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May 9, 2011, 10:42:59 AM5/9/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 9. Mai 2011

Top-Meldungen

Merkel will Anti-Terror-Gesetze – FDP zurückhaltend

Zur Verhinderung von Anschlägen in Deutschland hält Bundeskanzlerin Angela Merkel die Anti-Terror-Gesetze und die Vorratsdatenspeicherung für unverzichtbar. «Einen großen Teil der Vorschriften brauchen wir auch in Zukunft, um terroristische Anschläge in Deutschland verhindern zu können», sagte die CDU-Vorsitzende der «Passauer Neuen Presse» (07.05.2011). Vom Koalitionspartner FDP kommen allerdings weiter Vorbehalte gegen eine pauschale Verlängerung.

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BGH: Urteil wegen Raubüberfalls auf Stuttgarter Unternehmer rechtskräftig

Das gegen vier Angeklagte wegen eines Raubüberfalls auf einen Stuttgarter Unternehmer ergangene Urteil des Landgerichts Stuttgarts ist rechtskräftig. Das LG hatte sie wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchtem erpresserischen Menschenraub und gefährlicher Körperverletzung beziehungsweise wegen Beihilfe hierzu zu Freiheitsstrafen von sechs Jahren, neun Jahren, zehn Jahren und elf Jahren verurteilt. Drei der Angeklagten hatten Revision eingelegt. Diese hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 13.04.2011 verworfen (Az.: 1 StR 77/11, BeckRS 2011, 09179).

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VG Köln: Kein Anspruch der Presse auf Fotoaufnahmen der Aufführung «Samson und Dalila» in der Oper Köln

Die Kölner Oper war nicht verpflichtet, einem von der Axel Springer AG beauftragten Fotojournalisten Aufnahmen zu gestatten, die er während der Premiere der Oper «Samson und Dalila» für die «Bild»-Zeitung machen sollte. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln mit Urteil vom 05.05.2011 entschieden. Weder das Landespressegesetz noch das Grundgesetz vermittelten einen solchen Anspruch (Az.: 6 K 947/10).

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LG Berlin: FlexStrom muss Kunden Berichtigungsschreiben zu versteckter Preiserhöhung zuschicken

Der Energieversorger FlexStrom muss tausende Kunden, die einen Flyer mit einer versteckten Preiserhöhung erhalten hatten, in einem Berichtigungsschreiben darauf hinweisen, dass sie die verlangten höheren Preise mangels Zustimmung nicht zahlen müssen, wenn sie von einer Vertragskündigung abgesehen und lediglich weiter Strom bezogen haben. Dies hat das Landgericht Berlin mit Urteil vom 29.04.2011 (Az.: 103 O 198/10) auf eine Klage der Verbraucherzentrale Hamburg e. V. (VZ) hin entschieden, wie diese jetzt mitteilt. «Erstmals haben wir hier eine Folgenbeseitigungsklage erhoben, was sich als wirksames Instrument für den Verbraucherschutz erwiesen hat», sagt VZ-Geschäftsführer Günter Hörmann.

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Weitere Nachrichten

LG Köln: Vermieter kann für Gartenpflege zuständigen Mieter nicht zu bestimmter Gartengestaltung zwingen

Überlässt der Vermieter dem Mieter die Gartenpflege, kann er im Einzelnen nicht bestimmen, wie der Garten aussehen muss. Nur, wenn der Mieter der Pflicht zur Gartenpflege nicht nachkommt, kann der Vermieter eine Gartenbaufirma beauftragen und die Kosten dem Mieter in Rechnung stellen. Dies hat das Landgericht Köln am 21.10.2010 entschieden (Az.: 1 S 119/09, BeckRS 2010, 29319), wie die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien des Deutschen Anwaltvereins am 04.05.2011 mitteilt.

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SPD-Fraktionschefs fordern NPD-Verbot

Die SPD-Fraktionschefs aus Bund und Ländern haben ein neues NPD-Verbotsverfahren gefordert. Bei einem Treffen in Sellin auf Rügen waren sich die SPD-Spitzenpolitiker am 05.05.2011 einig, dass die NPD eine verfassungsfeindliche Partei ist, wie der Vorsitzende der gastgebenden SPD-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern, Norbert Nieszery, mitteilte. Im Jahr 2003 war ein Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert, weil die Rolle von V-Leuten in der Führungsspitze der NPD ungeklärt war (NJW 2003, 1577).

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VG Mainz: Fahrerlaubnisentzug wegen Kokainkonsums trotz negativer Haarprobenanalyse rechtmäßig

Belegt eine Blutprobenuntersuchung einen Kokainkonsum des Autofahrers, darf diesem die Fahrerlaubnis auch dann entzogen werden, wenn eine Haarprobenanalyse negativ ausfällt. Dies hat das Verwaltungsgericht Mainz in einem am 09.05.2011 mitgeteilten Beschluss entschieden und einen Antrag auf Eilrechtsschutz abgelehnt. Die Haarprobenanalyse sei nicht geeignet, um das Ergebnis der Blutuntersuchung zu entkräften. Denn ein einmaliger oder seltener Kokainkonsum lasse sich mittels Haaranalyse oft nicht nachweisen (Az.: 3 L 162/11.MZ).

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«Volkszählung light» - Zensus startet mit wenig Protesten

Zum ersten Mal wird im wiedervereinigten Deutschland Inventur gemacht: Die Volkszählung startet offiziell am 09.05.2011. Große Proteste und Boykottaufrufe wie in den 1980er Jahren gibt es bislang nicht.

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LG Essen: Ex-Arcandor-Chef Middelhoff muss Aktionär Schadensersatz leisten

Das Landgericht Essen hat den Ex-Vorstandsvorsitzenden des Arcandor-Konzerns Thomas Middelhoff am 05.05.2011 wegen «vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung» zur Zahlung von Schadensersatz an einen Kleinaktionär verurteilt. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) weist aber darauf hin, dass es sich bei der Entscheidung um einen Einzelfall handele. Die Entscheidung habe keine «Strahlkraft» für andere von Verlusten betroffene Aktionäre, da sie lediglich die Ankündigung einer Kapitalerhöhung betreffe.

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Deutsche Datenschutzbehörden für Panne bei Sony nicht zuständig

Auch wenn Sony seine gehackten Online-Dienste in Deutschland anbietet: Die hiesigen Datenschutzbehörden sind für den Konzern nicht zuständig und haben nach dem Diebstahl von Nutzerdaten keine Handhabe. Denn die betroffenen Dienste PlayStation Network und Qriocity betreiben Tochterfirmen des japanischen Konzerns, die in London angesiedelt sind. Angesichts der europäischen Harmonisierung steht die britische Aufsichtsbehörde in der Verantwortung.

