Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

GoogleMail und der CIA-Chef

19 views
Skip to first unread message

Dr. Joachim Neudert

unread,
Nov 14, 2012, 10:55:33 AM11/14/12
to
http://media.caglecartoons.com/media/cartoons/136/2012/11/13/122333_600.jpg

Eigentlich eine Basisqualifikation für einen CIA-Chef, seine
Liebesbotschaften nicht ausgerechnet der Datenkrake zu überantworten..,.

Michael Bode

unread,
Nov 14, 2012, 2:08:11 PM11/14/12
to
Welche Mailprovider hättest Du denn für sowas genommen?

--
It just works.
Manchmal.

Dr. Joachim Neudert

unread,
Nov 14, 2012, 5:11:04 PM11/14/12
to
Am 14.11.12 20:08, schrieb Michael Bode:
>> Eigentlich eine Basisqualifikation fᅵr einen CIA-Chef, seine
>> Liebesbotschaften nicht ausgerechnet der Datenkrake zu ᅵberantworten..,.
>
> Welche Mailprovider hᅵttest Du denn fᅵr sowas genommen?
>


5sl.org natᅵrlich!

(Da weiᅵ ich wer dahinter steckt... ;-) )

Michael Bode

unread,
Nov 14, 2012, 5:56:41 PM11/14/12
to
"Dr. Joachim Neudert" <neu...@5sl.org> writes:

> 5sl.org natürlich!
>
> (Da weiß ich wer dahinter steckt... ;-) )

Ja, und jeder andere auch. Nicht besonders schlau, wenn man anonym
Nachrichten austauschen möchte.

Michael Strauss

unread,
Nov 14, 2012, 9:13:49 PM11/14/12
to
Am Wed, 14 Nov 2012 20:08:11 +0100
schrieb Michael Bode <m.g....@web.de>:

> Welche Mailprovider hättest Du denn für sowas genommen?

Jeden anderen, der Mails löscht, wenn man Sie löscht.

Zitat:
Bitte beachten Sie, dass Kopien von gelöschten Nachrichten und Konten
eventuell bis zu 60 Tage auf unseren aktiven Servern verbleiben, ehe
sie gelöscht werden, und eventuell noch länger in unseren
Offline-Sicherungssystemen erhalten bleiben.

Und natürlich holt man Seine Mails ab und löscht Sie beim Provider.

Wobei ich die Mails der letzten drei Wochen auch in der Mobil-Mailbox
lagere.

Grüße
Michael

--

René Helmert

unread,
Nov 14, 2012, 9:32:57 PM11/14/12
to
Michael Bode schrieb:
>> Eigentlich eine Basisqualifikation f�r einen CIA-Chef, seine
>> Liebesbotschaften nicht ausgerechnet der Datenkrake zu �berantworten..,.
>
>Welche Mailprovider h�ttest Du denn f�r sowas genommen?

Daf�r gibt's Nymserver wie nym.mixmin.net oder nymph.paranoici.org
(http://de.wikipedia.org/wiki/Nym_Remailer).

Es sind 2 Accounts (b...@nym.mixmin.net und al...@nymph.paranoici.org)
zu er�ffnen.

Bob schickt sodann eine f�r Alice PGP-verschl�sselte ausgehende
Nachricht via Tor und eine Remailerkette an seinen Nymserver-Account
b...@nym.mixmin.net, von welchem sie nun dem Empf�nger
al...@nymph.paranoici.org zugestellt wird. Die dort eingegangene Mail
wird dann von Alice's Nymserver mit einer weiteren
Verschl�sselungsschicht versehen und eSub-markiert in eine Newsgruppe
wie alt.anonymous.messages gepostete. Von dort kann Alice diese
ebenfalls anonym mittels Tor �ber einen beliebigen Newsserver abholen,
wobei am besten die gesamte Newsgroup heruntergeladen und dann lokal
selektiert wird.

Weder den Nymservern noch einem aussenstehenden Beobachter wird die
Identit�t von Alice oder Bob bekannt, lediglich die Nutzung des
Tor-Netzwerks k�nnen sie nicht verheimlichen. Zudem kann die Latenz
der gesamten �bertragungskette von Nachteil sein. Mit entsprechender
Software ist das alles �brigens sehr einfach zu handhaben.

