Uwe Krane betätigt sich als Polizeispitzel!

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Achim

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Sep 4, 1998, 3:00:00 AM9/4/98
to
Achtung - an jeden der Ihn kennt!

Uwe Krane betätigt sich als Polizeispitzel!

Name: Krane
Vorname: Uwe
Strasse: Auf dem Krittenschlag 24
Ort: D-58730 Frödenberg
Mitinhaber des Taxi- & Krankentransportunternehmens K&G Krankentransporte
Materloh 6
D-44379 Dortmund

Laut Aussage eines der ermittelnden Beamten, hat U.Krane Mitte August die
Polizei verständigt, das auf einem Balkon 2 Pflanzen der Sorte "Indischer
Hanf" gezogen werden.

Achtung!


Michael Heier

unread,
Sep 5, 1998, 3:00:00 AM9/5/98
to
Achim wrote:

> Achtung - an jeden der Ihn kennt!
>
> Uwe Krane betätigt sich als Polizeispitzel!

[Rest gelöscht]

Also, jetzt geht's echt los!
Öffentliche Denunziation in einer Newsgroup!

Schäm dich!

--
Michael Heier
Werner-Siemens-Str. 11
D-73765 Neuhausen

Radarfalleninfo: http://home.t-online.de/home/Michael.Heier/radarfal.htm

Kurt Woerl

unread,
Sep 5, 1998, 3:00:00 AM9/5/98
to
Achim schrieb in Nachricht <6sqm5e$556$1...@trader.ipf.de>...

>... betätigt sich als Polizeispitzel!


Ach ne... ist das nun positiv oder negativ zu werten?

Erstaunter Kurt
--

-------------------------------------------
Kurt Woerl * Lindenstrasse 4 * 90537 Feucht
Telefon +49 9128 7919 | Fax +49 9128 7975
Email wo...@odn.de | ICQ# 6005282
WWW: http://www.users.odn.de/~woerl/


JUHartmann

unread,
Sep 6, 1998, 3:00:00 AM9/6/98
to
Hallo Achim,

ich hoffe Du kannst solche Vorwürfe beweisen.....

Sonst begibst Du Dich auf ein ganz schmales Brett
Lies Dir einmal zum Spaß: §§186,187StGB

Und noch etwas:

Diese NG ist nicht der Platz um Menschen mit
gesundem Rechtsempfinden zu denunzieren.

JUwe

Tim 'Vampy' A.

unread,
Sep 6, 1998, 3:00:00 AM9/6/98
to
JUHar...@i-bs.de schrieb am 06.09.98 in 6su76e$nf$1...@trader.ipf.de über Re: Uwe Krane betätigt sich als Polizeispitzel!.

Hoi JUHartmann!


>Diese NG ist nicht der Platz um Menschen mit
>gesundem Rechtsempfinden zu denunzieren.

Wenn es nur um gesundes Rechtsempfinden ginge, dann kann man nicht von
denunzieren sprechen, denn dann wäre es ja nicht negatives andere Menschen
zu bespitzeln und anzuzeigen. Bei Menschen die sich wortgenau an alle
gesetze halten und andere anzeigen, wenn die das nicht tun kann man IMHO
auch nicht unbedingt von gesundem Rechtsempfinden sprechen.

Tschau,
Tim

The lunatic is on the grass

--------1. offizielles d.s.d.-Treffen'98 ---- *Ich war dabei!* ----------
--
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Manfred

unread,
Sep 7, 1998, 3:00:00 AM9/7/98
to
Hallo Tim 'Vampy'


>gesetze halten und andere anzeigen, wenn die das nicht tun kann man IMHO
>auch nicht unbedingt von gesundem Rechtsempfinden sprechen.


Es ist völlig egal, was deiner Meinung nach "gesundes Rechtsempfinden" ist,
wenn es Bestimmungen gibt, die das regeln.
Wenn du Kenntnis einer Straftat hast und nicht weitermeldest, bist du u.U.
selber dran.
Die Zucht von bestimmten Hanfgewächsen stellt eine Straftat dar.

____________
schlaumeiert
Manfred

Steffen Richter

unread,
Sep 7, 1998, 3:00:00 AM9/7/98
to
Tim 'Vampy' A. schrieb:

> Bei Menschen die sich wortgenau an alle
> gesetze halten und andere anzeigen, wenn die das nicht tun kann man IMHO
> auch nicht unbedingt von gesundem Rechtsempfinden sprechen.

Ich hoffe nur, daß Du niemals Geschädigter einer Straftat wirst! Es
könnte auch mal ein anderer hinter dem Anzeigentisch einer Polizeiwache
sitzen und DICH dann fragen:

"Wasn, wollse den verklingeln? Oder ham se den bespitzelt?"

Aber das kann ja nicht passieren, denn Polizeibeamte sind ja
verpflichtet DEINE Anzeige aufzunehmen.
Woher willst Du den wissen das nicht gerade der (U.K. gemeint) seinen
Sohn/seine Tochter/seinen besten Freund durch solch ein Hanfgenuß
verloren hat und nur deswegen, weil gerade duzente von Menschen
weggeschaut haben (es geht mich ja nichts an). Kennst Du den auch die
genauen Umstände, warum er den diese Anzeige erstattet hat?
Ich möcht mal wissen was Du unter "Rechtsempfinden" verstehst.

Lass mal Tim, schau weiter weg, wenn andere (Dir unbekannte Personen)
auf der Straße zusammengeschlagen werden. Schau weg bei
Rauchgiftdealern. Schau weg bei Diebstahl. Schau weg bei besoffenen
Autofahrern. Mein Gott die Täter ham sich nu mal nich so wortgenau an
ein Gesetz (das sind Deine Wort Tim!) gehalten.
Ich hoffe aber das Du Dich, wenn Du selbst von einer Straftat betroffen
bist, nicht gleich zur nächsten Polizeiwache rennst und Anzeige
erstattest.


Steffen


Tim 'Vampy' A.

unread,
Sep 7, 1998, 3:00:00 AM9/7/98
to
Steffen...@bigfoot.de schrieb am 07.09.98 in 35F417F0...@bigfoot.de über Re: Uwe Krane betaetigt sich als Polizeispitzel!.

Hoi Steffen!


>> Bei Menschen die sich wortgenau an alle
>> gesetze halten und andere anzeigen, wenn die das nicht tun kann man IMHO
>> auch nicht unbedingt von gesundem Rechtsempfinden sprechen.
>Ich hoffe nur, daß Du niemals Geschädigter einer Straftat wirst!

>"Wasn, wollse den verklingeln? Oder ham se den bespitzelt?"
>Aber das kann ja nicht passieren, denn Polizeibeamte sind ja
>verpflichtet DEINE Anzeige aufzunehmen.

Das ist IMHO ein wichtiger Unterschied. Bei Sachbeschädigung oder
Schädigung anderer Menschen ist es IMHO vollkommen OK (auch richtig!) das
auch zur Anzeige zu bringen. Nur ging es in dem beschriebenen Fall weder
um das eine noch das andere.

>Woher willst Du den wissen das nicht gerade der (U.K. gemeint) seinen
>Sohn/seine Tochter/seinen besten Freund durch solch ein Hanfgenuß
>verloren hat und nur deswegen, weil gerade duzente von Menschen
>weggeschaut haben (es geht mich ja nichts an).

Es gibt keine lethale Dosis für Hanf, man kann durch den Konsum nicht
sterben. Die EINZIGE Möglichkeit in Verbingung mit Hanf zu sterben ist ein
Unfall durch Unkonzentriertheit, aber der kann auch in vielen anderen
Zusammenhängen geschehen. Weder stirbt man an den Langzeitfolgen der
Hanfkonsums, noch an einer überdosierung, welche technisch nicht möglich
ist.
Es lag also weder Schädigung von Sachen noch Schädigung anderer Personen
vor.

>Kennst Du den auch die genauen Umstände, warum er den diese Anzeige
>erstattet hat?

Nein kenne ich zugegebenermassen nicht.
Es gibt ein paar Verschiedene Möglichkeiten:

a) Er hat persönliche Abneigungen gegen den Pflanzer und will ihm eins
auswischen.
b) Er weiss, dass Hanfanbau und Besitz gegen deutsches Recht verstösst und
folgt daher seiner bürgerlichen Pflicht (sic) in anzuzeigen.
c) Er denkt Hanf wäre etwas gefährliches und möchte den Züchter schützen.

A) würde sein Verhalten nicht gerade sehr positiv darstehen lassen...

B) wäre rechtlich gesehen vollkommen in Ordnung, moralisch gesehen dagegen
IMHO nicht.
Um das zu verdeutlichen Möchte ich zu folgendem zugegebenermassen etwas
Krassen vergleich (man möge mir verzeihen) greifen:
Im dritten Reich verstiess es gegen das Gesetz Juden zu verstecken.
Trotzdem haben, aus heutiger Sicht, die Leute die es dennoch taten
moralisch richtig und die die sie verrieten moralisch falsch.
Also ist es doch genausogut möglich, dass es heutzutage Gesetze gibt
(z.B. das BtMG) welche längst veraltet sind, die also moralisch gesehen
falsch sind.

C) Wäre IMHO moralisch auch nachzuvollziehen, aber wäre es da nicht besser
direkt mit dem Pflanzer zu reden, als direkt die Polizei zu rufen?
Wäre es nicht zum Wohle aller Beteiligten angenehmer wenigstens zu
sagen: "Entweder Du entfernst die Pflanzen, oder ich rufe die
Polizei."?

>Ich möcht mal wissen was Du unter "Rechtsempfinden" verstehst.

Recht handelt der der moralisch handelt. Allerdings gibt es keine
allgemeingültige Moral, also würde ich einfach mal so sagen, dass der
recht handelt der dem Christlichen Gebot der nächstenliebe folgt und somit
zum Wohle anderer handelt.
Leider sind Recht haben und Recht bekommen zwei sehr verschiedene Dinge :(

>Lass mal Tim, schau weiter weg, wenn andere (Dir unbekannte Personen)
>auf der Straße zusammengeschlagen werden. Schau weg bei
>Rauchgiftdealern. Schau weg bei Diebstahl. Schau weg bei besoffenen
>Autofahrern. Mein Gott die Täter ham sich nu mal nich so wortgenau an
>ein Gesetz (das sind Deine Wort Tim!) gehalten.
>Ich hoffe aber das Du Dich, wenn Du selbst von einer Straftat betroffen
>bist, nicht gleich zur nächsten Polizeiwache rennst und Anzeige
>erstattest.


Im Gegensatz zu Punkt zwei der von Dir genannten Punkte liegt in allen
deinen Beispielen eine schädigung anderer Personen vor und da schaue ich
NICHT weg und da ist es mir nicht egal, ich würde entsprechende Personen
auch anzeigen.
Bei z.B. Rauschgift sind beide der Teilnehmer (Käufer und Verkäufer)
freiwillig dabei, es ist eine Sache unter ihnen und die geht mich nichts
an. Warum soll ich sie also anzeigen? Das meinte ich mit nicht wortgenau
an ein gesetz halten. Und selbst wenn man sich in fremde Angelegenheiten
einmischt: Es ist doch Quatsch, dass mitlerweile zwischen jedem Scheiss
geklagt und angezeigt wird anstatt erstmal miteinander zu reden. Das
vereinfacht das Zusammenleben doch nun wirklich nicht!

Tschö wa,
Tim

Jens Haug

unread,
Sep 8, 1998, 3:00:00 AM9/8/98
to
In article <35F417F0...@bigfoot.de>, Steffen Richter <Steffen...@bigfoot.de> writes:
>
> Ich hoffe nur, daß Du niemals Geschädigter einer Straftat wirst!

Vom Hanfanbau des Nachbarn geschaedigt?

> Woher willst Du den wissen das nicht gerade der (U.K. gemeint) seinen
> Sohn/seine Tochter/seinen besten Freund durch solch ein Hanfgenuß
> verloren hat und nur deswegen, weil gerade duzente von Menschen
> weggeschaut haben (es geht mich ja nichts an).

Nochmal: Von selbstangebautem Hanf?
Kann ich mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.

> Lass mal Tim, schau weiter weg, wenn andere (Dir unbekannte Personen)
> auf der Straße zusammengeschlagen werden. Schau weg bei
> Rauchgiftdealern. Schau weg bei Diebstahl. Schau weg bei besoffenen
> Autofahrern. Mein Gott die Täter ham sich nu mal nich so wortgenau an
> ein Gesetz (das sind Deine Wort Tim!) gehalten.

Kann das sein, dass die Beispiele, die Du aufzaehlst, ein bisschen anders
geartet sind als die Sache mit dem Hanf?


Ehrlich gesagt, frage ich mich auch, was einen wohl dazu bringt, jemanden
wegen Hanfanbau zu verpfeifen. Das einzige, das mir einfaellt, ist
Prinzipienreiterei.

Nichtsdestotrotz ist es eine beschissene Art, denjenigen hier im Usenet
deswegen anzuprangern und schlechtzumachen!


Jens


Manfred

unread,
Sep 8, 1998, 3:00:00 AM9/8/98
to
Hallo Tim 'Vampy' A.


>Es gibt keine lethale Dosis für Hanf, man kann durch den Konsum nicht
>sterben. Die EINZIGE Möglichkeit in Verbingung mit Hanf zu sterben ist ein
>Unfall durch Unkonzentriertheit, aber der kann auch in vielen anderen
>Zusammenhängen geschehen. Weder stirbt man an den Langzeitfolgen der
>Hanfkonsums, noch an einer überdosierung, welche technisch nicht möglich
>ist.


Das ist nichts anderes als "blabla". Auch hier ist deine medizinische
Laienmeinung nicht von Interesse. Weil du das für ungefährlich hälst, soll
es nicht schlimm sein und damit erlaubt werden?
Es gibt Leute, die halten Prügelstrafe für sinnvoll. Sie ist nicht
gefährlich; wenn man es richtig macht, stirbt auch niemand usw. Sollen wir
diesen Leuten zu Gefallen den Straftatbestand der Körperverletzung
abschaffen?

>Bei z.B. Rauschgift sind beide der Teilnehmer (Käufer und Verkäufer)
>freiwillig dabei, es ist eine Sache unter ihnen und die geht mich nichts
>an.

Anfangs mag alles freiwillig sein. Wenn es zu einer Sucht wird, kann von
Freiwilligkeit keine Rede mehr sein.


>Und selbst wenn man sich in fremde Angelegenheiten
>einmischt: Es ist doch Quatsch, dass mitlerweile zwischen jedem Scheiss
>geklagt und angezeigt wird anstatt erstmal miteinander zu reden.

Es ist aber eine Straftat.
Es mag Quatsch sein, ok. Vielleicht wird auch zu viel reglementiert, auch
ok. Oft hilft "drüber reden" wirklich mehr, als direkt mit dem Hammer
draufzuhauen. Das funktioniert aber nur, wenn man auch drüber reden kann,
wenn man bereit ist, Kompromisse einzugehen. Oft ist es nämlich nicht der
Fall, da hilft nur die "Macht des Staates", jemanden zur Einsicht zu
bringen.

tschau

Manfred

Manfred

unread,
Sep 8, 1998, 3:00:00 AM9/8/98
to
Hallo Jens Haug


>Nichtsdestotrotz ist es eine beschissene Art, denjenigen hier im Usenet
>deswegen anzuprangern und schlechtzumachen!


Was du allerdings genau mit diesem Satz auch machst.
Ich kann deine Meinung (mit "anzuprangern und schlechtzumachen") allerdings
nicht teilen. Tim wollte doch zuerst mal über "alles reden", bevor es zu
einer Bestrafung kommt.

