Meine Quarz-Armbanduhr habe ich seit ca. 6 Jahren. Damals ging sie pro 24
Stunden um 0,5 Sekunden vor (entspricht der angegebenen Ganggenauigkeit),
mittlerweile ist es aber fast 1 Sekunde (genau: 0,93 s; nach etwa 64 1/2
Tagen war die Minute rum ;)).
Frage: Woran liegt das? Könnte es sein, daß im Laufe der Quarzkristall durch
Verschleiß/Stöße etwas leichter wird und daher schneller schwingt?
Wie genau geht heute eine gute, aber bitte noch bezahlbare Armbanduhr?
Man mailt sich,
Ingo
---
* Origin: Pessimismus ist der beste Gluecksbringer! (2:240/2130.4)
Du tippeltest am 18.03.97 zum Thema: Quarz-Uhr geht schneller
IT> Wie genau geht heute eine gute, aber bitte noch bezahlbare Armbanduhr?
Mancherorts sieht man Funkarmbanduhren für ca. 80 mag. Ist das genau
genug?
Ende der Mehl
Berthold
--- CrossPoint v3.1 R
* Origin: Zuviele Daten - zu wenig Wissen (2:2452/333.32)
IT> Koennte es sein, dass im Laufe der Quarzkristall durch
IT> Verschleiss/Stoesse etwas leichter wird und daher schneller schwingt?
Wenn ein Quartz (als elektronisches Bauelement) "geboren" wird, geht er
so ungenau, dass man ihn sofort notschlachten muesste. Dieses
widerspaenstige Verhalten legt sich aber nach einiger Zeit. Daher werden
die Quartze unter hoher Temperatur und Luftfeuchte solange gelagert, bis
der Hersteller die Genauigkeit fuer vertretbar haelt.
Allerdings veraendert sich der Quartz im ausgelieferten Zustand weiter;
nicht so schlimm, wie am Anfang, aber doch messbar. Daher gehen alle
nicht nachgeregelten Schwingkreise im Laufe der Zeit immer "falscher".
IT> Wie genau geht heute eine gute, aber bitte noch bezahlbare Armbanduhr?
Atomgenau, denn Funkarmbanduhren sind mittlerweile nicht mehr mehrere
1000 Mark teuer.
Mir tut sich aber die Frage auf, wozu du 1 Minute Gangenauigkeit in
2 Monaten als bemerkenswert ansiehst. Solltest du auf eine wirklich
genau gehende Uhr nicht verzichten koennen, bleibt dir wohl nur
der Kauf einer Funkuhr (als Tischmodell fuer 10DM).
Gruss Christian
--- Yuppie! v2.12
* Origin: Christian Mueller (2:2443/1031.57)
> Frage: Woran liegt das? Koennte es sein, dass im Laufe der Quarzkristall
> durch Verschleiss/Stoesse etwas leichter wird und daher schneller schwingt?
Das Kristall wird bei der Herstellung so lange duenner poliert, bis es die
gewuenschte Resonanzfrequenz hat. Dabei koennen winzige Kristalliten
angeknackst werden, die spaeter irgendwann abbrechen. Geringere Masse
bedeutet aber hoehere Schwingfrequenz.
Der Effekt ist bekannt und wird in einschlaegigen Datenbuechern als
Alterungseffekt graphisch dargestellt.
Gruesse aus dem Spessart.....
Herbert
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: Gegen Dummheit hilft nicht einmal Cannabis (2:244/6301.33)
IT> Frage: Woran liegt das? Koennte es sein, dass im Laufe der Quarzkristall
IT> durch Verschleiss/Stoesse etwas leichter wird und daher schneller schwingt?
Auch mein Tip. Verschleiss wohl nicht, aber Strukturverlust durch
Bewegung. Vielleicht ist auch irgendein Widerstandswert etwas kleiner
geworden oder so was...
IT> Wie genau geht heute eine gute, aber bitte noch bezahlbare Armbanduhr?
Meine inzwischen 5 Jahre alte (Digital-)uhr geht bis heute nur unmessbar
falsch (nachstellen etwa ein mal im Jahr wenn ich gerade Lust hab...) und
die hat AFAIK ca. 100 DM gekostet.
Basti 8-)
...und noch 284 Tage bis zum Verfall des Telek*m-Monopols..
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: 32 Hertz... (2:241/1149.77)
CM > Hi Ingo,
IT>> Wie genau geht heute eine gute, aber bitte noch bezahlbare Armbanduhr?
CM > Atomgenau, denn Funkarmbanduhren sind mittlerweile nicht mehr mehrere
CM > 1000 Mark teuer.
CM > Mir tut sich aber die Frage auf, wozu du 1 Minute Gangenauigkeit in
CM > 2 Monaten als bemerkenswert ansiehst. Solltest du auf eine wirklich
CM > genau gehende Uhr nicht verzichten koennen, bleibt dir wohl nur
CM > der Kauf einer Funkuhr (als Tischmodell fuer 10DM).
Ah, ja! Diese Frage beschaeftigte mich doch auch. Und vor allem die Frage
was heisst GENAUIGKEIT!
Beispiel: 64 Tage = 1536 Std. = 92160 Min.
