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backbord und steuerbord?

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Herwig AQSR

unread,
May 19, 2016, 6:39:36 PM5/19/16
to
2016-05-20 00:40:00 +0200

Wenn ein Schiff rückwärts fährt - werden die
Begriffe backbord und steuerbord dann vertauscht?
"rechts" und "links" werden vertauscht, aber diese
Begriffe sind in der SeeFahrt ja uncool.

Es gibt Schiffe - einige rollonrolloff-Fähren
zum Beispiel - die vorne-hinten-symmetrisch sind
- bei denen müssten diese Begriffe vertauscht
werden. Es ist dann nur die Frage, was was ist,
wenn das Schiff ohne Fahrt ist.

Eigentlich brauchten wir Bayern uns darum
keine Gedanken zu machen - aber auch wir haben
riesige Seen. Was heisst "auch wir" - wir sind
die einzigen, die RiesenSeen haben - das
"Steinhuder Meer" wird doch niemand unter
"Gewässer" kategorisieren?

Herwig (Google Groups ist eine Zumutung)

Bernd Lauert

unread,
May 19, 2016, 8:58:59 PM5/19/16
to
On Thu, 19 May 2016 15:39:35 -0700, Herwig AQSR wrote:

> 2016-05-20 00:40:00 +0200
>
> Wenn ein Schiff rückwärts fährt - werden die Begriffe backbord und
> steuerbord dann vertauscht?

Nein.

> "rechts" und "links" werden vertauscht, aber
> diese Begriffe sind in der SeeFahrt ja uncool.

Genau deswegen.

Andreas Karrer

unread,
May 19, 2016, 9:13:09 PM5/19/16
to
* Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com>:
Gab es bei Autos je auch nur den kleinsten Zweifel, welches die linke
und welches die rechte Seite ist? Nein, nichtmal beim Zündapp Janus.
Warum sollte es bei Schiffen (ausgenommen die beschriebenen Fähren)
einen geben?

- Andi

Hergen Lehmann

unread,
May 19, 2016, 11:15:03 PM5/19/16
to
Am 20.05.2016 um 03:13 schrieb Andreas Karrer:

>> Genau deswegen.
>
> Gab es bei Autos je auch nur den kleinsten Zweifel, welches die linke
> und welches die rechte Seite ist?

Den gibt es spätestens dann, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt. Wird der
Fahrer seinen Blick zur richtigen Seite richten, wenn der Beifahrer ruft
"Vorsicht, von rechts kommt was?"

> Nein, nichtmal beim Zündapp Janus.
> Warum sollte es bei Schiffen (ausgenommen die beschriebenen Fähren)
> einen geben?

a) Weil Schiffe meist so groß sind, das Personen sich an Bord bewegen,
und Kommandos auch für jene Besatzungsmitglieder eindeutig sein müssen,
die (unter Deck) keine Kenntnis der äußeren Umstände haben.

b) Weil die Menschheit bereits seit etlichen Jahrtausenden Schifffahrt
betrieb, als das Automobil erfunden wurde. Woher kommt die
Überheblichkeit, das Schifffahrtsregeln und -Begriffe sich am Automobil
zu orientieren haben?

Hergen

Juergen P. Meier

unread,
May 20, 2016, 12:52:30 AM5/20/16
to
Herwig AQSR <herwig...@t-online.de>:
> 2016-05-20 00:40:00 +0200
>
> Wenn ein Schiff rückwärts fährt - werden die
> Begriffe backbord und steuerbord dann vertauscht?

Nein. Wieso auch? Die nautischen Begriffe sind nicht relativ zu
irgendwas sondern absolut ueber die Bauform definiert.
Das weis sogar ich als Bayer.

> "rechts" und "links" werden vertauscht, aber diese

Das sind ja auch relative Begriffe, je nach dem wohin du schaust.

> Begriffe sind in der SeeFahrt ja uncool.

Weil man nie weis, wohin der Idiot gerade schaut, waehrend er
"Mann ueber Bord dort links!!!" ruft.

> Es gibt Schiffe - einige rollonrolloff-Fähren
> zum Beispiel - die vorne-hinten-symmetrisch sind
> - bei denen müssten diese Begriffe vertauscht

Es gibt immer einen Bauartbedingt definerten Bug und ein Heck
und ein Backbord und ein Steuerbord. Zur Not bestimmt das der
Erbauer per Order de Mufti.

BTW: Es hilft sich ueber die Etmylogische Herkunft dieser Begriffe
schlau zu machen: Das deutsche "Steuerbord" stammt unmittelbar vom
proto-germanischen "steuro bord" von dem u.A. auch das englische
"starboard" abstammt (das nichts mit den Sternen zu tun hat).
Dieser Begriff wurde ueber die Bauweise altgermanischer Boote bestimmt,
bei denen das Steuerruder immer in Fahrtrichtung rechts angebracht war
(damals waren wohl auch die meisten Menschen Rechtshaender).

Das deutsche "backbord" scheint dagegen aus dem Alt-Englischen erst
ins Niederdeutsche und von da ins Hochdeutsche uebernommen worden zu
sein, waehrend die Englaender ihr "baeck board" zu "port" vereinfacht
haben.

Auf jeden Fall sind "Backbord" und "Links" sowie "Steuerbord" und
"Rechts" jeweils keine Synonyme. Schon aufgrund ihrer
unterschiedlichen Begriffsbedeutung.

> werden. Es ist dann nur die Frage, was was ist,
> wenn das Schiff ohne Fahrt ist.

Das hat der Konstrukteur des Bootes definiert.

> Eigentlich brauchten wir Bayern uns darum
> keine Gedanken zu machen - aber auch wir haben

Hey, Bayern hatte sogar mal eine Hochseeflotte!

> riesige Seen. Was heisst "auch wir" - wir sind
> die einzigen, die RiesenSeen haben - das

Nein, die Friesen, Hollaender, Daenen und alle deren Sprache aus
dieser Ecke kommt haben das auch. Drum heissen Nordsee und Ostsee ja
auch Nordsee bzw. Ostsee und nicht Nordmeer bzw. Ostmeer.

> "Steinhuder Meer" wird doch niemand unter
> "Gewässer" kategorisieren?

Niederdeutsch vs. Hochdeutsch.

> Herwig (Google Groups ist eine Zumutung)

Ach.

Juergen
--
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems. (Bruce Schneier)

Juergen P. Meier

unread,
May 20, 2016, 12:57:33 AM5/20/16
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch>:
> * Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com>:
>> On Thu, 19 May 2016 15:39:35 -0700, Herwig AQSR wrote:
>>
>>> 2016-05-20 00:40:00 +0200
>>>
>>> Wenn ein Schiff rückwärts fährt - werden die Begriffe backbord und
>>> steuerbord dann vertauscht?
>>
>> Nein.
>>
>>> "rechts" und "links" werden vertauscht, aber
>>> diese Begriffe sind in der SeeFahrt ja uncool.
>>
>> Genau deswegen.
>
> Gab es bei Autos je auch nur den kleinsten Zweifel, welches die linke

Selbstverstaendlich!

> und welches die rechte Seite ist? Nein, nichtmal beim Zündapp Janus.

Wenn ich von vorne auf die Motorhaube schaue, dann ist der Fahrersitz
natuerlich auf der *rechten Seite* meines Autos.

Wenn ich hingegen hinterm Kofferraum stehe, dann befindet er sich auf
der *linken Seite*.

Und wenn ich vor der Fahrertuere stehe, dann befindet sich der Motor
auf der *linken Seite* und der Kofferraum auf der *rechten Seite*
meines Fahrzeuges.

"links" und "rechts" sind *RELATIVE* Begriffe, das lernt man zumindest
in Deutschland schon auf der Grundschule. Ist das im Schweizerdeutsch
tatsaechlich anders? Ich wusste bisher nichts von einem Unterschied bei
diesen Begriffen.

> Warum sollte es bei Schiffen (ausgenommen die beschriebenen Fähren)
> einen geben?

Weil man statt relativen Begriffen absolute brauchte, die man
nicht misverstehen kann.

Dr. Joachim Neudert

unread,
May 20, 2016, 1:08:14 AM5/20/16
to
Juergen P. Meier <nospa...@jors.net> wrote:

>
> Weil man statt relativen Begriffen absolute brauchte, die man
> nicht misverstehen kann.
>

Ist in der Medizin dasselbe. Links und rechts bedeutet in der Medizin immer
"am Patienten links" und "am Patienten rechts".