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Prozess gegen mutmaßlichen ungarischen Nazi-Verbrecher hat begonnen

Unter starkem Publikumsandrang hat in Ungarn am 05.05.2011 einer der letzten Nazi-Kriegsverbrecherprozesse begonnen. Vor dem Budapester Stadtgericht muss sich der Ungar Sandor Kepiro verantworten. Der heute 97-Jährige soll im Jahr 1942 im serbischen Novi Sad an einem Massaker an mehr als 1.000 Juden, Roma und Serben beteiligt gewesen sein, das die mit Nazi-Deutschland verbündeten ungarischen Besatzer dort verübt hatten.

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Brasiliens Oberster Gerichtshof stärkt Rechte von homosexuellen Paaren

Brasiliens Oberster Gerichtshof hat die Rechte Homosexueller gestärkt. Künftig werden Lebenspartnerschaften von Schwulen oder Lesben den heterosexuellen Paaren gleichgestellt. Der Richterspruch vom 05.05.2011 betrifft unter anderem Fragen der Erbschaft, Krankenkasse oder Altersrente. In den Medien war von einem historischen Urteil die Rede.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BGH: Versagung der Restschuldbefreiung wegen Nichtangabe einer Grundstücksschenkung

InsO § 290 I Nr. 5

Gibt der Schuldner eine im Zeitraum zwischen der Stellung eines ersten Insolvenzantrags und der Stellung eines weiteren, mit einem Restschuldbefreiungsgesuch verbundenen Insolvenzantrags vorgenommene Grundstücksschenkung auf Frage nicht an, liegt darin ein zumindest grob fahrlässiger Verstoß gegen seine Auskunfts- und Mitwirkungspflichten.

BGH, Beschluss vom 17.03.2011 - IX ZB 174/08 (LG Bremen), NZI 2011, 330

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May 10, 2011, 11:05:56 AM5/10/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 10. Mai 2011

Top-Meldungen

EuGH: Niedrigere Zusatzversorgung für eingetragene Lebenspartner als für Verheiratete wegen Diskriminierung unzulässig

Ein eingetragener Lebenspartner wird wegen seiner sexuellen Ausrichtung unmittelbar diskriminiert, wenn er niedrigere Zusatzversorgungsbezüge erhält als ein verheirateter Versorgungsempfänger. Dies hat der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 10.05.2011 entschieden. Denn die Lebenspartnerschaft nach deutschem Recht sei Personen gleichen Geschlechts vorbehalten und hinsichtlich der Zusatzversorgungsleistungen mit der Ehe rechtlich und tatsächlich vergleichbar. Wegen des Vorrangs des EU-Rechts könne ein Einzelner das Gleichbehandlungrecht aus der Gleichbehandlungsrahmenrichtlinie 2000/78/EG gegenüber dem Staat geltend machen, ohne ein Tätigwerden des nationalen Gesetzgebers abwarten zu müssen. Dies gelte allerdings erst für die Zeit nach Ablauf der Umsetzungsfrist, also seit dem 03.12.2003 (Rs. C-147/08).

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BGH: Verstoß gegen Vorschriften über Behandlung von Parteispenden im Parteiengesetz ist keine Untreue

Der Verstoß gegen die Vorschriften über die Behandlung von Parteispenden im Parteiengesetz allein stellt auch dann keine Vermögensstraftat der Untreue (§ 266 StGB) dar, wenn das Parteiengesetz für solche Fälle eine finanzielle Sanktion gegen das Parteivermögen vorsieht. Denn die Pflichten aus dem Parteiengesetz haben keinen das Parteivermögen schützenden Charakter. Nur bei Verletzung einer vermögensschützenden Norm kommt aber eine strafbare Untreue in Betracht. Dies hat der Bundesgerichtshof im Zusammenhang mit der Kölner Parteispendenaffäre entschieden und ein Urteil des Landgerichts Köln, das unter anderem gegen einen ehemaligen Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Köln ergangen war, aufgehoben. Jetzt muss eine andere Strafkammer des LG noch einmal über die Sache entscheiden (Beschluss vom 13.04.2011, Az.: 1 StR 94/10).

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FG Hessen: Keine Steuerersparnis bei Austausch eines alten Asbestdaches im Zuge der Montage einer «Auf-Dach»-Fotovoltaikanlage

Kosten für die Erneuerung der Dacheindeckung können auch dann nicht steuermindernd als Betriebsausgaben bei dem Betrieb einer Fotovoltaikanlage abgezogen werden, wenn der alte Dachbelag asbesthaltig war und im Zuge der Installation einer so genannten Auf-Dach-Fotovoltaikanlage gegen eine asbestfreie Ziegeleindeckung ausgetauscht wurde. Das hat das Hessische Finanzgericht mit Urteil vom 20.01.2011 entschieden (Az.: 11 K 2735/08, rechtskräftig).

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Experten sehen Reformbedarf bei Regelungen zur Zurückweisung von Berufungen

Die in § 522 ZPO enthaltenen Regelungen zur nichtanfechtbaren Zurückweisung unbegründeter Berufungen durch Beschluss des Berufungsgerichts sind reformbedürftig. In dieser Einschätzung herrschte weitgehende Einigkeit unter den Experten, die zu einer öffentlichen Anhörung des Bundestags-Rechtsausschusses am 09.05.2011 geladen waren. Kontrovers beurteilten die Sachverständigen jedoch, ob die grundsätzliche Möglichkeit der Beschlusszurückweisung unter modifizierten Voraussetzungen erhalten bleiben soll, wie es ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (BT-Drs. 17/5334) fordert, oder ob diese abgeschafft werden soll. Letzteres schlagen die SPD-Fraktion (BT-Drs. 17/4431) und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (BT-Drs. 17/5363) vor.