Genauigkeit der Uhr: 1 Minute in 64 Tagen. Daraus folgt eine Genauigkeit
von ca. 0,001085 %
Ich finde das ist inder Tat schon sehr genau :)))))
Gruss Helge
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: Point #28 of WEGA BBS (2:240/5079.28)
> nach. Also je Woche ca. eine gute Sekunde Unterschied. Komisch, dass sie
> immer vorgeht, man koennte doch auch eine Art Eichmechanismus
> einfuehren, wo man die Anzahl der Millisekunden pro Tag vor/zurueck
> einstellen kann.
Noch einfacher: Am Trimmkondensator entsprechend drehen. Nur die swatch-
Uhren haben aus Preis- und Serienfertigungsgruenden keinen eingebaut.
Sonnige Gruesse aus dem Spessart und ein schoenes Osterfest.....
Herbert
--- CrossPoint v3.11 R
Ingo Thies schrieb am Dienstag den 18.03.97 an Alle:
IT> Frage: Woran liegt das? Könnte es sein, daß im Laufe der Quarzkristall
IT> durch Verschleiß/Stöße etwas leichter wird und daher schneller schwingt?
Die Resonanzfrequenz eines Schwingquarz wird nicht allein durch
den Piezoeffekt bestimmt. Duenne Metallschichten, die auf die
Quarzelemente als Kontaktflaechen aufgetragen sind, bilden bei-
spielsweise parasitaere Kapazitaeten (siehe die Ersatzschaltbilder
der verschiedene Technologien wie Biege- oder Dickenschwinger).
[Hypothese on]
Ich koennte mir vorstellen, dass der Kapazitaetsbelag durch
Umwelteinfluesse (Oxidation etc.) im Laufe der Zeit seinen
Wert aendert und dass das zu einer geringfuegigen Veraenderung
der Resonanzfrequenz fuehrt. Die Abweichungen fasst man unter
dem Stichwort Langzeitverhalten oder Alterung in den Spezifikationen
zusammen.
[Hypothese off]
--
Tschoe Internet : jmor...@rz.uni-osnabrueck.de
- Juergen - Fido : 2:2449/420.66
--- CrossPoint v3.1 R
* Origin: Alien Headquarter Osnabrueck (2:2449/420.66)
GV> mechanischer Anzeige (Zeiger) gekauft (Melex Titanium Solar by Conrad
GV> Electronics, ca SFr. 130), die mir nach einigen Tagen wegen der
Eine Solar-Armbanduhr? Muß die denn nicht ständig beleuchtet werden, wenn
man sie nicht nachstellen will? Stelle ich mir ziemlich schwierig vor, Solar-
Uhren würden IMO nur mit Funk-Synchronisation oder Zusatzbatterie Sinn
machen. Letzteres lohnt bei Armbanduhren wohl nicht, außerdem müßte man bei
Armbanduhren mit Solarzellen darauf achten, daß der Ärmel nie übers
Handgelenk rutscht...
Daher kann ich mir nicht vorstellen, daß es eine Solaruhr nur mit Quarz ist.
Oder heißt die nur "Solar"?
GV> nachdem ich sie Feb. 21 mit der Atomuhr synchronisiert habe. Das ist
GV> nach meiner Erfahrung mit Quarzuhren ausserordentlich genau.
Wie genau können professionelle Quarzuhren denn gehen?
GV> Eine zweite, die Casio weather station mit LCD Anzeige, laeuft aehnlich
IMO lohnt sich bei sowas erst recht eine Funksynchronisation. Aber bei
Armbanduhren muß doch für regelmäßigen Funkkontakt gesorgt werden? Oder ist
der eingebaute Quarz bei Funkuhren immer noch genau genug, wenn der Empfang
mal längere Zeit gestört ist?
GV> Wenn Du Wert auf Genauigkeit bzw. langfristigen synchronen Lauf legst,
GV> dann gibts ja Funkuhren, die Kosten auch nicht mehr soviel. Bei Conrad
GV> habe ich fuer weniger als 100.- welche gesehen.
Naja, einen Funkwecker von Conrad (diesen häßlichen grau-grünen, der oben
rund ist) habe ich neben dem Bett stehen. Nur leider neigt der öfter zum
Wackelkontakt, schon bei kleineren Stößen :-(
Man mailt sich,
Ingo
---
* Origin: Das ist Technik, das funktioniert! (2:240/2130.4)
24 Mar 97 22:21, Helge Scharrenbroich wrote to Christian Mueller:
HS> Ah, ja! Diese Frage beschaeftigte mich doch auch. Und vor allem die
HS> Frage was heisst GENAUIGKEIT! Beispiel: 64 Tage = 1536 Std. = 92160
HS> Min. Genauigkeit der Uhr: 1 Minute in 64 Tagen. Daraus folgt eine
HS> Genauigkeit von ca. 0,001085 % Ich finde das ist inder Tat schon sehr
HS> genau :)))))
Was man halt unter genau versteht. Ich hatte mal im Labor eine Quarztimer,
dessen garantierte Genauigkeit betrug 10 hoch 8 ( die Endresultate mussten
naemlich auf sechs Stellen stimmen ) ! :-)
Servus Gottfried
--- GoldED/386 3.00.Alpha4+
* Origin: - GG / W1 - (2:313/37.79)
IT> Frage: Woran liegt das? K÷nnte es sein, daß im Laufe der Quarzkristall
IT> durch Verschleiß/St÷ße etwas leichter wird und daher schneller schwingt?
auch, aber imho der kleinere Effekt. So eine Uhr muss auch groessere Kodensatoren
enthalten, und diese altern wesentlich schneller als ein Quarzkristall.
