Re: Panzerfaeuste

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Gerald Gruner

unread,
Apr 2, 2022, 10:46:50 AM4/2/22
to
Stefan Ram schrieb am 2.04.22:

> <Fidel-Sebastian...@b.maus.de> writes:
>>| Bei der "Panzerfaust 3" handelt es sich um eine Panzerabwehrwaffe, mit
>>| der Soldaten gegen Panzer oder Bunker vorgehen können. Weil für die
>>| Waffe keine aufwendige Ausbildung nötig ist und sie etwa auch aus
>
> Eine meiner wenigen Erinnerungen an Unterrichtsinhalte
> der Grundschulzeit:
>
> Ein Lehrer erzählte uns, daß beim "Volkssturm" viele aus
> Unkenntnis die hintere Austrittsöffnung gegen ihre Schulter
> stützten, was zu schwersten Verletzungen geführt haben soll.

Möglich, aber eher unwahrscheinlich). Die Panzerfaust ist ein langes Rohr
mit Griff und Abzug vorne. Man bräuchte also lange Arme und sehr viel
Unverstand. IIRC gab es aber Modelle, die beim Abschuss unter den Arm
geklemmt werden. Da wären Fehler ggf. leichter möglich.
Fehlbedienungen sind allerdings bei allen Waffen gefährlich.

Ein allerdings wohl ein sehr reales Problem ist, dass jemand hinter dem
Schützen steht, dass er dicht vor einer Wand o.ä. steht oder dass er die PF
aus einem Raum oder Fahrzeug heraus abgefeuert.
Zumindest wurde uns (in den 80ern) bei der Ausbildung immer wieder
eingeschärft, dass das ganz dumme Ideen wären...

MfG
Gerald

--
What's the difference between a cat and a comma?
One has claws at the end of its paws and one is a pause at the end of a
clause.

Christian Treffler

unread,
Apr 2, 2022, 1:13:23 PM4/2/22
to
Gerald Gruner schrieb:

> Ein allerdings wohl ein sehr reales Problem ist, dass jemand hinter dem
> Schützen steht, dass er dicht vor einer Wand o.ä. steht oder dass er die PF
> aus einem Raum oder Fahrzeug heraus abgefeuert.
> Zumindest wurde uns (in den 80ern) bei der Ausbildung immer wieder
> eingeschärft, dass das ganz dumme Ideen wären...

Wir haben auch beim Abfeuern im Liegen gelernt, die Beine nicht gerade
nach hinten auszustrecken, sondern etwas nach links. Damit einem nicht
die Fersen angesengt wurden.

CU,
Christian

Gunter Kühne

unread,
Apr 3, 2022, 2:04:27 PM4/3/22
to
Am 02.04.22 um 19:13 schrieb Christian Treffler:
Bei uns hieß das in der DV. In sich gerade, schräg zum Ziel.

--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.

Goetz Schultz

unread,
Apr 5, 2022, 8:33:53 AM4/5/22
to
On 04/04/2022 09:21, Martin Τrautmann wrote:
> On Sat, 2 Apr 2022 16:46:46 +0200, Gerald Gruner wrote:
>> Möglich, aber eher unwahrscheinlich). Die Panzerfaust ist ein langes Rohr
>> mit Griff und Abzug vorne. Man bräuchte also lange Arme und sehr viel
>> Unverstand. IIRC gab es aber Modelle, die beim Abschuss unter den Arm
>> geklemmt werden. Da wären Fehler ggf. leichter möglich.
>
> Meinst du die Handflammpatrone?
>
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Handflammpatrone>
>
> ...laut WP 2001 ausgemustert.


Nach dem schießen mit der Handflamm saßen die Handschuhe was strammer,
aber die Dinger haben keinen Flamme nach hinten. Die sind auch
_wesentlich_ kleiner als eine PzFaust. Etwa in der Größe von einem
Taschenschirm mit Klappgriff.

--

Cheers,
G.

Quis custodiet ipsos custodes?
---------------------------->8------------------------------
/"\
\ / ASCII Ribbon Campaign
X against HTML e-mail
/ \
---------------------------->8------------------------------

Dr. Joachim Neudert

unread,
Apr 5, 2022, 9:25:46 AM4/5/22
to
Am 02.04.22 um 00:27 schrieb Stefan Ram:
> <Fidel-Sebastian...@b.maus.de> writes:
>> | Bei der "Panzerfaust 3" handelt es sich um eine Panzerabwehrwaffe, mit
>> | der Soldaten gegen Panzer oder Bunker vorgehen können. Weil für die
>> | Waffe keine aufwendige Ausbildung nötig ist und sie etwa auch aus
>
> Eine meiner wenigen Erinnerungen an Unterrichtsinhalte
> der Grundschulzeit:
>
> Ein Lehrer erzählte uns, daß beim "Volkssturm" viele aus
> Unkenntnis die hintere Austrittsöffnung gegen ihre Schulter
> stützten, was zu schwersten Verletzungen geführt haben soll.
>
>

""Wir werden unsere Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine noch
einmal verstärken", betonte Baerbock bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit ihrem singapurischen Kollegen Vivian Balakrishnan im
Auswärtigen Amt. "Butscha und Mariupol zeigen, dass es um Leben und Tod
von Millionen von Menschen in der Ukraine geht." Geprüft werde neben der
Lieferung bisher nicht bereitgestellter Waffensysteme auch, "ob
technische Probleme, die bei der Lieferung und Nutzung" deutscher Waffen
aufgetreten seien, "nicht doch lösbar sind"."


Was sind denn das für technische Probleme? An den 30 Jahre lang
eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strla, oder auch an der
Panzerfaust 3 oder dem MG3? Dn Helmen? Der Munition?

Weiß jemand was?

--
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

Dr. Joachim Neudert

unread,
Apr 5, 2022, 10:05:54 AM4/5/22
to
Am 05.04.22 um 15:25 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Was sind denn das für technische Probleme? An den 30 Jahre lang
> eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strela

Wenn man sich das vorstellt.

Du gehst als Infanterist in Stellung, duckst Dich wenn der russische
HIND Kampfhubschrauber über dich hinwegfliegt, springst raus, hast ein
Lock auf das Ziel, die heissen Abgase direkt im Visier, drückst ab und
dann- pfffft, fizzzl, brzzz fällt die Rakete müde vorne aus dem Rohr
und verglimmt 30 m entfernt...


Ob das so oder ähnlich sich abspielt weiß ich nicht. Aber richtig gut
werden die überlagerten Treibsätze nicht mehr sein. Wenn schon unsere
Aussenministerin technische Probleme vor der Presse anspricht.