____________
schlaumeiert
Manfred

Karl-Josef Welter

unread,
Sep 8, 1998, 3:00:00 AM9/8/98
to
Hallo Achim, Hallo alle!

da hast Du Dir aber ein unglaubliches Armutszeugnis ausgestellt!

Hat man Dir nun Deine (Hanf-)Quelle genommen???

Wenn das so ist, verdient Uwe Krane meine Hochachtung! Wirst Du als
nächstes jemanden öffentlich anprangern, der z.B. einen bis dahin
unbekannten Fall von Kinderpornografie anzeigt - und damit
letztendlich den betroffenen Kindern hilft?

Sicherlich wirst Du jetzt sagen, das sei OFF TOPIC, oder zu weit her
geholt?! Klar, aber schau Dir doch mal das Elend an, in dem unsere
Junkies leben. Die haben alle mal klein (= mit Cannabisprodukten)
angefangen. Was glaubst Du, wie viel Prozent von denen die
40-Jahre-Grenze überschreiten???

Sicherlich passiert das (Abrutschen auf Heroin) nur anderen, wie
immer.

Sicherlich werden wir nie erfahren, ob bei ungehindertem
Geschehnisablauf ein oder mehrere Kinder/Jugendliche über
Hanf/Cannabis zum Heroin und schließlich zum frühen, elenden Tod
gekommen wären, aber wenn ich nur die theoretische Chance sehe, was
Uwe verhindert hat, ist er für mich eine Art LEBENSRETTER!

DENK MAL DRÜBER NACH!

P.S.: Stell' Dir vor, Du bist Opfer - und kein Uwe ist da, der hilft!

___________________________________________________________________
Kajo Welter eMail: Kajo....@T-Online.de Mo, 7. Sep 98

.-==-' StarOffice 4.0 '-==-. garantiert frei von Micro$oft


Adalbert Schrunzki

unread,
Sep 9, 1998, 3:00:00 AM9/9/98
to

amalesh k. schrieb:

> Steffen Richter <Steffen...@bigfoot.de> wrote on Mon, 07 Sep 1998
> 19:29:20 +0200:


>
> >Woher willst Du den wissen das nicht gerade der (U.K. gemeint) seinen
> >Sohn/seine Tochter/seinen besten Freund durch solch ein Hanfgenuß
> >verloren hat
>

> Nun, das weiß man nun wirklich sehr genau. Was nicht möglich ist, kann
> nicht passieren. Die lethale dosis von thc liegt bei ca. 80 kg!

Wie schon Andere vor mir angemerkt haben, stirbt man nicht direkt durch
den Konsum von THC. Wie auch dir bestimmt bekannt ist, verändert sich die
Sinneswahrnehmung durch den Konsum von THC. Nimmt jetzt so jemand am
Straßenverkehr teil, so kann es doch zu Unkonzentriertheit,
überschwengliche Gefühle oder Fehleinschätzungen kommen. Diese können dann
zu furchtbaren Unfällen mit Verletzten und Toten führen. Man muß also
nicht unbedingt jemanden durch den direkten Konsum von THC verloren haben.

Schrunz


Jens Haug

unread,
Sep 9, 1998, 3:00:00 AM9/9/98
to
In article <6t3sje$6sc$2...@news.online.de>, "Manfred" <ma...@topmail.de> writes:
>
> >Nichtsdestotrotz ist es eine beschissene Art, denjenigen hier im Usenet
> >deswegen anzuprangern und schlechtzumachen!
>
>
> Was du allerdings genau mit diesem Satz auch machst.
> Ich kann deine Meinung (mit "anzuprangern und schlechtzumachen") allerdings
> nicht teilen. Tim wollte doch zuerst mal über "alles reden", bevor es zu
> einer Bestrafung kommt.
>

Ich hatte mich mit diesem Satz nicht auf Tim bezogen, sondern auf Achim, der
das erste Posting gegen Uwe gesetzt hat.
Uwe ist an dieser Diskussion nicht beteiligt, er weiss wahrscheinlich nicht
mal, was hier abgeht. Also wir hinter seinem Ruecken sein Name, seine Adresse
und mehr ueber ihn veroeffentlicht, und er wird dabei schwer und unsachlich
kritisiert. Das finde ich beschissen. Letzteres ist eine harsche Meinungs-
aeusserung. Man kann mir den Stil vorwerfen, aber vergleichbar sind die Faelle
sicher nicht. Achim kann sich gerne dagegen wehren!


Jens

Jens Haug

unread,
Sep 9, 1998, 3:00:00 AM9/9/98
to
In article <35F67269...@swol.de>, Adalbert Schrunzki <Sch...@swol.de> writes:
>
> Wie schon Andere vor mir angemerkt haben, stirbt man nicht direkt durch
> den Konsum von THC. Wie auch dir bestimmt bekannt ist, verändert sich die
> Sinneswahrnehmung durch den Konsum von THC. Nimmt jetzt so jemand am
> Straßenverkehr teil, so kann es doch zu Unkonzentriertheit,
> überschwengliche Gefühle oder Fehleinschätzungen kommen. Diese können dann
> zu furchtbaren Unfällen mit Verletzten und Toten führen. Man muß also
> nicht unbedingt jemanden durch den direkten Konsum von THC verloren haben.
>

Komisch, dass man solche Unfaelle dann den Produzenten und Haendlern von
Hanf bzw. Haschisch anlastet, bei Alkohol dagegen traegt der Fahrer die
Verantwortung ganz alleine.
Aber das fuehrt auf einen ganz neuen Thread: Der Sinn oder Unsinn des pauschalen
Drogenverbots trotz Legalitaet des Alkohols.
Von mir aus koennen wir das diskutieren. Dann sollten wir das aber auch oben
im Subject so eintragen. Also, falls jemand Lust drauf hat...


Jens


Adalbert Schrunzki

unread,
Sep 9, 1998, 3:00:00 AM9/9/98
to

Jens Haug schrieb:

> Komisch, dass man solche Unfaelle dann den Produzenten und Haendlern von
> Hanf bzw. Haschisch anlastet, bei Alkohol dagegen traegt der Fahrer die
> Verantwortung ganz alleine.
>
>

> Jens

Auch in diesem Fall trägt der Fahrer die Schuld an einem Unfall. Ab er wenn jemand 2
Haschischpflanzen anbaut, der kann nicht viel davon verkaufen, das heißt, diese zwei
Pflanzen sind für den Eigenverbrauch. Somit ist Hersteller und Endverbraucher ein und
die selbe Person, und somit, wenn es zum Unfall durch THC-Konsum kommt, der Schuldige.

Gruß Schrunz


Peter Ihlenfeld

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to


> (...) seinen Sohn/seine Tochter/seinen besten Freund durch solch ein Hanfgenuß
> verloren hat (...)

Na, ich weiss ja nich .... - wegen des Rauchens von Gartenkraeutern versterben?

Da fehlt mir der (medizinische) Glaube.

Zweifelt

Peter

Peter Ihlenfeld

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to


Hallo Ihr Zwei!

> Auch hier ist deine medizinische
>Laienmeinung nicht von Interesse.

Das sehe ich anders ;)) .

>Weil du das für ungefährlich hälst, soll
>es nicht schlimm sein und damit erlaubt werden?

Er ist nicht der einzige, der es fuer (relativ) ungefaehrlich haelt. Diese
Wirkstoffe haben pharmakologisch gegenueber anderen Schmerz- oder
Beruhigungsmitteln durchaus auch Vorteile. In den Niederlanden [und, wie ich
jetzt gehoert habe, auch zum Teil in Deutschland!] werden diese Stoffe durchaus
auch therapeutisch z. B. bei Krebs- oder Aidspatienten eingesetzt.

>Anfangs mag alles freiwillig sein. Wenn es zu einer Sucht wird, kann von
>Freiwilligkeit keine Rede mehr sein.

Hier hast Du voellig Recht. Nur, dann sei bitte auch konsequent und stelle das
Rauchen von nikotinhaltigen Zigaretten und das Konsumieren von alkoholischen
Getraenken sowie das Essen von Schokolade ebenfalls unter das BtmG, ja? - Das
macht naemlich auch alles suechtig :)) ...

Versteht mich bitte richtig, eine ungeregelte Freigabe ist sicher auch nicht das
Richtige. Aber ich meine, dass die Gefaehrlichkeit von Haschisch und Marihuana
im Allgemeinen ueberschaetzt wird.

Findet

Peter

Jens Haug

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to

Ich meinte das auch nicht juristisch, sondern im Rechtsgefuehl von wasweissichwem.

Sollte dieser Haschanbauer im bekifften Zustand jemanden totgefahren haben,
waere ich sicher auch sauer auf ihn. Aber dann braeuchte man ihn ja nicht mehr
wegen Anbau verpfeifen.
Wenn er nur so vor sich hin kifft von seinem Eigenanbau: Warum sich aufregen
und ihn anzeigen? Nur weil's verboten ist?


Jens


Tim 'Vampy' A.

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to
Sch...@swol.de schrieb am 09.09.98 in 35F6D19E...@swol.de über Re: Uwe Krane betaetigt sich als Polizeispitzel!.

Hoi Adalbert!


>Pflanzen sind für den Eigenverbrauch. Somit ist Hersteller und
>Endverbraucher ein und die selbe Person, und somit, wenn es zum Unfall
>durch THC-Konsum kommt, der Schuldige.

Ja, aber warum sollte derjenige Hasch-Konsum und Autofahren nicht trennen
können? Man wirft doch auch nicht jedem der 'nen Kasten Bier kauft vor er
könne nicht mehr autofahren.
Und was anderes: Einerseits beschweren sich viele Politiker, dass der
Schwarzmarkt so stark ist, andererseits lassen sie Eigenanbau streng
verfolgen. Man kann die Leute, die Drogen nehmen (welcher Art auch immer)
nicht durch Verbote davon abhalten (egal ob sie süchtig sind, oder nicht),
dann sollen sie sich ihr Zeugs doch selber anpflanzen, da profitiert dann
wenigstens die (Drogen)Mafia nicht davon!


Gruss,

Kurt Woerl

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to
Hallo alle,

vielleicht zum Thema passend:

NAtürlich kann man sich streiten, ob ob der Genuß von Cannabis-Produkten
frei gegeben werden kann oder nicht. Und selbst verständlich ist der
Hinweis, daß Alkoholica zu ganz ähnlichen, vielleicht sogar zu den gleichen
Gefahren für die Allgemeinheit führen könnte (Stichwort:
verkehrssicherheit).

Vielleicht hilft es weiter, was mit ein Ex-Giftler und Aussteiger hierzu
sagte:

Zitat:
[...]
... das Problem für meinen Ausstieg war nicht das Rauchen von Shit oder
Gras, nicht das Konsumieren von Speed oder XTC. All das hätte ich sofort
wieder lassen können, ohne Entzugserscheinungen. Mein Problem war die Szene,
in die man zwangsläufig gerät. Die Freunde, von denen man sich schwer trennt
und von denen man auch immer wieder neues "zum probieren" erhält. Wer aber
weiß wo man Shit beziehen kann, der weiß auch, wo man Koks, H und anderes
bekommt. Hier erst wird Cannabis zur Einsteigerdroge und dieser Umstand erst
macht es Aussteigern, vor allem solchen, die für ihre eigene Ration selbst
dealen mußten, schwer, einen Schlußstrich zu ziehen. Würde ich heute mein
Wissen preisgeben,hätte ich morgen spätestens den Lauf einer Knarre an der
Schläfe. Nicht Hasch War mein Problem, die Szene ist es...."
[...]
Zitatende:

Ich denke das ist der Knackpunkt bei allen Diskussionen. Nun könnte man auf
die Idee kommen, Cannabis-Produkte zu legalisieren und so junge Leute von
der Szene fernzuhalten. Gut gebrüllt Löwe, aber das wäre sinnlos. Neugierde
ist allen jungen Leuten eigen, nichts reizt so wie das Verbotene. Deshalb
wäre schnell ein neuer illegaler Stoff als Einsteigerdroge auf dem Markt.
Für den es dann wiederum sehr schnell laute Rufe nach Legalisierung gäbe...

...philosophierte Kurt


Big Kay

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to
Hi Peter!

Im Prinzip könnte man ja solche sanften Drogen als Medizin anwenden. Aber
der Gesetzgeber denkt nun mal anders.

>Peter Ihlenfeld schrieb in Nachricht
<35f9113...@news.rwth-aachen.de>...
...

>Er ist nicht der einzige, der es fuer (relativ) ungefaehrlich haelt. Diese
>Wirkstoffe haben pharmakologisch gegenueber anderen Schmerz- oder
>Beruhigungsmitteln durchaus auch Vorteile. In den Niederlanden [und, wie
ich
>jetzt gehoert habe, auch zum Teil in Deutschland!] werden diese Stoffe
durchaus
>auch therapeutisch z. B. bei Krebs- oder Aidspatienten eingesetzt.

...
Bei einer medizinisch betreuten Abgabe zur Schmerzbekämpfung dürften die
Drogen kein Problem für den Gesetzgeber darstellen, ebenso wie die Sache mit
dem Morphium. Erst der Mißbrauch durch ungeschulte Personen macht die Sachen
gefährlich.


...
>Versteht mich bitte richtig, eine ungeregelte Freigabe ist sicher auch
nicht das
>Richtige. Aber ich meine, dass die Gefaehrlichkeit von Haschisch und
Marihuana
>im Allgemeinen ueberschaetzt wird.

...
Für mich stehen Marihuana und Hasch gleich mit Alkohol, was die allgemeine
Gefährlichkeit angeht.
Der einzige Vorteil von Alkohol und Nikotin ist, daß beide Stoffe
gesellschaftlich anerkannte Drogen sind, die der Gesetzgeber zuläßt, damit
er noch seine Steuerkasse aufbessern kann. Wenn Hasch und Marihuana mal
gesellschaftlich anerkannt sein sollten und durch grüne Gesetzesmacher
legalisiert worden sind, vielleicht darf man dann auch eine Hasch- und
Marihuanasteuer bezahlen. ;-)

Kristian


Tim 'Vampy' A.

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to
ha...@ikff.uni-stuttgart.de schrieb am 10.09.98 in 6t99ao$a0s$2...@infosun2.rus.uni-stuttgart.de über Re: Uwe Krane betaetigt sich als Polizeispitzel!.

Hoi Jens!


>Wenn er nur so vor sich hin kifft von seinem Eigenanbau: Warum sich
>aufregen und ihn anzeigen? Nur weil's verboten ist?

Ja. Willkommen in Deutschland :(

Ciao,
Vampire

"Io spero, e lo sperar cresce il tormento.
Io piango, e il pianger ciba il lasso core.
Io ardo, e l'arsion non par di fore." - Niccolo Machiavelli

Hartmut Kost

unread,
Sep 10, 1998, 3:00:00 AM9/10/98
to
Tim 'Vampy' A. schrieb:
>
[...]

>
> Es gibt keine lethale Dosis für Hanf, man kann durch den Konsum nicht
> sterben. Die EINZIGE Möglichkeit in Verbingung mit Hanf zu sterben ist ein
> Unfall durch Unkonzentriertheit, aber der kann auch in vielen anderen
> Zusammenhängen geschehen. Weder stirbt man an den Langzeitfolgen der
> Hanfkonsums, noch an einer überdosierung, welche technisch nicht möglich
> ist.
> Es lag also weder Schädigung von Sachen noch Schädigung anderer Personen
> vor.
[...]