* Origin: (2:2468/9909.9)
HW> Noch einfacher: Am Trimmkondensator entsprechend drehen. Nur die swatch-
~~~~~~~~~~~~~~~~ der ist leider nicht
herausgefuehrt... nunja, ich finde, auch als Mensch im Industriezeitalter
reicht es, die Zeit auf ein paar Sekunden genau zu wissen.
| Mit freundlichen Gruessen
|
\ _END OF TRANSMISSION_
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: "Earl Gray, heiss." - "Natuerlich ist er heiss!" (2:240/9201.5)
IT>> Frage: Woran liegt das? Könnte es sein, daß im Laufe der Quarzkristall
IT>> durch Verschleiß/Stöße etwas leichter wird und daher schneller schwingt?
> [Hypothese on]
> Ich koennte mir vorstellen, dass der Kapazitaetsbelag durch
> Umwelteinfluesse (Oxidation etc.) im Laufe der Zeit seinen
> Wert aendert und dass das zu einer geringfuegigen Veraenderung
> der Resonanzfrequenz fuehrt. Die Abweichungen fasst man unter
> dem Stichwort Langzeitverhalten oder Alterung in den Spezifikationen
> zusammen.
> [Hypothese off]
Ich denke das ist falsch. Soweit ich weiss liegt die altersbedingte
Erhoehung der Frequenz tatsaechlich an dem Masseverlust des Quarzes. Die
Eigenfrequenz des Quarzes wird ja auch durch die Abmessungen bestimmt.
Je nachdem welche Frequenz man braucht, kuerzt man den Quarz und erreicht
so die gewuenschte Frequenz.
Im Betrieb nun schwingt der Quarz, da dies eine MECHANISCHE Schwingung
ist, nutzt er sich mit der Zeit etwas ab. Und dies fuehrt zur Erhoehung
der Frequenz.
Wie gesagt, es geht hier um eine mechanische Eigenfrequenz, die der Quarz
hat, also duerfte der Kapazitaetsbelag wohl keine Rolle spielen, da der
Quarz ja primaer den Schwingkreis, der die Frequenz im GROBEN vorgiebt,
auf der richtigen Frequenz stabilisiert. Ob da nun ein paar pF zukommen
macht nichts, weil der Quarz auch diese Aenderung kompensiert!
mfg.
**** *****
Christian * *
* **
**** *
--- CrossPoint v3.11
* Origin: (2:2426/3165.18)
Antwort auf eine Message vom 26.03.97 19.25.00 von Ingo Thies an Gian Vasta:
GV>> mechanischer Anzeige (Zeiger) gekauft (Melex Titanium Solar by Conrad
GV>> Electronics, ca SFr. 130), die mir nach einigen Tagen wegen der
IT> Eine Solar-Armbanduhr? Muß die denn nicht ständig beleuchtet werden,
IT> wenn man sie nicht nachstellen will? Stelle ich mir ziemlich
IT> schwierig vor, Solar- Uhren würden IMO nur mit Funk-Synchronisation
IT> oder Zusatzbatterie Sinn machen.
Ein Goldfolienkondensator, wie ihn S***O in der "Kinetik" verwendet, ermoeglicht
eine Gangreserve von ca 14 Tagen !
Servus, Gottfried!
--- FleetStreet 1.19+
* Origin: == GG\W18 -- OS/2 == (2:313/37.79)
Hallo Ingo,
IT> Eine Solar-Armbanduhr? Muss die denn nicht staendig beleuchtet werden,
wenn
IT> man sie nicht nachstellen will?
Nein.
IT> Solar- Uhren wuerden IMO nur mit Funk-Synchronisation oder Zusatzbatterie
IT> Sinn machen. Letzteres lohnt bei Armbanduhren wohl nicht,
Bei den Solar-Uhren werden oft Goldcaps (Kondensatoren mit extrem hoher
Kapazitaet) eingesetzt.
IT> ausserdem muesste man bei Armbanduhren mit Solarzellen darauf achten,
dass
IT> der Aermel nie uebers Handgelenk rutscht...
Die mir bekannten Solaruhren erreichen Pufferung fuer 4 Tage. Da darf der
Aermel dann schon mal kurzzeitig die Uhr verdecken :-))
Tschau,
Joerg
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: Ich bin auch nur ein Mensch (2:241/1077.6)
Hallo Ingo
> Eine Solar-Armbanduhr? Muß die denn nicht ständig beleuchtet werden,
> wenn
Nein, sie hat natuerlich einen Energiespeicher, einen Kondensator, der ihr,
gemaess Prospekt, 96 Stunden Gangreserve verleiht. Und das ist noch nicht
viel, es gibt heute besseres.
> Oder heißt die nur "Solar"?
Nein, sie bezieht die Energie aus dem Licht.
