Wie macht man das mit dem Nelkenöl?

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Susanne G.

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Jul 12, 2006, 3:56:18 PM7/12/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo zusammen,
Lilli sieht immer schrecklicher aus. Wenn sie die Nacht überlebt und
morgen immer noch keine Besserung eintritt, möchte ich gerne ihr
Leiden beenden. Ich hab auch echt Angst, dass sie platzt, oder kann das
nicht passieren?
Ein Genickschnitt kommt wegen der Kinder nicht in Frage. Sie werden ihr
Tierchen beerdigen wollen. Deshalb werde ich morgen Nelkenöl
besorgen. Ich habe schon gegoogelt, aber wenn von Euch jemand das schon
mal gemacht hat, wäre ich für genaue Mengenangaben und Beschreibung
der effektivsten Vorgehensweise dankbar.
Viele Grüße,
Susanne.

A.Han...@gmx.de

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Jul 12, 2006, 4:17:47 PM7/12/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo Susanne,

> Lilli sieht immer schrecklicher aus. Wenn sie die Nacht überlebt und
> morgen immer noch keine Besserung eintritt, möchte ich gerne ihr
> Leiden beenden. Ich hab auch echt Angst, dass sie platzt, oder kann das
> nicht passieren?

Die Tiere sehen mit diesen Symptomen wirklich schrecklich aus,aber
"platzen" können
sie nicht.
Warte einfach ab,es ist eine Frage von 24-48 Stunden,in welche Richtung
sich das entwickelt,ein "nachhelfen" in welcher Richtung auch immer ist
nicht weiter möglich und im schlechten Falle nicht notwendig,erspart
dem Tier und euch irgendwelche Abkürzungen.

> mal gemacht hat, wäre ich für genaue Mengenangaben und Beschreibung
> der effektivsten Vorgehensweise dankbar.

Dummerweise steckt das in der alten Shubunkin-Datenbank,Sabine Atteln
hat das einmal sehr detailliert beschrieben.Irene auch,mir ist das
genaue Rezept entfallen.
Aber wie gesagt,der Verlauf der Erkrankung ist so rapide verlaufen,ich
denke mit ziemlicher Sicherheit,diese Entscheidung stellt sich neuch
nicht.
Frisst das arme Vieh noch?Wenigstens solange würde ich keinesfalls
einen solchen Schritt in Erwägung ziehen..

Bin im übrigen auch ein "Hasenfuss" bei solchen Sachen,würde
wahrscheinlich bis zum bitteren Ende warten

Grüsse nach München

anke

unread,
Jul 13, 2006, 2:11:16 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen

Hallo Susanne,

> Lilli sieht immer schrecklicher aus. Wenn sie die Nacht überlebt und
> morgen immer noch keine Besserung eintritt, möchte ich gerne ihr
> Leiden beenden.

gerade habe ich von Lilli gelesen - lebt sie noch? Schade, dass es so
dramatisch weiterging mit ihr, eigentlich hätte ich noch Hoffnung
gehabt, weil sie noch gefressen hat.
Zu Nelkenöl kann ich dir leider keine Auskunft geben; ich habe hier
gerade eine früher mal gespeicherte Seite "Renates Seite" ausgegraben,
in der sie Ratschläge zum Töten von Fischen gibt.
Ich versuche unten mal, das einzufügen - die Salzwassermethode scheint
tiergerecht zu sein....
Ich wünsche dir viel Kraft - liebe Grüßle, Anke


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Manchmal notwendig ... Fische töten
(zum Gastbeitrag von von Klaus Tegelhütter, Belm zum juristischen
Aspekt des Themas)

Vorbemerkungen
Gründe
Geeignete Methoden
Ungeeignete und tierquälerische Methoden
Was das Tierschutzgesetz sagt
Literatur


--------------------------------------------------------------------------------
VorbemerkungenLeider ist es ab und zu notwendig einen Fisch zu töten,
weil das Tier sich sichtlich quält und ihm nicht mehr zu helfen ist.
Tote und verwesende Fische können, werden sie nicht rechtzeitig
gefunden, zudem das Aquarienwasser verunreinigen. Diese Entscheidung
kann und soll sich niemand leicht machen, sie darf erst an
allerallerallerletzter Stelle stehen und ist immer nur
Schadensbegrenzung, niemals Lösung.

