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NASA Standard beim Kabel löten

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Dr. Joachim Neudert

unread,
Apr 10, 2022, 6:40:05 AM4/10/22
to
https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios

Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.


--
please forgive my iPhone typos

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 10, 2022, 6:50:00 AM4/10/22
to
On 4/10/22 12:40, Dr. Joachim Neudert wrote:
> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>
> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.

Es gibt dieses hübsche Video zum Thema ESD:

https://www.youtube.com/watch?v=Uk5F3rQNUkU

Dort beschreibt er, daß bei NASA viele Dinge auf den ersten Versuch
funktionieren müssen. Z.B. die Rückkehr vom Mond damals.

Das Video ist herrlich politisch inkorrekt, einen Vortrag in dieser Form
könntest du heute nicht mehr halten.

Gerrit




Frank Nitzschner

unread,
Apr 10, 2022, 6:56:08 AM4/10/22
to
Dr. Joachim Neudert schrieb :
> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios

So wurden bei uns früher die Haustelefonanschlüsse mit
der Freileitung verbunden. Ohne Löten.
Wir nannten sowas "Postmuffe"..

Grüsse
Frank

Andreas Fecht

unread,
Apr 10, 2022, 9:11:17 AM4/10/22
to
Die meisten Kupferkabel der Telekom, besonders als sie noch graue Post
hießen, wurden so verbunden (ohne löten).

Gruß Andreas

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 10, 2022, 9:18:23 AM4/10/22
to
Inzwischen gibts für solchen Einsatz deutlich besseres. Google mal nach
'Scotchlok'

Gerrit

Marco Moock

unread,
Apr 10, 2022, 10:30:16 AM4/10/22
to
Wobei ich gelesen habe, dass die für HF gar nicht gut geeignet sind.
Für analoge Telefonie aber scheinbar kein Problem, die ist ja im
unteren Frequenzbereich.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 10, 2022, 10:32:50 AM4/10/22
to
On 4/10/22 16:30, Marco Moock wrote:
> Am Sonntag, 10. April 2022, um 15:18:21 Uhr schrieb Gerrit Heitsch:
>
>> On 4/10/22 15:11, Andreas Fecht wrote:
>>> Am 10.04.2022 um 12:56 schrieb Frank Nitzschner:
>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb :
>>>>> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>>>>
>>>> So wurden bei uns früher die Haustelefonanschlüsse mit
>>>> der Freileitung verbunden. Ohne Löten.
>>>> Wir nannten sowas "Postmuffe"..
>>>
>>> Die meisten Kupferkabel der Telekom, besonders als sie noch graue
>>> Post hießen, wurden so verbunden (ohne löten).
>>
>> Inzwischen gibts für solchen Einsatz deutlich besseres. Google mal
>> nach 'Scotchlok'
>
> Wobei ich gelesen habe, dass die für HF gar nicht gut geeignet sind.

Zumindest die eine Verbindung die damit hier ausgeführt wurde scheint
mein DSL nicht zu stören.

Gerrit

Wendelin Uez

unread,
Apr 10, 2022, 12:03:39 PM4/10/22
to
> Dort beschreibt er, daß bei NASA viele Dinge auf den ersten Versuch
> funktionieren müssen. Z.B. die Rückkehr vom Mond damals.

Er behauptet das, wider besseren Wissens.

Die Rückkehr vom Mond wurde sehr wohl ausführlich geprobt, soweit das
überhaupt zu proben war - sowohl die Rückkehr aus der Mondumlaufbahn als
auch der Rückstart selbst.

Dummerweise muß man Neues halt immer ein erstes Mal neu nachen, vor allem,
wenn man Mondbedingungen terrestrisch oft gar nicht simulieren kann.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 10, 2022, 12:06:55 PM4/10/22
to
On 4/10/22 17:36, Wendelin Uez wrote:
>> Dort beschreibt er, daß bei NASA viele Dinge auf den ersten Versuch
>> funktionieren müssen. Z.B. die Rückkehr vom Mond damals.
>
> Er behauptet das, wider besseren Wissens.
>
> Die Rückkehr vom Mond wurde sehr wohl ausführlich geprobt, soweit das
> überhaupt zu proben war - sowohl die Rückkehr aus der Mondumlaufbahn als
> auch der Rückstart selbst.

