1-Wire immer mal wieder 85° im Log und Plot

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Sebastian Krohe

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Aug 10, 2012, 3:35:47 AM8/10/12
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Hallo zusammen,

ich hab immer mal wieder 85° im Log und damit auch im Plot stehen. Gibt bei den Plots eine Einstellung, die mit der ich z.B. den Maximalen Temperaturwert auf z.B. 40°
fest einstellen kann und er alles darüber ignoriert? Oder brauch ich ein Script das mit nem cronjob die Logs durch geht und die 85° Zeile entfernt?

Schönen Gruß

Basti

Rudolf Koenig

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Aug 10, 2012, 4:07:04 AM8/10/12
to FHEM users
Was fertiges dafuer gibt es mAn nicht.

Man koennte dafuer ein generisches Filtermodul bauen. Dieser traegt
sich (wie avarage.pm) in die notify Kette ein, und löscht die falschen
Nachrichten bevor FileLog und notify diese zu sehen bekommen.

dou...@gmx.de

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Aug 10, 2012, 4:35:29 AM8/10/12
to fhem-...@googlegroups.com

...warum wird nicht einfach das Problem der falschen Meldungen behoben, anstatt an den Resultaten rumzudoktoren? :-)

Willi

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Aug 10, 2012, 5:13:47 AM8/10/12
to fhem-...@googlegroups.com
Besser wäre wohl eine Fehlerbehandlung einzubauen und die +85°C im 1Wire-Modul zu ignorieren, da vermutlich wenige Nutzer die Sensoren bis +85°C betreiben.

Gemäß Maxim ist beim DS18B20 +85°C der Wert nach Power on: "*The power-on reset value of the temperature register is +85°C"  Das kommt vermutlich im parasitären Betrieb (ohne 5V-Spannungsversorgung) häufiger mal vor.

Wenn Du OWX verwendest, kann sich das pah nach seinem Urlaub ansehen.
Ich steige nicht komplett durch seinen Code durch, aber evtl. könnte folgender Patch funktionieren (ungetestet):

21_OWTHERM.pm: Vor Zeile 251 ("OWTHERM_FormatValues($hash);")
folgendes einfügen:
  if ( $owg_temp == 85) return undef;

Ohne Gewähr, da ich OWX nicht einsetze.

Wenn das nicht klappt oder Du Zeit hast, wartest Du besser bis Dir der Modul-Autor eine Lösung anbietest.

MfG Willi

Martin Fischer

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Aug 10, 2012, 10:05:19 AM8/10/12
to fhem-...@googlegroups.com
nein, definitiv sollte man das nicht tun...

die 85° deuten auf einen fehlerhaften bus hin, hier sollte man die ursache
beseitigen und nicht die fehler durch einen filter unterdrücken.

hier kommen nun nämlich genau die von mir immer angedeuteten probleme mit dem
bus zum tragen..

fehler können nun aus diversen gründen vorkommen:
- fehlende / zu geringe spannungsversorgung
- parasitärer betrieb
- schlechte "verkabelung"
- viele "hochohmische" verbindungen (kabelenden zusammengedrillt, statt
verlötet, kabel ohne lötfahne in stecker, etc.)

genau das ist unter anderem ein grund, warum ich immer eine sauber
strukturierte verkabelung mittels CAT 5 (SHIELDED!) empfehle.

ich habe an meinem 1-wire bus mehrere DS18(B|S)20 und keiner hat seit jahren
85° angezeigt. das kenne ich noch aus meinen anfängen vor einigen jahre
mittels 2-draht parasitärbetrieb.

gruss martin

Martin Fischer

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Aug 10, 2012, 10:13:19 AM8/10/12
to fhem-...@googlegroups.com
Am Freitag, 10. August 2012, 02:13:47 schrieb Willi:
> Besser wäre wohl eine Fehlerbehandlung einzubauen und die +85°C im
> 1Wire-Modul zu ignorieren, da vermutlich wenige Nutzer die Sensoren
> bis +85°C betreiben.

auch hier ein klares nein! siehe dazu meine vorangegangene mail..

ich überwache unter anderem meine heizungsanlage. allein mein vorlauf erreicht
in spitzen 78°, weil ich das so möchte. ich könnte (ob es nun sinn macht oder
nicht) auch höher gehen.

in den datenblättern steht ein range von -55°C bis +125°C. da kann man nun
nicht einfach sagen: "naja, alles was 85°C ist behandeln wir mal per se als
einen fehler und darüber zeigen wir nicht an, weil das nutzt ja keiner." so
eine denke sollten wir garnicht erst einziehen lassen.

der fehler ist im bus zu suchen, abzustellen und dann sollten diese werte auch
nicht mehr auftreten.

gruss martin

Willi

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Aug 10, 2012, 10:56:49 AM8/10/12
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Siehst Du eine Fehlerbehandlung falscher Werte für sinnlos an?

