On Fri, 26 Jul 2013 10:14:31 +0000, Frank Boehm wrote:
> Joseph Terner <
jtusene...@gmx.de> wrote:
>> On Thu, 25 Jul 2013 22:33:52 +0000, Frank Boehm wrote:
>> > Joseph Terner <
jtusene...@gmx.de> wrote:
>> >> On Thu, 25 Jul 2013 20:10:37 +0000, Frank Boehm wrote:
>> >> > Joseph Terner <
jtusene...@gmx.de> wrote:
>> >> >> On Thu, 25 Jul 2013 13:39:22 +0000, Frank Boehm wrote:
>> >> >>
>> >> >>
>> Die Zielgruppe von Ubuntu sind eindeutig Leute, die von Android und iOS
>> kommen. Es hat schon seinen Grund, warum Bug 1 geschlossen wurde.
>
> Das sehe ich anders. Es hat schon immer einen Bedarf an zweckgebundene
> schnoerkellose Systeme gegeben.
Den Zweck, für den das System entworfen wurde, erfüllt es denke ich gut.
Und viele Schnörkel sehe ich auch nicht.
>> Ich starte die VM, die ich vor Monaten testweise mal erstellt habe und
> ^^^
>> suche dann bspw. mal nach einer Shell. Und habe damit keine
> ^^^^^^^^^^
> Genau das meine ich, wir wissen beide wo eine shell typischerweise zu
> finden ist, deswegen wird eine Suche nicht lange dauern.
Nun weiß ich nicht, wo bei Unity eine Shell typischerweise zu finden ist,
denn ich benutze das System ja nicht regelmäßig. Kann sie aber ohne
spezifisches Unity-Vorwissen trotzdem schnell finden, das zeichnet ein
gutes UI aus.
> Als Beispiel:
> Der "Persoenliche Ordner" wird in etwas praesentiert, was ein
> Dateimanager sein soll.
>
> Es gibt aber keine sofort erkennbare /und/ veraenderbare Adresszeile, in
> der man einen Pfad direkt eingeben kann.
> Selbst wenn man alles kennt und auswendig eingeben koennte, wird man
> gezwungen sich durchzuclicken.
Gerade mal spontan probiert, Ctrl+L zu drücken, weil das im GTK-
Filechooser genauso funktioniert (Transferleistung). Siehe da, das
Eingabefeld mit dem Pfad erscheint. Das UI verhält sich erwartungsgemäß.
Davon abgesehen weiß die Zielgruppe von Unity überhaupt nicht, was ein
Pfad ist und kennt auch diesen Shortcut nicht. Die bekommt also auch, was
sie erwartet.
> Die Konzepte die Windows 8 praesentiert sind von der Idee her nicht neu
> und in aehnlicher Form praktisch alle schon in einem der zahlreichen wm
> fuer un*x vorzufinden gewesen.
Was für "Konzepte" das auch immer sein sollen, sie haben sich für mich
als völlig unbrauchbar erwiesen.
> Wieso findest Du schneller einen Weg in Linux als unter Windows?
> Scheuklappen aus Prinzip?
Weil das UI brauchbarer gestaltet ist, vielleicht?
> Wie und Wo? Unter 12.04 kannst Du die Taste, die in ubuntu mit "super"
> bezeichnet wird, noch so lange druecken. Bis Du schwarz wirst.
Naja, diese Version ist mittlerweile so veraltet wie Android 2.3 oder iOS
4. Kann man sich drüber auslassen, ist aber eigentlich Schnee von
gestern, Ubuntu ist bereits zwei Versionen weiter.
> Es gibt ja Detailverbesserungen, aber genau das ist im Support ein
> Problem, weil ich nicht automatisch *jede* Veraenderung einer
> Distributionsnummer zuordnen kann. Die Leute wissen ja oft selbst nicht,
> was sie verwenden.
Die Leute verwenden Windows, Android, iOS und künftig vielleicht Ubuntu
und FirefoxOS (auf dem Smartphone/Tablet).
> Ich merke mir eher wann ein Bug in KDE oder einem anderem wm behoben
> wird. In welchen Intervallen die verschiedenen Distributionen
> aktalisierte Pakete oder Backports verteilen weiss ich nicht im Detail
> auswendig. Weiss wo es steht, kostet aber Zeit.
Diese Nerd-Spielwiesen haben für den Massenmarkt keine Relevanz.
> Wie erreichst Du dasselbe Menue "Super+a" im default ubuntu nur mit der
> Maus und einer Tastatur ohne Windows Tasten?
Da gibt es ein Icon, das sieht aus wie das Ubuntu-Logo, da drückt man
drauf. Anschließend findet man am unteren Rand eine weitere Leiste zum
Durchklicken. Funktioniert nicht anders als ein Android-Launcher.