Auch dann sollte es auf das erste Mal funktionieren. Man kann schlecht
zum Mond fliegen um rauszufinden warum es nicht geklappt hat.

Gerrit

Bernd Ohm

unread,
Apr 10, 2022, 12:41:29 PM4/10/22
to
Am 10.04.2022 um 16:30 schrieb Marco Moock:

> Wobei ich gelesen habe, dass die für HF gar nicht gut geeignet sind.

SCOTCHLOKs werden seit VDSL2 (f=17 MHz) von der TELEKOM
nicht mehr empfohlen.
Erst recht nicht mehr bei Super-Vectoring (f=35 MHz).

--
bis denn, BEN


Gerrit Heitsch

unread,
Apr 10, 2022, 12:50:14 PM4/10/22
to
Auf der anderen Seite stecken sie den TAE-Stecker immer noch in die
mittlere Buchse der TAE-Dose womit das Signal durch die Schaltkontakte
der beiden anderen TAE-Buchsen muss. Hatte ich schon Ärger mit. Jetzt
ist der Stecker dekodiert und steckt in der linken Buchse, seitdem ist
die Verbindung stabil.

Gerrit




Bernd Ohm

unread,
Apr 10, 2022, 2:22:36 PM4/10/22
to
Am 10.04.2022 um 18:50 schrieb Gerrit Heitsch:

> Jetzt ist der Stecker dekodiert und steckt in der linken Buchse,
> seitdem ist die Verbindung stabil.

Genau richtig gemacht!

Wir haben schon gehabt, dass der TELEKOM-Sub-Sub-Schrauber
die von uns verbaute Einfach-TAE-Dose wieder gegen eine
Dreifach-Dose getauscht hat.

Die TELEKOM hat wohl immer noch eine Myriade von diesen
blöden Dreifach-Dosen auf Lager und die müssen erst alle
weg. :-(

--
bis denn, BEN





Gerrit Heitsch

unread,
Apr 10, 2022, 2:28:11 PM4/10/22
to
On 4/10/22 20:22, Bernd Ohm wrote:
> Am 10.04.2022 um 18:50 schrieb Gerrit Heitsch:
>
>> Jetzt ist der Stecker dekodiert und steckt in der linken Buchse,
>> seitdem ist die Verbindung stabil.
>
> Genau richtig gemacht!

Ich hatte so eine TAE-Dose schon zu Modem-Zeiten zerlegt um rauszufinden
wie die interne Leitungsführung ist. Und das Modem dann mit einem
TAE->2xRJ11-Kabel benutzt.

Gerrit

Hergen Lehmann

unread,
Apr 10, 2022, 2:30:03 PM4/10/22
to
Am 10.04.22 um 18:06 schrieb Gerrit Heitsch:
Natürlich kann man. Und tatsächlich HAT man alle Komponenten zunächst
unbemannt im Erdorbit, dann bemannt im Erdorbit, und schließlich ein
weiteres Mal bemannt im Mondorbit getestet, bevor man schließlich die
bemannte Landung gewagt hat.

Heute würde man wahrscheinlich sogar die gesamte Mission erst einmal
unbemannt durchspielen, das gab die Technik damals einfach noch nicht her.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 10, 2022, 2:35:56 PM4/10/22
to
On 4/10/22 20:04, Hergen Lehmann wrote:
> Am 10.04.22 um 18:06 schrieb Gerrit Heitsch:
>
>> On 4/10/22 17:36, Wendelin Uez wrote:
>>> Die Rückkehr vom Mond wurde sehr wohl ausführlich geprobt, soweit das
>>> überhaupt zu proben war - sowohl die Rückkehr aus der Mondumlaufbahn
>>> als auch der Rückstart selbst.
>>
>> Auch dann sollte es auf das erste Mal funktionieren. Man kann schlecht
>> zum Mond fliegen um rauszufinden warum es nicht geklappt hat.
>
> Natürlich kann man. Und tatsächlich HAT man alle Komponenten zunächst
> unbemannt im Erdorbit, dann bemannt im Erdorbit, und schließlich ein
> weiteres Mal bemannt im Mondorbit getestet, bevor man schließlich die
> bemannte Landung gewagt hat.

Und wenn die der Teil, der am Ende auf dem Mond gelandet ist dort nicht
wieder weggekommen wäre weil irgendein Teil die Landung selbst nicht
überlebt hat, wie hätte man rausgefunden welches?