Wenn die Datagramme des DS18B20 es erlauben fehlerhafte Werte zu erkennen, sollte das m.E. im Modul behandelt werden. Wenn das nicht gehen sollte, hilft evtl. auch evtl. ein optionaler Hack. Ich habe aber nicht behauptet, dass mein Hack ins SVN soll.

Beispiel: Da man bei den WS-Sensoren nicht zuverlässig fehlerhafte Daten erkennen kann, wird in CUL_WS dazu geprüft, ob die Temperatur-Differenz vom vorherigen Wert größer als 15 Grad Celsius ist und dieser Wert dann geloggt und ignoriert.

Ich gehe davon aus, dass die 85 Grad-Fehler bei parasitärem Betrieb immer wieder auftreten können. Eine irgendwie geartete Fehlerbehandlung wäre daher sinnvoll. Hilft dass ja auch, um Probleme mit dem Bus zu erkennen. Wenn vom parasitären Betrieb generell abgeraten wird, sollte diese Warnung m.E. in die commandref, damit sich die Nutzer darauf einstellen können.

dou...@gmx.de

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Aug 10, 2012, 11:32:16 AM8/10/12
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Ja, dazu würde ich dringend raten! Der 1-Wire Bus war nie für das konzipiert, was wir hier damit machen. Daher sollte jedem am Anfang nahe gelegt werden, erst mal die robustere Variante zu verwenden. Ich sehe im parasitären Mode nun wirklich überhaupt keinen Vorteil.
Klar: wer keine Möglichkeit hat 3 Leitungen zu verwenden, weil nur 2 in der Wand liegen... dann geht's nicht anders. Aber ich lass die Finger vom parasitären Modus. Diese Erfahrung habe ich nach 6 Jahren intensiver Nutzung gemacht. 

VG
Ralf (der gerade 10m 3-Draht Leitung in den Keller gelegt hat, und an dessen Ende jetzt ein Temp-Sensor und ein DS2413 Schalter hängt)

Martin Fischer

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Aug 10, 2012, 11:58:41 AM8/10/12
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Am Freitag, 10. August 2012, 07:56:49 schrieb Willi:
> Siehst Du eine Fehlerbehandlung falscher Werte für sinnlos an?

nein, das habe ich auch nicht geschrieben.

doch woher soll die _software_ wissen was fehlerhaft ist, wenn es hierzu keine
zuverlässige erkennung gibt?

per default muss die software erstmal annehmen, das die werte richtig sind.
dann _könnte_ man evtl. mittels attributen den benutzern ermöglichen, max. und
min. werte zu definieren. erst wenn der zurückgemeldete wert davon abweicht,
_könnte_ man davon aus gehen, das es ein fehlerhafter wert ist.

_ich_ würde es dennoch so nicht machen, sondern der ursache auf den grund
gehen.

nur möchte ich an dieser stelle vermeiden, das - wie bereits geschrieben -
eine nicht nachvollziehbare fehlerbehandlung angeregt wird, die ggf. echte
werte als falsch behandeln.

gruss martin

Sebastian Krohe

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Aug 10, 2012, 2:46:58 PM8/10/12
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Hallo zusammen,

also ich hab 3 Adern und Stromversorgung aktuell über den USB Stecker. Das ganze geht mit einem Cat5 Kabel auf ein Cat 5 Panel und dort dann 1x mit einem Cat 5 Kabel ca. 5m in den einen und 2x mit ISDN--Kabel (flach/schwarz) 5m in die andern beiden Räume.

Ich bin jetzt mal das Log durchgegangen und es scheint echt an den beiden ISDN Kabeln zu liegen - die melden öfters 85° und ab und an meldet auch der Sensor am Cat5 Kabel das gleiche.

Vielen Dank für den Wink mit dem Cat5 Kabel - ich werd sie austauschen.

Gruß
Basti

dou...@gmx.de

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Aug 10, 2012, 3:02:02 PM8/10/12
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Also: das mit dem Cat-5 Kabel ist sicherlich nicht falsch..... aber!

In meinem alten Haus war in jedem Raum ein Bi-Metall-Schalter, von dem aus jeweils ein stinknormales NYM Kabel mir 3x 0,75mm² zu den Stellern der Fussbodenheizung ging. Ich hab die Kabel einfach für die 1-Wire Sensoren "missbraucht". Die Heizungssteuerung war im Obergeschoss und von da aus sternförmig in die Räume im Obergeschoss. Gleichzeitig eine Abzweigung nach unten und von dort auch wieder sternförmig.
Aber es hingen auch nur Temp-Sensoren dran und ich hab etwas mit dem Pull-Up Widerstand jongliert. Am Ende waren es dann wohl 2,2kOhm. 
Hier verwende ich aktuell auch nur eine einfache 3-Draht Leitung (obwohl CAT-5 Kabel sicher besser wäre).