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Weitere Nachrichten

Experten über Anträge zur Stärkung der Unternehmensmitbestimmung uneins

Zwei Fraktionsanträge zur Stärkung der Unternehmensmitbestimmung sind am 09.05.2011 in einer Anhörung des Bundestags-Ausschusses für Arbeit und Soziales bei den Experten auf unterschiedliches Echo gestoßen. Das gilt, wie aus einer Mitteilung des Deutschen Bundestages vom selben Tag hervorgeht, vor allem für die vorgesehene Erstreckung der Mitbestimmungsgesetze auf Gesellschaften ausländischer Rechtsformen. Konkret ging es um den Antrag der SPD-Fraktion mit dem Titel «Demokratische Teilhabe von Belegschaften und ihren Vertretern an unternehmerischen Entscheidungen stärken» (BT-Drs. 17/2122) sowie der Fraktion Die Linke mit dem Titel «Unternehmensmitbestimmung lückenlos garantieren» (BT-Drs. 17/1413).

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Gesetzentwurf: Regierung will Telefonkunden vor teuren Warteschleifen schützen

Das Telekommunikationsgesetz soll weitreichend verändert werden. Dabei gehe es um die Umsetzung europäischer Vorgaben, die eine wettbewerbskonforme Förderung des Aufbaus hochleistungsfähiger Netze im Breitbandbereich zum Ziel hätten, heißt es hierzu in dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Regelungen (BT-Drs. 17/5707). Zusätzlich werden nationale verbraucherrechtliche Themen aufgegriffen. Geplant sind nach Mitteilung des Bundestags vom 09.05.2011 unter anderem Regelungen zur so genannten Warteschleifenproblematik, zum Anbieterwechsel sowie zur vertragsunabhängigen Mitnahme der Mobilfunknummer beim Wechsel des Anbieters.

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OLG Frankfurt am Main spricht Angeklagten der mitgliedschaftlichen Beteiligung an «Al Qaida» schuldig

Ein 25-jähriger Mann muss wegen mitgliedschaftlicher Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hat mit Urteil vom 09.05.2011 außerdem angeordnet, dass der Angeklagte in Haft bleibt. Der Verurteilung des vollumfänglich Geständigen ging eine Verständigung gemäß § 257c StPO voraus (Az.: 5-2 StE 2/11-8 - 2/11).

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Verbraucherzentrale kritisiert Gesetzentwurf zum Schutz vor Krankenhausinfektionen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert bundeseinheitliche Vorgaben, wie Krankenhäuser behandlungsbedingte Infektionen erfassen und was sie zur Reduzierung des Problems tun müssen. Zu kurz greife hier der Gesetzentwurf zum Infektionsschutz, über den der Gesundheitsausschuss des Bundestages am 09.05.2011 beraten hat. Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP) müsse einen Flickenteppich aus Länderregelungen verhindern. Zudem müsse das Gesetz den Agrarsektor mit einbeziehen, um wirksam multiresistente Keime einzudämmen.

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Bundesfamilienministerin stellt neues Bundeskinderschutzgesetz vor

Die Bundesregierung will Prävention und Intervention im Kinderschutz gleichermaßen voranbringen. Sie hat am 16.03.2011 ein neues Bundeskinderschutzgesetz beschlossen, das Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) am 06.05.2011 bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Kinderschutzbundes vorgestellt hat. Nach Angaben des Familienministeriums vom 09.05.2011 stärkt das Gesetz alle Akteure, die sich für das Wohlergehen von Kindern engagieren – angefangen bei den Eltern, über den Kinderarzt oder die Hebamme bis hin zum Jugendamt oder Familiengericht.

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Wettbewerbszentrale: Mehr Beschwerden wegen irreführender Werbung

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. hat ihren Jahresbericht 2010 veröffentlicht. Danach nehmen Beschwerden über irreführende Werbung zu. Ihre Zahl ist 2010 um über fünf Prozent gestiegen. Dagegen sind die Beschwerden im Bereich der unerlaubten Telefonwerbung um ein Drittel zurückgegangen. Seit Inkrafttreten der gesetzlichen Verschärfungen in diesem Bereich im Jahr 2008 seien die Fälle rückläufig (insgesamt um 24 Prozent).

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Britische Banken erklären sich zu milliardenschweren Entschädigungszahlungen an Kunden bereit

Britische Banken sollen ihre Kunden beim Verkauf von Restschuldversicherungen übervorteilt haben und sollen dafür bald Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen. Am 09.05.2011 gab der britische Bankenverband seinen Widerstand gegen Kompensations-Zahlungen auf, die von der Bankenaufsicht gefordert werden. Die Banken hatten ihren Kunden so genannte Restschuldversicherungen (Payment Protection Insurances, PPI) verkauft. Damit sollten Kreditnehmer sich für den Fall absichern, dass sie bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit ihre Hypotheken und Kreditkartenrechnungen nicht mehr bezahlen können. Verbraucherschützer warfen den Banken vor, sie hätten den Kunden die Policen aufgedrängt.

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Anwaltverein begrüßt Einrichtung einer Stiftung Datenschutz

Die geplante Einführung einer Stiftung Datenschutz wird vom Deutschen Anwaltverein (DAV) unterstützt. Die Stiftung soll Unternehmen zertifizieren, damit Bürger diejenigen erkennen können, die vertrauenswürdig mit Daten umgehen. Eine solche Stiftung würde eine Stärkung des Datenschutzes durch Transparenz und einen wichtigen Schritt in Richtung der notwendigen Modernisierung des Datenschutzrechtes markieren, betonte DAV-Präsident Wolfgang Ewer am 09.05.2011. Bisher liegt ein Satzungsentwurf des Bundesinnenministeriums vor, eine Ressortabstimmung ist noch nicht erfolgt.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BGH: Gesteigerte Feststellungserfordernisse beim Mordmerkmal «Heimtücke»

StPO § 349 IV; StGB § 211 I, II

Das Gericht muss sich bei der Prüfung eines Heimtückemordes umfassend mit der „Arglosigkeit“ des Opfers zum Zeitpunkt des Angriffs auseinandersetzen. Dabei kann auf eine Arglosigkeit nicht bereits aus den Gesamtumständen geschlossen werden. Sind weitere Aufklärungsmöglichkeiten nicht vorhanden, hat eine Verurteilung vor dem Zweifelsgrundsatz auszuscheiden.

