mir erzählte kürzlich ein Bekannter von seiner Befürchtung,
sein Fernseher und TV-Monitor könnten von seinem Nachbarn
"abgehört" werden... es sei technisch möglich, sozusagen
"sein" Programm bzw. den Monitorinhalt aufzuzeichnen..
Gibt's das? Ich meine, so, daß es ein Nachbar
ausführen könnte - realistisch ohne beispielsweise den
Riesenaufwand eines Geheimdienstes??
Und ggf. wie kann man's verhindern/stören etc. ??
Grüßleins,
Harald
Du meintest neulich zum Thema "TV/Monitor "abhoeren"??" :
hw> mir erzaehlte kuerzlich ein Bekannter von seiner Befuerchtung,
hw> sein Fernseher und TV-Monitor koennten von seinem Nachbarn
hw> "abgehoert" werden... es sei technisch moeglich, sozusagen
hw> "sein" Programm bzw. den Monitorinhalt aufzuzeichnen..
Technisch moeglich, aber...
hw> Gibt's das? Ich meine, so, dass es ein Nachbar
hw> ausfuehren koennte - realistisch ohne beispielsweise den
hw> Riesenaufwand eines Geheimdienstes??
da liegt das Problem. Der Aufwand ist riesig, die Geraete
kosten ein Vermoegen, der Erfolg ungewiss. Also fuer den
Privatmann absolut nicht machbar.
hw> Und ggf. wie kann man's verhindern/stoeren etc. ??
Nicht noetig, s.o.
Ciao, Horst
Am 16.05.97 meintest Du zu *"TV/Monitor "abhoeren"??"* folgendes:
hw> mir erzaehlte kuerzlich ein Bekannter von seiner Befuerchtung,
hw> sein Fernseher und TV-Monitor koennten von seinem Nachbarn
hw> "abgehoert" werden... es sei technisch moeglich, sozusagen
hw> "sein" Programm bzw. den Monitorinhalt aufzuzeichnen..
hw> Gibt's das? Ich meine, so, dass es ein Nachbar
Ja, sowas gibt es!
Habe ich irgendwann mal in einer Computer Zeitung gelesen...war AFAIK in
einer c't...frag' mich jetzt aber bidde nicht nach der Ausgabe, das weiss ich
nicht mehr, aber moeglich ist es!
PS: Es war keine April Ausgabe!!!
----======>>> uuuuuund..................WECH - *Stefan H.*
PGP Public Key per EB / eMail: StHue...@on-line.de
Horst Maier programmierte seinen Computer wie folgt:
HM> da liegt das Problem. Der Aufwand ist riesig, die Geraete
HM> kosten ein Vermoegen, der Erfolg ungewiss. Also fuer den
HM> Privatmann absolut nicht machbar.
Ich weis zwar nicht, wo Du diesen Quatsch her hast, aber es ist definitiv
moeglich, den Inhalt eines Bildschirms auf einem Empfaengergeraet
auszugeben, das -sagen wir mal- auf der anderen Strassenseite steht.
Und das ist OHNE teueres Geraet und OHNE viel Fachkenntniss moeglich!
Im einfachsten Fall reicht schon eine modifizierte Antennenanlage und ein
normaler Fernseher. Wer mehr braucht, geht in den naechsten
Elektronikshop, und kauft sich fuer ein paar hundert Mark entsprechendes
Equipment.
Gar kein Problem!
Quelle: c't
Bye,
MARC SARIC
....Klick! Humm!
Internet: Marc....@rz.ruhr-uni-bochum.de
Visit http://www.rat.de/marc_saric/
Fido/Flynet/FsFan/Gernet
hw> Gibt's das? Ich meine, so, dass es ein Nachbar
hw> ausfuehren koennte - realistisch ohne beispielsweise den
hw> Riesenaufwand eines Geheimdienstes??
Ja, das gibt es, aber es ist nicht ohne weiteres Moeglich. Man benotigt
dazu sehr empfindliche Messgeraete und ziemlich viel Geduld. Ausserdem
funktioniert das umso schlechter, je groesser die Distanz ist. Die
Empfangsqualitaet nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab und wird durch
Mauern auch noch sehr stark herabgesetzt.
hw> Und ggf. wie kann man's verhindern/stoeren etc. ??
Mit den ueblichen Methoden: Abschirmen (ordinaere Waende sollten reichen)
oder Stoersender (als solche Gebaute sind natuerlich Illegal) verwenden.