Was ich sagen will: laut 1-Wire Guide hab ich alles falsch gemacht - aber es hat sechs Jahre hervorragend und fehlerfrei funktioniert. 

Vernünftige Verbindungen und ein passender Pull-Up sind meiner Meinung nach wichtiger, als das Kabel an sich (so lange wir nicht über 50m oder mehr reden).

VG
Ralf


Prof. Dr. Peter A. Henning

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Aug 18, 2012, 1:59:15 PM8/18/12
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Also erst einmal: Selbstverständlich war der 1-Wire Bus für genau das gedacht, was wir hier damit machen.

Zweitens: Ich wiederhole mich ungern: "CAT5" Kabel ist eine vollkommen irreführende Bezeichnung. Denn es werden auch ungeschirmte CAT5-Kabel verkauft. Wichtig bei großen 1-Wire-Netzen ist die Absicherung gegen Störungen - und da tut es auch normales 4-adriges Fernmeldekabel, SOLANGE ES GESCHIRMT ist. Und das gilt eben für die flachen ISDN-Kabel nicht.

LG

pah

dou...@gmx.de

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Aug 19, 2012, 10:54:13 AM8/19/12
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...ich hätte gerne mal weiterführende Informationen, warum hier ein geschirmtes Kabel vorteilhaft ist. 

Sowohl im parasitären als auch aktiven Betrieb ist die Datenleitung niederohmig (mit dem Wert des Pull-Up) abgeschlossen. das sind irgendwas von 4k7 bis 1k5

Welchen sinnvollen Beitrag soll da eine Schirmung liefern? Ich halte den Kapazitätsbelag des geschirmten Kabels sogar für schädlicher, weil dieser die Schaltflanken des Busses verschleift. Besonders bei langen Leitungen.

VG
Ralf 

Sebastian Krohe

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Sep 4, 2012, 9:31:48 AM9/4/12
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Hallo zusammen,

wollte kurz mal rückmelden wie es bei mir weiter ging. Hatte ja öfters am Tag das Problem das ich 85° im Log und Plot stehen hatte.

Nach dem ich schon etwas mit den Kabel probiert und durchgetauscht hatte, wolle ich in den letzten Tagen noch einen vierten Temperatur Sensor dazu stecken und siehe
da es wurden zwar alle erkannt, aber einer hatte immer 85° oder -1,??° also etwas rumprobiert und letztendlich die 5V Leitung an nem extra Netzteil angeschlossen.

Seit dem funktionieren alle Sensoren und ich hab seit 3 Tagen mit 5 Temperatursensoren und einen Dualcounter kein 85° Wert mehr (ausser ich starte den Fhem neu, dann kann das auftauchen)

Besten dank für alle die bis Dato geholfen haben und die immer fleißig Fhem weiter entwickeln.

Prof. Dr. Peter A. Henning

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Sep 4, 2012, 10:52:24 AM9/4/12
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Fein, dass es läuft. Das mit dem Netzteil wundert mich aber - denn die Temperaturensoren verbrauchen nun wirklich nur extrem wenig Strom. Ich habe schon 8 Stück an einem Busmaster betrieben.

LG

pah

dou...@gmx.de

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Sep 4, 2012, 12:09:48 PM9/4/12
to fhem-...@googlegroups.com

...da hätte ich auch erst mal Zweifel, ob es daran lag. Nicht zufällig noch irgendwas anderes geändert? Ich hab noch einen 47µF Elko über der Versorgungsspannung. Das dürfte (zusammen mit den vielen 100nF direkt an den Sensoren) die Wirkung eines elektronischen Ambosses haben.  

Aber ich habe fest gestellt, das die Konfiguration an sich eine "Tagesform" hat. Änderungen an der fhem.cfg haben mitunter ungeahnte Nebeneffekte.

Mein Problem ist aber auch, das ich nicht auf der aktuellen Konfiguration laufe, weil wegen wenig Zeit und die Umstellung würde wohl etwas Arbeit machen.

VG
Ralf

Sebastian Krohe

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Sep 4, 2012, 2:51:14 PM9/4/12
to fhem-...@googlegroups.com
Bin noch mal in mich gegangen und nein ich hab sonst nichts verändert.

Vermutung wäre jetzt das der Futro an dem ich das ganze betreibe nicht genug USB Power hat - da läuft ja WLAN, CUL und der 1-Wire aus dem Fuchshop.

Mal sehen, werd die Tage noch ein paar Temperatursensoren ran klemmen - bin mal gespannt.

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