> Bei z.B. Rauschgift sind beide der Teilnehmer (Käufer und Verkäufer)
> freiwillig dabei, es ist eine Sache unter ihnen und die geht mich nichts
> an. Warum soll ich sie also anzeigen? Das meinte ich mit nicht wortgenau
> an ein gesetz halten. Und selbst wenn man sich in fremde Angelegenheiten

> einmischt: Es ist doch Quatsch, dass mitlerweile zwischen jedem Scheiss
> geklagt und angezeigt wird anstatt erstmal miteinander zu reden. Das
> vereinfacht das Zusammenleben doch nun wirklich nicht!

Hallo Tim

Deine Aussagen kann ich nicht unkommentiert stehen lassen. Ich bin
einige
Monate lang in einer 'Einsatzorganisation offene Drogenszene' in einer
deutschen Großstadt tätig gewesen.
Vieles in der Drogenszene ist _nicht_ freiwillig! Es ist sicher richtig,
daß
der erste Kontakt zu Drogen bei vielen Abhängigen freiwillig war, z.B.
haben
sie nur mal 'nen Joint geraucht.
Dieser erste freiwillige Kontakt zu Drogen führt aber leider in sehr
sehr
vielen Fällen zum Konsum von harten Drogen. Das geschieht zwar nicht von
heute auf morgen, ist aber oft zu beobachten.
Dies widerum führt schnell zu einer physischen und psychischen
Abhängigkeit.
Dabei kommt es 'nebenbei' häufig auch zu Infektionen mit Hepatitis, AIDS
usw.
Eine weitere 'Nebenfolge' ist die Beschaffungskriminalität. Woher soll
ein
Abhängiger im Monat 3000,- DM nur für Drogen (das ist nur sehr gering
angesetzt) nehmen? Dazu braucht er auch noch Geld zum Leben.

Hast DU Dich schon mal mit Junkies unterhalten? Glaubst Du, daß es denen
Spaß macht, auf den Strich zu gehen, um ihre Sucht zu finanzieren?
Die Abhängigen sind verdammt arme Schweine, oft todkrank (im wahrsten
Sinne
des Wortes) und sie wissen nicht, wie sie ihr Leben in den Griff kriegen
sollen.
Die meisten Abhängigen sind zu einem sehr großen Teil selbst Schuld an
ihrer Situation. Aber auch ihr soziales Umfeld ist mit schuld daran.
Die abhängigen Menschen sind labil, sie brauchen Hilfe.
Als sie den ersten Kontakt zu Drogen hatten, hätte man ihnen vielleicht
noch helfen können. Wenn jemand da gewesen wäre, der nicht weggeschaut
hätte,
so wie DU es tust, wären sie vielleicht nicht abgerutscht nach ganz
unten!
Vielleicht hätte ihnen jemand Halt gegeben. Vielleicht hätte sie jemand
vor dem Begehen von Dummheiten bewahrt.

Wenn der besagte U.K. tatsächlich der Polizei den unerlaubten Hanfanbau
gemeldet hat, so kann ich ihm nur meinen Dank aussprechen!
Vielleicht hat er dadurch einen Menschen vor der Hölle (ich habe
gesehen,
wie es ist, wenn einer 'nen Affen schiebt, das ist die Hölle) bewahrt.

Ein bißchen weniger Gleichgültigkeit täte unserer Gesellschaft gut.

Gruß Hartmut


Tim 'Vampy' A.

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
thu...@muenster.de schrieb am 10.09.98 in 6t9hhu$moa$1...@news.citykom.de über "Sanfte" Drogen (war: Re: Uwe Krane betaetigt sich als Polizeispitzel!.

Hoi Big!


>>Er ist nicht der einzige, der es fuer (relativ) ungefaehrlich haelt.
>>Diese

>Bei einer medizinisch betreuten Abgabe zur Schmerzbekämpfung dürften die
>Drogen kein Problem für den Gesetzgeber darstellen, ebenso wie die Sache
>mit dem Morphium. Erst der Mißbrauch durch ungeschulte Personen macht die
>Sachen gefährlich.

Kennst Du IRGENDWASS, bei dem Missbrauch durch ungeschulte Personen nicht
gefährlich ist? BTW, solange in den Schulen nicht objektiv über Drogen
aufgeklärt wird sondern die Kinder immer nur die "Keine Macht den Drogen"-
Kampagne <satire on> diese Werbesendung wurde ihnen präsentiert von
Warsteiner <satire off> eingetrichtert bekommen ist es kein Wunder, dass
sie nicht darauf hören. Und wer keinerlei Informationen erhält (nicht
jeder hat die Möglichkeit sich diese zu besorgen) der ist eben ungeschult,
macht evtl. dadurch auch fehler und bekommt dadurch dann auch Probleme.
Wenn zum Beispiel ein Jugendlicher in dem typischen jugendlich
Experimentieralter ist und Hasch ausprobiert sieht: "Hey, das ist ja
garnicht so schlimm wie immer behauptet wird." und dann denkt er sich
evtl: "Naja, wenn das nicht so gefärlich ist, dann wird Koks wohl auch
nciht so schlimm sein." und schon haben wir den Salat...

Aufklärung muss her!

>Für mich stehen Marihuana und Hasch gleich mit Alkohol, was die allgemeine
>Gefährlichkeit angeht.

Naja, so pauschal kann man das nicht sagen. Alkohol ist schädlicher für
körper und Nervensystem als Cannabis, auch das suchtpotential ist grösser,
bei Cannabis sehe ich eher die gefahr "schleichend" abhängig zu werden.
Man kann sich ganz leicht mit Cannabis berauschen und immernoch alles
machen ohne aufzufallen (ausser so Sachen wie Autofahren) dadurch besteht
die Gefahr, dass man sich an den berauschten Zustand gewöhnt und die Welt
nichtmehr unberauscht sehen kann (will). Aber wenn man bedenkt, wieviele
Menschen z.B. am Arbeitsplatz trinken ist das vieleicht mit Alkohol ganz
änlich.

>Der einzige Vorteil von Alkohol und Nikotin ist, daß beide Stoffe
>gesellschaftlich anerkannte Drogen sind, die der Gesetzgeber zuläßt,

Das stimmt, die gesellschaftliche Anerkennung macht viel aus. Es ist aber
auch der Fehlinformation der letzten Jahre zu verdanken, dass heute diese
Abneigung zu Cannabis besteht. Bis in die 50er Jahre hinein wurde Cannabis
öffentlich akzeptiert, in Bayern rauchten viele Leute Knaster oder Starken
Tobak, nach dem Krieg fungierte in Deutschland angebauter Hanf als
Tabakersatz.

Generell gilt:

Die Einnahme von (vielen, nicht allen) Drogen ist gefährlich, weil die vom
Gesetzgeber angedrohten Strafen eine Gefährdung für Leib und Leben
darstellen.

>damit
>er noch seine Steuerkasse aufbessern kann. Wenn Hasch und Marihuana mal
>gesellschaftlich anerkannt sein sollten und durch grüne Gesetzesmacher
>legalisiert worden sind, vielleicht darf man dann auch eine Hasch- und
>Marihuanasteuer bezahlen. ;-)

Gar nicht so unrealistisch. Bisher wurde jede Droge irgendwann mal
verboten, bis die Gesetzgeber gemerkt haben dass das nichts bringt.
Daraufhin wurde das entsprechende Produkt legalisiert, hoch versteuert und
evtl. unter staatliches Monopol gestellt. Das war schon bei Kaffee und
Tabak so, auch bei Alkohol (in Amerika) und es wird auch bei anderen
Drogen so sein.


Auf wiederlesen,
Tim

Wirklich reich ist der, der mehr Träume in seiner Seele trägt als die
Realität zerstören kann.

Tim 'Vampy' A.

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
wo...@odn.de schrieb am 10.09.98 in 6t90du$c9k$1...@odnnews.odn.de über Re: XXXXX betaetigt sich als Polizeispitzel!.

Hoi Kurt!


>frei gegeben werden kann oder nicht. Und selbst verständlich ist der
>Hinweis, daß Alkoholica zu ganz ähnlichen, vielleicht sogar zu den
>gleichen Gefahren für die Allgemeinheit führen könnte (Stichwort:
>verkehrssicherheit).

Man sollte auchnoch bedenken, dass auch die persönlichen gesundheitlichen
risiken durch Alkohol ungleich höher sind als durch Cannabis. Auch die
sozialen Probleme sind bedeutend grösser: Wie viele Familien sind
auseinandergebrochen, weil ein Familienmitglied süchtigr Alkoholiker war?
Such mal eine Familie mit süchtigem Cannabisraucher: Du wirst keine
finden!

>Ich denke das ist der Knackpunkt bei allen Diskussionen. Nun könnte man
>auf die Idee kommen, Cannabis-Produkte zu legalisieren und so junge Leute
>von der Szene fernzuhalten. Gut gebrüllt Löwe, aber das wäre sinnlos.

Hast Du irgendwelche Quellen die das was Du sagst belegen, ausser der
subjektiven Meinung eines anonymen, ehemaligen Konsumenten harter Drogen?
Ja, es stimmt: jeder Heroinsüchtige hat mal in seinem Leben Cannabis
konsumiert. Aber daraus lässt sich kein Umkehrschluss herleiten! Denn
schliesslich hat jeder Heroinsüchtige auch mal Alkohol oder Milch
konsumiert und willst Du behaupten, dass Milch eine Einstiegsdroge ist?
Alkhohol da schon eher. Durchschnittlich konsumieren Deutsche das erstemal
mit 13.2 Jahren Alkohol, mit 13.9 Jahren Tabak und mit 16.8 Jahren
Cannabis (Quelle: Cannabiskonsum - Entwicklungstendenzen, Konsummuster und
Risiken von Dieter Kleiber und Renate Soellner; eine aktuelle (1998
erschienen) Studie, die vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert
wurde.). Also ist doch Alkohol die Einstiegsdroge!

Man liest sich,
Tim

In Gott zu vertrauen bedeutet reichlich Mut zum Risiko.

Tim 'Vampy' A.

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
ma...@topmail.de schrieb am 08.09.98 in 6t3sjc$6sc$1...@news.online.de über Re: Uwe Krane betaetigt sich als Polizeispitzel!.

Hoi Manfred!
>Das ist nichts anderes als "blabla". Auch hier ist deine medizinische
>Laienmeinung nicht von Interesse.

Ich mag ein Laie sein (ich habe nicht medizin studiert), aber im Gegensatz
zu Dir habe ich mich informiert.

>Weil du das für ungefährlich hälst, soll
>es nicht schlimm sein und damit erlaubt werden?

Nein, nicht weil ich etwas für ungefährlicher als Alkohol halte, sondern
weil das so ist. Dies belegen zumindest viele Studien anerkannter
Fachleute. Das dies nicht schon lange in der Öffentlichkeit verbreitet
wird hat rein politische Gründe.

>Es gibt Leute, die halten Prügelstrafe für sinnvoll. Sie ist nicht
>gefährlich; wenn man es richtig macht, stirbt auch niemand usw. Sollen wir
>diesen Leuten zu Gefallen den Straftatbestand der Körperverletzung
>abschaffen?

Wo siehst Du den Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und Prügelstrafe?
Drogenkonsum ist schliesslich höchstens eine Selbstschädigung (die ja nach
deutschem Recht auch nicht verboten ist), Prügelstrafe ist
Personenverletzung.

>>Bei z.B. Rauschgift sind beide der Teilnehmer (Käufer und Verkäufer)
>>freiwillig dabei, es ist eine Sache unter ihnen und die geht mich nichts
>>an.

>Anfangs mag alles freiwillig sein. Wenn es zu einer Sucht wird, kann von
>Freiwilligkeit keine Rede mehr sein.

Abgesehen davon, dass Cannabiskonsum im Normalfall nicht zur Sucht führt
hier ein kleines Rechenbeispiel: Wenn jemand wirklich so extrem ist und
JEDEN Tag raucht (sagen wir 1 g) dann zahlt er bei solch grossen
eingekauften Mengen 5 DM/g bzw. wenn er selbst anbaut nichts. bei 30 Tagen
im Monat sind das 150DM/Monat. Ein Nikotinsüchtiger zahlt nicht weniger.
bei beiden ist die Beschaffungskriminalität=0.

>Es ist aber eine Straftat.

Wie gesagt, im 3. Reich war es auch eine Straftat Juden zu schützen.

>Es mag Quatsch sein, ok. Vielleicht wird auch zu viel reglementiert, auch
>ok. Oft hilft "drüber reden" wirklich mehr, als direkt mit dem Hammer
>draufzuhauen. Das funktioniert aber nur, wenn man auch drüber reden kann,
>wenn man bereit ist, Kompromisse einzugehen. Oft ist es nämlich nicht der
>Fall, da hilft nur die "Macht des Staates", jemanden zur Einsicht zu
>bringen.

Erlich gesagt glaube ich nicht, dass irgendjemand die Möglichkeit ins
Gefängnis zu gehen der Möglichkeit im stillen einfach seine Pflanzen zu
entfernen vorziehen würde.

Machet jut,
Tim

Jens Haug

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to

In article <6t90du$c9k$1...@odnnews.odn.de>, "Kurt Woerl" <wo...@odn.de> writes:
>
> Ich denke das ist der Knackpunkt bei allen Diskussionen. Nun könnte man auf
> die Idee kommen, Cannabis-Produkte zu legalisieren und so junge Leute von
> der Szene fernzuhalten. Gut gebrüllt Löwe, aber das wäre sinnlos. Neugierde
> ist allen jungen Leuten eigen, nichts reizt so wie das Verbotene. Deshalb
> wäre schnell ein neuer illegaler Stoff als Einsteigerdroge auf dem Markt.
> Für den es dann wiederum sehr schnell laute Rufe nach Legalisierung gäbe...
>

Das sehe ich nicht so. Wenn es lustige Sachen legal gibt, dann zieht es einige
Leute schon weniger in die Szene. Wenn ausserdem klarer wird, dass es in der
Szene ausschliesslich nicht so lustige Sachen gibt (was man heute ja wohl kaum
jemand weiss machen kann), dann wird der Abstand zur Szene noch groesser.
Eine Legalisierung der sanften Drogen wuerde IMHO der Glaubwuerdigkeit der
Gesetzgebung sehr gut tun. Zu den heutigen Drogengesetzen sagen einige
kompetente (nicht abhaengige) Personen, denen man oeffentlich zuhoert, sie
seien undifferenzierter Unfug (so gehoert von einem Professor fuer Pflanzen-
physiologie im Zusammenhang mit Coca).


Jens


Jens Haug

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
In article <6t9hhu$moa$1...@news.citykom.de>, "Big Kay" <thu...@muenster.de> writes:
> Für mich stehen Marihuana und Hasch gleich mit Alkohol, was die allgemeine
> Gefährlichkeit angeht.
> Der einzige Vorteil von Alkohol und Nikotin ist, daß beide Stoffe
> gesellschaftlich anerkannte Drogen sind, die der Gesetzgeber zuläßt, damit

> er noch seine Steuerkasse aufbessern kann. Wenn Hasch und Marihuana mal
> gesellschaftlich anerkannt sein sollten und durch grüne Gesetzesmacher
> legalisiert worden sind, vielleicht darf man dann auch eine Hasch- und
> Marihuanasteuer bezahlen. ;-)

Ich sehe einen Unterschied noch darin, dass Alkohol eine starke Tradition hat,
die meisen Menschen koennen damit umgehen. Das ist bei den illegalen Drogen
nicht so, mangels Tradition ist der Umgang damit schwieriger. Man lernt's
eben nicht an Sylvester von den Verwandten.
Aber das wuerde sich schnell von alleine regeln, wenn Hasch mal legal waere.
Die Erfahrung wuerde nicht lange auf sich warten lassen.