BGH, Beschluss vom 31.03.2011 - 5 StR 66/11, BeckRS 2011, 08174

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May 11, 2011, 10:48:35 AM5/11/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 11. Mai 2011

Top-Meldungen

BGH: Inhaber eines eBay-Mitgliedskontos haftet nicht unbedingt für unter unbefugter Nutzung seines Accounts abgegebene Erklärungen Dritter

Der Inhaber eines eBay-Mitgliedskontos muss nicht unbedingt vertraglich für Erklärungen haften, die ein Dritter unter unbefugter Verwendung dieses Mitgliedskontos abgegeben hat. Dies gilt nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11.05.2011 etwa, wenn der Kontoinhaber die Kontaktdaten seines eBay-Mitgliedskontos nicht sorgfältig verwahrt hat. Generell richte sich die Haftung nach den Regeln des Stellvertreterrechts. Nach der Entscheidung des BGH sind diese auch bei Internet-Geschäften anwendbar, wenn durch die Nutzung eines fremden Namens beim Geschäftspartner der Anschein erweckt wird, es solle mit dem Namensträger ein Geschäft abgeschlossen werden (Az.: VIII ZR 289/09).

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BGH: Besitzstandszusage der Landesbank Baden-Württemberg für Zusatzversorgung verweist dynamisch auf Tarifrecht des öffentlichen Dienstes

Der Systemwechsel in der Alterszusatzversorgung von der Gesamtversorgung zur Betriebsrente bei der Landesbank Baden Württemberg (LBBW) gilt auch für ehemalige Beschäftigte der Landesgirokasse, die in der LBBW aufgegangen ist. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs enthält die von der LBBW bei Übernahme der Versorgungszusagen gegebene Besitzstandszusage hinsichtlich der Altersversorgung eine wirksame dynamische Verweisung auf das Tarifrecht des öffentlichen Dienstes. Dies gelte auch, soweit Beschäftigte aufgrund des ihnen eingeräumten Wahlrechts vom BAT in den Banktarif gewechselt seien. Allerdings beanstandete der BGH eine Übergangsregelung zur Ermittlung der Startgutschriften als sachwidrige Ungleichbehandlung rentenferner Versicherter (Urteil vom 11.05.2011, Az.: IV ZR 105/09).

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Regierung will Anspruch von Unternehmen auf Nutzungswertersatz bei Fernabsatzverträgen einschränken

Der Anspruch eines Unternehmers gegen einen Verbraucher auf Zahlung von so genanntem Nutzungswertersatz bei Widerruf eines Warenlieferungsvertrags im Fernabsatz soll eingeschränkt werden. Nach Mitteilung des Bundestags hat der Rechtsausschuss am 11.05.2011 auf Basis eines entsprechenden Gesetzentwurfs der Bundesregierung (BT-Drs. 17/5097) mit den Stimmen der Regierungskoalition sowie mit denen der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen eine entsprechende Änderung beschlossen. Die Fraktion Die Linke enthielt sich. Der Unternehmer soll zukünftig vom Verbraucher nur Wertersatz erhalten, «soweit dieser die gelieferte Ware in einer Art und Weise genutzt hat, die über die Prüfung der Eigenschaften und die Funktionsweise hinausgeht».

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Weitere Nachrichten

EU-Kommission gibt grünes Licht für Finanzhilfe für Portugal

Die Europäische Kommission hat eigenen Anaben vom 10.05.2011 zufolge die Finanzhilfe für Portugal abgesegnet. Damit habe das Reform- und Hilfspaket für Portugal eine weitere Hürde genommen, erklärte Währungskommissar Olli Rehn am selben Tag in Straßburg. Bei der Finanzhilfe handele es sich um ein ehrgeiziges und realistisches Programm, um Wirtschaft und Staatsfinanzen Portugals voranzubringen, so Rehn.

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Bundesversicherungsamt: Alle Krankenkassen müssen Mitglieder der City BKK übernehmen

Mitglieder und Versicherte der City BKK verlieren durch die Schließung ihrer Kasse nicht das Recht auf Mitgliedschaft im System der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie können eine neue Krankenkasse wählen. Diese darf die Mitgliedschaft nicht ablehnen. Das teilte das Bundesversicherungsamt mit und versprach auch, die Kassen diesbezüglich streng zu überwachen. Sollte ein Mitglied der City BKK von irgendeiner Krankenkasse mit unzureichenden Informationen oder in sonstiger Weise bei der Ausübung seines Kassenwahlrechtes «abgewimmelt» worden sein, so sollte sich dieses Mitglied unverzüglich beim Vorstand dieser Kasse beschweren, erklärt das Bundesversicherungsamt.

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Bundeskartellamt verhängt Bußgeld gegen Interseroh wegen Verstoßes gegen Vollzugsverbot

Das Bundeskartellamt hat gegen die Interseroh Scrap and Metals Holding GmbH ein Bußgeld von über 200.000 Euro verhängt, weil der Kontrollerwerb über ihre Rechtsvorgängerin durch die ehemalige HRR Stahlschrott- und Metallrecycling GmbH & Co. KG beim Bundeskartellamt vor dem Vollzug nicht angemeldet worden war. Dies teilt die Wettbewerbsbehörde am 10.05.2011 mit. Bußgeldmindernd berücksichtigte sie nach eigenen Angaben insbesondere, dass das nachträgliche Fusionskontrollverfahren positiv verlaufen war und keine wettbewerblichen Bedenken gegen den Zusammenschluss ergeben hatte.

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VG Frankfurt am Main: Straßenreinigungssatzung der Stadt Frankfurt am Main ist unwirksam

Die Straßenreinigungssatzung der Stadt Frankfurt am Main ist unwirksam. Dies geht aus mehreren Urteilen des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main vom 11.05.2011 hervor. Gegenstand der Verfahren waren Klagen von Grundstückseigentümern, die in den vergangenen Jahren zur Zahlung von Straßenreinigungsgebühren herangezogen worden waren. Die Kläger wandten sich aus Gründen der Lage ihres Grundstücks beziehungsweise der Grundstücksgröße gegen ihre Zahlungsverpflichtung. Diese Gründe waren für die Entscheidungen des Gerichts allerdings unerheblich. Stattdessen kam es bei erneuter Überprüfung der von der Stadt als Grundlage der Gebührenerhebung herangezogenen Straßenreinigungssatzung zu dem Ergebnis, dass die Satzung seit dem 01.01.2005 keine Wirkung mehr entfaltet und somit grundsätzlich nicht als Rechtsgrundlage für die Erhebung von Straßenreinigungsgebühren herangezogen werden kann. Das VG hat wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache die Berufung gegen seine Urteile zugelasssen (Az.: 6 K 5753/09, 6 K 510/10 und 6 K 513/10).

