Steven Fricke
unread,Jul 21, 2021, 4:07:35 PM7/21/21You do not have permission to delete messages in this group
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Guten Abend,
ich möchte Euch einen kleinen Teil von meiner Geschichte zeigen. Die
Geschichte befindet sich noch in Arbeit.
Würde gerne Eure Meinung dazu hören. Ließt sich die Geschichte gut?
Macht es Spaß sie zu lesen und macht dieser kleine Teil Lust auf mehr?
Hier die Geschichte:
Nur der schwache Schein des Halbmondes erhellt den schmalen
Trampelpfad. Jeder Schritt ist beschwerlich, denn der Regen der letzten
Tage hat den Wanderweg in kräftezehrenden Matsch verwandelt. Mit jedem
voranschreiten haftet sich unweigerlich mehr Schlamm an meinen Schuhen
fest, sodass ich nach nur zwanzig Schritten eine kurze Rast einlegen
muss, um mit einem Eichenast, den ich am Wegesrand fand, die zähe Masse
zu entfernen. Rechts von mir erstreckt sich ein Wald, von Norden nach
Süden, aus dem ich gelegentlich das Heulen von Wölfen hören kann.
Dieser Hain hat eine beeindruckende Länge, denn mehrere hundert Meilen
zieht sich dieser Forst in den Süden. Er ist der Ursprung zahlreicher
Mythen und Legenden.
Der Fluss Myrm hat sich über die Jahrhunderte eine Schneise durch das
dichte Gehölz gebahnt. Sein goldfarbenes Wasser hat ihm den Namen “die
Goldader des Waldes” eingebracht. Das Licht des Mondes hüllt diesen
Hain in einen unheimlichen Schleier. Seltsame Lebewesen, die nur nachts
ihrem Leben nachgehen und markerschütternde, kreischende Geräusche von
sich geben, sollen dort eine Heimat gefunden haben. Händler und
Wanderer erzählen sich Geschichten über diese Kreaturen. Ich selbst
habe nie solch ein Wesen gesehen, obwohl ich oftmals in der Nähe dieses
Waldes unterwegs war.
Walakim, ein riesiger, massiver Berg erhebt sich links von mir, etwa
zwei Tagesmärsche entfernt, in den wolkenlosen Himmel. Fast gänzlich
verschluckt die Nacht den imposanten Berg, nur der abgerundete Gipfel
ist mit Mühe zu sehen.Von unzähligen Mineneingängen und Höhlen ist
dieses Felsmassiv durchzogen, seine Wände steigen fast senkrecht in die
Höhe, und beinahe mittig erstreckt sich ein schmaler Vorsprung, von dem
behauptet wird, dort soll ein Phönix sein Nest haben. Einige versuchten
diesen Vorsprung zu erreichen, diese Mutigen bezahlten immer mit ihrem
Leben.
Völker aller Rassen haben in Walakim ihr Glück versucht, den Goldhort,
der aus unzähligen Gold und Silbermünzen, Diamanten und Perlen bestehen
soll zu finden. Für viele war dies ein tödliches Unterfangen. Die Luft
in den Gängen soll den Geruch von Blut angenommen haben. Mehrere Fuß
hoch, so wird es erzählt, haben sich die, inzwischen zu Skeletten
gewordenen Leichen der Goldgräber aufgestapelt. Hungrige, unbekannte
Aasfresser sollen den Toten das Fleisch von ihren Körper gefressen
haben. In der ersten Nacht des Winters erscheint am Gipfel ein grelles
grünes Licht, welches von niemandem bisher erklärt werden konnte.
Freue mich über jede Meinung.
MfG
Steven