Im Moment bin ich dabei, einen Wust von FM-Dokumenten
auseinanderzupflücken und zu modularisieren. Dabei würde ich gerne
wiederverwendbare Texte in eine Datei auslagern (z.B.
Sicherheitshinweise), um sie einfacher zu verwalten und eine
Standardisierung zu erhalten.
Erster Versuch mit Texteinschüben ergabe bei mir, dass nur *ganze*
Dateien als Texteinschub einzubauen sind.
Frage: ist dies richtig? Oder gibt es eine Möglichkeit zu sagen "nur
den Abschnitt xy" nehmen? Damit hätte ich alle Sicherheitshinweise in
einer Datei und nicht für jeden Hinweis eine Datei.
Frage 2: Gibt es dabei vielleicht eine andere, einfachere Möglichkeit?
Das große Ziel bei allem ist, durch Standardisierung und einzelne
Module möglichst viel einheitlich und wiederverwendbar zu machen.
Vielen Dank für Eure Tipps!
Iris Burk
FM10 (unstrukturiert), Win7
das ist grundsätzlich richtig, alle Sicherheitshinweise als Texteinschübe anzulegen, da es die Verwaltung vereinfacht. Allerdings ist auch ein Sicherheitshinweis eine ganze Datei (theoretisch könnte die Datei nur einen Absatz beinhalten) und verhält sich auch so.
Sie müssen also für jeden Hinweis eine separate Datei anlegen, die Sie dann per Buch verwalten können.
Es stellt sich dabei heraus, dass man meist durch eine geschickte (allgemeingültige) Formulierung der Sicherheitshinweise die Anzahl überschaubar halten kann.
Das ist anfangs vielleicht etwas mühsam, spart Ihnen aber danach enorm viel Aufwand.
Thomas Böttiger
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mit einem unstrukturierten FrameMaker gibt es zwei Lösungen um Textpassagen wieder zu verwenden:
1. Querverweise: Markiert den Bereich und wird in ein Dokument verwiesen (für längere Textpassagen unüblich, unhandlich)
2. Dateien: das lässt sich gut organisieren, die Fragen sind nur
a) welche Textpassagen verkleinere ich
b) die dürfen, um nicht aus dem Ruder zu laufen keine Querverweise enthalten, die später u.U. nicht mehr Gültigkeit haben
Vorteil von 2.)
+ Formatierungen lassen sich steuern
+ Nummerierungen lassen sich automatisieren
+ diese Textbausteine lassen sich auch verwalten (CMS)
und wieder vollautomatisch zusammensetzen: www.finalyser.de/finalyser-cmsdms.html
Denn wichtig ist heute, schnell und aus einer Quelle mehrere Ausgabeformate zu erstellen
und dabei die Quellen (Bausteine) wählen zu können.
Anders ist es mit strukturierten FrameMaker:
Hier gibt es die zusätzliche Möglichkeit der CONREF, das ist wie oben unter 1. aber wirklich handhab- und verwaltbar.
Es gibt auch Tools, die die Menge an Verlinkungen, Textbausteine wieder kopieren und "sammeln" oder archivieren kann:
Finalyser Book Transfer (www.finalyser.de) kann alle verlinkten Dateien eines Buches erfassen
und kopieren, damit kann man auch sein Projektverzeichnis "aufräumen". Auch gibt es Funktionen, die können Bilder wieder
extrahieren und referenzieren, damit kann man Bilder wieder verwenden, die vorher als Kopie nur im Dokument standen.
Hinweis:
Für die Steuerung von Inhalte (ganz anderer Ansatz) ist auch "Bedingter Text" verwendbar, damit steuert man Inhalte, je
nach Verwendungszweck, das lässt sich heute sogar mit einem ExtendScript ('Formate ändern' im Finalyser) steuern.
- Georg Eck
(Erster Adobe Certified Expert)
> Texte in eine Datei auslagern (z.B.