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VG Göttingen: Anträge auf Zulassung zu Studiengängen Human- und Zahnmedizin der Universität Göttingen bleiben überwiegend erfolglos

Das Verwaltungsgericht Göttingen hat mit Beschlüssen vom 05.05.2011 zahlreiche Anträge auf Hochschulzulassung zu den Studiengängen Human- und Zahnmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen abgelehnt. Dabei ging es um 451 Anträge auf vorläufige außerkapazitäre Zulassung im Sommersemester 2011. Im Studiengang Humanmedizin war über insgesamt 330 und im Studiengang Zahnmedizin über 121 Anträge zu entscheiden, mit denen die Antragsteller geltend machten, die Universität schöpfe ihre Ausbildungskapazität in diesen Studiengängen nicht aus. Weitere über 200 Verfahren waren vor der Entscheidung von den Antragstellern zurückgenommen worden (Az.: 8 C 5/11, 8 C 87/11 und 8 C 1553/10 und andere)

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AG Bonn: Telekom muss Fünfjährigem Auskunft über Vater geben

Die Deutsche Telekom muss einem Fünfjährigen Auskunft darüber geben, wer sein mutmaßlicher Vater ist. Diese Entscheidung des Bonner Amtsgerichts wurde am 10.05.2011 bekannt. Die heute 29-jährige Mutter des Kindes hatte vor Jahren eine einmalige Liebesaffäre mit einem Mann, von dem sie allerdings nur den Vornamen und die Handynummer hatte. Um an die Identität des Mannes zu gelangen, erhob die Frau seinerzeit eine Auskunftsklage gegen die Telekom, damals T-Mobile. Diese wurde jedoch abgewiesen. Das Gericht verwies auf das Persönlichkeitsrecht und den Datenschutz des ehemaligen Telefonkunden. In einem zweiten Anlauf verklagte nun das Kind selbst die Deutsche Telekom und bekam Recht. Das Urteil ist bereits rechtskräftig (Az.: 104 C 593/10).

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VG Mainz: Kein Bonus für übersprungene Klasse bei Studienplatzvergabe

Ein Studienplatzbewerber, der in seiner Schulzeit eine Klassenstufe übersprungen hat, hat keinen Anspruch darauf, dass bei der Vergabe von Studienplätzen nach der Abiturnote für ihn eine bessere Note zugrunde gelegt wird. Mit Beschluss vom 27.04.2011 hat das Verwaltungsgericht Mainz daher den auf einstweilige Zulassung zum Psychologiestudium gerichteten Eilantrag einer Abiturientin abgelehnt. Das Überspringen einer Klassenstufe und der damit in der Regel einhergehende – zumindest vorübergehende – Leistungsabfall seien keine nicht selbst zu vertretenden Gründe im Sinne des Nachteilsausgleichs, befanden die Richter in ihrer jetzt veröffentlichten Entscheidung (Az.: 6 L 494/11.MZ).

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VG Trier: Kein Anspruch auf Wohngeld bei Wohnen in Wohnwagen

Wer in einem mobil genutzten Wohnwagen lebt, hat keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Wohngeldgesetz. Denn einem Wohnwagen fehlt die für die Gewährung von Wohngeld erforderliche Wohnraumeigenschaft, da er von seiner ursprünglichen Zweckbestimmung her nicht zum dauerhaften Wohnen gedacht ist. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden und die Klage einer Auszubildenden gegen den Landkreis Bernkastel-Wittlich auf Gewährung von Wohngeldleistungen abgewiesen (Urteil vom 14.04.2011, Az.: 2 K 1082/10.TR).

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Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes begrüßt EuGH-Urteil zur Zusatzrente für Lebenspartnerschaft

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, hat das Urteil, mit dem der Europäische Gerichtshof am 10.05.2011 Lebenspartnerschaft und Ehe bei der Zusatzrente gleichgestellt hat (BeckRS 2011, 80476), begrüßt. Lüders sieht in dem Urteil eine «wichtige Stufe» auf dem Weg zu gleichen Rechten für Schwule und Lesben und erhofft sich davon weitere Impulse. Seit es die Gleichbehandlungsrichtlinien gebe, sei dies erst das zweite Urteil des EuGH zum Verbot der Diskriminierung von homosexuellen Paaren, betont die ADS-Leiterin.

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Experten begrüßen erweiterte Investitionsgarantien für Entwicklungsländer – stellen Gesetzentwurf aber infrage

Inhaltlich ein richtiger Schritt, in der Form verfassungsrechtlich bedenklich – so bewerten Experten den Gesetzentwurf der Bundesregierung (BT-Drs. 17/5263), mit dem ein Beschluss der Multilateralen Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) umgesetzt werden soll. Dies teilt der Pressedienst des Bundestags am 10.05.2011 mit. Der Entwurf sieht vor, die Gewährung von Garantien für privatwirtschaftliche Investitionen in Entwicklungsländern auszuweiten. Die MIGA ist Teil der Weltbankgruppe und hat den Auftrag, privatwirtschaftliche Investitionen in Entwicklungsländern durch Garantien gegen politische Risiken abzusichern. Deutschland ist Gründungsmitglied der 1988 ins Leben gerufenen Organisation, der heute 25 Industrie- und 150 Entwicklungsländer angehören.

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Griechenland: Bewährungsstrafen für griechische Sprinter Thanou und Kenteris wegen Meineids nach vorgetäuschtem Motorradunfall

Sieben Jahre nach dem mysteriösen Motorradunfall vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2004 in Athen sind die griechischen Sprinter Ekaterina Thanou und Kostas Kenteris wegen Meineids zu Bewährungsstrafen von jeweils 31 Monaten verurteilt worden. Ein Gericht in der griechischen Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass das Läufer-Duo am 12.08.2004 einen Unfall vorgetäuscht hatte, um sich einer angeordneten Doping-Kontrolle zu entziehen. Die Anwälte der Angeklagten kündigten an, in Berufung gehen zu wollen, berichteten der staatliche Rundfunk und die Nachrichtenagentur ANA am 10.05.2011. Die Urteile sind somit noch nicht rechtskräftig.