Schon von der Anatomie an klar festgelegt, und später im OP hat sich das
als dringend notwendig erwiesen.

Die Schwierigkeit in der Medizin ist, daß bei uns auch noch die Patienten
mitreden und die kennen diese Konvention oft nicht. Deswegen wird das zu
operierende Bein nicht mehr bezeichnet, sondern der Patient muss mit dem
Finger drauf deuten und dann kriegt es eine Farbmarkierung.


--
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap

Juergen P. Meier

unread,
May 20, 2016, 1:14:31 AM5/20/16
to
Hergen Lehmann <hlehmann.e...@snafu.de>:
> b) Weil die Menschheit bereits seit etlichen Jahrtausenden Schifffahrt
> betrieb, als das Automobil erfunden wurde. Woher kommt die
> Überheblichkeit, das Schifffahrtsregeln und -Begriffe sich am Automobil
> zu orientieren haben?

Beim Automobil ist die Verwendung des Begriffs "Steuerbord" und seines
Gegenteils im ehemaligen Geltungsbereich des Napoleonischen Code Civil
natuerlich ein Problem, weil wir Kontinentaleuropaer beim Automobil
das Steuer auf der *falschen* Seite einbauen, und es - anders als bei
Schiffen - keinen Weltweit einheitlichen germanischen Standard fuer
die Platzierung des Steuers gibt. Die Briten (Englaender, Iren, Inder,
Suedostasiaten, Suedafrikaner, Australier, Neuseelaender, ...) und die
Japaner wuerden die absoluten Begriffe bei Strassenfahrzeugen genau so
wie in der Schifffahrt benutzen (natuergemaess), waehrend der Rest der
Welt aufgrund der Begriffsdefinition mit Steuerbord eines KFZ die in
vorwiegender Fahrtrichtung *linke Seite* bezeichnen muessten, im
genauen Gegensatz zur Schifffahrt.

Beim deutschen Automobil waere also Steuerbord die Fahrerseite, waehrend
Backbord die Beifahrerseite bezeichnet. Nach urspruenglicher
Begriffsherkunft zumindest. Und das boete natuerlich noch viel mehr
Spielraum fuer Verwirrung als links und rechts. Vorallem wenn einer
mit einem englischen Fahrzeug daherkommt.

Juergen

Bernd Lauert

unread,
May 20, 2016, 2:35:40 AM5/20/16
to
On Fri, 20 May 2016 04:58:05 +0000, Juergen P. Meier wrote:

> Beim deutschen Automobil waere also Steuerbord die Fahrerseite, waehrend
> Backbord die Beifahrerseite bezeichnet. Nach urspruenglicher
> Begriffsherkunft zumindest. Und das boete natuerlich noch viel mehr
> Spielraum fuer Verwirrung als links und rechts. Vorallem wenn einer mit
> einem englischen Fahrzeug daherkommt.

Deswegen redet man von Fahrerseite und Beifahrerseite und schon ist es
wieder eindeutig. Daß eine seltsame Insel gibt, wo auf der falschen Seite
gefahren wird, interessiert dabei nicht groß. ;-)

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 20, 2016, 2:46:10 AM5/20/16
to
Dr. Joachim Neudert <neu...@5sl.org> wrote:

>Die Schwierigkeit in der Medizin ist, daß bei uns auch noch die Patienten
>mitreden und die kennen diese Konvention oft nicht. Deswegen wird das zu
>operierende Bein nicht mehr bezeichnet, sondern der Patient muss mit dem
>Finger drauf deuten und dann kriegt es eine Farbmarkierung.

ICh erinnere mich da an den Fall, wo der Patient nach der OP statt mit
noch einem gesunden Ei mit einem Ei mit Tumor dran aufwachte. Nach der
zweiten OP war das dann auch weg :(

Alles nicht so einfach mit links und rechts...


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Dr. Joachim Neudert

unread,
May 20, 2016, 3:06:17 AM5/20/16
to
Am 20.05.16 um 08:46 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Dr. Joachim Neudert <neu...@5sl.org> wrote:
>
>> Die Schwierigkeit in der Medizin ist, daß bei uns auch noch die Patienten
>> mitreden und die kennen diese Konvention oft nicht. Deswegen wird das zu
>> operierende Bein nicht mehr bezeichnet, sondern der Patient muss mit dem
>> Finger drauf deuten und dann kriegt es eine Farbmarkierung.
>
> ICh erinnere mich da an den Fall, wo der Patient nach der OP statt mit
> noch einem gesunden Ei mit einem Ei mit Tumor dran aufwachte. Nach der
> zweiten OP war das dann auch weg :(
>
> Alles nicht so einfach mit links und rechts...
>
>
> -ras
>
Natürlich. Shit happens. In der Orthopädie werden die Glieder jetzt eben
vom Patienten mit dem Finger bezeichnet ("da tut's weh!) und mit Farbe
markiert bei der OP-Einleitung.

Bei den Testikeln ist das nicht so einfach. Daneben können sich die
verdammten Dinger auch am Stiel innerhalb des Skrotums drehen, ob das
Teil das bei der Sonographie links lag dann auch bei der OP links liegt
ist nicht gesichert...

Stefan Froehlich

unread,
May 20, 2016, 3:13:04 AM5/20/16
to
On Fri, 20 May 2016 08:46:10 Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Dr. Joachim Neudert <neu...@5sl.org> wrote:
> >Die Schwierigkeit in der Medizin ist, daß bei uns auch noch die
> >Patienten mitreden und die kennen diese Konvention oft nicht.
> >Deswegen wird das zu operierende Bein nicht mehr bezeichnet,
> >sondern der Patient muss mit dem Finger drauf deuten und dann
> >kriegt es eine Farbmarkierung.

> ICh erinnere mich da an den Fall, wo der Patient nach der OP statt
> mit noch einem gesunden Ei mit einem Ei mit Tumor dran aufwachte.
> Nach der zweiten OP war das dann auch weg :(

So extrem blöd das auch ist, mit Beinen ist es noch einmal böser:
<http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/614091/>. Ist noch
gar nicht *so* lange her, in Deutschland ein paar Jahre länger:
<http://www.focus.de/auto/ratgeber/unterwegs/aerztepfusch-rechts-vor-links_aid_158632.html>

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan soll mehr als Vergnügen machen!
(Sloganizer)

DonCaron

unread,
May 20, 2016, 3:21:48 AM5/20/16
to
Am 20.05.2016 um 00:39 schrieb Herwig AQSR:
> Wenn ein Schiff rückwärts fährt - werden die
> Begriffe backbord und steuerbord dann vertauscht?

wieso? Bug und Heck sind doch auch nicht vertauscht.
der Begriff stammt von früher, wo das Ruder, das zum STeuern, auf der
rechten Seite war, Backbord ? hinter dem Rücken des Steuermanns

--
DonCaron

Andreas Karrer

unread,
May 20, 2016, 4:10:16 AM5/20/16
to
* Juergen P. Meier <nospa...@jors.net>:

> Es gibt immer einen Bauartbedingt definerten Bug und ein Heck
> und ein Backbord und ein Steuerbord. Zur Not bestimmt das der
> Erbauer per Order de Mufti.

Hm, die Autofähren auf dem Zürich- und Bodensee sind recht
symmetrisch gebaut, zwei Laderampen, zwei Kommandobrücken, zwei
Voith-Schneider-Antriebe usw. und beim Wenden wechseln die
Positionslicher, wo vorher rot war, ist jetzt grün. Und damit wohl
auch die Begriffe Backbord und Steuerbord.

Vermutlich hat der Erbauer schon eine Konvention ("Die Seite mit dem
rechtsdrehenden Voith-Schneider-Antrieb wird im weiteren als 'vorn'
bezeichnet"), aber ich bezweifle stark, dass die im Betrieb verwendet
wird.

- Andi

Hanno Foest

unread,
May 20, 2016, 4:14:20 AM5/20/16
to
Am 20.05.2016 09:06 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Natürlich. Shit happens. In der Orthopädie werden die Glieder jetzt eben
> vom Patienten mit dem Finger bezeichnet ("da tut's weh!) und mit Farbe
> markiert bei der OP-Einleitung.