Fidel Sebastián Hunrichse-Lara

unread,
Apr 5, 2022, 11:31:07 AM4/5/22
to
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
>
> Was sind denn das für technische Probleme? An den 30 Jahre lang
> eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strla, oder auch an der
> Panzerfaust 3 oder dem MG3? Dn Helmen? Der Munition? Weiß jemand
> was?
>
+--- <hier abknabbern> ---
| *ZEIT ONLINE*: Der ukrainische Präsident und der ukrainische Botschafter
| fordern Deutschland vehement auf, mehr Waffen zu liefern. Die Bundeswehr
| konnte bislang nur wenig helfen. Sind deren Bestände tatsächlich so leer?
|
| *Wolfgang Richter*: Die offizielle Begründung lautet, dass wir nur
| Waffen liefern können, die wir nicht selbst für die Landesverteidigung
| brauchen. Das gilt allerdings nur für die Systeme, die nicht kurzfristig
| ersetzbar sind. Die Rüstungsindustrie ist durchaus in der Lage, größere
| Mengen zu produzieren. Die Bundeswehr kann sicherlich mehr abgeben, als
| öffentlich bekannt gegeben wird. Zudem kann die Bundesregierung Waffen
| bei den Herstellern kaufen. Und das geschieht meines Wissens auch. So
| gehen Maschinenkanonen und Maschinengewehre an die Verteidiger.
| Die Bundesverteidigungsministerin kann hier aus Sicherheitsgründen nicht
| mehr ins Detail gehen. Ich bin mir sicher, dass wir mehr an die Ukraine
| übergeben haben, als aktuell öffentlich bekannt ist. Die Geheimhaltung
| ist sinnvoll, damit keine Details über die anstehenden Transporte
| bekannt werden, welche das Transportpersonal gefährden könnten.
|
| *ZEIT ONLINE*: Was könnte die Ukraine aus Deutschland gebrauchen?
|
| *Richter*: Am besten erhalten die Ukrainer das Kriegsgerät, das sie
| kennen. Also Material, das in Osteuropa oder in der Sowjetunion
| produziert wurde. Dazu gehören etwa die gepanzerten Fahrzeuge, die nun
| aus Tschechien kommen sollen, aber einst zur Bundeswehr gehörten. Nicht
| jede Lieferung an die Ukrainer ist auch sinnvoll. An modernen
| Kampfpanzern etwa muss man Soldaten intensiv ausbilden. Für solche
| Systeme braucht die Ukraine dann auch die passende Logistik,
| Instandhaltung und Munition. An einem Export solchen Materials hängt
| viel mehr dran, als man glaubt. Auch das taktische Vorgehen mit solchen
| Kampfpanzern im Gefecht verbundener Waffen muss aufwändig trainiert
| werden.
|
| *ZEIT ONLINE*: Ukrainische Offizielle fordern Panzer,
| Flugabwehrgeschütze, ja Kampfflugzeuge aus deutschen Beständen. Das
| macht also keinen Sinn?
|
| *Richter*: Der ukrainische Botschafter und der Präsident fordern Waffen,
| um zum Gegenangriff übergehen zu können, verlorenes Gelände wieder zu
| nehmen und in die Flanke des Gegners zu stoßen, etwa in die überdehnte
| russische Logistikkette. Ein Teil des russischen Misserfolgs hat damit
| zu tun, dass die Ukrainer viele gegnerische Versorgungsfahrzeuge mit
| Panzerabwehrwaffen und Kampfdrohnen zerstören. Am besten ist es aber,
| wenn Deutschland und die anderen Nato-Staaten solche Rüstungstechnik
| liefern, die bei den Ukrainern bereits eingeführt ist. Und darüber
| verfügt die Bundeswehr tatsächlich kaum. Die Strela-Raketen gehören
| dazu, die bereits geliefert wurden. Auch diese Flugabwehrwaffen aus den
| Beständen der ehemaligen NVA helfen. Sie sind immer noch wirksam.
|
| *ZEIT ONLINE*: Wie gut ist die Bundeswehr auf die Landesverteidigung
| tatsächlich vorbereitet?
|
| *Richter*: Für die Landesverteidigung braucht es Großverbände, die in
| fünf bis sieben Tagen einsatzbereit sind. Die müssen dann aber auch mit
| ausreichendem Material ausgerüstet sein. Das ist aktuell nicht der Fall.
| Die Truppe wurde zu einer Armee für leichte Stabilisierungseinsätze bei
| niedriger Kampfintensität umgebaut, auf Missionen wie in Afghanistan und
| Mali vorbereitet. Es ist daher richtig, die Bundeswehr jetzt so
| aufzustellen, dass sie wieder auf die Bündnis- und Landesverteidigung
| fokussiert und dafür ausgerüstet ist. Denn mit dem russischen Einmarsch
| in die Ukraine hat sich das wahrscheinliche Kriegsszenario verändert.
| Dem müssen nun auch die künftigen Aufgaben der Bundeswehr entsprechen.
|
| *ZEIT ONLINE*: Zum Ende des Kalten Krieges hatte die Bundeswehr fast
| 2.200 Kampfpanzer Leopard 2, deren Zahl sollte auf 225 sinken und nun
| aber 2023 bei gut 320 liegen. Wer auf solche Zahlen blickt, dem
| erscheint Deutschland nur sehr bedingt verteidigungsbereit zu sein. Wie
| sehen Sie das?
|
| *Richter*: Ein Krieg ist kein Duell zwischen einzelnen Waffensystemen,
| etwa ein Panzergefecht, das alles entscheidet. Die einzelnen
| Waffengattungen kämpfen im Verbund der Kräfte, um gemeinsam bestmögliche
| Effekte zu erzielen. Es kommt nicht so sehr darauf an, ob ein einzelner
| Panzer um fünf Prozent besser ist als der des Feindes. In Deutschland
| gibt es immer den Drang zu Goldrandlösungen – es reichen aber 90 bis 95
| Prozent der möglichen technischen Qualität für ein taktisch
| erfolgreiches verbundenes Gefecht aus. Um die restlichen Prozentpunkte
| zu erreichen und den besten aller Panzer zu bauen, braucht es viele
| weitere Jahre an Entwicklung und Tests, dazu kosten diese
| Goldrandlösungen unnötig viel Geld.
|
| Wir brauchen gute Qualität, natürlich, aber mit Augenmaß. Es ist jetzt
| besser, auf dem Markt verfügbare Systeme schnell zu kaufen, als immer
| den höchsten technischen Standard anzustreben und dafür zu lange
| Wartezeiten in Kauf zu nehmen, in der die Truppe nicht adäquat
| ausgestattet ist.
|
| *ZEIT ONLINE*: Die Bundesregierung will die Bundeswehr durch einen
| 100-Milliarden-Sonderfonds aufrüsten. Lag es bislang nur am Geld, dass
| die Streitkräfte viele Fähigkeitslücken aufweisen und laut dem
| Inspekteur des Heeres kaum in der Lage seien, den Aufgaben im Bündnis
| nachzukommen?
|
| *Richter*: Geld ist wichtig, aber Geld ist nicht alles. Die finanziellen
| Mittel müssen in die richtigen Strukturen fließen. Heute hat die
| Bundeswehr zu viele hohe Kommandobehörden, zu viele Häuptlinge, zu
| wenige Indianer. Das führt zu einer Zersplitterung der Verantwortung.
| Ein Beispiel: Das Heer bildet Soldaten aus, verfügt aber nur über einen
| Teil des Materials. Ein weiterer Teil wird von der Streitkräftebasis
| oder der Industrie und der Depotorganisation verwaltet. Wenn eine
| Auslandsmission erfolgen soll, so muss das Kontingent aufwändig aus
| vielen Verbänden und Einheiten zusammengestellt, ausgerüstet und
| vorbereitet werden. Die Mission selbst leitet dann das
| Einsatzführungskommando. Im Ergebnis liegt die Verantwortung für
