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Ulla von Bernus- Interv. Achtung Lang!

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Enochian

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Jan 14, 1998, 3:00:00 AM1/14/98
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Ich fand in meinem "Archiv" diese zwei Artikel die ich da nicht mehr erhältlich mal einer breiteren Gemeinschaft zugänglich machen wollte ....Um es klarzustellen, ich bin kein Satanist, fand die Berichte jedoch interessant weil viel über Magie darin ist...

By Enochian

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Und die Eulen hörten zu

LUZIFERITUAL IN EINER VOLLMONDNACHT
Wolfgang Weirauch
Es war der heißeste Tag des Jahres 1989, am heißesten Ort in der Bundesrepublik
Deutschland. Ulla von Bernus hatte mich eingeladen, an einem Luziferehrenritual bzw.
Vollmondritual teilzunehmen. Der Ort selbst soll nicht mitgeteilt werden.
Wir - Ulla von Bernus, einige ihrer Schüler und ich - trafen uns am 16. August 1989 in einem Hotel, es war der Abend vor einer Mondfinsternis. Ich war Gast und mußte im Prinzip nur eine einzige Bedingung erfüllen: schwarz gekleidet erscheinen.
Ein vorbereitender Akt war die Zeit der Mondfinsternis selbst, am nächsten frühen Morgen. Dazu verließen wir alle schwarz gekleidet morgens um 02.30 Uhr bei Regen das Hotel; zu gerne hätte ich gewußt, was der Herr in der Rezeption sich dabei gedacht hat!
Ulla von Bernus

Ziel war ein Haus mit Balkon, von wo die Mondfinsternis abgewartet werden sollte, die um 03.21 Uhr begann. Leider war der Himmel bewölkt, so daß von der Mondfinsternis selbst nichts zu sehen war.
Während dieser ein bis zwei Stunden wurden auf dem Balkon verschiedene Gegenstände, zum Beispiel ein Dolch, Bilder und manches mehr ausgebreitet, um durch die Strahlung der Mondfinsternis ,,aufgetankt" zu werden. Verschiedene Worte wurden gesprochen, Namen und Zeichen in die Luft geschrieben sowie Fotos von drei ,,unliebsamen Personen" auf einen Dolch gespießt und gegen den verfinsterten Mond emporgestreckt.
Das eigentliche Luziferehrenritual - kein Todesritual - fand am Abend desselben, gerade begonnenen Tages statt. Ulla von Bernus und ihre Schüler verschwanden auf ihre Hotelzimmer, um sich in eine achtstündige Konzentration zu begeben. Abends ging es los. Ulla von Bernus sprühte Funken, bedingt durch verschiedene Astralbilder, die ihr während der Konzentration gekommen waren. Mit zwei Wagen fuhren wir in einen nahegelegenen Wald zu einem einsamen Haus, in dem bereits drei Menschen gewaltsam zu Tode gekommen waren: Einer hatte sich erhängt, die anderen wurden zu Tode gespritzt bzw. erschossen.
Ansonsten war es eine Nacht wie aus dem Bilderbuch: Die Dämmerung brach herein, die Tannen umsäumten den Platz des kommenden Geschehens, nur ein leises Bachneseln erfüllte die fast absolute Stille. Der Vollmond erleuchtete später den blauschwarzen Nachthimmel.
Die Phase der Vorbereitung begann, alle Utensilien - vom Tonband über das Räucherbecken bis zum ,,Altarbild" - wurden ausgeladen, mit einer Sense mähte man den Platz des Rituals und schließlich durchstreifte noch einer der Teilnehmer mit einem Schrotgewehr das umliegende Gelände und feuerte einige Schüsse ab, um etwaige unfreiwillig- unliebsame Beobachter zu vertreiben. Im weiteren begann man mit den direkten Vorbereitungen zum Ritual. Nachdem ein Luziferbild als Altarbild nach Norden ausgerichtet worden war, zog einer der Schüler mit einem Dolch von Norden nach Süden im Uhrzeigersinn den äußeren Schutzkreis, ein anderer den inneren Zusätzlich schrieb man die Namen Luzifer, Rofocale, Adonai und Ariel innerhalb des Kreises in die vier Himmelsrichtungen, ferner schrieb man jeweils ein bis zwei Pentagramme daneben. (Näheres siehe: Interview mit Ulla von Bernus unter der Zwischenüberschrift: Die Grundhandgriffe für das Vollmondritual.)
Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, versenkten sich die Teilnehmer für etwa eine halbe Stunde in Konzentration. Kein Laut - außer dem Bachgeriesel -durchzog die Nacht. Ich war gespannt, was sich ereignen würde.
Nach dieser Konzentrationsphase kam Leben in den Wald, denn nun wurden die Naturgeister angerufen, ein Part, der nicht notwendigerweise zum Vollmondritual hinzugehört. Dazu wurden drei Kassettenrekorder eingeschaltet, laut Ulla von Bernus zum verstärkten und wirksameren Heranziehen der Elementargeister: Gewitter, Sturm, Wasserrauschen und Wolfsgeheul ertönten nun von den Bändern durch die Stille des Waldes. Das war schon eine leicht außergewöhnliche und abenteuerliche Atmosphäre. Gleichzeitig begann Ulla von Bernus zu sprechen bzw. die Anrufung der vier Elementargeistergruppen zu intonieren. Die Worte wurden teils lateinisch, teils deutsch gesprochen, zum Beispiel: ,,In nomine luzifer, rex et imperator, Herr über mich, salamandre,
Währenddessen war das Feuer durch eine Mitarbeiterin zur Rechten geschürt worden, und es entwickelte sich die Szenerie, daß die drei auf dem Dolch gespießten Fotos ,,mißliebiger Personen" in die Flammen geworfen wurden. ,,Mord, morde ihn, hol ihn dir!" wurde dabei gemurmelt Wie Ulla von Bernus in dem nachstehenden Interview klarstellt, war dies aber weder ein Todesritual, noch hätte Luzifer diese Aufforderung angenommen.
Die weiteren Textpassagen kann ich aus der Erinnerung nicht mehr genau wiedergeben; es waren teils allgemeine Ausführungen über die ägyptische Zeit, Satan und Luzifer als ,,Herr über die Gottheiten der Planeten".
Das Ritual kulminierte in der Bitte, daß die, die den Weg Luzifers in Wahrheit - also im Geiste, ohne materielle Forderungen - gingen, von Luzifer gesegnet werden mögen, diejenigen aber, die es aus materieller Gier täten, sollten bestraft werden.
Nachdem der Ritualtext zu Ende gesprochen war, schüttete einer Wasser in den glühenden Ofen, so daß das eindrucksvolle Bild einer kerzengeraden Wasserdampfsäule entstand, die steil nach oben - gegen den blauschwarzen Nachthimmel gut sichtbar -aufstieg. In diesen Dampf wurde ein Kelch mit Traubensaft gehalten, der anschließend zur Kommunion herumgereicht wurde. Ich als Gast ließ ihn an mir vorübergehen. Ulla von Bernus beendete das Luziferehrenritual damit, daß sie alle anderen umarmte.
Wir verließen wieder den Kreis und sahen dabei, daß während des Rituals die umliegenden Tannen voller Waldkäuzchen waren, die in diesem Moment davonflatterten.
venete, venete, venete." Auch der Geist der Erde wurde angerufen: ,,Geist der Erde, 3 x 7 hängst du, 4 x 7 gehst du, 7 x 9 fliegst du, Geist der Erde, venete, venete, venete."
Wieder trat eine Ruhe- und Konzentrationsphase ein, die Tonbänder waren mittlerweile abgespielt, und Stille beherrschte wieder den Ritualplatz.
Für das eigentliche Ritual verließen alle kurz den Kreis und zogen sich schwarze Ritualmäntel mit Kapuzen an und entzündeten Sturmlatemen sowie einen Räucherofen. Vor dem Ritual verneigte sich Ulla von Bernus mit gekreuzten Händen auf der Brust und begann ihre Worte damit, daß sie, seine unwürdige Dienerin", darauf warte, daß Luzifer ihre Bitte erhöre: ,,Luzifer, Herr über mich. Ich werde nie gegen deinen Willen handeln, damit du mich aufnehmen mögest in deinen Schutz. Teile mir deine Befehle durch deinen Begleiter Rofocale mit."
Verschiedene Passagen des Rituals wurden besonders intoniert, manche dreimal wiederholt. Der Wesenheit des Luzifer wurde immer wieder Zeit, Raum und Ewigkeit zugesprochen, und er wurde darum gebeten, ihr - Ulla von Bernus - den Weg zu zeigen und die geistigen Bitten, die sie habe, zu erfüllen.
The Rites of Lucifer
INTERVIEW MIT ULLA VON BERNUS
von Wolfgang Weirauch
Bereits für unser FLENSBURGER HEFT Nr.13 führten wir ein Interview mit Ulla von
Bernus. Wegen des guten Kontaktes, den ich mittlerweile zur ihr habe, sowie der
Wichtigkeit und Fülle des Themas, haben wir uns entschlossen, ein weiteres Interview
als Fortsetzung zu veröffentlichen.
Mit dem Gespräch, das Sie im Anschluß lesen können, möchten wir Ihnen einen Einblick in verschiedene Bereiche der Magie geben, vor allem in den luziferischen Einweihungsweg, wie ihn Ulla von Bernus versteht. Es handelt sich dabei um einen 3x3stufigen Einweihungsweg - basierend auf den Rites of Lucifer, Texte, die nach alter, aber ungewisser Tradition überliefert sind -, der den Schüler mit den verschiedensten magischen Praktiken - Ritualen, Beschwörungen von Geistwesenheiten usw. - vertraut machen soll und der in einer Priesterweihe kulminiert. Wer diese Schwelle zum Priester Luzifers überschreite, so Ulla von Bernus, binde sich für immer an Luzifer, sowohl in diesem als auch im nachtodlichen bzw. in den nächsten Leben.
Fernerhin wurden in diesem Interview noch verschiedene Pakte, Exorzismus, Spiritismus, die Arbeit mit dem Schwarzen Spiegel besprochen sowie eine Korrektur zu unserem letzten Interview bezüglich der angeblichen Taufe Ulla von Bernus' durch Rudolf Steiner gegeben, was nicht der Wahrheit entspricht.
Wolfgang Weirauch: Was sind die Rites of Lucifer?
Ulla von Bernus: Die Rites ofLucifer sind eine alte Tradition, die bis in die ägyptische Zeit zurückreicht. Es gibt ein englisches Originalbuch; wer dieses besitzt, weiß ich nicht Ich bekomme sie von einem Großmeister aus Italien auf Italienisch und übersetze sie selbst ins Deutsche.
W.W.: Welchen Umfang haben diese Rites ofLucifer?
U.v. Bernus: 45 Kassetten
W.W.: Kannst Du noch etwas genauer sagen, aus welcher Zeit sie stammen und wer sie verfaßt hat?
U.v. Bernus: Wer sie verfaßt hat, weiß man genauso wenig wie man weiß, wer das Necronomicon verfaßt hat; zwar heißt es, dies sei der wahnsinnige Araber gewesen, aber ob es stimmt, ist fraglich. Genauso verhüllt sich die Herkunft der Rites of Lucifer in einen Schleier.
W.W.: Aber sie stammen aus vorchristlichen Zeiten?
U.v. Bernus: Natürlich.
W.W.: Woher stammt die italienische Fassung?
U.v. Bernus: Die hat der Großmeister aus Italien selbst aus dem Englischen übersetzt
W.W.: Zum Inhalt eines Ritus, der mir auf einer Kassette vorliegt: In ihm kommt das Motiv vor, daß Luzifer mit der Linken gibt und mit der Rechten nimmt; was bedeutet das?
U.v. Bernus: Alle Magier der linken Seite geben sich bei ihren Begegnungen ebenfalls immer die linke Hand. Alles ist links. Mehr ist damit im Grunde nicht ausgesagt.
W.W.: Luzifer wird Rex infernus genannt, er ist ein hohes geistiges Wesen, welches laut diesem Ritus eine löwenköpfige Krone und Augen aus Smaragden hat.
U.v. Bernus: Der Löwenkopf taucht hauptsächlich in den Konzentrationsübungen auf, denn dort verändert sich das Bild Luzifers in einen Löwenkopf. Der Löwenkopf geht in seiner Tradition auf ägyptische Zeiten zurück.
W.W.: Die Beschreibung von Luzifer scheint mir allerdings etwas zu gegenständlich, zwar liest man in der Bibel ähnliche Schilderungen geistiger Wesen, aber irgend jemand muß eine Schauung Luzifers gehabt haben und sie in die beschriebenen gegenständlichen Bilder unserer Sprache gekleidet haben. Wie geht das vor sich?
U.v. Bernus: Das entsteht aus Evokationen Luzifers. Wenn man eine Luzifer- Arbeit durchführt, so taucht Luzifer nur sehr selten auf. Luzifer- Beschwörungen sollte man nicht machen, weil sie oft tödlich sind. Allerdings gibt es diese Luzifer- Beschwörung innerhalb der Rites ofLucifer, aber man darf sie nicht durchführen, weil sie einfach tödlich wirkt. Luzifer ist eine Gottheit und ist deshalb genau wie Satan nicht zu beschwören. Auftauchen kann Luzifer höchstens bei einem Luzifer- Pakt, aber nur eventuell. Die Erscheinung Luzifers wird überall so geschildert, daß er das schönste geistige Wesen ist, der sich aufbäumende und angeblich verstoßene Engel. Bereits im UrChaos geschah es, daß Luzifer die Seite wechselte Das Erscheinen Luzifers ist überwältigend. In den Rites ofLucifer gibt es auch die Formulierung: ,,Die schönste Gottheit bist Du! Er taucht in Gold gehüllt auf, aber mit gefährlichen Augen. Voraus schickt Luzifer immer Rofocale. Innerhalb der Luziferritualien, die gefeiert werden, steht immer der Name Rofocale; in Wirklichkeit heißt er Lucifuge-Rofocale. Hierzu gibt es wiederum die speziellen Beschwörungen für Lucifuge-Rofocale. Luzifer taucht niemals zuerst auf, sondern schickt immer Rofocale voraus.

Der schwarze Astalwolf, von dessen Zunge Blut tropft
Wenn also wirklich etwas auftaucht, so ist es meist Rofocale. Vorher tauchen aber noch die gesamten Astraldämonen auf, die in seiner Begleitung sind, zum Beispiel die Katzen der dritten Astralebene - also der höchsten -, Katzen aus der Venus Sphäre, ferner seine rote Begleitkatze. Zusätzlich erscheint sein Astralwolf, der ist schwarz, mit roten Augen und heraushängender Zunge, von der Blut tropft Das sind die Astralwesen, die in seiner Begleitung erscheinen, denn jede Geistwesenheit hat ihre speziellen astralen Begleitwesen. Bei einem Luzifer-Pakt tauchen zusätzlich noch die Wesenheiten der Mars- und Venussphäre auf.
Aber Luzifer selbst taucht nur eventuell bei den Pakten auf, möglicherweise noch bei einem Luzifer-Todesritual. Seine Begleitwesen erscheinen dafür meist sehr schnell, besonders die Katzen, die bereits bei den Luzifer-Konzentrationen auftauchen können.
W.W.: Was ist eine Luzifer-Konzentration?
U.v. Bernus: Man stellt dazu ein Luziferbild vor sich hin; wenn man eine entsprechende Arbeit beginnen will, legt man diese Arbeit vor das Luziferbild, und vor dieses Bild wiederum stellt man drei Kerzen. Luzifers Zahlen sind 3,5,9. Dreimal die 9 umgekehrt ergibt 666. Gearbeitet wird nur bei Vollmond, dann aber wiederum nur an Dienstagen und Donnerstagen. Das gilt für Ritualien innerhalb des Kreises. Für scharfe Konzentrationen,
eventuell auch für Ritualien, muß man beachten, daß man diese nur an solchen Tagen durchführt, die in ihrer Quersumme entweder eine 3, eine 6 oder eine 9 ergeben.
W.W.: Noch einmal zurück zu diesem einen Ritus: Es taucht dort das Motiv der Schlange des Lebens mit den zwei Augen aus Mondsteinen auf, sowie das der Schlange des Todes, die leere Augenhöhlen hat. Ferner wird die Schlange der Wiedergeburt erwähnt, welche nur ein Auge auf der Stirn besitzt. Was bedeuten diese Schlangen?
U.v. Bernus: Das sind die drei Stationen des Ganzen, die Tod und Leben beinhalten. Die Schlange des Lebens ist die Schlange der Geburt in die Materie, die Schlange des Todes steht für den Tod, also wenn man auf die Astralebene verschwindet, und die Schlange der Wiedergeburt, mit dem einen Auge in der Mitte, steht für die unendliche Folge von Wiedergeburten des Menschen. Denn unser Planet ist noch nicht sehr weit entwickelt. Wenn man mit Außerirdischen in Kontakt steht, so weiß man, daß unser Planet im Grunde noch ein Affenplanet ist. Diese drei Schlangen sind also lediglich eine Symbolik. Zwar gehören die Schlangen auch zur Welt Luzifers, tauchen aber nicht innerhalb seiner Ritualien als Astralwesen auf. Nie!
W.W.: Wenn davon gesprochen wird, daß Luzifer Erfolg in Geist und Materie sendet, wie ist das zu verstehen? Welche Stellung und Haltung gegenüber Luzifer muß man einnehmen, damit dies geschieht?
U.v. Bernus: Man muß immer seinen geistigen Weg gehen. Luzifer steht an der Seite Satans, ist aber im Gegensatz zu diesem erreichbar. Satan ist genausowenig wie Christus für den Magier erreichbar. Michael-Beschwörungen gibt es natürlich, denn er ist erreichbar und steht genauso an der Seite von Christus, wie Luzifer an der Seite von Satan steht. Das gilt aber nur für den Magier, welcher sowohl zu Luzifer als auch zu Michael Kontakt aufnehmen kann, zu Satan und Christus dagegen nicht. Christus und Satan sind die obersten Gottheiten. Und wenn mir jemand sagt, er hätte mit Christus einen Kontakt gehabt, so muß ich nur lachen Ich habe auch mit Satan noch keinen Kontakt gehabt.
Ich hatte einmal ein interessantes Traumerlebnis, und zwar tauchte nachts ein Baby mit einem seltsamen toten Schädel auf, und ich wußte sofort, daß dies Satan ist. Ferner tauchte ein schwarzes Buch mit roten Seiten auf, auf denen nichts stand. Ferner schaute ich Satan noch einmal in sitzender Haltung, und zwar in der ägyptischen. Nach diesem Traum sah ich den Film ,,Omen 3,' - nicht davor -,wo die Konfrontation des reinkarnierten Christus mit Satan vorkommt. Als Satan im Film den Kopf umdrehte, erkannte ich plötzlich den Totenschädel wieder, den ich im Traum gesehen hatte. Das hat selbst mich erstaunt. Im Grunde war es kein Traum, sondern ein Nachterlebnis, und zwischen Nachterlebnissen und Träumen mache ich einen großen Unterschied Ich weiß genau, wann ich einen Traum habe und wann es ein Erlebnis ist.
W.W. Bist Du bei einem Nachterlebnis wach?
U.v. Bernus: Nein, wach bin ich nicht, aber ich weiß genau, wann ein Erlebnis gegeben wird und wann es lediglich Träume sind.
Es gibt aber auch Erlebnisse, bei denen ich wach bin. Zum Beispiel erinnere ich mich genau daran, wie mir von hinten - im Astralbereich istja alles transparent - aus der Wand eine Hand gereicht wurde, die einen mit einem Tuch verhüllten Kristall auf der Handfläche hielt. Ich griff mit meinen beiden physischen Händen nach dieser Kugel, aber das Wesen zog seine Hand mit der Kristallkugel zurück und ich konnte sie nicht erreichen.
W.W.: Wie deutest Du dieses Erlebnis?
U.v. Bernus: Daß mir dort etwas gezeigt worden ist, was ich noch nicht habe und in dem Moment auch nicht bekommen sollte. Es waren damit aber geistige Dinge gemeint, denn es war mit einem Tuch verhüllt; ich wußte aber, daß darunter ein Kristall verborgen war. Bei diesem Erlebnis war ich vollkommen wach.

In der Schülerschaft Luzifers
W.W.: Wann ist man ein Schüler Luzifers, was muß man dazu befolgen?
U.v. Bernus: Man muß konsequent seinen geistigen Weg gehen. Wenn einer diesen Weg geht und glaubt, er komme dadurch leicht an Materie - also an Geld - heran, so ist dies genauso ein Irrtum, als wenn man diese Materie auf dem weißen Weg erreichen wollte. Satan ist für die eiskalte Technik zuständig, Luzifer für die Natur. Wenn es zum Beispiel bereits bei den Luzifer-Konzentrationen zu knallen oder zu knistern beginnt, so kann alles ringsherum aus Metall oder Beton sein, es wird trotzdem nach Holz klingen. Man darf niemals glauben, den Weg Luzifers zu gehen, um dadurch Geld zu erhalten, denn dann geht es keinen Schritt weiter. Wahrscheinlich wird in diesem Falle derjenige, der diesen Weg so beschreitet, auch noch das verlieren, was er bereits hat. Krankheiten und jegliches Mißgeschick können zusätzlich darauf folgen Luzifer ist hier absolut mitleidlos
Man muß den Weg Luzifers genauso wie den weißmagischen Weg im Geiste beschreiten. Daß er nachher trotzdem Materie dazugibt, kann sein. Ist jemand bereits Millionär, so braucht er nichts dazu, ist es aber jemand, der nichts hat und durch den Mangel an Geld keine Zeit hat, den Weg Luzifers im Geiste zu beschreiten, dann wird Luzifer die Materie - also das Geld - auf die seltsamsten Weisen, die man sich nur vorstellen kann, dazugeben. Aber wer den Weg Luzifers gehen will, um zu Geld zu kommen, zu Erfolg oder zur Macht, wird nie etwas erreichen.

Die drei Stufen der Luzifer-Einweihung
W.W. Wenn man ein Schüler Luzifers ist, kann man dann diesen Weg ganz individuell gehen, oder muß man dazu von einer Loge oder einer sonstigen Gruppierung von Menschen aufgenommen werden?
U.v. Bernus: Da immer sämtliche Inhalte von Mysterienschulen von Mund zu Ohr weitergegeben worden sind, muß man auch in diesem Falle jemanden haben, der einem den Weg der Rites ofLucifer weist, denn die Rites ofLucifer sind ein Weg, auf dem ein Schritt systematisch nach dem anderen kommt. Auf diesem Weg wird auch nichts vernebelt und auf sämtliche Folgen in klarer Weise aufmerksam gemacht.
Der Weg der Luzifer-Einweihung besteht aus drei Stufen, die wiederum in sich je drei Stufen haben, so daß es also im ganzen neun sind. Jeder Schüler kann an der Stufe stehenbleiben, an der er stehenbleiben will, jeder kann sagen, daß er bis zu einer bestimmten Stufe voranschreiten will, um sämtliche bis dahin zu übenden Praktiken mitzumachen, aber dann nicht weitergehen möchte. Kommt er aber an die erste Stufe der
dritten Einweihung - der Priesterweihe -,dann gibt es von diesem Moment an kein Zurück mehr. Darauf wird in den Rites ofLucifer auch vollkommen und deutlich aufmerksam gemacht. Der Schüler wird darauf hingewiesen, sich unbedingt die Konsequenzen vor Augen zu führen, die er nun kennt, und es sich genauestes zu überlegen.
W.W.: Kannst Du diese dreimal drei Stufen ein wenig näher charakterisieren?
U.v. Bernus: Zur ersten Stufe gehört zum Beispiel das Mondritual. Vorher aber ist die Konzentration notwendig. Der Schüler muß sich vorerst auf das Bild Luzifers konzentrieren, kann auch eine Arbeit zwischen sich und das Bild legen, auf die sich seine Konzentrationskräfte beziehen sollen, es darf dabei aber nicht um das Verlangen nach Geld gehen.
W.W.: Was kann das für eine Arbeit sein, die er vor das Bild legt?
U.v. Bernus: Das kann das Foto eines Menschen sein, auf den er einwirken will, genauso aber auch jede andere Arbeit, die er gerade macht, zum Beispiel das Studium irgendwelcher geistiger Inhalte. - Am Anfang der ersten Stufe sind also die Konzentrationsübungen, die bestimmt über drei Monate geleistet werden müssen, bevor der Schüler zum Mondritual zugelassen wird. Er muß seine Konzentrationen erklären können, also dasjenige, was er währenddessen erlebt hat. Diese Erlebnisse werden von seinem Lehrer genauestens abkontrolliert. Durch diese Konzentrationsübungen verschafft sich der Schüler die Stabilität, um in das Mondritual hineingehen zu können, denn instabile Leute können dabei erschrecken, zum Beispiel dann, wenn sie sehr sensitiv bzw. hellsichtig sind. Ein solcher Mensch kann zum Beispiel sehen, wie um den Kreis Astralwesen schleichen, oder er bemerkt, daß es zu knallen und zu krachen beginnt. Wenn man dieses Mondritual in der Natur durchführt, so kann man zusätzlich bemerken, daß die Naturwesen auftauchen. Deswegen wird mit dem Schüler vor allem der Kontakt mit den Naturwesen geschult, denn dieser ist außerordentlich wichtig. Der Schüler muß einen möglichst guten und engen Kontakt zu allen Naturwesen, zur Tierwelt und zum ganzen Planeten besitzen.
Auf keinen Fall gibt es innerhalb irgendeines Luziferrituals ein Blutritual, denn Luzifer lehnt jedes Tier- bzw. Menschenopfer total ab. Räuchernden kommen allerdings vor, vorwiegend Mondräucherungen und Schwefelräucherungen; andere Räucherungen nicht.
Nach den Konzentrationsübungen und dem Mondritual kann man überlegen, ob der Lehrer den Schüler zu einem anderen Ritual zuläßt. Natürlich muß der Lehrer dazu wissen, ob der Schüler für diese Sache bereits tragfähig ist. Bei den Vollmondritualien kann dagegen nichts passieren, deswegen kann auch jeder Mensch dabei sein; allerhöchstens kann man einen Schock erhalten, wenn man zum Beispiel eine Astralkatze herumschleichen sieht. Das gleiche gilt natürlich für die Konzentrationen, bei denen ebenfalls nichts geschehen kann, auch wenn Astralwesen dabei auftauchen können, das Bild Luzifers sich verändern kann oder es in den Ecken zu knistern und zu knallen beginnt. Luzifers Bild kann sich natürlich auch in einen Löwenkopf verwandeln, die Augen können gefährlich zu glühen beginnen, so daß man nichts weiter als die Augen erblickt. Aber passieren kann dabei nichts!
Gefährlich wird es erst bei Pakten und Todesritualien. Bei allen diesen Arbeiten kommt es im Grunde darauf an, wie stabil der Schüler bereits ist, um alles das, was ihm entgegenkommt, verkraften zu können. Das liegt alles in der Verantwortung des Lehrers,
der individuell für die bestimmte Person wissen muß, ob sie es verkraften kann bzw. noch nicht. Diese Verantwortung muß der Lehrer grundsätzlich tragen.
W.W.: Gehören die Pakte und die Todesritualien zur zweiten Stufe oder gehören sie zu gar keiner Stufe und werden zusätzlich je nach Stabilität des Schülers vorgenommen?
U.v. Bernus: Das Todesritual zum Beispiel gehört zu überhaupt keiner Stufe, sondern ist eine Arbeit. Pakte sind etwas, was ein Mensch durchführen kann oder nicht, es steht ihm frei.