> Sicherheitshinweise), um sie einfacher zu verwalten und
eine Standardisierung zu erhalten.
eine in den anderen Antworten noch nicht erwähnte
Möglichkeit: Wiederzuverwendende Texte auf der Referenzseite
des Dokuments abzulegen, in dem sie benötigt werden. Jedes
Verfahren hat seine Vor- und Nachteile, auch dieses.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Graubner
neben der rein technischen Ausführung sollten Sie auch die Verwaltung der Module betrachten. Wenn Sie eine Datei ändern, müssen Sie wissen in welchen Dokumenten Sie diese Datei als Texteinschub verwendet haben. Das ist bei vielen Dokumenten und vielen Texteinschüben nicht ganz einfach, wenn man es "zu Fuß" macht.
Zu den neuen Framemakern kann ich nichts sagen, aber bei älteren Framemakern gab es auch immer wieder Einschränkungen hinsichtlich der Suche nach Text in den Einschüben.
Das ist alles kein Hinderungsgrund, aber man sollte an diese Stellen auch schauen, bevor man mit Texteinschüben arbeitet.
Viele Grüßen
Joachim Tüns
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: frameu...@googlegroups.com [mailto:frameu...@googlegroups.com] Im Auftrag von Iris Burk
Gesendet: Montag, 28. November 2011 08:37
An: frameusers-de
Betreff: [frameusers-de] Texteinschübe: Grundsätzliche Frage
Hallo zusammen,
Iris Burk
FM10 (unstrukturiert), Win7
--
der einzige Vorteil von Querverweisen ist, dass man eine Datei mit
verschiedenen Sicherheitshinweisen hat.
Auf Referenzseiten die Sicherheitshinweise sammeln, wird vermutlich
recht schnell unübersichtlich. Zudem aktualisieren sich die Hinweise
nicht für alle Bücher automatisch.
Wenn ich es richtig sehe, ist es prinzipiell "egal", ob ich alle
Sicherheitshinweise in einem "Sicherheitsbuch" definiere und über
Texteinschub einbinde - oder ob es eine Frame-Datei gibt, in der diese
Hinweise hinterlegt sind und über Querverweis und Einbindung als
$AbsText referenziert werden.
Bei beiden Lösungen sollten am Ende (nach Sammeln, Auswerten und
Vereinheitlichen) möglichst standardisierte und wiederverwendbare
"Hinweisbausteine" stehen.
Viele Grüße
Iris Burk
Thomas Böttiger
On 29.11.2011, at 08:55, Iris Burk wrote:
> Hallo zusammen,
> ...
> Wenn ich es richtig sehe, ist es prinzipiell "egal", ob ich alle
> Sicherheitshinweise in einem "Sicherheitsbuch" definiere und über
> Texteinschub einbinde - oder ob es eine Frame-Datei gibt, in der diese
> Hinweise hinterlegt sind und über Querverweis und Einbindung als
> $AbsText referenziert werden.
> Bei beiden Lösungen sollten am Ende (nach Sammeln, Auswerten und
> Vereinheitlichen) möglichst standardisierte und wiederverwendbare
> "Hinweisbausteine" stehen.
>
> Viele Grüße
> Iris Burk
> ..
ja, das Problem mit dem Aufwand habe ich ja jetzt und möchte es
endlich bereinigen.
Auch die Art und Weise der Umsetzung wirkt sich ja auf den
Nachfolgeaufwand aus.
Wenn ich jetzt einen Schritt weiterdenken würde: einzelne Dateien als
Texteinschub würden vermutlich einfacher in ein (irgendwann einmal
anzuschaffendes) Redaktionssystem zu importieren sein. Im Moment
jedoch scheint die Lösung mit den Querverweisen "übersichtlicher" zu
sein, da ich dann nur einige wenige Dateien (vielleicht sortiert nach
Maschine, Art des Hinweises, Thema des Hinweises) zu verwalten hätte.
