Am 14.09.21 um 11:58 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Mike Grantz <inv...@invalid.invalid> wrote:
>> Drone40 ist interessant und gruselig zugleich.
>> Und autonome Waffensysteme bereiten den Weg zum Terminator.
> Das schon alles. Auch wenn sich autonome Gotteskrieger mit AK47 gerade
> wieder den autonomen US-Waffen überlegen gezeigt haben, dank hoher
> Kampfmoral.
Ob das Kampfmoral ist wage ich zu bezweifeln: Das sind
Analphabeten, die sich Anerkennung in ihrem Stamm er-
werben können - Lars hat das ja mal sehr gut beschrieben.
Aber egal.
Joachim, Du bist ungedient oder nur Sanitätsdienst, stimmt's?
Das ist ansich ja kein Makel, verstellt aber den Blick.
In einem Krieg geht es gar nicht um Töten. Es geht darum,
Gegner wie Schachfiguren aus dem Rennen zu nehmen. So sind
Schwerverletzte eigentlich besser: Sie demoralisieren den
Gegner und binden seine Kräfte.
Nun zu den Waffen, Ak-47 vs. Laserschwert - vorab eine
Erklärung: Eine gut gepflegte und gewartete Ak-47 ist
entgegen Deiner Annahme eine Präzisionswaffe. Ich treffe
auf 300 Meter einen Kreis von 10cm.
Warum aber kein Laserschwert?
Make it simple + it's the economy, stupid.
Das Ziel sei, exakt eine Person kampfunfähig zu machen,
ihn vom Schachbrett zu nehmen. Wenn man nun eine Voll-
kostenrechnung machen würde, käme man bei der Ak-47 mit
Waffe, Wartung, Ausbildung, Sold uswusf. auf geschätzte
20 Euro pro Figur. Lass es 200 Euro sein oder wegen mir 400.
Nun nehmen wir ein Laserschwert. Dummerweise ist die
Anzahl der auszuschaltenden Gegner konstant, die wachsen
ja auch nicht am Baum. Und das führt dazu, dass ein aus-
geschalteter Gegner schlagartig 100.000 Euro kostet, also
rein plakativ geschätzt.
Das will man vielleicht bei einem Top-1-Ziel wie ibn Ladin,
aber doch nicht für einen auszuschaltenden Bauerntölpel,
der mit einer Ak-47 umgehen kann.