Jens

Jens Haug

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
In article <70ePn...@p0000082.tindrum.oche.de>, va...@tindrum.oche.de (Tim 'Vampy' A.) writes:
> Kennst Du IRGENDWASS, bei dem Missbrauch durch ungeschulte Personen nicht
> gefährlich ist?

Der Begriff Missbrauch impliziert bereits einen Schaden.
Wenn wir davon mal absehen: Ja, ich kenne was, das sogar illegal ist.
Cocatee. Kannst Du literweise saufen, gibt keinen Rausch und keinen Schaden.
Macht nur satt und wach und hilft gegen Kopfweh usw.

> Wenn zum Beispiel ein Jugendlicher in dem typischen jugendlich
> Experimentieralter ist und Hasch ausprobiert sieht: "Hey, das ist ja
> garnicht so schlimm wie immer behauptet wird." und dann denkt er sich
> evtl: "Naja, wenn das nicht so gefärlich ist, dann wird Koks wohl auch
> nciht so schlimm sein." und schon haben wir den Salat...
>
> Aufklärung muss her!

Ja, und eine Legalisierung. Denn wie Du sagst, macht ein Verbot von Hasch
das Verbot anderer, wirklich gefaehrlicher Drogen unglaubwuerdig.

> Das stimmt, die gesellschaftliche Anerkennung macht viel aus. Es ist aber
> auch der Fehlinformation der letzten Jahre zu verdanken, dass heute diese
> Abneigung zu Cannabis besteht. Bis in die 50er Jahre hinein wurde Cannabis
> öffentlich akzeptiert, in Bayern rauchten viele Leute Knaster oder Starken
> Tobak, nach dem Krieg fungierte in Deutschland angebauter Hanf als
> Tabakersatz.

Ja, da sagte der Opa einer Freundin, als er erfuhr, was Cannabis eigentlich
ist: Ach so, ja das haben wir auch immer geraucht, das macht so schoen
duedelig... Das ist Rauschgift???


BTW: Bevor jemand auf die Idee kommt hier wuerden nur Kiffer darum diskutieren,
dass ihr Laster endlich legal wird: Dem ist nicht so, ich hab's noch nie
probiert. Mir geht's um die Verhaeltnismaessigkeit und um den Schutz der
Jugendlichen vor wirklich gefaehrlichen Drogen.


Jens


Jens Haug

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to

Ich denke, der wahre Einstieg in die Drogen- bzw. Suchtwelt ist nicht eine
bestimmte Substanz, sondern eine Einstellung.

'Mann, bin ich muede, ich brauch erst mal einen Kaffee.'
'Ich hab' einen Schaedel, ich brauch ein Aspirin.'
'Ich bin schlapp, hat mir jemand ein Traubenzucker.'

Das sind alles ganz einfache Beispiele dafuer, wie wir heute versuchen,
ein koerperliches Gefuehl durch Substanzen auszugleichen. Wie waer's statt
dessen mit Ausschlafen, Trainieren, oder Schmerz einfach mal ertragen?
Natuerlich wird keiner zwangslaeufig suechtig, der Kaffee trinkt, wenn er
muede ist. Aber er wird psychisch anfaelliger, weil er zu 'Mitteln' greift.
Mittel finden sich immer, eine 'Einstiegsdroge' ist fast alles.


Jens


Jens Haug

unread,
Sep 11, 1998, 3:00:00 AM9/11/98
to
In article <6t8hrb$ulf$1...@news02.btx.dtag.de>, Hartm...@t-online.de (Hartmut Kost) writes:
>
> Wenn der besagte U.K. tatsächlich der Polizei den unerlaubten Hanfanbau
> gemeldet hat, so kann ich ihm nur meinen Dank aussprechen!
> Vielleicht hat er dadurch einen Menschen vor der Hölle (ich habe
> gesehen,
> wie es ist, wenn einer 'nen Affen schiebt, das ist die Hölle) bewahrt.
>
> Ein bißchen weniger Gleichgültigkeit täte unserer Gesellschaft gut.
>

Ich glaube nicht, dass ein Selbstanbauer auf dem Weg in die Hoelle ist.
Er kauft nicht, hat also schon mal nicht diesen fatalen Kontakt mit den
Dealern. Er zeigt mit seiner Pflanzenpflege eigentlich sogar ein recht
gesundes Verhalten, denn er kuemmert sich um was. Das ist den meisten
Opfern wohl nicht zu eigen. Die haetten nicht den Nerv, auf ein paar
Blaetter zu warten, zu giessen, zu hegen und zu pflegen... Eigenanbauer
sind IMO ganz andere Leute, sie gehoeren eher zu einer etwas alternativen
Szene, nicht zur Drogenszene. So jemanden gegen seinen Willen zu 'retten',
ist IMO uebertrieben.
Wenn sich jemand komisch benimmt, kann ich auch noch nicht verlangen, ihn
in die geschlossene zu stecken, nur weil er schwer psychotisch werden
koennte. Ich muss schon warten, bis er Hilfe will oder es ihm dreckig
geht.


Jens


Gunar Klemm

unread,
Sep 12, 1998, 3:00:00 AM9/12/98
to
Karl-Josef Welter schrieb:

>
> Hallo Achim, Hallo alle!
>
> da hast Du Dir aber ein unglaubliches Armutszeugnis ausgestellt!
>
> Hat man Dir nun Deine (Hanf-)Quelle genommen???
>
> ...

>
> Sicherlich wirst Du jetzt sagen, das sei OFF TOPIC, oder zu weit her
> geholt?! Klar, aber schau Dir doch mal das Elend an, in dem unsere
> Junkies leben. Die haben alle mal klein (= mit Cannabisprodukten)
> angefangen. Was glaubst Du, wie viel Prozent von denen die
> 40-Jahre-Grenze überschreiten???

Ich weiß ja nun nicht, wer Dir den Quatsch erzählt hat, aber bisher
glaubte ich, daß sowas nur die Alkohollobbyisten von der CSU in die Welt
setzen.

1. Die überwiegende Mehrheit der Junkies dürfte ihre ersten Rausch-
mittelerfahrungen mit dem Gift Alkohol gemacht haben. In diesem Land ist
nunmal Alkohol die allererste Droge, die der Mensch vorgesetzt bekommt
und deren Gebrauch er von Kindesbeinen beigebracht bekommt. Kinder
dürfen den Schaum von Papas Bierglas kosten, zum Essen gibts einen
kleinen schluck Wein, zu Silvester ein Glas Sekt und bei der
Konfirmation säuft man sich das erste Mal die Hucke voll. Diesen oder
einen ähnlichen Werdegang wirst Du bei den meisten Junkies vorfinden
-Alkoholerfahrungen lange vor den ersten Cannabiserfahrungen!

2. Das Elend der Junkies rührt doch nicht daher, daß sie Heroin
spritzen. Es ist zum größten Teil durch die staatlich verordnete
Prohibition hervorgerufen. Diese Menschen sind ständig auf der Flucht
vor der Strafverfolgung und müssen ihr total "verdrecktes" Heroin von
Dealern kaufen, die aufgrund der exorbitanten Gewinnspannen das Heroin
mit allem möglichen Mist panschen. Die Preise für das Heroin sind so
hoch, weil der Junkie einfach keine andere Möglichkeit hat, als das in
der Herstellung relativ preiswerte Heroin beim Dealer zu kaufen. Ich
glaube Dagobert Lindlau hat mal gesagt: "Wenn die Mafia mit dem Handel
von Käse die selben Gewinne machen würde, dann würde sie mit Käse
handeln.".

3. Die durch Alkoholabusus hervorgerufenen Schäden sind weitaus
gravierender, als die, die von reinem Heroin verursacht werden. Alkohol
greift die Nerven an und zerstört Nervenzellen (Gehirn). Heroin macht
"bloß" süchtig.



> Sicherlich passiert das (Abrutschen auf Heroin) nur anderen, wie
> immer.

Das "Abrutschen" ist auch eine Folge der Prohibition. Man kauft Cannabis
beim Dealer und der hat eben außer Cannabis noch andere Sachen da, die
man unbedingt mal "ausprobieren" soll. Könnte der, der es denn unbedingt
braucht sein Haschisch ganz legal kaufen, z.B.: in der Apotheke oder im
Coffeeshop, dann müßte er nicht mehr zum Dealer gehen, der ihm aus
Gewinnsucht dann vielleicht Heroin aufschwatzt.

> Sicherlich werden wir nie erfahren, ob bei ungehindertem
> Geschehnisablauf ein oder mehrere Kinder/Jugendliche über
> Hanf/Cannabis zum Heroin und schließlich zum frühen, elenden Tod
> gekommen wären, aber wenn ich nur die theoretische Chance sehe, was
> Uwe verhindert hat, ist er für mich eine Art LEBENSRETTER!

Für mich ist er, genau wie die Person, die seinen Namen und seine
Adresse hier gepostet hat, ein Denunziant!

> DENK MAL DRÜBER NACH!
>
> P.S.: Stell' Dir vor, Du bist Opfer - und kein Uwe ist da, der hilft!

Wenn in einem Fall wie diesem (Cannabisanbau-ich als Konsument=Opfer)
die Hilfe in einer Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden besteht,
dann kann ich darauf verzichten.

Gunar

p.s.: Jährlich sterben in der Bundesrepublik mehrere 10.000 Menschen an
den Folgen des Alkoholkonsums. Wann wird ein Alkoholverbot ins
Betäubungsmittelgesetz aufgenommen?

Manfred

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Hallo Tim 'Vampy' A

>Nein, nicht weil ich etwas für ungefährlicher als Alkohol halte, sondern
>weil das so ist.

Es ist nicht NUR deswegen verboten, weil es gesundheitlich sehr ungefährlich
sein soll.

>Dies belegen zumindest viele Studien anerkannter
>Fachleute. Das dies nicht schon lange in der Öffentlichkeit verbreitet
>wird hat rein politische Gründe.

Das ist aber nicht ganz richtig. Es gibt in NW Broschüren der Polizei, die
eindeutig den gesundheitlichen Aspekt mit einem solchen Ergebnis darstellen,
wie du ihn auch begrüßen würdest. Diese Broschüren dienen (oder dienten, ich
weiß nicht, ob es sie noch gibt) der Jugendaufklärung. Es wurde (in etwa)
gesagt, daß Cannabis körperlich NICHT abhängig zu machen im Stande ist (mein
Gott, was für ein deutsch).
Dennoch ist es aus gutem Grund verboten. Es ist und bleibt eine
Einstiegsdroge. Es verändert den Charakter und die Psyche. Das ist auch
nachgewiesen.


>[...] Prügelstrafe [...]


>Wo siehst Du den Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und Prügelstrafe?

OK, der Vergleich hinkt. Der Zusammenhang ist die Strafbarkeit.


>Wie gesagt, im 3. Reich war es auch eine Straftat Juden zu schützen.

Der Vergleich hinkt aber auch.


>Erlich gesagt glaube ich nicht, dass irgendjemand die Möglichkeit ins
>Gefängnis zu gehen der Möglichkeit im stillen einfach seine Pflanzen zu
>entfernen vorziehen würde.

"Es gibt Sachen, die gibt es nicht."
Uneinsichtigkeit ist eins der Schlagwörter, die Polizisten sehr häufig
benutzen müssen.


Tschau
Manfred

Manfred

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Hallo amalesh k.


>Und weil du das für gefährlich hälst, soll es schlimm sein und deshalb
>verboten werden?

Nein, es soll nicht verboten werden. Es IST verboten.


>Auweia, der vergleich hinkt aber gewaltig. Schon mal was von "opferloser
>kriminalität" gehört? Prügelstrafe ist nach deiner logik also "opferlose
>kriminalität". Erklär mir das mal, das ist mir zu hoch.

Oh, es gibt ja auch noch andere Beispiele. Vielleicht hilft es ja ein wenig.
Der Besitz einer waffenscheinpflichtigen Schußwaffe (oder Kriegswaffe) z.B.,
erst recht der Transport -> Straftat. Es gibt hier kein Opfer.

Oder fangen wir beim Steuerrecht an. Wer ist der Geschädigte, wenn sich
jemand aus dem Urlaub im zollfreien Einkauf statt der erlaubten Menge die
doppelte Menge Genuß-Alkohol für den Eigenverbrauch mitnimmt? Es ist doch
nur ein bisschen, das kann doch niemals für das gesamtdeutsche Volk einen
Schaden darstellen?

Warum darf man an einer Demo nicht mehr teilnehmen, wenn man sich einen
Schal ums Gesicht wickelt? Es ist doch harmlos und es gibt keine Opfer. Und
dennoch ist es eine Straftat.

Im OWi-Bereich wimmelt es geradezu von "opferlosem" Unrecht. Was ist so
schlimm daran, daß man in einer "Zone 30" 40 fährt, wenn niemand in der Nähe
ist? Stop-Zeichen? Überholverbote? Rote Ampeln, erst recht nachts?


Was also willst du damit sagen?

>"Offenbar ist es ein tiefverwurzeltes menschliches Bedürfnis,
>anderen vorzuschreiben, was sie dürfen und was nicht. Und zwar immer
>nur den _anderen_. Nicht einer steht auf und sagt: "Ja, macht das
>zum Gesetz, damit ich endlich aufhöre, etwas zu tun, von dem ich
>weiß, daß es nicht gut ist für mich.". Nein, es geht immer nur um
>Dinge, die andere machen und die man 'zu ihrem eigenen Besten' davon
>abhalten muss." (Robert A. Heinlein)


Offenbar tut es auch Not, etwas zu verbieten. Auch wenn nicht DIREKT jemand
geschädigt wird.

Viele Grüße
Manfred

Jens Haug

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
In article <6tmkls$ovp$2...@news.online.de>, "Manfred" <ma...@topmail.de> writes:
>
> Dennoch ist es aus gutem Grund verboten. Es ist und bleibt eine
> Einstiegsdroge. Es verändert den Charakter und die Psyche. Das ist auch
> nachgewiesen.

Ja, es macht ruhig und ausgeglichen. ;-)
Zur Einstiegsdrogendebatte hatten wir schon ein paar Aspekte:
- Alkohol ist eine echte Einstiegsdroge, der Rausch wird ja sogar
oeffentlich und von Eltern und Politikern gefeiert.
- Medikamente und Kaffee sind Einstiegsdrogen, wenn sie einfach gegen ein
unangenehmes Gefuehl verwendet werden, statt dem Gefuehl auf den Grund zu
gehen.
- Cannabis ist vor allem deswegen Einstiegsdroge, weil es den Schritt in
die Illegalitaet so harmlos macht. Wenn _das_ verboten ist, sind Verbote
keine echte Warnung.



> >Erlich gesagt glaube ich nicht, dass irgendjemand die Möglichkeit ins
> >Gefängnis zu gehen der Möglichkeit im stillen einfach seine Pflanzen zu
> >entfernen vorziehen würde.
>
> "Es gibt Sachen, die gibt es nicht."
> Uneinsichtigkeit ist eins der Schlagwörter, die Polizisten sehr häufig
> benutzen müssen.

Und Du willst im Ernst behaupten, dass dieser Selbstanbauer am Anfang einer
fatalen Drogenkarriere stand und davor gerettet werden musste? Ganz im
Gegensatz zu den Leuten, die morgens eine Fahne haben, aber nicht vor dem
Alkoholismus gegen ihren Willen gerettet werden muessen?
Und willst Du weiterhin behaupten, wenn Cannabis legal waere, haetten wir
groessere Probleme mit harten Drogen?