Ren�

Michael Bode

unread,
Nov 15, 2012, 1:17:02 AM11/15/12
to
Renᅵ Helmert <an...@anon.invalid> writes:

> Weder den Nymservern noch einem aussenstehenden Beobachter wird die
> Identitᅵt von Alice oder Bob bekannt, lediglich die Nutzung des
> Tor-Netzwerks kᅵnnen sie nicht verheimlichen. Zudem kann die Latenz
> der gesamten ᅵbertragungskette von Nachteil sein. Mit entsprechender
> Software ist das alles ᅵbrigens sehr einfach zu handhaben.

Hᅵrt sich gut an. Ich frage mich nur, ob nicht alle Alarmglocken
angehen, wenn ein CIA Mitarbeiter privat sowas nutzt. Da ist ein Gmail
Konto doch unauffᅵlliger.

Michael Bode

unread,
Nov 15, 2012, 1:35:39 AM11/15/12
to
Michael Strauss <cisne...@lists.mszet.de> writes:

> Und natᅵrlich holt man Seine Mails ab und lᅵscht Sie beim Provider.

Hilft aber nichts, wenn das FBI das Konto ᅵberwacht.

Soweit ich das bisher verstanden habe, hat er das nach der beliebten
Methode gemacht, dass beide auf das Konto zugreifen konnten und die
Mails gar nicht verschickt wurden sondern in Entwᅵrfe gespeichert. Nur
scheint er einfach dass Password seines normalen privaten Kontos
verraten zu haben anstatt seine Tussi ein extra Konto einrichten zu
lassen. Und so scheint sie auch seine anderen Mails gelesen *und*
darᅵber gequatscht zu haben. *Deshalb* hat das FBI gegen einen Hacker
ermittelt, der das Konto von Petraeus gehackt haben sollte. Nur war das
halt seine Tussi.
Message has been deleted
Message has been deleted

Dr. Joachim Neudert

unread,
Nov 15, 2012, 9:21:33 AM11/15/12
to
Am 15.11.2012 13:35, schrieb Jochen Schmid:
> Am 2012-11-15 07:35 CET schrieb Michael Bode:
>
>> Hilft aber nichts, wenn das FBI das Konto ᅵberwacht.
>
> Dabei frage ich mich wieder, warum niemand seine (E-)Mail in einen
> Umschlag steckt und diesen zuklebt. "Umschlag" liefert gnupg und die
> Integration ist heute auch keine technische Herausforderung mehr.
>
>

Auch dann wᅵre es auffᅵllig, wenn ein 4* General 30 000 Mails an eine
verheiratete Mutter dreier Kinder in Florida schickt, PGP hin oder her...

René Helmert

unread,
Nov 15, 2012, 10:03:31 AM11/15/12
to
Michael Bode schrieb:

>Ren� Helmert <an...@anon.invalid> writes:
>
>> Weder den Nymservern noch einem aussenstehenden Beobachter wird die
>> Identit�t von Alice oder Bob bekannt, lediglich die Nutzung des
>> Tor-Netzwerks k�nnen sie nicht verheimlichen. Zudem kann die Latenz
>> der gesamten �bertragungskette von Nachteil sein. Mit entsprechender
>> Software ist das alles �brigens sehr einfach zu handhaben.
>
>H�rt sich gut an. Ich frage mich nur, ob nicht alle Alarmglocken
>angehen, wenn ein CIA Mitarbeiter privat sowas nutzt. Da ist ein Gmail
>Konto doch unauff�lliger.

Keine exponierte Person, und insbesondere kein hochrangiger
Geheimdienstmitarbeiter, sollte sich bei der Internetkommunikation
(Web-Recherchen etc.) von wem auch immer in die Karten schauen lassen.
Daf�r zumindest Tor zu nutzen erscheint mir deshalb nicht nur
akzeptabel, sondern Pflicht. Welche Art Daten dann durch so eine
Tor-Verbindung laufen, ist von aussen kaum nachzuvollziehen. Und das
w�re hier nur die erste �bertragungsetappe, welcher weitere H�rden
folgen.