Gruss: Gian
--- FMail 0.96Ô
* Origin: G.I.A.N - The Galactic Institute for Astro-Navigation (2:301/212.18)
IT> Oder ist der eingebaute Quarz bei Funkuhren immer noch genau genug,
IT> wenn der Empfang mal laengere Zeit gestoert ist?
Eine Funkuhr stellt nur zur vollen Stunde einen Kontakt her. Und wenns nicht
gelingt, zaehlt bei manchen Uhren eine Anzeige mit, wie oft nicht. Eine Funkuhr
IST eine Quarzuhr, die jede Stunde nachgestellt wird.
Ciao,
Guenter
--- Alice4Mac 2.4.4 D T2
* Origin: --- (2:2454/91.44)
> Soweit ich weiss liegt die altersbedingte
> Erhoehung der Frequenz tatsaechlich an dem Masseverlust des Quarzes. Die
> Eigenfrequenz des Quarzes wird ja auch durch die Abmessungen bestimmt.
relativ genau (0,01%) ^^^^^
> Im Betrieb nun schwingt der Quarz, da dies eine MECHANISCHE Schwingung
> ist, nutzt er sich mit der Zeit etwas ab. Und dies fuehrt zur Erhoehung
> der Frequenz.
Es gibt keine "Abnutzung", weil sich das Material nirgends reibt. Es
loesen sich ganz einfach kleine Teilchen und fallen ab.
>
> Wie gesagt, es geht hier um eine mechanische Eigenfrequenz, die der
> Quarz hat, also duerfte der Kapazitaetsbelag wohl keine Rolle spielen,
> da der Quarz ja primaer den Schwingkreis, der die Frequenz im GROBEN
> vorgiebt, auf der richtigen Frequenz stabilisiert. Ob da nun ein paar pF
> zukommen macht nichts, weil der Quarz auch diese Aenderung kompensiert!
Im Gegenteil, die Schwingfrequenz laesst sich gut messbar durch eine
Kapazitaet veraendern. Ausprobieren!
Gruesse aus dem Spessart.....
Herbert
--- CrossPoint v3.11 R
Moin Moin Herbert,
Du schriebst am 25.03.97 an Arne Seifert zum Thema
"Quarz-Uhr geht schneller":
HW> Noch einfacher: Am Trimmkondensator entsprechend drehen.
Geht das bei _Quarz_-Uhren denn? Bei rein mechanischen sicher, aber kann
man den Quarz mittels Kondensator trimmen?
Tschau,
_ _ http://www.germany.net/teilnehmer/100/111666/welcome.htm
(_ |_) I-Net Eckhard...@katel.fido.de
(_ckhard |_)ecker =8-) FIDO 2:2437/15.41
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: Das dichteste Netz hat die meisten Loecher. (2:2437/15.41)
> Eine Funkuhr stellt nur zur vollen Stunde einen Kontakt her.
Nein. Eine Funkuhr empfaengt das Signal von DCF77 _ununterbrochen_. Die
Ermittlung der Zeitinfo dauert jeweils 59 Sekunden - wenn also das
"fertig"-Signal kommt (=der 59. Sekundenimpuls fehlt immer), kann die
gueltige Zeit aus den Registern abgelesen werden.
Ob eine Uhr mit mechanischem Zeigerwerk so programmiert ist, dass die
internen Register jede Minute oder nur einmal pro Stunde oder einmal pro
24 Stunden ausgelesen werden, um das Zeigerwerk zu korrigieren, ist Sache
des Konstrukteurs.
Gruesse aus dem Spessart.....
Herbert
--- CrossPoint v3.11 R
IT>> Oder ist der eingebaute Quarz bei Funkuhren immer noch genau genug,
IT>> wenn der Empfang mal laengere Zeit gestoert ist?
GL> Eine Funkuhr stellt nur zur vollen Stunde einen Kontakt her. Und wenns
GL> nicht gelingt, zaehlt bei manchen Uhren eine Anzeige mit, wie oft nicht.
GL> Eine Funkuhr IST eine Quarzuhr, die jede Stunde nachgestellt wird.
Das was GL Dir hier geschrieben hat bitte ganz schnell wieder vergessen!
Es mag zwar sein, dass es (vereinzelt) solche Uhren geben mag, aber es ist
definitv nicht der Normalfall.
Das Funksignal enthaelt die Uhrzeit mit ca 1 Bit pro Sekunde, jede Minute
wird die komplette Information uebertragen. Da dieser Code nicht
vernuenftig gesichert oder redundant ist, werten die meissten Uhren
mehrere Minuten aus und vergleichen die Ergebnisse (um nicht zufaellig
durch eine Uebertragungsstoerung eine falsche Zeit anzuzeigen). Im Prinzip
kann eine Funkuhr also nach 2..5 Minuten die korrekte Zeit anzeigen
(unabhaengig von der Stunde).
Falls Du es nicht glaubst und es auch nicht im Illig nachlesen willst,
mach einfach einen kleinen Versuch: nimm aus Deiner Funkuhr die Batterie
raus, lass sie einige Zeit liegen. Dann setz das Dingen wieder ein. Die
Uhr wird jetzt entweder eine falsche Zeit oder ueberhaupt keine Zeit
anzeigen (wenn doch, dann war die Batterie nicht lang genug raus). Nach
wenigen Minuten (unabhaengig von der Stunde) wird sie sich auf die
korrekte Uhrzeit eingestellt haben.
und tschuess ...