Glaub' ich alles nicht. Klingt mir nicht plausibel.


Jens


Jens Haug

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
In article <6tmklu$ovp$3...@news.online.de>, "Manfred" <ma...@topmail.de> writes:
>
> Oh, es gibt ja auch noch andere Beispiele. Vielleicht hilft es ja ein wenig.
> Der Besitz einer waffenscheinpflichtigen Schußwaffe (oder Kriegswaffe) z.B.,
> erst recht der Transport -> Straftat. Es gibt hier kein Opfer.

Es ist aber anzunehmen, dass es ohne das Verbot viele Opfer gaebe. Kannst Du
das auch von dem Eigenanbau von Cannabis in kleinen Mengen sagen?

> Oder fangen wir beim Steuerrecht an. Wer ist der Geschädigte, wenn sich
> jemand aus dem Urlaub im zollfreien Einkauf statt der erlaubten Menge die
> doppelte Menge Genuß-Alkohol für den Eigenverbrauch mitnimmt? Es ist doch
> nur ein bisschen, das kann doch niemals für das gesamtdeutsche Volk einen
> Schaden darstellen?

Klar kann es. Wie viel Zoll muesste man zahlen? Das ist der Betrag des
Schadens. Ganz klar erkennbar. Opfer ist jeder, der vom Geld des Staates
irgendwie profitiert. Also quasi alle.

> Warum darf man an einer Demo nicht mehr teilnehmen, wenn man sich einen
> Schal ums Gesicht wickelt? Es ist doch harmlos und es gibt keine Opfer. Und
> dennoch ist es eine Straftat.

Siehe oben, es gaebe wohl viele Opfer, wenn es das Verbot nicht gaebe.
Und beim Cannabis?

> Im OWi-Bereich wimmelt es geradezu von "opferlosem" Unrecht. Was ist so
> schlimm daran, daß man in einer "Zone 30" 40 fährt, wenn niemand in der Nähe
> ist? Stop-Zeichen? Überholverbote? Rote Ampeln, erst recht nachts?

Ich wuerde es auch voll daneben finden, wenn jemand einen anderen anzeigt,
weil der nachts auf leerer Strasse ueber eine rote Ampel gefahren ist.
In anderen Faellen gibt es eine Gefaehrdung anderer Menschen, die dann
gewissermassen auch Opfer sind, wenn nichts passiert. Wer wird gefaehrdet,
wenn Cannabis in kleinen Mengen fuer den Eigenbedarf angebaut wird.



> Offenbar tut es auch Not, etwas zu verbieten. Auch wenn nicht DIREKT jemand
> geschädigt wird.

Da hast Du ohne Zweifel recht.
Aber wer wird denn nun direkt, indirekt, potentiell oder sonstwie durch den
Cannabis-Anbau geschaedigt?


Jens

Dr.Dr.Dr.Dr.Oxknox

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
On 16 Sep 1998 12:55:44 GMT, ha...@ikff.uni-stuttgart.de (Jens Haug)
wrote:

>Und Du willst im Ernst behaupten, dass dieser Selbstanbauer am Anfang einer
>fatalen Drogenkarriere stand und davor gerettet werden musste? Ganz im
>Gegensatz zu den Leuten, die morgens eine Fahne haben, aber nicht vor dem
>Alkoholismus gegen ihren Willen gerettet werden muessen?
>Und willst Du weiterhin behaupten, wenn Cannabis legal waere, haetten wir
>groessere Probleme mit harten Drogen?
>
>Glaub' ich alles nicht. Klingt mir nicht plausibel.
>

Guten Abend
die schrecklichen Folgen eines seit nunmehr 20 Jahren gepflegten
liberaleren Umgangs mit dem schrecklichen Haschgift lassen sich ja
ganz in der Nähe , in den Niederlanden beobachten!
Die Wirtschaft liegt darnieder, die Arbeitslosigkeit ist bei 70%, weil
keiner mehr arbeiten will! (Amotivales Syndrom)
Täglich fahren ca. 1998,54 völlig verantwortungslose Kiffer an den
Baum und verursachen schreckliche Unfälle. (Flashback und seelische
Verwahrlosung)
Da es sich hier ja um eine Einstiegsdroge (Dominoeffekt) handelt sind
selbstverständlich alle auf Heroin umgestiegen.
Und das alles MITTEN IN EUROPA !

MfG Oxknox
>
>Jens
PS. Es ist Ironie. trinkt nicht soviel.Gute Nacht

Manfred

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
Hallo Jens Haug


man konsumiert Haschisch/Cannabis um des Rauschgefühls willen. Es gibt
keinen anderen Grund. Kannst du das von Kaffee und Alkohol auch behaupten?

Personen, die im Cannabisrausch sind, sind isoliert. Wenn mehrere "rauchen",
lacht jeder für sich; über jeden Scheiß wird (teilweise hysterisch)
gekichert, aber es wird nicht gemeinsam gelacht. Die einzige Gemeinsamkeit,
die man beim "quarzen" erlebt, ist in frühen Stadien der Hauch des
Verbotenen und später die Zeremonie.
OK, das mit dem Rauschgefühl und den Gemeinsamkeiten gilt für einen
Volltrunkenen/Alkoholiker in jedem Fall mindestens genauso, klare Sache.
Aber normal konsumiert "man" Alkohol nicht NUR wegen des Rauschgefühls.
Liegt es denn da nicht auf der Hand, daß der Konsum (und der vorherige
Besitz) nicht für jeden Trottel geeignet ist? Oder sogar gefährlich? Für
labile Persönlichkeiten geradezu fatal.
Was nützt es, es zu legalisieren?

Die Gefahr, Cannabis zu konsumieren, um dieses Rauschgefühl immer wieder zu
erleben, ist halt groß. Konzentrationsfähigkeit nimmt deutlich ab. Das ist
für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr äußerst unpassend.

Jemand, der Cannabispflanzen anbaut, tut es nicht, weil er sich an dem
Anblick der so schönen Pflanzen ergötzen will. Er wird es konsumieren oder
verkaufen wollen . Der Besitz ist ob der latenten Gefährlichkeit unter
Strafe gestellt.

Wie du vielleicht selber weißt, wird der Besitz geringer Mengen Cannabis nur
noch äußerst selten strafrechtlich verfolgt.
Aber muß man deswegen auch gestatten, es anzubauen?
Ich vertrete die Meinung, daß man es allen schwer machen sollte, sich das
Cannabis zu verschaffen. Wenn man es dennoch besitzt (in kleinen Mengen),
dann passiert auch nichts weiter.

Tschau

Manfred

Dr.Dr.Dr.Dr.Oxknox

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
On Thu, 17 Sep 1998 07:37:02 +0200, "Manfred" <ma...@topmail.de>
wrote:

>Hallo Jens Haug
>
>
>man konsumiert Haschisch/Cannabis um des Rauschgefühls willen. Es gibt
>keinen anderen Grund. Kannst du das von Kaffee und Alkohol auch behaupten?

Ja man kann, warum wird denn nicht aussschließlich alkohlfreies Bier
oder koffeinfreier Kaffee konsumiert? (Wär doch gesünder) achja wegen
des Geschmacks!
Die Werbung spricht in beiden Fällen auch auf keinen Fall den
jeweiligen stimulierenden Effekt an?
Mir tun jedenfalls immer die trockenen Alkoholiker leid, es muß doch
grausam sein schon um 7 Uhr morgens das Weizenbier fortlaufend
angepriesen zu bekommen.


>
>Personen, die im Cannabisrausch sind, sind isoliert. Wenn mehrere "rauchen",
>lacht jeder für sich; über jeden Scheiß wird (teilweise hysterisch)
>gekichert, aber es wird nicht gemeinsam gelacht. Die einzige Gemeinsamkeit,
>die man beim "quarzen" erlebt, ist in frühen Stadien der Hauch des
>Verbotenen und später die Zeremonie.

Toll, Du scheinst ja ein echter Monsterkiffer zu sein, oder woher
beziehst Du dein Fachwissen?
Versuchs doch mal mit folgendem:
Jz.
- 713 Js 16817/90 StA Lübeck -

- 2 Ns (Kl. 167/90) -
Zitate aus dem Cannabisgutachten des Lübecker Landgerichts
..."Die körperlichen Auswirkungen übermässigen Alkoholkonsums
erreichen fast alle Organe und Organsysteme und können diese schwer
schädigen oder sogar zerstören, während Cannabisprodukte nur
geringfügige körperliche Wirkungen herbeiführen.
Nach dem Absetzen von Alkohol treten bei Alkoholabhängigen
schwere körperliche Entzugserscheinungen auf, während bei
Cannabisprodukten praktisch keine körperlichen Entzugserscheinungen
beobachtet werden.
übermässiger Alkoholkonsum kann schwere psychische Schäden
bewirken, während bei Cannabisprodukten keine gravierenden psychischen
Störungen zu erwarten sind und allenfalls mit einer geringfügigen
psychischen Abhängigkeit gerechnet werden muss.
In der Bundesrepublik gibt es eine Vielzahl von Verbänden,
speziellen Krankenhäusern und speziellen Therapien, die sich mit
Alkoholerkrankungen und Alkoholabhängigkeiten beschäftigen, während es
weder eine spezielle Therapie für Cannabiskonsumenten noch spezielle
Krankenhäuser oder Verbände gibt, die sich um Cannabiskonsumenten
kümmern.
In der Bundesrepublik einschliesslich der neuen Bundesländer wird
die Anzahl der Alkoholtoten auf 40.000 im Jahr geschätzt, während
kein Fall (auch weltweit) bekannt ist, bei dem der Tod einer Person
auf übermässigen Konsum von Haschisch zurückzuführen ist.
Es gibt keine letale Dosis für Haschisch.
Die wirtschaftlichen Folgekosten aufgrund des Alkoholkonsums
werden in der Bundesrepublik auf jährlich 50 Milliarden DM geschätzt,
während bei Cannabisprodukten entsprechende Zahlen nicht existieren.
Der Alkoholkonsum hat erhebliche Auswirkungen auf den
Arbeitsplatz (Arbeitsunfälle, Kündigungen, Krankheitsfälle,
Einstellungen von Suchtberatern), während bei Cannabisprodukten
entsprechende Beobachtungen und Schätzungen nicht existieren.
Der Anteil von tödlichen Unfällen, die im Zusammenhang mit
Alkohol stehen, wird in der Bundesrepublik auf 5O % geschätzt und die
Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss mit Personenschäden auf
gut 30.000 pro Jahr, während bei Cannabisprodukten auf keine
entsprechenden Beobachtungen oder Schätzungen zurückge-
Nach der polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes
aus dem Jahre 1990 wurden in diesem Zeitraum mehr als 140.000
Tatverdächtige (knapp 10 % aller Tatverdächtigen) registriert, die
nach polizeilichem Erkenntnisstand bei der Tatausführung unter
Alkoholeinfluss standen. Im Bereich der Gewaltdelikte (z.B. Totschlag,
Vergewaltigung, Sexualmord) liegt der Anteil der Tatverdächtigen unter
Alkoholeinfluss über 36 %, während bei Cannabisprodukten entsprechende
statistische Erhebungen nicht durchgeführt werden."...
Und
"Wirkungsweisen der Cannabisprodukte:
a.Allgemeine Wirkungen

Zu den allgemeinen Eigenschaften der Droge hat die Kammer folgende
Feststellungen getroffen:

Der Hauptwirkstoff der Cannabisprodukte ist das THC, genauer das
Tetrahydrocannabinol, Das THC wird im natürlichen Cannabis durch eine
Fülle weiterer Wirk- und Duftstoffe ergänzt. Unter den 60 weiteren
Cannabinoiden ragen hervor das Cannabidiol (CBD), das beruhigend
(sedativ) wirkt, gelegentlich auch für Kopfschmerzen sorgen, aber auch
die THC-Wirkung verlängern soll, sowie das Cannabinol (CBN), ein
Abbauprodukt des THC (vgl. Qünsel in: "Drogen und Drogenpolitik", Ein
Handbuch, herausgegeben von Sebastian Scheerer u. Irmgard Vogt, Campus
1989, Seite 380 m.w.N.).
Cannabis wird bei uns üblicherweise geraucht und zwar meist zusammen
mit Tabak als "Joint" oder aber in der Pfeife. Neben der in der
Forschung häufigeren Injektion und dem Einatmen von Cannabisdampf,
kann man Cannabis auch als "Tee" trinken oder aufgelöst im Tee, als
Gewürz im Essen, aber auch als Gebäck zu sich nehmen (vgl. Qünsel,
Drogen und Drogenpolitik, a.a.O., Seite 380). Das THC wird über die
Schleimhäute aufgenommen und im Körper zu "Metaboliten" verwandelt.
Seine Wirkung tritt beim Rauchen so rasch ein, dass die Dosishöhe
meist relativ einfach zu regulieren ist; beim Essen und Trinken
verzögert der Umweg über die Leber die Wirkung mitunter über eine
Stunde, weswegen Anfänger aus Ungeduld leicht zu hohe Dosen einnehmen,
Mit einer THC-Dosis von 2-10 mg beim Rauchen und etwa der dreifachen
Menge beim Essen und Trinken, das ist nach THC-Gehalt etwa 0,5 bis 1
Gramm Haschisch, erreicht man eine Wirkungsdauer von etwa 1 - 4
Stunden (vgl. Qünsel, Drogen und Drogenpolitik, a.a.0., Seite 381).
Die kurz- wie langfristige Wirkung des Cannabis hängt -wie bei vielen
anderen Drogen- ebenso davon ab, wieviel und wie häufig man es
konsumiert, wie auch davon, in welchem "Set und Setting" dies
geschieht, wobei alle Faktoren von einander abhängig sind. Dabei
hängen Art und Weise des Erlebens von Cannabisprodukten in besonderer
Weise vom "Set und Setting" ab, also von der Situation, in der man
Cannabis einnimmt, vom eigenen persönlichen Zustand wie von der
sozialen Umgebung, von den eigenen Ängsten und Hoffnungen und den in
der Gruppe wie in der umfassenderen Kultur mit diesem Genuss
verbundenen Erwartungen (vgl. hierzu Qünsel, Drogenelend, Campus 1982,
Seite 76). Die Effekte, die mit der Einnahme von Cannabisprodukten
verbunden sind, lassen sich sozial erlernen, wobei die
Erwartungshaltung eine grosse Rolle spielt (vgl. Qünsel, Drogen und
Drogenpolitik, a.a.O., Seite 381). Bei stärkerer Dosis, also
insbesondere beim Trinken oder Essen oder bei der Verwendung von
Haschischöl, sind eindeutigere halluzinogene Effekte zu erwarten (vgl.
Qünsel, Drogen und Drogenpolitik, a.a.O., Seite 382). Nicht nur das
Ausmass der Dosis -etwa die Art und Weise, wie man einen "Joint"
füllt- und Inhalte des Erlebens sind soziokulturell erlernt, sondern
auch die Häufigkeit des Konsums, was als leichter bzw. schwerer
Gebrauch gilt, zu welcher Gelegenheit man Cannabis
konsumiert und wann man damit aufhören soll (vgl. Oünsel, Drogen und
Drogenpolitik, a.a.0., Seite 382).
Die psychischen Wirkungen beschreibt Binder (Haschisch und Marihuana,
Deutsches ärzteblatt 1981, Seite 120) wie folgt:"Nach dem Rauchen von
1 Gramm Marihuana entsteht ein etwa drei Stunden daürnder
Rauschzustand, der durch ein Gefühl von Losgelöstheit charakterisiert
ist, das eine meditative Versenkung oder eine Hingabe an sensorische
Stimuli erlaubt. Der Zustand ist im allgemeinen frei von optischen und
akustischen Halluzinationen, die beim vier-bis fünffachen dieser Dosis
auftreten können. Subjektiv gesteigert wird die
Gefühlsintensität beim Hören von Musik, beim Betrachten von Bildern,
bei Essen und Trinken und bei sexüller Aktivität. Der Rausch ist
zweiphasig und geht nach der Anregungsphase in eine milde Sedierung
über. Bei der genannten Dosierung dominiert eine passive euphorische
Bewusstseinslage, bei höherer Dosierung kann es zu paranoiden
Vorstellungen und Dysphorie kommen.... Die Droge führt kaum zu
Toleranzbildung und die Konsumenten kommen über Jahre ohne
Dosissteigerung aus.
"Cannabis besass bis in dieses Jahrhundert auch bei uns eine
medizinische Bedeutung. Weltweit galt es stets als wichtiger
Bestandteil der Volksmedizin (vgl. Oünsel, Drogen und Drogenpolitik,
a.a.O., Seite 382 m.w.N.). In neuerer Zeit untersucht man die
Wirkungen von Cannabis bei Glaukomen zur Verminderung des
Augeninnendrucks, bei spastischen Krämpfen und Epilepsie sowie bei
Asthma und Anorexia nervosa.
Eine ganz besondere Bedeutung gewann es als Mittel gegen den Brechreiz
bei Anti-Krebs-Mitteln. In den USA hat man deshalb 500 Krankenhäusern
THC zur Bekämpfung dieses Erbrechens praktisch freigegeben und in 23
Staaten diese Behandlung dem Ermessen jedes Arztes überlassen (vgl.
Oünsel, Drogen und Drogenpolitik, a.a.O., Seite 382 m.w.N.).