| Personal und Material, die Ausbildung und die Erfüllung des Auftrages
| nicht mehr in einer Hand. Ein Führungsgrundsatz aber lautet: Die
| Verantwortung ist unteilbar.
|
| "*Die Russen waren äußerst vertragstreu*"
|
| *ZEIT ONLINE*: Reicht denn das 100-Milliarden-Sondervermögen für die
| Bundeswehr überhaupt aus?
|
| *Richter*: Ein Großteil der Summe ist sicherlich bereits verplant:
| Allein für die dringend benötigte Munition wird man etwa 20 Milliarden
| brauchen, dann werden bis zu 25 Milliarden für das neue Kampfflugzeug
| vom Typ F-35 gebraucht, das in den USA gekauft werden soll. Dann sollen
| ein neuer schwerer Transporthubschrauber beschafft werden sowie weitere
| Fregatten und U-Boote. Zudem sollen die Panzergrenadiere endlich
| flächendeckend den Schützenpanzer Puma erhalten. Um mit Verbündeten
| operieren zu können, braucht man interoperable Funkgeräte. Die 100
| Milliarden werden rasch aufgezehrt sein.
|
| Die angestrebten jährlich zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die
| Verteidigung sind angesichts der gewachsenen Sicherheitsrisiken nötig.
| Mit etwa 75 Milliarden Euro jährlich für den Wehretat würde Deutschland
| zu denjenigen Staaten gehören, die weltweit am meisten für ihre
| Streitkräfte ausgeben. Wichtiger als bestimmte Prozentzahlen am
| Bruttoinlandsprodukt zu erreichen ist es allerdings, die
| Streitkräfteziele zu erfüllen, die für die Landes- und
| Bündnisverteidigung nötig sind.
|
| *ZEIT ONLINE*: Woran liegt es, dass die Bundeswehr selten zeitnah und in
| der richtigen Menge die Rüstungstechnik bekommt, die sie braucht?
|
| *Richter*: Ich bin dagegen, den ganzen Frust auf dem Beschaffungsamt
| abzuladen. Die Mitarbeiter müssen sich als gute Beamte an ihre
| Vorschriften halten. Zum Problem werden oft auch taktische und
| technische Nachforderungen aus den Streitkräften. Die Beschaffer müssen
| dann neu mit der Industrie verhandeln, Qualitätsforderungen an Panzer
| oder Flugzeuge müssen wieder geändert werden. Wenn alles immer auf dem
| allerneuesten Stand der Technik sein soll, dann bremst das die
| Beschaffung aus. Auch die ersten Auslieferungen der Industrie sind nicht
| immer zufriedenstellend, müssen getestet und verbessert werden. Zudem
| müsste man die teilweise europaweiten Ausschreibungsverfahren
| vereinfachen. Aber hier ist die Politik gefragt. Letztlich geht jedes
| größere Projekt durch den Verteidigungs- und Haushaltsausschuss des
| Bundestags. Er genehmigt den Verteidigungshaushalt mit jedem
| Einzelposten. Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee.
|
| *ZEIT ONLINE*: Veraltete Boden-Luft-Abwehr, fehlende mobile
| Luft-Nahverteidigung, keine bewaffneten Drohnen in Deutschland … Was
| fehlt der Bundeswehr Ihrer Meinung nach am dringendsten?
|
| *Richter*: Die Heeresflugabwehr abzuschaffen, war ein großer Fehler. Nun
| gibt es nur noch einige leichte Ozelot-Fahrzeuge, die mobile Einheiten
| gegen Angriffe aus der Luft im Nahbereich schützen sollen. Die
| Luftverteidigung ruht vor allem auf den zwölf Patriot-Staffeln der
| Luftwaffe. Sorge bereiten aber die Lücken in der Abwehr von Drohnen und
| schnell fliegenden Mittelstreckenraketen. Die aktuelle Debatte über
| einen Raketenschutzschirm führt aber in die Irre. Es gibt nicht ein
| System, das alle Gefahren abwehren kann. Russland verfügt über
| Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander, die auch in Kaliningrad stehen und
| mit ihrer Reichweite von etwa 500 km bis Berlin fliegen können, dazu
| über see- und luftgestützte Marschflugkörper, sowie über
| Kinschal-Raketen mit Hyperschallgeschwindigkeit und tiefer, schwankender
| Flugbahn, die momentan überhaupt kein System abwehren kann.
|
| Wir brauchen daher verschiedene Techniken zur Luftverteidigung und
| sollten dabei im Bündnisrahmen denken. Zudem benötigen wir offensive
| Luftkriegsmittel, um Raketen zerstören zu können, bevor sie abgefeuert
| werden, oder um Flugzeuge am Boden zu treffen, die mit Hyperschallwaffen
| aufsteigen sollen. Außerdem müssen wir eine weitere Lücke schließen: Die
| Bundeswehr braucht bewaffnete Drohnen. Das zeigt der Ukraine-Konflikt
| deutlich. Solche Drohnen müssen in größerer Zahl gekauft und in die
| Verbände integriert werden.
|
| *ZEIT ONLINE*: Sie haben sich als Offizier und als Wissenschaftler
| intensiv mit Verträgen zwischen Ost und West auseinandergesetzt. Wie
| könnte eine Vereinbarung zwischen Nato und Ukraine auf der einen sowie
| Russland auf der anderen Seite aussehen?
|
| *Richter*: Man muss festhalten, dass die Russen in den Neunzigerjahren
| tatsächlich abgerüstet und große militärische Transparenz gezeigt haben.
| Damals waren sie äußerst vertragstreu. Einige westliche Staaten haben
| die Rüstungskontrolle weniger ernst genommen und eine Chance für eine
| neue Geopolitik gesehen. Nun hat Putin seine Frustration darüber selbst
| in eine aggressive Geopolitik und einen Angriffskrieg zulasten seiner
| Nachbarn münden lassen. Die neue Konfrontation mit Russland zeigt, dass
| die kooperative Sicherheitsordnung Europas am Ende ist. Aber anders als
| im Kalten Krieg zeichnen sich derzeit noch keine klaren Regeln ab, um
| die Abschreckungsbeziehungen unter Kontrolle zu halten. Mein Eindruck
| ist, dass Russen und Ukrainer gerade versuchen, diesen Ordnungskonflikt
| auf dem Gefechtsfeld zu entscheiden, (noch) nicht am Konferenztisch.
| Offensichtlich ist der Leidensdruck für beide Seiten noch nicht hoch
| genug.
|
| *ZEIT ONLINE*: Wie wird der Konflikt zwischen Nato und Russland
| weitergehen?
|
| *Richter*: Ich glaube, militärische Abschreckung wird allein nicht
| reichen, um für dauerhafte Sicherheit zu sorgen. Bereits 1968 stellte
| die Nato fest, dass wir eine Sicherheitsarchitektur brauchen, die auf
| zwei Säulen steht: auf Abschreckung, aber auch auf Rüstungskontrolle und
| Diplomatie. Die Zeitenwende, die mit dem russischen Angriff eingeleitet
| wurde, bedeutet das definitive Ende der kooperativen Sicherheitsordnung.
| Das imperiale Narrativ Wladimir Putins hat vorerst zum Ende des
| konstruktiven Dialogs geführt. Wir leben nun in einer anderen Welt, in
| der sich Europa bedroht fühlen muss. Ich gehe von einem eisernen Gürtel
| aus, den die Nato vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer errichten wird. Die
| Frage ist, wie lange Russland diesen Konflikt mit der Nato durchhalten
| kann, auch wirtschaftlich.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-04/ukraine-krieg-russland-bundeswehr-abschreckung-sicherheitspolitik/komplettansicht>