Matthias (Thiele, Leonberg)
--- CrossPoint v3.1 R
* Origin: We apologize for the inconvenience. (2:2433/445.21)
SH> Es gibt Batterien bzw AKKUS DIE SICH GOLDCUP oder so aehnlich
SH> nennen.
"Goldcap", das sind Kondensatoren extrem hoher Kapazität. Allerdings
gepaart mit geringer Spannungsfestigkeit (gibt es m.W. nur für < 10 V) und
hohem Innenwiderstand. Nur aufgrund des geringen Strombedarfs einer
Quarzuhr sind sie als Stromversorgung geeignet.
SH> Ich wuerde mir wuenschen es
SH> gebe eine Funksolaruhr, leider bleibt das nur ein Traum.
Gibt es schon länger, Junghans "Mega Solar". Angesichts des Preises
trotzdem ein Traum...
Bei Funkuhren sehe ich aber einen gewaltigen Nachteil: den meisten fehlt
eine manuelle Stellmöglichkeit, außerhalb Mitteleuropas sollte man sich
deshalb darauf nicht unbedingt verlassen.
Tschüß,
Wolfgang
---
* Origin: (2:246/2318.6)
> Es gibt keine "Abnutzung", weil sich das Material nirgends reibt. Es
> loesen sich ganz einfach kleine Teilchen und fallen ab.
Dies ist eine sprachliche Feinheit, als Abnutzung bezeichne ich auch nicht
nur Reibung, sondern auch deine abfallenden Teilchen... Also spalte keine
Haare ;-)
> > Wie gesagt, es geht hier um eine mechanische Eigenfrequenz, die der
> > Quarz hat, also duerfte der Kapazitaetsbelag wohl keine Rolle spielen,
> > da der Quarz ja primaer den Schwingkreis, der die Frequenz im GROBEN
> > vorgiebt, auf der richtigen Frequenz stabilisiert. Ob da nun ein paar
pF
> > zukommen macht nichts, weil der Quarz auch diese Aenderung kompensiert!
>
> Im Gegenteil, die Schwingfrequenz laesst sich gut messbar durch eine
> Kapazitaet veraendern. Ausprobieren!
Oder nachlesen... :-)
Die Schwingfrequenz eines Quarzes kann nur bei einer Parallelresonanz
veraendert werden, lies meine andere Mail...
Bei Serienresonanz ist dies nicht moeglich...
Aber auch bei Parallelresonanz kann die Parasitaere Kapazitaet des Quarzes
keine SO grosse Rolle spielen...
Wie gesagt, es geht um Parasitaere Kapazitaeten, nicht um eine
ZUSAETZLICHE in Reihe geschaltete Kapazitaet, die NATUERLICH die Frequenz
veraendert... Dies wird in der Praxis zur praezisen Einstellung der
Schwingfrequenz genutzt...
> Die Resonanzfrequenz eines Grundton AT-Quarzes kann mit Ziehreaktanzen in
> einem Bereich von ueber 600*10^-6 df/f variiert werden. Es kann sich also
> nicht um eine ausschliesslich mechanische Eigenfrequenz handeln.
So, jetzt nachdem ich etwas Literatur gewaelzt habe, kann ich dir etwas
praezieser Antworten:
Also ein Quarz hat zwei Resonanzmoeglichkeiten, die Serienresonanz und die
Parallelresonanz.
So jetzt erstmal das Ersatzschaltbild:
C
||
-------||----LLLL-----RRRR-----------
| || |
| || |
|------------||------------|
||
C0
Die Groessen von L, C, R, sind nur von den MECHANISCHEN Eigenschaften des
Quarzes abhaengig. Es sind nur el. Ersatzgroessen fuer den MECHANISCHEN
Schwinger.
So die Serienresonanz ergibt sich jetzt zu:
w= 1/SQR(LC)
Also kommt hier die Parasitaere Kapazitaet von C0 die durch die
Zuleitungen und moeglicherweise die von dir beschrieben Effekte nicht
zustande und fliesst in die Berechnungen nicht ein.
Also koennen Veraenderungen NUR durch den Masseverlust zustande kommen.
So jetzt zur Parallelresonanz die ergiebt sich aus:
w=1/SQR(LC) * SQR (1+ C/C0)
hier koennte eine Veraenderung der parasitaeren Kapazitaet wirklich die
Frequenz veraendern, da aber C0 immer sehr viel groesser als C ist, kann
hier keine WESENTLICHE Aenderung stattfinden. Vor allem wenn man bedenkt,
das die Leitungskapazitaeten sicherlich groesser sind als die die DIREKT
durch den Aufbau des Quarzes entstehen...
Alles in allem denke ich das im wesentlichen NUR der Masseverlust die
Frequenz veraendert!
Achja, die Angaben stammen aus dem Taschenbuch der Elektrotechnik von
Kories Schmitt und Walter.
> Fuer meine "Kapazitaetsaenderungstheorie" spricht wiederum, dass die
> Gehaeuse mit Schutzgas gefuellt oder evakuiert werden um den Quarz
> vor chemischen Einfluessen zu schuetzen.