Gerrit

Ruediger Lahl

unread,
Apr 10, 2022, 3:13:00 PM4/10/22
to
Am 10.04.22 20:04, schrieb Hergen Lehmann:

>Am 10.04.22 um 18:06 schrieb Gerrit Heitsch:
>> On 4/10/22 17:36, Wendelin Uez wrote:
>>> Die Rückkehr vom Mond wurde sehr wohl ausführlich geprobt, soweit das
>>> überhaupt zu proben war - sowohl die Rückkehr aus der Mondumlaufbahn
>>> als auch der Rückstart selbst.
>>
>> Auch dann sollte es auf das erste Mal funktionieren. Man kann schlecht
>> zum Mond fliegen um rauszufinden warum es nicht geklappt hat.
>
>Natürlich kann man. Und tatsächlich HAT man alle Komponenten zunächst
>unbemannt im Erdorbit, dann bemannt im Erdorbit, und schließlich ein
>weiteres Mal bemannt im Mondorbit getestet, bevor man schließlich die
>bemannte Landung gewagt hat.

Das LEM konnte man nur unvollständig testen. Abkoppeln, Manövrieren,
Ankoppeln.
Seinen tatsächlichen Zweck, landen und wieder aufsteigen ging nur direkt auf
dem Mond. Dafür wurde ein möglichst simples System gewählt. Zwei
Flüssigkeiten,
die sich beim Vermischen selbst entzünden. Ein System bestehend aus zwei
Tanks,
einer Brennkammer mit Düse und zwei einfachen Ventilen.

>Heute würde man wahrscheinlich sogar die gesamte Mission erst einmal
>unbemannt durchspielen, das gab die Technik damals einfach noch nicht her.

Jap.

--
Bis denne

Ruediger Lahl

unread,
Apr 10, 2022, 3:20:09 PM4/10/22
to
Am 10.04.22 12:40, schrieb Dr. Joachim Neudert:
>https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>
>Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.

Die Vibrationen beim Start sind mörderisch. Ohne das Wasserbett beim Start
würde sich die Rakete durch die eigenen Schallwellen augenblicklich
zerlegen.

Simpel und gut abgehangen. Das ist das Geheimnis der Raumfahrttechnik.

--
Bis denne

Dietz Proepper

unread,
Apr 10, 2022, 4:11:08 PM4/10/22
to
Dr. Joachim Neudert <neu...@5sl.org> wrote:

> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>
> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.

Cool. Etwa so (mit nicht ganz so viel Wicklungen) löte ich eigentlich
alles, was mehr als 1W abkönnen muss. Iirc hat mir das jemand in den
80ern gezeigt.

--
Wenn im Mai die Sonne lacht, hat's die CDU gemacht,
gibt's im Winter Eis und Schnee, war's die böse SPD!

Wolfgang Kynast

unread,
Apr 10, 2022, 5:59:30 PM4/10/22
to
On Sun, 10 Apr 2022 22:11:06 +0200, "Dietz Proepper" posted:

>Dr. Joachim Neudert <neu...@5sl.org> wrote:
>
>> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>>
>> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.
>
>Cool. Etwa so (mit nicht ganz so viel Wicklungen) löte ich eigentlich
>alles, was mehr als 1W abkönnen muss. Iirc hat mir das jemand in den
>80ern gezeigt.

Ich biete die 60er ;-)

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Dietz Proepper

unread,
Apr 10, 2022, 6:11:15 PM4/10/22
to
Damals habe ich noch nicht mal an Löten *gedacht*.

Wolfgang Kynast

unread,
Apr 11, 2022, 2:23:44 AM4/11/22
to
On Mon, 11 Apr 2022 00:11:13 +0200, "Dietz Proepper" posted:

>Wolfgang Kynast <w...@gmx.de> wrote:
>
>> On Sun, 10 Apr 2022 22:11:06 +0200, "Dietz Proepper" posted:
>>
>> >Dr. Joachim Neudert <neu...@5sl.org> wrote:
>> >
>> >> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>> >>
>> >> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.
>> >
>> >Cool. Etwa so (mit nicht ganz so viel Wicklungen) löte ich eigentlich
>> >alles, was mehr als 1W abkönnen muss. Iirc hat mir das jemand in den
>> >80ern gezeigt.
>>
>> Ich biete die 60er ;-)
>
>Damals habe ich noch nicht mal an Löten *gedacht*.