Basti 8-)
...und noch 225 Tage bis zum Verfall des Telek*m-Monopols..
hw> mir erzaehlte kuerzlich ein Bekannter von seiner Befuerchtung,
hw> sein Fernseher und TV-Monitor koennten von seinem Nachbarn
hw> "abgehoert" werden... es sei technisch moeglich, sozusagen
hw> "sein" Programm bzw. den Monitorinhalt aufzuzeichnen..
hw> Gibt's das? Ich meine, so, dass es ein Nachbar
hw> ausfuehren koennte - realistisch ohne beispielsweise den
hw> Riesenaufwand eines Geheimdienstes??
Das ist schon ein ziemnlich alter Hut... nennt sich
"kompromittierende Strahlung" und wurde z.B. von der TH Darmstadt vor Jahren
schon ausgiebig in einem Fernsehbericht erlaeutert.
Jeder auch nur durchschnittlich ambitionierte Elektronikbastler kann mit einem
Materialeinsatz von ca. 100-200 DM so ziemlich alles "mitschneiden", was auf
einem entfernten Monitor abgebildet wird oder einem Drucker ausgegeben wird.
Live vorgefuehrt worden ist das z.B. mit einer kleinen Parabolantenne, einem
tragbaren Fernseher und etwas Elektronik aus dem Auto heraus vom Parkplatz
einer Bank und einer Krankenkasse.
hw> Und ggf. wie kann man's verhindern/stoeren etc. ??
Entweder
- Dein Rechner befindet sich in einem abstrahlsicheren Raum
(Faraday'scher Kaefig)
- oder Du kaufst Dir abstrahlsichere Geraete,
WANG hat da etwas im Programm - nennt sich TEMPEST-Reihe.
Ciao!
Falk Gottschalk, 65195 Wiesbaden
hw> mir erzaehlte kuerzlich ein Bekannter von seiner Befuerchtung,
hw> sein Fernseher und TV-Monitor koennten von seinem Nachbarn
hw> "abgehoert" werden... es sei technisch moeglich, sozusagen
hw> "sein" Programm bzw. den Monitorinhalt aufzuzeichnen..
Ich kann mich dunkel daran erinneren, das es auf RTL oder ProSieben in
irgendeiner Reportage um genau das ging.
Im Prinzip ist obengenanntes moeglich. Man nutzt hier einfach die Tatsache
aus, das jeder Leiter (=Monitor-/Antennenkabel) letztendlich auch als
(Sende-)Antenne wirkt, wenn Signale (=elektrischer Strom) uebertragen
werden.
Jemand kann dies nun ausnutzen, in dem er nun einen Fernseher mit einer
(Empfangs-)Antenne nimmt. Unter Umstaenden brauch er noch ein Geraet, das
die Frequenz des Signals fernseherkompatibel macht und/oder verstaerkt.
Schon kann er dein Monitorbild sehen.
Soweit zur Theorie, in der Praxis funktioniert obiges allerdings so gut
wie nie, da:
1. Die Signalstaerke gering ist.
2. Jedes Antennen-/Monitorkabel eine Abschirmung besitzt.
-> Sendewirkung gleich null
Wenn die Sendewirkung wirklich so stark waere, haette ich diesen Ueber-
tragungseffekt schon laengst gemerkt: Das Antennenkabel meines Fernsehers
liegt gerade mal 30 cm vom Monitorkabel entfernt.
hw> Und ggf. wie kann man's verhindern/stoeren etc. ??
Wenn dein Nachbar wirklich zusaetzlich etwas machen will, soll er einfach
die Abschirmung des Antennenkabels zu verstaerken.
- Alexander Merz - CdL,dspNs
*** _Alexander, die schoenste Versuchung seit es Schokolade gibt_ ***
FIDO: Alexander Merz@2:249/5080.7
INET: al...@special.in-chemnitz.de
Du tippeltest am 16.05.97 zum Thema: TV/Monitor "abhoeren"??
hw> Gibt's das? Ich meine, so, dass es ein Nachbar
hw> ausfuehren koennte - realistisch ohne beispielsweise den
hw> Riesenaufwand eines Geheimdienstes??
Moeglich ist das. Welchen Aufwand man treiben muesste um die Abhoerqulitaet so
gut zu machen, dass man die Schrift auch tatsaechlich lesen kann weiss ich
allerdings auch nicht.
hw> Und ggf. wie kann man's verhindern/stoeren etc. ??
Den Monitor in einen Faraday'schen Kaefig stellen. Wahrscheinlich genuegt
es, dazu die Waende mit Alufolie zu tapezieren.