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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 12. Mai 2011

Top-Meldungen

EuGH: Flughafenentgelte-Richtlinie gültig – Anwendbarkeit auf Hauptflughäfen kein Verstoß gegen EU-Recht

Die Richtlinie 2009/12/EG über Flughafenentgelte ist gültig. Dies hat der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 12.05.2011 entschieden und eine Nichtigkeitsklage des Großherzogtums Luxemburg abgewiesen. Dieses hatte Verstöße gegen den Gleichbehandlungs- und den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gerügt, weil der Flughafen Luxemburg-Findel in den Anwendungsbereich der Richtlinie fällt. Der EuGH hat bestätigt, dass die Richtlinie auf den Flughafen Luxemburg-Findel anwendbar ist, weil er die meisten Fluggastbewegungen pro Jahr aufweist und eine privilegierte Stellung als Einreiseort in diesen Mitgliedstaat hat. Als Hauptflughafen müsse er den Verpflichtungen aus der Richtlinie im Hinblick auf die Gefahr der missbräuchlichen Ausnutzung seiner privilegierten Stellung bei der Entgeltfestsetzung unterliegen (Rs. C-176/09).

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EuGH: EU-Mitgliedstaat darf sich grundsätzlich Änderung von Namen in Personenstandsurkunden verschließen

Das Unionsrecht steht der Weigerung eines EU-Mitgliedstaates, Vor- und Nachnamen in Personenstandsurkunden zu ändern, nicht entgegen, sofern den Betroffenen daraus keine schwerwiegenden Nachteile erwachsen können. Dies stellt der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 12.05.2011 klar. Konkret ging es um die Weigerung eines litauischen Standesamtes, Namen in einer Geburts- und einer Heiratsurkunde so zu ändern, dass sie polnischen Schreibregeln entsprechen (Az.: C-391/09).

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Bundeskabinett beschließt schärfere Regeln im Kampf gegen Geldwäsche

Der Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung soll verschärft werden. Das Bundeskabinett hat am 11.05.2011 den Entwurf eines «Gesetzes zur Optimierung der Geldwäscheprävention» beschlossen. Das Bundesfinanzministerium spricht von einem «wesentlichen Baustein für die Integrität des Wirtschaftsstandorts und die Reputation der Marktakteure».

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KZ-Wachmann Demjanjuk zu fünf Jahren Haft verurteilt

In einem der letzten NS-Prozesse ist der frühere KZ-Wachmann John Demjanjuk wegen Beteiligung am Massenmord der Nazis zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Münchner Landgericht sprach den 91-Jährigen am Donnerstag der Beihilfe zum Mord an mindestens 28.060 Juden im Jahr 1943 im Vernichtungslager Sobibor schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft verlangt, die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

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Weitere Nachrichten

Bundesfamilienministerin verteidigt Flexi-Quote gegen Kritik der Oppositionsfraktionen

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat die mit 30 deutschen Dax-Unternehmen ausgehandelte Selbstverpflichtung zur Förderung von Frauen in Führungspositionen am 11.05.2011 vor dem Familienausschuss gegen die Kritik der Oppositionsfraktionen verteidigt. Schröder informierte den Ausschuss über die Ergebnisse des Treffens mit den Personalchefs der Unternehmen am 30.03.2011, an dem auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) teilgenommen hatten. In den Unternehmen werde der Handlungsbedarf in dieser Frage inzwischen erkannt, erklärte Schröder gegenüber dem Ausschuss laut einer Mitteilung der Bundestagspressestelle vom 11.05.2011.

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Finanzausschuss: Experten kritisieren Steuervereinfachungspläne der Regierung

An dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Steuervereinfachungsgesetzes (BT-Drs. 17/5125) ist in einer Anhörung des Bundestags-Finanzausschusses viel Kritik geübt worden. Die großen deutschen Wirtschaftsverbände, darunter der Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), bemängeln, dass der Entwurf zu wenige Entlastungen beziehungsweise Steuervereinfachungen für Unternehmen enthält. In der Kritik stand zudem die geplante Anhebung des jährlichen Arbeitnehmer-Pauschbetrages, die mehreren Sachverständigen zu gering ist. Auch die Regelung, wonach Steuerpflichtige ihre Steuerklärung in Zukunft nur alle zwei Jahre statt jedes Jahr abgeben können sollen, fand nicht die Zustimmung der gehörten Experten.

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Gesetzentwurf: Regierung will Soziales Entschädigungsrecht in West und Ost vereinheitlichen

Für alle Berechtigten nach dem Sozialen Entschädigungsrecht soll ein einheitliches Leistungsniveau in ganz Deutschland sichergestellt werden. Wie der Pressedienst des Bundestages mitteilt, hat der Ausschuss für Arbeit und Soziales am 11.05.2011 mit der Mehrheit der Stimmen bei Stimmenthaltung der Linken und der Grünen dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bundesversorgungsgesetzes und anderer Vorschriften (BT-Drs. 17/5311) zugestimmt.

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Kontrollzentrum für Straftäter in Hessen geplant

In Hessen soll ein nationales Datenkontrollzentrum für entlassene Straftäter entstehen. Das Justizministerium in Wiesbaden bestätigte am 12.05.2011 auf dpa-Anfrage, dass auf der Justizministerkonferenz Mitte Mai in Halle ein entsprechender Vorstoß gemacht werden soll. Dabei gehe es unter anderem um Täter, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BeckRS 2011, 50108) aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden müssen. Sie sollen dann unter anderem mit elektronischen Fußfesseln überwacht werden. Die Daten sollen in dem Kontrollzentrum in Wiesbaden zusammenlaufen.

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Hessen ist für Sicherungsverwahrte aus anderen Ländern gewappnet

Hessen ist nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts bereit, auch Sicherungsverwahrte aus anderen Bundesländern unterzubringen. Das Land könne eine entsprechende Einrichtung bauen und Straftäter aus anderen Regionen nach ihrer Haft aufnehmen, sagte Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) gegenüber der Presse. «Ich halte nichts davon, wenn alle Länder nur ihre Täter loswerden wollen.» Hahn will seinen Länderkollegen in der kommenden Woche einen entsprechenden Vorschlag machen.

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VG Gelsenkirchen: Keine Bedenken gegen Umbau einer Gehörlosenschule zur Erstunterbringungseinrichtung für Asylbewerber in Dortmund

Eine ehemalige Gehörlosenschule in Dortmund soll nach einem Umbau als Erstunterbringungseinrichtung für Asylbewerber genutzt werden. Der Antrag von Nachbarn auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gegen diese Einrichtung wurde nun von der Zehnten Kammer des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen per Beschluss vom 05.05.2011 abgelehnt. Die Kammer ließ offen, ob die Baugenehmigung rechtmäßig sei, da jedenfalls kein Eingriff in geschützte Rechtspositionen der Antragsteller vorliege (Az.: 10 L 358/11).

