On Mon, 01 Feb 2016 14:48:09 Dr. Joachim Neudert wrote:
> >> Das Zauberwort heißt immer "langfristig".
> >> Damit ist jeder Mißerfolg nur ein Rückschlag.
> > Oder auch jeder Erfolg nur vorübergehend.
> > Was will man überhaupt langfristig erreichen und wozu? Gäbe es
> > heute noch das römische Reich, für wen hätte das Vorteile?
> Über 700 Jahre ging es seit Hellas mit der Kultur und Technik in
> Riesenschritten voran. Dann kamen 1200 Jahre finsterstes
> Mittelalter, bis zur Renaissance.
Wobei fraglich wäre, ob sich der technische Fortschritt andernfalls
aus dem schon reichlich dekadenten römischen Reich überhaupt im selben
Ausmaß entwickelt hätte. Das wird nicht zu klären sein, für aufgelegt
halte ich es jedenfalls nicht.
Aber:
> Und du fragst, was heute besser sein könnte, ohne diese
> Unterbrechung? Mann, wir zwei würden uns über Subspace-Kanal von
> Alpha Centaurio aus unterhalten! z.B... :-))
Ja, sicherlich.
Zum einen: Die Leute haben vor 200 Jahren auch gut ohne unsere
Techniken leben können, weil sie es nicht besser kannten, ebenso wie
wir nicht allzu viel von dem vermissen, was erst kommen wird (von
Retina-Displays für Windows-Rechner vielleicht gerade einmal
abgesehen).
Zum anderen: Ich mache technischen Fortschritt gerade nicht an der
Existenz einzelner Nationen fest. Die beiden Weltkriege haben die
Entwicklung ganz deutlich von Europa in die USA verschoben, aber
deshalb doch nicht gebremst.
> > Und weshalb hätte das die Römer der Antike kümmern sollen?
> Man sieht, Du hast keine Kinder. Mich wundert, daß Du Dir doch
> fundiert Gedanken über gesellschaftliche Entwicklungen und
> Fehlentwicklungen zu machen scheinst- eigentlich ist das für Dich
> doch vollkommen irrelevant, mit diesem Totschlag-Argument dbei den
> Römern? Wenn Du tot bist, endet das Universum.
Für mich selbst ist das auch in der Tat ziemlich irrelevant, was
mich nicht daran hindert, mir trotzdem Gedanken darüber zu machen.
Ob es Österreich (oder auch Deutschland) in 1000 Jahren noch gibt?
Realistisch betrachtet sehr unwahrscheinlich, wenn ich mir ansehe,
wie Europa *vor* 1000 Jahren (oder auch nur vor 150 Jahren)
ausgesehen hat. Weshalb sollte die Zeit ausgerechnet jetzt, hier bei
uns stehenbleiben? No way.
Und was allfällige Kinder betrifft: Meine Vorfahren vor 1000 Jahren
sind mir wirklich *völlig* egal, weil die betroffenen Menschen im
Prinzip genau überall gelebt haben können (und vermutlich in Summe
auch so ziemlich überall gelebt haben). Ich kann Dir nur von
einzelnen Urgroßeltern noch Namen nennen, von der Generation davor
keinen einzigen. Ebenso irrelevant wären logischerweise meine
Nachfahren, sobald es über die Enkel und vielleicht noch Urenkel
hinausgeht. Das verliert sich ziemlich schnell in der Gesamtheit
aller Menschen.
Servus,
Stefan
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike
Horrend bleibt horrend: Und dafuer Stefan!
(Sloganizer)