Die Kerzen dürfen nicht verlöschen
W.W.: Was gehört nun zur zweiten Stufe der ersten Einweihungsstufe?
U.v. Bernus: In dieser Phase hat sich der Mensch bereits weiter auf seinem geistigen Wege geschult und wird sich immer weiter schulen müssen. Zu diesen Schulungen gehören die abendlichen Konzentrationen, die man regelmäßig durchführen sollte und die nicht unter einer halben Stunde pro Abend liegen dürfen. Bei diesen Konzentrationen kann es geschehen, daß eine Zeitverschiebung entsteht, daß man zum Beispiel vermeint, man hätte bereits eine halbe Stunde in der Konzentration verbracht, aber wenn man dann auf die Uhr schaut, so wird man bemerken, daß bereits zwei Stunden herum sind. Auf diese Zeitverschiebung muß man bei magischen Arbeiten im Kreis sehr acht geben, und zwar wegen der abbrennenden Kerzen. Der kontrollierende Magier, wenn er dabei ist, muß also ganz materiell darauf achten, wie weit die Kerzen heruntergebrannt sind, so daß nach den Konzentrationen, die im Kreis stattfinden, die magische Arbeit zu einem Ende gebracht werden muß, bevor die Kerzen heruntergebrannt sind. Denn wenn eine magische Arbeit nicht beendet ist, bevor eine der Kerzen ausgeht, kann es gefährlich werden.
Bei allen anderen Arbeiten, mit Ausnahme des Mondrituals, wird immer mit dem Dreieck gearbeitet. Das Dreieck wird etwa im Abstand von zwei Metern von dem Kreis gezeichnet, darüber wird der Name Luzifer geschrieben, sowie rechts und links von dem Dreieck sein Sigill.
W.W.: Das Dreieck und das Sigill Luzifers werden außerhalb des Kreises gezeichnet?
U.v. Bernus: Genau. Aber mindestens zwei Meter entfernt. Wenn man ein Ritual in einem geschlossenen Raum abhält, dann muß der Raum mindestens so groß sein, daß dieses Dreieck zwei Meter vom Kreis entfernt liegen kann, weil es sonst gefährlich wird. Bei Todesritualen soll dieses Dreieck sogar zweieinhalb bis drei Meter vom Kreis entfernt gezeichnet werden.
W.W.: Was beinhaltet die dritte Stufe der ersten Einweihungsstufe?
U.v. Bernus: Daß der Mensch in weitere Ritualien hineinkommt, zum Beispiel in die Planetenritualien. Diese Planetenritualien haben mit Luzifer nichts mehr zu tun, sondern es gehört dazu zum Beispiel das Herbeiholen der Mars- und Venuswesenheiten. Bei diesen sollte man es auf dieser Stufe bewenden lassen, die Saturnwesenheiten sollten lieber nicht geholt werden, denn die Saturnwesenheiten sind sehr gefährlich. Der Magier kann alle Arbeiten mit Luzifer alleine machen, muß aber im Herbeiholen sämtlicher sonstiger Wesenheiten genauestens geschult werden, und zwar deswegen, damit er sie alle kennenlert, damit er weiß, was auf ihn zukommt - jetzt und nach dem Tode. Jede
Geistwesenheit hat andere Begleiter, die natürlich auch nach dem Menschen in Kontakt treten. Deswegen bedarf es einer genauen Kenntnis Wesenheiten durch den Magier. Der Magier muß also lernen, die Planeten zu [
unterscheiden, die Planetengottheiten kennenzulernen, die Planetenwesen zu beschwören.
W.W.: So sind also die drei Stufen der ersten Einweihungsstufe ein fortwerendes schulen der Konzentrationskräfte und des Herbeiholen von Wesenheiten?
U.v. Bernus: Richtig, es geht um die Schulung und darum, daß man immer höher kommt, nicht aber darum, daß man etwas will. Es geht lediglich um das Kennenlernen und Herbeiholen sämtlicher Geistwesenheiten. Natürlich müssen diese Geistwesenheiten der Reihe nach angesprochen werden, und zwar in vorsichtiger Weise. Deswegen beginnt man mit den Mondwesenheiten, später folgen die Venuswesenheiten und dann die Marswesenheiten, die sehr aggressiv sind.

Die zweite Einweihungsstufe
W.W.: Was gehört zu den drei Stufen der zweiten Einweihungsstufe?
U.v. Bernus: Selbstverständlich gibt es auch von jedem Planeten verschiedene Wesenheiten. Deswegen gehört es zu diesen drei Stufen der zweiten Einweihungsstufe, daß man diese unterscheiden lernt, der Reihe nach durchgeht und bei der dritten Stufe vollendet in der Lage sein muß, alle Geistwesenheiten im Griff zu haben. Ferner muß man die Beschwörungen sämtlicher Geistwesenheiten kennen. Es ist verboten, sich ein Mars- oder Venuswesen heranzuholen, es anzuschauen und dann wieder wegzuschicken. Denn wenn ich den direkten Kontakt zu Luzifer habe, brauche ich nicht an diese Wesenheiten irgendein Anliegen zu stellen, allerdings sollte ich mir Fragen mit geistigem Inhalt überlegen, die ich an diese Wesenheiten richte. Ich sollte mir diese Fragen gut überlegen, sie können hochgeistig sein, denn diese Wesenheiten haben ein unendliches Wissen. Wenn ich diese Fragen mit Respekt an die Wesen richte, dann werden sie mir antworten. Aber irgend etwas von ihnen zu wollen, ist verkehrt, außer zu erfahren, welche Begleitwesen mitgebracht werden.
Natürlich darf man auch wissen wollen, auf welche Weise diese Wesenheiten erscheinen, denn man bemerkt sie nicht immer, oftmals ist es auch totenstill im Raum, was nicht heißt, daß diese Wesenheiten nicht anwesend sind. Deswegen muß man auch immer die Entlassungsformel sprechen. Wenn man die Entlassungsformel nicht spricht, wenn man das Räucherbecken, welches immer brennt, nicht löscht, bevor man den Kreis verläßt, so kann dies böse Folgen haben. Wenn jemand meint, daß keine Geistwesenheiten im Raume anwesend waren, weil es still war, weil er kein Knistern und Knacken gehört hat, so kann dies ein folgenschwerer Irrtum sein. Mit dieser Haltung - vorzugehen als wären sie nicht da - können die Wesenheiten den Schüler aus dem Kreis locken, und dann passiert etwas. Oftmals kann es gerade dann besonders gefährlich werden, wenn Totenstille herrscht, denn dann versuchen die Wesenheiten, den Schüler mit List und Tücke aus dem Kreis herauszulocken. Deswegen muß jeder die entsprechenden Entlassungsformeln kennen. Das Erstaunliche ist, daß es keine Literatur gibt, in der vollendete Entlassungsformeln enthalten sind, ob das bei Aleister Crowley ist, bei Bardon, bei
Nettesheim oder bei Le'vi. Viele bringen Beschwörungsformeln, aber wo bleibt die Entlassungsformel?
W.W.: Wie kommt es, daß in den entsprechenden magischen Büchern die Entlassungsformeln nicht abgedruckt sind?
U.v. Bernus: Das weiß ich auch nicht. Ich würde jedenfalls niemals ein Buch in dieser Form herausbringen, allein schon deswegen nicht, weil man nicht alles preisgeben darf. Denn ansonsten fängt jedes Lieschen Müller an, Astaroth zu beschwören, was natürlich absolut ins Auge gehen wird. Deswegen sind alle Beschwörungsformeln, Ritualien usw. meist verschleiert oder nicht ganz richtig gebracht. Der Magier muß dann also aus den Büchern herauslesen, was Crowley, Bardon, Nettesheim oder Le'vi in Rätseln sprechen, ob die Zahlenmagie dabei ist usw. Wenn schon keine Entlassungsformeln gebracht werden, so wäre es eine totale Verantwortungslosigkeit, genaue Beschwörungsformeln und Ritualtexte in einem Buch zu bringen, weil dann natürlich sehr viele Menschen prompt aus Neugierde in diese Arbeiten einsteigen würden. Man braucht dann nur noch ein wenig Rauschgift zu nehmen, und schon wird man sich so mutig fühlen, sich irgendeines der Wesenheiten vorzunehmen. Wenn man auf eine derart unvorbereitete Weise eine Beschwörung inszeniert, so geht es ins Auge oder es tut sich überhaupt nichts. Denn die Geistwesenheiten akzeptieren natürlich nicht jede Form von Blödsinn, meist erscheint dann nicht einmal ein Astraldämon.

* Nach der Priesterweihe gibt es kein Zurück mehr
W.W.: Du sagst, daß der Schüler auf den drei Stufen der zweiten Einweihungsstufe mit sämtlichen Wesenheiten in Kontakt zu treten habe; was macht nun die letzte, die dritte Einweihungsstufe aus?
U.v. Bernus: Hierbei muß sich der Schüler tausend Mal überlegen, ob er überhaupt die erste der dritten Einweihungsstufe betritt, denn in dem Moment kommt die Priesterweihe, und dann kann er nicht mehr zurück.
W.W.: Die erste Stufe der dritten Einweihungsstufe ist bereits die Grenze?
U.v. Bernus: Ja. An dieser Grenze möge er es sich überlegen, da er sich von diesem
Zeitpunkt an bewußt sein muß, daß er dann vom Tod bis zum nächsten Leben durch
Luzifers Reich gehen muß. Das kommt in den Rites of Lucifer vor und ist nicht
verheimlicht. Diese Konsequenz möge er sich genauestens überlegen, auch daß diese
Zeit nicht sehr angenehm sein wird.
W.W.: Wird das Durchgehen durch Luzifers Reich in irgendeiner Weise geschildert?
U.v. Bernus: Das Gehen durch Luzifers Reich umfaßt die Begegnung mit sämtlichen Dämonen, von den niedersten angefangen. Die Begleitdämonen von Luzifer sind immer diejenigen der dritten Astralebene, also der höchsten. Sein Reich ist das, was die katholische Kirche die Hölle nennt. Mit dieser Konsequenz muß sich der Schüler auseinandersetzen, aber er wird dafür im nächsten Leben wieder Kontakt zu Luzifer bekommen. In diesem Sinne sind auch die Beschwörungen, die er vorher machen kann, zu sehen, nämlich daß er dadurch wenigstens einen Teil der Geistwesenheiten kennenlernt, die er im Nachtodlichen erleben wird. Aber nur ein sehr kleiner Teil von ihnen gehört zu Luzifers Reich. Wenn ein Schüler vor der ersten der dritten Einweihungsstufe
stehenbleibt, so hat er zwar einen Teil der Geistwesenheiten kennengelernt, er wird sie auch nach dem Tode wiedersehen, aber er hat keinen Eid auf Luzifer geleistet. Er kann also ohne Gefahr vorher stehenbleiben. Aber wenn er zur Priesterin oder zum Priester geweiht wird - dafür gibt es auch ein spezielles Ritual -, kann er nicht mehr zurück.
W.W.: Kannst Du dieses Priesterritual ein wenig schildern?
U.v. Bernus: Hierbei wird der Schüler vom Priester oder der Priesterin, die diesen Grad bereits inne hat, zum Priester oder zur Priesterin geweiht und muß dabei den Eid ablegen, daß er nie wieder von Luzifers Weg abweicht. Wenn doch, so würde das den absoluten und sofortigen Tod bedeuten. Er muß sich zusätzlich - wie bereits erwähnt - darüber klar sein, daß er nach dem Tode nicht mehr frei ist, sondern als Priesterin das Reich Luzifers betreten muß. Man obliegt auch einer Schweigepflicht, nichts von den Geheimnissen weiterzugeben.
W.W.: Hast Du diese dritte Stufe mit den entsprechenden Aussichten betreten?
U.v. Bernus: Ja, mit allen Konsequenzen!
W.W.: Wann war das?
U.v. Bernus: Das ist schon reichlich lange her.
W.W.: Ist diese Priesterweihe ein fester Ritualtext?
U.v. Bernus: Ja. Jedes Ritual hat einen festen Text, wobei der Priester bzw. der amtierende Magier durchaus eigene Worte mit hinzubringen kann, denn man soll nicht glauben, daß, wenn ein Wort einmal anders gesprochen wird, gleich das ganze Ritual damit zunichte gemacht werden würde. Die zugkräftigsten Ritualien sind die alten Hebräischen und ägyptischen. Natürlich geht es nicht, daß irgend jemand kommt und irgend etwas daher plappert. Es ist sogar so, daß Ritualien in englischer Sprache - man höre und staune - zugkräftiger sind als in der deutschen.
W.W.: Wie erklärst Du Dir das?
U.v. Bernus: Das kann ich schwer sagen. Es gibt ein Ritual innerhalb der Rites of Lucifer, bei dem es im englischen Ritualtext immer wieder heißt: ,,Lucifer, Lucifer, Lucifer, remember...", dann wird Rofocale angesprochen, und weiter heißt es - ich übersetze -: ,,... denn Ihr Götter seit vergeßlich." Es ist gleich, in welcher Sprache man dieses Ritual spricht, am Ende kommt aber immer wieder das Wort aus dem englischen Original: ,,remember".
Wenn der Schüler zur ersten Stufe der dritten Einweihung gelangt, muß er natürlich vorher auch schon einen intensiven Kontakt zu den Saturnwesen gehabt haben. Die Saturnwesen sind sehr gefährlich, ziehen außerordentlich viel Kraft ab, so daß der Magier sowohl geistig als auch physisch stabil sein muß. Der Magier muß auch innerhalb seiner Arbeit für seine Stabilität selber sorgen. Er muß sehen, daß er seine physische Gesundheit behält; dafür gibt es eine ganz bestimmte Praktik. Es wird innerhalb derRites ofLucifer beschrieben, wie er sich zu sehen hat, damit er diese physische Stabilität behält.
W.W.: Wie geht das?
U.v. Bernus: Das möchte ich nicht genau sagen, denn es gehört zu den internen Ritualien, aber natürlich ist es Bestandteil der Schulung. Denn man muß wissen, daß jeder Magier durch die Begleitwesen von Geistwesenheiten, also besonders durch die Astraldämonen, sehr viel Vitalkraft abgezogen bekommt. Die Räucherungen dienen auch zur Manifestation von Wesenheiten; genauso wie sie die Vitalkraft des Magiers abziehen, ziehen sie die Kraft aus den Räucherungen, um sich stärker manifestieren bzw.
materialisieren zu können. Auch die Geistwesenheiten ziehen Kräfte von dem Magier ab. Je schwerer die Beschwörungen der Geistwesenheiten sind, desto mehr Kraft wird abgezogen.
Die größten Kräfte ziehen die Satumwesenheiten ab, deswegen sind sie die letzten, mit denen man auf dem Einweihungsweg in Kontakt zu treten hat. Die Beschwörung der Saturnwesen ist die letzte Übung, bevor man an die erste Stufe der dritten Einweihung gelangt. Der Saturn ist der Todesplanet, und die höchsten Satumwesenheiten sind nicht Luzifer unterstellt. Alle anderen Planetengottheiten der negativen Seite sind ihm unterstellt, die Satumwesenheiten aber nicht. Jede Planetengottheit der linken Seite hat dagegen Luzifer zu gehorchen, wie auf der anderen Seite jeder Planetengott Michael zu gehorchen hat.
W.W.: Noch eine Frage zu der Priesterweihe: Können bei diesem Ritual auch Schüler, die noch nicht soweit sind, dabei sein?
U.v. Bernus: Nein, da sind nur der zu weihende Priester und der ausführende Priester anwesend. Das viele Tamtam, welches manchmal inszeniert wird, auch bei Crowleys Messen, beim O.T.O., ist im Grunde überflüssig. Bei der Priesterweihe innerhalb der Rites ofLucifer hat niemand dabei zu sein.
W.W.: Aber es ist kein Geheimnis, daß jemand zum Priester geweiht worden ist?
U.v. Bernus: Nein, alle anderen dürfen wissen, daß dieser Mensch jetzt Priester bzw. Priesterin ist. Von so einem Moment kann man sich dann an diesen neu geweihten Priester wenden, entsprechend wie man sich vorher an einen anderen gewandt hat. Vor allem darf es untereinander - wie es in sehr vielen Logen der Fall ist - keinerlei Neid geben, weil der eine schneller etwas geworden ist als ein anderer. Man darf sich nicht gegenseitig vorrechnen, daß man bereits länger dabei sei und deswegen eher zum Priester geweiht werden müsse usw.
Es wird ganz klar gemacht, daß ein wesentlicher Hintergrund davon die Tradition der Vorinkarnationen ist, so daß einer kürzer dabei sein kann, aber schneller vorwärts kommt als ein anderer. Hierüber darf es untereinander überhaupt keinerlei Differenzen geben. Jeder, der Zwist sät oder mit Geld manipuliert, wird sofort ausgeschieden, denn das geht nicht. Wer so etwas macht, wird furchtbare Schläge bekommen und glaubt dann, daß die gesamte Gruppe auf ihn losgeht, was aber gar nicht der Fall ist, denn es kommt von der Gottheit selber. Sie lehnt zum Beispiel vollkommen ab, daß jemand Geld verlangt und reich werden will. Wenn die Gottheit will, dann gibt sie, sonst nicht. Darauf muß sich der Schüler verlassen. Ende.

Diejenigen, die während einer Mondfinsternis arbeiten
W.W.: Das Luziferehrenritual, dem ich beiwohnte, hatte eine Vorbereitung am sehr frühen Morgen direkt vor einer Mondfinsternis. Während dieser Mondfinsternis hast Du bestimmte Gegenstände draußen auf dem Balkon ,,aufgeladen", wie Du Dich ausdrücktest. Nun gibt es einen Vortrag von Rudolf Steiner über Sonnen- und Mondfinsternis, in dem er unter anderem ausführt, wie die Eingeweihten früherer Zeiten ihre Fragen während des Morgenrots stellten, und daß diese Fragen mit ihren Willenskräften in den Kosmos hinausströmten...
U.V.Bernus:... richtig.
W.W.:... und daß ihnen Antworten während des Vollmonds wiederum entgegenkamen. Ferner führt er aus, daß man während einer Sonnenfinsternis die ungeläuterten Instinkte der Menschen in den Kosmos hinaussenden, während man während einer Mondfinsternis alle bösen Kräfte des Kosmos zur Erde hereinziehen kann: ,,Aber wiederum wußte der alte Initiierte, daß da ein Geistiges zugrunde liegt, daß, indem der Mond verfinstert ist, die Gedanken durch die Dunkelheit hinunterströmen, daß sie also eine innigere Beziehung zu dem Unterbewußten des Menschen haben als zu dem Bewußten. Und die alten Eingeweihten sagten oftmals im Gleichnisse zu ihren Schülern - ich übersetze es in die moderne Sprache: Die schwärmerischen Menschen gehen bei Vollmondschein spazieren; diejenigen Menschen aber, welche die Teufelsgedanken aufnehmen wollen aus dem Weltenall, nicht die guten Gedanken, die gehen bei Mondenfinsternis spazieren."
U.v. Bernus: Also spazierengehen tut man dabei nicht!
W.W.: Klar, das ist ja auch nur als Bild gemeint. Etwas später fährt Rudolf Steiner
noch fort: ,,... während die Mondenfinsternisse dazu eingerichtet sind, daß zu denjenigen
Menschen, die ganz besonders von bösen Gedanken besessen werden wollen, die bösen
Gedanken des Weltenalls kommen können." (Rudolf Steiner: Menschenfragen und
Weltenverantwortungen. GA 213, Dornach 1969,25.06.1922,S.39 f.). Ist das mit Deinen
Vorstellungen übereinstimmend?
U.v. Bernus: Im wesentlichen ist das zutreffend, allerdings lehne ich das Wort ,,Böse" ab. ,,Böse" ist ein Ausdruck von Lieschen Müller und Fritzchen Meier, ich nenne es die Negativ- Kräfte. Insofern gibt es auch keinen Teufel, der besonders von der katholischen Kirche hochgehalten wird, sondern es gibt nur die positiven und negativen Geistwesenheiten, angefangen bei den Astraldämonen bis hinauf zu den Gottheiten. ,,Böse" und ,,Gut" sind Begriffe, die ohnehin nur für diesen Planeten gelten können, nicht aber für andere Sphären. Ich sehe dies auch so bei den Außerirdischen, die auch nicht ,,Gut" oder ,,Böse" kennen, sondern in vollkommener Harmonie miteinander leben und die Ansicht haben, daß wir Menschen auf unserem Affenplaneten sehr unterentwickelt sind, da wir es noch nötig haben, entweder den Weg des Herrn der Materie, Satans, zu gehen oder denjenigen des Herrn des Lichts, also den Weg des Christus. Diese Außerirdischen kommen sich aber nicht als sogenannte ,,böse" oder sogenannte ,,gute" Wesenheiten in die Haare, und deswegen lehne ich auch das Wort ,,Böse" gänzlich ab.
- Mit dem Prinzipiellen, was Rudolf Steiner über die Mondfinsternis sagt, gehe ich konform. Natürlich werden alle Gegenstände, die man während der Mondfinsternis hinauslegt, sei es nun ein Dolch, sei es ein Ritualmantel oder ein Bild, mit negativen Kräften aufgetankt.

Mit Luzifer allein in der Dunkelheit
W.W.: Wie bereitest Du Dich auf ein Vollmond- bzw. Luziferehrenritual vor?
U.v. Bernus: Bei einem Vollmondritual können auch unbeteiligte Menschen anwesend sein, weil ihnen währenddessen absolut nichts passieren kann. Derjenige dagegen, der bereits vorbereitet und geschult ist - zum Beispiel durch dreimonatige scharfe
Konzentrationsübungen -,der hat vor dem Vollmondritual eine intensive achtstündige Konzentrationszeit; ferner muß er drei Tage vorher in Askese leben, d.h. er darf kein Fleisch, keine tierischen Fette, keinen Alkohol zu sich nehmen. Drei Tage vorher hat dies jeder pflichtgemäß einzuhalten. Alkohol sollte ohnehin weitgehend gemieden werden. Wer meint, durch Alkohol irgendwelche übersinnlichen Ergebnisse zu erlangen, der irrt, weil er auf eine Astralebene heruntergezogen wird, auf der sich lediglich die niederen Astralwesenheiten einstellen, aber sonst gar nichts. Haschisch und andere Drogen machen zwar transparenter, sind aber auch innerhalb der Magie abzulehnen, weil man das selbst durch seine eigenen Konzentrationen und Meditationen erreichen soll, und zwar ganz bewußt, was sich durch Drogen nur in einer völlig unkontrollierten und wirren Weise einstellen wird.
Zu den drei Tagen der Askese kommt noch der Vollmondtag selbst hinzu: Die letzten acht Stunden, bevor das Ritual am Abend beginnt, darf nur noch getrunken werden, zum Beispiel Obstsäfte. Diese acht Stunden muß der Schüler auch in vollkommener Konzentration auf Luzifer sein, ohne weitere Wünsche und Gedanken dabei zu haben. Es herrscht lediglich die Konzentration auf Luzifer vor sowie der Respekt, der ihm während des Mondrituals entgegengebracht wird. Man sitzt während dieser Konzentration vollkommen allein, wenn möglich in vollkommener Dunkelheit und Isolation. Natürlich können auch zwei Magier, wenn sie sehr miteinander verbunden sind, im selben Raum liegen bzw. sitzen.