Ein Blick auf Umfragedaten belegt, dass vornehmlich jüngere Menschen
Cannabis konsumieren. Sie tun dies, um ihre Stimmung zu heben (34 %),
um den Alltag zu vergessen (28 %), weil man sich entspannt (25 %),
Hemmungen überwindet (24 %), intensiver hört und sieht (19 %), und
weil man leichter Kontakt züinander bekommt (17 %) (vgl. Qünsel,
Drogenelend, a.a.O., Seite 76 m w.N.). "

Und:

"III.Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, dass die
individuellen und gesamtgesellschaftlichen Wirkungen von Haschisch
denkbar gering sind.

1.Das Schweizerische Bundesgericht hat in seiner Entscheidung vom 29.
August 1991 (a.a.O., Seite 19) hierzu folgendes festgestellt:
"Nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse lässt sich somit nicht
sagen, dass Cannabis geeignet sei, die körperliche und seelische
Gesundheit vieler Menschen in eine naheliegende und ernstliche Gefahr
zu bringen."
2.Der Sachverständige Prof. Dr. Dominiak hat erklärt, dass Cannabis
nach seiner Kenntnis das Rauschmittel mit den geringsten individüllen
und gesamtgesellschaftlichen Wirkungen sei, das es zur Zeit auf der
Welt gebe. Binder hat in seinem Aufsatz im Deutschen ärzteblatt
(a.a.O., Seite 124) ausgeführt: "Medizinisch gesehen, dürfte der
Genuss von ein bis zwei Joints Marihuana (ein bis zwei Gramm
Marihuana, resorbierte THC-Menge 8-16 mg) pro Tag unschädlich sein,
zumindest aber weniger schädlich sein, als der tägliche Konsum von
Alkohol oder von 20 Zigaretten. Für alle drei Drogen gilt das Prinzip
"sola dosis facit venenum" und somit wäre gegen den gelegentlichen
Konsum von Marihuana im Grunde genau so wenig einzuwenden wie gegen
das gelegentliche Glas Wein oder die gelegentliche Zigarette,
Jede Droge im übermass genossen, ist schädlich."
3.Soweit der exzessive Gebrauch von Cannabisprodukten bei bestimmten
Risikogruppen zu bestimmten -nicht ernstlichen- Schädigungen führen
kann, ist darauf hinzuweisen; dass dies grundsätzlich für fast alle
Substanzen gilt, die der Mensch zu sich nimmt (Zum Problem ,der
fehlenden Relation zwischen Extrem- und Normalkonsum aus
sozialwissenschaftlicher Sicht vgl. Kreuzer, a.a.O., S. 1312).
Auch der exzessive Gebrauch von Zucker kann zu Schädigungen führen.
Darüber hinaus haben zahlreiche rezeptpflichtige Schmerz-, Schlaf- und
Beruhigungsmittel bei langandaürnden, übermässigen Konsum Sucht und
schwere gesundheitliche Schäden mit teils tödlichem Ausgang zur
Folge.
Entzugstherapien bei Medikamentenabhängigkeit sind aufwendig.
Medikamentenmissbrauch kann auch Psychosen auslösen. Auch nicht
rezeptpflichtige Schmerzmittel und sogar Vitamine können bei
übermässiger Dosierung zu schweren Gesundheitsschäden führen, Bei
Aspirin drohen z.B. Magengeschwüre z.B., wie sie durch die Einnahme
von mehr als drei Multivitamin-Tabletten geschehe, überschreitet
bei einer Leibesfrucht den Grenzwert und kann zu Fruchtschäden
führen."

>OK, das mit dem Rauschgefühl und den Gemeinsamkeiten gilt für einen
>Volltrunkenen/Alkoholiker in jedem Fall mindestens genauso, klare Sache.
>Aber normal konsumiert "man" Alkohol nicht NUR wegen des Rauschgefühls.
>Liegt es denn da nicht auf der Hand, daß der Konsum (und der vorherige
>Besitz) nicht für jeden Trottel geeignet ist?

Und? Ob jetzt Alk nur oder nicht nur wegen der Wirkung getrunken wird,
es bleibt offensichtlich daß der Konsum nicht für jeden Trottel
geeignet ist (zumindest jedem der schon mal von Betrunkenen verprügelt
wurde)!


> Oder sogar gefährlich? Für
>labile Persönlichkeiten geradezu fatal.

Siehe oben.


>Was nützt es, es zu legalisieren?

Trennung der Szenen, Glaubwürdigkeit, der OK wäre ein Marktseegment
entzogen.
Was nützt das Verbot? (4 Mio Kiffer in der BRD)


>
>Die Gefahr, Cannabis zu konsumieren, um dieses Rauschgefühl immer wieder zu
>erleben, ist halt groß.

Die "Gefahr" Dinge wiederholt zu tun die einem gefallen ist IMHO nicht
so das Problem, nur eben sie nur noch zu tun ist problematisches
Verhalten.

> Konzentrationsfähigkeit nimmt deutlich ab. Das ist
>für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr äußerst unpassend.

Ja


>
>Jemand, der Cannabispflanzen anbaut, tut es nicht, weil er sich an dem
>Anblick der so schönen Pflanzen ergötzen will. Er wird es konsumieren oder
>verkaufen wollen . Der Besitz ist ob der latenten Gefährlichkeit unter
>Strafe gestellt.

Und deswegen wird ab jetzt das Hobbykeltern verboten, denn die könnten
ja den Alkohol an Minderjährige verkaufen!

>
>Wie du vielleicht selber weißt, wird der Besitz geringer Mengen Cannabis nur
>noch äußerst selten strafrechtlich verfolgt.
>Aber muß man deswegen auch gestatten, es anzubauen?
>Ich vertrete die Meinung, daß man es allen schwer machen sollte, sich das
>Cannabis zu verschaffen. Wenn man es dennoch besitzt (in kleinen Mengen),
>dann passiert auch nichts weiter.

Führerschein weg, Gutachterkosten, Job (falls öffentlicher Dienst oder
vom Auto abhängig) weg, ohne je bekifft gefahren zu sein hm.....

>
>Tschau
>
>Manfred
>
MfG Oxknox

andreas 'amalesh' kempf

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
"Manfred" <ma...@topmail.de> wrote on Thu, 17 Sep 1998 07:37:02 +0200:

>OK, das mit dem Rauschgefühl und den Gemeinsamkeiten gilt für einen
>Volltrunkenen/Alkoholiker in jedem Fall mindestens genauso, klare Sache.

Das gilt für fast jeden, der alkohol konsumiert. Diese einschränkung auf
volltrunkene/alkoholiker ist willkürlich.

>Aber normal konsumiert "man" Alkohol nicht NUR wegen des Rauschgefühls.

Cannabis auch nicht.

>Liegt es denn da nicht auf der Hand, daß der Konsum (und der vorherige
>Besitz) nicht für jeden Trottel geeignet ist?

Gilt auch für alkohol. Siehe die vielen straftaten, die unter
alkoholeinfluß begangen werden. Btw: Ist es immer noch so, daß man sich
vor einer geplanten straftat nur ordentlich einen hinter die binde
gießen muß, um bei einem evtl. strafverfahren mildernde umstände
angerechnet zu bekommen?

>Oder sogar gefährlich? Für
>labile Persönlichkeiten geradezu fatal.

Gilt auch für alkohol.

>Was nützt es, es zu legalisieren?

- Steuereinnahmen (Mwst, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer)
- Erheblich weniger kriminalität
- Effektivere kriminalitätsbekämpfung
- Sozialer Frieden

>Die Gefahr, Cannabis zu konsumieren, um dieses Rauschgefühl immer wieder zu
>erleben, ist halt groß.

Ich wiederhole mich: Gilt auch für alkohol.

>Konzentrationsfähigkeit nimmt deutlich ab.

Auch alkohol hat nebenwirkungen, die nachgewiesener maßen wesentlich
stärker sind: man denke nur an den kater am nächsten morgen!.

cya

amalesh
--
www : http://www.goatrance.de/goafreak/
email: ama...@goatrance.de <> a...@bigfoot.de
icq : 963380

andreas 'amalesh' kempf

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
oxk...@hotmail.com (Dr.Dr.Dr.Dr.Oxknox) wrote on Thu, 17 Sep 1998
10:22:24 GMT:

>Führerschein weg, Gutachterkosten, Job (falls öffentlicher Dienst oder
>vom Auto abhängig) weg, ohne je bekifft gefahren zu sein hm.....

Empfehle eine rechtsschutzversicherung, da die immer im zusammenhang mit
führerscheinsachen zahlt. IMO ist das neue gesetz vom 1.8.98 nicht
haltbar, da nicht auf THC, sondern auf dessen metaboliten geprüft wird.

Jens Haug

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
In article <6tq7hg$489$1...@news.online.de>, "Manfred" <ma...@topmail.de> writes:
>
> man konsumiert Haschisch/Cannabis um des Rauschgefühls willen. Es gibt
> keinen anderen Grund. Kannst du das von Kaffee und Alkohol auch behaupten?

Ich kenne viele Veranstaltungen, bei denen Alkohol offensichtlich des Rausches
wegen getrunken wird, und wo das von offizieller Stelle auch gefoerdert wird.
Schon mal beim Fassanstich auf dem Oktoberfest gewesen? Geht's da um den
Geschmack oder um den Rausch?
Es gibt auf der anderen Seite auch 'Kiffer', die einfach am Feieraben zum
Entspannen gerne eine leichte Dosis rauchen. So wie andere ihr Bier trinken.
Kurz gesagt: S'geit sodde ond sodde.

> Personen, die im Cannabisrausch sind, sind isoliert. Wenn mehrere "rauchen",
> lacht jeder für sich; über jeden Scheiß wird (teilweise hysterisch)
> gekichert, aber es wird nicht gemeinsam gelacht. Die einzige Gemeinsamkeit,
> die man beim "quarzen" erlebt, ist in frühen Stadien der Hauch des
> Verbotenen und später die Zeremonie.

Wo war doch gleich der Unterschied zum Alkohol?
Bei kleinen Dosen ist ja wohl nicht jeder einfach weg.

> OK, das mit dem Rauschgefühl und den Gemeinsamkeiten gilt für einen
> Volltrunkenen/Alkoholiker in jedem Fall mindestens genauso, klare Sache.

> Aber normal konsumiert "man" Alkohol nicht NUR wegen des Rauschgefühls.

Wie gesagt: Sodde ond sodde.

> Liegt es denn da nicht auf der Hand, daß der Konsum (und der vorherige

> Besitz) nicht für jeden Trottel geeignet ist? Oder sogar gefährlich? Für
> labile Persönlichkeiten geradezu fatal.

Genau wie bei Alkohol. Fuer manche Persoenlichkeiten hilfreich, fuer einige
ein truegerischer Gehilfe, der sie in den Abgrund reisst, fuer die meisten
einfach ein Genuss.

> Was nützt es, es zu legalisieren?

Der Abstand zu den harten Drogen herstellen. Die werden sonst leichter
erreicht, weil die Illegalitaet harmlos erscheint und der Kontakt zum
Dealer schon da ist. Ausser bei Eigenanbau natuerlich.
Aber die Frage muesste doch umgekehrt gestellt werden: Was nuetzt es,
es zu verbieten? Man sollte Leuten ihren Genuss doch nur dann verbieten,
wenn irgendein groesserer Schaden dadurch entstehen wuerde. Einer, der
mehr wiegt als der Genuss oder Nutzen. Und genau den kann ich nicht
erkennen.

> Die Gefahr, Cannabis zu konsumieren, um dieses Rauschgefühl immer wieder zu

> erleben, ist halt groß. Konzentrationsfähigkeit nimmt deutlich ab. Das ist


> für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr äußerst unpassend.

Meinst Du, wenn jemand faehrt, waehrend er berauscht ist? Natuerlich, wie
beim Alkohol. Auch da uebrigens (weitaus staerker) der Wunsch, den Rausch
immer wieder zu erleben.
Oder willst Du sagen, Leute, die ab und zu einen Rauchen, koennten auch im
nicht berauschten Zustand nicht richtig fahren? Woher hast Du das?

> Jemand, der Cannabispflanzen anbaut, tut es nicht, weil er sich an dem
> Anblick der so schönen Pflanzen ergötzen will.

Sogar das gibt's hin und wieder. Der Reiz des verbotenen...

> Er wird es konsumieren oder
> verkaufen wollen . Der Besitz ist ob der latenten Gefährlichkeit unter
> Strafe gestellt.

Also, einen Handel mit Eigenanbau kann man wohl ziemlich vergessen. Da
braeuchte man einen grossen Garten dazu. Das wird doch nie konkurrenzfaehig,
oder taeusche ich mich da?
Durch den Besitz kann ich keine latente Gefaehrlichkeit erkennen, weil ich
durch den Konsum keine Gefahr sehe. Ausser natuerlich wenn er bekifft Auto
faehrt. Aber das koennte man ja wie beim Alkohol gesondert ahnden.

> Wie du vielleicht selber weißt, wird der Besitz geringer Mengen Cannabis nur
> noch äußerst selten strafrechtlich verfolgt.
> Aber muß man deswegen auch gestatten, es anzubauen?

Konsequenerweise sollte man das.

> Ich vertrete die Meinung, daß man es allen schwer machen sollte, sich das
> Cannabis zu verschaffen.

Ich sehe immer noch nicht ein, wozu. Das ist doch eine Einnahmequelle fuer
die Dealer mehr und eine fuer den Staat (und die Apotheke oder wer auch immer)
weniger. Und ein Aufwand fuer den Konsumenten, der ihn auch noch dem Dealer
naehre bringt.

> Wenn man es dennoch besitzt (in kleinen Mengen),
> dann passiert auch nichts weiter.

Ausser einem gewissen unnoetigen Aufwand... Und der Sache mit dem Fuehrerschein.