Der Grund sollte auf jeden Fall geklärt werden und das Tier ggf. so
getötet, daß es sich später noch mikroskopisch untersuchen läßt.
Viel öfter als die meisten Besitzer glauben sind Pflegefehler
zumindest mitverantwortlich für das Leiden eines Tieres. Jedem
ernsthaften Tierfreund liegt daran, die genauen Ursachen für Krankheit
und Tod eines Pfleglings zu kennen, auch wenn das Ergebnis unangenehm
für ihn oder sie selbst ausfällt! Dann hat das Ganze zumindest einen
Lerneffekt gehabt - oder es stellt sich heraus daß wirklich alles
getan wurde und die Krankheit oder das Problem nicht zu verhindern war.


Selbst bekannte Buchautoren schweigen sich über dieses Thema aus,
allerdings wächst seit einiger Zeit die Anzahl der
Zeitschriftenartikel. Im deutschsprachigen WWW gab es nur eine
Quelle[2] als ich die erste Version dieses Artikels schrieb, inzwischen
gibt es eine zweite[6]. Alle sind unter Literatur genannt.

Der einfachste Weg einen Fisch zu töten ist, es jemanden anders machen
zu lassen. Das finde ich unpassend, denn genau wie die Freude über ein
gut gepflegtes, optimal funktionierendes Aquarium oder über den
jüngsten Nachzuchterfolg gehört auch das Töten von Tieren, denen
nicht mehr anders zu helfen ist, zur Aquaristik dazu. Fehlen jedoch Mut
und geeignete Mittel hilft der Tierarzt (evtl. auch ein guter
Händler), bevor die Aktion für beide, Fisch und Pfleger, zur
Quälerei wird. Ein Tierarzt hat Betäubungsmittel und Spritzen, mit
deren Hilfe ein Tier ohne Leiden getötet werden kann.

Ob Fische Schmerz empfinden können, darüber streiten sich die
Experten. Angler verneinen das, die meisten andern Experten streiten
sich nur über Art und Grad. Eindeutige Aussagen dazu gibt es nur im
Tierschutzgesetz: Es spricht allgemein von Wirbeltieren, Ausnahmen für
wechselwarme Tiere oder Wasserbewohner sind nicht vorgesehen. Also
müssen Fische behandelt werden wie andere Wirbeltiere auch, das Töten
hat auf jeden Fall schmerzlos, fachgerecht und nur aus gutem Grund zu
erfolgen. Die persönliche Einstellung des Ausführenden zum Thema
"Schmerzempfinden von Fischen" spielt dabei keine Rolle, er macht sich
bei Anwendung einer ungeeigneten Methode strafbar.


GründeDen meisten Aquarienfische geht es schlecht, weil der Besitzer
beim Kauf nicht aufmerksam genug war (kranke oder nicht ins Aquarium
passende Tiere), oder weil die Pflege vernachlässigt wurde, und sei es
durch Unkenntnis. Also bitte: Genau überlegen und informieren bei der
Anschaffung! Aquariengröße und Besitzerstolz stehen selten in einem
für die Bewohner gesunden Verhältnis.

Manchmal ist der Grund für das Leiden eines Fisches einfach
Altersschwäche, solche Tiere magern ab und fressen nicht mehr, werden
träge, viele ziehen sich zurück. Interessant wäre es, für diese
Diagnose die Lebenserwartung der Art zu kennen. Leider gibt es dazu
kaum Daten in der Literatur. Aber seit Entstehen dieses Artikels im Mai
1997 haben Rainer Schneck (Altersliste) und Manfred Velt (Die
Lebensdauer der Fische) Listen dazu aufgebaut.

Meistens muß ein Fisch aufgrund einer Krankheit getötet werden, weil
abzusehen ist daß dem Tier nicht mehr geholfen werden kann. Dann ist
es besonders wichtig die Ursache zu erforschen, um zu verhindern daß
die Mitbewohner Schaden nehmen. Zu den möglichen Ursachen einer
Krankheit zählen u.a. falsche Hälterungsbedingungen (Wasserwechsel zu
selten, ungeeignetes oder zu altes Futter, zu viel Futter, nicht
harmonierende Mitbewohner, Überbesatz etc.), die die Tiere schwächen
und Infektionen Vorschub leisten können. Häufig sind die Bedingungen
beim Import und eingeschleppte Krankheiten verantwortlich, hier
schützen sorgfältige Auswahl beim Kauf und ein Quarantänebecken.

Einen Parasitenbefall kann der Tierarzt feststellen, selbst dann wenn
er oder sie sich mit Fischen nicht auskennt. Zur Klärung der Diagnose
und zum Finden einer evtl. notwendigen Behandlung der Überlebenden
gibt es Literatur und beratende Institutionen.

