzten Mann wartet.
>>> In Kaunas erwartet uns eine miese Herberge. Eine Gruppe kommt
>>> später an, die andere hat Glück noch etwas zu essen zu finden in
>>> einer seltsamen Großraumpizzeria, in der sie nicht ganz so
>>> willkommen zu sein scheint.
>>>
>>> TAG 3: KAUNAS - JONSKIS, CA 200KM, 70 TO GO TO RIGA
>>> Von Kaunas nach Riga stehen satte 267 km auf dem Programm, harte
>>> Bedingungen splitten die Gruppe. Immer wieder regnet es. Unendlich
>>> lange gerade Landstraßen und knöcheltief- schlammige Feldwege
>>> wechseln sich ab. Geist und Körper werden abwechselnd auf die
>>> Probe gestellt. Dunkle Regenwolken fortwährend drohend im Rücken
>>> schafft es die erste Gruppe bis Kilometer 200 und entscheidet, die
>>> letzten km nach Riga am nächsten Morgen, dem eigentlich “freien
>>> Tag” in Ruhe und eventuell Trockenheit zurückzulegen.
>>> Die zweite Gruppe kommt - nur wenige Kilometer weiter hinten schon
>>> eher herunterprasselnden Regen zermürbt - in einem Haus am
>>> Wegesrand unter. Der Rauch eines Kamins zog sie magisch an. Ihre
>>> Intuition hat sie nicht getäuscht. Gastfreundschaft wie sie im
>>> Buche steht.
>>> Honig und selbstgebrannter Honig vom Besitzer machen nach dem
>>> dritten Saunagang wunschlos glücklich.
>>>
>>> TAG 4: JONSKIS - RIGA - 67KM - DER „FREIE TAG“
>>> Die letzten km nach Riga sind unprätentiös schlicht, aber
>>> meditativ. Schnellstraßen und donnernde LKWs fordern
>>> Konzentration, aber der Rückenwind sorgt für den nötigen Flow,
>>> die 67km sind ruck zuck erledigt, der freie Tag ist doch noch
>>> gerettet und wird mit bestem Kaffe und heimischen Bier bei der TRU
>>> FIX CRU gefeiert!
>>> Rapha verbringt heute 60km im Auto, eine Prellung, die er sich vor
>>> der Tour bei einem Sturz zugezogen hatte, schmerzt nach einer
>>> falschen Bewegung beim Ausladen unerträglich und er will nun doch
>>> wissen, ob Rippen angebrochen oder gar ganz gebrochen sind. Tom
>>> von der TRU FIX CRU begleitet ihn in ein Krankenhaus am Stadtrand,
>>> hier geht es schneller sagt er. Die Röntgenbilder sind sauber,
>>> Motivation killt ab jetzt jeglichen Prellungsschmerz.
>>>
>>> TAG 5: RIGA - PÄRNU, 194 KM
>>> PÄRNU - TALLIN, 165KM
>>> Die Bäume fliegen nur so vorbei, der Radweg löst sich immer
>>> wieder von der Straße und schlängelt sich durch einen
>>> angrenzenden Wald. Das Gefühl, nach einer gut 200km Etappe in
>>> eine Großstadt einzufahren, ist immer wieder überwältigend, die
>>> Euphorie mobilisiert verborgene Kräfte, das Adrenalin in jeder
>>> Faser des Körpers leitet dich wie auf Schienen durch das Dickicht
>>> des Stadtverkehrs, jede Brücke wird zu einem Bergsprint, die
>>> Skyline in der Abendsonne oder die glühenden Lichter der Nacht
>>> einzig und unmittelbar vor Augen. Nachdem wir schon in Riga
>>> zufällig im Radisson Blue gelandet waren (es stand halt neben dem
>>> TRUFIXCRU Shop) fahren wir es in Tallin fast automatisch an,
>>> nachdem uns das Frühstück doch nachhaltig beeindruckt hatte und
>>> zwei vorher angefragte Hostels nicht genügend Schlafplätze für
>>> uns hatten. Über und über mit Matsch bedeckt, halb nass und
>>> olfaktorisch wohl kein Genuss stehen wir jedoch siegessicher in
>>> der Lobby neben (Fotos von) Siegfried und Roy und verhandeln mit
>>> einem etwas beunruhigend wohlwollenden Hotelmanager über die
>>> letzten freien Superior Suiten, die wir schlussendlich für den
>>> Preis eines Doppelzimmers bekommen. Räder in den Aufzug, 20.
>>> Stockwerk, Teppichboden-Alleycat, Jackpot!
>>>
>>> TALLIN - NARVA, 238KM
>>> NARVA - ST PETERSBURG, 188KM
>>> ST PETERSBURG CITY
>>> Die zwei Tage in St Petersburg sind wie ein Traum und vergehen wie
>>> im Flug. Die Fixed Gear Szene ist groß und gastfreundlich, immer
>>> mehr Fahrer finden sich zu City Rides ein und nehmen sich Zeit,
>>> uns die Stadt zu zeigen. St Petersburg sei zwar noch nicht ganz
>>> Russland (dazu müssten
>>> wir nach Moskau fahren...), doch zusammen mit unserer Fahrt von
>>> der Grenze hierher scheint es uns genau die richtige Dosis
>>> Russland fürs Erste! Wir wünschen uns zumindest ausnahmslos mehr
>>> Zeit in dieser unglaublichen Stadt.
>>>
>>> TAG 9: ST PETERSBURG - VYBORG:
>>> Nach zwei Tagen müssen wir weiter, 418 Kilometer müssen wir an
>>> den nächsten zwei Tagen nach Helsinki schaffen. Wir nehmen uns
>>> vor, bis kurz vor die russisch-finnische Grenze zu fahren, um sie
>>> früh am nächsten Morgen in Angriff zu nehmen. Wir erwarten, dass
>>> unser Auto gefilzt wird und das Ganze ein bisschen Zeit in
>>> Anspruch nehmen wird. In Vyborg, einer russische
>>> Kleinstadt kurz vor der Grenze, soll es ein Hostel geben!
>>> Jeremy ließ sich die Chance, die Nacht vor der Weiterfahrt in
>>> einem Club in St Petersburg auflegen zu können natürlich nicht
>>> entgehen, niemand kam also vor dem Morgengrauen ins Bett. Mit
>>> einer guten Ladung Restalkohol und einer Hand voll Locals, die uns
>>> nicht mit unserem Kater alleine lassen wollten, geht es gegen 13
>>> Uhr los auf die letzten gut 400km.
>>> Mit dem Abend in den Beinen, Regen und erneut sandigen Waldwegen
>>> werden es am Ende immerhin 160km bis Vyborg.
>>> Erst in der Nacht erreichen wir diese unheimliche Stadt, eine alte
>>> Militarwerft, Sowjetbunker und Plattenbauten im Mondschein
>>> zeichnen ein düsteres Bild. Wir finden noch ein offenes Lokal und
>>> wärmen uns mit Tee auf, bevor es für 4,5h Schlaf ins Hostel
>>> geht, schließlich stehen für den Schlussspurt noch gute 250km
>>> an.
>>>
>>> TAG 10: VYBURG - HELSINKI, 258KM

Raphael

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Nov 21, 2016, 5:13:10 AM11/21/16
to hardbra...@googlegroups.com
Ist schon erledigt. Rob hat es Carlos weitergeleitet, der lädt 3 Bilder hoch und meinen und Roberts Text.
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