Die ödp warnt vor Versorgungslücke bei Nahrungsmitteln und Energie bis 2030

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Jun 26, 2008, 8:50:27 AM6/26/08
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Pressemitteilung


Die ödp warnt vor Versorgungslücke bei Nahrungsmitteln
und Energie bis 2030

Eine Prüfung der Versorgungssicherheit der Stadtbevölkerung
für den Fall von Öl-Versorgungsengpässen fordert ein Stadtrats-
antrag der Ökologisch-Demokratischen Partei München.
Besonderes Augenmerk solle dabei auf die Nahrungsmittel- und
Energieversorgung sowie die öffentliche Sicherheit gelegt werden.

Nach einer aktuellen Studie der wissenschaftlich renommierten
Energy Watch Group (getragen von der Ludwig-Bölkow-Stiftung)
müsse mit einem Rückgang der weltweiten Ölförderung um die
Hälfte bis 2030 gerechnet werden.

"Dies würde bedeuten, dass alle bisherigen Öl-Exportländer
spätestens zu diesem Zeitpunkt ihre Reserven für den Eigen-
verbrauch benötigen - Importländer wie Deutschland erhalten
dann überhaupt kein Öl mehr", warnt die Münchner ödp-Stadträtin
Mechthild von Walter. "Die gesamte Industriegesellschaft beruht
aber auf dem Verbrauch von billigem Erdöl und Erdgas.
Die industrielle Landwirtschaft funktioniert nur durch
Umwandlung fossiler Rohstoffe in Nahrung, nämlich mittels
Erdgas (Kunstdünger) und Erdöl (Pestizide, Maschinen,
Transport, Kühlung)."

Noch vor dem Jahr 2030 werde es dramatische Versorgungsengpässe
geben.

Die ödp bittet die Stadt München um Antwort auf folgende Fragen:
- Welche Maßnahmen wird die Stadt München ergreifen, wenn auch
nur einige Tage die Supermärkte nicht mit Nahrungsmitteln
beliefert werden?
- Mit welchen Maßnahmen will sie einen Zusammenbruch der
öffentlichen Ordnung verhindern?
- Auf welche Weise soll die Stadtbevölkerung ernährt werden,
wenn tatsächlich im Jahr 2030 kein Öl mehr importiert
werden kann?
- Wie soll Transport und Heizung, ganz zu schweigen von
industrieller Aktivität, vonstatten gehen?

Die ödp empfiehlt zumindest die Ausarbeitung von Plänen und
Verträgen, wie die Millionenbevölkerung mittels ökologischer
Landwirtschaft (also ohne den Einsatz von Erdöl und Erdgas)
aus dem Umland versorgt werden kann.

Martin Kraus, Vorsitzender der ödp München:
"Die Frage ist nicht, ob Deutschland das Öl ausgeht, sondern
wann. Deshalb ist es nicht sinnvoll, auf einen möglichen
Optimalfall zu setzen à la 'Ölimporte sind vielleicht doch
noch etwas länger als bis 2030 möglich'. Stattdessen sollte
das realistische Szenario der Wissenschaftler der Energy
Watch Group als Planungsgrundlage genommen werden."


Link zur Studie der Energy Watch Group vom Mai 2008:
http://www.energywatchgroup.org/Presse.6.0.html
(Eine kurze Einführung gibt das PDF mit dem Statement von
Dr. Zittel)


Mit freundlichen Grüßen


Herbert Brunner
Pressebeauftragter (V.i.S.d.P.)

Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)
Stadtverband München
Brienner Str. 46/V, 80333 München
Fon 089/452 474 15 × Fax 089/550 699 86
E-Mail pre...@oedp-muenchen.de
www.oedp-muenchen.de

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entgegensetzen: "So leben, dass Zukunft bleibt!" Angestrebt wird eine
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