Sind Jungfische deformiert und mißgebildet, ist oft unzureichende
Ernährung während der ersten Wochen verantwortlich. Gerade zu diesem
Zeitpunkt ist die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen,
hochwertigen Eiweißen etc. besonders wichtig, Versäumnisse können
nie wieder aufgeholt werden.


Geeignete Methoden Vergiften mit einem Medikament. Ich verwende
dazu Tricain, Wirkstoff MS 222 (Quelle: Tierarzt). Es ist zwar relativ
teuer, aber für mich die einzig praktizierbare Methode. Eine
zuverlässige Dosis zum Töten eines Fisches sind 1g/l Wasser, die
Wirkung tritt innerhalb von 10 Minuten ein. Geringere Dosen dieses
Medikamentes können zum Beruhigen während eines Transportes (10 mg/l)
oder zum Betäuben für einen Abstrich (je nach Fischgröße 50 bis 130
mg/l) eingesetzt werden [1]. Zum Anrühren der Lösung sollte Wasser
frisch aus dem Aquarium verwendet und in einen sauberen, der Größe
des Tieres angepaßten Behälter vorbereitet werden.


Kopf- oder Genickschnitt - die schnellste Methode. Dazu benötigt man
eine scharfe Schere oder ein scharfes Skalpell. Bei kleinen Fischen
kann so der Kopf abgetrennt werden, bei größeren setzt man das
Skalpell hinter dem Auge an und schneidet dann tief ein bis zum
Kiemendeckel. Besonders größere Fische können vorher narkotisiert
werden, damit sie nichts mitbekommen und ruhig liegen [1]. Hierzu
gehört etwas Übung, ggf. kann an bereits getöteten Fischen trainiert
werden.


Salzeiswasser - mit Salz versetzes Wasser hat einen Gefrierpunkt
deutlich unter 0°C, je höher die Salzkonzentration, desto tiefer.
Für so eine Lösung rührt man Salz in Warmes Wasser, bis sich nichts
mehr löst und stellt es löngere Zeit in der Tiefkühltruhe. Ein mit
diesem Wasser übergossener Fisch stirbt sofort. Diese Methode wird von
Tierärzten empfohlen. Ich hoffe, es dauert noch sehr lange bis ich sie
um ersten Mal anwende :-(.

Ungeeignete und tierquälerische Methoden Kochendes Wasser. Was
für kleine Fische wie Salmler noch geeignet erscheinen mag ist für
größere Tiere mit ziemlicher Sicherheit grausam. Kleine Fische, die
in Sekundenbruchteilen "durchkochen" spüren sehr wahrscheinlich
nichts, bei größeren dauert es entsprechend länger bis sie sterben.
Dabei erleben sie die Zerstörumg ihrer Zellen bei lebendigem Leibe.
Dieser Weg scheint einer der gebräuchlisten zu sein, da keine
besonderen Untensilien benötigt werden und es bei kleinen Fischen
wirklich schnell geht. Ich könnte es trotzdem nicht und empfehle es
auch nicht.


Alkohol. Empfohlen wird eine 10%ige Lösung, die das Tier einschlafen
lassen soll. Was für uns Menschen human erscheinen mag halte ich für
Tierquälerei. Denn Alkohol brennt gemein, wie jeder weiß dem schon
einmal Hochprozentiges in eine frische Wunde geraten ist. Fischkiemen
und -schleimhaut sind empfindlich! Außerdem ist nicht sichergestellt,
daß die Methode wirklich tödlich ist.


Einfrieren. Viele wechselwarme Tiere fallen bei bestimmten Temperaturen
in Kältestarre. Fische sind wechselwarm, aber daraus zu folgern daß
auch Fische in zu kaltem Wasser einfach einschlafen halte ich für
falsch. Das Medium, in dem sie leben hat relativ gleichbleibende
Temperaturen, denn Wasser ist ein guter Wärmespeicher und
jahreszeitliche Veränderungen finden nicht im Laufe weniger Stunden
statt. Fische zeigen bei zu niedrigen Wassertemperaturen Unbehagen, und
dieses würde im Gefrierschrank über Stunden, je nach Größe des
Tieres, ausgedehnt. Sie bekommen bis zur Bildung von zellschädigenden
Eiskristallen alles mit. Es gibt seit neuestem auch Berichte über ein
schmerzhaftes Platzen der Blutgefäße [3] (u.a. von einem User in
einer Newsgroup, der bei einem so getöteten Fisch am Tag nach dem
Einfrieren ein Blutgerinsel in Kopfnähe feststellte). Diese Methode
wird leider immer noch praktiziert und, selbst bekannte "Experten"
dürfen sie in aktuellen Büchern (Ersterscheinung ab 1998) noch
vertreten! Diskussionen darum werden häufig emotional geführt, meist
benutzen Befürworter den bekannt schmerzlosien Erfrierungstod bei
Menschen als Pro-Argument. Nur sind Menschen Warmblüter, Fische nicht,
das allein verbietet diese Schlußfolgerung. Wer Fische einfriert, um
sie zu töten steht außerdem im Wiederspruch zum Tierschutzgesetz.