M.f.G.

--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 5, 2022, 11:40:41 AM4/5/22
to
On 4/5/22 16:05, Dr. Joachim Neudert wrote:
> Am 05.04.22 um 15:25 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> Was sind denn das für technische Probleme? An den 30 Jahre lang
>> eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strela
>
> Wenn man sich das vorstellt.
>
> Du gehst als Infanterist in Stellung, duckst Dich wenn der russische
> HIND Kampfhubschrauber über dich hinwegfliegt, springst raus, hast ein
> Lock auf das Ziel, die heissen Abgase direkt im Visier, drückst ab und
> dann- pfffft, fizzzl, brzzz fällt die Rakete müde vorne  aus dem Rohr
> und verglimmt 30 m entfernt...

Um das zu vermeiden benutzen sie jetzt die Panzerabwehrwaffe Stugna-P um
Hubschrauber vom Himmel zu holen. Die ist aus eigener Produktion, da
weiss man, was man hat:

https://twitter.com/Conflicts/status/1511289960862789635


Gerrit



Ruediger Lahl

unread,
Apr 5, 2022, 11:51:15 AM4/5/22
to
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:

> ""Wir werden unsere Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine noch
> einmal verstärken", betonte Baerbock bei einer gemeinsamen
> Pressekonferenz mit ihrem singapurischen Kollegen Vivian Balakrishnan im
> Auswärtigen Amt. "Butscha und Mariupol zeigen, dass es um Leben und Tod
> von Millionen von Menschen in der Ukraine geht." Geprüft werde neben der
> Lieferung bisher nicht bereitgestellter Waffensysteme auch, "ob
> technische Probleme, die bei der Lieferung und Nutzung" deutscher Waffen
> aufgetreten seien, "nicht doch lösbar sind"."
>
> Was sind denn das für technische Probleme? An den 30 Jahre lang
> eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strla, oder auch an der
> Panzerfaust 3 oder dem MG3? Dn Helmen? Der Munition?

Gehe mal davon aus, dass du nicht ein Zehntel darüber weißt oder
erfahren wirst. Das meiste geht nicht über DPA, sondern auf
verschwiegenen Kanälen und von Hand zu Hand.

Als deutlichen Hinweis darauf kannst du Wladimir Klitschkos Dankeshymne
an des deutsche Brudervolk nehmen.
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_91948150/klitschkos-emotionale-ukraine-botschaft-an-die-deutschen-werde-ich-nie-vergessen-.html

Ich denke, wir tun unseren Teil. In aller Stille und unauffällig.

> Weiß jemand was?

Nein.
--
bis denne

Ruediger Lahl

unread,
Apr 5, 2022, 11:59:03 AM4/5/22
to
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:
Sie spricht Probleme an, die man vielleicht lösen kann. Obiges würde
nicht dazu gehören. Sie muss also was anderes meinen.
--
bis denne

Fidel Sebastián Hunrichse-Lara

unread,
Apr 5, 2022, 12:05:47 PM4/5/22
to
Salve allerseits,

Ruediger Lahl schrieb:
+--- <hier abknabbern> ---
| Es ist eines der größten Geheimnisse derzeit in der Berliner Politik:
| Wie viele Waffen hat Deutschland bislang an die Ukraine geliefert? Immer
| wieder wurde zuletzt über „eine Liste“ berichtet, die zeigen würde,
| welche Ausrüstung geliefert wurde.
|
| Tatsächlich gibt es offenbar aber diverse Listen, im
| Verteidigungsministerium, im Auswärtigen Amt, in der Rüstungsindustrie.
| Welche nun die richtige ist, wie aktuell sie sind – all das will niemand
| offiziell sagen. Die Regierung macht ein Staatsgeheimnis daraus. Viel
| wichtiger als das ist aber, dass auch die Frage nicht beantwortet wird,
| wann das, was aus den Bundeswehr-Lagern für die Ukraine genommen wurde,
| wieder aufgefüllt wird. Denn inoffiziell heißt es, die Lager seien leer.
| Zugleich will die Bundesregierung aber grünes Licht geben für direkte
| Bestellungen der Ukraine bei der deutschen Rüstungsindustrie. Das hieße,
| dass auch die Lager der deutschen Waffenschmieden leer werden.
|
| Und das lässt Sorgen aufkommen, dass die Wehrfähigkeit der Bundeswehr
| nun noch weiter leidet. Um die – offiziell als materielle
| Einsatzbereitschaft bezeichnet – ist es nämlich ohnehin nicht sonderlich
| gut bestellt.
|
| Als Russland die Ukraine angriff, reagierte Alfons Mais, der Inspekteur
| des Heeres, auf LinkedIn mit einem wütenden Post über den Zustand der
| Bundeswehr. „Ich hätte in meinem 41. Dienstjahr im Frieden nicht
| geglaubt, noch einen Krieg erleben zu müssen. Und die Bundeswehr, das
| Heer, das ich führen darf, steht mehr oder weniger blank da“, schrieb
| der Generalleutnant. „Die Optionen, die wir der Politik zur
| Unterstützung des Bündnisses anbieten können, sind extrem limitiert.“
|
| Das Verteidigungsministerium sieht die Lage nicht so schlimm. In seinem
| aktuellsten Bericht über die Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme
| der Bundeswehr heißt es, 74 Prozent der Systeme seien einsatzbereit.
| Eine Auffassung, die viele Experten nicht teilen – darunter Carlo
| Masala, Professor für Internationale Politik an der
| Bundeswehr-Universität München.
|
| „Im letzten Bericht des Ministeriums wird die Einsatzbereitschaft zwar
| 74 Prozent angegeben – aber da wird nicht die Grundgesamtheit der Truppe
| und Ausrüstung zugrunde gelegt, sondern nur der potenziell einsatzfähige
| Teil“, sagt Masala uns im Gespräch. Heißt: Waffensysteme, die gerade in
| Wartung oder aus anderen Gründen nicht einsatzfähig sind, zählen nicht.
| „Die reellen Zahlen wären also niedriger“, sagt Masala, „das wird
| schöngerechnet.“
|
| Wenn es um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr geht, komme es zudem
| darauf an, über was für eine Art Einsatz man rede. „Was die Landes- und
| Bündnisverteidigung angeht, ist sie gelinde gesagt dürftig“, sagt
| Masala. „Wenn wir einen großflächigen Einsatz fahren müssten, etwa auf
| dem Baltikum, gegen Russland, dann hätten wir große Probleme, den
| Ansprüchen der Nato an uns zu genügen.“
|
| *Waffenlieferungen an die Ukraine könnten Bundeswehr-Ausbildung*
| *beeinträchtigen*
|
| In diese malade Situation hinein verschickt die Bundesrepublik nun also
| Teile der Bundeswehr-Waffenbestände an die Ukraine. Das verschlechtere
| die Einsatzbereitschaft der deutschen Armee zwar nicht unmittelbar,
| glaubt Masala – aber womöglich mittelfristig.
|
| „Bis neue Panzerfäuste oder Raketen nachkommen, könnten schon Monate ins
| Land gehen. Es ist ja nicht so, dass die Industrie einfach das Lagerhaus
| aufmacht, und man sucht sich dann die Waffensysteme aus den Regalen“,
| sagt der Militärexperte. Dieses Risiko der leeren Lager nehme die
| Bundesregierung gerade in Kauf, um an die Ukraine liefern zu können und
| sich keine Vorwürfe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj
| mehr anhören zu müssen.
|
| Die leeren Lager haben laut Masala aber Folgen. „Problematisch werden
| die niedrigen Bestände in der Ausbildung an der Waffe“, sagt er. „Dort
| könnte nun Gerät fehlen, und ohne Ausbildung am Gerät leidet wiederum
| die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr.“
|
| Auch in diesem Punkt beschwichtigt das Verteidigungsministerium auf
| unsere Anfrage. „Die Bundeswehr hat und wird die Ukraine auch in Zukunft
| bestmöglich in ihrer militärischen Ausstattung unterstützen, sofern
| Abgaben aus Beständen der Bundeswehr mit der eigenen Einsatzbereitschaft
| in Übereinstimmung zu bringen sind“, teilt eine Sprecherin mit.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/opfert-deutschland-mit-waffenlieferungen-an-die-ukraine-die-wehrfaehigkeit-der-bundeswehr-das-sagt-ein-experte/>