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Europaparlament gibt grünes Licht für gemeinsames Register für Lobbyisten und andere Interessenvertreter

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben am 11.05.2011 den Plänen für ein gemeinsames Register von Parlament und Kommission für Lobbyisten und andere Interessengruppen gestimmt. Sie forderten laut einer Mitteilung der Pressestelle des Europäischen Parlaments vom selben Tag auch die Einführung eines «legislativen Fußabdrucks» und die Teilnahme des Ministerrats am Register.

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BGH bestätigt Verurteilung von Mutter und Tochter wegen Ermordung des Ehemannes

Eine Mutter und ihre Tochter sowie der Freund der Tochter müssen wegen Mordes an dem Ehemann der Mutter in Haft. Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 03.05.2011 ein Urteil des Landgerichts Stuttgart bestätigt, das gegen die Mutter und den Freund eine lebenslange Freiheitsstrafe und gegen die Tochter eine sechsjährige Jugendstrafe verhängt hatte. Der Freund hatte das gewalttätige und tyrannische Opfer mit einem Messerstich in den Hals getötet, nachdem Mutter und Tochter es zuvor mit von dem Freund erhaltenen Diazepam-Tabletten handlungsunfähig gemacht hatten (Az.: 1 StR 140/11).

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BGH: Kein Rechtsmissbrauch bei Antrag auf Gewährung von PKH für eine Klage auf Aufhebung einer Scheinehe

ZPO §§ 114, 115, 118

Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für eine Klage auf Aufhebung der mit einem Ausländer zum Zwecke der Erlangung eines Aufenthaltstitels eingegangenen Scheinehe ist nicht rechtsmissbräuchlich. Eine Partei, die rechtsmissbräuchlich die Ehe geschlossen und hierfür ein Entgelt erhalten hat, trifft grundsätzlich die Pflicht, hiervon Rücklagen zu bilden, um die Kosten eines Eheaufhebungsverfahrens finanzieren zu können. Die Behauptung der Partei, das für die Eingehung einer Scheinehe versprochene Entgelt nicht erhalten zu haben, ist dem Gericht auf Verlangen glaubhaft zu machen. 

BGH, Beschluss vom 30.03.2011 - XII ZB 212/09, BeckRS 2011, 08818

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May 13, 2011, 11:08:03 AM5/13/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 13. Mai 2011

Top-Meldungen

BAG kippt Kündigung eines NPD-Mitglieds

Das Bundesarbeitsgericht hat die Kündigung eines Staatsdieners mit NPD-Parteibuch für unwirksam erklärt. Der Verwaltungsangestellte aus Baden-Württemberg sei von seinem Arbeitgeber abgemahnt worden. Danach habe er keine aktiven verfassungsfeindlichen Betätigungen mehr ausgeübt, die seine Entlassung rechtfertigten, urteilten die obersten Arbeitsrichter am 12.05.2011 (Az.: 2 AZR 479/09).

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BVerwG: Kindergeld für Geschwister nicht als Einkommen anrechenbar

Bei der Berechnung des jugendhilferechtlichen Kostenbeitrags ist das Kindergeld, das für die Geschwister des untergebrachten Kindes gezahlt wird, nicht zum Einkommen der Eltern zu zählen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden und damit die Entscheidungen der Vorinstanzen im Ergebnis bestätigt (Urteil vom 12.05.2011, Az.: 5 C 10.10).

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EU-Richter stärken Klagerecht von Umweltverbänden

Umweltverbände machen ihre Bedenken oft laut und deutlich publik. Vor Gericht aber haben sie in Deutschland bislang nur wenige Rechte. Doch nun hat ihnen der Europäische Gerichtshof den Rücken gestärkt. Er hat am 12.05.2011 entschieden, dass Umweltverbände im Interesse der Allgemeinheit gegen Projekte mit Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur vor Gericht ziehen können müssen (Az.: C-115/09).

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EuGH: Nationale Regulierungsbehörden dürfen sich Einzelnen gegenüber trotz fehlender Übersetzung in EU-Amtsblatt auf Marktanalyse-Leitlinien beziehen

Eine nationale Regulierungsbehörde darf einem Telekommunikationsbetreiber bestimmte Verpflichtungen unter Bezugnahme auf die Leitlinien der Kommission zur Marktanalyse und Ermittlung beträchtlicher Marktmacht nach dem gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste auch dann auferlegen, wenn diese Leitlinien im Amtsblatt der Europäischen Union nicht in der Sprache des fraglichen Mitgliedstaats veröffentlicht worden sind, obwohl diese Sprache eine Amtssprache der EU ist. Dies hat der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 12.05.2011 in einem Vorabentscheidungsverfahren entschieden. Der EuGH begründet dies damit, dass den Einzelnen mit den Leitlinien keine Verpflichtungen auferlegt würden (Rs. C-410/09).

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Ergebnisse der 138. Sitzung des Arbeitskreises «Steuerschätzungen» liegen vor

In Fulda hat vom 10. bis 12.05.2011 die 138. Sitzung des Arbeitskreises «Steuerschätzungen» stattgefunden, deren Ergebnisse das Bundesfinanzministerium am 12.05.2011 vorgestellt hat. Geschätzt wurden die Steuereinnahmen für die Jahre 2011 bis 2015. Die Schätzung aktualisiere den Eckwertebeschluss des Kabinetts vom 16.03.2011 zum Bundeshaushalt 2012 und zum Finanzplan bis 2015. Trotz verbesserter Aussichten sei aber weiterhin eine konsequente Fortsetzung des Konsolidierungskurses vorgesehen, erläuterte das Bundesfinanzministerium die Ergebnisse.

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Weitere Nachrichten

EuGH: Zwingendes Näherungsverbot bei häuslicher Gewalt ohne Berücksichtigung des Opferwillens kein Verstoß gegen EU-Recht

Die Frage, ob ein Opfer häuslicher Gewalt die Möglichkeit haben muss, sich für die sofortige Wiederaufnahme des Zusammenlebens mit seinem Angreifer zu entscheiden, liegt außerhalb des Anwendungsbereichs des Rahmenbeschlusses 2001/220/JI über die Stellung des Opfers im Strafverfahren. Diese Auffassung vertritt die Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs Juliane Kokott in ihren Schlussanträgen vom 12.05.2011. Ein nationales Näherungsverbot als zwingende Nebenstrafe in Fällen häuslicher Gewalt verstoße deshalb nicht gegen EU-Recht. Allerdings müsse das nationale Gericht den Standpunkt des Opfers bei der Bemessung der Dauer eines im nationalem Recht vorgesehenen Näherungsverbots berücksichtigen können (Rs. C-483/09 und C-1/10).