Kann ich seit meiner Meniskus-OP bestätigen.

Hanno

Juergen P. Meier

unread,
May 20, 2016, 4:16:53 AM5/20/16
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch>:
> * Juergen P. Meier <nospa...@jors.net>:
>
>> Es gibt immer einen Bauartbedingt definerten Bug und ein Heck
>> und ein Backbord und ein Steuerbord. Zur Not bestimmt das der
>> Erbauer per Order de Mufti.
>
> Hm, die Autofähren auf dem Zürich- und Bodensee sind recht
> symmetrisch gebaut, zwei Laderampen, zwei Kommandobrücken, zwei
> Voith-Schneider-Antriebe usw. und beim Wenden wechseln die
> Positionslicher, wo vorher rot war, ist jetzt grün. Und damit wohl
> auch die Begriffe Backbord und Steuerbord.

Solche Faehren kannte ich bisher nicht. Wenn aber auch die
Rot/Gruen-LAmpen wechseln, dann wechselt dort wohl tatsaechlich die
Definition von Vorne/Hinten und Steuerbord/Backbord.

> Vermutlich hat der Erbauer schon eine Konvention ("Die Seite mit dem
> rechtsdrehenden Voith-Schneider-Antrieb wird im weiteren als 'vorn'
> bezeichnet"), aber ich bezweifle stark, dass die im Betrieb verwendet
> wird.

Irgendwo wird wohl eine Plakette befestigt sein wo drauf steht, was
"vorne" ist.

Hanno Foest

unread,
May 20, 2016, 4:17:23 AM5/20/16
to
Am 20.05.2016 09:13 schrieb Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan
Froehlich):

>> ICh erinnere mich da an den Fall, wo der Patient nach der OP statt
>> mit noch einem gesunden Ei mit einem Ei mit Tumor dran aufwachte.
>> Nach der zweiten OP war das dann auch weg :(
>
> So extrem blöd das auch ist, mit Beinen ist es noch einmal böser:
> <http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/614091/>. Ist noch
> gar nicht *so* lange her, in Deutschland ein paar Jahre länger:
> <http://www.focus.de/auto/ratgeber/unterwegs/aerztepfusch-rechts-vor-links_aid_158632.html>

http://german-bash.org/156454

Hanno

Wolfgang Enzinger

unread,
May 20, 2016, 4:47:24 AM5/20/16
to
Analoge Probleme gibt's in vielen Fachbereichen. Z.B. in der Geographie.
Das rechte Flussufer ist dasjenige, das rechts liegt, wenn man flussabwärts
(talwärts) schaut, vgl. z.B. das Münchener Klinikum rechts der Isar. Zur
Klarstellung kann man noch dazusagen: "die orographisch rechte Seite".

Bei anderen Begrifflichkeiten ist deren Relativität nicht ganz so
offensichtlich. Die Chinesen z.B. können mit unseren Ost-West-Begriffen
wenig anfangen, da ist Russland der Westen und Amerika der Osten, sie
selber sind die Mitte. ;-)

Mehr sag ich zu dem Thema jetzt nicht, sonst kriegt der Herr Gebauer wieder
einen Anfall.

Andreas Karrer

unread,
May 20, 2016, 5:07:05 AM5/20/16
to
* Wolfgang Enzinger <we_u...@nurfuerspam.de>:

> Analoge Probleme gibt's in vielen Fachbereichen. Z.B. in der Geographie.
> Das rechte Flussufer ist dasjenige, das rechts liegt, wenn man flussabwärts
> (talwärts) schaut, vgl. z.B. das Münchener Klinikum rechts der Isar. Zur
> Klarstellung kann man noch dazusagen: "die orographisch rechte Seite".

Bei Flüssen ist das glaub ich gut eingeführt, "rechtsrheinisch" hat
etwa 285'000 Googles. Auch beim (langgestreckten Zürichsee spricht man
von linkem und rechtem Ufer.

Aber im Zihlkanal zwischen Neuenburgen- und Bielersee fliesst das
Wasser mal so, mal andersrum. Die Strömung ist da aber in den meisten
Fällen so schwach, dass man kaum von einer offensichtlichen
Fliessrichtung sprechen kann.

OK, der Zihlkanal ist ein weitgehend menschengemachtes Ding, aber der
Tonle Sap fliesst natürlicherweise jahreszeitlich mal vom Mekong
Richtung Tonle-Sap-See, mal umgekehrt.

- Andi

Marc Stibane

unread,
May 20, 2016, 6:25:33 AM5/20/16
to
Hergen Lehmann <hlehmann.e...@snafu.de> wrote:
> Am 20.05.2016 um 03:13 schrieb Andreas Karrer:

>> Gab es bei Autos je auch nur den kleinsten Zweifel, welches die linke
>> und welches die rechte Seite ist?
> Den gibt es spätestens dann, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt. Wird der
> Fahrer seinen Blick zur richtigen Seite richten, wenn der Beifahrer ruft
> "Vorsicht, von rechts kommt was?"

K.A.
Beim Segeln habe ich meine Vorschoter trainiert, dass sie Hindernisse
(;-) nicht mit "rechts" oder "steuerbord" ansagen, sondern z.B. mit
"14 Uhr" (wobei 12 Uhr genau vor dem Boot ist). Zugegeben, so ein
Segelboot fährt normalerweise nicht rückwärts, aber das Prinzip sollte
dann eben genau umgekehrt werden, so dass wiederum 12 Uhr die Richtung
ist in die man fährt.

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Marc Stibane

unread,
May 20, 2016, 6:25:33 AM5/20/16
to
We drive on the right side, and you drive on the wrong - ehhm, left
side...

Ulrich F. Heidenreich

unread,
May 20, 2016, 7:02:26 AM5/20/16
to
Wolfgang Enzinger in <news:169np4tvteq60$.164dn1hbuud2u$.d...@40tude.net>:

>Am Fri, 20 May 2016 05:08:14 +0000 (UTC) schrieb Dr. Joachim Neudert:
>
>> Die Schwierigkeit in der Medizin ist, daß bei uns auch noch die Patienten
>> mitreden und die kennen diese Konvention oft nicht. Deswegen wird das zu
>> operierende Bein nicht mehr bezeichnet, sondern der Patient muss mit dem
>> Finger drauf deuten und dann kriegt es eine Farbmarkierung.
>
>Analoge Probleme gibt's in vielen Fachbereichen. Z.B. in der Geographie.
>Das rechte Flussufer ist dasjenige, das rechts liegt, wenn man flussabwärts
>(talwärts) schaut, vgl. z.B. das Münchener Klinikum rechts der Isar.

Die gab's sogar neulich beim Fleischer, als der mal die Currywurstwoche
hatte. "Welche möchten Sie denn?" "Die mit Darm und am liebsten die zwei
ganz rechts". Da griff die Tussi doch immer wieder nach links. #-)

CU!
Ulrich
--
In 7 Monaten und 5 Tagen ist Weihnachten.
Programme, soviel ihr wollt; Preise, die ihr selbst bestimmt:
Schaut einfach mal auf ftp://warez.invalid.de rein
Stellt euch vor, es ist Freitag und keiner geht hin!

Ulrich F. Heidenreich

unread,
May 20, 2016, 7:12:37 AM5/20/16
to
Hergen Lehmann in <news:2lb21d-...@hergen.dyndns.org>:

>Am 20.05.2016 um 03:13 schrieb Andreas Karrer:
>
>>> Genau deswegen.
>>
>> Gab es bei Autos je auch nur den kleinsten Zweifel, welches die linke
>> und welches die rechte Seite ist?
>
>Den gibt es spätestens dann, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt. Wird der
>Fahrer seinen Blick zur richtigen Seite richten, wenn der Beifahrer ruft
>"Vorsicht, von rechts kommt was?"