Dr. Joachim Neudert

unread,
Apr 5, 2022, 1:36:59 PM4/5/22
to
Am 02.04.22 um 00:27 schrieb Stefan Ram:
> <Fidel-Sebastian...@b.maus.de> writes:
>> | Bei der "Panzerfaust 3" handelt es sich um eine Panzerabwehrwaffe, mit
>> | der Soldaten gegen Panzer oder Bunker vorgehen können. Weil für die
>> | Waffe keine aufwendige Ausbildung nötig ist und sie etwa auch aus
>
> Eine meiner wenigen Erinnerungen an Unterrichtsinhalte
> der Grundschulzeit:
>
> Ein Lehrer erzählte uns, daß beim "Volkssturm" viele aus
> Unkenntnis die hintere Austrittsöffnung gegen ihre Schulter
> stützten, was zu schwersten Verletzungen geführt haben soll.
>
>

https://9gag.com/gag/a71Vgvm?ref=9g.m

Sehr befriedigendes Video.

Merke: Noch keinem russischen Panzer der in Russland blieb ist der
geringste Schaden zugestossen!

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 5, 2022, 1:43:25 PM4/5/22
to
In Ukraine kann es ihnen hingegen passieren, daß sie in eine spezielle
Altmetallbeschaffungsmaßnahme geraten...

Gerrit



Gerald Gruner

unread,
Apr 5, 2022, 6:03:16 PM4/5/22
to
Martin Τrautmann schrieb am 4.04.22:

> On Sat, 2 Apr 2022 16:46:46 +0200, Gerald Gruner wrote:
>> Möglich, aber eher unwahrscheinlich). Die Panzerfaust ist ein langes Rohr
>> mit Griff und Abzug vorne. Man bräuchte also lange Arme und sehr viel
>> Unverstand. IIRC gab es aber Modelle, die beim Abschuss unter den Arm
>> geklemmt werden. Da wären Fehler ggf. leichter möglich.
>
> Meinst du die Handflammpatrone?
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Handflammpatrone>

Noch nie davon gehört...

Eher das:
https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerfaust#/media/Datei:Bundesarchiv_Bild_101I-709-0337A-10A,_Ukraine,_Soldat_mit_Panzerfaust.jpg


MfG
Gerald

--
"Ich glaube, der ist DIN-A-4."
- Dragoslav Stepanovic, Fußballtrainer, auf die Frage, wie sein neuer
Vertrag aussehen wird

Martin Ebert

unread,
Apr 5, 2022, 8:38:31 PM4/5/22
to
Am 05.04.22 um 15:25 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> An den 30 Jahre lang eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strla,

Da sind sicher RPG-9 gemeint. Was soll daran zerfallen, wenn die
vernünftig gelagert werden? Interessanter finde ich, dass man
die überhaupt aufgehoben hat, man hätte ja auch auf die Idee
kommen können die zu delaborieren. Wo man die lagerte - da
habe ich eine gewisse Vorstellung. Nein, da gammelt nix, da
schimmelt auch nix. Und klauen - geht auch nicht.

> Dn Helmen?

Daran arbeitest Du Dich ab, ja? Das sind keine Motorradhelme
aus dem Kaufhaus, das war highend mit militärischem Nacht-
sichtvisier. Anders als Du fand ich das eine sehr wichtige
Erstlieferung.

Ruediger Lahl

unread,
Apr 6, 2022, 1:04:41 AM4/6/22
to
*Martin Ebert* schrieb:

> Am 05.04.22 um 15:25 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> An den 30 Jahre lang eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strla,
>
> Da sind sicher RPG-9 gemeint. Was soll daran zerfallen, wenn die
> vernünftig gelagert werden?

Es sind bestimmte Wartungen einzuhalten. Z.B muss ein Schutzgas
nachgefüllt werden um sie sicher betriebsbereit zu halten. Ist die
Frage, ob das die BW in den letzten 30 Jahren regelmäßig machte. Der
Bestand ist ja nicht ohne und damit auch nicht die Wartungskosten.
https://www.youtube.com/watch?v=ArOWUU_8xns

2700 sollten geliefert werden. Wenn davon 50% versagen, sind das immer
noch ne Menge Spielverderber, die einigen Russen so richtig den
Feierabend versauen können.
--
bis denne

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 6, 2022, 1:27:18 AM4/6/22
to
Nachdem was ich gehört habe waren 700 unbrauchbar, der Rest wurde
geliefert. Wenn sich davon nochmal 30% als Fehlzünder erweisen bleiben
immer noch 1400 übrig.