Das Luziferehrenritual oder Vollmondritual
W.W.: Warum findet dieses Luziferehrenritual während der Vollmondkräfte statt, warum nachts und warum muß es vor Mitternacht beendet sein?
U.v. Bernus: Beim Vollmondritual ist es nicht notwendig, daß es vor Mitternacht beendet ist, allerdings beginnt es immer um 22.00 Uhr. Dem Ritual selbst sollte eine halbe Stunde intensiver Konzentration vorausgeschickt werden; für den amtierenden Magier gilt dies ohnehin, aber auch für seine Schüler. Alle konzentrieren sich auf die Ehrenhandlung für Luzifer und haben keine anderen Gedanken während dieser Zeit. Natürlich kann jeder Teilnehmer verschiedene Gegenstände in den Kreis legen, die dann positiv aufgeladen werden, also zu ihren Gunsten - das Wort Vorteil vermeide ich möglichst, wobei der Betreffende nicht glauben soll, daß, wenn er ein Buch hineinlegt, aus dem er lernen soll, er hernach nicht weiter zu lernen brauche, weil ihm alles von selbst zufiele, sondern es wird lediglich für ihn mit Positivkräften aufgeladen, mehr nicht.
Nach dieser Konzentration beginnt das Ritual, welches im Grunde nicht sehr lange dauert. Der amtierende Magier kann noch weitere Texte hinterhersprechen, wenn er dazu die Neigung verspürt, die natürlich geistigen Inhalts sein müssen. Er kann zum Beispiel um geistige Hilfe bitten, oder er kann vorher - und dann muß das Ritual im Freien stattfinden sämtliche Naturwesen dazu herbeiholen. Allerdings sollte er sie nicht beschwören, sondern lediglich heranziehen; was man auch mit dem Erdgeist machen kann. Wenn man allerdings den Erdgeist beschwört, so ist es schon sehr gefährlich; allerdings sollte man die Beschwörung des Erdgeistes innerhalb der ersten zwei mal drei Einweihungsstufen üben. Diese nicht ungefährliche Beschwörung des Erdgeistes
kommt ja kurz im ersten Teil des ,,Faust" vor, wobei es sehr interessant ist, daß der Erdgeist diese Beschwörung ablehnt. Bei den modernen Faust-Aufführungen steht Faust nicht mehr im Kreis, die Beschwörung des Erdgeistes muß allerdings im Kreis stattfinden.
W.W.: Besteht die Notwendigkeit, daß man das Luziferehrenritual in regelmäßigen Abständen durchführt?
U.v. Bernus: Bei jedem Vollmond, wenn es möglich ist. Natürlich können wichtige Dinge dazwischen kommen. Wenn man zum Beispiel nachts arbeiten muß, dann ist es nicht so schlimm, wenn es mal ausfällt; trotzdem sollte der Schüler vorher die Askese einhalten und auch während der Zeit des Vollmondes in Konzentration gehen. Aber natürlich gibt es immer Fälle, bei denen man alles nicht einhalten kann. Trotzdem sollte der jeweilige Schüler den Tag des Vollmondes nach Möglichkeit freihalten, um das Ehrenritual zu vollziehen.
W.W.: Kannst Du noch sagen, warum dieses Ritual bei Vollmond, nicht aber bei Neumond zelebriert wird?
U.v. Bernus: Sämtliche Luzifer-Ritualien fallen nur in die ersten vier Tage nach dem Vollmond, andere Möglichkeiten gibt es nicht. In diesen vier Tagen muß entweder ein Dienstag oder Donnerstag enthalten sein. Wenn aller spätestens der vierte Tag nach Vollmond ein Dienstag und Donnerstag ist, dann kann ich das jeweilige Ritual vollziehen, danach geht es nicht mehr. Fällt aber in diese Zeit ein Dienstag oder ein Donnerstag, dann kann ich jede Nacht bis zum Freitag voll durcharbeiten. Samstag geht es nicht mehr. Dienstag und Donnerstag sind Luzifers Tage. Und diese Tage müssen direkt nach Vollmond sein, also schon bei abnehmendem Mond. Mit Neumond hat Luzifer nichts zu tun.
Auch alle anderen Handlungen sollte man möglichst nicht vor dem Schwarzmond durchführen, allerhöchstens Konzentrationen. Der normale Anfangsschüler sollte natürlich möglichst jeden Tag seine Konzentrationen durchführen, damit er schon gewisse Erlebnisse bekommt, die nicht mehr normaler Natur sind. Diese Erlebnisse treten während der Konzentrationen auf, und deswegen sage ich immer wieder zu meinen Schülern: ,,Ihr sollt mir nichts glauben, ihr sollt selber erleben." Natürlich ist das jeweilige Erlebnis bei den Menschen höchst verschieden: Es kommen Wesenheiten heran, es knallt plötzlich in allen Ecken oder anderes. Man stellt zum Beispiel in der Konzentration irgendeine Frage: ,,Bitte gebe mir ein Zeichen!" und plötzlich knackt es in irgendeiner Ecke, wo es sonst nicht knackt. Oder die Kerzen beginnen mit einem Male zu gleicher Zeit aufzuflammen oder ganz herunterzugehen. Es kann auch sein, daß die Kerzen plötzlich weißen Rauch von sich geben, was sie normalerweise nicht tun. Wenn so etwas auftritt, dann weiß ich, daß meine Bitte akzeptiert worden ist, daß er mir geantwortet hat.
Gesten und Imaginationszeichen
Natürlich gehören dazu noch bestimmte Handbewegungen, was aber Sache des Priesters ist. Der Schüler braucht sie noch nicht zu beherrschen, da man sie erst während der letzten Stufe der Einweihung lernt. Vorher lernen die Schüler dagegen die Imaginationszeichen in die Luft zu schlagen. Diese Imaginationszeichen sind bei vielen Beschwörungen wichtig; der Magier muß sie allerdings bewußt sehen können.
W.W.: Als geistiges Bild?
U.v. Bernus: Genau. Die Imaginationszeichen ziehen dann die entsprechenden Kräfte an.
W.W.: Kannst Du über die Imaginationszeichen etwas sagen, die während des Luziferehrenrituals geschlagen werden?
U.v. Bernus: Während des Luziferehrenrituals macht der Priester im Grunde nur bestimmte Handbewegungen, zum Beispiel indem er die beiden Daumen gekreuzt an den Konzentrationspunkt des Kopfes drückt, ferner indem er sich vor und nach dem Luzifer-Ritual in ägyptischer Weise vor Luzifer verneigt.
W.W.: Mit gekreuzten Händen auf der Brust?
U.v. Bernus: Richtig.
W.W.: Aber Du hast doch auch bestimmte Gesten in die Luft geschlagen?
U.v. Bernus: Die waren zum Heranziehen gewisser Wesenheiten.
W.W.: Wie schult man sich für die Imaginationszeichen?
U.v. Bernus: Diese Schulung ist im Grunde sehr einfach. Zum Beispiel legt man ein
Bild vor sich hin und konzentriert sich darauf. Es kann dann geschehen, daß man dieses
Bild direkt vor sich an einem anderen Ort in der Luft hängen sieht. Wenn man dazu in der
Lage ist, hat man die richtige Imaginationskraft. Das sind ganz einfache anfängliche
Schulungen. Nebenbei gesagt, die weißen Magier vollführen dieses Imaginationstraining
ganz genauso.

Aggressionen soll man nicht verpuffen
W.W.: Vor dem Luziferehrenritual hast Du die vier Gruppen der Elementarwesen angerufen, wobei mir auffiel, daß währenddessen drei Tonbänder mit Wolfsgeheul, Gewitter, Sturm und Wasserrauschen gelaufen sind. Kann das nicht störend wirken?
U.v. Bernus: Die Musik zieht die Nixen wahnsinnig an, Töne ziehen immer an. Es ist zum Beispiel auch sehr wichtig, daß der angehende Magier seine Sache nicht vor sich hinleiert, sondern daß er die Aussprache der Worte richtig lernt, daß er nicht piepst, sondern eine eher dunkle Stimme bekommt. Ich komme zum Beispiel mit meiner Stimme überhaupt nicht mehr in die höheren Lagen. Viele Menschen verwechseln mich deswegen am Telefon und sagen oft: ,,Ich möchte gerne Frau von Bernus sprechen", worauf ich meist entgegne: ,,Es tut mir leid, ich bin es selber!" Also, es gehört die Schulung der Stimme wohl dazu, ferner das Wissen, an welchen Stellen man mehr oder weniger intoniert. Bei Beschwörungen muß man wissen, an welchen Stellen die geballte Aggression herbeigeholt wird, d.h. daß man sich in vollkommener Harmonie und im Gleichklang mit sich selber befinden muß, denn man soll keine Aggressionen an irgendwelche Dinge, die nicht notwendig sind, verpuffen, sondern der Magier soll seine Aggressionen für sich behalten und stauen, weil er sie für seine Arbeiten, die er durchführt, später braucht.
Es ist völlig widersinnig, im alltäglichen Leben hysterisch zu kreischen oder aggressiv zu brüllen, deswegen meidet der Magier auch streitsüchtige Menschen. Der Schwarzmagier meidet alles, was ihn aus dem Gleichklang bringt; und wenn gesagt wird, daß der Schwarzmagier auf alles immer mit Aggressionen reagiere, so ist das totaler Blödsinn.
Das Universum hat seine Harmonie, und in dieser Harmonie muß der Magier - der weiße wie der schwarze - immer sein. Aus dieser Harmonie fällt er natürlich sofort heraus, wenn er Alkohol trinkt oder Rauschgift nimmt. Dann ist er sofort außerhalb des Rhythmus des Universums. Wenn unser gesamtes Planetensystem aus dem Chaos entstanden ist, heißt dies noch lange nicht, daß ich selber chaotisch sein muß. Im Gegenteil. Man muß ausgeglichen sein, und der Magier liebt keine unausgeglichenen Menschen neben sich. Der Schwarzmagier liebt die Natur genauso wie die rechte Seite, denn wenn ich die Natur nicht liebe, dann bekomme ich auch keinen Kontakt zu den positiven Naturwesen. Diesen guten Kontakt brauche ich aber, denn für viele rituelle Arbeiten müssen sämtliche Naturwesen herbeigeholt werden.
W.W.: Aber meinst Du wirklich, daß dies mit einem Tonbandgerät geht; werden Elementarwesen darauf reagieren?
U.v. Bernus: Die reagieren alle sehr stark, und es spielt keine Rolle, ob dies vom Tonband kommt. Ich denke, daß ein Tonband sehr viel zugkräftiger ist als die Musik, die von irgendwelchen Leuten gespielt wird, die vielleicht nicht einmal dazugehören. Ich brauche bloß mit einer Kassette an einen sauberen Bach gehen, mich konzentrieren und schon bemerke ich, daß die Wasserwesen die Musik gerne hören. Das Wolfsgeheul ist absolut nur für Luzifers Wolf, während die Kassette mit dem Gewitter alle Naturwesen anzieht, vor allem die Luft- und Feuerwesen und die Wasserwesen, wenn der Regen kommt. Diese Kassetten ziehen die Elementarwesen ebenso wie die Sprache an, deswegen muß der Magier auch in der Sprache geschult werden.
Es gibt auch einige Kassetten aus den Rites ofLucifer, die ich manchmal nachts leise auf Endlos-Kassette laufen lasse, die gehen dann ins Unterbewußtsein.
W.W.: Du denkst dabei an gesprochene Worte?
U.v. Bernus: Ja.
Die Grundhandgriffe für das Vollmondritual
W.W.: Warum werden beim Vollmondritual, wahrscheinlich auch bei allen anderen, zwei magische Schutzkreise gezeichnet?
U.v. Bernus: Weil man zwischen den beiden Kreisen die Namen schreiben muß und die Spitze des gezeichneten Pentagramms immer den äußeren Kreis um ein kleines Stück überragen muß, und zwar zum Schutz vor den angreifenden Astralwesen. Es gibt natürlich auch Menschen, die ziehen nur einen Kreis und schreiben dann irgend etwas hin, man findet das auch in vielen Büchern. Aber dann ist der ganze Kreis vollgeschrieben, und ich frage mich, wo denn dann der Magier stehen soll.
Bei allen anderen Ritualien, mit Ausnahme des Vollmondrituals, wird der Kreis in exakt drei Teile geteilt. Alle Luzifer-Rituale finden gen Norden statt, Rituale für andere Wesenheiten finden gen Osten statt, nach Süden oder Westen überhaupt keine. Bei einem Luzifer-Ritual steht der Magier in dem Teil, der gegen Norden liegt. Natürlich kann er auch sitzen, zum Beispiel während der Konzentration, aber während des Sprechens muß er stehen. Menschen, die nicht gewöhnt sind, lange zu stehen, sollen sich ruhig einen Stuhl mit in den Kreis hineinnehmen, um sich während der Konzentration zu setzen. Der Magier steht also in dem einen Dreieck, rechts von ihm in einem anderen Dreieck steht das Räucherbecken und eventuell der Mitarbeiter, der dann das Räucherbecken bedient.
Links neben dem Magier liegt die Waffe, wobei die Waffe - Dreizack oder Dolch - so liegen muß, daß sie keinen der heiligen Namen trifft.
Das Zeichnen der Kreise gehört natürlich zu den Praktiken, die der Schüler von Anfang an erlernen muß, manche wissen noch nicht einmal, wie herum sie den Kreis zeichnen müssen. Er muß selbstverständlich auch lernen, den Ritualraum sauberzuhalten, ferner die Namen in den Kreis hineinzuschreiben, er muß wissen, wo die Kerzen stehen, also letztlich sämtliche Grundhandgriffe. Ich habe schon sämtliche Fehler erlebt, zum Beispiel, daß man die Kerzen auf die falsche Seite gestellt hat oder das Sigill Luzifers neben den Namen gemalt hat und nicht, wie es richtig ist, erst ein Pentagramm zu malen und dann daneben das Sigill. Weil dies nicht ganz einfach ist, machen die meisten Schüler ein Vollmondritual bei mir mit und schauen zu, welche Handgriffe man jeweils zu absolvieren hat. Oftmals ist es auch so, daß, wenn die Schüler einige Monate Konzentrationen durchgeführt haben und dann in den Kreis treten, um zum ersten Mal ihr Ritual zu sprechen, dies für sie nicht ganz geheuer ist. Zwar brauchen sie keine Angst zu haben, weil bei einem Mondritual nichts geschehen kann, aber meist ist man am Anfang ziemlich verunsichert. Die meisten haben schon vorher während ihrer Konzentrationen Erlebnisse gehabt und glauben nun, daß sehr viel mehr bei einem Vollmondritual geschehen kann, aber - wie gesagt - es kann dabei nichts passieren. Das gilt natürlich nur dann, wenn alles korrekt und sorgfältig ausgeführt worden ist; wenn der Kreis dagegen an einer Stelle nicht geschlossen ist, können Astralwesen eindringen. Das Korrektsein und die Disziplin des Magiers gehören auch dazu. Unkorrekt ist in der Magie überhaupt nichts.
W.W.: Was wird außer dem Sigill Luzifers an Namen in den Kreis geschrieben?
U.v. Bernus: Exakt nach Norden wird der Name Luzifers geschrieben, rechts und links davon ein Pentagramm, wiederum daneben das Sigill Luzifers; zur Rechten des Magiers wird der Name Rofocale geschrieben, links von diesem Namen ein Pentagramm; gegen Süden gerichtet der Name Adonai, rechts davon ein Pentagramm; zur Linken des Magiers der Name Ariel, rechts davon ein Pentagramm. Neben dem Sigill Luzifers gen Norden hin kommt jeweils eine Kerze, links neben dem Pentagramm bei Rofocale eine Kerze, bei Adonai und Ariel rechts neben dem Pentagramm eine Kerze. Die Pentagramme müssen den äußeren Kreis immer um ein kleines Stück überragen.
W.W.: Diese Namen hast Du auch alle während des Rituals geschrieben, dem ich beiwohnte?
U.v. Bernus: Ja, wenn man das Ritual im Freien durchführt, werden diese Namen immer in der besagten Weise geschrieben. Sie können auch von den Schülern geschrieben werden; derjenige mit der stärksten Konzentrationskraft muß die Namen schreiben, der zweitstärkste muß den äußeren Kreis ziehen, der drittstärkste zieht den inneren Kreis. Das sind nicht die Aufgaben des amtierenden Magiers. Besonders im Freien benötigt man dazu eine starke Konzentrationskraft, weil die Namen sowie der Kreis mit dem Dolch gezogen werden. Der Dolch muß vorher entodet sein, also sauber; möglichst sollte er auch schon drei Tage vor Vollmond in das Mondlicht gelegt werden, damit er zum Ritual vollkommen aufgeladen ist. Selbstverständlich muß man den Dolch jeweils hereinnehmen, bevor es hell wird, um ihn in die Dolchscheide zu stecken oder in ein schwarzes Seidentuch einzuwickeln. Wenn ich einen Dreizack in das Mondlicht lege, muß ich diesen natürlich sowieso in ein schwarzes Seidentuch wickeln.
W.W.: Werden die Pentagramme, die Namen und das Sigill in die Luft geschrieben oder in den Boden geritzt?
U.v. Bernus: Wenn das Ritual im Freien durchgeführt wird, werden die Namen in den Boden gezeichnet; wird es drinnen durchgeführt, so werden die Namen in den Kreis geschrieben. Ein Luzifer-Ritual wird immer auf einem schwarzen Untergrund zelebriert, geschrieben wird mit weißer Kreide, nichts anderes darf verwendet werden! Möglichst sollen alle Farben im Raum den Farben entsprechen, mit denen gearbeitet wird, also das meiste ist schwarz. Der Magier darf auch nichts an sich haben, auch keine Unterwäsche, die nicht schwarz ist. Entweder kann er in schwarzen Schuhen arbeiten oder barfuß. Im Süden arbeite ich auch manchmal draußen barfuß; bei dem Ritual, bei dem Du dabei warst, war es ebenso, aber dies war ja die wärmste Nacht des Sommers.
Beim Mondritual hat man für das Räucherbecken meist nur eine kleine Schale mit vier bis fünf Kohlen, die deswegen natürlich nicht genügend Wärme spenden, und so ist es eher geboten, sich warm anzuziehen. Wenn einem kalt wird, so verliert man meist die Konzentration.
W.W.: Die beiden Kreise werden von Norden nach Süden im Uhrzeigersinn gezeichnet?
U.v. Bernus: Ja. Danach beginnt man, den Namen Luzifers zu schreiben, dann Rofocale, Adonai und als letzten Ariel. In der gleichen Reihenfolge werden auch die Kerzen angezündet, also von innen gesehen zuerst die linke Luziferkerze, dann die rechte, anschließend diejenigen von Rofocale, Adonai und Ariel. Natürlich darf man niemals über einen der heiligen Namen latschen, sondern muß zwischen diesen Namen gehen, wenn man den Kreis verlassen will. Die Kerzen müssen in dem Moment angezündet werden, in dem man den Kreis betritt.

Beim Todesritual zersprengt Luzifer die Karmakette
W.W.: Ich möchte zum Todesritual kommen: Kannst Du einmal den Ablauf eines Todesrituals darstellen?
U.v. Bernus: Bei einem Todesritual wird als erstes Luzifer angerufen, als zweites Lucifuge-Rofocale, in diesem Falle also nicht Rofocale selbst. Als drittes wird Astaroth angerufen, als viertes Demiurgi-Saturni, Osrail. Geschrieben wird in den Kreis genauso wie bei dem Mondritual. Vor einem Todesritual findet natürlich ebenfalls die Askese sowie die achtstündige Konzentration statt, wobei sich der Magier in diesem Falle auf Luzifer und die betreffende Person, die zu Tode kommen soll, konzentriert; oftmals hat der Magier ein Foto der betreffenden Person vor sich, so daß er sich besonders scharf auf diese Person konzentrieren kann. Der geschulte Magier kann sich auf beide konzentrieren, sowohl auf Luzifer als auch auf die betreffende Person. In dem Moment, in dem der Kreis betreten wird, wird gleich das Räucherbecken angezündet.
W.W.: An welchen Tagen wird das Todesritual durchgeführt?
U.v. Bernus: Nur in den vier Tagen nach Vollmond, und zwar am Dienstag um 22.00
Uhr oder am Donnerstag um 24.00 Uhr, wenn diese beiden Tage in die vier Tage nach
Vollmond fallen. Saturn-Rituale können natürlich auch am Samstag gemacht werden.
Das Luzifer-Todesritual aber nur dienstags oder donnerstags. Ist es am Donnerstag, so
wird es um Mitternacht durchgeführt. Natürlich muß man auf die Sommerzeit achten und entsprechend eine Stunde später anfangen.
W.W.: Welche Begründungen haben diese beiden Uhrzeiten, 22.00 bzw. 24.00 Uhr?
U.v. Bernus: Das sind die entsprechenden Zeiten für ein Luzifer-Todesritual.
W.W.: Wie ist nun der genauere Ablauf eines Luzifer-Todesrituals?
U.v. Bernus: Als erstes geht der Magier wiederum eine halbe Stunde in tiefe Konzentration, und zwar in bezug auf Luzifer und die betreffende Person. Von dieser Person hat der Magier zwei Bilder, eines legt er in das Dreieck, das andere hat er in der Hand. Nach einer halben Stunde spricht er die ersten Worte und geht anschließend wiederum eine halbe Stunde in Konzentration. Im weiteren spricht er den zweiten Teil der Ritualworte und geht anschließend wiederum eine Viertelstunde in Konzentration und spricht die nächsten Worte des Todesrituals. Es wird also dreimal gesprochen. Das Dreieck, in dem das Bild des zu Tode kommenden Kandidaten liegt, soll möglichst weit weg sein, mindestens 2.1/2 Meter außerhalb des Kreises.
W.W.: Ist das Luzifer-Todesritual gefährlich?
U.v. Bernus: Es ist neben dem Luzifer-Pakt das Gefährlichste. Beim Todesritual kann
Luzifer eventuell selber auftauchen, aber unter 100 Versuchen allerhöchstens einmal.
Lucifuge-Rofocale taucht öfter auf, vor allem sind die Begleitwesen von Astaroth und
Demiurgi-Saturni auch dabei; die von Astaroth sind finster, und er selber ist gefährlich.
W.W.: Wer ist Astaroth?
U.v. Bernus: Astaroth ist ein neutraler Geist, bekannt aus den Ischtar-Mysterien. Astarte ist Astaroth. Alle Ischtar-Kulte früherer Zeiten sind heute Astaroth-Kulte.
Bei jedem Aufstehen des amtierenden Magiers muß das Feuer brennen; der Mitarbeiter ist es, der in diesen Augenblicken das Feuer erneut entfacht und Schwefel darüber streut. Natürlich darf das Feuer niemals erlöschen; es darf vorsichtig vor sich hin glühen aber niemals ausgehen, denn dann wird es gefährlich. Dar auf muß der Partner achten, der rechts von dem amtierenden Magier steht. Beim Vollmondritual wird das Feuer erst dann entzündet, wenn der Magier nach der Konzentration aufsteht, aber bei allen anderen Ritualien brennt von vornherein das Feuer im Dreifuß. Schwefel wird erst dann auf das Feuer gestreut, wenn der Magier zu sprechen beginnt, und bei jedem erneuten Sprechen wiederum. Natürlich sollte man in geschlossenen Räumen nicht soviel nehmen, daß es einem die Sprache verschlägt. Ob Luzifer das Todesritual annimmt, ist auch noch eine Frage.
W.W.: Was geschieht, wenn Luzifer das Todesritual annimmt?
U.v. Bernus: Wenn er annimmt, zersprengt er in diesem Augenblick eine Karmakette, er zerreißt die Karmakette des Menschen, und das bedeutet den Tod des betreffenden Menschen.
W.W.: Wie stellst Du fest, ob Luzifer annimmt oder nicht?
U.V. Bernus: Das wird sich nachher zeigen, ob der betreffende Mensch zu Tode kommt oder nicht.
W.W.: Merkst Du es auch im Moment des Rituals?
U.v. Bernus: Selten. Es gibt allerdings Fälle, in denen es eindeutig ist, in denen der Magier um ein Zeichen bittet. Dazu muß der Magier aber sehr hoch spielen, damit er es verkraftet. Denn dabei kommen große Mengen von Astralwesen: zum ersten die Begleitwesen Luzifers, im weiteren diejenigen von Lucifuge-Rofocale, dann die Begleitwesen von Astaroth - Astaroth selbst geht auch sehr gern in Angriff-, dann kommen die Begleitwesen von Demiurgi-Saturni.
Jeder, vor allem der amtierende Magier, aber auch seine Mitarbeiter, sind nach einem Todesritual für einige Tage flachgelegt. Man weiß von Crowley, daß er mit ca. 40 Jahren noch sehr vital gewesen ist, aber nach Ritualien ausgesehen hat wie 60. Dies dauerte meist einige Tage, bis er sich wieder regeneriert hatte. Diese Regeneration gilt natürlich auch für jeden anderen Magier. Es werden einem bei einem Ritual besonders viele Kräfte abgezogen, vor allem von Astaroth und den Saturnwesen, so daß der Magier völlig down ist. Es kann sogar manchmal sein, daß trotz des Schutzkreises Übergriffe auf besondere Anziehungspunkte für die Geistwesen kommen, nämlich auf Herz und Leber. Wenn jemand magenempfindlich ist, so wird er oft auch nach einem Ritual Magenschmerzen haben, weil verschiedene Geistwesen irgendwo in die Physis eingreifen. Todesrituale sind wirklich nur in äußersten Notfällen durchzuführen.
W.W.: Was heißt äußerste Notfälle?
U.v. Bernus: Ich tue es natürlich nicht, wenn eine Frau zu mir kommt, die ihren Freund wiederhaben will, ihren Ehemann aber loswerden möchte. So eine Art von Todesritual würde gar nicht angenommen werden, weil es dafür überhaupt keine Basis gibt, ferner widerspricht es auch der Ethik. Solche Sachen macht man eben nicht. Gleiches liegt vor, wenn jemand auf Geld aus ist; ein Todesritual auf jemanden zu machen, damit man an sein Geld kommt, ist völlig abwegig.
Dann kocht die Tasse über
W.W.: Ein Todesritual führst Du also nur auf Personen durch, die Dich angreifen?
U.v. Bernus: Der muß aber schon auf vehemente Weise magisch angreifen, sonst schalte ich ihn anderweitig aus. Man muß ja nicht gleich auf ein Todesritual gehen. Es gibt natürlich viele Menschen, die andere auf ihrem Weg behindern. Nehmen wir an, ein Mensch geht den Weg Luzifers und trifft auf diesem Weg eine Person, die ihn sehr behindert, die ihn in seinem geistigen Weg total hemmt, dann ist es möglich, auf so eine Person das Todesritual zu machen. Meist ist das auch eine Person, die in sehr übler Weise agiert, lediglich auf das Materielle bedacht ist, und wenn das auch noch dazukommt, dann kocht die Tasse über. Wenn der Mensch nun den Weg Luzifers gehen will und dafür seine Freiheit benötigt, dann wird Luzifer zu 99 % dieses Todesritual annehmen und die Karmakette zerreißen. Es ist bei einem Todesritual sogar in einzelnen Fällen möglich, daß Luzifer selber auftaucht; wenn dies geschieht, so ist es ein Zeichen dafür, daß er auf jeden Fall akzeptiert hat. Es gibt also Situationen, in denen der Magier die Stimme Luzifers hört. Dabei zittert alles. Die Stimme kann so erscheinen, daß der Mitarbeitende sie auch hört, oder auch so, daß sie lediglich der Magier innerlich hört.