<g> Schon mal Gabelstapler gefahren? Rückwärts …

Frank Hucklenbroich

unread,
May 20, 2016, 7:28:54 AM5/20/16
to
Am Fri, 20 May 2016 12:58:50 +0200 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

> Hergen Lehmann in <news:2lb21d-...@hergen.dyndns.org>:
>
>>Am 20.05.2016 um 03:13 schrieb Andreas Karrer:
>>
>>>> Genau deswegen.
>>>
>>> Gab es bei Autos je auch nur den kleinsten Zweifel, welches die linke
>>> und welches die rechte Seite ist?
>>
>>Den gibt es spätestens dann, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt. Wird der
>>Fahrer seinen Blick zur richtigen Seite richten, wenn der Beifahrer ruft
>>"Vorsicht, von rechts kommt was?"
>
> <g> Schon mal Gabelstapler gefahren? Rückwärts …

Ist ja auch sinnvoll, wenn vorne die Ladung den Blick versperrt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 20, 2016, 7:30:55 AM5/20/16
to
Am Fri, 20 May 2016 12:43:56 +0200 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

> Die gab's sogar neulich beim Fleischer, als der mal die Currywurstwoche
> hatte. "Welche möchten Sie denn?" "Die mit Darm und am liebsten die zwei
> ganz rechts". Da griff die Tussi doch immer wieder nach links. #-)

Netter Bait...

SNCR,

Frank

Ulrich F. Heidenreich

unread,
May 20, 2016, 9:12:36 AM5/20/16
to
Frank Hucklenbroich in <news:592ozggxm9fr$.1jr8scnidqkvc$.d...@40tude.net>:

>Am Fri, 20 May 2016 12:58:50 +0200 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>
>> <g> Schon mal Gabelstapler gefahren? Rückwärts …
>
>Ist ja auch sinnvoll, wenn vorne die Ladung den Blick versperrt.

[_] Du weisst, wie sich die Lenkung beim Rückwärtsfahren auswirkt,
wenn die Hinterräder gelenkt sind.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
May 20, 2016, 9:12:36 AM5/20/16
to
Frank Hucklenbroich in <news:1s0j7ymxh048n$.4u19dzjd9fll$.d...@40tude.net>:
Fieso? Ich habe ihr sogar noch gezeigt, wo rechts ist, nämlich von mir
aus gesehen links.

Wolfgang Kynast

unread,
May 20, 2016, 11:08:00 AM5/20/16
to
On Fri, 20 May 2016 14:59:58 +0200, "Ulrich F. Heidenreich" posted:

>Frank Hucklenbroich in <news:592ozggxm9fr$.1jr8scnidqkvc$.d...@40tude.net>:
>
>>Am Fri, 20 May 2016 12:58:50 +0200 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>>
>>> <g> Schon mal Gabelstapler gefahren? Rückwärts …
>>
>>Ist ja auch sinnvoll, wenn vorne die Ladung den Blick versperrt.
>
>[_] Du weisst, wie sich die Lenkung beim Rückwärtsfahren auswirkt,
> wenn die Hinterräder gelenkt sind.

[x] Klar, hab ich schon als Jugendlicher beim Autoscooter geübt ;-)

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Dr. Joachim Neudert

unread,
May 20, 2016, 1:41:46 PM5/20/16
to
Ok, normalerweise ja keine Kommentare, aber in dem Fall: Alles Gute dass es
lange hält und gut geworden ist!

Gruß

Joachim

Hanno Foest

unread,
May 20, 2016, 3:44:05 PM5/20/16
to
Am 20.05.2016 um 19:41 schrieb Dr. Joachim Neudert:

>>> Natürlich. Shit happens. In der Orthopädie werden die Glieder jetzt eben
>>> vom Patienten mit dem Finger bezeichnet ("da tut's weh!) und mit Farbe
>>> markiert bei der OP-Einleitung.
>>
>> Kann ich seit meiner Meniskus-OP bestätigen.
>
> Ok, normalerweise ja keine Kommentare, aber in dem Fall: Alles Gute dass es
> lange hält und gut geworden ist!

Danke - das ist jetzt ca. ein Jahr her, und ist tatsächlich sehr gut
geworden, OP war minimalinvasiv. Beschwerdefrei > 30 Minuten joggen ging
vorher nicht mehr, jetzt kein Problem. Darf auch gerne so bleiben.

Idiotischerweise war das damals nicht mal ne Sportverletzung, sondern
ich hab mir den Schaden beim Einsteigen ins Auto zugezogen. :P

Hanno

Volker Borchert

unread,
May 20, 2016, 5:02:41 PM5/20/16
to
Herwig AQSR wrote:

> Eigentlich brauchten wir Bayern uns darum
> keine Gedanken zu machen - aber auch wir haben
> riesige Seen. Was heisst "auch wir" - wir sind
> die einzigen, die RiesenSeen haben - das
> "Steinhuder Meer" wird doch niemand unter
> "Gewaesser" kategorisieren?

Aber vielleicht die Mueritz.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Wolfgang Enzinger

unread,
May 20, 2016, 6:30:39 PM5/20/16
to
Am Fri, 20 May 2016 21:44:03 +0200 schrieb Hanno Foest:

> Am 20.05.2016 um 19:41 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>

[Meniskus-OP]

>>
>> Ok, normalerweise ja keine Kommentare, aber in dem Fall: Alles Gute dass es
>> lange hält und gut geworden ist!
>
> Danke - das ist jetzt ca. ein Jahr her, und ist tatsächlich sehr gut
> geworden, OP war minimalinvasiv. Beschwerdefrei > 30 Minuten joggen ging
> vorher nicht mehr, jetzt kein Problem. Darf auch gerne so bleiben.

Glückwunsch, dann hat die OP zumindest nicht geschadet.

(Ich bin da etwas skeptisch geworden, alldieweil man mir vor gut 25 Jahren
eine ebensolche minimalinvasive OP - sog. Arthroskopie - meines
angerissenen Aussenmeniskus angetragen hatte. Aus Zeitmangel hatte ich die
dann erstmal aufgeschoben - und dann abgesagt, weil es auch von alleine
wieder wurde, und dieser Zustand hält bis heute an. Gut, die Joggerei hab
ich meinen Gelenken sowieso noch nie zugemutet, aber ich war weiterhin im
Gebirge unterwegs und hab nur die Gewichte etwas mehr in Richtung Radfahren
verschoben. Ein anderer mir bekannter Fall mit identischer Diagnose und
identischem Therapievorschlag ging nach der OP erstmal ein Jahr lang an
Krücken. Klar sind beides Einzelfälle, die über die Statistik nichts
aussagen, ebensowenig wie die Statistik irgendwas über den Einzelfall
aussagt.)

Da ich gerade bem Feierabendbier sitze und ins freie Assoziieren gerate,
und überdies der Thread von Herwig eröffnet wurde und somit die Lizenz
für's Skurrile hat, sei mir noch die Bemerkung erlaubt: OP ist irgendwie
eine komische Abkürzung. Ähnlich wie KZ, wenn mir da wer folgen kann. Ich
meine, man sagt ja auch NG und nicht etwa NE oder NP.

Bernd Lauert

unread,
May 20, 2016, 6:40:28 PM5/20/16
to
On Sat, 21 May 2016 00:37:06 +0200, Martin Gerdes wrote:

> Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> schrieb:
> So ganz klein auf der Welt sind sind die Gebiete nicht, in denen
> Linksverkehr herrscht:

Ja im Großen und Ganzen das Empire und seine zahlreichen Kolonien. Ist in
der westlichen Welt ansonsten aber uninteressant, erst recht in Europa.

Hanno Foest

unread,
May 20, 2016, 8:59:18 PM5/20/16
to
Am 21.05.2016 um 00:30 schrieb Wolfgang Enzinger:

[Meniskus-OP]

>> Danke - das ist jetzt ca. ein Jahr her, und ist tatsächlich sehr gut
>> geworden, OP war minimalinvasiv. Beschwerdefrei > 30 Minuten joggen ging
>> vorher nicht mehr, jetzt kein Problem. Darf auch gerne so bleiben.
>
> Glückwunsch, dann hat die OP zumindest nicht geschadet.

Bin mir auch recht sicher, daß sie geholfen hat. Vorher gingen die
Beschwerden nach 5 Minuten laufen los, nach einer halben Stunde ging es
einfach nicht mehr, und die Beschwerden hielten noch 1-2 Tage an. Auch
mit schmackes Radfahren machte Probleme, wenn auch nicht in dem Maße.
Das ist alles wieder völlig ok.

> (Ich bin da etwas skeptisch geworden, alldieweil man mir vor gut 25 Jahren
> eine ebensolche minimalinvasive OP - sog. Arthroskopie - meines
> angerissenen Aussenmeniskus angetragen hatte. Aus Zeitmangel hatte ich die
> dann erstmal aufgeschoben - und dann abgesagt, weil es auch von alleine
> wieder wurde, und dieser Zustand hält bis heute an.