Haengt wohl ganz wesentlich von der Schaltung ab! Bei Serienresonanz
liegst du mit Sicherheit falsch, bei Parallelresonanz mag ein Kern
Wahrheit enthalten sein...
[ Solar-Armbanduhren ]
SH>koenne n kleine Spannungen speichern. Solaruhren gibt es schon laenger,
SH>auch als Armban duhr. Ich wuerde mir wuenschen es gebe eine Funksolaruhr,
SH>leider bleibt das nur ein Traum. Funkarmbanduhren hatten die Antenne
Es gibt Solar-Funk-Armbanduhren von einem relativ bekannten Hersteller.
Sind vielleicht nicht gerade unbedingt als 'billig' zu bezeichnen ...
Von dem gleichen Hersteller habe ich eine 'normale' Solar-Armbanduhr, mit
der ich 100% zufrieden bin, Genauigkeit grob geschaetzt
ca. +/- 0,5 min/Monat.
Um keine Schleichwerbung zu betreiben, nenne ich den Hersteller nicht
(gegebenenfalls NM), allerdings werden dessen Produkte regelmaessig in
Prospekten aller groesseren Kaufhaeuser beworben :-)
mfg
Johannes
*Ab sofort neue Adresse: s. Origin*
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: salvo errore et omissione (2:2448/2005.17)
GL>Eine Funkuhr stellt nur zur vollen Stunde einen Kontakt her. Und wenns
GL>nicht gelingt, zaehlt bei manchen Uhren eine Anzeige mit, wie oft
GL>nicht. Eine Funkuhr IST eine Quarzuhr, die jede Stunde nachgestellt
GL>wird.
WT> Das kann nicht wahr sein. Als ich unsere neue Funkuhr mit mit ner
WT> Batterie ausgestattet habe, stellte sie sich nach etwa einer Minute
WT> richtig.
Tja, Du darfst die Batterie nicht 1 Minute vor der vollen Stunde einlegen,
wenn Du 20 Minuten warten moechtest ... :-)
Wenn man die Batterien austauscht, oder immer wann man es (manuell) moechte,
werden ebenfalls Verbindungen aufgebaut.
Danach: einmal zur vollen Stunde - wenns geht.
Matthias Thiele wrote in a message to Ingo Thies:
GL> Eine Funkuhr IST eine Quarzuhr, die jede Stunde nachgestellt wird.
MT> Das was GL Dir hier geschrieben hat bitte ganz schnell
MT> wieder vergessen! Es mag zwar sein, dass es (vereinzelt)
MT> solche Uhren geben mag, aber es ist definitv nicht der
MT> Normalfall.
Ob es bei _seiner_ Uhr der Normalfall ist kann Ingo ganz einfach mit Hilfe
einer Keksdose feststellen. Legt er die Uhr fuer 'ne halbe Stunde da rein
und schaut anschliessend nach...
Oder er liest die Betriebsanleitung. Wenn da was von 'Gangreserve' steht oder
drauf hingewiessen wird, dass die Uhr aus irgendwelchen Gruenden nur sporadisch
den DCF-Empfaenger einschaltet, handeltes sich ganz sicher um eine Quarzuhr
(die eben durch von DCF gestellt werden kann).
Um etwas mehr Datenmaterial zur Bestimmung des 'Normalfalls' zu erhalten habe
ich mal meine 4 DCF-Uhren daraufhin ueberprueft. Diese SIND Quarzuhren...
cu, Joachim
---
* Origin: Wo? (2:246/1901.15)
HW>> Noch einfacher: Am Trimmkondensator entsprechend drehen.
> Geht das bei _Quarz_-Uhren denn? Bei rein mechanischen sicher, aber kann
> man den Quarz mittels Kondensator trimmen?
Ja, bei 99,99999% aller Schwingquartze macht man das (Feinabgleich). Wenn
man das nicht macht, ergibt sich eine Frequenz in der Naehe des Sollwerts,
also irgendwo im Bereich +- 0,5 kHz bei einer Sollfrequenz von 20 MHz.
Wenn das nicht stoert, kann man auf den Kondensator verzichten.
Gruesse aus dem Spessart.....
Herbert
--- CrossPoint v3.11 R
> Eine Funkuhr stellt nur zur vollen Stunde einen Kontakt her. Und wenns nicht
gelingt,
> zaehlt bei manchen Uhren eine Anzeige mit, wie oft nicht. Eine Funkuhr IST
eine Quarzuhr,
> die jede Stunde nachgestellt wird.
HW> Nein. Eine Funkuhr empfaengt das Signal von DCF77 _ununterbrochen_.
HW> Die Ermittlung der Zeitinfo dauert jeweils 59 Sekunden - wenn also
HW> das "fertig"-Signal kommt (=der 59. Sekundenimpuls fehlt immer), kann
HW> die gueltige Zeit aus den Registern abgelesen werden.
HW> Ob eine Uhr mit mechanischem Zeigerwerk so programmiert ist, dass die
HW> internen Register jede Minute oder nur einmal pro Stunde oder einmal
HW> pro 24 Stunden ausgelesen werden, um das Zeigerwerk zu korrigieren,
HW> ist Sache des Konstrukteurs.
Theoretisch. Eine Funk-ARMBANDuhr wertet einmal die Stunde das Signal aus.