Wenn die Astralwesen am Kreis kratzen
W.W.: Arbeitest Du bei einem Todesritual mit der Waffe?
U.v. Bernus: Bei einem Todesritual muß immer mit der Waffe gearbeitet werden, da sich die Astralwesen bei einem Todesritual so stark nähern, daß sie am Kreis kratzen und
den Kreis zu durchbrechen drohen. Dazu wird die Waffe ins Feuer gehalten, um die Astralwesen dann damit vom Kreis fernzuhalten.
W.W.: Muß die Waffe glühend sein?
U.v. Bernus: Glühend nicht, es genügt, wenn sie heiß ist. Ich persönlich arbeite eigentlich nie mit dem Dreizack, sondern gehe immer mit dem Dolch hart an den Kreis heran. Bei Saturn-Ritualien muß man allerdings mit dem Dreizack arbeiten, da kommt man nicht drum herum. In diesen Fällen hat der Dreizack ziemlich glühend zu sein, denn man kann nicht so nah an den Kreis herantreten, weil der Dreizack ungefähr einen ein Meter langen Stock hat. Aber bei allen Luzifer-Ritualien fühle ich mich von meinem Gott beschützt und arbeite nur mit dem Dolch gegen die Astralwesen.
Kurz und gut, Todesrituale sind Angelegenheiten, die sehr zu bedenken sind, und der Magier, der sie durchgeführt, muß wissen, ober sich das Karma, das er sich mit einem Todesritual zuzieht, aufladen will. Und dazu wird er wohl kaum in Fällen bereit sein, die völlig unberechtigt sind. Wer ein Todesritual durchführt, welches nicht absolut aus geistigen Gründen gemacht wird, der ist kein Magier, sondern ein Vollidiot. Wenn mich jemand ärgert, kann ich nicht gleich ein Todesritual auf ihn machen, das darf nicht wahr sein! - Von den Saturnwesen könnte so ein fälschliches Todesritual manchmal angenommen werden, von Luzifer aber nicht.
Der Magier muß sich immer bewußt sein, was er tut. Was die Zeitungen alles von mir schreiben, ist meist nicht wahr; vieles, was mir in den Mund geschoben worden ist, habe ich überhaupt nicht gesagt, und ich habe auch immer Zeugen für alle Interviews, die ich gegeben habe. Meist sind es Erfindungen der jeweiligen Journalisten, zum Beispiel der Bild- Zeitung, die dann auf der ersten Seite schreiben: ,,Diese Frau hat 20 Männer umgebracht". Das ist ein fauler Witz, denn davon habe ich nie geredet. Das sind diese Phantastereien, die man mir bis heute noch anhängt. Man muß sich sehr bewußt sein, wenn man ein Todesritual durchführt; wenn es keine geistigen, sondern materielle Gründe hat, so wird es nicht akzeptiert und fällt auf den Magier selbst zurück. Bei solchen Ritualien wird einem die Frage gestellt: ,,Was machst du da? Aus welchen Gründen willst du ein Todesritual? Wenn die Person dich nur geärgert hat, dann kannst du sie auch anders bestrafen, dafür bist du Magier!"
Die Fotos gehen in Flammen auf
W.W.: Während des Vollmondrituals, dem ich beiwohnte, wurden Bilder von drei Personen ins Feuer geworfen mit der zumindest verbalen Absicht, sie zu töten. Das kommt dann also nicht der Wirkung eines Todesrituales gleich?
U.v. Bernus: Das hat keine tödliche Wirkung gehabt, außerdem hat Luzifer nicht angenommen, ferner war es keine Sache von mir, sondern eine meiner Mitarbeiter.
W.W.: Aber zwei der drei Bilder hast Du in das Feuer geworfen!
U.v. Bernus: Ich kann Bilder ins Feuer schmeißen, das geschieht bei vielen Sachen, nicht aber ausschließlich beim Todesritual. Bei jeder Bindung oder Trennung, die nichts mit einem Kreisritual zu tun haben, gehen am Ende die Bilder in Flammen auf.
W.W.: Was war dann der Sinn, diese drei Bilder ins Feuer zu schmeißen?
U.v. Bernus: Wie gesagt, ich verbrenne nicht nur Fotos bei Todesritualen, sondern zum Beispiel auch nach einer scharfen Konzentration. Wenn ich bei einer Trennung ein
Foto verbrenne, so ist dies ein Schnitt, mehr nicht. Das Verbrennen eines Fotos ist das Auslöschen einer bestimmten Sache, auf die man geht. Selbstverständlich wird auch beim Todesritual das Foto verbrannt, das der Magier in der Hand hat, begleitet von bestimmten Ritualtexten, die der Magier dabei spricht. Während der Magier das eine der beiden Fotos den Flammen übergibt, bleibt das andere aber im Dreieck außerhalb des Kreises liegen und brät dort einige Tage vor sich hin. Währenddessen wirken die Todeskräfte noch ungeheuer stark.
W.W.: Aber Ihr habt doch ,,Mord" und ,,Töte ihn" gerufen, während Ihr die Bilder in die Flammen geworfen habt!
U.v. Bernus: Das stimmt. Im Grunde war das aber eine Sache der Mitarbeiter. Ich habe ihnen gesagt, sie könnten die Bilder hineinschmeißen, aber an sich gehöre dazu ein Todesritual. Soweit waren diese Mitarbeiter noch nicht. Also hat Luzifer auch nicht akzeptiert. Natürlich kann es sein, daß den entsprechenden Personen einige unangenehme Geschichten passieren. Das sage ich meinen Mitarbeitern natürlich vorher und frage sie, ob sie dieses auf sich nehmen wollen. Das kann auch für die Mitarbeiter unangenehme Folgen haben, und in diesem Fall, den Du miterlebt hast, war es so. Aber im allgemeinen ist das Verbrennen von Fotos etwas vollkommen Normales.
W.W.: Wer darf bei einem Todesritual anwesend sein?
U.v. Bernus: Der amtierende Magier muß wissen, daß er nur diejenigen Personen mit hineinnehmen kann, von denen er weiß, daß sie es absolut verkraften können. Und so etwas verkraftet niemand, der nicht vorher wenigstens zwei Jahre ernsthaft gearbeitet hat. Am wenigsten verkraftet man die Angriffe von Astaroth. Ich selbst mache sehr ungern Arbeiten mit Astaroth, weil ich weiß, daß Astaroth bei mir immer in Angriff geht, denn ich habe schon manchen Menschen Astaroth abspenstig gemacht. Seit meiner ägyptischen Zeit stehe ich mit Astaroth auf Kriegsfuß. Natürlich muß ich jeden Schüler in eine Astaroth- Beschwörung einführen, weil er sie später durchführen muß, aber das ist mir genauso unsympathisch wie eine Saturn- Beschwörung. Andere Menschen haben mit Astaroth keine Last, bei mir aber geht er grundsätzlich in Angriff. Andererseits muß Astaroth nicht in jedem Ritual angerufen werden, nur in diesem verdammten Todesritual muß es sein, denn er gehört dazu, weil er auch ein Unterstellter Luzifers ist.

Am gefährlichsten wird es,
wenn der schwarze Jaguar als Astralgestalt auftaucht
W.W.: Welche Bedeutung hat Luzifer in der ägyptischen Mythologie?
U.v. Bernus: In der ägyptischen Mythologie hatte er einen anderen Namen: Kurubeth. Seth ist Satan im Ägyptischen, und Luzifer ist Kurub-Seth. Ich kann Kurub-Seth ich auf ägyptische Weise anrufen, dies ist allerdings gefährlicher; deswegen lasse ich eine Schüler erst später in ein derartiges ägyptisches Ritual hinein. Für Menschen, die ihre ägyptische Inkarnation erfaßt haben, ist es allerdings weniger gefährlich. Bei einem ägyptischen Ritual stehen drei Negativnamen einem positiven gegenüber.
W.W.: Welche sind dieses?
U.v. Bernus: Gen Norden gerichtet ist dies Kurub-Seth, gegen Westen und Osten Nuit und Hadit und gegen Süden Osiris; Osiris ist also das Positive sein. Nuit und Hadit
Negativwesen, und zwar die Begleiter Ra-Hoor-Khuits, auch eine nicht sehr erfreuliche Geistwesenheit der Ägypter. Ein derartiges Ritual muß in der ägyptischen Tradition geführt werden. Die Begleitwesen von Kurub-Seth sind fast die gleichen, nur sind seine Katzen weitaus gefährlicher. Es sind zwar auch Katzen der Astral- und Venussphäre, aber sie sind wesentlich aggressiver als diejenigen Katzen, die in anderen Ritualen auftauchen. Der Begleitwolf von Kurub-Seth taucht ebenfalls auf. Auch Großkatzen können bei einem derartigen Ritual als Astralwesenheiten auftauchen, am gefährlichsten wird es, wenn der schwarze Jaguar auftaucht. Natürlich tauchen auch wieder die Planeten-, vor allem die Marsdämonen auf. Das Vollmondritual wird ansonsten genauso gestaltet.
W.W.: Du schilderst jetzt das ägyptische Vollmondritual für Luzifer?
U.v. Bernus: Ja, allerdings unter dem Namen Kurub-Seth. An und für sich sind alle ägyptischen Rituale gefährlicher, vor allem wegen der drei Negativ- Wesenheiten, es herrscht nicht mehr das Gleichgewicht wie bei dem Vollmondritual für Luzifer, wo Adonai und Ariel auf der einen Seite ein positives Gleichgewicht abgeben. In der ägyptischen Tradition gibt es sämtliche Luzifer-Rituale, nur eben auch auf Kurub-Seth abgestimmt. Die Tage, an denen die Rituale durchgeführt werden können, bleiben allerdings die gleichen, auch die Kleidung bleibt die gleiche. Es muß dann das Bild Kurub-Seths genommen werden, nicht aber das von Luzifer. Luzifer im Ägyptischen, also Kurub-Seth, ist wesentlich katzenhafter dargestellt, er trägt auch die Löwenmähne. Es kann auch heutzutage auftreten, daß Menschen während der scharfen Konzentration eine Gestalt mit Löwenkopfmähne schauen; das sind dann diejenigen Menschen, die aus der ägyptischen Tradition stammen.
In so einem Falle mache ich den Menschen keine Vorinkarnation, selbst wenn sie es wünschen - bei anderen Menschen tue ich dies schon -, denn in diesem Falle haben sie ihre Vorinkarnation selber zu erfassen. Im übrigen tauchen nicht immer zuerst die letzten Inkarnationen auf, sondern meist die stärksten, die Tausende von Jahren zurückliegen können. Bei mir selbst tauchte zuerst eine Inkarnation aus der vierten Dynastie Ägyptens auf. Dabei habe ich einen ägyptischen Seth-Tempel vollkommen erfaßt, samt des Namens des Hochpriesters. Im weiteren sah ich dann, wie alle Rituale praktiziert und gestaltet wurden.
Diese Tradition ist für einen Magier sehr wichtig, sonst kann er nicht weit kommen. Lebt einer nicht in der ägyptischen Tradition, muß aber in ihr geschult werden, kann es sehr lange dauern, bis er an diese Zeit herankommt.

Bastit forderte Blutopfer
W.W.: Kann für ein Kurub-Seth-Ritual auch das Bild der Göttin Bastit genommen werden?
U.v. Bernus: Man kann es. Für die Göttin Bastit werden auch Ritualien gemacht, wobei niemals die Katze genommen werden darf - also nicht Bastit in der Gestalt der Katze, wie man sie überall sieht. Statt dessen muß die Bastit-Statue genommen werden, also der Katzenkopf mit dem Menschenkörper. Wer in die Kurub-Seth-Rituale hineingeht, muß natürlich auch mit Bastit Kontakt aufnehmen. Weil Bastit früher Blutopfer
Bastit Papyrus aus Luxor.
forderte, geht ein derartiges Ritual schon in finstere Geschichten hinein. Bastit verlangt im Gegensatz zu Kurub-Seth Blutopfer. Luzifer verlangt nie Blutopfer.
W.W.: In welcher Zeit waren diese Bastit-Kulte; soweit ich orientiert bin, wurden sie irgendwann ausgerottet!?
U.v. Bernus: Etwa 400 Jahre nach Beginn der Zeitrechnung wurden die Bastit-Kulte ausgerottet, weil die Menschen davor Angst hatten, daß sich die Bastit-Priester in Katzen verwandelten und dann Menschen umbringen könnten. Das stimmte übrigens bis zu einem gewissen Grade. Der Bastit-Kult gehört auch in die Tradition von Kurub-Seth. Als man die Bastit-Priester umbrachte, indem man sie zum Beispiel lebendig eingrub, hängte man ihnen immer das Siegel von Kurub-Seth um. Das war ein Katzenkopf.

Sich in einen Wehrwolf verwandeln
W.W.: Warum hat man das gemacht?
U.v. Bernus: Man meinte, daß das Siegel Kurub-Seths die Kräfte der Hölle entfessele, und in dem Augenblick, in dem man dieses Siegel wieder von den Priestern annehme, würde Kurub-Seth zu neuem Leben erwachen. Mit diesem Siegel, das man den Priestern umhängte, bannte man demzufolge Kurub-Seth. Es ist ähnlich, wie man dies aus den Vampirgeschichten kennt, daß, wenn der Stock aus dem Vampir herausgezogen wird, dieser wieder zu neuem Leben erwacht. Ähnliches kennt man auch aus den Werwolfgeschichten, die in allen Kulturen in etwa gleich sind. Bei den Eskimos sind es die Bären, bei den Afrikanern die Leoparden, beiden Europäern ist es der Wehrwolf. Daß es so etwas gibt, ist überhaupt kein Zweifel.
Man kann sich in der Praktik schulen, sich in einen Wehrwolf zu verwandeln, und zwar dann, wenn man in Angriff übergehen will. Man versetzt sich dabei in eine Großkatze. Natürlich ist das eine Imaginationsübung, bei der man die Großkatze vor sich imaginiert und dann in sie hineinschlüpft. Der physische Körper bleibt natürlich im Bett liegen, aber man fühlt, wie er sich mehr und mehr auflöst, indem man in diese Großkatze hineinschlüpft. Dabei wird diese Katze aktiv, und ich kann dann als diese Katze auf jemanden losgehen. Es gehört zum Training des Schülers in der Magie, daß er auch dieses lernt. Bei diesen Astralangriffen muß ich mich bereits mit dem jeweiligen Tier identifizieren und mit meinem Astralleib in die imaginierte Katze hineinschlüpfen; traditionsmäßig nimmt man hierfür am besten den schwarzen Jaguar. Bei den Azteken ist es auch der Jaguar gewesen, dem als Gott Blutopfer gebracht worden sind.
W.W.: Wie lange praktizierst Du bereits mit dieserJaguar- Imagination?
U.v. Bernus: Schon sehr lange, bereits in meiner Jugendzeit tauchte der Jaguar bei mir auf, und ich schlüpfe immer in die Jaguar- Imagination, wenn ich in Angriff übergehen will.
W.W.: Beziehst Du auch Elemente des Bastit-Kultes in Deine Arbeit mit ein?
U.v. Bernus: Manchmal. Vielleicht ist es ein dummes Wort, aber man sollte alles ständig trainieren. Das bloße Heranholen von geistigen Wesenheiten hassen diese, nicht aber, wenn man Fragen an sie stellt; und dieses disziplinierte Vornehmen von Fragen sollte man ständig üben. Die Fragen sollten sich aber möglichst nur auf Geistiges beziehen. Ich arbeite nicht mit Blutopfern oder dergleichen. Wer meinen Weg geht, kann
an alle geistigen Wesenheiten Fragen stellen. Und insofern kann ich natürlich auch Fragen an Astaroth stellen, und er wird antworten.

Der törichte Pakt mit Luzifer
W.W.: Was ist ein Pakt?
U.v. Bernus: Ein Pakt ist eine Verabredung, die ein Mensch mit einer Geistwesenheit schließt. Vor allem die Marswesen und Astaroth nehmen gerne Pakte an. Astaroth im übrigen ist der gefährlichste Paktierer, auch der bekannteste, vor allem in südlichen Ländern, wie zum Beispiel Italien oder Spanien. Astaroth bietet sofort und schnellstens einen Pakt an, er bietet fast alles an. Nur ist derjenige, der diesen Pakt annimmt, in wenigen Monaten weg vom Fenster, denn viele Geistwesenheiten, im besonderen Astaroth, finden beiden Menschen immer irgendwo ein Loch, in welches sie eindringen, um ihm Schaden zuzufügen.
W.W.: Viele Geistwesenheiten brechen also die geschlossenen Pakte?
U.v. Bernus: Astaroth bricht immer seinen Pakt. Wer das nicht weiß, ist ein Simpel. So etwas kann sogar bis zum Tod führen. Astaroth also schließt zwar Pakte, aber findet immer eine Ritze, durch die er dem Menschen Schaden zufügend in ihn hineinschlüpfen kann.
W.W.: Du erwähntest einst den Luzifer-Pakt; was ist denn das?
U.v. Bernus: Ein Luzifer-Pakt kann auch durchgeführt werden, nur Luzifer bietet nie den Pakt an. Es gibt keinen einzigen Fall, in dem Luzifer gesagt hätte: ,,Schließe einen Pakt mit mir!" Es kann nur dann geschehen, wenn die betreffende Person selber an ihn herantritt und ihn bittet, mit ihr einen Pakt zu schließen. In 99 % der Fälle nimmt Luzifer nicht an, im Gegensatz zu allen anderen Geistwesenheiten, mit denen zu paktieren ist.
W.W.: Schließt Satan auch Pakte?
U.v. Bernus: Satan ist eine Gottheit, es wäre ein Witz, wenn er Pakte schließen würde. Christus schließt ebenfalls keine Pakte. Mit diesen beiden höchsten Gottheiten kann man keine Pakte schließen. An sie kommt man nicht heran. Es gibt auch keine Satansbeschwörungen, allerdings eine Satansinvokation.
W.W.: Was ist das?
U.v. Bernus: Das ist etwas ähnliches wie das Luzifer-Ritual, und man kann es ein- bis zweimal im Jahr durchführen. Allerdings muß man dann eine wahnsinnig strenge Askese vorher durchmachen. Das ist ein Ehrenritual, bei dem nicht einmal ein Kreis oder ähnliches gezogen werden muß.
Aber zurück zum Luzifer-Pakt: Wenn Luzifer einen Pakt annimmt, dann schließt er ihn nur auf fünfzig Jahre, natürlich gibt es auch Fälle, bei denen die Zeit kürzer ist. Ich kenne zum Beispiel einen Fall, wo ein ganz törichter Luzifer-Pakt geschlossen worden ist.
W.W.: Kannst Du einmal kurz darstellen, worum es bei diesem Pakt ging?
U.v. Bernus: Eine Frau, die ein dreijähriges Kind mit Drüsenkrebs unter den Achseln hatte, hat mit Luzifer einen Pakt geschlossen. Der Junge war bereits von den Ärzten aufgegeben worden und sollte in sehr kurzer Zeit sterben. Sie schloß dann den törichten Pakt, daß der Junge bis zu seinem 21. Lebensjahr von allem Leiden verschont bleiben und
die Krankheit ihm weggenommen werden solle. Sie hat diesen Pakt drei Nächte immer wiederholt, aber erst in der dritten Nacht hat Luzifer angenommen. Am nächsten Tag war das Kind gesund, aber die Frau wurde krank, und zwar wurde sie bis zum 21. Lebensjahr dieses Knaben nicht wieder gesund. Dann lief der Pakt ab. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde sie wieder gesund. Der Junge ist zur Zeit ein rauschgiftsüchtiger Simpel.
Solche Luzifer-Pakte schließt man nicht! In diesem Fall hat er in die Gesundheit der Frau eingegriffen, denn sie war die ganze Zeit - also 18 Jahre - krank. Luzifer nimmt auch aus Prinzip höchstens drei Wünsche an, wovon einer mindestens ein geistiger sein muß, währenddessen die anderen materieller Natur sein können. Luzifer kann einen Pakt auch teilweise erfüllen, dies steht in seinem Belieben. Jedermann kann natürlich so einen Luzifer-Pakt immer wiederholen, vielleicht nimmt Luzifer einmal an. Der Luzifer-Pakt ist nach dem Todesritual das Gefährlichste, weil in einem Moment Worte gesprochen werden, die ihm quasi in den Mund gelegt werden: ,,Ich danke dir dafür, daß du meine Wünsche akzeptieren wirst." In so einem Augenblick wird es gefährlich, weil Luzifer dann selber auftauchen kann. Wenn Luzifer selber auftaucht, dann nimmt er meist den Pakt ganz an. Er ist nicht so wie Astaroth, der den entsprechenden Kandidaten hin und wieder über den Jordan schickt. Aber so etwas wie bei der Frau mit ihrem Kind - eine medizinisch nicht festzustellende Krankheit - kann schon auftreten.

Pakte werden mit dem eigenen Blut unterschrieben
W.W.: Gibt es feste Ritual-Worte, wenn man einen Pakt schließen will?
U.v. Bernus: Der Text ist ganz exakt einzuhalten! Diese Paktworte sind so exakt wie nichts anderes einzuhalten!
W.W.: Gibt es ebenfalls bestimmte Zeiten, in denen ein Pakt nur abgeschlossen werden darf?
U.v. Bernus: Wiederum nur innerhalb der vier Tage nach Vollmond, aber nur am Dienstag oder Donnerstag. Andere Tage gehen überhaupt nicht. Anschließend muß immer der Pakt verbrannt werden.
W.W.: Was wird verbrannt?
U.v. Bernus: Die Wünsche, die der betreffende Kandidat aufgeschrieben hat. Er unterschreibt diesen Pakt mit seinem Blut, und dann wird dieser Pakt verbrannt.
W.W.: Man hat also Wünsche an ein geistiges Wesen, unter Umständen sogar an Luzifer; muß man auch bereit sein, etwas von sich zu opfern bzw. anzubieten?
U.v. Bernus: Wer einen Pakt mit Luzifer schließt, muß wissen, daß er später nach seinem Tode durch Luzifers Reich gehen muß. Genauso ist es vor der dritten Einweihungsstufe, man wird ebenfalls auf diese Tatsache hingewiesen. Einen Pakt kann man allerdings schließen, auch wenn man noch nicht die dritte Einweihungsstufe durchgemacht hat. Wer einen Pakt mit Luzifer schließt, wird vorher darauf aufmerksam gemacht:
,,Schließt du einen Pakt mit mir, dann ist deine Seele mein von dieser Stunde, Minute und Sekunde an." Hier geht es um die Seele, nicht - wie es oft in der Magie sehr verwässert dargestellt wird - um das Ego oder die Kontinuität des Bewußtseins; hier muß das Wort ,,Seele" benutzt werden. Das bedeutet, daß sich derjenige, der einen Pakt schließt, darüber klar sein muß, daß er nach dem Tode durch Luzifers Reich gehen muß, wenn
Luzifer diesen Pakt annimmt. Nimmt Luzifer diesen Pakt nicht an, dann ist es für beide Seiten ungültig.
W.W.: Wenn man nun einen Pakt mit Astaroth schließt, so wird diesem ja wohl kaum die Seele versprochen werden müssen, was aber dann?
U.v. Bernus: Die Seele wird ihm nicht versprochen. Der Astaroth-Pakt lautet wieder völlig anders, und Astaroth nimmt diesen Pakt sehr schnell an. Das kann sich so äußern, daß man nicht durch Astaroths Reich gehen muß, denn das gibt es nicht, sondern später auf der Astralebene gefesselt wird, und zwar in unangenehmster Weise. Bei diesem Pakt überschreibt man sich Astaroth, folglich hat Astaroth auch später die Macht über diesen Menschen. Wenn Astaroth den Pakt bricht, so ist es die Schuld dessen, der diesen Pakt mit Astaroth eingegangen ist, denn dazu wird ja niemand gezwungen. Wenn Astaroth auftaucht, so beginnt er sofort einen Pakt anzubieten: ,,Ich geb' dir alles, was du willst, für hundert Jahre! ,,Luzifer - wie gesagt - macht so etwas nicht, er nimmt allerhöchstens einen Pakt an, der Geistiges enthält, zum Beispiel: ,,Führe mich im Geiste und schule mich immer mehr!" Bei dem Pakt gibt es die eine gefährliche Stelle, an der der Betreffende überfahren werden soll, und dabei muß der Magier weit im Kreis zurücktreten, weil es sonst sehr risikoreich wird.