Ist immer ne Frage der Art und des Grades der Schädigung, und wieviel
man sich körperlich betätigt. Ohne Sport könne man das auch so lassen,
wurde mir gesagt. Ein Teil meines lädierten Meniskus war aber wohl
umgeklappt und scheuerte an der Gelenkkapsel, und das ist bei Bewegung
Nicht Gut (tm) und führt auch wohl zu Arthrose.

> Gut, die Joggerei hab
> ich meinen Gelenken sowieso noch nie zugemutet, aber ich war weiterhin im
> Gebirge unterwegs und hab nur die Gewichte etwas mehr in Richtung Radfahren
> verschoben.

Ich fahr auch mehr Rad derzeit, aber eher, weil ich das mit dem
Arbeitsweg kombinieren kann. Jogging geht eigentlich nicht auf die
Gelenke, sofern man nicht zu dick ist, es regelmäßig macht und nicht
übertreibt. Darauf kann sich der Körper einstellen. Homo sapiens ist
dafür ausgelegt, viel und dauernd durch den Busch zu rennen.

> Ein anderer mir bekannter Fall mit identischer Diagnose und
> identischem Therapievorschlag ging nach der OP erstmal ein Jahr lang an
> Krücken. Klar sind beides Einzelfälle, die über die Statistik nichts
> aussagen, ebensowenig wie die Statistik irgendwas über den Einzelfall
> aussagt.)

Ich hab da nicht groß nachgedacht. Ist kaputt, kann gefixt werden, soll
gemacht werden. Wenn dabei zu häufig was schief ginge, würde meine
Krankenkasse schon Einspruch erheben. Und vielleicht haben die Chirurgen
ja nach 25 Jahren auch dazugelernt.

Hanno

Stefan Froehlich

unread,
May 21, 2016, 3:15:02 AM5/21/16
to
On Sat, 21 May 2016 00:30:43 Wolfgang Enzinger wrote:
> [Meniskus-OP]
> > Danke - das ist jetzt ca. ein Jahr her, und ist tatsächlich sehr gut
> > geworden, OP war minimalinvasiv. Beschwerdefrei > 30 Minuten joggen
> > ging vorher nicht mehr, jetzt kein Problem. Darf auch gerne so bleiben.

> Glückwunsch, dann hat die OP zumindest nicht geschadet.

> (Ich bin da etwas skeptisch geworden, alldieweil man mir vor gut 25
> Jahren eine ebensolche minimalinvasive OP - sog. Arthroskopie - meines
> angerissenen Aussenmeniskus angetragen hatte. Aus Zeitmangel hatte ich
> die dann erstmal aufgeschoben - und dann abgesagt, weil es auch von
> alleine wieder wurde, und dieser Zustand hält bis heute an.

Gerade im Kniebereich haben Operationen manchmal auch interessante,
vom Laien eher nicht erwartete Wirkmechanismen:
<https://en.wikipedia.org/wiki/Sham_surgery#Orthopedic_diseases>

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stark und zufrieden. Mit Stefan. Ein überdimensionales Vergnügen!
(Sloganizer)

Marc Stibane

unread,
May 21, 2016, 5:08:54 AM5/21/16
to
Ulrich F. Heidenreich <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:
> Frank Hucklenbroich in <news:1s0j7ymxh048n$.4u19dzjd9fll$.d...@40tude.net>:
>> Am Fri, 20 May 2016 12:43:56 +0200 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

>>> Die gab's sogar neulich beim Fleischer, als der mal die
>>> Currywurstwoche hatte. "Welche möchten Sie denn?" "Die mit Darm und
>>> am liebsten die zwei ganz rechts". Da griff die Tussi doch immer
>>> wieder nach links. #-)
>> Netter Bait...
> Fieso? Ich habe ihr sogar noch gezeigt, wo rechts ist, nämlich von mir
> aus gesehen links.

The thread went currywurst...

Hanno Foest

unread,
May 21, 2016, 10:16:13 AM5/21/16
to
Am 21.05.2016 um 09:15 schrieb Stefan Froehlich:

> Gerade im Kniebereich haben Operationen manchmal auch interessante,
> vom Laien eher nicht erwartete Wirkmechanismen:
> <https://en.wikipedia.org/wiki/Sham_surgery#Orthopedic_diseases>

Placeboeffekt halt... deswegen macht man ja solche Vergleiche.

Hanno

Stefan Froehlich

unread,
May 21, 2016, 11:34:10 AM5/21/16
to
Placeboeffekt bei *Operationen* finde ich aber durchaus noch einmal
eine Stufe bemerkenswerter, als bei Medikamenten.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan, so intelligent wie die Gier.
(Sloganizer)

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 21, 2016, 12:16:03 PM5/21/16
to
spamf...@arcor.de (Marc Stibane) wrote:

>The thread went currywurst...

Ex, das is' mein Spruch.


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Lars Gebauer

unread,
May 21, 2016, 2:13:17 PM5/21/16
to
Stefan Froehlich:
> On Sat, 21 May 2016 16:16:11 Hanno Foest wrote:
>> Am 21.05.2016 um 09:15 schrieb Stefan Froehlich:
>>> Gerade im Kniebereich haben Operationen manchmal auch interessante,
>>> vom Laien eher nicht erwartete Wirkmechanismen:
>>> <https://en.wikipedia.org/wiki/Sham_surgery#Orthopedic_diseases>
>
>> Placeboeffekt halt... deswegen macht man ja solche Vergleiche.
>
> Placeboeffekt bei *Operationen* finde ich aber durchaus noch einmal
> eine Stufe bemerkenswerter, als bei Medikamenten.

Für den Effekt ist die Art des Placebos recht uninteressant. Ein paar
gute Zaubersprüche "wirken" auch ziemlich gut.

Stefan Froehlich

unread,
May 22, 2016, 2:45:29 AM5/22/16
to
On Sat, 21 May 2016 20:09:39 Lars Gebauer wrote:
> >>> <https://en.wikipedia.org/wiki/Sham_surgery#Orthopedic_diseases>

> >> Placeboeffekt halt... deswegen macht man ja solche Vergleiche.

> > Placeboeffekt bei *Operationen* finde ich aber durchaus noch einmal
> > eine Stufe bemerkenswerter, als bei Medikamenten.

> Für den Effekt ist die Art des Placebos recht uninteressant. Ein paar
> gute Zaubersprüche "wirken" auch ziemlich gut.

Also *ich* finde das durchaus interessant. Durch Placebos oder
Zaubersprüche verstärkte Selbstheilungskräfte bei einem grippalen
Infekt erzeugen bei mir z.B. wesentlich weniger Verwunderung, als
Selbstheilungskräfte nach einer Appendektomie oder einer OP, wie
Joachim sie häufiger durchführt. YMMV.

(IMHO sagt das daher auch sehr über die jeweilige Operation aus, und
nicht von ungefähr wurde die Studie nicht mit Herzoperationen
durchgeführt)

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan, so wurmstichig wie die Verführung. Verlangen ohne Gram.
(Sloganizer)

Lars Gebauer

unread,
May 22, 2016, 7:08:04 AM5/22/16
to
Stefan Froehlich:
> On Sat, 21 May 2016 20:09:39 Lars Gebauer wrote:
>>> Placeboeffekt bei *Operationen* finde ich aber durchaus noch einmal
>>> eine Stufe bemerkenswerter, als bei Medikamenten.
>
>> Für den Effekt ist die Art des Placebos recht uninteressant. Ein paar
>> gute Zaubersprüche "wirken" auch ziemlich gut.
>
> Also *ich* finde das durchaus interessant. Durch Placebos oder
> Zaubersprüche verstärkte Selbstheilungskräfte bei einem grippalen
> Infekt erzeugen bei mir z.B. wesentlich weniger Verwunderung, als
> Selbstheilungskräfte nach einer Appendektomie oder einer OP, wie
> Joachim sie häufiger durchführt. YMMV.

Ach, machen wir uns doch nichts vor. Bei vielen Operationen weiß man
weder, was man da tut noch was da passiert. Da hat man irgendwelche
statistischen Effekte beobachtet und ist deswegen der Meinung, daß die
Operation etwas bewirkt. Gut, macht sie ja auch. Meistens. Häufig.
Oft. Je nachdem. Irgendwie.