Hast Du schonmal ein Gerät mit einem GUI aus diesem Jahrtausend bedient?
> Meine normal verwendeten IBM Tastaturen haben diese Tasten nicht.
Die Tastatur vom ZX81 auch nicht. ;-)
> Mein Trackball hat auch keine dritte Maustaste.
Trackballs sind ja auch zu Recht ausgestorben.
>> Neuinstallierte Programme erscheinen in der Leiste. Gerade mal mit
>> Opera getestet.
>
> Nur weil Du lediglich ein Programm getestet hast, bei dem es
> funktioniert? Obwohl Du bereits von mir erfahren hast, dass es nicht
> ueberall funktioniert? Schon etwas Oberflaechlich so einem Bugreport zu
> folgen.
Bin nicht zuständig für Deine Bugreports.
> In meinem Fall hab ich FreeOffice installiert. Aber auch ein
> nachinstallierter midnight commander oder ein xosview erscheinen nicht
> anclickbar auf dem dash board an der linken Seite.
Die letzteren beiden erscheinen nirgendwo, weil sie kein XDG-konformes
desktop file mitbringen. Dafür ist nämlich Upstream zuständig. Allerdings
hat sich irgendwann in den späten 90ern hat sich mal der Hotkey Alt+F2
eingebürgert, um sowas wie xosview direkt aufzurufen und siehe da, er
funktioniert mit Unity immer noch.
>> Ubuntu soll aufs Tablet und Unity sieht recht tauglich dafür aus.
>
> Das mag sein. Aber ins Buero wollen die auch und nach den Verordungen
> fuer Bildschirmarbeitsplaetze koennen die Tablets nur ergaenzend
> verwendet werden, aber sind IMHO kein Ersatz fuer einen Desktop PC.
Vermutlich wird eine Canonical USA Inc. die "Verordnungen für
Bildschirmarbeitsplätze" wenig interessieren.
>> Da sind wir doch beim Kern des Problems angelangt. Ich bin nicht mit
>> Windows95-Startmenü, KDE und GNOME vorbelastet und habe schon vor zehn
>> Jahren WindowMaker mit Dock und Clip unter FreeBSD verwendet.
>
> Ich wuerde es nicht vorbelastet sondern ignorant nennen, wenn jemand es
> schafft ueber einen so langen Zeitraum nie damit in Kontakt zu kommen.
Selbst habe ich die Spielwiese KDE nie produktiv genutzt und den
gräßlichen GNOME-Murks nach Kräften vermieden. Bin gar nicht schlecht
damit gefahren. Mit Linux und FreeBSD kann man auch so ganz hervorragend
arbeiten.
> Wer sich mit etwas auskennt, wird von Freunden oder Arbeitskollegen
> irgendwann gebeten bei einem Problem zu helfen.
Das habe ich abgestellt, weil ich mit meiner Zeit besseres anzufangen
weiß. Man verweist die Leute einfach an Geräte & Software, mit der sie
selbständig klarkommen. Android und iOS haben keinen gigantischen
Supportbedarf.
> Gerade im Linux Umfeld mit seinen vielen Individualisten
<
http://www.youtube.com/watch?v=QereR0CViMY> :-)
> haben doch keine zwei Leute denselben
> wm. Und trotzdem ist Dir das noch nie untergekommen? Klingt einsam.
> Nie eine LUG Liste aboniert und an den Gespraechen dort teilgenommen?
Manchen hilft es, sich mit anderen Patienten auszutauschen, aber für
viele Menschen sind Selbsthilfegruppen nichts. ;-)
> Auf jedem LUG Treffen oder einem anderen Open Source Event wird jemand
> mit KDE oder Gnome vertreten sein, um nur die beiden groessten zu
> nennen.
KDE & GNOME als "die beiden größten" zu bezeichnen ist schon echt lustig.
Von den 2 % Marktanteil auf dem PC dürfte Unity mittlerweile mit Abstand
die meisten Nutzer haben.
> Schon weil ich neugierig bin und mir auch die verschiedenen neuen ISO
> Images der Distributionen in einer vm anesehe, kriege ich bereits im
> Vorfeld eine ganze Reihe der Aenderungen mit, die spaeter als "neu"
> etabliert werden.
Naja, ich habe 1995/2000 mit Slackware und FreeBSD angefangen und bin
damit immer noch unterwegs. Irgendwelche obskuren Distributionen ansehen,
die es in ein paar Jahren nicht mehr gibt, halte ich für
Zeitverschwendung. "Linux auf dem Desktop" im ursprünglichen Sinne wird
eh nicht mehr stattfinden.
Joseph