Es zeigt jedenfalls, dass der "NASA-Standard" schon vor Jahrzehnten
"best practice" war.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Gunter Kühne

unread,
Apr 11, 2022, 2:29:12 AM4/11/22
to
Am 10.04.22 um 12:40 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>
> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.
>
>
Dan schau mal in die Handbücher und Lötvorschrften der Deutschen
Reichspost. Die beschrieben das auch so.( Wurden später von Nachrichten
MDI und NVA übernommen) übrigens im Signal und Fernmeldewesen der
Deutschen Reichsbahn wurde das auch so gezeigt. Wobei da auf jeder Seite
mindestens 4 Umdrehungen vorgeschrieben waren.Für Anschlussfahnen gabs
sogar ein Wickelgerät.

--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.

Friedrich Karl Siebert

unread,
Apr 11, 2022, 2:36:14 AM4/11/22
to
Am 11.04.2022 um 08:29 schrieb Gunter Kühne:


> Dan schau mal

Es muss richtig heißen: " Dann schau mal...."

Wann begreifst du endlich die Anwendung richtiger Grammatik?


--
mit freundlichem Gruß
F.K.

Gunter Kühne

unread,
Apr 11, 2022, 3:19:53 AM4/11/22
to
Am 11.04.22 um 08:36 schrieb Friedrich Karl Siebert:
> Am 11.04.2022 um 08:29 schrieb Gunter Kühne:
>
>
>> Dan schau mal
>
> Es muss richtig heißen: " Dann schau mal...."
>
> Wann begreifst du endlich die Anwendung richtiger Grammatik?
>
>
Übersehen, und nun wächst dir ein größerer Pimmel?
Übrigens war das nicht Grammatik, sondern Orthografiefehler. Aber das
begreifst du ja sowieso nicht.

Hergen Lehmann

unread,
Apr 11, 2022, 4:30:02 AM4/11/22
to
Am 10.04.22 um 21:12 schrieb Ruediger Lahl:

> Am 10.04.22 20:04, schrieb Hergen Lehmann:
>> Natürlich kann man. Und tatsächlich HAT man alle Komponenten zunächst
>> unbemannt im Erdorbit, dann bemannt im Erdorbit, und schließlich ein
>> weiteres Mal bemannt im Mondorbit getestet, bevor man schließlich die
>> bemannte Landung gewagt hat.
>
> Das LEM konnte man nur unvollständig testen. Abkoppeln, Manövrieren,
> Ankoppeln. Seinen tatsächlichen Zweck, landen und wieder aufsteigen ging
> nur direkt auf dem Mond.

Den Part hatte man ausgiebig auf der Erde geprobt. Nicht 100%
realistisch, aber die viel höhere Schwerkraft ist eher ein Handycap für
Landung und Wiederaufstieg.

So oder so: Keine Komponente ist mit Apollo 11 das erste Mal geflogen
und musste beim ersten Mal funktionieren. Alles wurde geprobt, bei allem
bestand Gelegenheit, eine Fehlfunktion zu erkennen und nachzubessern.

Ruediger Lahl

unread,
Apr 14, 2022, 9:51:40 AM4/14/22
to
*Hergen Lehmann* schrieb:

> Am 10.04.22 um 21:12 schrieb Ruediger Lahl:
>> Am 10.04.22 20:04, schrieb Hergen Lehmann:
>>> Natürlich kann man. Und tatsächlich HAT man alle Komponenten zunächst
>>> unbemannt im Erdorbit, dann bemannt im Erdorbit, und schließlich ein
>>> weiteres Mal bemannt im Mondorbit getestet, bevor man schließlich die
>>> bemannte Landung gewagt hat.
>>
>> Das LEM konnte man nur unvollständig testen. Abkoppeln, Manövrieren,
>> Ankoppeln. Seinen tatsächlichen Zweck, landen und wieder aufsteigen ging
>> nur direkt auf dem Mond.
>
> Den Part hatte man ausgiebig auf der Erde geprobt. Nicht 100%
> realistisch, aber die viel höhere Schwerkraft ist eher ein Handycap für
> Landung und Wiederaufstieg.