Jens

Manfred

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
Hallo andreas 'amalesh' kempf


>Das gilt für fast jeden, der alkohol konsumiert. Diese einschränkung auf
>volltrunkene/alkoholiker ist willkürlich.


Nein.


>>Aber normal konsumiert "man" Alkohol nicht NUR wegen des Rauschgefühls.
>

>Cannabis auch nicht.


Sondern?

>Gilt auch für alkohol. Siehe die vielen straftaten, die unter
>alkoholeinfluß begangen werden. Btw: Ist es immer noch so, daß man sich
>vor einer geplanten straftat nur ordentlich einen hinter die binde
>gießen muß, um bei einem evtl. strafverfahren mildernde umstände
>angerechnet zu bekommen?


Nein, hat noch nie gegolten.


>Gilt auch für alkohol.


Nein.


>- Steuereinnahmen (Mwst, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer)


Häh? Einkommensteuer??

>Ich wiederhole mich: Gilt auch für alkohol.


Ich wiederhole mich: Nein!


____________
schlaumeiert
Manfred

snoopy...@my-dejanews.com

unread,
Sep 19, 1998, 3:00:00 AM9/19/98
to
Hallo Manfred!

Ich habe Eure Diskussion bisher verfolgt und finde sie
recht interessant. Aber ich denke auch, dass ein
einfaches *Nein* als Argument recht dürftig ist.
Kannst Du das genauer ausführen ?

-----------------
interessiert
Holger


In article <6tvd78$g13$1...@news.online.de>,

-----== Posted via Deja News, The Leader in Internet Discussion ==-----
http://www.dejanews.com/rg_mkgrp.xp Create Your Own Free Member Forum

andreas 'amalesh' kempf

unread,
Sep 19, 1998, 3:00:00 AM9/19/98
to
"Manfred" <ma...@topmail.de> wrote on Fri, 18 Sep 1998 20:21:05 +0200:

>Hallo andreas 'amalesh' kempf
>>Das gilt für fast jeden, der alkohol konsumiert. Diese einschränkung auf
>>volltrunkene/alkoholiker ist willkürlich.
>
>Nein.

Warum?

>>>Aber normal konsumiert "man" Alkohol nicht NUR wegen des Rauschgefühls.
>>
>>Cannabis auch nicht.
>
>Sondern?

Zur entspannung, geselligem beisammensein und wegen des geschmacks.

>>Gilt auch für alkohol. Siehe die vielen straftaten, die unter
>>alkoholeinfluß begangen werden. Btw: Ist es immer noch so, daß man sich
>>vor einer geplanten straftat nur ordentlich einen hinter die binde
>>gießen muß, um bei einem evtl. strafverfahren mildernde umstände
>>angerechnet zu bekommen?
>
>
>Nein, hat noch nie gegolten.

Achne? Und wie ist das mit (sinngemäß, keine genaue juristische
formulierung) "verminderter schuldfähigkeit durch alkoholkonsum?"

>>Gilt auch für alkohol.
>
>
>Nein.

Warum?

>>- Steuereinnahmen (Mwst, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer)
>
>
>Häh? Einkommensteuer??

Natürlich. Oder meinst du, ein getränkehandel/einzelhändler kann durch
verkauf von alkoholika keinen gewinn machen? Macht er aber. Und darauf
wird einkommenssteuer gezahlt. Genauso wird der apotheker (oder wer dann
auch immer) einkommenssteuer, vorsteuer, gewerbesteuer zahlen, sobald er
cannabis verkauft.

>>Ich wiederhole mich: Gilt auch für alkohol.
>
>
>Ich wiederhole mich: Nein!

Nochmals: Und warum nicht?

>____________
>schlaumeiert
>Manfred

__________
informiert

Manfred

unread,
Sep 20, 1998, 3:00:00 AM9/20/98
to
Hallo Jens Haug


>Klar kann es. Wie viel Zoll muesste man zahlen? Das ist der Betrag des
>Schadens. Ganz klar erkennbar. Opfer ist jeder, der vom Geld des Staates
>irgendwie profitiert. Also quasi alle.


Das muss nicht sein, der potentielle Schmuggler nimmt sich eben KEINEN
Schnaps mit, wenn er weiß, daß es verboten ist, er konsumiert denn eben auch
keinen. Er kann ja darauf verzichten. Dann ensteht niemandem ein Schaden, es
sei denn, dem Kioskbesitzer, da er nicht mehr so viel Umsatz macht. Der
Urlauber KANN darauf verzichten.
Genau wie Kiffer.


>> Warum darf man an einer Demo nicht mehr teilnehmen, wenn man sich einen
>> Schal ums Gesicht wickelt? Es ist doch harmlos und es gibt keine Opfer.
Und
>> dennoch ist es eine Straftat.
>
>Siehe oben, es gaebe wohl viele Opfer, wenn es das Verbot nicht gaebe.


Wieso gäbe es denn Opfer? Ist denn ein Vermummter automatisch gewaltbereit??
Wird er denn nur deswegen vermummt sein, um im Schutze der Anonymität andere
Straftaten zu verüben? Was ist denn, wenn es sehr kalt ist? Wenn einer aus
anderen Gründen nicht erkannt werden will? Wenn er sich mit einem Helm nur
schützen will?


>Ich wuerde es auch voll daneben finden, wenn jemand einen anderen anzeigt,
>weil der nachts auf leerer Strasse ueber eine rote Ampel gefahren ist.


Und warum? Hast du schon mal was von Verkehrsdisziplin gehört? Oder von
persönlicher Einstellung / Reife, von charakterlicher Geeignetheit, die ein
Führerscheininhaber haben muß?


>In anderen Faellen gibt es eine Gefaehrdung anderer Menschen, die dann
>gewissermassen auch Opfer sind, wenn nichts passiert.

Wenn keine andere Menschen da sind, wie sollen sie dann gefährdet werden?

____________
schlaumeiert
Manfred

Jens Haug

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to
In article <6u39ph$f9$2...@black.news.nacamar.net>, "Manfred" <ma...@topmail.de> writes:
>
> >Klar kann es. Wie viel Zoll muesste man zahlen? Das ist der Betrag des
> >Schadens. Ganz klar erkennbar. Opfer ist jeder, der vom Geld des Staates
> >irgendwie profitiert. Also quasi alle.
>
> Das muss nicht sein, der potentielle Schmuggler nimmt sich eben KEINEN
> Schnaps mit, wenn er weiß, daß es verboten ist, er konsumiert denn eben auch
> keinen. Er kann ja darauf verzichten. Dann ensteht niemandem ein Schaden, es
> sei denn, dem Kioskbesitzer, da er nicht mehr so viel Umsatz macht. Der
> Urlauber KANN darauf verzichten.
> Genau wie Kiffer.

Wir sprachen von opferlosen Straftaten. Eine Straftat, die _nicht_ veruebt wird,
ist natuerlich immer ohne Opfer, das ist trivial. Soviel zu dem Schmuggler, der
_keinen_ Schnaps mitnimmt. Wird diese Straftat veruebt, dann gibt es Opfer.
Beim Kiffen dagegen nicht.

> >> Warum darf man an einer Demo nicht mehr teilnehmen, wenn man sich einen
> >> Schal ums Gesicht wickelt? Es ist doch harmlos und es gibt keine Opfer.
> Und
> >> dennoch ist es eine Straftat.
> >
> >Siehe oben, es gaebe wohl viele Opfer, wenn es das Verbot nicht gaebe.
>
> Wieso gäbe es denn Opfer? Ist denn ein Vermummter automatisch gewaltbereit??
> Wird er denn nur deswegen vermummt sein, um im Schutze der Anonymität andere
> Straftaten zu verüben? Was ist denn, wenn es sehr kalt ist? Wenn einer aus
> anderen Gründen nicht erkannt werden will? Wenn er sich mit einem Helm nur
> schützen will?

Jetzt stell' doch nicht Fragen, deren Antwort jeder (auch Du) kennt!
Wir wissen inzwischen alle, dass es viele Opfer gab, wenn vermummte bei Demos
Gewalttaten veruebt haben und diese Taeter dann nicht identifiziert werden
konnte, also bei der naechsten Demo wieder dabei waren. Das trifft nicht
fuer alle Vermummte zu, aber die anderen werden eben auch vom Verbot betroffen,
weil sich kein besseres Kriterium fand als die Vermummung.
Und bei Kiffern? Wo ist das Opfer? Die Abgrenzung zu anderen BTM-Konsumenten
ist doch ganz einfach!

> >Ich wuerde es auch voll daneben finden, wenn jemand einen anderen anzeigt,
> >weil der nachts auf leerer Strasse ueber eine rote Ampel gefahren ist.
>
> Und warum? Hast du schon mal was von Verkehrsdisziplin gehört? Oder von
> persönlicher Einstellung / Reife, von charakterlicher Geeignetheit, die ein
> Führerscheininhaber haben muß?

Ist das ein charakterliches Kriterium, das man erfuellen muss, um fuer das
Autofahren geeignet zu sein? Nachts auf einer leeren Strasse an einer Ampel
warten? Ich denke da eher an andere Sachen... Umsicht, Verantwortungsgefuehl...

> >In anderen Faellen gibt es eine Gefaehrdung anderer Menschen, die dann
> >gewissermassen auch Opfer sind, wenn nichts passiert.
>
> Wenn keine andere Menschen da sind, wie sollen sie dann gefährdet werden?

Werden sie nicht. Und in genau solchen Faellen finde ich es ziemlich daneben,
wenn eine Vorschrift mit Zwangsmassnahmen durchgesetzt wird. Da kann man
doch problemlos mal nichts sehen. Als Polizist sicher nicht so leicht, aber
wir sprachen von Buergern, die andere verpfeifen.

Jens


Manfred

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Hallo Jens Haug


>Wir sprachen von opferlosen Straftaten. Eine Straftat, die _nicht_ veruebt
wird,
>ist natuerlich immer ohne Opfer, das ist trivial. Soviel zu dem Schmuggler,
der
>_keinen_ Schnaps mitnimmt. Wird diese Straftat veruebt, dann gibt es Opfer.
>Beim Kiffen dagegen nicht.


Opfer gibt es hier auch. Die Rechtsordnung und damit die Gesellschaft wird
geschädigt. Wird die Straftat verübt, gibt es Opfer.
Ich fange jetzt einmal an, das Steuerrecht -von dem du offenbar glaubst, daß
es gerecht ist- zu hinterfragen. Wen stört es eigentlich, wenn ein Urlauber
statt 2 Pf. eben 3 Pf. Kaffee mitbringt. Ich finde das ungerecht, daß er es
nicht darf. Mediziner und andere Fachleute haben herausgefunden, daß es
niemanden stört, weil durch den Einfuhr von Kaffee der deutschen
Gesellschaft absolut unbedeutende Nachteile entstehen (und damit KEINE
Nachteile). Mediziner haben auch herausgefunden, daß der Einfuhr von
ausländischem Kaffee vielen, gerade weniger betuchten Menschen, gut tut, da
es für ihre Psyche ausnehmend positiv ist, wenn sie durch den
Auslandseinkauf 0,78 DM sparen können. Ich plädiere daher, den Einfuhr von
Kaffee auf wenigstens 4 Pf. pro heimkehrenden Urlauber zu erhöhen, weil
alles andere gemein und unfair ist.
Außerdem hilft dies, Urlauber zu entkriminalisieren. Ca. 6 % (seit Jahren
gleichbleibend) der Urlauber machen es sowieso, was hilft also ein Verbot?
Die Kambodschaner verfahren übrigens auch schon seit Jahren so, und die
Erfahrungen dort sind durchaus positiv. Ich finde, daß die Deutschen
angesichts solcher Erkenntnisse alles Hinterwäldler sind.

Ausserdem möchte ich, daß Schlaftabletten ab sofort nicht mehr
rezeptpflichtig sind. Für viele ist ein Gang zum Arzt mit vielen
Unannehmlichkeiten verbunden, außerdem verschreiben Ärzte zu wenig
Schlaftabletten. Es gibt aber Leute, die schlecht schlafen und die Tabletten
ab und zu nehmen wollen. Es gibt auch Leute, die wollen diese Tabletten nur
nehmen, damit sie sich entspannen können, so wei andere, die ihr
Feierabendbier trinken, andere, die sich bekiffen, und wieder andere, die
sich gerade den goldenen Schuß setzen wollen. Das ist aus medizinischer
Sicht absolut unstrittig. In Angola gibt es auch keine Rezeptpflicht, nein,
es gibt noch nicht einmal Ärzte! Es ist beweisbar, daß es in Angola weniger
Verkehrsunfälle unter dem Einfluß von Schlaftabletten gibt als hier. Das ist
ein klares Zeichen, daß die Rezeptpflicht überflüssig ist.
Der Staat macht da aber ein Strich durch die Rechnung, das ist gemein und
unfair.
Ich möchte, daß die Leute SELBST entscheiden, wann sie Tabletten nehmen und
wann nicht. In unserer Gesellschaft hat jeder das Recht auf
Selbstbestimmung, warum muß ich dann zum Arzt?

Ich möchte weiterhin, daß es in Deutschland nachts keine Pflicht mehr gibt,
an roten Ampeln zu stehen. Die Deutschen können doch nachts selbst erkennen,
ob noch ein Auto quert. Ampeln sind damit gemein und absolut überflüssig,
erst recht nachts und ohne erkennbaren Verkehr.

>Jetzt stell' doch nicht Fragen, deren Antwort jeder (auch Du) kennt!
>Wir wissen inzwischen alle, dass es viele Opfer gab, wenn vermummte bei
Demos
>Gewalttaten veruebt haben und diese Taeter dann nicht identifiziert werden
>konnte, also bei der naechsten Demo wieder dabei waren. Das trifft nicht
>fuer alle Vermummte zu, aber die anderen werden eben auch vom Verbot
betroffen,
>weil sich kein besseres Kriterium fand als die Vermummung.


Das ist gemein und meiner Meinung nach überflüssig. Was kann ich als
Vermummungswilliger dafür, daß andere dieses Recht mißbrauchen? Das kann
doch nicht wahr sein. Und wenn mir kalt ist, dann habe ich kein Recht mehr
auf Demonstrationsrecht? Nur, weil andere es mißbrauchen??

Oder? Moment einmal!

Ich weiß jetzt endlich, was du meinst. Ich bin auch dafür, daß man Haschisch
auf dem Balkon gewinnen kann. Was kann denn der Hanfbauer dafür, daß andere
BTM-K´s sich volldröhnen und in die Kriminalität abrutschen? Mit BTM
handeln? Andere BTM konsumieren? Unfälle bauen?
Der will doch nur ein paar Gramm Haschisch haben, mehr nicht. Ich sehe da
auch überhaupt keinen Zusammenhang mehr, das Verbot muß weg, sofort!

>Ist das ein charakterliches Kriterium, das man erfuellen muss, um fuer das
>Autofahren geeignet zu sein? Nachts auf einer leeren Strasse an einer Ampel
>warten? Ich denke da eher an andere Sachen... Umsicht,
Verantwortungsgefuehl...


Nein, hast du vollkommen recht. Jeder, der ein bißchen Grips hat, wird schon
richtig fahren. Disziplin ist unter mündigen Bürgern im Verkehr eher
überflüssig und hinderlich. Erst recht nachts. Ich bin dafür, daß nachts
Verkehrsregeln außer Kraft gesetzt werden, allerdings nur bei solchen
Menschen, die das Recht nicht mißbrauchen, also soviel Gehirn haben, daß sie
niemanden gefährden und auch sonst keine Scheiße bauen. Das finde ich gut.