Ein Pakt muß allein ausgeführt werden
W.W.: Wie wird beim Pakt gearbeitet?
U.v. Bernus: Ebenfalls mit dem Dreieck, gleichfalls gen Norden und auch mit den gleichen Namen wie beim Vollmondritual.
W.W.: So einen Pakt führt man allerdings ganz alleine aus?
U.v. Bernus: Er darf nur alleine durchgeführt werden. Der Magier muß in diesem Falle für das Feuer sorgen, genauso für alles andere, niemand darf dabei sein. Wer zu so einem Pakt in einen Kreis steigen will, muß es alleine machen. Auch der jeweilige Priester darf nicht dabei sein. Es ist übrigens seltsam, daß 80 % aller Menschen sofort einen Luzifer-Pakt schließen wollen.
W.W.: Was ist daran das Seltsame bzw. wie erklärst Du Dir das?
U.v. Bernus: Es sind fast ausschließlich materielle Gründe, die die Menschen dazu bringen. Das ist leider so. ,,Gib mir Geld und Reichtum für die nächsten 50 Jahre", ist dann meistens die eine Triebfeder für einen Pakt. Weitere Gründe für einen Pakt sind dann oft Gesundheit für die nächsten 50 Jahre bzw. das Aussehen eines 35jährigen für die nächsten 50 Jahre. Mancher Idiot wünscht sich vielleicht auch das Aussehen eines Zwanzigjährigen, wenn er ein Simpel ist. Diese materielle Seite der Pakte wird sogar manchmal von Luzifer angenommen, ob es dann allerdings angenehm ausgeht, das ist die Frage. Ich habe kaum einen gekannt, der bei einem Pakt nicht sofort Mäuse wollte, aber darauf kann ich pfeifen. Wenn ich das Geld habe, das ich benötige, um im Geiste in Ruhe arbeiten zu können, so ist es genug. Dafür brauche ich keinen Pakt zu schließen, sondern vertraue auf meinen Gott, daß er mir das gibt, was ich respektieren kann. Ich vertraue schließlich darauf, daß er mir das gibt, was ich brauche, um im Geiste in Ruhe und Konzentration arbeiten zu können. Wenn ich täglich schuften müßte, um Geld zu verdienen, so könnte ich nicht geistig arbeiten. Das weiß auch mein Gott, und ich vertraue darauf, daß er mir die entsprechende Grundlage dafür besorgt.
Wichtig und interessant ist es dagegen, geistig zu forschen, sich für das Weltgeschehen zu interessieren, sich darum zu bekümmern, was auf unseren Planeten in Zukunft zukommt. Das sind geistige Dinge, und wer geistige Dinge erfragt, bekommt auch von jedem geistigen Wesen entsprechende geistige Antworten; selbst von Astaroth. Er knurrt vielleicht herum, wenn man keinen Pakt mit ihm schließt, aber die Antworten wird er geben müssen, wenn man ihm im Geiste Fragen stellt. Daß er trotzdem in Angriff geht, daß er einem körperlich dabei sehr schaden kann, das ist selbstverständlich eine Begleiterscheinung.
W.W.: In welcher Weise schaust Du denn Astaroth als Bildgestalt, wenn er auftaucht?
U.v. Bernus: Meistens als Schlange bzw. als ein ineinandergewursteltes Schlangenbündel. Dies macht einen fiesen Eindruck, wobei mir Schlangen von vornherein nicht unsympathisch sind. Aber die Art, wie Astaroth aus einem Schlangenknäuel auftaucht, ist nicht sehr erfreulich. Astaroth gehört nicht zu den Wesen, die ich auffordern würde, sich in eine andere Gestalt zu verwandeln. Im Grunde ist es mir völlig egal, wie die Geistwesen, gleich welche, ausschauen, wenn sie auftauchen. Schön ist nur Luzifer, Lucifuge ist auch nicht gerade eine Schönheit. Kurz und gut: Pakte sind im Grunde genommen abzulehnen. Wozu das?

Beschwörungen nach dem Necronomicon können tödlich ausgehen
W.W.: Was ist im Unterschied zu einem Pakt eine Beschwörung?
U.v. Bernus: Ein Pakt schließt ein Mensch persönlich mit einer Geistwesenheit, eine Beschwörung kann ebenfalls mit jeder Geistwesenheit durchgeführt werden, hat aber mit einem Pakt überhaupt nichts zu tun. Eine Beschwörung wird für eine bestimmte Sache durchgeführt, sei es nun ein Todesritual oder auch eine geistige Frage an eine Geistwesenheit. Zwar kann man alle Wesen beschwören, ob sie sich aber beschwören lassen, ist auch noch eine Frage. Man kann auch die Geister mit Hilfe des Necronomicons herbeiholen, dem Ritualbuch, das auch Aleister Crowley benutzt hat. Crowley hat dieses einige Male gemacht: einmal in Ägypten in der Wüste, zweimal am Loch Ness. An diesen Stellen soll es jetzt noch unheimlich zugehen.
W.W.: Welche Wesen hat er beschworen?
U.v. Bernus: Er hat die Wesen aus dem Necronomicon und diejenigen nach den
Angaben des wahnsinnigen Arabers hergeholt. Nach dem Necronomicon zu arbeiten ist eine tödliche Gefahr, der sich Crowley ausgesetzt hat. Ich kannte jemanden, der nicht mehr lebt, der ebenfalls mit dem Necronomicon gearbeitet hat und der durch diese Arbeiten sowie durch einen Pakt in den Tod gejagt worden ist. Ich habe gerade von einem jungen Mann gehört, der mit dem Necronomicon arbeitet, aber ich kann noch nichts genaueres darüber sagen, weil ich ihn noch nicht gesprochen habe. Die Wesen des Necronomicons sind die Wesen der Urzeit. Interessant ist, daß es im Necronomicon keine Entlassungsformeln gibt. Man kann die Geister also nur herbeiholen, sie aber wieder fortzujagen, ist schon Crowley sehr schwer gefallen.
W.W.: Was passiert bei einer Luzifer-Beschwörung?
U.v. Bernus: Luzifer sollte man überhaupt nicht beschwören, denn das bringt meistens den Tod. Noch viel eher aber wird es dann geschehen, wenn man keinen rein
geistigen Weg geht. Im Grunde läßt sich Luzifer überhaupt nicht beschwören und schickt nur einige luziferische Dämönchen, denn davon gibt es eine große Anzahl.

Die Entlassungsformel
W.W.: Kannst Du den Wert und die Wichtigkeit der Entlassungsformel einmal kurz darstellen?
U.v. Bernus: Die Entlassungsformel ist das A und 0, wenn ich sie nicht kenne, dann verschwinden die Geistwesenheiten nicht und man ist im Kreis gefangen oder es passiert einem etwas, wenn man den Kreis verläßt. Es ist aber nicht unabdinglich, daß etwas passiert, meistens ist es auch nicht sehr schlimm. Vielleicht bricht man körperlich zusammen. Crowley war ebenfalls nach der Pan-Beschwörung vollkommen lädiert, obwohl er die Entlassungsformel wußte. Trotzdem haben die Geistwesenheiten über den Kreis gegriffen und Crowley angegriffen. Aber ohne die Entlassungsformel geht im Grunde gar nichts. Sie sind nur in den jeweiligen Büchern nicht enthalten.
W.W.: Wie kommt es, daß die Entlassungsformeln nicht enthalten sind?
U.v. Bernus: Wahrscheinlich haben alle, die das aufgeschrieben haben, ob dies nun Bardon, Le'vi oder Nettesheim gewesen sind, nicht gewollt, daß jedermann gleich in eine Beschwörung hineinhopst. Da es sehr große Gefahren mit sich bringt, ist es im Grunde sinnlos, derartige Bücher zu schreiben. Natürlich kann man ein Buch über Magie schreiben, das beinhaltet, daß man sich mit der Magie nicht einlassen solle, weil es ganz bestimmte Folgen haben wird. Die Entlassungsformeln sind immer auf den hierarchischen Rang der Geistwesenheit abgestimmt. Was sie übrigens gar nicht mögen, sind Entlassungsformeln wie: ,,Ziehe hin in Frieden. ,,,was heißt denn das? Schließlich ist es die Sache der Geistwesenheiten, Frieden zu bringen oder nicht. Jede Geistwesenheit hat eine andere Entlassungsformel, Zwangsformeln für niedere gefährlichere Geistwesenheiten, andere wiederum für Luzifer, die seinem hohen Stand entsprechen.

Gesichter im Schwarzen Spiegel
W.W.: Oft hört man auch von der Spiegel-Magie; wie geht man vor, wenn man mit dem Schwarzen Spiegel arbeitet?
U.v. Bernus: Man stellt den Spiegel vor sich auf, schaut hinein und konzentriert sich. Nebenbei stellt man eine Kerze auf, damit man etwas sehen kann. Natürlich gibt es vielerlei Sorten Schwarzer Spiegel, der beste aber ist derjenige von Crowley bzw. derjenige, der nach seinen Angaben hergestellt wird.
W.W.: Ist es der, der zwei verschiedene Seiten hat?
U.v. Bernus: Genau, die eine Seite vergrößert, während die andere normal ist. Diesen Schwarzen Spiegel kann man auch kaufen. Bei den Übungen fängt der Spiegel meistens an, sich zu verschleiern, Nebel ziehen vor, bis schließlich wechselnde Gesichter auftauchen, oftmals von verstorbenen Menschen. Natürlich sind diese vollkommen ungefährlich, aber manche Menschen bekommen einen Schrecken, wenn sie Tote sehen. Das sind die Astralleiber der Toten, die sich herandrängen, und dann wechseln dabei die
Bilder vom jungen Mädchen bis zur alten Oma. Im Grunde ist das äußerst langweilig. Geht es dann weiter, tauchen meistens lediglich Augen auf, schrägstehende gefährliche Augen. Entweder bekommt man dadurch einen totalen Schock oder man ist davon fasziniert. Beides ist für einen Anfänger gleich schlecht, denn wenn die Augen im Spiegel auftauchen, kann diese Geistwesenheit auch aus dem Spiegel heraustreten. Dies ist bei der Fraternitas Saturni geschehen, und zwar bei einem Maler, der von diesen Augen fasziniert gewesen ist, also von dem Gesicht, welches im Spiegel auftauchte, und die Spiegelmagie jeden Abend praktizieren mußte. Er malte dann dieses Wesen. ~
W.W.: Was kann dabei passieren bzw. was ist ihm passiert?
U.v. Bernus: Das Wesen kann aus dem Spiegel heraustreten; in diesem Fall würgte das Wesen den Maler, wenn er auch mit dem Leben davonkam.
W.W: Was für ein Wesen war das?
U.v. Bernus: Das weiß ich nicht, aber hohe Geistwesenheiten erscheinen im Schwarzen Spiegel nicht. Meist sind es gefährliche Astraldämonen, die schon gewisse Kräfte haben Der Kreis wird ja auch zum Schutz gegen diese Astraldämonen gezogen, weil sie Kräfte abziehen bzw. aggressiv werden können. Wenn ich Lehrgänge gebe, dann sage ich immer: ,,Wenn Sie etwas sehen oder merken, was Ihnen gefährlich wird, dann brechen Sie sofort ab." Man braucht eine fortwährende Kontrolle, damit einem nichts geschehen kann. Bei den Versuchen während meiner Lehrgänge setze ich mich auch dazu und beobachte, was sich nähert. Es gibt Menschen, die in den Schwarzen Spiegel schauen, kurz erschrecken, aber im weiteren dagegen stabil sind.
W.W.: Warum gibst Du Kurse bzw. Übungen mit dem Schwarzen Spiegel, lediglich zu Konzentrationszwecken oder auch aus anderen Gründen?
U.v. Bernus: Vor allem zur Konzentration, denn dies ist eine weiterführende Übung gegenüber der, daß man sich lediglich auf ein Bild konzentriert. Zusätzlich aber sollen sie kennenlernen, was an Wesenheiten alles auf sie zukommen kann. Sie müssen das Komplexe von allem kennenlernen. Wenn man dann später praktiziert, kann man das Wesen, welches bereits bei einer bung mit dem Schwarzen Spiegel aufgetaucht ist, dirigieren. Genauso ist es mit Astralangriffen, die trainiert man auch zuerst unter sich selber. Es ist oftmals ein Trugschluß, wenn jemand bereits mit seinem Astralleib auftreten kann, um einen anderen zu würgen, daß dieser etwas davon merkt. Da kann der Astral zudrücken solange er will, er hat noch nicht die Kraft dazu. Folglich probiert man es erst untereinander aus, indem man sich kneifen oder in den Haaren raufen läßt. Diese Praktik beherrscht man erst dann, wenn man entsprechendes am eigenen physischen Leib wahrnehmen kann. Sonst bildet sich der entsprechende Praktikant ein, er hätte einen anderen im Schlaf gewürgt, dabei hat dieser wie im siebenten Himmel geschlafen.
W.W.: Wenn man jetzt beider Arbeit mit dem Schwarzen Spiegel Angst bekommt, was geschieht dann?
U.v. Bernus: Dann sollte man abbrechen, weil es unter anderem das zentrale Nervensystem schädigen kann. Andererseits sollte man auch sagen, daß ständig Gesichter und Wesen auftauchen und man vor ihnen keine Angst haben sollte. Im Grunde ist alles sehr ungefährlich. Natürlich bekommt man oftmals einen Schrecken, wenn viele Gesichter auftauchen, die auch noch sehr schnell wechseln. Es ist meist auch ein Zeichen, daß derjenige, der viele Gesichter schaut, ein Mensch ist, zu dem auch bei anderen Praktiken Geistwesenheiten kommen würden. Aber wenn man Angst hat, sollte man
abbrechen. Das ist genauso wie mit den Tieren, wenn ein Hund merkt, daß man vor ihm Angst hat, dann greift er eher an, als wenn man ihm ruhig entgegengeht. Genauso ist dies mit den Geistwesenheiten, die einem im Spiegel erscheinen. Wenn jemand Angst hat, dann greifen die Astraldämonen an.

Beim Exorzismus werden die Menschen gefesselt
W.W.: Hin und wieder führst Du auch einen Exorzismus durch. Wie gehst Du dabei vor?
U.v. Bernus: Einige Male habe ich einen Exorzismus durchgeführt, möchte es aber nicht mehr tun, weil dies eine zu anstrengende Arbeit ist. Dabei muß man die Astraldämonen aus dem betreffenden Menschen heraustreiben. Wenn er noch nicht besessen ist, dann geht es schnell, wenn er bereits besessen ist, dann ist es sehr schwer. Jeder geschulte Exorzist weiß, daß er in so einem Falle von den Astraldämonen angegriffen wird. Es gibt einen Film von dem englischen Hexenmeister Sanders, in dem der bekannteste Exorzist Englands, ein katholischer Priester, der im Exorzismus geschult ist, auftritt und selber sagt, daß er von den Astraldämonen angegriffen wird. Die katholische Kirche praktiziert den Exorzismus Romanum, der die Dämonen wieder in ihr Reich zurückschickt.
W.W.: Wohin schickst Du sie?
U.v. Bernus: Christus hat sich Materie genommen, denn er hat sie in die Schweineherde gejagt, und diese stürzte sich ins Meer. Im Grunde könnte man sagen, daß auch Christus mit dem ,,Du sollst nicht töten" recht großzügig umging. Nun war Christus in der Lage, eine Schweineherde zu nehmen; ein Magier ist dazu nicht in der Lage, denn eine Schweineherde werden die Dämonen nicht von ihm annehmen Ich mache es ähnlich und schicke die Dämonen ebenfalls nicht wieder in ihr Reich, die Astralebene, zurück, sondern nehme dafür unliebsame Personen, wenn es sein muß. Aber der Exorzismus ist eine wahnsinnig anstrengende Angelegenheit, die über Tage, oft über Wochen, geht. An dem Exorzismus mit der Anneliese Michels haben die beiden katholischen Priester zwei Jahre lang gefummelt Bei ihr war es soweit, daß lediglich die Dämonen noch das physische Überleben dieses Mädchens sicherten; in so einem Falle führt es meist zum Tod des Menschen. Das ist dann Karma, daran hätte ich mich niemals gemacht.
W.W.: Was geschah mit den Frauen, mit denen Du Exorzismus durchgeführt hast?
U.v. Bernus: Die Menschen verändern vollkommen ihre Stimme, die Dämonen schauen aus den menschlichen Augen heraus, oftmals knurren und fauchen die Menschen in unnatürlichen Lauten. Ich habe noch niemals einen Exorzismus alleine durchgeführt, um immer einen Zeugen zu haben und um nicht sagen zu können, daß ich mit den Menschen herummanipuliere. Genauso mache ich es übrigens auch mit Hypnose-Sitzungen. In extremen Fällen des Exorzismus kette ich die Menschen mit Handschellen an, da sie oftmals herumtoben und erstaunliche Kräfte entfesseln. Wenn die Dämonen beim Exorzismus aus den Augen des Besessenen schauen, versuchen sie Macht über denjenigen Menschen zu bekommen, der sie austreiben will. Dabei muß man sehr widerstandsfähig sein. Genau wie bei der Experimentalmagie ziehen auch hier beim Exorzismus die Dämonen erhebliche Kräfte des Exorzisten ab, so daß man hinterher vollkommen geschlaucht ist. Man kann als Exorzist mit dem Kreis arbeiten, wobei der
zu Exorzierende außerhalb des Kreises sitzt, damit der Exorzist nicht angegriffen wird. Aber das habe ich selber nicht so gemacht.
W.W.: Mußtest Du in manchen Fällen auch physische Gewalt anwenden, indem Du Deine zu exorzierenden Frauen fesseltest?
U.v. Bernus: Gefesselt wird immer, auch die katholische Kirche fesselt beim Exorzismus. Dies geschieht zum Selbstschutz der betreffenden Kandidaten, weil diese sich dabei oft selbst verletzen. Vor allem legt man Handfesseln an, damit er sich nicht die Haare ausreißt und rückt ihn von einem Tisch weg, damit er nicht mit dem Kopf auf den Tisch aufschlägt. Denn der Dämon geht in erster Linie auf die Zerstörung der Person selber aus, erst in zweiter Linie auf die Zerstörung des Exorzisten. In dem Film ,,Der Exorzist" wurden ebenfalls beide Priester umgebracht, was im übrigen ein authentischer Fall ist. Allerdings war es kein Mädchen, sondern ein Junge, an dem der Exorzismus durchgeführt worden ist. Zwar haben sie die Dämonen aus dem Jungen herausbekommen, aber dafür haben die Dämonen die beiden Exorzisten gepackt. Der Exorzist ist aber nur dann zu packen, wenn er nicht ganz hasenrein ist
W.W.: Haben die beiden Fehler gemacht?
U.v. Bernus: Fehler haben sie nicht gemacht, sondern es waren einfach keine weißen
Magier, denn dann hätten die Dämonen nicht angegriffen. Zwar waren sie geschulte
Exorzisten, aber sie haben nicht im Sinne ihres Gottes gelebt, denn dann hätten die
Dämonen nicht angegriffen. Zwar hätten sie auch sonst angegriffen, aber nicht - im
wahrsten Sinne des Wortes - die Exorzisten ermordet.

Besessen durch spiritistische Praktiken
W.W.: Bei dem Exorzismus an dem Mädchen Anneliese Michels wird ja alles in sehr erschreckender Weise deutlich, also zum Beispiel die verzerrten Gesichtszüge, auch das Fauchen und Knurren in der Stimme. Die Dämonen gaben sich bei ihr auch sehr ,,hehre" Namen, wie zum Beispiel Hitler, Nero oder gar Luzifer. Wie kommt es, daß die katholische Kirche glaubt, daß eine Wesenheit wie Luzifer in einen Menschen einfahren könnte?
U.v. Bernus: Die katholische Kirche glaubt aufgrund des Exorzismus Romanum, daß Luzifer dies in der Tat tun könnte; das ist natürlich kompletter Unsinn. Luzifer wie auch Satan interessieren sich natürlich einen Dreck für Lieschen Müller.
W.W.: Was liegt bei Besessenen grundsätzlich vor? Wann können Dämonen in sie einschlüpfen?
U.v. Bernus: Entweder bringt man sich das als Karma aus Vorinkarnationen mit, daß die Dämonen in diesem Leben zupacken können, oder man hat sich dies durch spiritistische Praktiken zugezogen. Wer sich mit Spiritismus beschäftigt, Tisch- oder Glasrücken durchführt, mit der Planchette arbeitet, automatisch schreibt oder ähnliches, der geht auch mit Toten um und durchlöchert durch diese zweifelhaften Praktiken seinen Astralleib, so daß die Dämonen in ihn einschlüpfen können. Aber kein Hitler und auch kein Satan schlüpfen dabei ein, sondern immer nur niedere Astralwesenheiten, allerdings nennen sich diese Dämonen Luzifer oder Satan, um den Menschen das Fürchten zu lehren.
W.W.: Gibt es noch viele geschulte katholische Priester?
U.v. Bernus: Da fragst Du mich zuviel, wahrscheinlich gibt es in England noch eine ganze Anzahl. In dem Film von Sanders kommen recht viele vor; er wurde 1974 gedreht, und zu dieser Zeit gab es allein für London 23 geschulte Exorzisten. Die Exorzisten in England haben sehr viel zu tun. Das liegt daran, weil dort schon seit längerer Zeit sehr intensiv spiritistisch praktiziert wird, indem man Glas rückt oder automatisch schreibt oder auch Rauschgift nimmt, und schon ist man von den Dämonen gepackt. Ich kenne zum Beispiel ganz banale Hausfrauenkreise, die bei mir anrufen, weil es bei ihnen im Haus umgeht oder spukt. Ich frage dann immer, ob diese Frauen irgendwelche spiritistischen Praktiken durchgeführt haben, was natürlich immer der Fall ist. In so einem Fall ist es natürlich sehr leicht, die Wesen wieder aus dem Haus herauszubekommen.
Im übrigen gibt es mehr Besessene als man glaubt. Die Anstalten sind voll davon, und die Ärzte wissen gar nicht, daß sie Besessene dort haben. Aber auch eine große Anzahl Besessener läuft noch frei herum. Man nennt diese Menschen dann schizophren. Bei Schizophrenen ist es ja auch so, daß sie periodisch Zustände haben, in denen sie vollkommen normal sind. Das ist bei Besessenen ganz genauso, und die meisten Ärzte können dies nicht unterscheiden. Außerdem glauben sie sowieso nicht daran. Wenn ich den Ärzten sage, daß es sich bei gewissen Personen nicht um Schizophrene, sondern um Besessene handelt, halten sie mich für eine Spinnerin, und dann gibt man den Besessenen Spritzen, um sie damit in Schach zu halten.