"Holzhammermethode", d.h. so wie die Angler es als einzig zulässige
Methode lernen. Mit einem speziellen Werkzeug, das kann im Notfall auch
ein großer Schraubenziehergriff sein, bekommt das Tier einen Schlag
auf den Kopf und wird wenigstens betäubt. Dann folgt ein Stich ins
Herz oder den letzten Kiemenbogen folgen kann, es stirbt durch
Blutverlust. Bei Landwirbeltieren heißt das "schächten" und wird als
Tierquälerei in Deutschland nur aus religiösen Gründen toleriert. -
Diese Methode ist nur Geübten zu empfehlen und nur bei größeren
Fischen anwendbar. Der Tod tritt durch einen Genickschnitt schneller
ein.


Varianten der "Holzhammermethode" gibt es einige, die für wirklich
Geübte z.T. auch akzeptabel sind. Das geschickte Werfen eines Fisches
auf den Fußboden zum Brechen seines Genickes gehört dazu. In diese
Kategorie fällt auch das schnelle Zerdrücken des Kopfes bei kleinen
Fischen.


Lebend die Toilette hinunterspülen. Es soll Leute geben, die das mit
unerwünschten Tieren machen - egal ob so gequälte Fische gesund oder
krank sind, diesen Leuten gehört die rote Karte gezeigt. Die Tiere
leiden, möglicherweise tagelang, und die Besitzer haben in jedem Fall
einen stärkeren Schaden als der kränkste Fisch.


Weitere ungeeignete Möglickeiten gibt es viele. Ich will aber helfen
Fische human zu töten, nicht die an ihnen praktizierten Grausamkeiten
sammeln. Daher verzichte ich auf die weitere Beschreibung.


Was das Tierschutzgesetz sagt

§4 (1) Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit
nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von
Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne
Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund
anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen
zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur
vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen
entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen
Kenntnisse und Fähigkeiten hat. [...]

§17 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird
bestraft, wer 1.ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder
2.einem Wirbeltier a.aus Roheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder
b.länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder
Leiden zufügt. (Als vernünftiger Grund gilt die beabsichtigte
Weiterverwendung als Lebensmittel, "mag ich nicht mehr" ist kein
Grund!)

Literatur[1] Dieter Untergasser, Krankheiten der Aquarienfische,
Frankh'sche Verlagshandlung Stuttgart
[2] Der letzte Ausweg?!
<http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~gohr/reef/euthan.htm
Universität Düsseldorf> (Link leider ungültig)
[3] Gohr/Block, Das Töten von Fischen, Aquaristik aktuell 9-10/98, S.
54
[4] Klaus Tegelhüter, Einige Gedanken zum tierfreundlichen Abtöten
von Fischen (siehe auch Gastbeitrag) mit einem Zusatz von Norbert
Grunwald, Regenbogenfisch 3/98
[5] Fischkill-FAQ der AquariumBBS


Sollten einige Formulierungen etwas drastisch und tendentiell
ausgefallen sein, so bitte ich um Nachsicht. Wenn es um das Wohl meiner
Pfleglinge geht gibt es für mich keine Komprimisse. Über vieles
läßt sich streiten, und vieles hängt einfach von Art und Größe des
Fisches und den Vorkenntnissen des Besitzers ab.

Erste Version Mai 1997

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(06/2001)· © Renate Husmann 1997-2005 · Haftungsausschluss
URL dieses Dokumentes: http://www.rhusmann.de/aqua/toeten.htm
Jede Verwendung von Inhalten bedarf meiner schriftlichen Genehmigung ·
Impressum ·

Claudia W.