Der Voodoo-Anteil moderner Medizin ist nicht zu unterschätzen. Der
Patient bekommt den schwärzestmöglichen Teufel an die Wand gemalt und
schon ist selbst die geringfügigste Verbesserung ein geradezu irrer
Erfolg. Der Rest bleibt einfach Schicksal.

Meine Stiefmutter litt an Darmkrebs und machte dabei das komplette
Programm mit. Mehrfache Operationen, Chemos etc.pp. Meine Cousine, bei
der Brustkrebs diagnostiziert wurde, verweigerte die Chemo. Das
brachte meine Stiefmutter völlig aus dem Häuschen "Hätte ich keine
Chemo gemacht, wäre ich schon längst tot!"

Auf meine Frage "Woher willst du *das* eigentlich wissen?" erhielt ich
nie eine gescheite Antwort.

> (IMHO sagt das daher auch sehr über die jeweilige Operation aus, und
> nicht von ungefähr wurde die Studie nicht mit Herzoperationen
> durchgeführt)

Herz/Kreislauf ist IMHO eine rühmliche Ausnahme. Das System ist recht
überschaubar und deswegen hat man da eigentlich recht gut verstanden,
was läuft. Wahrscheinlich gibt es da auch gute Simulatoren, mit denen
sich die einzelnen Szenarien plausibel durchspielen lassen.

Lothar Frings

unread,
May 22, 2016, 7:20:15 AM5/22/16
to
Herwig AQSR tat kund:

> 2016-05-20 00:40:00 +0200
>
> Wenn ein Schiff rückwärts fährt - werden die
> Begriffe backbord und steuerbord dann vertauscht?

Nein.

> "rechts" und "links" werden vertauscht,

Nein.

> aber diese
> Begriffe sind in der SeeFahrt ja uncool.

Endlich stimmt es mal.

>
> Es gibt Schiffe - einige rollonrolloff-Fähren
> zum Beispiel - die vorne-hinten-symmetrisch sind
> - bei denen müssten diese Begriffe vertauscht
> werden.

Nein.

> Es ist dann nur die Frage, was was ist,
> wenn das Schiff ohne Fahrt ist.

Nein.

>
> Eigentlich brauchten wir Bayern uns darum
> keine Gedanken zu machen - aber auch wir haben
> riesige Seen.

Ihr habt ein paar kleine Tümpel.

> Was heisst "auch wir" - wir sind
> die einzigen, die RiesenSeen haben - das
> "Steinhuder Meer" wird doch niemand unter
> "Gewässer" kategorisieren?

Das entzieht sich meiner Kenntnis.
Auf bayrischen Seen fährt vermutlich
nichts, bei dem man Bug und Heck nicht
unterscheiden könnte. Vielleicht eine
Pendelfähre hier und da.

Herwig Huener AQSR 5

unread,
May 22, 2016, 8:40:42 AM5/22/16
to
2016-05-22 14:41:14 +0200

Hanno Foest wrote:

> ...

> Idiotischerweise war das damals nicht mal ne Sportverletzung, sondern
> ich hab mir den Schaden beim Einsteigen ins Auto zugezogen. :P

Bei den einfachsten Vorgängen können die eigenartigsten
- und oft im Nachherein dümmsten - Unfälle passieren.

Am 4. Juli 2006 ist mein Vater auf der AufFahrt vor
seinem (jetzt meinem) Haus aus dem Auto ausgestiegen
und in nicht nachvollziehbarer Weise über seine eigenen
Füsse gestolpert. Dabei ist er mit dem Schädel auf den
Asphalt geknallt. Von dieser Sekunde an hat er sein
eigenes Haus von innen nie mehr gesehen. Noch fünf
Jahre PflegeHeim und gelegentlich KrankenHaus - dann
war es das.

Und wenn ich jemals auf die Idee kommen sollte, dass mir
das nicht passieren kann und ich meine Knochen
koordiniert bewegen kann - vorgestern habe ich, das
erste Mal in meinem Leben, einen Sturz auf der Treppe
zu meiner Wohnung hingelegt. Es ist nicht das geringste
passiert - aber die Warnung des Schicksals war deutlich.

Bei diesem TreppenSturz hat die Unterscheidung zwischen
rechts und links keine Rolle gespielt - eher die
Unterscheidung zwischen vorne und hinten und die
Abschätzung der Breite der TreppenStufe - die mir ja
seit über 31 Jahren bekannt ist.

Nebenbei - es war sogar ein TreppenSturz, der meinen
Eltern ihr Haus beschafft hat: BauJahr 1965, zwei
Jahre drauf hat die SchwiegerMutter des damaligen
Besitzers und BauHerrn die Treppe mit einem
einzigen Schritt genommen und war dann sofort tot,
weshalb das Haus dann an meine Eltern verkauft wurde.

Wie die KausalKetten halt so verknüpft sind ...

Ein bekannter Kardiologe hat mir mal gesagt: "Wir
kriegen sie alle!". Stimmt nicht. Wenn das wahr wäre,
würde man die Kardiologie mit der Pathologie zusammenlegen.
Die Orhopäden, die Onkologen, die Gastroenterologen und
nicht zu vergessen die GerichtsMediziner wollen auch
alle ihren Teil abkriegen.

Herwig (morning reboot - und noch 65 ArbeitsTage)


Herwig Huener AQSR 5

unread,
May 22, 2016, 8:52:02 AM5/22/16
to
2016-05-22 14:52:00 +0200

Lars Gebauer wrote:

> ...

> Ach, machen wir uns doch nichts vor. Bei vielen Operationen weiß man
> weder, was man da tut noch was da passiert. Da hat man irgendwelche
> statistischen Effekte beobachtet und ist deswegen der Meinung, daß die
> Operation etwas bewirkt. Gut, macht sie ja auch. Meistens. Häufig.
> Oft. Je nachdem. Irgendwie.

Es gibt Szenarien, die sind sowas von Standard, und äusserst gut
verstanden. Beispiel AugenMedizin - die StarOperation - also das
Ersetzen der Linse des Auges durch eine künstliche solche - da
weiss man genau, was passiert, und der OperationsErfolg ist
eindrucksvoll. In alten Zeiten wäre das Schicksal *immer* die
Erblindung. Heute erreichen viele Menschen im Alter, nach ihren
StarOperationen, die beste SehSchärfe, die sie im Leben jeh
hatten.

> ... Das
> brachte meine Stiefmutter völlig aus dem Häuschen "Hätte ich keine
> Chemo gemacht, wäre ich schon längst tot!"
>
> Auf meine Frage "Woher willst du *das* eigentlich wissen?" erhielt ich
> nie eine gescheite Antwort.

Meinem Vater wurde (von einem MedizinProfessor) in den 50-ger
Jahren wegen eines NierenProblems prohezeit, dass er noch
8 Jahre zu leben hätte. Es sind dann mehr als 50 geworden
- und mit den Nieren hatte er nie wieder Probleme.

Herwig


Wolfgang Enzinger

unread,
May 22, 2016, 8:56:10 AM5/22/16
to
Am 21 May 2016 15:34:08 GMT schrieb Stefan Froehlich:

> On Sat, 21 May 2016 16:16:11 Hanno Foest wrote:
>> Am 21.05.2016 um 09:15 schrieb Stefan Froehlich:
>>> Gerade im Kniebereich haben Operationen manchmal auch interessante,
>>> vom Laien eher nicht erwartete Wirkmechanismen:
>>> <https://en.wikipedia.org/wiki/Sham_surgery#Orthopedic_diseases>
>
>> Placeboeffekt halt... deswegen macht man ja solche Vergleiche.
>
> Placeboeffekt bei *Operationen* finde ich aber durchaus noch einmal
> eine Stufe bemerkenswerter, als bei Medikamenten.

Ich nicht. Offensichtlich beruht ja der Placebo-Effekt darauf, dass dem
Körper (incl. der darin hausenden Prozesse, die nicht ganz so leicht
greifbar sind) signalisiert wird: da kümmert sich wer, anscheinend geht
noch was, mitmachen lohnt sich. Und so eine Narbe ist doch ein recht
eindrückliches Zeichen, dass etwas getan wird.

