Hallo zusammen,
gestern hat United Internet (der Betreiber von
web.de und GMX) offenbar eine strikte SPF-Prüfung beim Mailempfang eingeschaltet. Dadurch werden jetzt alle Mails abgelehnt, die über Verteiler oder Weiterleitungen auf dem FeG-Server gehen, wenn der Empfänger eine Mailadresse bei GMX bzw.
web.de hat und der Empfänger eine Mailadresse bei einem Anbieter, der einen entsprechenden SPF-Eintrag publiziert.
SPF ist gedacht als ein Mittel, um Mails mit gefälschten Absenderadressen zurückzuweisen. Dazu publiziert der Inhaber der Absender-Domain eine Information, von welchen IP-Adressen Mails mit dieser Absenderdomain kommen dürfen. Bei Weiterleitungen oder Verteilern kommen die Mails natürlich von dem weiterleitenden Server, der nicht in der SPF-Liste der Absenderdomain steht.
Das Problem mit SPF ist schon lange bekannt, leider wird es immer noch eingesetzt (solange es nur ein Faktor beim Berechnen eines Spam-Score ist, kann man damit leben, aber eine radikale Ablehnung ist doch was anderes). Wir hoffen, dass United Internet diese Entscheidung revidiert, denn unsere Weiterleitungen dürften nicht die einzigen sein, die davon betroffen sind. Wenn man so was natürlich gerade am Tag vor einem langen Wochenende macht, wird da so schnell nichts repariert werden.
Auf dem alten Server hatten wir "SRS" als Workaround für dieses SPF-Problem implementiert, das ist aber nicht ganz unproblematisch und erforderte Eingriffe in das Mailsystem, die ich gerne vermeiden würde. Wenn es gar nicht anders geht und UI auf SPF besteht, werden wir vermutlich keine Wahl haben, denn unsere Verhandlungsposition gegenüber einem Marktführer im E-Mail-Bereich dürfte nicht besonders stark sein.
Tschüss,
Hans-Martin