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Jul 13, 2006, 2:13:20 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen

Susanne G.

unread,
Jul 13, 2006, 4:00:09 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo,
danke Euch allen für den Beistand. und die links zum Thema. Lilli lebt
immer noch und die Schwellung scheint von vorne nach hinten gewandert
zu sein. Das heißt, die Augen quellen nicht mehr ganz so extrem
heraus, dafür ist der Körper noch dicker und die Schuppen sträuben
sich noch mehr.
Aber sie frisst und morgens ist sie immer etwas lebhafter als abends.

Andreas hat Recht, solange sie frißt, warte ich ab. Natürlich möchte
ich nicht, dass sie länger leidet als nötig, aber nur weil ich den
Anblick kaum ertragen kann, soll sie noch nicht sterben müssen,
solange noch Hoffnung besteht.

Mir geistert noch so ein Beitrag aus dem Shubunkin-Forum durch den
Kopf: "Goldfisch seit zwei Jahren Bauchwassersucht" oder so ähnlich,
nach dem ein Fisch schon seit zwei Jahren mit abgespreizten Schuppen
und aufgeblähtem Körper lebte. Keine schöne Idee - oder glaubt ihr,
dass war nur wieder so ein Scherzkeks, der da
herum-fibe-ähem-räusper-fabuliert hat?
Wie dem auch sei, falls es bei Lilli sich doch noch sehr lange
hinziehen würde, verspreche ich, einen Tierarzt aufzusuchen.

Liebe Grüße,
Susanne

A.Han...@gmx.de

unread,
Jul 13, 2006, 4:15:18 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo Susanne,

> Mir geistert noch so ein Beitrag aus dem Shubunkin-Forum durch den
> Kopf: "Goldfisch seit zwei Jahren Bauchwassersucht" oder so ähnlich,

http://www.shubunkin.de/forum/thread.asp?id=36086
Da ist er,ich fand ihn anschaulich wegen des guten Bildes dazu.
Der vorgestellte Fisch war aber schon steinalt,auf jeden Fall ein
extrem ungewöhnlicher Fall

> nach dem ein Fisch schon seit zwei Jahren mit abgespreizten Schuppen
> und aufgeblähtem Körper lebte.

Mal mehr,mal weniger,wenn ich den Bericht recht verstanden habe..

> Wie dem auch sei, falls es bei Lilli sich doch noch sehr lange
> hinziehen würde, verspreche ich, einen Tierarzt aufzusuchen.

Für den Fall der Fälle kannst du dich ja einmal umhören,wo es in
München und Umgegend geeignete Ansprechstellen gibt.
Hier gab es schon Geschichten,die gingen bis zu der Empfehlung,einen
befreundeten Tierarzt,der sonst "in Schweinen macht" in einer
Stammkneipe zu besuchen,um dort ein Antibiotikum zu bekommen.
Also,nicht jeder Tierarzt scheint sich unbedingt mit Goldfischen
abgeben zu wollen,auf der Gegenseite gab es bislang kaum eine
Kundenklentel,die einen Goldfisch zum Tierarzt gebracht haben,warum
also darauf spezialisieren?

Aber als Zwischenbilanz,solange der Fisch frisst,lass ihn und warte
ab,scheinbar reagiert er sogar in winzigen Schritten,morgen sollte es
dann wieder einen kleinen Fortschritt geben,jeder Tag mit dieser
Tendenz darf ein wenig optimistischer stimmen

Grüsse nach München

Susanne G.

unread,
Jul 13, 2006, 4:31:17 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo Andreas,

ich habe mal eine OT-Frage: Wie bekommst Du die links aus dem Forum in
Deinen Beitrag? Bei mir erscheint oben in der Adresszeile nur immer
http://www.shubunkin.de/index.asp wenn ich einen Forumsbeitrag
anklicke.

Ansonsten danke für die guten Wünsche.
Liebe Grüße,
Susanne.

Moana

unread,
Jul 13, 2006, 7:05:02 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen

´hallo,
das mit lilly ist schrecklich. das mit dem nelkenoel ist ganz einfach.
du setzt das tier in einen kleinen behälter und treufelst nach und
nach nelkenoel dazu. tropfen für tropfen. ihrgendwann ist die dosis so
hoch das der augen reflex aufhört. dann nochmals eine kräftige dosis
hinterher. dann mind. eine halbe std. warten. dann müsste das tier tod
sein. du kannst auch das nelkenoel (1:1) mit reinem Alkohol mischen.
ich hoffe sie schafft es eher alleine. aber glaub mir du weißt wann es
soweit sein wird. und dann geht es auch einfacher, weil du das leiden
sihst. noch scheint sie ja zu fressen und das ist immer ein gutes
zeichen.