Insofern kann auch eine Fake-OP nach meinem Verständnis durchaus hilfreich
sein. Nur sollte man halt darauf achten, dass dabei nicht allzuviel
kaputtgeht.

Herwig Huener AQSR 5

unread,
May 22, 2016, 8:59:11 AM5/22/16
to
2016-05-22 15:00:00 +0200

Juergen P. Meier wrote:

> ...

> Es gibt immer einen Bauartbedingt definerten Bug und ein Heck
> und ein Backbord und ein Steuerbord. Zur Not bestimmt das der
> Erbauer per Order de Mufti.

Das ist nicht ganz richtig. Es wurde einmal ein Experiment
mit einem runden KriegsSchiff gemacht - die Idee war, dass
es damit möglich ist, die Kanonen nach jeder Seite
auszurichten - man versprach sich also eine flexible
FeuerLeitung.

Allerdings war dieses Schiff - ein ProtoTyp war m.W. gebaut
worden - nicht so besonders schnell, was die eigene OrtVeränderung
betraff, und zweitens musste man streng darauf achten,
dass die Kanonen nur genau radial abgefeuert wurden, weil
das Schiff sonst durch den RückStoss in Drehung kam und die
weitere FeuerLeitung schwierig wurde.

Ob bei diesem Schiff ein Bug und ein Heck definiert worden
war, weiss ich nicht.

Herwig


Hermann Riemann

unread,
May 22, 2016, 9:17:55 AM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 13:20 schrieb Lothar Frings:

> Auf bayrischen Seen fährt vermutlich
> nichts, bei dem man Bug und Heck nicht
> unterscheiden könnte. Vielleicht eine
> Pendelfähre hier und da.

Oder ein Schauchboot mit Paddelantrieb.

Hermann
der auch vorwärts und rückwärts schwimmen kann (oder konnte).
(auf dem Rücken legen, dann Beine übereinanderschlagen
Lunge meist voll mit Luft gefüllt für den Auftrieb;
Rest mit Arm- Handbetrieb.)

Michael Bode

unread,
May 22, 2016, 9:25:19 AM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 14:59 schrieb Herwig Huener AQSR 5:

> Das ist nicht ganz richtig. Es wurde einmal ein Experiment
> mit einem runden KriegsSchiff gemacht - die Idee war, dass
> es damit möglich ist, die Kanonen nach jeder Seite
> auszurichten - man versprach sich also eine flexible
> FeuerLeitung.
>
> Allerdings war dieses Schiff - ein ProtoTyp war m.W. gebaut
> worden - nicht so besonders schnell, was die eigene OrtVeränderung
> betraff, und zweitens musste man streng darauf achten,
> dass die Kanonen nur genau radial abgefeuert wurden, weil
> das Schiff sonst durch den RückStoss in Drehung kam und die
> weitere FeuerLeitung schwierig wurde.

Es wäre vielleicht schlau gewesen, das Ding als Hovercraft auszuführen
und statt mit Kanonen mit Torpedos und Raketen zu bewaffnen.


Christian Garbs

unread,
May 22, 2016, 9:43:38 AM5/22/16
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de> wrote:

> Beim Segeln habe ich meine Vorschoter trainiert, dass sie Hindernisse
> (;-) nicht mit "rechts" oder "steuerbord" ansagen, sondern z.B. mit
> "14 Uhr" (wobei 12 Uhr genau vor dem Boot ist). Zugegeben, so ein
> Segelboot fährt normalerweise nicht rückwärts, aber das Prinzip sollte
> dann eben genau umgekehrt werden, so dass wiederum 12 Uhr die Richtung
> ist in die man fährt.

Wo ist denn 12 Uhr, wenn das Boot ausschließlich backbords treibt,
wegen Strömung o.ä. (oder: wenn es stillsteht)?

"12 Uhr ist der Bug" hätte ich verstanden, aber "12 Uhr ist
Fahrtrichtung" ist wieder uneindeutig.

Und: Flugzeuge unterscheiden True Air Speed und andere Dinge, wie ist
das am Schiff? Wenn ich gegen eine starke Strömung fahre, mich aber
de facto rückwärts bewege, was ist dann relevant für die
Fahrtrichtung? Geschwindigkeit über Meeresboden oder Geschwindigkeit
gegenüber der irgendwie strömenden Wasseroberfläche?

Blöde Programmierer, wollen immer alles ganz genau wissen ;-)

Gruß
Christian
--
....Christian.Garbs....................................https://www.cgarbs.de
Good, bad... I'm the guy with the gun.

Hermann Riemann

unread,
May 22, 2016, 10:31:37 AM5/22/16
to
Ich erinnere mich an einen Fernsebericht über ein UFO-Nachbau
vielleicht von der US.-Armee.
Er bestand praktisch aus einem großen Quadrokopter
mit einer UFO-förmigen Verkleidung und einer Glaskuppel oben.

Er konnte ähnlich wie ein Hovercraft (Bodeneffekt)
ca 1 m über den Boden schweben, wobei
eine innen sitzende Person sie steuerte.

Hermann
der vermutet, dass man mit heutiger Materialtechnik
zumindest so gute UFO-Nachbauten hinbekommt,
dass man Personen damit täuschen kann.


Ruediger Lahl

unread,
May 22, 2016, 10:45:36 AM5/22/16
to
*Hermann Riemann* schrieb:

> Er konnte ähnlich wie ein Hovercraft (Bodeneffekt)
> ca 1 m über den Boden schweben, wobei
> eine innen sitzende Person sie steuerte.

Ein Hovercraft nutzt nicht den Bodeneffekt.
--
bis denne

Hermann Riemann

unread,
May 22, 2016, 11:34:56 AM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 15:43 schrieb Christian Garbs:
> Und: Flugzeuge unterscheiden True Air Speed und andere Dinge, wie ist
> das am Schiff? Wenn ich gegen eine starke Strömung fahre, mich aber
> de facto rückwärts bewege, was ist dann relevant für die
> Fahrtrichtung? Geschwindigkeit über Meeresboden oder Geschwindigkeit
> gegenüber der irgendwie strömenden Wasseroberfläche?

Das hängt von der Umgebung ( z.B. Entfernung vom Land) ab.
Ansonsten könntest Du als Bezugsbunkt auch die Koordinate in der
Sonnenumlaufbahn oder auch die zum Schwerpunkt der Galaxis nehmen.

> Blöde Programmierer, wollen immer alles ganz genau wissen ;-)

Nöh; die streiten sich noch darum
ob das erste Element eines Vektors das nullte Element ist ;-)
(beliebter Programmierfehler)

Hermann
der nicht sicher ist, ob es sich beim Urknallmodell
nicht um einen Fehler im Koordinatensystem handelt.

Hermann Riemann

unread,
May 22, 2016, 11:38:51 AM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 16:45 schrieb Ruediger Lahl:

>> Er konnte ähnlich wie ein Hovercraft (Bodeneffekt)
>> ca 1 m über den Boden schweben, wobei
>> eine innen sitzende Person sie steuerte.

> Ein Hovercraft nutzt nicht den Bodeneffekt.

Doch, nur effektiver, da die Luft schlechter seitlich ausweichen kann.

Hermann
der sich gerade überlegt,
wenn sich ein Hovercraft durch stärkeres Gebläse
etwas höher als sein Kissen abhebt.

Hanno Foest

unread,
May 22, 2016, 2:06:19 PM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 14:40 schrieb Herwig Huener AQSR 5:

>> Idiotischerweise war das damals nicht mal ne Sportverletzung, sondern
>> ich hab mir den Schaden beim Einsteigen ins Auto zugezogen. :P
>
> Bei den einfachsten Vorgängen können die eigenartigsten
> - und oft im Nachherein dümmsten - Unfälle passieren.

Es war noch nicht mal eine motorische Fehlleistung, ganz normal ins Auto
eingestiegen. Nur mochte diesmal mein Knie die leichte Drehung dabei
nicht. War wohl zu früh, bis dahin kaum bewegt... das mögen die Bänder
halt nicht so gerne.

Dafür hab ich den Sturz vom Rad mit ca. 25-30 km/h (Regen, Schlagloch,
vom Lenker abgerutscht) mit lediglich einem aufgeschlagenen Knie und
Prellungen am Brustkorb überstanden. Das hätte auch ganz anders ausgehen
können. (Funktionskleidung ist toll, man kann damit meterweit über
Asphalt schliddern, ohne daß sie kaputtgeht. Ich trag die Jacke immer noch.)