Die Lösung mit den einzelnen Dateien ist für Übersetzung einfacher, da
dann nur die geänderte Datei zum Übersetzen muss.
Viele Grüße
Iris Burk
On 29 Nov., 09:19, Thomas Böttiger <macinthemid...@googlemail.com>
wrote:
> > ..- Zitierten Text ausblenden -
>
> - Zitierten Text anzeigen -
Hallo Frau Burk,
> Die Lösung mit den einzelnen Dateien ist für Übersetzung einfacher, da
> dann nur die geänderte Datei zum Übersetzen muss.
Wenn Sie eine Redationsdatenbank verwenden, schmeißt diese automatisch die bereits übersetzten Bausteine vor dem Ausspielen raus und Sie müssen sich darum überhaupt nicht mehr kümmern. Allerdings würde ich Ihnen empfehlen mit FM 8 oder höher zu arbeiten (falls Sie das noch nicht tun) bevor Sie sich mit dem Gedanken an eine Redaktionsdatenbank beschäftigen, da sonst erhebliche Kosten entstehen können, um die Daten auf Unicode umzuportieren.
Liebe Grüße
Harald
> Wenn ich es richtig sehe, ist es prinzipiell "egal", ob ich alle
> Sicherheitshinweise in einem "Sicherheitsbuch" definiere und über
> Texteinschub einbinde - oder ob es eine Frame-Datei gibt, in der diese
> Hinweise hinterlegt sind und über Querverweis und Einbindung als
> $AbsText referenziert werden.
Hallo Frau Burk,
das sehe ich nicht so. Die Umsetzung mittels Querverweis ist mMn eine Technik aus der Prä-PDF-Ära, wie die Fragen in Foren beweisen, wenn Anwender die dadurch erzeugten aktiven Hyperlinks im PDF wieder loswerden wollen. Zudem ist das Verfahren wirklich auf einen Absatz beschränkt, ein regelgerecht erstellter Sicherheitshinweis besteht heutzutage doch mindestens aus zwei Absätzen, in vielen Fällen allerdings aus vier Elementen (hier in DITA-Bezeichnungen):
hazardsymbol
typeofhazard
consequence
howtoavoid
wobei die letzten beiden auch aus mehreren Absätzen bestehen können. Eine Umsetzung mit Querverweisen begrenzt Sie technisch und formal.
FrameMaker-Texteinschübe haben spätestens in Verbindung mit bedingtem Text »Eigenheiten« und wie schon erwähnt wurde, ist auch deren Verwaltung nicht ganz ohne. Natürlich kann man dies alles mit Disziplin in den Griff bekommen.
Ihre Frage weckt bei mir den Eindruck, dass Sie Modularisierung und Variantensteuerung über banale Anwendungen hinaus verwenden wollen. Sie sollten sich deswegen ernsthaft mit XML-strukturierten Arbeiten beschäftigen. In beiden Fällen lassen sich auf der Basis von Attributen hier stabile Lösungen entwickeln, die nicht an den Begrenzungen von Querverweisen oder den Eigentümlichkeiten von Texteinschüben leiden. Zum Kennenlernen der damit verbundenen Konzepte können Sie sich völlig unverbindlich die beiden Plug-ins AXCM und InsetPlus von Russ Ward laden. Beide Plug-ins kommen mit Beispieldateien und einem Tutorial, welches Sie in kurzer Zeit durchgearbeitet haben. Das vermittelt Ihnen einmal einen praktischen Eindruck von den Optionen, die Sie mit strukturierten Dateien haben können.
http://www.weststreetconsulting.com/
Schöne Grüße,
- Michael Müller-Hillebrand
--
_______________________________________________________________
Michael Müller-Hillebrand: Dokumentations-Technologie
Adobe Certified Expert, FrameMaker
Lösungen und Training, FrameScript, XML/XSL, Unicode
Blog: http://cap-studio.de/ - Tel. +49 (9131) 28747
zu diesem Thema gab es gerade in der tekom-Zeitschrift einen Praxistip von Ute Mitschke.