Liebe grüße moana

SylviaB

unread,
Jul 13, 2006, 9:56:22 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo Susanne,

es tut mir leid für Lilli. Sollte es wirklich dazu kommen, habe ich
hier 2 Beiträge

>Beitrag von IRENE :
Ich hab mich an Dr. Hochwartners Anweisungen ghalten und es hat gut
funktioniert:
http://www.zierfischforum.at/ftopic4120-0-asc-0.html d.h. 0,5ml
Nelkenöl pro Liter mit Wasser und Luft zu einer emulsion schütteln
und in das vorbereitete Wassergefäß geben, dann die Fische dazu.

Sie sind sehr schnell in Seitenlage gekippt und waren gleich stark
narkotisiert.
Nach etwa fünf MInuten hab ich keine Keimenbewegungen mehr gesehen,
aber ich habe sicherheitshalber nochmal diesselbe Dosis
Nelkenöl-Emulsion dazu getan - quasi "doppelt hält besser". Nun
liegen die Fische seit etwa einer Stunde in dem Gefäß - nach den
Angaben des Fishdocs müßten sie nach einer haben Stunde bereits tot
sein, aber er rät auch sie einfach länger drin zu lassen. <


So habe ich es getan. Sie schlafen, zumal wenn sie geschwächt sind,
ziemlich schnell ein. Aber es tut eben weh zuzusehen.


>von SABINE ATTELN
Habe eine kleine Plastikschüssel genommen (am besten ein
Wegwerfbehälter - den Geruch kriegt man kaum raus), mit Aquariumwasser
füllen, Fisch reintun, er sollte schon bequem reinpassen.
1 Tropfen pro Liter lässt ihn langsam einschlafen, kannst alle 10
Minuten einen weiteren Tropfen zugeben, immer gut aufgeschüttelt. Wenn
er schläft, eine dicke Dosis nachreichen, um sicher zu sein. Lass ihn
dann ein bis 2 Stunden drin, oder stelle das Gefäss in den Freezer -
Genickschnitt bringe ich einfach nicht, aber anderen mag das leichter
fallen.
Ich umarme dich, das bringt mir schon wieder die Tränen in die Augen.
Aber wenn keine Hoffnung besteht, ist es das Beste, das wir ihm noch
antun können.
Alles Gute <

Ich wünschte Du könntest es Dir ersparen. Drücke Dir die Daumen.

Viele Grüße Sylvia

A.Han...@gmx.de

unread,
Jul 13, 2006, 10:56:22 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo Sylvia,

> es tut mir leid für Lilli. Sollte es wirklich dazu kommen, habe ich
> hier 2 Beiträge

*schäm*,das mir das nicht eingefallen ist.Sonne nix gut für Gehirn
von Andreas,nur Gärung,nix Gedanken..

> http://www.zierfischforum.at/ftopic4120-0-asc-0.html

Der Link ist auch ansonsten umfangreich und lesenswert,ein Tierarzt im
Forumskreuzverhör.
Generell ist oben erwähntes Forum mehr als einen Blick wert,ich schau
gern wegen der Wirbellosenecke herein

Grüsse

SylviaB

unread,
Jul 13, 2006, 11:47:22 AM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo Andreas,

>*schäm*,das mir das nicht eingefallen ist.Sonne nix gut für Gehirn
von Andreas,nur Gärung,nix Gedanken..

ich glaube jetzt schadet Dir die Sonne wirklich schon ein bißchen....

Viele Grüße

Susanne G.

unread,
Jul 13, 2006, 1:02:36 PM7/13/06
to Goldfische und Zuchtformen
Hallo zusammen,
ganz herzlichen Dank nochmals für Eure Hilfe. Die Diskussion im
Zierfischforum habe ich gelesen. Das ist ja richtig spannend. Die Infos
zur Anwendung von Nelkenöl habe ich mir abgespeichert. Hoffentlich,
hoffentlich muss ich sie nie anwenden.
Die Patientin sieht nicht mehr gar so grausig aus, seit die Augen
wenigstens wieder normal sind. Die Schuppen stehen aber noch ab und der
Hinterleib sieht aus wie aufgeblasen. Sie schwamm heute viel mehr umher
als gestern.
Danke, Andreas, dass Du mich von voreiligen Handlungen abgehalten hast!
Jedenfalls tut es gut, nicht so allein dazustehen. Mensch, bin ich
froh, dass wir diesen Forumsersatz haben!

Hoffnungsvolle Grüße,
Susanne.

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