Das Ding wurde für 1/6 Schwerkraft gebaut. Auf der Erde testet man da
genau gar nix. Selbst Simulationen mit extra dafür gebauten
Konstruktionen waren eher untauglich. Getestet hat Neil Armstrong am
21.07.1969 auf dem Mond.

> So oder so: Keine Komponente ist mit Apollo 11 das erste Mal geflogen
> und musste beim ersten Mal funktionieren. Alles wurde geprobt, bei allem
> bestand Gelegenheit, eine Fehlfunktion zu erkennen und nachzubessern.

Die Risiken wurden nur verteilt, aber jedes für sich bestand irgendwann
einmal und bedrohte das Leben der testenden Astronauten.
--
bis denne

Rainer Knaepper

unread,
Apr 25, 2022, 4:18:43 AM4/25/22
to
neu...@5sl.org (Dr. Joachim Neudert) am 10.04.22 um 10:40:

> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios

> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.

Fände ich eine solche Verbindung in einem modernen PKW oder, sagen wir
mal, in einem Industrieroboter, würde mich das wohl nervös machen.

Rainer

--
Lass mich raten - Du hast T-Aktien gekauft, Stoiber gewählt,
betreibst einen ALDI-PC mit der neuesten Beta als Firmenserver
und wunderst Dich, warum Dich inne 4ma niemand mehr grüsst?
(Benedict Mangelsdorff in ger.ct)

Hergen Lehmann

unread,
Apr 25, 2022, 5:00:02 AM4/25/22
to
Am 25.04.22 um 09:37 schrieb Rainer Knaepper:

> neu...@5sl.org (Dr. Joachim Neudert) am 10.04.22 um 10:40:
>
>> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>
>> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.
>
> Fände ich eine solche Verbindung in einem modernen PKW oder, sagen wir
> mal, in einem Industrieroboter, würde mich das wohl nervös machen.

Zu recht, das war schließlich der technische Stand von vor 60 Jahren.
Zudem sind die heute üblichen Bleifrei-Lote mechanisch weniger
belastbar, man will also bei beweglichen Leitungen ganz definitiv nicht
gelötetes mehr haben.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 25, 2022, 5:14:48 AM4/25/22
to
On 4/25/22 10:39, Hergen Lehmann wrote:
> Am 25.04.22 um 09:37 schrieb Rainer Knaepper:
>
>> neu...@5sl.org (Dr. Joachim Neudert)  am 10.04.22 um 10:40:
>>
>>> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>>
>>> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.
>>
>> Fände ich eine solche Verbindung in einem modernen PKW oder, sagen wir
>> mal, in einem Industrieroboter, würde mich das wohl nervös machen.
>
> Zu recht, das war schließlich der technische Stand von vor 60 Jahren.

Aber verwendet für Lötstellen die deutlich höher belastet wurden als
Verbindungen in heutigen in PKW oder Industrierobotern.

Gerrit

Ulf Kutzner

unread,
Apr 25, 2022, 5:32:48 AM4/25/22
to
Gerrit Heitsch schrieb am Sonntag, 10. April 2022 um 20:35:56 UTC+2:
> On 4/10/22 20:04, Hergen Lehmann wrote:
> > Am 10.04.22 um 18:06 schrieb Gerrit Heitsch:

> >> Auch dann sollte es auf das erste Mal funktionieren. Man kann schlecht
> >> zum Mond fliegen um rauszufinden warum es nicht geklappt hat.
> >
> > Natürlich kann man. Und tatsächlich HAT man alle Komponenten zunächst
> > unbemannt im Erdorbit, dann bemannt im Erdorbit, und schließlich ein
> > weiteres Mal bemannt im Mondorbit getestet, bevor man schließlich die
> > bemannte Landung gewagt hat.

> Und wenn die der Teil, der am Ende auf dem Mond gelandet ist dort nicht
> wieder weggekommen wäre weil irgendein Teil die Landung selbst nicht
> überlebt hat, wie hätte man rausgefunden welches?

Mit etwas Glück über Geräteüberwachung und Funkverbindung.

Mondrückseite ohne Relaisstation in einer Mondumlaufbahn wäre allerdings ungünstig.