Das tun auch meine anderen 6 Funkuhren nicht anders, obwohl sie deutlich groeBere
Batterien haben. Ob DCF77 ununterbrochen SENDET, hat bislang noch niemand
gefragt.
GL>> Eine Funkuhr IST eine Quarzuhr, die jede Stunde nachgestellt wird.
MT> Das was GL Dir hier geschrieben hat bitte ganz schnell wieder vergessen!
Es ist ein Missverstaendnis. GL meinte, dass eine Funkuhr jede Stunde auf
Empfang geht, um sich zu synchronisieren. Das machen alle mir bekannten
Funkuhren so.
| Mit freundlichen Gruessen
|
\ _END OF TRANSMISSION_
--- CrossPoint v3.11 R
07 Apr 97 19:19, Johannes Fleischer wrote to Sven Hirschfeld:
SH>> koenne n kleine Spannungen speichern. Solaruhren gibt es schon
SH>> laenger, auch als Armban duhr. Ich wuerde mir wuenschen es gebe
SH>> eine Funksolaruhr, leider bleibt das nur ein Traum.
SH>> Funkarmbanduhren hatten die Antenne
JF> Es gibt Solar-Funk-Armbanduhren von einem relativ bekannten
JF> Hersteller. Sind vielleicht nicht gerade unbedingt als 'billig' zu
JF> bezeichnen ... Von dem gleichen Hersteller habe ich eine 'normale'
JF> Solar-Armbanduhr, mit der ich 100% zufrieden bin, Genauigkeit grob
JF> geschaetzt ca. +/- 0,5 min/Monat.
Geht die noch mit Pendel ?
Fuer jede Quarzuhr wird doch mehr garantiert ( fuer meine Arbanduhr wird maximal
15 Sekunden auf 2 Monate garantiert, tatsaechlich stelle ich sie etwa alle
4 Monate nach einer Funkuhr nach ).
JF> Um keine Schleichwerbung zu
JF> betreiben, nenne ich den Hersteller nicht.
Bei der Genauigkeit gar nicht notwendig.
>> Eine Funkuhr stellt nur zur vollen Stunde einen Kontakt her.
>
>Nein. Eine Funkuhr empfaengt das Signal von DCF77 _ununterbrochen_. Die
>Ermittlung der Zeitinfo dauert jeweils 59 Sekunden - wenn also das
>"fertig"-Signal kommt (=der 59. Sekundenimpuls fehlt immer), kann die
>gueltige Zeit aus den Registern abgelesen werden.
Jein... es mag Funkuhren geben, die ununterbrochen synchronisieren,
doch meine Aldi-Funkuhr macht es einmal pro Stunde, meine Conrad-
Funkuhr ein- oder zweimal nachts (um 2 bzw. 3 Uhr, weil da immer die
Uhren von Sommer auf Winter bzw. umgkehrt umgestellt werden...)
Die Stromaufnahme waehrend der Synchronisation ist ueber 100 mal
groesser als im Normalbetrieb.
>Herbert
Gruss, Markus
--- CrossPoint v3.11 R
* Origin: Sponsor der Telekom (2:2454/420.6)
>Ob DCF77 ununterbrochen SENDET, hat bislang noch niemand gefragt.
Soweit ich weiss, senden die zu 90%, die restlichen 10% ist der Sender
down...
es gibt aber noch einen Ersatzmasten (es wird dann ein Bit anders
gesetzt, um dies anzuzeigen).
>Ciao,
> Guenter
MT> Hallo Ingo
GL> Eine Funkuhr stellt nur zur vollen Stunde einen Kontakt her. Und
GL> wenns nicht gelingt, zaehlt bei manchen Uhren eine Anzeige mit, wie
GL> oft nicht. Eine Funkuhr IST eine Quarzuhr, die jede Stunde
GL> nachgestellt wird.
MT>
MT> Das was GL Dir hier geschrieben hat bitte ganz schnell wieder vergessen!
MT> Es mag zwar sein, dass es (vereinzelt) solche Uhren geben mag, aber es
MT> ist definitv nicht der Normalfall.
Ich glaube eher, dass nur die besseren Uhren staendig nachkontrollieren. Ich
habe mittlerweile einige Funkuhren mit unterschiedlichem Gehaeuse, aber gleicher
tastenanordnung (->gleiche Platine?) gesehen, die alle nur zur ganzen Stunde
synchronisieren. Anscheineind ist dioeser Typ billiger herzustellen.
MT>
MT> Das Funksignal enthaelt die Uhrzeit mit ca 1 Bit pro Sekunde, jede
(stimmt alles)
MT> anzeigen (wenn doch, dann war die Batterie nicht lang genug raus). Nach
MT> wenigen Minuten (unabhaengig von der Stunde) wird sie sich auf die
MT> korrekte Uhrzeit eingestellt haben.
Tschuess,
/\/\arcel
--- FIPS/32 v0.98 W95/NT [M]
* Origin: Don´t dream it - BE IT! (2:2468/6002.42)
> > Im Gegenteil, die Schwingfrequenz laesst sich gut messbar durch eine
> > Kapazitaet veraendern. Ausprobieren!