Gerrit



Dr. Joachim Neudert

unread,
Apr 6, 2022, 2:03:11 AM4/6/22
to
Am 06.04.22 um 07:27 schrieb Gerrit Heitsch:
Und wie testest Du ob sie Fehlzünder sind?


Du läßt Dir von einem Vorgesetzten deine Rakete in die Hand geben und
sollst das im Einsatz dann bemerken?

"Sorry, Chef, bin tot, als ich den Abzug durchzog machte es nur "fzzzl".
Dann haben die anderen ihren Abzug durchgezogen."


Ja danke aber auch. Das ist Krieg, und nicht IT-Deployment der letzten
beta-Version zum Ausprobieren.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 6, 2022, 2:11:20 AM4/6/22
to
Dazu müssten die anderen dich erst einmal sehen. Die Devise ist hier
immer daß man nicht bemerkt wird und nach dem Auslösen sich gleich
wieder verkrümelt. Nicht abwarten ob man was getroffen hat oder nicht.
Deshalb sind die Dinger meist 'fire and forget'.

Ein Hubschrauberpilot, der bemerkt, daß da eine Rakete eine Fehlzündung
hatte wird nicht nachsehen was da genau war, der wird sich vom Acker
machen, er muss damit rechnen, daß wo eine Rakete war, weitere sind und
auf eine gute Schussposition warten.

Gerrit



Gerrit




Martin Ebert

unread,
Apr 6, 2022, 2:35:38 AM4/6/22
to
Am 06.04.22 um 07:04 schrieb Ruediger Lahl:
> *Martin Ebert* schrieb:
>> Da sind sicher RPG-9 gemeint. Was soll daran zerfallen, wenn die
>> vernünftig gelagert werden?
>
> Es sind bestimmte Wartungen einzuhalten. Z.B muss ein Schutzgas
> nachgefüllt werden um sie sicher betriebsbereit zu halten.

Das wusste ich nicht. In meiner Truppe musste niemand Ofenrohre
auf dem Rücken rumschleppen.

Ok, Analogieschluss:
Der Bund bzw. die Bundeswehr haben die 30 Jahre lang aufbewahrt.
Ich habe wie gesagt eine gewisse Vorstellung wo das wohl war.

Mein Punkt ist aber ein anderer:
Wir haben da so ziemlich alles abgewrackt, was Sprengstoff drin
hatte und fliegen konnte - einen großen Teil bei Buck in Pinnow.
Einen kleineren Teil im Spreewerk. Also an fehlenden Vernichtungs-
kapazitäten kann es definitiv nicht gelegen haben ...

War da etwa jemand im Planungsstab weitsichtig, über so viele
Jahre?

Ruediger Lahl

unread,
Apr 6, 2022, 2:50:58 AM4/6/22
to
*Gerrit Heitsch* schrieb:

> On 4/6/22 07:04, Ruediger Lahl wrote:
>> *Martin Ebert* schrieb:
>>> Am 05.04.22 um 15:25 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>>> An den 30 Jahre lang eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strela,
>>>
>>> Da sind sicher RPG-9 gemeint. Was soll daran zerfallen, wenn die
>>> vernünftig gelagert werden?
>>
>> Es sind bestimmte Wartungen einzuhalten. Z.B muss ein Schutzgas
>> nachgefüllt werden um sie sicher betriebsbereit zu halten. Ist die
>> Frage, ob das die BW in den letzten 30 Jahren regelmäßig machte. Der
>> Bestand ist ja nicht ohne und damit auch nicht die Wartungskosten.
>> https://www.youtube.com/watch?v=ArOWUU_8xns
>>
>> 2700 sollten geliefert werden. Wenn davon 50% versagen, sind das immer
>> noch ne Menge Spielverderber, die einigen Russen so richtig den
>> Feierabend versauen können.
>
> Nachdem was ich gehört habe waren 700 unbrauchbar, der Rest wurde
> geliefert. Wenn sich davon nochmal 30% als Fehlzünder erweisen bleiben
> immer noch 1400 übrig.

Wenn davon jede dritte einen Treffer landet, hat russland ein Problem.
--
bis denne

Ruediger Lahl

unread,
Apr 6, 2022, 3:07:25 AM4/6/22
to
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:

> Am 06.04.22 um 07:27 schrieb Gerrit Heitsch:
>> On 4/6/22 07:04, Ruediger Lahl wrote:
>>> *Martin Ebert* schrieb:
>>>
>>>> Am 05.04.22 um 15:25 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>>>> An den 30 Jahre lang eingeweckten halb zerfallenen DDR-MANPADs Strla,
>>>>
>>>> Da sind sicher RPG-9 gemeint. Was soll daran zerfallen, wenn die
>>>> vernünftig gelagert werden?
>>>
>>> Es sind bestimmte Wartungen einzuhalten. Z.B muss ein Schutzgas
>>> nachgefüllt werden um sie sicher betriebsbereit zu halten. Ist die
>>> Frage, ob das die BW in den letzten 30 Jahren regelmäßig machte. Der
>>> Bestand ist ja nicht ohne und damit auch nicht die Wartungskosten.
>>> https://www.youtube.com/watch?v=ArOWUU_8xns
>>>
>>> 2700 sollten geliefert werden. Wenn davon 50% versagen, sind das immer
>>> noch ne Menge Spielverderber, die einigen Russen so richtig den
>>> Feierabend versauen können.
>>
>> Nachdem was ich gehört habe waren 700 unbrauchbar, der Rest wurde
>> geliefert. Wenn sich davon nochmal 30% als Fehlzünder erweisen bleiben
>> immer noch 1400 übrig.
>
> Und wie testest Du ob sie Fehlzünder sind?

Auf das Flugzeug ziehen und abdrücken. Klappts nicht, nächste Strela auf
nächstes Flugzeug. Sind 2.000 da.

> Du läßt Dir von einem Vorgesetzten deine Rakete in die Hand geben und
> sollst das im Einsatz dann bemerken?

Die bekommt er vom Waffenmeister.

> "Sorry, Chef, bin tot, als ich den Abzug durchzog machte es nur "fzzzl".
> Dann haben die anderen ihren Abzug durchgezogen."