Demgegen�ber bist Du doch als Gmail-User gl�sern. Jedem Account k�nnen
der oder die User eindeutig zugeordnet werden. �berdies bleiben
s�mtliche Kontoaktivit�ten, wahrscheinlich selbst auf Entwurfsebene,
auf Dauer konserviert. Zum Erlangen solcher Informationen werden diese
Dienste doch �berhaupt nur betrieben.

Gr�sse

Ren�

Dr. Joachim Neudert

unread,
Nov 15, 2012, 10:23:56 AM11/15/12
to
Am 15.11.2012 16:03, schrieb Ren� Helmert:

> �berdies bleiben
> s�mtliche Kontoaktivit�ten, wahrscheinlich selbst auf Entwurfsebene,
> auf Dauer konserviert. Zum Erlangen solcher Informationen werden diese
> Dienste doch �berhaupt nur betrieben.
>
> Gr�sse
>
> Ren�
>

Ein interessanter Gedanke, und nicht mal ganz unwahrscheinlich.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 15, 2012, 11:42:29 AM11/15/12
to
Michael Bode <m.g....@web.de> wrote:

>Soweit ich das bisher verstanden habe, hat er das nach der beliebten
>Methode gemacht, dass beide auf das Konto zugreifen konnten und die
>Mails gar nicht verschickt wurden sondern in Entw�rfe gespeichert.

Hallo?! Bei welchem Laden arbeitete er doch gleich als Chef? Das ist
ja derart st�mperhaft, alleine _daf�r_ geh�rte man in _der_ Position
sofort zwangspensioniert.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

gUnther nanonüm

unread,
Nov 15, 2012, 12:20:55 PM11/15/12
to

"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> schrieb im Newsbeitrag
news:1q6aa896d0naguo99...@4ax.com...

>>Soweit ich das bisher verstanden habe, hat er das nach der beliebten
>>Methode gemacht, dass beide auf das Konto zugreifen konnten und die
>>Mails gar nicht verschickt wurden sondern in Entwürfe gespeichert.
>
> Hallo?! Bei welchem Laden arbeitete er doch gleich als Chef? Das ist
> ja derart stümperhaft, alleine _dafür_ gehörte man in _der_ Position
> sofort zwangspensioniert.

Hi,
eben deshalb ja, die Methode ist Clinton-approved.

--
mfg,
gUnther


Stefan Froehlich

unread,
Nov 15, 2012, 2:46:43 PM11/15/12
to
On Thu, 15 Nov 2012 16:03:31 René Helmert wrote:
> Keine exponierte Person, und insbesondere kein hochrangiger
> Geheimdienstmitarbeiter, sollte sich bei der Internetkommunikation
> (Web-Recherchen etc.) von wem auch immer in die Karten schauen
> lassen.

Das koennte aber gerade fuer exponierte Personen auf ihrem
Dienstrechner durchaus schwierig (und gegebenenfalls erst recht
auffaellig) sein. Im Grund genommen waere die Loesung ganz einfach:
sich im Job um den Job zu kuemmern. Eine Kernfrage ist fuer mich ja
auch, wieso _das_ ueber die Jahre niemandem aufgefallen ist. Ich
fuehle mich an den Witz mit den Kannibalen und den Putzfrauen
erinnert.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - Für kleine und große Schlemmer: Bezierpsen wenn es beisst!
(Sloganizer)

Michael Bode

unread,
Nov 15, 2012, 3:56:35 PM11/15/12
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> writes:

>>Soweit ich das bisher verstanden habe, hat er das nach der beliebten
>>Methode gemacht, dass beide auf das Konto zugreifen konnten und die
>>Mails gar nicht verschickt wurden sondern in Entwürfe gespeichert.
>
> Hallo?! Bei welchem Laden arbeitete er doch gleich als Chef? Das ist
> ja derart stümperhaft, alleine _dafür_ gehörte man in _der_ Position
> sofort zwangspensioniert.