,,Rudolf Steiner hat mich nicht getauft"
W.W.: Im letzten Interview (Siehe FLENSBURGER HEFTE Nr.13, Red.) ist uns ein Fehler unterlaufen, indem ich aus der Biographie über Alexander von Bernus, Deinen Vater, zitiert habe, daß Du von Rudolf Steiner getauft worden seist. Natürlich kann dies nicht angehen, da Du noch gar nicht geboren warst, als Rudolf Steiner bereits verstorben war. Wie erklärst Du Dir, daß so etwas in dieser Biographie steht?
U.v. Bernus: Dafür habe ich keine Erklärung, und auch wenn ich eine hätte, so möchte ich sie nicht geben, und zwar aus Rücksichtnahme auf gewisse Personen. Selbstverständlich hat Rudolf Steiner mich nicht getauft.
W.W. Wie viele Schwestern hast Du?
U.v. Bernus: Nur eine Stiefschwester.
W.W.: Und die heißt nicht zufällig auch Ulla?
U.v. Bernus: Nein. Ich habe nichts mit ihr zu tun. Sie ist jünger als ich. In diesem Zusammenhang sind sehr viele seltsame Geschichten aufgetreten, auf die ich aber nicht eingehen möchte.
,,Ich halte die Waldorfschulen für die besten Schulen"
W.W.: Aber auf der Waldorfschule bist Du gewesen?
U.v. Bernus: Ja, natürlich. Auf der Waldorfschule in Stuttgart nach dem Zweiten Weltkrieg.
W.W.: Wie viele Jahre?
U.v. Bernus: Fünf Jahre. Ich halte die Waldorfschule für sehr gut, aber zum Besuch der Waldorfschule gehört sehr viel Eigeninitiative, wenn man das Pensum wirklich nutzen will. Auf der Waldorfschule wird man zu nichts gezwungen, alles ist mehr oder weniger freiwillig, und das ist bei Kindern manchmal nicht unbedingt angebracht. Man hat heute ja die vielseitigsten Nebeninteressen - Computer, Musik, die man mit Walkman hört usw.-; zur Waldorfpädagogik gehört aber eine Portion Eigeninitiative, und daß die Eltern dahinterstehen. Wer es auf dieser sehr guten Schule weiterbringen will, muß sich persönlich einsetzen, weil nicht der Leistungsdruck wie auf anderen Schulen ausgeübt wird. Ich halte die Waldorfschulen deswegen für die besten Schulen, weil sie von einem anderen geistigen Niveau ausgehen. Mir hat keine Stunde auf der Waldorfschule leid getan. Natürlich war ich von jedem Religionsunterricht befreit; es gibt ja an der Waldorfschule den evangelischen und katholischen Religionsunterricht sowie den der Christengemeinschaft, aber ich habe an keinem teilgenommen, denn das wollte ich nicht. Ich habe auch Eurythmie nicht mitgemacht.
W.W.: War das möglich?
U.v. Bernus: Das ging. Mein Vater hatte sehr gute Kontakte zu dieser Waldorfschule. Mir kam die Eurythmie von Anfang an sehr komisch vor, vor allem, was durch I-O-A angezogen wird; das war für mich etwas, was ich nicht unter Kontrolle hatte, und ähnelte fast der Runenmagie. Ich habe deswegen nicht mitgemacht, weil ich es nicht liebe, unkontrolliert geistige Wesenheiten anzuziehen. Deswegen habe ich meinem Vater gesagt, daß ich davon befreit werden möge.

,,Ich befragte die schemenhaften Astralleiber neben mir
W.W.: Du hast in dem ersten Interview (Siehe FLENSBURGER HEFTE Nr.13, Red.) ausgesagt, daß Du Deinen schwarzen Weg mit etwa 17 Jahren begonnen hast. Kannst Du bitte noch einmal schildern, wie das geschehen ist?
U.v. Bernus: Auch vorher habe ich mich bereits für diese Bereiche interessiert und habe mir aus der sehr großen Bibliothek meines Vaters immer diejenigen Bücher herausgeholt, die von dem schwarzen Weg handelten. Ich habe dann Nettesheim gelesen oder ,,Flita" von Mabel Collins und habe auch sehr schnell begonnen, viele Philosophen zu studieren. Schon etwa mit zehn Jahren habe ich mir verschiedene magische Bücher herausgezogen.
Außerdem habe ich bereits als Kind Tote gesehen, hatte aber niemals Angst vor ihnen. Ich habe sie gefragt, was sie wollten, wenn schemenhafte Astralleiber neben mir standen. Manchmal beschlich es mich auch eiskalt, so daß ich merkte, daß irgend etwas anwesend war. Dergleichen hatte ich immer sehr viele Erlebnisse. - Mit 16 Jahren erlebte ich eine Vorinkarnation von mir in einem ägyptischen Seth-Tempel, die ich dann auch aufgeschrieben habe. - Fernerhin habe ich es immer geliebt, mich in die Einsamkeit zurückzuziehen. Mit Mädchen habe ich nie gespielt, denn für sie hatte ich überhaupt nichts übrig. Mit Puppen habe ich auch nicht gespielt. Zwar hatte ich zwei Bärchen, die ich sehr geliebt habe, Puppen aber habe ich von Anfang an abgelehnt. Mit lebenden Tieren habe ich mich dagegen unentwegt beschäftigt, gleich ob dies Pferde, Hunde oder Katzen waren. Mein Vater hat mir absolute Freiheit gegeben, auch zu lesen, was ich wollte.
Wenn ich ihm erzählt habe, daß ich nachts etwas geschaut habe, so hat er das immer akzeptiert. Er hat mich auf gar keine Weise in irgend etwas beeinflußt. Daß er mich nicht als Spinnerin abgestempelt hat, hat mich sehr bestärkt, vor allem auch, daß er aus seiner geistigen Anschauung heraus davon überzeugt war, daß das stimmt, was ich ihm erzählte.

Wenn der Grünkappen-Lama die Hand ausstreckt
W.W.: Gab es nun ein Erlebnis, aufgrund dessen Du Deinen schwarzen Weg konsequent einschlagen wolltest, oder hat sich das langsam ergeben?
U.v. Bernus: Langsam, bis ich dem Tibetaner auf der Straße begegnete und er zu mir gesagt hat: ,,Du kommst mit mir", was ich dann befolgt habe. Dies war der GrünkappenLama.
W.W.: Diese Begegnung fand in London statt?
U.v. Bernus: Genau. Nebenbei gesagt, dieser Grünkappen-Lama war ganz normal
angezogen, nicht sowie der Dalai-Lama. Von dem Dalai-Lama, der da in seinem gelben
Gewand herumläuft, halte ich im übrigen gar nichts; wenn er eine Inkarnation des
Bodhisattva wäre, dann bräuchte er keine Brille. Er bräuchte auch keine Operation in
Deutschland und schon gar nicht Bücher im Bauer-Verlag aufzulegen.
W.W.: Wie war das erste Gespräch mit dem Grünkappen-Lama, und wie habt Ihr Euch für die Schulung verabredet?
U.v. Bernus: Er hat gesagt, daß er mich mitnehmen würde, und wir vereinbarten einen Termin. Vorher mußte er noch nach China, obwohl dies bereits Sperrgebiet war, aber er hatte Möglichkeiten, hinüberzugelangen. Auf welche Weise die Grünkappen-Lamas es angestellt haben, über die Grenze zu kommen, entzieht sich meiner Kenntnis total. Auf jeden Fall konnten sie es. Die Grünkappen-Lamas sind sehr gefährlich. Niemand darf die Art und Weise ihrer Schulung preisgeben. Wenn sich Außenstehende zu sehr für ihre Praktiken interessieren, dann können sie das zwar tun, aber wenn sie das tun, dann ist es meist zu spät. Wenn jemand sieht, daß ein Grünkappen-Lama die linke Hand nach ihm ausstreckt und einen grünen Handschuh anhat, dann ist es meist zu spät und er wird sterben.
W.W.: Wie verlief Deine Schulung?
U.v. Bernus: Das ist ja das, über das zu sprechen nicht erlaubt ist! Aber sie schulen sehr intensiv, sehr hart, für die westlichen Regionen ist es im Grunde unmöglich. Man sagt auch, daß hin und wieder Gewalt angewendet wird, aber das weiß ich nicht genau. Aber sie beeinflussen die Schüler nicht, sondern sagen ihnen, daß sie selber arbeiten müssen. Es geht hier ähnlich zu wie beiden Crowleyanern, bei denen man während der Schulung auch zusammen im Kreis sitzt, und - wenn jemand bei der Konzentration in sich zusammensackt - ihn mit dem Stock von hinten auf die Schulter schlägt. Das ist in etwa die Linie der Grünkappen-Lamas. Man hat einen bestimmten Zeitrahmen für die Konzentration, in welchem man dann die Disziplin bewahren muß. Aber im Grunde sind es keine westlichen Methoden, und ich würde sie niemals anwenden. Aber die Lamas haben natürlich das Recht dazu und teilen einem auch vorher mit, daß man einer sehr harten Schulung unterzogen wird. Bei den Lamas, in der absoluten Abgeschlossenheit, kann man nicht entfleuchen.
W.W.: Wie aber hast Du Dich von dem tibetischen Weg getrennt?
U.v. Bernus: Getrennt habe ich mich von ihm nicht, sondern ich habe ihn regulär beendet. Das ist kein Problem, denn sie entlassen einen, damit man den eigenen Weg findet. Es stimmt übrigens nicht, daß sie immer in Grün herumlaufen. Das Bild, das dort oben hängt, welches ich gemalt habe, stellt meinen Lehrer dar. Hin und wieder gehen sie auch in goldroten Ritualgewänden herum. Die Grünkappen-Lamas haben auch einen sehr guten Kontakt zu Shamballah, aber das ist jetzt wieder ein ganz anderes Thema. Wo liegt Shamballah, wo liegt Agartha, was sind die Schwarzen, was sind die Weißen? Darüber teilen sich die Ansichten.
W.W.: Welche Ansicht hast Du?
U.v. Bernus: Ich denke, daß Shamballah die Schwarzen und Agartha die Weißen sind. Beide Orte liegen nicht mehr auf dem Planeten, sondern in der Erde, im Erdinneren. Außerdem sind sie transparent. Das ist ein weites Feld, welches vor allem die Außerirdischen erklären können. Darüber könnte man vieles sagen, auch wie die Außerirdischen in die Transparenz gehen. Steiner hat meines Wissens nichts über Außerirdische gesagt?
W.W.: Nein, hat er nicht.
U.v. Bernus: Das wundert mich. Hat er angenommen, daß unser Planet der einzig bewohnte ist?
W.W.: Insofern Du an physisch inkarnierte Menschen denkst, ja. Selbstverständlich sind alle Planeten von geistigen Wesenheiten bewohnt, nicht aber von physisch- materiellen.
U.v. Bernus: Das ist ein Ding! Meiner Ansicht nach entspricht das auch keiner Logik, daß wir innerhalb der ganzen Sonnensysteme die einzigen verkörperten Wesenheiten sein sollten. Dann wäre ja das gesamte Universum für uns Idioten geschaffen. Das kann nicht sein!
Der mausgraue Weg
W.W.: Oftmals wurde in bezug auf das erste Interview mit Dir die Frage gestellt, wie Du den Unterschied zwischen schwarz und mausgrau siehst. Kannst Du das bitte noch einmal kurz darstellen?
U.v. Bernus: Auf der einen Seite muß man den Unterschied zwischen dem schwarzen und dem mausgrauen Weg sehen, auf der anderen Seite den zwischen dem weißen und dem mausgrauen Weg. Den mausgrauen Weg lehne ich vollkommen ab. Ein mausgrauer Weg ist es zum Beispiel, wenn man üble Sachen mit bestimmten Bibelsprüchen heranholt oder wenn die Moslems entsprechendes durch Koransprüche herbeiziehen. Mausgrau ist es, wenn man mit niederen Geistwesenheiten arbeitet und weder vor der einen noch vor der anderen Seite, der schwarzen oder der weißen, Respekt hat, also wenn man vor den Gottheiten keinen Respekt hat.
Für mich selbst kann ich sagen, daß ich nicht den weißen Weg - also den Weg des Christus - gehe, aber selbstverständlich muß ich ihm als der Gottheit der anderen Seite den vollen Respekt zollen. Das ist einfach eine Sache der Sauberkeit. Natürlich kommt man auf diesem Gebiet sehr schnell zu den Ritualien. Die katholische Kirche hat wenigstens noch Ritualien, durch die man mit der Gottheit in Kontakt kommt, die evangelische Kirche hat dies nicht. Deswegen ist Luther für mich lediglich ein in einem
anderen Jahrhundert geborener Guru. Außerdem hat er sich gegen Ende seines Lebens auch noch an den Hexenprozessen beteiligt, wobei die wenigsten wirklich Hexen waren. Die katholische Kirche hat noch Ritualien, ob die jeweiligen Priester noch in Ordnung sind, ist eine zweite Frage, aber sie haben wenigstens noch Ritualien. Die alten Dome liegen noch meist in einem Dämmerlicht, wodurch die Konzentration gefördert werden kann und wo auch Kräfte angezogen werden. Insofern akzeptiere ich die katholische Kirche, wenn jemand ihren Weg im Geiste konsequent gehen will. Wenn man davon überzeugt ist, würde ich niemals jemanden davon abzubringen versuchen. Wenn jemand dagegen der evangelischen Kirche angehört und ein Kreuzchen um seinen Hals trägt, so frage ich mich, was das soll, vor was das schützen soll. Innerhalb der katholischen Kirche kann natürlich das Kruzifix - ich betone, wenn man ehrlich davon überzeugt ist - einen Schutz bieten. Das ist genau das gleiche, wie wir schwarzen Magier auch unsere Schutzzeichen tragen. Ich finde es schlecht, wenn sich verschiedene Menschen dergleichen als Schmuckstücke umhängen und gar nicht wissen, warum sie es sich umgehängt haben.
Mausgrau wird auch von der weißen Seite gearbeitet, wenn man mal schnell Geistwesenheiten der anderen Seite zur Hilfe nimmt. Das geht nicht! Genauso wenig darf ich, wenn ich den schwarzen Weg gehe, von der weißen Seite Geistwesenheiten zu Hilfe holen. Mausgrau bedeutet also, wenn man von der jeweils anderen Seite Wesenheiten zu Hilfe holt oder wenn man sich lediglich mit niederen Geistwesenheiten beschäftigt.

Sexualmagie
W.W.: Sexualmagie wäre dann ebenfalls mausgrau?
U.v. Bernus: Selbstverständlich. Zumindest dasjenige, was heute als Sexualmagie praktiziert wird, das sollte man lieber in den Schlafzimmern durchführen. Mit der wirklichen Sexualmagie hat das nichts mehr zu tun. Bei der wirklichen Sexualmagie werden Kräfte herangezogen, der Tantra-Yoga arbeitet ja ohne jegliche Berührung. Auf diese Weise kann man natürlich eine Fülle von Kräften heranziehen, aber ob man das will oder nicht, ist wiederum eine andere Angelegenheit. Ich selbst mache damit gar nichts. Ich lehne es sogar ab, und zwar deswegen, weil ich durch die Sexualmagie keine hohen Geistwesenheiten heranziehen kann. Wenn bei vielen schwarzen Messen Männlein und Weiblein kreuz und quer miteinander herummachen, so sind dies sehr fiese Angelegenheiten, durch die niedere Geistwesenheiten herbeigeholt werden. Das sind die Dämonen der Sexualsphäre.
In ähnlicher Weise arbeiten auch in der Spielbank die Gelddämonen. Was heute an schwarzen Messen angeboten wird, ist einfach widerwärtig. Natürlich kann man schwarze Messen auch auf hohem geistigen Niveau durchführen, ich selbst tue dies auch. Dabei geht aber es nicht um Sexualmagie, sondern unter anderem um die Ehrerbietung gegenüber der Gottheit. Über den Tantra-Yoga ließe sich vielleicht noch diskutieren, aber ich lehne ihn ab. Wenn man sich ernsthaft auf einen geistigen Weg begibt, wird man feststellen, daß man mit Tantra-Yoga nicht weiterkommt und seine geistige Entwicklung hemmt.

Ende des Artikels Flensburger Hefte 33 - 6/91

Der schwarze Pfad
INTERVIEW MIT ULLA VON BERNUS
von Wolfgang Weirauch
Ulla von Bernus Tochter des anthroposophischen Schriftstellers Alexander von Bernus, Schülerin der ersten Waldorfschule (Stuttgart-Uhlandshöhe) ist Schwarzmagierin. Bekanntgeworden ist sie im wesentlichen durch die Behauptung, daß sie mittels magischer Rituale in der Lage sei, Menschen zu töten. Am 17. September 1984 zeigte das ZDF in der Sendung ,,Ich töte, wenn Satan es befiehlt ein - wenn auch nur demonstriertes - Todesritual. Man zeigte Ulla von Bernus, wie sie über einer Flamme eine wächserne Puppe sowie ein Foto des Todeskandidaten - beide auf ein Schwert gespießt - hin- und herschwenkte und im Namen Satans den langsamen Tod des Betreffenden beschwor.
Es konnte nicht ausbleiben, daß eine Welle der Empörung die deutschen Lande überschäumte, sogar Prozesse blieben nicht aus; verschiedene Talk-Shows, in denen unter anderem Ulla von Bernus auftrat, schlossen sich an: Übrig blieb, als fader Nachgeschmack, eine sehr unqualifizierte Behandlung dieses Themas seitens der Medien, die - unerfahren auf dem Gebiete des Okkultismus - meist sehr einseitig, sensationsheischend und auch in Form von Falschmeldungen die Vorgänge um Ulla von Bernus darstellten.
Also entschloß ich mich, diese Frau näher kennenzulernen und für das vorliegende Heft zu interviewen, was in letzter Sekunde noch möglich wurde. Drei Tage und zwei Nächte besuchte ich Ulla von Bernus in ihrem Appartement in Bad Harzburg und lernte eine sehr interessante Frau kennen. Schwarz gekleidet, die Haare in leuchtendem Rot, saß sie mir gegenüber - die Wände behängt mit okkulten Symbolen, Totenschädeln und medial gemalten Bildern
- und beantwortete mir bereitwillig jede Frage, die die Welt der Ulla von Bernus ergründen.
Sie geht konsequent den schwarzen Weg, akzeptiert aber ohne jede Hemmung genauso den weißen Weg. Betonen sollte man allerdings, daß ihr schwarzmagischer Weg nicht derjenige ist, den Rudolf Steiner auch beschreibt, indem er zum Beispiel darstellt, daß die Machtgewinnung des Schwarzmagiers mit dem gezielten Schneiden in lebendiges Fleisch beginne. In ihrer Einstellung diametral entgegengesetzt, lehnt Ulla von Bernus dergleichen ab, genauso wie sie jeder Schattierung der grauen Magie
- wie sie es nennt - ablehnend gegenübersteht: jeglicher Praktik stümperhafter Magie, sei es in Form von Sexualmagie, schwarzen Messen oder sei es nur das einfache mediale Experimentieren.
Es braucht kaum betont zu werden, daß der anthroposophische Erkenntnis- und Schulungsweg nicht der schwarze Weg von Ulla von Bernus ist, es dürfte auch deutlich sein, daß wir von der Redaktion der FLENSBURGER HEFTE nicht mit ihrem Wege sympathisieren, wenn wir mit ihr über diesen sprechen; es soll aber sicherheitshalber erwähnt werden, damit wir uns womöglich nicht einer Flut von empörten Angriffen ausgesetzt sehen. Vielmehr möchten wir dazu beitragen, wenigstens über einiges von dem aufzuklären, was so oft in den Mantel des Geheimnisvollen gehüllt oder von der Sensationspresse oberflächlich, knapp und verzerrt dargestellt wird: schwarze Magie, Exorzismus, Kontakt zu Naturwesen, Todesrituale, experimentelle Magie, Dämonen, Mediumisrnus.
Die Gedichte im Anschluß an das Interview sind von Ulla von Bernus selbst geschrieben und spiegeln ihre Welt sowie ihren Weg ,,im Dienste Satans" zur Genüge wider. Auch für diese gilt, daß wir sie deswegen veröffentlichen, um das Bild des schwarzen Weges zu vervollständigen und um sie der freien Urteilskraft des Lesers anheimzugeben. (Siehe auch das Interview mit Ulla von Bernus im FLENSBURGER HEFT Nr.33: Destruktive Kulte, Schwarze Magie, Sexualmagie; Red.)
Wolfgang Weirauch: Vordergründig leben wir in einer geistfeindlichen Zeit, obwohl sich dies im letzten Jahrzehnt merklich geändert hat. Es ist keineswegs absurd, okkulte Praktiken und Wege zum Übersinnlichen öffentlich darzustellen. In allen okkulten Schulen gab es drei Arten, um zu dem Gebiet des höchsten Erkennens vorzudringen: den Eingeweihten, den Hellseher, den Magier. Wie würden Sie diese drei Menschenarten charakterisieren?
Ulla von Bernus: Zunächst einmal würde ich sie in der Reihenfolge Eingeweihter, Magier, Hellseher nennen. Der Eingeweihte kennt die höheren Gesetze, der Hellseher schaut Teile der höheren Welten, ohne um die Gesetze wissen zu müssen, und der Magier kann die höheren Kräfte zu Rate ziehen und sie aufgrund seiner Übung wirken lassen.
W.W.: Magie schwarze und weiße -, was ist das eigentlich?
U.v. Bernus: Vor Beginn des Interviews Herr Weirauch möchte ich feststellen ich keinerlei Arbeiten mehr annehme. Ich würde den Unterschied von schwarzer
und weißer Magie nicht zu stark hervorheben. Bekannt ist ja der Einweihungsgrad ,Herrn der schwarzen und der weißen Magie, man muß sich also mit beiden Richtungen beschäftigt haben, denn sonst weiß man nicht Bescheid. Im Grunde ist Magie neutral, es geht vielmehr darum, wie ich sie anwende: Experimentiere ich mit t) positiven oder mit negativen - nicht zu verwechseln mit guten und bösen - Wesenheit Gut und Böse sind Begriffe aus der Vorstellungswelt von Lieschen Müller,
positiv und negativ dagegen sind Polaritäten des Universums.
W.W.: Könnten Sie die weiße und die schwarze Magie noch ein wenig näher chraktrakterisieren?
U.v. Bernus: Wie gesagt, der Unterschied besteht darin, mit welchen Wesenheiten ~h experimentiere, wobei der weiße Magier mit Sicherheit weniger mit Geistwesenheiten arbeitet als der schwarze. Aber wenn der weiße Magier praktiziert, so wird er nicht mit negativen Dämonen bewußte Arbeiten ausführen, während der schwarze .Magier dieses sehr wohl tut.
W.W.: Praktiziert der schwarze Magier, um für sich selbst einen Gewinn zu erwerben?
U.v. Bernus: Es ist sehr schwer, für sich selbst zu praktizieren, auch für den schwarzen Magier ist es einfacher, für andere zu arbeiten.
W.W.: Könnten Sie einige Praktiken der schwarzen Magie nennen?
U.v. Bernus: Denken Sie an Evokationen?
W.W.: Ja, unter anderem, also die Anrufung gewisser Geistwesenheiten mittels bestimmter ritueller Formen.
U.v. Bernus: Evokationen durchzuführen, ist etwas äußerst Schwieriges. Wenn an für andere Menschen arbeitet, so genügt der Kontakt mit Dämonen, und man raucht sich vor ihnen nicht zu schützen. Wenn man Evokationen durchführt, muß in sich sehr wohl vor ihnen zu schützen wissen. Wenn man die Geister auf diese Weise anruft, um sie in irgendeiner Weise auf das Materielle wirken zu lassen, so ist .5 nichts Gutes, und man sollte sich rein auf geistige Fragen beschränken. Evokation sollte man nicht durchführen - wie es die mausgrauen Magier des öfteren tun -, nur dann neugierig darauf zu schauen, was die entsprechenden Geistwesen zu sagen hätten. außerdem ist es ein Irrtum zu meinen, daß die Geistwesen so materiell erscheinen,
es zum Beispiel im sechsten und siebenten Buch Mose steht. Sie erscheinen
.,m nicht in fleischlicher Gestalt, das gibt es nicht!
Wenn man als schwarzer Magier mit Geistwesenheiten umgeht, so muß man mit magischem Kreis arbeiten, da man ansonsten schwersten Angriffen ausgesetzt ist. Nun es ist ein Irrtum zu meinen, daß die Dämonen dem Schwarzmagier gut gesinnt seien. Es fehlt diesen Wesen die Physis, auf die sie neidisch sind, und deswegen werden sie immer zum Angriff übergehen. Die Physis haben sie nicht, sie können sie auch niemals bekommen, aber deswegen sind sie dem Menschen prinzipiell feindlich gesinnt.
Weiße und schwarze Magie
W.W.: Ein übender Weg für den schwarzen Magier ist es, in lebendiges Fleisch zu schneiden, um seine Macht weiter anwachsen zu lassen; kennen Sie diese Praxis?
U.v. Bernus: Als Ritualopfer ist es bekannt, zum Beispiel mit Tieren, aber auch mit Menschen. Alle Naturvölker haben das gemacht, nicht nur der schwarze Magier.
W.W.: Die Motive des schwarzen Magiers sind andere!
U.v. Bernus: Die alten Hebräer haben Tier- bzw. Menschenopfer gebracht, genauso wurde es in den alten Mysterien von Mexiko und Mittelamerika praktiziert. Früher waren das allerdings hohe Rituale. Wenn ein schwarzer Magier heutzutage entsprechendes tut, so ist das nichts anderes.
W.W.: Sehen Sie da keinen Unterschied?
U.v. Bernus: Nein, keinen Unterschied! Natürlich gilt dies nur für die wesentlichen Arbeiten des schwarzen Magiers. Jeder schwarze Magier - wenn er wirklich schwarz und nicht mausgrau ist - hat eine sehr gute Beziehung zur Natur, speziell zu der Tierwelt. Er muß diese gute Beziehung haben, weil ihm sonst die Naturwesen negativ gesonnen wären, und ohne die Naturwesen kann er keine Rituale durchführen. Für ein hohes Ritual müssen zuerst die Naturwesen angerufen werden, damit sie dabei zur Hilfe kommen; und man würde niemals die Naturwesen als Helfer bekommen, wenn man gegen die Natur oder die Tierwelt eingestellt wäre. Mir geht es ähnlich:
Wenn ich in den Zoo gehe, so streichele ich immer durch das Gitter die Wildkatzen. Das schadet mir gar nicht. Wir haben eine ausgesprochen positive Beziehung zu den Tieren und zur gesamten Naturwelt.
W.W.: Wer ist wir?
U.v. Bernus: Die echten schwarzen Magier!
W.W.: Das ist Ihr Weg?
U.v. Bernus: Ja, der schwarze, und zwar absolut und kompromißlos!
W.W.: Warum gehen Sie diesen Weg?
U.v. Bernus: Der Unterschied zwischen der weißen und der schwarzen Magie ist
jener: Der weiße Magier soll - wenn er wirklich ein weißer Magier ist - seinen Weg ohne die Materie, rein im Geistigen, gehen. Der schwarze Magier liebt die 4,iterie und geht seinen Weg absolut mit der Materie. Alles im Universum ist Materie gibt nichts, was nicht Materie ist. Der schwarze Magier lebt keine Askese, mit
Ausnahme - selbstverständlich - vor den Ritualen. Diese Askese kann allerdings manchmal bis zu 14 Tagen dauern, bezogen auf Fleisch, Sex, Alkohol usw. Der .schwarze Magier wird sich niemals durch Alkohol außer Kontrolle bringen. Alles,
ihn außer Kontrolle bringt, ist sehr gefährlich! Fernerhin soll man alle Rauschzerimonien, z.B. Beispiel die Praktiken der Indianer, vermeiden, weil man durch eiserne
Disziplin zu allen seinen Ergebnissen kommen muß. Nur durch die Disziplin soll man
einen geistigen Weg schaffen.
W.W.: Sie können also als Magier geistige Kräfte bis in die Materie hineinwirken Iassen?
U.v. Bernus: Ja, natürlich, das muß man können! Fernerhin muß man seine Kräfte ,.1ufhin konzentrieren, Kontakt mit den Geistwesen zu bekommen. Hellsehen kann allerdings nicht; ich sehe nicht hell, sondern nur dunkel für die Zukunft des Planeten. Alles was ich bekomme, geschieht durch meinen Geistführer; und mein :Geistführer ist nun einmal eine Wesenheit der negativen Seite. Er sagt mir alles, zum Beispiel auch in bezug auf Rückschauen in die Vorinkarnationen und Ereignisse, die :h in der Zukunft liegen.
W.W.: Wenn jetzt ein Kunde zu ihnen käme und es ist ja vorgekommen -, dann lassen Sie sich den Fall schildern. Was brauchen Sie von dem zu Tötenden?
U.v. Bernus: Ich betone nochmals, daß ich keinerlei Arbeiten mehr annehme. Für ein Todesritual benötige ich ein Foto und den Namen der Person.
W.W.: Benötigen Sie noch andere Reliquien, zum Beispiel ein Haar oder dergleichen, von Ihrem zukünftigen Opfer?
U.v. Bernus: Nein, das sind Ammenmärchen! Was ich allerdings möglichst bräuchte, wäre der Schriftizug. Allerdings arbeite ich gar nicht mehr für andere Menschen, sondern nur noch für mich selber.
W.W.: Aber Sie haben doch Menschen ins Jenseits befördert!?
U.v. Bernus: Gewiß!
W.W.: Wo liegen Ihre Beurteilungskriterien, einen Menschen zu töten oder nicht?
U.v. Bernus: Ich gehe danach, ob ein Mensch in einem Staat, zum Beispiel in den USA, unter die Todesstrafe fallen würde, was ich als berechtigt ansehe. Wenn es aber ein Fall ist, wo irgendeine Frau ihren Mann um die Ecke bringen lassen will, weil sie einen neuen Geliebten hat, dann lehne ich so etwas generell ab. Mit solchen Angelegenheiten ist nicht zu scherzen. Der Fall muß auch ganz genau feststehen, er kann sich nicht auf ungenaue Aussagen stützen, daß jemand vielleicht ein Mörder sei. In so einem Fall wäre ich gegen die Todesstrafe. Aber wenn er ein Mörder ist, dann soll er seinen Tod auch gleich erleben.
W.W.: Ich möchte es noch etwas genauer wissen: Nehmen wir den Fall, daß Sie ein Menschenschicksal geschildert bekommen haben und Sie der Überzeugung sind,
~r Mensch hätte die Todesstrafe verdient. Sie haben ein Foto von ihm, den Namen und den Schriftzug, und das Todesritual könnte beginnen. Was geschieht als nächstes? U.V. Bernus: Das Todesritual, welches 1984 im Fernsehen zu sehen war, war eigentlich gestellt. Die Menschen sollten nicht glauben, daß man vor der Kamera ein :Todes-itual durchführen könnte. Das wäre ein fauler Witz. Um ein Todesritual durchzuführen, bedarf es mehrerer Sitzungen, die sehr anstrengend sind. Bei jeder Experimentalmagie werden einem Kräfte entzogen; deshalb muß man sehr stabil und in der sein, sich gegen alles zu stellen, was auf einen zukommt. Zunächst gehen die Wesenheiten, mit denen man in Kontakt kommt, zum Angriff über, ehe sie bereit sind, etwas für einen zu tun. Es ist eine völlig falsche Ansicht, daß man den geistigen Wesen etwas geben müsse, zum Beispiel ein Opfer; so etwas ist bei einem Todesritual nicht erforderlich. Ein Todesritual zieht sich über eine größere Zeit hin; wer glaubt, ß man einen Menschen sofort töten könnte, der irrt. Allerdings gibt es Magier -,,wenn auch nicht in Europa -, die einen Menschen, der vor ihnen steht, in zehn Minuten kaltmachen können. Zum Beispiel bringen die Lamas aus Tibet dergleichen fertig, der normale Magier kann dies allerdings nicht. In Italien gibt es auch einige Magier, die dazu befähigt sind.
W.W.: Kennen Sie die?
U.v. Bernus: Einen Magier kenne ich, der kann alles. Die anderen sind mit einem kannten von mir in Kontakt. Im allgemeinen kenne ich von dort allerdings sehr wenige Menschen, aber ich weiß, daß es sie gibt und ich kenne ihre Namen.