Ende der Mehl
Berthold
hw> mir erzaehlte kuerzlich ein Bekannter von seiner Befuerchtung,
hw> sein Fernseher und TV-Monitor koennten von seinem Nachbarn
Psst.. Sie sind ueberall! :-)
hw> "abgehoert" werden... es sei technisch moeglich, sozusagen
hw> "sein" Programm bzw. den Monitorinhalt aufzuzeichnen..
hw>
hw> Gibt's das? Ich meine, so, dass es ein Nachbar
Ich habs mal geschafft, mit einem langen Antennenkabel ein erkennbares (mehr
aber auch nicht) Bild eines Videorekorders/C64 in einigen Metern Entfernung
(wenn nicht sogar ein ganzes Stockwerk Entfernung - weiss nicht mehr genau)
aufzufangen.
Aber das lief ueber die HF-Strahlung der jeweiligen HF-Modulatoren. Das
gesehene TV-Programm duerfte recht einfach rauszufinden sein, z.B. abhoeren und
am eigenen TV den TV-Ton vergleichen. Wie es mit Monitoren aussieht, weiss ich
nicht.
hw> ausfuehren koennte - realistisch ohne beispielsweise den
hw> Riesenaufwand eines Geheimdienstes??
Je groesser der Aufwand, desto besser duerfte das Ergebnis sein...
hw> Und ggf. wie kann man's verhindern/stoeren etc. ??
Gegen den akuten Verfolgungswahn duerfte ein guter Psychologe die beste Loesung
sein. Wenn jemand ein entsprechendes Interesse hat, duerfte er sich wohl kaum
durch ein paar Metallgitter (--> Stichwort Faraday-Kaefig) aufzuhalten sein. Er
muesste natuerlich dann das Geld fuer entsprechende Empfaenger im Ruecken
haben, aber das sollte bei der CIA oder der Russenmafia ja keine grosse Rolle
spielen. ;-)
Tschuess,
/\/\arcel
hw> mir erzählte kürzlich ein Bekannter von seiner Befürchtung,
hw> sein Fernseher und TV-Monitor könnten von seinem Nachbarn
hw> "abgehört" werden... es sei technisch möglich, sozusagen
hw> "sein" Programm bzw. den Monitorinhalt aufzuzeichnen..
hw>
hw> Gibt's das? Ich meine, so, daß es ein Nachbar
hw> ausführen könnte - realistisch ohne beispielsweise den
hw> Riesenaufwand eines Geheimdienstes??
hw> Und ggf. wie kann man's verhindern/stören etc. ??
Wie's geht, bzw. wie's passieren kann - keine Ahnung?
Dass es passiert, weiss ich. Auf dem Fernsehbildschirm meiner Freundin,
die lediglich eine Zimmerantenne besass, hatte ich vor 3 oder 4 Jahren,
als ich in der Sendereinstellung irgendwo zwischen Kanal 21 und 30
herumdrehte, ploetzlich den Sender Tele 5 empfangen, der in Hamburg
ueberhaupt nicht per Antenne haette zu empfangen sein duerfen. Ich glaubte
zunaechst an eine Ueberreichweite, bis ich etwas spaeter auf dem gleichen
Kanal einen ganz anderen Sender empfing.
Spaeter sah ich dann auch Videofilme, leider selten welche, die mich
interessiert haetten, Filme auf Premiere - ohne dass meine Freundin einen
Decoder gehabt haette - etc. Auch auf anderen Fernsehgeraeten waren auf
diesem Kanal die Bilder (und der Ton) des fremden Geraetes teilweise in
recht guter Qualitaet zu empfangen gewesen. Vor ca. einem Jahr war der
betreffende Kanal dann ploetzlich stumm, der Besitzer des abstrahlenden
Geraetes, den ich nie ausfindig machen konnte, muss weggezogen sein oder
sich ein neues Geraet zugelegt haben.
Es *kann* also passieren, selbst mit einem ganz normalen Fernseher ohne
irgendeine Zusatzausstattung als Empfaenger.
Tschuess, Juergen
harald wilhelms schrieb am Freitag den 16.05.97 an alle:
hw> sein Fernseher und TV-Monitor könnten von seinem Nachbarn
hw> "abgehört" werden...
hw> Gibt's das?
Definitiv. Ich kann Dir bei Bedarf mehrere Quellen raussuchen
(Spiegel Nr. 36/96, c't Nr.?/96, "Der kleine Abhoerratgeber" vom
AutorInnenkollektiv Keine Panik (Hrsg.), "Datensicherheit" von
G. Weck, ...)
Auf der Platte habe ich z.B. noch folgendes Manuskript. Ich habe
mehrere Briefe an den SWF und Prof. Kongehl geschrieben aber leider
bis heute keine Antwort auf meine weitergehende Fragen bekommen.