Das ist doch garnicht das Problem. Er hat ja nicht die Pläne für die
Iran-Invasion bei Gmail gespeichert. Das Problem ist, dass er kein
separates Konto dafür genommen hat. Ich gehe mal davon aus, dass er auf
dem privaten Konto nur private Sachen abgewickelt hat. Das hätte er
natürlich auch gerne alles GPG verschlüsselt über TOR oder per
verschränkter Photonen verschicken können. Wenn er dann im Bett drüber
quatscht, dann weiß seine Freundin halt trotzdem Dinge, die sie nicht
wissen könnte, wenn sie nicht seine Freundin wäre. Und wenn die dann
auch quatscht, dann hilft die tollste Kryptographie nicht weiter.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Nov 16, 2012, 12:48:38 AM11/16/12
to
Michael Bode <m.g....@web.de> wrote:

>Das ist doch garnicht das Problem. Er hat ja nicht die Pl�ne f�r die
>Iran-Invasion bei Gmail gespeichert. Das Problem ist, dass er kein
>separates Konto daf�r genommen hat.

Ja, klar, das meinte ich ebenso mit meinem Kommentar. In dem Job
sollte man ob der Trennung dienstlich/privat Bescheid wissen, und auch
dar�ber, wie man seine Aff�ren geheimh�lt.

Michael Bode

unread,
Nov 16, 2012, 1:14:07 AM11/16/12
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> writes:

> Ja, klar, das meinte ich ebenso mit meinem Kommentar. In dem Job
> sollte man ob der Trennung dienstlich/privat Bescheid wissen, und auch
> darᅵber, wie man seine Affᅵren geheimhᅵlt.

Auch wieder richtig. Ein Verstoᅵ gegen das 11. Gebot ist bei einem
Geheimdienstler ein Kᅵndigungsgrund.
Message has been deleted

Michael Bode

unread,
Nov 16, 2012, 2:26:17 PM11/16/12
to
Jochen Schmid <pflh...@gmx.net> writes:

> Am 2012-11-15 15:21 CET schrieb Dr. Joachim Neudert:
>
>> Auch dann wᅵre es auffᅵllig, wenn ein 4* General 30 000 Mails an eine
>> verheiratete Mutter dreier Kinder in Florida schickt, PGP hin oder her...
>
> Ja und? Laᅵ' es auffᅵllig sein. Selbst in Amiland sollte das fᅵr
> negative Folgen nicht reichen.

Du siehst doch gerade, dass es reicht.

René Helmert

unread,
Nov 16, 2012, 4:55:32 PM11/16/12
to
Stefan Froehlich schrieb:

>Das koennte aber gerade fuer exponierte Personen auf ihrem
>Dienstrechner durchaus schwierig (und gegebenenfalls erst recht
>auffaellig) sein.

Ja, solange Tor nicht weitere Verbreitung findet, mag das so sein.

> Im Grund genommen waere die Loesung ganz einfach:
>sich im Job um den Job zu kuemmern.

Ach was. Ist doch besser, die schreiben Liebesbriefchen, als dass sie
Krieg spielen. ;)

Grüsse

René

Benedict Mangelsdorff

unread,
Nov 16, 2012, 10:32:17 PM11/16/12
to
Am 16.11.2012 22:55, schrieb Ren� Helmert:
[...]
> Ach was. Ist doch besser, die schreiben Liebesbriefchen, als dass sie
> Krieg spielen. ;)

Es gibt Leute, f�r die das das Gleiche ist.


ttyl8er, bm.

--
e=mc� � 2 dB
Message has been deleted

Dr. Joachim Neudert

unread,
Nov 17, 2012, 5:41:49 PM11/17/12
to
Jochen Schmid <pflh...@gmx.net> wrote:
> Am 2012-11-16 20:26 CET schrieb Michael Bode:
>
>> Du siehst doch gerade, dass es reicht.
>
> Soweit ich das mit halbem Ohr verfolgt habe, reicht es aufgrund der
> Inhalte, nicht der Menge.
>

Die Menge hat das Interesse für die Inhalte erst geweckt.

--
vom iPad gesendet
Message has been deleted
0 new messages