>Werden sie nicht. Und in genau solchen Faellen finde ich es ziemlich
daneben,
>wenn eine Vorschrift mit Zwangsmassnahmen durchgesetzt wird. Da kann man
>doch problemlos mal nichts sehen. Als Polizist sicher nicht so leicht, aber
>wir sprachen von Buergern, die andere verpfeifen.


Auch ein Punkt. Ich bin dafür, daß die Polizei und die StA in Zukunft nur
noch solchen Hinweisen der Bevölkerung nachgeht, wenn die angezeigte Sache
auch etwas ist, was Menschen verbrochen haben, die charakterlich völlig
ungeeignet sind.


____________
schlaumeiert
Manfred

Johannes

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Am Wed, 23 Sep 1998 08:37:35 +0200 schrieb "Manfred"
<ma...@topmail.de> folgendes:

*eine polizistische Aufzählung verschiedener Vergehen aus dem
Steuerrecht, Arzneimittelrecht, Verkehrsrecht usw*

Guter Mann,

Du weißt, wie traurig ich und viele andere über deine Rechtskenntnisse
bin ;-) Peinlich, peinlich ...

-> die Beispiele kommen aus dem Verwaltungsrecht. Das hat nichts mit
dem Strafrecht zu tun. In unserer Rechtsordnung gilt das STRAFRECHT
als ultima ratio, um das ethische Minimum in einer Gesellschaft zu
gewährleisten. Es ist nicht dazu da, sämtliches Verhalten, das nicht
unerwünscht ist, zu beseitigen.

In unserem Strafrecht ist die Selbstschädigung straffrei ! Wo bitte,
gibt es sonst noch Paragraphen außer im BtMG, wo Selbstschädigung
unter Strafe gestellt wird ? Nenne mir einen ! Und wenn du keinen
findest, dann denke nach: warum ist das wohl so ?

Etwa verursacht es sicher Kosten für die Krankenversicherung, wenn
sich Klein-Manfred nicht regelmäßig die Beisserchen putzt. Warum ist
das nicht strafbar ? Warum ? Wo ist für dich, big brother ;-) beim
Recht der Polizei der logische Bruch, die Grenze ?

Im Grundgesetz steht in § 2 bestimmt, daß jeder das Recht auf freie
Entfaltung hat, sofern er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht
gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Das ist Gedankengut der Aufklärung.

"Das Recht ist also der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die
Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen
Gesetze der Vernunft vereinigt werden kann" (Kant, Metaphysik der
Sitten)

Das Verbot "kulturfremder Drogen" aber kommt aus Amerika und aus dem
Geiste des Puritanismus. Nach dieser Weltanschauung ist der Staat ein
von Gott eingesetztes Zwangsinstrument zur Züchtigung der Menschen.
(spare the rod, spoil the child). Auch persönliche Laster können da
strafrechtlich Bedeutung bekommen. Man denke etwa an die in manchen
Bundesstaaten der USA, wo "innatural sex acts" es immer noch verboten
sind.

Ein Jurist hat das Thema mal aufgebohrt:

"Um prinzipieller, auch internationaler Klärung willen muß der
Grundsatz der insofern weltbeherrschenden US-amerikanischen
Drogenpolitik ins Auge gefaßt werden. Von einem ursprünglich
protestantisch-calvinistischen Ethos systematisch-innerweltlicher
Bewährung des Gnadenstandes leitet sich, auch in säkularisierter Form
unreflektiert fortwirkend, ein Höchstwert der
individuell-sozialpragmatischen Tüchtigkeit, als Zweck diesseitigen
Lebens überhaupt, her. Dieser Grundorientierung entsprechen sowohl
eine vorherrschend empirisch-pragmatisch ausgerichtete Philosophie als
auch ein positivistisch-instrumentales Rechtsdenken. Es bezieht das
Recht und insbesondere das Strafrecht funktional-unmittelbar auf
soziale Nützlichkeit. Diese sich freiheitlich begreifende Teleologie -
in der Tat gibt sie auf ihrer Ebene der individuell-empirischen
Wahlfreiheit des seine Glückseligkeit verfolgenden gesellschaftlichen
Subjekts nahezu grenzenlos Raum - tendiert indessen zu grundsätzlicher
Intoleranz gegenüber abweichenden Lebens- und Kulturkonzeptionen.
Aufgrund der oben bezeichneten Einheit von Moral und Recht neigt sie
daher zu ihrem zwangsrechtlichen Ausschluß. Die Prohibitionsbewegung
gegen Alkohol und sonstige, deren Gebrauch das Individuum einem
gesellschaftsnützlich-fortschrittlichem Lebenshabitus entfremden
könnte, der historisch bis in die jüngste Zeit belegte Übergriff gegen
gruppen- oder nationalautonom kultivierten Rauschdrogengebrauch sind
Ausdruck dieser Grundorientierung. Vor allem induziert die pönale
Richtung des Verbots auch gegen Drogenkonsumenten selbst jene
behauptete Einheit von Recht, Ethik und Pragmatik. Schließlich beweist
sich die sozialutilitaristische Problembefangenheit darin, daß selbst
die Kritik an der auch inneramerikanisch durchaus nicht unumstrittenen
Drogenpolitik sich vornehmlich folgenorientiert, in einem negativen
gesellschaftlichen Kosten-Nutzen-Kalkül geltend macht. Die bezeichnete
säkularisierte Form einer theologischen Einheitskonzeption von
religiöser Ethik, gesellschaftlicher Pragmatik und Recht begegnet in
Europa ähnlichen vorkantisch-naturrechtlichen Traditionslinien. Auch
sie sind daran erkennbar, daß sie das Zwangsrecht unmittelbar auf
materiale ethisch-pragmatische Inhalte beziehen, sei es ein religiöses
Ethos, sei es ein gesellschaftliches Interesse der
Systemstabilisierung. Ohne die ideologische Grundkonvergenz wäre auch
die internationale Macht der sog. Drogenpolitik nicht begreiflich... "
(Prof. Dr. Michael Köhler in der Zeitschrift für die gesamte
Strafrechtswissenschaft 1992 Heft 1 Seite 3 ff.:)

Ich hoffe, das war nicht zu hoch ;-)

Sonst lese mal in Lehrbüchern nach, was der Unterschied zwischen
Verwaltungsrecht und Strafrecht ist. Und wo die Grenze der
Strafbarkeit rechtsdogmatisch in unserer Rechtsordnung begründet ist.
Und warum wir in unserer westlichen Gesellschaftsordnung sowas wie
einen Freiheitsbegriff ? Was ist rechtssoziologisch der Unterschied
zwischen Singapur und Deutschland ? Warum heißt es in unserer
Rechtsordnung oft: Die Polizei muß leider draußen bleiben ?

Warum ? Warum ? Warum ?

>schlaumeiert
>Manfred

belehrt
Johannes

Manfred

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Hallo "belehrender" und lieber Johannes,

deine Exkursion hat mich sehr gefreut. Ich würde gerne bei dir ein paar
Kurse belegen, ich glaube, da kann man gut und gerne auf Haschisch
verzichten (zumindest, wenn man Schlafprobleme hatte ;-))

>unter Strafe gestellt wird ? Nenne mir einen ! Und wenn du keinen
>findest, dann denke nach: warum ist das wohl so ?

Tja, ich weiß es nicht. Belehre mich weiter.


>Etwa verursacht es sicher Kosten für die Krankenversicherung, wenn
>sich Klein-Manfred nicht regelmäßig die Beisserchen putzt. Warum ist
>das nicht strafbar ? Warum ? Wo ist für dich, big brother ;-) beim
>Recht der Polizei der logische Bruch, die Grenze ?

In diesem Fall kann ich dir natürlich weiter helfen:
Ich bin nicht krankenversichert. Es entstehen keiner Krankenversicherung
Kosten, wenn Klein-Manfreds Beisserchen der Reihe nach ausfallen ...

----snip-----
es folgt eine endlose Aneinanderreihung von Fremdwörtern
----snip-----

>Ich hoffe, das war nicht zu hoch ;-)

Nein, es war zu langweilig.


>Und warum wir in unserer westlichen Gesellschaftsordnung sowas wie
>einen Freiheitsbegriff ?

Das weiß ich allerdings auch nicht.


>Was ist rechtssoziologisch der Unterschied
>zwischen Singapur und Deutschland ?

Wer interessiert sich denn jetzt für Singapur? Habe ich was verpasst?


>Warum heißt es in unserer
>Rechtsordnung oft: Die Polizei muß leider draußen bleiben ?

Diesen Terminus habe ich bisher nur auf Heckscheiben und dort auf Aufklebern
gesehen.


>Warum ? Warum ? Warum ?

Bei soviel Fragen, die immer den gleichen Betreff haben, solltest du einmal
Haschisch als Abhilfe und Antwort versuchen: es entspannt, du fühlst dich
wohler, die Krämpfe verschwinden, die Übelkeit auch - und du zerbrichst dir
nicht mehr deinen wertvollen Kopf :-)


empfiehlt
Manfred

Jens Haug

unread,
Sep 24, 1998, 3:00:00 AM9/24/98
to
In article <6ua5jr$uub$1...@news.online.de>, "Manfred" <ma...@topmail.de> writes:
(viel Unsinn gesnippt)
> Das ist gemein und meiner Meinung nach überflüssig. Was kann ich als
> Vermummungswilliger dafür, daß andere dieses Recht mißbrauchen? Das kann
> doch nicht wahr sein. Und wenn mir kalt ist, dann habe ich kein Recht mehr
> auf Demonstrationsrecht? Nur, weil andere es mißbrauchen??
(noch mehr Unsinn gesnippt)

Obiges nur als Beispiel stehengelassen.
Ich schlage vor, Du fasst Dich etwas kuerzer und bleibst etwas sachlicher.
Dieser Stil ist mir einfach zu laestig.

Wenn Du bereit bist, weiter _sachlich_ zu diskutieren, koennen wir das tun.
Ansonsten hoeren wir hier einfach auf.


Jens


Manfred

unread,
Sep 25, 1998, 3:00:00 AM9/25/98
to
Hallo Jens Haug


>Ansonsten hoeren wir hier einfach auf.

Mit Verlaub, Dein erster vernünftiger Vorschlag ;-)
Wenn es dir zu lang war, dann schlage ich dir vor, es nicht zu lesen.
Geduld scheint nicht deine Stärke zu sein.


>Dieser Stil ist mir einfach zu laestig.

Mir ist sehr Vieles zu lästig. Das eine mache ich, das andere nicht.
Entscheide selbst, ob du dieses Maß noch ertragen kannst.

Manfred

Jens Haug

unread,
Sep 25, 1998, 3:00:00 AM9/25/98
to
In article <6uekr0$jj0$1...@news.online.de>, "Manfred" <ma...@topmail.de> writes:
> Hallo Jens Haug
>
> >Ansonsten hoeren wir hier einfach auf.
>
> Mit Verlaub, Dein erster vernünftiger Vorschlag ;-)
> Wenn es dir zu lang war, dann schlage ich dir vor, es nicht zu lesen.
> Geduld scheint nicht deine Stärke zu sein.

Geduld ist eine meiner groessten Staerken. Aber es muss ein Sinn dabei
erkennbar sein, sonst waere es reine Verschwendung. Genau den Eindruck
habe ich hier.
Meine zweitgroesste Staerke ist die Sachlichkeit. Wie sieht's da bei
Dir aus?

> >Dieser Stil ist mir einfach zu laestig.
> Mir ist sehr Vieles zu lästig. Das eine mache ich, das andere nicht.
> Entscheide selbst, ob du dieses Maß noch ertragen kannst.

Nein, kann ich nicht. Ich ertrage nur sachliche Diskussionen, in denen
mein Gegenueber ernstlich an einem Gedankenaustauch interessiert ist.


Jens

Karl-Josef Welter

unread,
Oct 5, 1998, 3:00:00 AM10/5/98
to

>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 23.09.98, 15:48:13, schrieb Johann...@t-online.de (Johannes)
zum Thema Re: Opferlose Straftaten? (war: ...betaetigt sich als
Polizeispitzel!):


> In unserem Strafrecht ist die Selbstschädigung straffrei ! Wo bitte,
> gibt es sonst noch Paragraphen außer im BtMG, wo Selbstschädigung
> unter Strafe gestellt wird ? Nenne mir einen ! Und wenn du keinen
> findest, dann denke nach: warum ist das wohl so ?

... Selbstverstümmelung um der Wehrpflicht zu entgehen?
... Fahren ohne Helm wird nicht mehr bestraft? Toll!
... ohne Sicherheitsgurt ...

> >schlaumeiert
> >Manfred
> belehrt
> Johannes
fragt sich
Kajo
___________________________________________________________________
Kajo Welter eMail: Kajo....@T-Online.de Do, 1. Okt 98

.-==-' StarOffice 4.0 '-==-. garantiert frei von Micro$oft

Johannes

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Am 5 Oct 1998 19:34:47 GMT schrieb Kajo....@t-online.de (Karl-Josef
Welter) folgendes:


>Am 23.09.98, 15:48:13, schrieb Johann...@t-online.de (Johannes)
>zum Thema Re: Opferlose Straftaten? (war: ...betaetigt sich als
>Polizeispitzel!):
>
>

>> In unserem Strafrecht ist die Selbstschädigung straffrei ! Wo bitte,
>> gibt es sonst noch Paragraphen außer im BtMG, wo Selbstschädigung
>> unter Strafe gestellt wird ? Nenne mir einen ! Und wenn du keinen
>> findest, dann denke nach: warum ist das wohl so ?
>

>... Selbstverstümmelung um der Wehrpflicht zu entgehen?

Das ist eine Ausnahme, da hier ein Interesse des Staates an der
körperlichen Unversehrtheit besteht. Keinesfalls kann das auf das
Zivilleben ausgeweitet werden.

>... Fahren ohne Helm wird nicht mehr bestraft? Toll!
>... ohne Sicherheitsgurt ...

Ist aber kein Strafrecht.

Ciao Johannes


Karl-Josef Welter

unread,
Oct 16, 1998, 3:00:00 AM10/16/98
to
Hallo Johannes,

>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 07.10.98, 23:31:44, schrieb Johann...@t-online.de (Johannes)

zum Thema Re: Opferlose Straftaten? (war: ...betaetigt sich als
Polizeispitzel!):

> >> unter Strafe gestellt wird ? Nenne mir einen ! Und wenn du keinen
........................................ ^^^^^ !
GEFUNDEN!

> >> findest, dann denke nach: warum ist das wohl so ?

... ich hab' aber EINEN gefunden, jetzt brauch' ich nicht nachdenken.


> >... Selbstverstümmelung um der Wehrpflicht zu entgehen?
> Das ist eine Ausnahme, da hier ein Interesse des Staates an der

> >... Fahren ohne Helm wird nicht mehr bestraft? Toll!


> >... ohne Sicherheitsgurt ...
> Ist aber kein Strafrecht.

... mein Lexikon und ich sind da anderer Meinung:

/LEXIKON ON/
1.) subjektives Strafrecht: die Berechtigung zur Strafverfolgung [...]
2.) objektives Strafrecht: Teilgebiet des Öffentlichen Rechts; die
Gesamtheit aller auf dem Grundgesetz basierenden Rechtsnormen, die
sich mit der Definition [...], der Verfolgung und dem Strafmaß von und
bei Rechtsbrüchen befassen; [...].
/LEXIKON OFF/

Auch das Ordnungswidrigkeitenrecht ist Teil des Öffentlichen Rechts.

Gruß
_______________________________________________________________
Kajo Welter eMail: Kajo....@T-Online.de 15.10.1998

Alex Schuster

unread,
Oct 17, 1998, 3:00:00 AM10/17/98