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Chi-Quadrat Test

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Gregor Welgert

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Aug 11, 2004, 12:23:53 PM8/11/04
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Hallo Leute,

mal ne Frage zum Chi-Quadrat Test:

Ich möchte untersuchen, ob bestimmte Arten von Stimuli besser erinnert
werden als andere. Ich präsentiere jeder Versuchsperson 3 verschiedene Arten
von Stimuli (etliche pro Bedingung) und die Versuchspersonen erinnern sich
oder nicht. Ich messe also: richtig oder falsch erinnert.

Da ich dichotome Daten habe, empfiehlt sich der Chi-Quadrat Test. Den rechne
ich nun über die Anzahl von richtigen Antworten pro Bedingung (=
Stimulus-Art). Heraus kommt: die Anzahl der RICHTIG erinnerten Stimuli ist
NICHT signifikant unterschiedlich in den 3 verschiedenen Bedingungen. So
weit, so gut.

Nun rechne ich das gleiche nochmal, diesmal aber mit der Anzahl der FALSCHEN
Antworten. Heraus kommt: die Anzahl der falschen Antworten unterscheiden
sich HOCH signifikant. Kann das denn wohl sein????

Inhaltlich steht doch folgendes hinter dem Chi-Quadrat Test: er vergleicht
die beobachteten Häufigkeiten pro Bedingung mit denen, die man erwarten
würde, wenn eine Gleichverteilung vorläge (also wenn die Häufigkeiten in den
3 Bedingungen identisch wären). Da die Ereignisse richtig bzw. falsch
komplementär sind, müsste das, was für richtige Antworten gilt, auch für
falsche Antworten gelten. Anders ausgedrückt: wenn sich die Anzahl der
Falsch-Antworten signifikant unterscheidet, müsste sich auch die Anzahl der
Richtig-Antworten signifikant unterscheiden.

Ich kapier´s nicht. Hab ich da einen Denkfehler? Oder benutz ich die falsche
Formel? In die Formel gehen ja nur die beobachtenen bzw. erwarteten
Häufigkeiten der richtigen Antworten ein, nicht aber die Gesamtzahl aller
Antworten. Deswegen hab ich ja auch 2 Tests gerechnet, getrennt für richtige
und falsche Antworten. Ich wüsste auch nicht, wie ich das in SPSS anders
machen sollte.

Gregor


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