Nachzulesen auch im Web unter http://www.tekom.de/index_neu.jsp?url=/servlet/ControllerGUI?action=voll&id=3394
Gruß aus Bremen
Ralf Schwiebert
mhm, danke für den Link - genau sowas habe ich gesucht ... Leider
konnte ich die Lösung mit den verschiedenen Textflüssen noch nicht zum
funktionieren bringen ...
Hallo Herr Müller-Hillebrand,
das mit den Querverweisen war eine Idee, die so nach ersten Tests
leider nicht funktioniert. Ich hätte gerne mehrere Absätze (mit
Warnsymbol, Text, Maßnahmen, ...) über den Querverweis als $AbsText
eingefügt.
Nun werde ich doch die "kompliziertere Lösung" Texteinschub
durchspielen.
Viele Gruesse Iris burk
noch ein Hinweis zu Texteinschüben: Vor ihrer "massenhaften"
Verwendung sollte geprüft werden, wie diese durch den
Übersetzungsprozess laufen. Zu beachten ist dabei unter
anderem, dass die Texte der Texteinschübe in der MIF-Datei
zwar vorhanden sind (vom Übersetzer also mit übersetzt
werden = Kosten), nach der ersten Aktualisierung aber auf
den Stand der referenzierten (quellsprachigen? =
verzeichnisabhängig) Quelldatei zurückgeführt werden.
(Ich konvertiere vor Übersetzungen sämtliche Texteinschübe
in Text der jeweiligen Datei, um sämtliche Probleme zu
umgehen. Im Übersetzungsprozess sollte die Wiederverwendung
durch das Translation Memory-Programm gesteuert werden.)
Viele Grüße
Johannes
vielen Dank für die Anregungen.
Schlußendlich bin ich zur folgenden Lösung gekommen:
- Sicherheitshinweise (und weitere global gültige Texte) als
Texteinschub
- dabei pro "Klasse" (Danger/Warning oder Caution) eine Frame-Datei
mit verschiedenen Textflüssen
- die Texteinschübe werden über bedingten Text kommentiert
- alle Texteinschübe werden zusammen mit weiteren
"Vorlagedateien" (Variablen, Formatierung, Standardgrafiken) in einem
separaten Ordner abgelegt
- bedingter Text dann, wenn Maschinenvarianten zu beschreiben sind
(damit laufe ich jedoch Gefahr, die Standardisierung zu unterlaufen)
Jetzt hoffe ich, dass ich keinen logischen Fehler produziert habe und
auf eine Überraschung gefasst sein muss
Viele Grüße
Iris Burk
On 29 Nov., 13:28, "Johannes Graubner \(Transcom\)"
das sieht gut aus. Nur beim letzten Punkt (bedingter Text) würde ich darauf achten, durch geschickte Formulierung die FM-spezifischen Bedingungseinstellungen überflüssig zu machen. Das kann nämlich schnell unübersichtlich werden, gerade wenn die Bedingungen verschachtelt werden.
MfG
Thomas Böttiger
ja das stimmt. Lässt sich aber nicht umgehen, da das eine Modell *mit*
einer Option ausgeliefert wird, das andere *ohne* - bzw dieselbe
Option je nach Modell zwar gleich funktioniert, aber unterschiedliche
Größe hat.
Ich möchte diese Varianten in einem Dokument halten, um möglichst viel
Beschreibungskonsistenz zu gewährleisten. Sonst wird es in einigen
Jahren wieder einen Wildwuchs mit 9 Dokumenten und 18
Beschreibungsvarianten für denselben Sachverhalt geben (Jeweils einmal
in der Installation und einmal in der Wartung).
viele Gruesse
Iris Burk
On 30 Nov., 08:59, Thomas Böttiger <macinthemid...@googlemail.com>
wrote:
> > (damit laufe ich jedoch Gefahr, die Standardisierung zu unterlaufen)- Zitierten Text ausblenden -