Hanno

Peter Mc Donough

unread,
May 22, 2016, 4:19:30 PM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 20:06 schrieb Hanno Foest:

> ...
> Dafür hab ich den Sturz vom Rad mit ca. 25-30 km/h (Regen, Schlagloch,
> vom Lenker abgerutscht) mit lediglich einem aufgeschlagenen Knie und
> Prellungen am Brustkorb überstanden. Das hätte auch ganz anders ausgehen
> können. (Funktionskleidung ist toll, man kann damit meterweit über
> Asphalt schliddern, ohne daß sie kaputtgeht. Ich trag die Jacke immer
> noch.)

Aber nur, wenn sie dabei nicht so heiß wird, dass sie sich mit der Haut
verschweißt.

Gruß
Peter

Bernd Ullrich

unread,
May 22, 2016, 5:27:50 PM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 22:19 schrieb Peter Mc Donough:
> Am 22.05.2016 um 20:06 schrieb Hanno Foest:
>
>> ...
>> DafÃŒr hab ich den Sturz vom Rad mit ca. 25-30 km/h (Regen, Schlagloch,
>> vom Lenker abgerutscht) mit lediglich einem aufgeschlagenen Knie und
>> Prellungen am Brustkorb Ìberstanden. Das hÀtte auch ganz anders
>> ausgehen
>> können. (Funktionskleidung ist toll, man kann damit meterweit Ìber
>> Asphalt schliddern, ohne daà sie kaputtgeht. Ich trag die Jacke immer
>> noch.)
----------------------------------
> Aber nur, wenn sie dabei nicht so heià wird, dass sie sich mit der
> Haut verschweià t.

"Richtige" Funktionskleidung ist so intelligent gewebt und so glatt dass
damit das herumschlittern auf Asphalt ohne Schaden derselben überstanden
wird. Hätte das mir vor 20 Jahren jemand erzählt hätte ich das nicht
geglaubt. Mit sowas habe ich ebenpfalz praktische Erfahrungen gemacht.

BU



Hanno Foest

unread,
May 22, 2016, 6:19:33 PM5/22/16
to
Am 22.05.2016 um 22:19 schrieb Peter Mc Donough:

>> Dafür hab ich den Sturz vom Rad mit ca. 25-30 km/h (Regen, Schlagloch,
>> vom Lenker abgerutscht) mit lediglich einem aufgeschlagenen Knie und
>> Prellungen am Brustkorb überstanden. Das hätte auch ganz anders ausgehen
>> können. (Funktionskleidung ist toll, man kann damit meterweit über
>> Asphalt schliddern, ohne daß sie kaputtgeht. Ich trag die Jacke immer
>> noch.)
>
> Aber nur, wenn sie dabei nicht so heiß wird, dass sie sich mit der Haut
> verschweißt.

Ich sagte ja, Regen... vielleicht hat die Wasserkühlung geholfen :)

Hanno

Florian Maier

unread,
May 23, 2016, 4:21:15 AM5/23/16
to
On 20.05.2016 12:25, Marc Stibane wrote:
> Hergen Lehmann <hlehmann.e...@snafu.de> wrote:
>> Am 20.05.2016 um 03:13 schrieb Andreas Karrer:
>
>>> Gab es bei Autos je auch nur den kleinsten Zweifel, welches die linke
>>> und welches die rechte Seite ist?
>> Den gibt es spätestens dann, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt. Wird der
>> Fahrer seinen Blick zur richtigen Seite richten, wenn der Beifahrer ruft
>> "Vorsicht, von rechts kommt was?"
>
> K.A.
> Beim Segeln habe ich meine Vorschoter trainiert, dass sie Hindernisse
> (;-) nicht mit "rechts" oder "steuerbord" ansagen, sondern z.B. mit
> "14 Uhr" (wobei 12 Uhr genau vor dem Boot ist).

Ist das die Segler-immanente Exzentrizität, auf einer 12er-Skala bis 14
zu gehen? Oder sagen a.m. und p.m. hier an, ob die angesprochene Sache
über oder unter Wasser ist?

Marc Stibane

unread,
May 24, 2016, 3:59:51 PM5/24/16
to
Florian Maier <holei...@gmx.net> wrote:

>> Beim Segeln habe ich meine Vorschoter trainiert, dass sie Hindernisse
>> (;-) nicht mit "rechts" oder "steuerbord" ansagen, sondern z.B. mit
>> "14 Uhr" (wobei 12 Uhr genau vor dem Boot ist).
> Ist das die Segler-immanente Exzentrizität, auf einer 12er-Skala bis 14
> zu gehen?

Davon habe ich noch nie gehört. Aber von Verstärkern, die man bis 11
aufdrehen kann ;-)

> Oder sagen a.m. und p.m. hier an, ob die angesprochene Sache
> über oder unter Wasser ist?

Lol
Nein, ich erwarte kein Sonar bei meinen Vorschotern...

Ricardo Szabo

unread,
May 25, 2016, 12:57:13 AM5/25/16
to
Marc Stibane <spamf...@arcor.de>

> Davon habe ich noch nie gehört. Aber von Verstärkern, die man bis 11

"Was ist der Vorteil?" - <lange Pause> - "Dieser geht bis 11"

😀

Bye
Rick

Marc Stibane

unread,
May 26, 2016, 2:09:23 AM5/26/16
to
Genau.

Christian Garbs

unread,
May 27, 2016, 3:23:36 PM5/27/16
to
Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de> wrote:
> Am 22.05.2016 um 15:43 schrieb Christian Garbs:

>> Blöde Programmierer, wollen immer alles ganz genau wissen ;-)

> Nöh; die streiten sich noch darum ob das erste Element eines Vektors
> das nullte Element ist ;-)

Das erste ist natürlich immer das erste. Interessant ist aber, ob
dieses Element die Nummer null oder die Nummer eins hat :-P

> (beliebter Programmierfehler)

In der Tat!

Gruß
Christian
--
....Christian.Garbs....................................https://www.cgarbs.de
"to troll, v.: to explore, in an electronic forum, the subtle
distinction between being an idiot and pretending to be an idiot."
-- Richard Braakman

Lothar Frings

unread,
May 28, 2016, 9:08:49 AM5/28/16
to
Hermann Riemann tat kund:

> Am 22.05.2016 um 15:43 schrieb Christian Garbs:
> > Und: Flugzeuge unterscheiden True Air Speed und andere Dinge, wie ist
> > das am Schiff? Wenn ich gegen eine starke Strömung fahre, mich aber
> > de facto rückwärts bewege, was ist dann relevant für die
> > Fahrtrichtung? Geschwindigkeit über Meeresboden oder Geschwindigkeit
> > gegenüber der irgendwie strömenden Wasseroberfläche?
>
> Das hängt von der Umgebung ( z.B. Entfernung vom Land) ab.
> Ansonsten könntest Du als Bezugsbunkt auch die Koordinate in der
> Sonnenumlaufbahn oder auch die zum Schwerpunkt der Galaxis nehmen.
>
> > Blöde Programmierer, wollen immer alles ganz genau wissen ;-)
>
> Nöh; die streiten sich noch darum
> ob das erste Element eines Vektors das nullte Element ist ;-)
> (beliebter Programmierfehler)

Man muß halt wissen, ob man z. B. in C oder
Pascal programmiert. Da die meisten die
Programmiersprache aber nicht dauernd wechseln,
kriegt man das schon hin.

Hermann Riemann

unread,
May 28, 2016, 9:48:54 AM5/28/16
to
Am 28.05.2016 um 15:08 schrieb Lothar Frings:

>> Nöh; die streiten sich noch darum
>> ob das erste Element eines Vektors das nullte Element ist ;-)
>> (beliebter Programmierfehler)

> Man muß halt wissen, ob man z. B. in C oder
> Pascal programmiert.

Oder FORTRAN oder Python oder Java ..

> Da die meisten die
> Programmiersprache aber nicht dauernd wechseln,
> kriegt man das schon hin.

Programmierfehler können nach 10 Jahren auftauchen,
wenn man alte Programme so weitgehend vergessen hat.

Hermann
der auch nicht mehr genau weiß,
was er seinen Kollegen vor zig Jahren
so alles erzählt hat.

--
http://www.hermann-riemann.de
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