,,Die Wesen des Todes kommen ausschließlich aus dem Norden"
W.W.: Können Sie das Todesritual noch etwas konkreter darstellen? Konzentrieren Sie sich auf diesen Menschen, sprechen Sie festgelegte Ritualworte oder sind es frei gewählte Worte?
U.v. Bernus: Es ist ein großer Irrtum zu meinen, daß man sich an genau festgelegte Ritualworte halten muß. Die meisten Rituale sind in hebräischer Sprache; und wenn jemand meint, er müsse diese hebräischen Worte sprechen, obwohl er sie nicht einmal versteht, so erfüllt dieses keinen Sinn. Dabei kommt nichts heraus. Man kann also ruhig in seiner eigenen Art die Geistwesen anrufen.
Die Naturwesen, die unter anderem ein derartiges Todesritual begleiten - zusätzlich zu dem Todesengel Osrael und seinen Begleitwesenheiten -, erscheinen ohnehin, gleichgültig in welcher Art man das Todesritual durchführt, ob in festgesetzter Form oder in freier Art.
Eine Kenntnis der Naturwesen muß man natürlich besitzen. So bleibt es nicht aus, eine genaue Unterscheidung treffen zu müssen, ob man es mit Salamandern, Sylphen, Undinen oder mit Gnomen zu tun hat. Fernerhin muß ich die Anführer dieser Elementarwesen-Gruppen genauestens kennen und eine möglichst gute Beziehung zu ihnen gewinnen. Ebenfalls muß ich die Wesenheiten kennen, die zu dem Todesengel Osrael dazugehören, zum Beispiel Zazael.
W.W.: Wie nehmen Sie die Beziehung zu den Elementarwesen auf?

,,Ich bin für die Todesstrafe!"
W.W.: Das ZDF zeigte Sie am ~7. September 1984 in der Sendung ,,Ich töte, wenn es befiehlt!"
U.v. Bernus: ... nebenbei bemerkt, der Titel dieser Sendung stammt nicht von mir, sondern von dem Leiter der Sendung
W.W.: ... man zeigte Sie in dieser Reportage mit der Darstellung eines Todesrituals. Können Sie dieses Todesritual einmal etwas näher beschreiben?
U.v. Bernus: Es geht darum, jemand vom Diesseits ins Jenseits zu befördern; ganz einfach!
W.W.: Wie gehen Sie bei diesem Todesritual vor?
U.v. Bernus: Ich rufe den Todesengel Osrael an, die jeweilige Todesart suchen sich die geistigen Wesen selbst aus. Ich möchte an dieser Stelle betonen, daß ich nicht auf die Wünsche irgendeines Menschen eingehe, der zu mir kommt, weil er irgendeinen Nachbarn von sich nicht ausstehen kann und den ich für ihn tothexen soll. Dergleichen mache ich prinzipiell nicht. Eine Hexe bin ich sowieso nicht! Für einen Sexualverbrecher - um nur ein Beispiel zu nennen - würde ich allerdings ein Todesritual durchführen. Wenn zum Beispiel die Angehörigen eines Kindes, welches von einem Menschen mißbraucht worden ist, zu mir kommen würden, damit ich den Sexualverbrecher töte, so würde ich das tun. Dazu wäre ich sofort bereit. Ich bin für die Todesstrafe!
W.W.: Wenn jetzt ein Kunde zu Ihnen käme und es ist ja vorgekommen -, dann lassen Sie sieh den Fall schildern. Was brauchen Sie von dem zu Tötenden?
U.v. Bernus: Ich betone nochmals, daß ich keinerlei Arbeiten mehr annehme. Für ein Todesritual benötige ich ein Foto und den Namen der Person.
W.W.: Benötigen Sie noch andere Reliquien, zum Beispiel ein Haar oder dergleichen, von Ihrem zukünftigen Opfer?
U.v. Bernus: Nein, das sind Ammenmärchen! Was ich allerdings möglichst bräuchte, wäre der Schriftzug. Allerdings arbeite ich gar nicht mehr für andere Menschen, sondern nur noch für mich selber.
W.W.: Aber Sie haben doch Menschen ins Jenseits befördert!?
U.v. Bernus: Gewiß!
W.W.: Wo liegen Ihre Beurteilungskriterien, einen Menschen zu töten oder nicht?
U.v. Bernus: Ich gehe danach, ob ein Mensch in einem Staat, zum Beispiel in den USA, unter die Todesstrafe fallen würde, was ich als berechtigt ansehe. Wenn es aber ein Fall ist, wo irgendeine Frau ihren Mann um die Ecke bringen lassen will, weil sie einen neuen Geliebten hat, dann lehne ich so etwas generell ab. Mit solchen Angelegenheiten ist nicht zu scherzen. Der Fall muß auch ganz genau feststehen, er kann sich nicht auf ungenaue Aussagen stützen, daß jemand vielleicht ein Mörder sei. In so einem Fall wäre ich gegen die Todesstrafe. Aber wenn er ein Mörder ist, dann soll er seinen Tod auch gleich erleben.
W.W.: Ich möchte es noch etwas genauer wissen: Nehmen wir den Fall, daß Sie ein Menschenschicksal geschildert bekommen haben und Sie der Überzeugung sind,
dieser Mensch hätte die Todesstrafe verdient. Sie haben ein Foto von ihm, den Namen
den Schriftzug, und das Todesritual könnte beginnen. Was geschieht als nächstes?. Bernus: Das Todesritual, welches 1984 im Fernsehen zu sehen war, war
natürlich gestellt. Die Menschen sollten nicht glauben, daß man vor der Kamera ein todesritual durchführen könnte. Das wäre ein fauler Witz. Um ein Todesritual durchführen, bedarf es mehrerer Sitzungen, die sehr anstrengend sind. Bei jeder Expencnt~lmagie werden einem Kräfte entzogen; deshalb muß man sehr stabil und in der .~gc sein. sich gegen alles zu stellen, was auf einen zukommt. Zunächst gehen die ei~twesenheiten, mit denen man in Kontakt kommt, zum Angriff über, ehe sie bereit n(1, etwas für einen zu tun. Es ist eine völlig falsche Ansicht, daß man den geistigen ~en etwas geben müsse, zum Beispiel ein Opfer; so etwas ist bei einem Todesritual cht erforderlich. Ein Todesritual zieht sich über eine größere Zeit hin; wer glaubt, iß man einen Menschen sofort töten könnte, der irrt. Allerdings gibt es Magier -ci~i. auch nicht in Europa -, die einen Menschen, der vor ihnen steht, in zehn ,iutcn kaltmachen können. Zum Beispiel bringen die Lamas aus Tibet dergleichen ~iiürlich fertig, der nörmale Magier kann dies allerdings nicht. In Ttalien gibt es auch iflige Magier, die dazu befähigt sind.
W.W.: Kennen Sie die?
U.~. Bernus: Einen Magier kenne ich, der kann alles. Die anderen sind mit einem
~k~nnten von mir in Kontakt. Im allgemeinen kenne ich von dort allerdings sehr ~cnige Menschen, aber ich weiß, daß es sie gibt und ich kenne ihre Namen.

,,Die Wesen des Todes kommen ausschließlich aus dem Norden"
W.W.: Können Sie das Todesritual noch etwas konkreter darstellen? Konzentrieren Sie sich auf diesen Menschen, sprechen Sie festgelegte Ritualworte oder sind es
gewählte Worte?
U.V. Bernus: Es ist ein großer Irrtum zu meinen, daß man sich an genau festgelegte Ritualworte halten muß. Die meisten Rituale sind in hebräischer Sprache; und wenn
jemand meint, er müsse diese hebräischen Worte sprechen, obwohl er sie nicht einmal versteht, so erfüllt dieses keinen Sinn. Dabei kommt nichts heraus. Man kann also ruhig in seiner eigenen Art die Geistwesen anrufen.
Die Naturwesen, die unter anderem ein derartiges Todesritual begleiten - zusätzlich zu dem Todesengel Osrael und seinen Begleitwesenheiten -, erscheinen ohnehin, gleichgültig in welcher Art man das Todesritual durchführt, ob in festgesetzter Form oder in freier Art.
Eine Kenntnis der Naturwesen muß man natürlich besitzen. So bleibt es nicht aus, eine genaue Unterscheidung treffen zu müssen, ob man es mit Salamandern, Sylphen, Undinen oder mit Gnomen zu tun hat. Fernerhin muß ich die Anführer dieser Elementarwesen-Gruppen genauestens kennen und eine möglichst gute Beziehung zu ihnen gewinnen. Ebenfalls muß ich die Wesenheiten kennen, die zu dem Todesengel Osrael dazugehören, zum Beispiel Zazael.
W.W.: Wie nehmen Sie die Beziehung zu den Elementarwesen auf?
U.v. Bernus: Die Beziehung zu den Elementarwesen ist die erste, die aufgenommen werden muß; sie wirken aus den vier Himmelsrichtungen. Ein Todesritual kann man nur nach Norden gewandt durchführen. Die Wesen des Todes kommen ausschließlich aus dem Norden.
W.W.: Müssen Sie gewisse astronomische Zeiten einhalten?
U.v. Bernus: Ja, die müssen exakt eingehalten werden. Bei einem Todesritual arbeitet man mit den Saturnkräften. Das geht gar nicht anders, denn der Saturn ist der Todesplanet Wenn man dagegen aggressive Angelegenheit durchführen will, zum Beispiel die Trennung von Menschen, dann arbeitet man mit den Marswesen. Liebesgeschichten dagegen würde man mit Hilfe der Venuswesenheiten durchführen. Ich arbeite auch sehr viel mit den Mondkräften - Vollmond, Schwarzmond -, aber dieses sind einfache, kleinere Arbeiten.
W.W.: Ist das Todesritual auch an eine bestimmte Tageszeit gebunden?
U.v. Bernus: Es muß immer nachts stattfinden! Natürlich vollzieht man es immer am Sonnabend, dem Saturntag. In bezug auf die genaue Planetenstunde muß man
vorsichtig sein. Es darf niemals später als zwölf Uhr nachts - und zwar nach der
Normalzeit, nicht der Sommerzeit - werden, weil es dann sehr gefährlich wird. Es wird dann ein Angriff der Geistwesen stattfinden.
W.W.: Wie würde dieser Angriff stattfinden, und auf welche Weise würde er sich
Sie auswirken? Sie erwähnten vorhin schon, daß diese Wesenheiten Ihnen auf gar keinen Fall freundlich gesinnt seien.

Der magische Kreis wird mit dem Dolch geschlagen
U.v. Bernus: Mit einem Todesritual ist nicht zu spaßen denn es kann einem selbst
Garaus machen. - Außerdem mochte ich etwas hinzufügen Der schwarze Magier macht niemals etwas ohne Geld! Geld ist immer die erste Forderung! Erst muß das Geld her, dann kommt die Arbeit Denn wenn dieses nicht geschieht so konnte ich genötigt sein, den, der die Verabredungen nicht einhält selber um die Ecke zu bringen
Schließlich kostet es meine Kräfte, wenn ich ein Todesritual durchführe Der andere braucht dazu nichts zu tun, er gibt nur einen Auftrag deswegen muß er
bezahlen.
Meine Kräfte werden dabei sogar ganz gewaltig beansprucht, denn es ist nicht so,
bei einer materiellen Arbeit. Man schützt sich bei dem Todesritual gegen die Geistwesenheiten, die einem die Kräfte abziehen, mit Räucherungen, und zwar mit
Räucherungen. Trotzdem ziehen einem die Geistwesenheiten - und zwar deswegen, weil sie sich gegen den Menschen stellen - möglichst viele Lebenskräfte ab. Deswegen schlägt man auch über sich einen magischen Kreis damit die Geistwesenheiten nicht von oben in einen hineinwirken Können
W.W.: Womit schlagen Sie diesen Kreis9
U.v. Bernus: Mit dem Dolch Die scharfe Waffe muß man immer dabei haben zwar nicht zur Abwehr der hohen Geistwesenheit sondern zum Abwehren der
Begleitwesen. Diese Begleitwesen sind seltsamerweise auch bei den sogenannten Positiven Geistwesenheiten keineswegs positiver Natur Die Begleitwesen von Michael - eine Beschwörung, die ich noch nicht durchgeführt habe sind sehr finstere weiß dieses von jemandem, der ein entsprechendes Ritual durchgeführt hat
W.W.: Welche Erfahrungen wurden Ihnen diesbezüglich geschildert, und wer h dieses Ritual durchgeführt?
U.v. Bernus: Es war der Magier aus Italien, und er hat mir dargestellt, daß b diesem Ritual die bösesten Wesenheiten auftauchen. Es ist ein Ritual, das dies Magier in die frühesten Vormittagsstunden gelegt hat, also bei Sonnenaufgang. Ich selbst habe Michael allerdings noch nicht beschworen, da ich keine berechtigt geistigen Fragen an ihn habe. Ich werde es auch niemals versuchen.
Ich wüßte nicht, was ich ihn fragen sollte, da ich von meinen anderen Geistwesenheiten die gleichen Informationen bekomme. Die Geistwesenheiten von der weiße
Seite können Auskunft über die Wesenheiten der schwarzen geben und umgekehrt. Bescheid wissen alle. Man darf nur nicht anfangen, mit Astraldämonen zu arbeiten.

Dämonen und Verstorbene
W.W.: Sie denken an die Wesenheiten. die sich beim Tischrücken oder beim Pendeln einstellen?
U.v. Bernus: Ja, genau. Das sind ganz niedere Wesenheiten, und diese Wesenheiten machen die Menschen besessen. Deswegen rate ich allen Menschen ab, auch bei meinen Lehrgängen, mit solchen niederen Wesenheiten zu arbeiten. Es gibt von diesen Wesenheiten überhaupt keine Informationen, die richtig sind, denn sie können keine richtigen Informationen geben. Auch Tote kommen herbei, selbstverständlich, vor allem solche, die noch nicht sehr lange tot sind, sich stark an die Materie geklammert haben und die noch ihren Astralleib besitzen. Und diese Toten - das kann nicht sehr schwer zu verstehen sein wissen nach dem Tode nicht mehr als sie während des Lebens gelernt und erfahren haben. Es ist ein verdammter Irrtum zu glauben, daß ein Mensch nach dein Tode alles wüßte. Er schwimmt oft im Astralnebel und weiß überhaupt nichts. Es kann sogar vorkommen, daß sich ein Verstorbener noch nicht einmal bewußt ist, daß er tot ist.
W.W.: Sie raten den Menschen also auch von Totenbeschwörungen ab?
U.v. Bernus: Auf jeden Fall. Die effektive Totenbeschwörung ist auch eine gefährliche Angelegenheit. Zwar ist sie ein realer Vorgang, aber ein sehr schlechter. Ich rate denjenigen Menschen, von denen ein naher Angehöriger gestorben ist, immer wieder, möglichst wenig zu trauern und ihre Gedanken zu dem Verstorbenen so zu lenken, daß er seinen Weg in die andere Welt möglichst ungestört finden kann, denn er ist tot.
W.W.: Und er wird durch die Trauer der Menschen gebunden.
U.v. Bernus: Genau. Man sollte einem Verstorbenen, wenn man überhaupt mit ihm in Kontakt tritt, zu verstehen geben, daß er tot ist und seinen Weg in die andere Welt finden muß, und man sollte alles vermeiden, um ihn wieder an die Materie zu binden. Besonders, wenn der Verstorbene ein Nahestehender von mir ist, müßte ich gerade bestrebt sein, ihn seinen Weg gehen zu lassen. Alle die Experimente, sich mit Hilfe von irgendwelchen medialen Tanten Informationen von dem verstorbenen Verwandten zu holen, sind ganz schlecht und sehr schädlich für den Verstorbenen. In den ersten drei Tagen nach dem Tode löst sich von ihm der Ätherleib; deswegen ist es
richtig, daß der Leichnam drei Tage nach dem Tode aufgebahrt wird, weil Astralebene in diesen drei Tagen eine Rückschau auf sein Leben hat. Dann kommt die Kainaloka-Zeit, in der der Mensch ein Drittel der Zeit seines Lebens erlebt il seiner Lebenszeit rückwärts durchmacht, um dann nach dieser Zeit seine Hülle in der Astralwelt zurückzulassen. In dieser Zeit kann man sehr wohl mit erstorbenen in Kontakt treten, aber - wie gesagt - man sollte es tunlichst Iassen.
W.W.: Rudolf Steiner spricht davon, daß, statt des Toten, vor allem ein Astralleib oder ein Astralleichnam, der sich längst von dem Verstorbenen gelöst hat, aber gewisse Wesenszüge von diesem enthält, in den spiritistischen Sitzungen auf-
Bernus: Ich denke, daß während dieser Seancen der reale Verstorbene, der i der Astralwelt befindet, auftritt. Damit hängen ja auch diese merkwürdigen zusammen, dem Toten Essen hinzustellen, sich nicht auf den Stuhl des Toten zu bzw. sich nicht in sein Bett zu legen, weil man glaubt, daß der Verstorbene
geschockt sei, wenn man sich zum Beispiel auf seinen Stuhl setzt. Der Verstorbene erlebt in und mit seinem Astralleib seine Begierden, die ihn noch mit der Materie verbinden: Hunger, Sex, Durst. Weil er dergleichen nicht befriedigen kann, leidet er. Der eine will rauchen, der andere will saufen; die katholische Kirche nennt dies das Fegefeuer. Als Toter muß ich allerdings wissen, daß die Astralschnur, die mich vorher als Lebender mit den unteren Wesensgliedern verband, durchtrennt ist, ich nicht mehr rauchen und saufen kann und somit meinen Weg in die geistige Welt zu nehmen habe. Nicht einverstanden bin ich mit der Aussage Rudolf Steiners, daß das Ich eines jeden Menschen durch sämtliche Planetenstufen nach dem Tode hindurchgeht.
W.W.: Warum nicht?
U.v. Bernus: Wo kommen dann die Inkarnationen her, die oftmals nach sehr kurzer Zeit wieder in einem physischen Leib erscheinen?
W.W.: In bezug auf manche Menschen spricht Rudolf Steiner ebenfalls davon, daß sie nach abgekürzter Zeit in der geistigen Welt wieder in einer irdischen Inkarnation erscheinen.
U.v. Bernus: Rudolf Steiner gibt für die Zeit in der geistigen Welt eine bestimmte Dauer an, manche Menschen aber wie gesagt - kommen sehr rasch wieder herunter.
W.W.: Bezüglich krasser Materialisten deutet Rudolf Steiner ähnliches an.
U.v. Bernus: Dann sind sie allerdings direkt wieder von der Astral-Ebene in einen physischen Leib hineingekommen!
W.W.: Richtig.
U.v. Bernus: Ein Mensch, der rasch wiederkommt, kann nicht den Weg über den Mond, den Merkur, die Venus usw. bis zum Saturn gegangen sein. Meines Wissens gehen diejenigen Menschen, die geistig hoch entwickelt sind, den Weg durch die ganzen Planetensphären, andere kommen sehr flott wieder. Es kann auch sein, daß jemand sehr schnell wieder in eine Zeit hineinkommen soll; so ein Mensch lebt dann nur sehr verkürzt zwischen Tod und neuer Geburt. Auch ein schwarzer Magier wird sehr schnell wiederkommen, weil er die Materie und die Physis liebt. Er wird sich nicht sehr lange in anderen Sphären aufhalten wollen. Das Ich wird wieder zur Geburt herunterdrängen.