Das ist ne Boden-Luft-Waffe. "Die anderen" fliegen gerade mit
400-800km/h vorbei und bemerken so einen Rohrkrepierer gar nicht. Und
nein, sie werden nicht umdrehen um zu sehen, ob du noch eine zweite
Strela hast.
--
bis denne

Ruediger Lahl

unread,
Apr 6, 2022, 3:07:25 AM4/6/22
to
*Martin Ebert* schrieb:
Die Teile sind heute noch "nützlich". Technologisch veraltet, aber das
ist eine Gewehrkugel auch... So ein Teil kann halt einen sehr hohen
Schaden verursachen. Flugzeuge sind teuer, die Pilotenausbildung auch.
Gibts nicht viele von, sind aber effektiv. Da lohnt es sich alles
aufzubewahren, was die potentiell aus dem Himmel schießen kann.
--
bis denne

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 6, 2022, 3:19:41 AM4/6/22
to
On 4/6/22 09:05, Ruediger Lahl wrote:
>
> Das ist ne Boden-Luft-Waffe. "Die anderen" fliegen gerade mit
> 400-800km/h vorbei und bemerken so einen Rohrkrepierer gar nicht. Und
> nein, sie werden nicht umdrehen um zu sehen, ob du noch eine zweite
> Strela hast.

Och, manchmal sind sie auch langsamer unterwegs. So langsam, daß die
Ukrainer gestern einen Hubschrauber mit einer Panzerabwehrrakete
(Stugna-P) vom Himmel geholt haben.

https://twitter.com/Conflicts/status/1511289960862789635

Gerrit


Ruediger Lahl

unread,
Apr 6, 2022, 4:57:24 AM4/6/22
to
*Gerrit Heitsch* schrieb:
Gut, wenn der auch noch direkt auf sie zuhält, ist es leicht.

KA-52? 152 Stück gebaut. Nu einer weniger unterwegs...
Stugna 20.000 $, KA-52 15Mio. $ :-)
--
bis denne

Martin Ebert

unread,
Apr 6, 2022, 5:14:43 AM4/6/22
to
Am 06.04.22 um 10:50 schrieb Ruediger Lahl:

> KA-52? 152 Stück gebaut. Nu einer weniger unterwegs...

5x definitiv abgeschossen, mit etwas geringerer Sicherheit: 10.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 6, 2022, 5:33:45 AM4/6/22
to
On 4/6/22 10:50, Ruediger Lahl wrote:
> *Gerrit Heitsch* schrieb:
>
>> On 4/6/22 09:05, Ruediger Lahl wrote:
>>> Das ist ne Boden-Luft-Waffe. "Die anderen" fliegen gerade mit
>>> 400-800km/h vorbei und bemerken so einen Rohrkrepierer gar nicht. Und
>>> nein, sie werden nicht umdrehen um zu sehen, ob du noch eine zweite
>>> Strela hast.
>>
>> Och, manchmal sind sie auch langsamer unterwegs. So langsam, daß die
>> Ukrainer gestern einen Hubschrauber mit einer Panzerabwehrrakete
>> (Stugna-P) vom Himmel geholt haben.
>>
>> https://twitter.com/Conflicts/status/1511289960862789635
>
> Gut, wenn der auch noch direkt auf sie zuhält, ist es leicht.

Der schwebte da aus irgendeinem Grund in der Gegend herum... Ein
dankbares Ziel.

Gerrit

Ruediger Lahl

unread,
Apr 6, 2022, 5:55:57 AM4/6/22
to
*Gerrit Heitsch* schrieb:

> On 4/6/22 10:50, Ruediger Lahl wrote:
>> *Gerrit Heitsch* schrieb:
>>> https://twitter.com/Conflicts/status/1511289960862789635
>>
>> Gut, wenn der auch noch direkt auf sie zuhält, ist es leicht.
>
> Der schwebte da aus irgendeinem Grund in der Gegend herum... Ein
> dankbares Ziel.

Er hat im Gebüsch die Ukrainer mit der Stugna gesucht

...und gefunden. :-)
--
bis denne

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 6, 2022, 6:31:00 AM4/6/22
to
On 4/6/22 11:55, Ruediger Lahl wrote:
> *Gerrit Heitsch* schrieb:
>
>> On 4/6/22 10:50, Ruediger Lahl wrote:
>>> *Gerrit Heitsch* schrieb:
>>>> https://twitter.com/Conflicts/status/1511289960862789635
>>>
>>> Gut, wenn der auch noch direkt auf sie zuhält, ist es leicht.
>>
>> Der schwebte da aus irgendeinem Grund in der Gegend herum... Ein
>> dankbares Ziel.
>
> Er hat im Gebüsch die Ukrainer mit der Stugna gesucht
>
> ...und gefunden. :-)

Wobei die Stugna ein interessantes Design ist. Man stellt den Launcher
passend auf (hoffentlich etwas getarnt) und macht es sich bis zu 50m
weiter entfernt bequem. Dann schaut man auf den Monitor in der
Kontrolleinheit und wartet auf ein Ziel in bis zu 5km Entfernung.

Gerrit



Lars Gebauer

unread,
Apr 6, 2022, 6:35:16 AM4/6/22
to
Am 06.04.2022 um 09:19 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 4/6/22 09:05, Ruediger Lahl wrote:
>> Das ist ne Boden-Luft-Waffe. "Die anderen" fliegen gerade mit
>> 400-800km/h vorbei und bemerken so einen Rohrkrepierer gar nicht. Und
>> nein, sie werden nicht umdrehen um zu sehen, ob du noch eine zweite
>> Strela hast.
>
> Och, manchmal sind sie auch langsamer unterwegs. So langsam, daß die
> Ukrainer gestern einen Hubschrauber mit einer Panzerabwehrrakete
> (Stugna-P) vom Himmel geholt haben.

Wenn er hoovert ist das ja nicht so das Problem. Dann steht er ja, mehr
oder weniger still. Dann triffst Du ihn auch, wenn Du einen Stein nach
ihm schmeißt.

Ansonsten ist es halt die Visiervorrichtung die nicht darauf ausgelegt
ist, ein solches Ziel zu treffen. D.h., Du wirst mit einiger Sicherheit
einfach vorbei schießen.

--
"Kebap is called Doner, right?!" - "Yeah, it's called Döner." - "I never
get the o with the dots right." - "Can you say 'two' in french?" -
"Deux? Yeah sure." - "Then you can say Deuxner."

Lars Gebauer

unread,
Apr 6, 2022, 6:43:29 AM4/6/22
to
Am 06.04.2022 um 09:05 schrieb Ruediger Lahl:
> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
>> Am 06.04.22 um 07:27 schrieb Gerrit Heitsch:
>>> Nachdem was ich gehört habe waren 700 unbrauchbar, der Rest wurde
>>> geliefert. Wenn sich davon nochmal 30% als Fehlzünder erweisen bleiben
>>> immer noch 1400 übrig.
>>
>> Und wie testest Du ob sie Fehlzünder sind?
>
> Auf das Flugzeug ziehen und abdrücken. Klappts nicht, nächste Strela auf
> nächstes Flugzeug. Sind 2.000 da.

Coole Idee. Wenn Dir die ersten 5 schon in der Startvorrichtung um die
Ohren geflogen sind, probierst Du das ganz gewiß noch weitere 1995 mal.