Gruß, ULF

Hergen Lehmann

unread,
Apr 25, 2022, 6:30:03 AM4/25/22
to
Am 25.04.22 um 11:14 schrieb Gerrit Heitsch:
Allerdings nur für wenige Minuten beim Start. Der PKW dagegen soll viele
Jahre Vibrationen ertragen, und der Roboter soll dies ggf. sogar im 24/7
Dauerbetrieb tun. Über den Daumen gepeilt würde ich sagen, die Anzahl
der Belastungsvorgänge ist bei letzterem um etliche Zehnerpotenzen höher
als bei der Rakete.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 25, 2022, 6:33:54 AM4/25/22
to
Wobei man nicht vergessen darf, bei der Lötstelle a la NASA wird die
Lötung selbst kaum belastet, die mechanische Festigkeit kommt von der
Verdrilling der Drähte bevor sie mit Lötzinn in dieser Position fixiert
werden.

Gerrit



Hergen Lehmann

unread,
Apr 25, 2022, 10:30:02 AM4/25/22
to
Am 25.04.22 um 12:33 schrieb Gerrit Heitsch:

> Wobei man nicht vergessen darf, bei der Lötstelle a la NASA wird die
> Lötung selbst kaum belastet, die mechanische Festigkeit kommt von der
> Verdrilling der Drähte bevor sie mit Lötzinn in dieser Position fixiert
> werden.

Das Problem, das das Zinn die Litzenenden versteift und damit die Gefahr
von Ermüdungsbrüchen stark erhöht, hast du trotzdem.

Man kennt heute Besseres.

Herwig

unread,
Apr 25, 2022, 11:12:28 AM4/25/22
to
20200-04-25 17:12:00 +0200

> ...

> https://9gag.com/gag/ay91Nyr?ref=ios
>
> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.

Es hat mal eine Zeit gegeben, da ist jeder zweite
RaketenStart an einer abrutschenden SchlauchKlemme
oder einer freischwebenden LötStelle oder an einem
falschen Vorzeichen irgendwo in dem, was sie damals
für Software hielten, gescheitert.

Ich muss da allerdings meine Füsse still halten,
in Anbetracht dessen, was ich damals unter einer
LötStelle verstanden habe.

Herwig

Herwig

unread,
Apr 25, 2022, 11:14:55 AM4/25/22
to
2022-04-25 17:14:00 +0200

> ...

> Wobei ich gelesen habe, dass die für HF gar nicht gut geeignet sind.
> Für analoge Telefonie aber scheinbar kein Problem, die ist ja im
> unteren Frequenzbereich.

AKA "GleichStrom". Wie eigentlich alles unter KurzWelle.

Muss ich eigentlich auch die Füsse still halten - egal,
was ich mir in der SchulZeit zusamengelötet - -gesteckt
habe, KurzWelle konnte man damit immer empfangen.

Herwig

Herwig

unread,
Apr 25, 2022, 11:17:08 AM4/25/22
to
2022-04-25 17:17:00 +0200

> ...

> Die Vibrationen beim Start sind mörderisch. Ohne das Wasserbett beim Start
> würde sich die Rakete durch die eigenen Schallwellen augenblicklich
> zerlegen.

Der eigentliche Grund, warum WasserBetten eine Ehe
stabilisieren.

Herwig

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 25, 2022, 11:21:49 AM4/25/22
to
Hier spricht aber keiner von Litze sondern von Draht. Litze könntest du
so vie von NASA vorgeschlagen gar nicht verarbeiten.

Gerrit

Dr. Joachim Neudert

unread,
Apr 25, 2022, 11:22:15 AM4/25/22
to
Am 25.04.22 um 17:17 schrieb Herwig:
Angeber!

--
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

Wolfgang Kynast

unread,
Apr 25, 2022, 12:33:19 PM4/25/22
to
On Mon, 25 Apr 2022 08:12:27 -0700 (PDT), "Herwig" posted:
Ach so. Ich dachte, was du damals für Software hieltest.
;-)

--
Wolfgang

Hergen Lehmann

unread,
Apr 25, 2022, 1:00:02 PM4/25/22
to
Am 25.04.22 um 17:21 schrieb Gerrit Heitsch:

> On 4/25/22 16:01, Hergen Lehmann wrote:
>> Das Problem, das das Zinn die Litzenenden versteift und damit die
>> Gefahr von Ermüdungsbrüchen stark erhöht, hast du trotzdem.
>
> Hier spricht aber keiner von Litze sondern von Draht.
Draht mag in einer Rakete, wo die Belastung nach wenigen Minuten vorbei
ist, durchaus angehen.