---==*==---
ARD Tagesthemen vom 14.3.96 ca. 22.45 Uhr
[Anmoderation Sabine Christiansen:]
Nun haengen bald alle am Netz und je mehr man darin herrumwandert
und es fuer seine taeglichen Erledigungen bei Banken oder Ver-
sicherungen oder direkt zum arbeiten nutzt, je weniger wird man
wahrscheinlich einen zweiten Gedanken an den Schutz seiner Daten
oder Uebermittlungen verschwenden. Sollte aber vielleicht doch sein,
denn was Benutzer hochtechnisierter PC's kaum ahnen: ihre Computer-
daten sind alles andere als geschuetzt. Die Fachhochschule fuer Technik
in Ulm macht's vor, wie mit einer technisch leicht herstellbaren
Konstruktion dunkle Elemente die Moeglichkeit zum Spionieren erhalten.
Eva Macht...
[Ausschnitt aus "Casino"]
Hier, im soeben angelaufenden Film Casino werden der schoene Robert
DeNiro und die noch schoenere Sharon Stone auf ganz konventionelle
Art belauscht. Das Telefon wird angezapft, der Schnueffler kann nur
mithoeren - sehen tut er nichts.
[Einspielung: "Erika Musterfrau" vorm PC]
Doch der Spion im visuellem Zeitalter weiss von besseren Methoden:
Computerdaten koennen direkt vom Bildschirm abgelesen werden. Die
sogenannte 'kompromittierende Abstrahlung' eines PC's wird ausgenutzt.
[Einspielung: Geraeteaufbau einer Schnueffeleinrichtung]
Mit einem Monitor, einem Tuner - selbstgebastelt fuer cirka fuenfhundert
Mark - und einer simplen Dipol-Antenne - zum Beispiel wie die an einem
Kofferradio - laesst sich bis zu einer Entfernung von einem Kilometer (!!!)
die Bildflaeche eines PC's sichtbar machen. Kein Schutz fuer Daten also
und kaum jemand merkt es.
[Totale: Gerhard Kongehl, FH Ulm]
(Zitat)
Das Risiko der Informationstechnologie ganz allgemein liegt darin, dass
die Gefahren von aussen nicht erkennbar sind; es handelt sich um nicht-
sichtbare Bedrohungspotentiale. Und auch die Taeter, die hier agieren
hinterlassen keine Spuren, es fliesst kein Blut, es schreit niemand,
man sieht ueberhaupt in der Regel nicht, dass hier eine Tat begangen
worden ist, sondern das was wir erfahren ueber Taten im Bereich der
Computerkriminalitaet sind Zufallsentdeckungen in der Regel.
(Zitat Ende)
[Einspielung "Erika Musterfrau" tippt ihre Adresse am PC]
Erika Musterfraus Daten, zum Beispiel bei ihrem Arzt, Steuerberater
oder bei ihrer Bank, koennen mit diesem relativ geringen technischen
Aufwand ausspioniert werden. Missbrauch nicht ausgeschlossen. Und
richtig spannend wird es dann natuerlich, wenn der im grossen Stil in
der Industrie betrieben wird. Die Gesetzgebung ist veraltet.
[Totale: G. Kongehl]
(Zitat)
Dieser Katalog stammt aus den siebziger Jahren, also aus einer Zeit
wo die Datenverarbeitung sich in Grossrechenanlagen abspielte, wo
ganze Mannschaften sich in ihrem Verhalten gegenseitig kontrollieren
konnten; und hier muss ein Katalog her, der den Gegebenheiten von heute
entspricht.
(Zitat Ende)
[Einspielung: zwei Bildschirme mit "Terminate"]
Theoretisch waere eine integrierte Schutzfunktion sowohl in Hardware als
auch in Software gegen diesen Datenmissbrauch denkbar, ...
[Einspielung: Mann dreht an Geraeten rum und beobachtet gespannt
rauschenden Monitor]
... doch der Preiskampf
in der Computerbranche ist hart. Die Hersteller verzichten auf den Einbau
eines solchen Bauteils. Vielleicht aendert sich das, wenn das geschaerfte
Problembewusstsein des PC-Benutzers darauf draengt.
[cut]
---==*==---
--
Tschoe Internet : jmor...@rz.uni-osnabrueck.de
- Juergen - Fido : 2:2449/420.66