Lars Gebauer

unread,
Apr 6, 2022, 7:04:31 AM4/6/22
to
Am 06.04.2022 um 08:11 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 4/6/22 08:03, Dr. Joachim Neudert wrote:
>> Am 06.04.22 um 07:27 schrieb Gerrit Heitsch:
>>> Nachdem was ich gehört habe waren 700 unbrauchbar, der Rest wurde
>>> geliefert. Wenn sich davon nochmal 30% als Fehlzünder erweisen
>>> bleiben immer noch 1400 übrig.
>>
>> Und wie testest Du ob sie Fehlzünder sind?
>>
>> Du läßt Dir von einem Vorgesetzten deine Rakete in die Hand geben und
>> sollst das im Einsatz dann bemerken?
>>
>> "Sorry, Chef, bin tot, als ich den Abzug durchzog machte es nur
>> "fzzzl". Dann haben die anderen ihren Abzug durchgezogen."

Wenn das so ausgeht, ist ja noch alles gut. Viel unangenehmer ist es,
wenn Dir das Teil schon in der Startvorrichtung um die Ohren fliegt.
Zumal Deine Ohren sehr nah dran sind, an der Startvorrichtung.

> Dazu müssten die anderen dich erst einmal sehen.

Gehe einfach davon aus daß ...

> Die Devise ist hier
> immer daß man nicht bemerkt wird und nach dem Auslösen sich gleich
> wieder verkrümelt. Nicht abwarten ob man was getroffen hat oder nicht.
> Deshalb sind die Dinger meist 'fire and forget'.
>
> Ein Hubschrauberpilot, der bemerkt, daß da eine Rakete eine Fehlzündung
> hatte wird nicht nachsehen was da genau war, der wird sich vom Acker
> machen,

... er wird im Abdrehen eine Salve kleiner aber gemeiner Raketen in
Deine vermutete Richtung feuern. Bei einem Fehlzünder hast Du dann nicht
nur Dich, sondern auch Deine Kameraden gefährdet.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 6, 2022, 7:26:09 AM4/6/22
to
On 4/6/22 13:04, Lars Gebauer wrote:
> Am 06.04.2022 um 08:11 schrieb Gerrit Heitsch:
>> On 4/6/22 08:03, Dr. Joachim Neudert wrote:
>>> Am 06.04.22 um 07:27 schrieb Gerrit Heitsch:
>>>> Nachdem was ich gehört habe waren 700 unbrauchbar, der Rest wurde
>>>> geliefert. Wenn sich davon nochmal 30% als Fehlzünder erweisen
>>>> bleiben immer noch 1400 übrig.
>>>
>>> Und wie testest Du ob sie Fehlzünder sind?
>>>
>>> Du läßt Dir von einem Vorgesetzten deine Rakete in die Hand geben und
>>> sollst das im Einsatz dann bemerken?
>>>
>>> "Sorry, Chef, bin tot, als ich den Abzug durchzog machte es nur
>>> "fzzzl". Dann haben die anderen ihren Abzug durchgezogen."
>
> Wenn das so ausgeht, ist ja noch alles gut. Viel unangenehmer ist es,
> wenn Dir das Teil schon in der Startvorrichtung um die Ohren fliegt.
> Zumal Deine Ohren sehr nah dran sind, an der Startvorrichtung.
>
>> Dazu müssten die anderen dich erst einmal sehen.
>
> Gehe einfach davon aus daß ...

Dann hätten sie dich gleich unter Feuer genommen.


>> Die Devise ist hier immer daß man nicht bemerkt wird und nach dem
>> Auslösen sich gleich wieder verkrümelt. Nicht abwarten ob man was
>> getroffen hat oder nicht. Deshalb sind die Dinger meist 'fire and
>> forget'.
>>
>> Ein Hubschrauberpilot, der bemerkt, daß da eine Rakete eine
>> Fehlzündung hatte wird nicht nachsehen was da genau war, der wird sich
>> vom Acker machen,
>
> ... er wird im Abdrehen eine Salve kleiner aber gemeiner Raketen in
> Deine vermutete Richtung feuern. Bei einem Fehlzünder hast Du dann nicht
> nur Dich, sondern auch Deine Kameraden gefährdet.#

Der wird sich keine Zeit zum Zielen nehmen, der will weg, denn jede
Sekunde kann die nächste, diesmal funktionierende Rakete in seine
Richtung aufsteigen. Eher startet er Flares, für den Fall das es eine
Rakete mit Hitzesuchkopf ist.

Gerrit



Jörg Tewes

unread,
Apr 6, 2022, 4:06:53 PM4/6/22
to
Ruediger Lahl schrieb:
> Dr. Joachim Neudert* schrieb:

>> "Sorry, Chef, bin tot, als ich den Abzug durchzog machte es nur "fzzzl".
>> Dann haben die anderen ihren Abzug durchgezogen."

> Das ist ne Boden-Luft-Waffe. "Die anderen" fliegen gerade mit
> 400-800km/h vorbei und bemerken so einen Rohrkrepierer gar nicht. Und
> nein, sie werden nicht umdrehen um zu sehen, ob du noch eine zweite
> Strela hast.

Kann es sein das hier jemand der Herzspezialist ist, von einer Hirn-OP
redet? Imho sind Ärzte beim Bund Offiziere, und maximal mit einer P1
bewaffnet. Joachim hat in der Hinsicht wohl max. Erfahrung mit dem
Schießen auf Scheiben, und sinniert darüber wie Infanterie funktioniert.
--


Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

Ruediger Lahl

unread,
Apr 7, 2022, 12:20:13 AM4/7/22
to
*Jörg Tewes* schrieb:

> Ruediger Lahl schrieb:
>> Dr. Joachim Neudert* schrieb:
>>> "Sorry, Chef, bin tot, als ich den Abzug durchzog machte es nur "fzzzl".
>>> Dann haben die anderen ihren Abzug durchgezogen."
>
>> Das ist ne Boden-Luft-Waffe. "Die anderen" fliegen gerade mit
>> 400-800km/h vorbei und bemerken so einen Rohrkrepierer gar nicht. Und
>> nein, sie werden nicht umdrehen um zu sehen, ob du noch eine zweite
>> Strela hast.
>
> Kann es sein das hier jemand der Herzspezialist ist, von einer Hirn-OP
> redet? Imho sind Ärzte beim Bund Offiziere, und maximal mit einer P1
> bewaffnet. Joachim hat in der Hinsicht wohl max. Erfahrung mit dem
> Schießen auf Scheiben, und sinniert darüber wie Infanterie funktioniert.

Es ist wohl nicht die mangelnde "Erfahrung", die habe ich auch nicht.
Ich war Luftwaffe und haben entweder mit kleinerem als eine
Panzerabwehrwaffe, oder mit (viel)größerem den Frieden gesichert.
Ich denke, dass Joachim von der Voraussetzung ausgegangen ist, dass die
Strela in einer Gefechtssituation benutzt wird und das ist eigentlich
Unsinn. Mit so einem Ding lauert man aus einem Versteck auf. Da sind
keine feindlichen Soldaten in der Nähe. Die nächsten sind die, welche
gerade das Pech haben, in dem Zielobjekt zu sitzen...
--
bis denne