In dem von Rainer ins Spiel gebrachten Fahrzeug oder Industrieroboter
willst du definitiv Litze, der Ermüdungsbruch wäre sonst
vorprogrammiert. Und du willst somit auch die tollen
60erJahre-Nasa-Verbindungen nicht. Danke für die Bestätigung. :-P


> Litze könntest du
> so vie von NASA vorgeschlagen gar nicht verarbeiten.

Doch, natürlich. Ergibt nur keinen Sinn.

Rainer Knaepper

unread,
Apr 26, 2022, 4:31:51 AM4/26/22
to
hlehmann.e...@snafu.de (Hergen Lehmann) am 25.04.22:
Weichlotverbindungen sind per Definition mechanisch nicht belastbar.
Zumindest nicht sehr lange. Bei den nebenan beschriebenen
Telefonstrippen kann das mit dem Verdrillen harter Drähte ja noch
angehen, die verschwinden in der Dose und ruhen dort dann 40 Jahre,
bis dann doch immer noch keine Glasfaser gelegt wird.

Bei allem, was sich bewegt, nimmt man Litze, gasdichte
Quetschverbinder und/oder Federzugklemmen oder funktional
vergleichbare vibrationsfeste Kontaktierungen.

Rainer

--
Rainer klingt auf jeden Fall schwul! Realnamen sind scheisse!
(dar...@web.de in de.rec.fotografie)

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 26, 2022, 4:56:18 AM4/26/22
to
On 4/26/22 09:04, Rainer Knaepper wrote:
>
> Bei allem, was sich bewegt, nimmt man Litze, gasdichte
> Quetschverbinder

Wie sieht denn so etwas aus? Die üblichen Crimpverbindungen die ich
kenne klemmen einfach die Litze ein. Gasdicht kann das kaum sein.

Gerrit

Hergen Lehmann

unread,
Apr 26, 2022, 7:00:02 AM4/26/22
to
Am 26.04.22 um 10:56 schrieb Gerrit Heitsch:
Man arbeitet mit dem vom Hersteller des Verbinders spezifizierten
Werkzeug und das dann möglichst sogar maschinell, um eine gute
Reproduzierbarkeit zu bekommen. Bei Verwendung genau des Pressprofils
und -drucks, für die der Verbinder konstruiert ist, wird das dann
tatsächlich gasdicht und auch mechanisch hoch belastbar.

Die typische Heimwerker-Crimpzange ist Schrott, ja.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 26, 2022, 7:17:08 AM4/26/22
to
Belastbar, sicher... Aber gasdicht? Bei runden Litzendrähten? Selbst
wenn die nach dem Pressen nicht mehr rund sind, komplett dicht kann das
nicht sein.

Gerrit



Hergen Lehmann

unread,
Apr 26, 2022, 9:00:03 AM4/26/22
to
Am 26.04.22 um 13:17 schrieb Gerrit Heitsch:
Nicht bei allen Verbindertypen, aber bei vielen ja. Verbinder und Litze
werden so verformt, das sich an den Kontaktflächen eine
Kaltverschweißung ergibt.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 26, 2022, 11:27:51 AM4/26/22
to
Dafür hätte ich gerne Belege, behauptet wird es immer wieder, aber
Bilder die eine solche vollflächige Kaltverschweissung beim Crimpen
zeigen habe ich noch nicht finden können.

Gerrit

Hergen Lehmann

unread,
Apr 26, 2022, 1:30:02 PM4/26/22
to
Am 26.04.22 um 17:27 schrieb Gerrit Heitsch:
Erster Treffer nach 10sek Suche bei Google:

https://www.schaefer.biz/portfolio/crimpqualitaetslabor-sqs02/

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 26, 2022, 1:34:10 PM4/26/22
to
Das Schliffbild zeigt aber keine Kaltverschweissung da man die Grenzen
zwischen den einzelnen Drähten und auch zum Kontakt noch erkennen kann.

Gerrit


Hergen Lehmann

unread,
Apr 26, 2022, 2:30:03 PM4/26/22
to
Am 26.04.22 um 19:34 schrieb Gerrit Heitsch:
Die Übergänge zwischen den verschiedenen Gefügeformen werden durch
Schliff, Beleuchtung und scheinbar auch elektrochemische Behandlung
(siehe Verbrauchsmaterial) bewusst heraus präpariert, denn sie sind es,
die den Qualitätsprüfer interessieren.