>
> Die Schwingfrequenz eines Quarzes kann nur bei einer Parallelresonanz
> veraendert werden, lies meine andere Mail...
> Bei Serienresonanz ist dies nicht moeglich...
Falsch. Bei Parallelresonanz kann man die Frequenz mit einem
parallelgeschalteten Kondensator veraendern, bei Serienresonanz mit einer
in Reihe geschalteten Induktivitaet. Veraendern kann man auf jeden Fall!
In billigen Quartzuhren verwendet man fast nur Parallelresonanz bei tiefen
Frequenzen (32kHz), in hochwertigen stationaeren Uhren oder bei Sendern
(in gewisser Weise auch eine Uhr :-) fast nur Serienresonaz bei deutlich
hoeheren Frequenzen (4 MHz), weil diese merklich frequenzstabiler ist.
Letzteres habe ich nur nicht erwaehnt, weil urspruenglich von einer
ungenau gehenden Armbanduhr (=billig) gesprochen wurde.
Aus deinem anderen Brief kopiert:
> Also ein Quarz hat zwei Resonanzmoeglichkeiten, die Serienresonanz und
> die Parallelresonanz.
>
> So jetzt erstmal das Ersatzschaltbild:
> C
> ||
> -------||----LLLL-----RRRR-----------
> | || |
> | || |
> |------------||------------|
> ||
> C0
Typische Werte fuer ein 4 MHz-Quartz sind: C=0,01 pF; C0=100 pF; L=0,1 Hy.
Daraus kann man entnehmen, dass bei Serienresonanz C0 kaum wirksam ist,
weil der parallel liegende Schwingkreis niederohmiger ist. Das
frequenzbestimmende L kann dagegen sehr einfach durch eine
Serieninduktivitaet vergroessert werden - also kann man auch bei
Serienresonanz die Frequenz extern aendern.
Gruesse aus dem Spessart.....
Herbert
--- CrossPoint v3.11 R
Marcel Transier wrote in a message to Matthias Thiele:
MT> Ich glaube eher, dass nur die besseren Uhren staendig
MT> nachkontrollieren. Ich habe mittlerweile einige Funkuhren
MT> mit unterschiedlichem Gehaeuse, aber gleicher
MT> tastenanordnung (->gleiche Platine?) gesehen, die alle nur
MT> zur ganzen Stunde synchronisieren. Anscheineind ist dioeser
MT> Typ billiger herzustellen.
Ist keine Frage des 'schlechter' oder 'billiger', sondern hat einen ganz praktische
Grund:
So eine Uhr hat bei aktiviertem Empfaenger eine vielfach hoehere Stromaufnahme
als bei abgeschaltetem. Und Otto Normalkunde wuerde es bestimmt nicht gefallen
die Batterie statt nach einem Jahr schon nach 1-2 Monate wechseln zu muessen...
Andererseits laeuft eine quarzgesteuerte Uhr mit einer Ganggenauigkeit von
rund 10ppm, d.h. sie kann nach 1h (3600sec) um die 36msec falsch gehen. Fuer
den normalen Hausgebrauch ist dies mehr als ausreichend.
Es 'bringt' also gar nix den Empfaenger oefters einzuschalten als z.B. jede
Stunde einmal...
JM> Die Alterung von Quarzen hat mehrere Ursachen, die nahezu alle auf
JM> Masseveraenderungen zurueckzufuehren sind.
Dachte ichs mir doch :-)
Ach ja, nochmal danke für die Mühe!
JM> Die Alterung beschreibt eine exponentielle Funktion, die Effekte
JM> sollten nach etwa einem Jahr weitgehend abgeklungen sein.
Kann ich bestätigen: Die 1/2 s Vorlauf pro Tag hat sie nur kurz nach dem
Kauf eingehalten, danach 'zog sie schnell durch' auf knapp 1s/tag (1 Jahr
Zeitraum kann durchaus hinkommen; aber erst dieses Jahr habe ich mir die
Mühe gemacht, es genau zu messen), daran hat sich mittlerweile nach meiner
Schätzung nichts mehr geändert.
JM> Belastung. Der Techniker behauptete, dass Quarze bei sehr hohen
JM> Belastungen sogar gluehen koennen (Jargon: "rote Backen kriegen")!
Aber bei Armbanduhren bleibt die Belastung ja relativ konstant. Wann glühen
sie denn z.B.? Schon bei einem Pentium im regulären Betrieb? Oder erst, wenn
man sie unter Laborbedingungen "quält"? Wenn sie glühen, ist die Belastung
dann schon zu hoch oder durchaus noch normal?
Man mailt sich,
Ingo
---
* Origin: Pessimismus ist der beste Gluecksbringer! (2:240/2130.4)
RO> Dies bedeutet, dass das Signal kontinuierlich gesendet wird.
Ach: Und ich einfaeltiges Dummerchen dachte, die ueberwachen per Satellit
und Extrem-Optik Funkuhrbesitzer, ob jemand den Akku wechselt, oder die ON-Taste
laenger gedrueckt haelt - und werfen dann die Generatoren fuer den Sender
an? Nein?
Aber meine ersten 2 Antworten: "Eine Funkuhr ist eine Quarzuhr, die stdl.
nachgestellt wird - und bei Akkuwechsel", sind noch leidlich wahr?