,,Jeder meiner Schüler erhält zuerst ,Wie erlangt man
Erkenntnisse der höheren Welten?' zur Lektüre"
W.W.: Selbstverständlich.
U.v. Bernus: Nebenbei bemerkt, ich gebe jedem meiner Schüler als erstes zur Lektüre die Grundschrift Rudolf Steiners ,,Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?"
W.W.: Tatsächlich!?
U.v. Bernus: Ja, jeder meiner Schüler bekommt sie, auch jeder Kunde, mit dem ich mich etwas intensiver auseinandersetze.
W.W.: Warum geben Sie Ihren Schülern dieses Buch?
U.v. Bernus: Ich lasse jeden meiner Schüler entscheiden, welchen Weg er gehen will. Die Grundlage der Magie ist die gleiche. Wie sich der Mensch anschließend
entscheidet - ob er den schwarzen oder den weißen Weg geht - ist seine Angelegenheit bei der ich nicht hineinzureden habe. Absolut nicht!
~.: Welches sind die ersten Übungsschritte, die Sie mit Ihren Schülern gehen?
Bernus: Ich gebe bestimmte Konzentrationszeichen, die sich meine Schüler merken müssen. Ich sage ihnen vorher nicht, was dabei auftaucht, wenn sie sich etwas imaginirieren, denn dann würde ich ihnen etwas ins Unterbewußtsein legen. Statt desen warte ich, bis die Menschen zu mir kommen, um mir mitzuteilen, daß sich bei diesen oder jenen ergeben hätte. Wenn der Mensch bisher noch keinen geistigen Weg beschritten hat, dann bleibt das Konzentrationszeichen starr, aber wenn dieses Phänomen im Umfelde des Konzentrationszeichcns - darüber, darunter oder mitten
- mitschwingt, so kann ich aufgrund dessen, was mitschwingt, erkennen, ob .der Mensch bisher einen weißen oder schwarzen Weg gegangen ist. Ebenfalls weiß
meist vorher, wie seine Entscheidung ausfallen wird: Geht er den weißen Pfad oder den schwarzen Weg. - Ich gehe fernerhin mit allen Menschen bis zur Imagination, aber vorerst benötigt der Mensch den Kontakt zu den Naturwesen; diesen geht es nicht. Gleichgültig ob er den weißen oder den schwarzen Weg den Kontakt zu den Naturwesen muß er finden. Wenn er diese Beziehung zu den Wesen nicht hat, dann kann er kein Magier werden. Am grünen Tisch läßt sich
kein Elementar holen, ein Haus muß man mit dem Fundament beginnend errichten und nicht mit dem zweiten Stockwerk. Die Naturwesen sind also die ersten Wesenheiten, mit denen ich einen warmen Kontakt aufgreifen muß.

Manche Schüler sitzen schlapp am Baum
W.W: Wie gehen Sie mit Ihren Schülern vor, wenn diese den ersten Kontakt zu Naturwesen aufgreifen sollen? Was sagen Sie ihnen, welchen Auftrag geben Sie mit?
.v. Bernus: Ich schicke die Menschen in die Natur hinaus und lasse sie vorerst
,mit den Baumwesen in Kontakt treten. Die Menschen lehnen sich an einen Baum und
sollen sich mit den Naturwesen - in diesem Falle mit dem Baumwesen - ins
Gespräch zu bringen. Ich rate dann meinen Schülern, sich von den Naturwesen Kraft geben zu lassen, denn heutzutage brauchen die meisten Menschen Kraft. Dabei habe
erlebtt, daß einige meiner Schüler nach zehn Minuten in Ohnmacht gefallen sind. Das soll man allerdings jetzt nicht so verstehen, daß die Baumwesen dem Menschen stetts Negatives wollten; sie wollen immer Gutes! In diesen Fällen war es lediglich daß die Schüler diesen Kontakt mit dem Baumwesen nicht verkraftet haben. Es hat auch nichts geschadet, sie saßen einen Moment schlapp am Baum, haben sich
aber nach kurzer Zeit wieder erholt. Die Baumwesen sind also diejenigen, mit den ich meine Schüler zuerst in Kontakt bringe. Später folgen dann die Gnomen -
die Erdwesen - und dann die Nixen. Ich schicke dazu meine Schüler auf eine See im Wald oder lasse sie an einen Fluß treten, um zu diesen Wesen eine erste Beziehung aufzugreifen.
W.W.: Beschreiben Sie Ihren Schülern vorher den Charakter und die Gestalt dieser Wesenheiten?
U.v. Bernus: Die kann man nicht beschreiben!
W.W.: Aber irgend etwas müssen Sie Ihren Schülern doch sagen!
U.v. Bernus: Wie die Gartenzwerge erscheinen sie natürlich nicht. Jeder Schüler soll sein eigenes Erlebnis haben.
W.W.: Er soll sich also keine eigenen Vorstellungen bilden, sondern sich ganz einfach öffnen!?
U.v Bernus: Ja. Der Schüler soll sich ausschließlich ganz öffnen! Die Wesen übernehmen einen telepathischen Kontakt zu dem Schüler. Es kann auch sein, daß Elementarwesen Anweisungen geben, zum Beispiel für Heilungen. Das tun sie allerdings nur dann, wenn ein Mensch danach gefragt hat. Ich war einmal mit einer Freundin vier Wochen an einem abgelegenen Ort in der Schweiz. Dort sind wir täglich zu einer Quelle gegangen und meine Freundin bekam von den Elementarwesen den Auftrag, zuerst einmal die Quelle von allem zivilisatorischen Unrat zu reinigen. Normalerweise tun wir das bei all unseren Gängen in die Natur von selber, denn eine Quelle oder ein Fluß muß möglichst sauber gehalten sein. Ich tue dieses im positiven Sinne für die Naturwesen, weil sie durch den Müll der Zivilisation in Disharmonie gebracht werden. Die Naturwesen sind ohnehin durch alle Gifte - sei es der saure Regen oder die radioaktive Niedrigstrahlung - stark geschädigt.
W.W.: Aus gewissen Gebieten sind sie sicherlich schon ganz verschwunden.

Die Elementarwesen werden immer aggressiver!
U.v. Bernus: Ja, es gibt Gegenden, aus denen sie ganz verschwunden sind, weil sie sich in einsamere Gegenden zurückgezogen haben. Durch den Eingriff des Menschen sind die meisten Wesenheiten heutzutage stark geschädigt, und deswegen sind sie sehr viel aggressiver als in früheren Zeiten. Vor allem die Erd- und Wasserwesen sind dem Menschen keineswegs mehr freundlich gesinnt, bei den Luftwesen habe ich dieses aggressive Verhalten allerdings noch nicht beobachtet.
W.W.: Können Sie bitte einmal berichten, warum und auf welche Weise die Gnomen und Undinen heutzutage aggressiver als zu früheren Zeiten sind?
U.v. Bernus: Früher waren sie mehr spielerisch, heute sind sie böse geworden. Sie reagieren auf den Menschen nicht mehr neutral, sondern aggressiv. Wenn sie allerdings bemerken, daß ein Mensch an sie positiv herangeht, dann reagieren sie auch dementsprechend positiv.
Aber auf die Menschen in diesem Appartement-Hotel (in Bad Harzhurg, Wohnsitz von Ulla von Bernus; Red.), welches direkt in die Natur hineingebaut worden ist, wirken diese Wesenheiten in jeder Form attackierend: Viele Menschen werden zum Beispiel hier ihr Geld los, auf irgendeine mysteriöse oder weniger mysteriöse Art. Aber sie werden ihr Geld los, weil die Wasserwesen diesen Bau nicht schätzen. So etwas bringen die Naturwesen fertig. Dieser Zementklotz ist in etwas hineingebaut worden, was früher absolut intakte Natur war. Natürlich kann man auch alleine magisch mit den Elementarwesen arbeiten. Allerdings kann man mit ihnen nur auf einer unteren Stufe magisch experimentieren; Tod, Bindungen und Trennungen sind mit ihnen nicht möglich. Die Elementarwesen arbeiten auch selbständig, wie zum
Beispiel in bezug auf diesen Bau, gegen den sie von sich aus ankämpfen, weil er sie
W.W.: Wie weit reicht der Wirkungskreis der Wasserwesen?
Bernus: Ein Mensch, der sie stört. hat zum Beispiel keinen finanziellen Erfolg. Ihre Wirkungen richten sich auf die Materie aus. Alles, was rein auf das materielle - durch den Menschen - gerichtet ist, hat in diesem Hotel-Komplex keinen Erfolg. Die meisten Menschen, die mit diesem Appartement-Hotel etwas verdienen wollten, mußten dazuzahlen. Jeder, der mit diesem Bau Geld verdienen wollte, ist ~ finanziellen Ruin verurteilt. Seitdem ich hier wohne, sind schon drei verschiede Menschen mit Millionen in diesen Bau eingestiegen, aber jeder ist mit seinen Geschäften geplatzt. Vor meiner Zeit war dieses genauso, und die Frist wird immer 1cr. So weit reichen die Kräfte der Naturwesen - es sind ungeheure Kräfte -, wenn etwas erreichen wollen.
W.W.: Sie sagten, Sie hätten keine hellseherischen Fähigkeiten; auf welche Weise halten Sie mit den Elementarwesen in Kontakt?
U.v. Bernus: Der Kontakt ist immer ein telepathischer. Ich bekomme alle Mitteilungen von allen Wesen über Telepathie. Ich habe selbst hier im Zimmer telepathischen Kontakt mit den Wasserwesen.
W.W.: Auf welche Weise machen sich die Wasserwesen bemerkbar?
U.V.: Bernus: Überall im Haus sind kleine Risse und Ritzen, und ich merke, daß
Wasserwesen anwesend sind, wenn es in allen Ecken und Wänden zu knacken und knistern beginnt. Es sind hier im Hause auch ständig Wasserschäden. Es tropfen nicht
die Wasserhähne, sondern in der Parterre tropft es sehr oft überall, und niemand ß, woher dieses Wasser kommt. Auch die Leitungen gehen ständig kaputt. Als ich zum ersten Mal in dieses Appartement-Hotel gekommen bin, habe ich zu einer Freund von mir gesagt, daß in dem Parterre eine ungute Stimmung vorherrsche. Ich wußte als noch nicht, woran es gelegen hat. Ziemlich bald wurde mir deutlich, daß diese negative, oft sogar auch boshafte Stimmung von den Wasserwesen ausging, die dieses Hotel hassen. Die Wasserwesen sind derart aggressiv, daß sie gegen alles angehen, ist mit diesem Hotel zu tun hat. Der Bauherr ist auch pleite gegangen. Die Wasserwesen können zwar niemanden umbringen, aber wenn sie wollen, können sie schon in
mancher Hinsicht aktiv werden. Diese Aktivität geht von ihnen selber aus, nicht als Auftrag von einem Magier, denn das mögen sie gar nicht. Man soll diesen Wasserwesen auch keinen Auftrag geben, sondern lediglich einen positiven Kontakt mit ihnen aufrechterhalten. In dem Moment, in dem die Wasserwesen dieses bemerken, sind sie ihnen gegenüber wieder positiv eingestellt.

Geistige Wesen beim Todesritual
W.W.: Bei Ihrem Todesritual beanspruchen Sie die Wasserwesen also nicht?
U.v. Bernus: Beim Todesritual sind die Anführer der jeweiligen Gruppen der Elementarwesen anwesend. Sie begleiten das Ritual. Allerdings sind nicht alle Elementarwesen anwesend, zum Beispiel die Sylphen, die im Winde spielen, sind es
Dagegen sind die Sturmwesen, welches sehr aggressive Wesenheiten sind, sehr
wohl anwesend. Also die Sturmwesen werden geholt, genauso die Wasserwesen und auch die Erdwesen.
W.W.: Wie ist es mit den Salamandern?
U.v. Bernus: Die Salamander, also die Feuerwesen, braucht man als Schutz über sich.
W.W.: Die Anführer der Elementarwesengruppen sprechen Sie die an?
U.v. Bernus: Ja, die muß man ansprechen.
W.W.: Schicken Sie diese Anführer denn auch zu denjenigen Menschen, die Sie töten wollen?
U.v. Bernus: Nein, damit haben sie nichts zu tun. Sie sind lediglich bei dieser Ritual dabei.
W.W.: Wenn Sie durch ein Todesritual veranlassen, daß ein Mensch zu Tode kommen soll, von wem geht dann die Wirkung und Kraft aus, wenn es nicht die Elementarwesen mit ihren Anführern sind?
U.v. Bernus: Von Osrael, dem Todesengel!
W.W.: Können Sie das mal ein wenig konkretisieren? Können Sie anhand eines Beispieles darstellen, wie der Todesengel wirkt und wie der Mensch zu Tode kommt?
U.v. Bernus: Nein! Wissen Sie, die Geistwesenheiten machen es an sich genauso wie wir Menschen: Sie hauen sich - bildlich gesprochen - auch kein Loch durch die Wand, sondern sie gehen durch die Tür. Und jeder Mensch hat eine derartige Tür, also einen Schwachpunkt bzw. ein Eingangstor für die Wirkungen des Todesengels. Der eine säuft und hat dann zum Beispiel einen Autounfall. Verschiedene Krankheiten könnten ebenfalls solche Eingangstore sein, werden aber von dem Todesengel meist nicht genommen, weil dies zu lange Zeit in Anspruch nehmen würde. Ich kenne einen mausgrauen Magier, der immer auf Krebs wirkt, der seine magischen Wirkungen also in der Weise ausrichtet, daß sein Opfer an Krebs stirbt. Das dauert natürlich sehr lange. Wenn ich ein Todesritual zelebriere, so bin ich niemals in der Lage, sagen zu können, auf welche Weise mein Opfer sterben wird.
W.W.: Sie wissen nur, daß es stirbt!?
U.v. Bernus: Ja, das weiß ich genau. Der Todesengel und seine Begleitwesen suchen sich immer die Tür, durch welche sie am besten schlüpfen können. Es wird immer der leichteste Weg genommen. Selbstverständlich erkundige ich mich vorher über die Schwächen der jeweils zu tötenden Person.
W.W.: Wie oft haben Sie ein Todesritual durchgeführt?
U.v. Bernus: Darüber möchte ich nicht sprechen. Ein Todesritual macht man nicht oft, nur in Notlagen. Ich führe es nur dann durch, wenn es berechtigt ist. Man sollte damit nicht allzu oft experimentieren, denn es belastet das eigene Karma.
W.W.: Der evangelische Pastor Sommerauer hat Sie wegen Mordes angeklagt, ist mit seiner Klage allerdings nicht durchgekommen, da es sich um ein ,,strafloses Wahndelikt" gehandelt habe. Was sagen Sie dazu?
U.v. Bernus: Ich habe sofort eine Gegenklage angestrengt, weil dieser Pastor Sommerauer mir nahegelegt hatte, zu beweisen, daß ich in der Lage sei, durch magische Kräfte einen Menschen zu Tode kommen zu lassen bzw., wenn ich ihm dieses nicht beweisen könne, als Betrügerin gelten müsse. Ich habe ihn angezeigt, weil dies einer Aufforderung zum Mord gleichgekommen wäre.
W.W.: Wie ging der Prozeß aus?
U.v. Bernus: Es war lediglich eine Publicity-Angelegenheit. Alle, die in den Zeitungen gegen mich geschrieben haben, haben mir nur Kunden gebracht. Viele Menschen interessiert es überhaupt nicht, ob mein Wirken etwas Schändliches ist oder it. sondern sie haben lediglich den Wunsch, daß ich ihnen helfe.
?W.: Haben die Besucher vor Ihnen eigentlich Angst?
Bernus: Nur die wenigsten. Diejenigen, die Angst haben, die kommen wahrscheinlich nicht. Wer zu mir kommt, der will etwas. Auf der einen Seite habe ich
ganzen Aktenordner von Briefen, die den Pastor Sommerauer vehement nieder reden, auf der anderen Seite habe ich einen Aktenordner mit Drohbriefen, zum Beispiel von Menschen, die der Kirche nahestehen, aber auch von Schwerverbrechern. Ich habe die Schwerverbrecher gegen mich, weil ich für die Todesstrafe bin. Ebenfalls habe ich von den ganzen Hexenelans Drohungen bekommen. Sogar ein Reporter der Bild-Zeitung, der über mich berichtet hatte, hat mehrere Drohungen von verschiedensten Hexen bekommen. Er rief mich deswegen ganz entsetzt an.
.W.: Warum haben Sie von den Hexen Drohungen bekommen?
U.V.Bernus: Weil ich ständig betone, daß ich keine Hexe bin, und weil ich die meisten Hexen und Hexer für Scharlatane oder mausgraue Magier halte. Aber wenn ihnen Angriffe kommen, dann merke ich das vorher und stelle mich darauf ein. Dann ist sehr schnell Ruhe. Wenn die Hexen echte Hexen wären, gleich ob es schwarze oder weiße sind, dann würden Sie sich nicht gegen mich richten. Vielleicht tun es nur Menschen, die geldneidisch gewesen sind. Eine schwarze Hexe kann nur schwarz arbeiten; um mit hohen Geistwesen in Kontakt zu treten, muß sie eine schwarze Magierin sein. Ohne diese höheren Geistwesen kann eine schwarze Hexe nicht sehr viel anfangen. Eine weiße Hexe dagegen kann einiges: Sie kann heilen und
einiges mehr.
Ich dagegen heile nicht. Warum auch? Ich dringe nicht in das Karrna der anderen Menschen ein, deswegen heile ich nicht. Ich lehne auch die künstliche Lebensverlänung auf den Intensivstationen ab. Menschen unter Schläuchen am Leben zu erhalten für mich eine schändliche Tat. Warum soll ich die geistig-seelische Wesenheit Menschen im physischen Leib festhalten? Das grenzt für mich an die gleiche Schweinerei, wenn ich einen Verstorbenen durch spiritistische Sitzungen in "Liebe" herbeirufe. In beiden Fällen experimentiere ich unberechtigt und halte etwas ~t, das ich nicht festhalten darf.

Besessenheit
W.W.: Können Sie in kurzen Worten beschreiben, was Exorzismus ist?
U.v. Bernus: Die Austreibung von Dämonen.
W.W.: Von wem sind diese Menschen besessen?
U.v. Bernus: Besessene sind niemals von Menschen besessen, wie dies oftmals noch von der katholischen Kirche - geglaubt wird. Die Wesenheiten, die einen Menschen besessen machen, sind immer Astraldämonen. Tote sind es niemals. Es sind Astraldämonen, die sich jedweden hohen Geistnamen oder Menschennamen geben.

30 - FLENSBURGER HEFTE
FLENSBURGER HEFTE - 31

Besessene sind im Unterschied zu den sonstigen sogenannten Geisteskranken vor nur nach dem Exorzismus vollständig normal.
Wahrscheinlich haben die Menschen, die besessen sind, sich dieses in einer ihrer letzten Inkarnationen zugezogen, zum Beispiel indem sie mausgrau-magisch gearbeitet haben. Sonst würden sie nicht mit Dämonen in Kontakt kommen. Sie könne natürlich auch in diesem Leben mausgrau gearbeitet haben, das kann ganz primitiv begonnen haben, zum Beispiel durch Tisch- oder Glasrücken. Durch derartige Praktiken zieht man Dämonen an. Ich glaube allerdings - das eine muß das andere nicht ausschließen -, daß das Wesentliche doch eine karmische Folge ist, denn sonst wär kein Einfallstor, durch welches Dämonen schlüpfen können, vorhanden. Es gibt übrigens auch einen Unterschied zwischen Besessenen und Umsessenen.
W.W.: Was ist ein Umsessener?
U.v. Bernus: Das sind Menschen, bei denen die Dämonen nicht in ihnen sind, sondern sie in gewisser Hinsicht umgeben und ihnen Illusionen vorspiegeln. Solch Menschen sehen dann die unglaublichsten Dinge, und was sie dabei sehen, ist für sie sehr real. Ich kann die Wesenheiten, die um so einen Menschen herumschwirren. wahrnehmen; zwar nicht hellsichtig, aber auf telepathische Weise. Der normale Mensch bemerkt und sieht diese Dämonen nicht. Weiter möchte ich mich dazu nicht äußern.

Talismane
W.W.: Sie kündigen in Ihrem Programm die Anfertigung von Talismanen an, welche Art von Talismanen bieten Sie an und wozu dienen sie?
U.,,,. Bernus: Talismane sind Schutzzeichen. Allerdings darf man sie nicht mit demjenigen verwechseln, was in jeder beliebigen Zeitschrift angeboten wird, denn das ist meist der vollendete und sinnloseste Schund. Es sind genau solche Betrügereien wie die Horoskope im Hausfrauenblättchen. Derartige Horoskope werden als Massen-ware hergestellt, folglich können sie nicht stimmen. Wenn ich dagegen einen Talisman herstelle, so benötige ich das Horoskop mit allen negativen Aspekten des Horoskopeigners. Ich stelle dann die entsprechenden Planetenzeichen zusammen; mit allem Zubehör. Der eine benötigt zum Beispiel als Metall Gold, weil er schlechte Aspekte zur Sonne hat, ein anderer benötigt Blei, weil er schlechte Aspekte zum Saturn hat. Gegen finanzielle Schwierigkeiten kann man allerdings keinen Talisman machen. Wichtig ist, daß man weiß, welche Planeten bei dem entsprechenden Menschen angegriffen sind; und nur daraufhin kann man einen Talisman herstellen. Ich benötige dafür Metallplatten aus den entsprechenden Metallen - Gold, Silber, Blei, Kupfer usw. - und lasse in sie das entsprechende Zeichen der Wesenheiten eingravieren, die zu diesem Planeten gehören. Das Planetenzeichen selber ist unmaßgeblich. Wichtig allein sind die Sigillen, die Namenszüge der Wesenheiten, die zu dem entsprechenden Planeten gehören. Zusätzlich werden diese Talismane in einem Ritual imprägniert, durch welches sie in Beziehung zu den entsprechenden Wesenheiten gesetzt werden. Dies geschieht ausschließlich zu der entsprechenden Planetenstunde. Nur dann hat es eine Wirkung. Alles andere, was ansonsten verkauft wird, ist reiner Unsinn.
Sexzauber
.W.: Sie bieten auch die Trennung bzw. Zusammenführung von Menschen an. Sie nennen dieses Liebeszauber. Was verstehen Sie darunter?
v. Bernus: Mit Liebe hat das alles nichts zu tun. Für diejenigen, die unseren gehen, ist dieses eine reine Sex-Geschichte. Zu mir kommen nur solche Frauen, di das Fritzehen statt des Mäxehens im Bett haben wollen. Sie nennen das dann Liebe. Was dies mit Liebe zu tun hat, das frage ich mich wirklich. Was ist Liebe? weiße Magier praktiziert sie vielleicht Menschen gegenüber. Aber wir nennen das ,5: Es gibt Sex, und es gibt Partnerschaft. Eine Partnerschaft ist eine Freundschaft zwischen zwei Menschen gleich welchen Geschlechts. Hierbei muß der eine für den ,en einstehen und in jeder Situation - vor allem in schwierigen - für diesen en da sein, sonst ist es keine echte Freundschaft. Liebe möchte ich das allerdings nennen. Dieses Wort existiert bei uns nicht. Allerhöchstens könnte ich sagen, ob ich den Planeten liebe, denn dieser ist mir wichtig, weil er Materie ist. Aber alles andere ist entweder eine positive Partnerschaft oder eine Sex-Beziehung. Insofern
diejenigen Menschen, die den sogenannten Liebeszauber beanspruchen, an nur einen Sexzauber. Aber Liebe ist das nicht, denn nach ein paar Jahren wollen Jahren wollen sie wieder den nächsten Bubi. Eine echte Partnerschaft steht dagegen auf einer viel höheren Ebene.
W.W.:Trotzdem sind Sie bereit, wenn die Menschen zu Ihnen kommen, in der rechenden Weise zu wirken?
v.Bernus: Ja, ich bin dazu bereit gewesen, praktiziere es jetzt aber nicht mehr. .W.: Wie ging eine derartige Zusammenführung von Menschen vor sich?
.v. Bernus: In diesem Falle praktiziert man mit den Venuswesenheiten, und zwar
an den Venusstunden am Freitag.
W.: Wenn eine Frau mit einem bestimmten Mann zusammenkommen möchte, bei diesem Venusritual anwesend?
.v. Bernus: Nein, die hat dabei überhaupt nichts zu suchen. Mit meinen Kunden komme ich allerhöchstens in der Sprechstunde zusammen. Vorausschauungen und schauen machte ich auch niemals in Gegenwart meiner Kunden. An sich benöti dafür nur ein Foto.
.W.: Ein Gespräch ist also nicht notwendig?
v. Bernus: Ein Foto reicht mir völlig, die meisten Menschen habe ich niemals .Gesicht bekommen; Ich hätte auch gar nicht so viele Sprechstunden durchzuführen ,~. Menschen, die acht Sprechstunden täglich durchführen, sind meist Scharlatane. Ich machte zwei Sprechstunden an einem Tag , dann war ich völlig ausgelaugt, dann habe ich alles aus mir herausgeholt, was ich konnte. Ich glaube
nicht, daß der seriöse Hellseher sehr viel mehr Kunden am Tag haben kann. ....

Enochian

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Jan 14, 1998, 3:00:00 AM1/14/98
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