Von der einfarbigen Fläche, die das bloße Auge sehen würde, hat er nichts.

Gerrit Heitsch

unread,
Apr 26, 2022, 2:39:01 PM4/26/22
to
Mag ja sein, aber bei einer echten Verschweissung solltest du auch mit
Behandlung solche Grenzen nicht mehr sehen können.

Gerrit



HC Ahlmann

unread,
Apr 27, 2022, 4:55:33 AM4/27/22
to
Richtig, es zeigt vollständig plastische Verformung der Litzen, damit
große Kontaktfläche und guten Kraftschluss, aber durch scharfe
Abgrenzung keine Anzeichen einer Diffusion von einer in die andere Litze
wie durch eine Aufschmelzung. Da jedoch die Kontaktflächen sich nicht
mehr beschädigungslos trennen lassen, sondern Aufrauhungen davontragen,
wird es als Kaltverschweißung bezeichnet, weil eine gerissene
Verschweißung und eine getrennte Vercrimpung vergleichbare
Oberflächenschäden zeigen.
--
Munterbleiben
HC

Ulf Kutzner

unread,
Jul 14, 2023, 7:10:57 AM7/14/23
to
Hergen Lehmann schrieb am Montag, 11. April 2022 um 10:30:02 UTC+2:

> So oder so: Keine Komponente ist mit Apollo 11 das erste Mal

Es geht auch deutlich langsamer, gerade, wenn man unbemannt fliegt.
Sechs Wochen statt vier Tage soll der einfache Weg dauern:

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/indien-rakete-gestartet-100.html

Lothar Kimmeringer

unread,
Jul 14, 2023, 7:43:44 AM7/14/23
to
Warum das so ist, wird z.B. bei
https://swarajyamag.com/science/landing-on-the-lunar-surface-how-chandrayaan-2-will-travel-from-earth-to-moon
beschrieben. Auch wenn die URL was anderes vermuten laesst,
geht es dabei tatsaechlich um Chandrayaan-3 und nicht um
Chandrayaan-2 (wobei sich da ablaeufmaessig nicht viel unterscheiden
duerfte, ausser dass man heute vermutlich den Crash am Ende
vermeiden wollen wird ;-)


Gruesse, Lothar
--
Lothar Kimmeringer E-Mail: spam...@kimmeringer.de
PGP-encrypted mails preferred (Key-ID: 0x8BC3CD81)

Always remember: The answer is forty-two, there can only be wrong
questions!

Herwig

unread,
Jul 14, 2023, 10:22:22 AM7/14/23
to
2023-07-14 16:24:00 +0200

> > 2022-04-25 17:17:00 +0200

> > Der eigentliche Grund, warum WasserBetten eine Ehe
> > stabilisieren.

> > ...

> Angeber!

Alte Postings lesen lohnt sich manchmal!

Herwig

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 26, 2023, 3:47:36 PM7/26/23
to
Ich war vor ein paar Jahren mal in einer NATO-AWACS, das ist eine umgebaute
Boeing-707, und war überrascht, wie viel da drin notdürftig mit Gaffa-Tape
befestigt war, ganze Kabelbäume, die hingen da irgendwie an den Wänden
herum.

Es gab wohl auch regelmäßig Vorfälle, wo PC-Monitore überhitzten und an zu
Schmurgeln fingen, deshalb hingen da auch überall kleine Feuerlöscher
herum, die dem Vernehmen nach regelmäßig zum Einsatz kamen. Und für den
Fall der Fälle tragbare Sauerstaffflaschen mit Masken dran, auch die kamen
wohl oft zum Einsatz.

Alles keine Raketentechnik.

Grüße,

Frank

Lothar Frings

unread,
Jul 26, 2023, 4:58:08 PM7/26/23
to
Dr. Joachim Neudert tat kund:

>
> Die nehmen ihren Job offenbar ernst. Gut so.

Ja, sie lassen eine Marssonde zerkrachen,
weil jemand Zentimeter mit Inch verwechselt hat und schicken
ein kurzsichtiges Teleskop ins All, weil keiner gemerkt hatte,
dass das Messgerät dafür auf der Erde defekt war. Aber
verlötet ist alles gut.
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