für meinen balgengaszähler habe ich mir einen EM1000-GZ zugelegt. da ich viel
davon gelesen habe, das der mitgelieferte sensor (GZS) sehr ungenau
funktioniert (muss aufgeklebt werden, erkennt den "impuls" nur anhand von
einer optischen messung, daher sehr unzuverlässig) bin ich gleich einen
anderen weg gegangen:
statt dem beigefügten optischen sensor EM1000-GZS habe ich mir einen Elster
IN-Z 61 impulnehmer zugelegt, der genau für meinen gaszähler konzipiert ist,
siehe:
http://docuthek.kromschroeder.com/doclib/main.php?language=2&folderid=400050
dieser arbeit mittels reedkontakt, der dann zuverlässig auf den wechsel der 2.
nachkommastelle (1 imp = 0,01 m³) anspricht. angeschlossen ist er am EM1000-GZ
über die westernbuchse BU2 an pin 3 und 5.
hier kommt allerdings das problem:
der EM1000-GZ erkennt das schliessen des reed-kontaktes bei zählerstand .009
und registriert 1 impuls. wenn der zähler dann kurze zeit später auf .010
springt wird der reed-kontakt wieder geöffnet und der EM1000-GZ erkennt dieses
dann wieder als ein impuls. dieses verhalten ist natürlich falsch. hier sollte
beim wechsel von .009 auf .010 nur ein impuls erkannt werden, also 1 impuls
für reed zu und auf und nicht jeweils ein impuls für reed zu und auf.
deutlich wird das dann an den werten:
zählerstand um 20:00 uhr: 39645.850
zählerstand um 20:08 uhr: 39645.950
differenz: 0.090
fhem registriert jedoch:
20:08:26 4: CUL_EM KG.fl.GZ.01: CNT: 2 CUM: 0.180 5MIN: 0.160 TOP: 0.180
hier ist das "doppeltzählen" erkennbar. es müsste eigentlich 0.090 sein wie an
der differenz oben zu sehen ist.
wie komm ich nun aus dieser misere? zwei wege könnte ich mir vorstellen:
software: fhem CUL_EM einen parameter für's define spendieren, der alle
impulse /2 nimmt.
hardware: irgendeine modifikation des EM1000-GZ oder zwischen impulsnehmer und
EM1000-GZ basteln.
variante 1: (für mich) einfach aber birgt die gefahr, das z.b. wenn der zähler
auf stelle .009 stehen bleibt (reed geschlossen; 1 impuls) und der EM1000-GZ
seine werte an fhem sendet, die werte auf dauer verfälscht werden, da ja dann
der falsche 2. impuls beim öffnen zu diesem zeitpunkt fehlt.
variante 2: (für mich) einfach, sofern mir jemand die schaltung inkl. der
bauteile nennt, nur der aufbau einer schaltung übersteigt mein wissen.
zu variante 2 habe ich etwas recherchiert und in einem anderen forum dazu
einen beitrag gefunden (inkl. schaltung) siehe:
http://www.ip-symcon.de/forum/f25/em-1000-gz-gzs-funktioniert-richtig-4958/
bevor ich mich nun an die umsetzung mache, wollte ich mal in die runde fragen
ob es hier evtl. auch "leidensgenossen" gibt oder jemand noch eine variante 3
in peto hat.
vielleicht ist hier ja auch jemand der sich mit schaltungen gut auskennt (da
bin ich mir sogar sicher ;) ) und das ganze mal sichten kann, bzw. vielleicht
eine lösung weiss, wie ich den EM1000-GZ direkt hardwareseitig "patchen" kann.
einen schaltplan des EM1000-GZ findet man hier:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/24667/62575_EM1000GZGZS_kmGasz_hler.pdf
gruss martin
Hallo Martin,...
Nun zu meiner Lösung, die übrigens auch mit einem Reedkontakt genauso funktioniert.
Die ST3 Leitung habe ich am Sensor abgeklemmt, da sie bei mir keine Impulse auslöste. Am ST4 Anschluss am Sensor habe ich ebenfalls die Leitung abgeklemmt und diese über einen 1 µF Kondensator wieder verbunden (der Kondensator ist also in Reihe in der Leitung).
Das hat nun zur Folge, dass egal wie lange ST4 auf Masse vom Sensor gezogen wird, immer nur ein Impuls ausgelöst wird. Nun sollte sich der Kondensator innerhalb der folgenden 3-4 Sekunden entladen, damit er den möglichen nächsten Impuls durchlässt. Dazu habe ich einfach parallel zum Kondensator einen 3,6 MOhm Widerstand gelötet.
Und siehe da es funktioniert wie gewünscht.
Ich hoffe durch diesen simplen Umbau einigen geholfen zu haben.
GrußDamian
Alternativ kann ich natürlich noch ein 10 KOhm Trimm-Poti entsprechend "zweckentfremden" (nach Abgleich mit einem DMM).
Welchen Reed-Kontakt hast du genommen? Ich habe hier ein paar Meder MK04-1A66B-500W BD/A Reedsensoren (http://de.mouser.com/access/?pn=876-MK4-1A66B-500W).
Die ST3 Leitung habe ich am Sensor abgeklemmt, da sie bei mir keine Impulse auslöste. Am ST4 Anschluss am Sensor habe ich ebenfalls die Leitung abgeklemmt und diese über einen 1 µF Kondensator wieder verbunden (der Kondensator ist also in Reihe in der Leitung).Ich bin jetzt Novize in Elektronik, aber hast du einen Elko genommen? Wie hast du den dann "gepolt"? "-" Richtung ST5/6, wenn ich nicht falsch liege, oder?
Hmmm... ein 3,6 MOhm Widerstand ist jetzt nicht so gebräuchlich. Bis 150 KOhm bin ich gut bestückt, und 2 oder 3 470 / 680 KOhm habe ich auch, aber das gäbe eine ganz schön lange Kette. Wie klein kann der Widerstand sein, um den Kondensator nicht zu schnell zu entladen? Alternativ kann ich natürlich noch ein 10 KOhm Trimm-Poti entsprechend "zweckentfremden" (nach Abgleich mit einem DMM).
Wie oben schon beschrieben ist mein Gaszähler nicht mit einem Impulszähler-Anschluss ausgestattet und hat keine Möglichkeit einen Reedkontakt irgendwo dranzuklemmen,
Ich habe einen Elko genommen, Schaltung siehe Skizze
Und nicht irritieren lassen, die rote Statuslampe geht nicht nur bei jedem Impuls kurz an, sondern auch alle 5 Minuten beim Senden, da bin ich erstmal drauf reingefallen und dachte schon, ich hätte trotz Bauänderung noch Doppelzählung, was sich zum Glück als Sendeimpuls herausgestellt hat.
Also viel Spaß beim Löten.
Habe ich gehabt, aber mangels der von dir benutzten Bauteile habe ich etwas weiter gesucht und bin auf http://www.ip-symcon.de/forum/threads/4958-EM-1000-GZ-GZS-funktioniert-nicht-richtig?p=51728#post51728 gestoßen. Als T1 habe ich einen vorhandenen BC547A genommen. Alles auf einem Breadboard verdrahtet und mit einem normalen Magneten läuft die Sache soweit:
Das läuft bei mir schon einige Zeit sehr genau. Falschzählungen treten zwar trotzden auf ( wenn das Zählwerk genau zwischen den beiden Impulsen stehen bleibt).
Aber auch Thomas scheint ja wie oben besichrieben in das gleiche "Problem" zu laufen.