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OVG Niedersachsen: Klagen gegen Umweltzone in Hannover auch in der Berufungsinstanz erfolglos

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Einrichtung der Umweltzone in Hannover als rechtmäßig anzusehen ist. Die Berufungen zweier Kläger gegen entsprechende Urteile des Verwaltungsgerichts Hannover vom 21.04.2009 (BeckRS 2009, 33214) sind damit erfolglos geblieben. Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht hat der Senat in beiden Verfahren nicht zugelassen (Urteile vom 12.05.2011; Az.: 12 LC 139/09 und 12 LC 143/09).

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OLG Schleswig bestätigt Haftungsprivileg des Landwirts für Schäden durch Nutztiere

Ein Landwirt kann das Privileg bei der Haftung von Schäden für Nutztiere in Anspruch nehmen, und muss für einen von einem Jungrind verursachten Schaden nicht aufkommen. Dies gilt auch dann, wenn das Rind in Panik ausbrach und der Zaun nicht ordnungsgemäß installiert war, sofern das Rind auch bei einem vorschriftsmäßigen Zaun hätte entweichen können. Voraussetzung für die Privilegierung ist aber, dass der Landwirt nicht sorgfaltswidrig handelte, indem er dem Rind Freilauf auf einer umzäunten Fläche gewährte. Dies hat das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht entschieden (Urteil vom 20.04.2011, Az.: 7 U 13/08). Das OLG hatte die Frage im Vorfeld dem BGH vorgelegt, der befunden hatte, das Nutztierprivileg des BGB sei verfassungsgemäß (NZV 2010, 135).

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EU-Kommission fordert von Dänemark Erklärung zu geplanten Grenzkontrollen

Grenzkontrollen im Schengen-Raum dürfen derzeit nur durchgeführt werden, wenn eine schwerwiegende Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder inneren Sicherheit vorliegt. Deshalb hat die EU-Kommission von Dänemark eine Erklärung zur angekündigten Wiedereinführung von Grenzkontrollen gefordert. Auf dieser Grundlage wird die Kommission prüfen, ob diese Kontrollen gegen geltendes EU-Recht verstoßen.

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VG Berlin: Ablegen der theoretischen Fahrprüfung auf Tamilisch nicht möglich

Eine theoretische Fahrerlaubnisprüfung kann in Deutschland nicht auf Tamilisch abgelegt werden. Das Verwaltungsgericht Berlin hat deshalb einen Eilantrag einer aus Sri Lanka stammenden Antragstellerin mit Beschluss vom 09.05.2011 zurückgewiesen. Tamilisch sei seit Anfang 2011 nicht mehr im Sprachenkatalog der Anlage 7 zur Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) als zulässige Fremdsprache vorgesehen. Das VG sah in der Änderung des Katalogs auch keinen Verstoß gegen das Vertrauensschutzgebot. Die Antragstellerin habe mit der Änderung rechnen müssen und hätte sich darauf einstellen können (Az.: 11 L 142.11).

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Verfahren zum Finanzausgleich zwischen Simmern und dem Land Rheinland-Pfalz ausgesetzt

Der Rechtsstreit zwischen der Stadt Simmern und der Verbandsgemeinde Simmern gegen das Land Rheinland-Pfalz, in dem die Kommunen eine Erhöhung ihrer Schlüsselzuweisungen B 2 nach dem Landesfinanzausgleichsgesetz geltend machen, wird ausgesetzt. Dies hat das Verwaltungsgericht Koblenz beschlossen (Beschluss vom 21.04.2011, Az.: 1 K 960/10.KO).

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Studie: Bulgaren vertrauen Justiz und Polizei wenig

Die Bulgaren haben wenig Vertrauen in Justiz und Polizei. Mit 18,7 Prozent beurteilt weniger als ein Fünftel der Menschen in dem Balkanland seine Rechtsprechung als gut. Deutlich weniger als die Hälfte (43,6 Prozent) schätzen die Polizei positiv ein. Damit nimmt Bulgarien kontinuierlich den letzten Platz unter den EU-Staaten ein, wie eine am 11.05.2011 in Sofia veröffentlichte Studie des Zentrums zur Erforschung der Demokratie (ZID) zeigt.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BAG: Außerordentliche Kündigung nach missbräuchlicher Verwendung produktbezogener Gutscheine

BGB § 626; ZPO § 138

Eine strafbare Handlung zulasten des Arbeitgebers bei einem privaten Einkauf kann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Eine Abmahnung kann bei Erkennbarkeit der Schwere der Pflichtverletzung und einem Ausnutzen geringer Überwachungsmöglichkeiten entbehrlich sein. Eine rechtswidrige Videoüberwachung schließt die Berücksichtigung unstreitiger Tatsachen, die aus einer anderen Informationsquelle ohne Rechtsverstoß gewonnen wurden, im Prozess nicht aus.

BAG, Urteil vom 16.12.2010 - 2 AZR 485/08 (LAG Sachsen-Anhalt), BeckRS 2011, 71010

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May 16, 2011, 11:17:21 AM5/16/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 16. Mai 2011

Top-Meldungen

Internationaler Strafgerichtshof beantragt Haftbefehl gegen Gaddafi

Knapp drei Monate nach dem Ausbruch der Unruhen in Libyen hat der oberste Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) jetzt Haftbefehl gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi beantragt. Auch dessen Sohn Saif al-Islam sowie Geheimdienstchef Abdullah Senussi sollen festgenommen werden und sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem «Weltstrafgericht» verantworten, verlangte der argentinische Staatsanwalt Luis Moreno-Ocampo am 16.05.2011 in Den Haag. Bundesaußenminister Guido Westerwelle begrüßte den Antrag.

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FG Köln: Finanzamt darf angekaufte Steuer-CD verwerten

Es bestehen keine ernstlichen Zweifel daran, dass die Finanzverwaltung angekaufte ausländische Bankdaten bei der Besteuerung verwenden darf. Dies hat das Finanzgericht Köln mit jetzt veröffentlichtem Beschluss vom 15.12.2010 (Az.: 14 V 2484/10 ) entschieden und damit als erstes Finanzgericht die Verwertung angekaufter ausländischer Bankdaten im Besteuerungsverfahren bestätigt. Das Gericht stützt sich insbesondere auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 09.11.2010 (NStZ 2011, 103), nach der entsprechende Informationen im Steuerstrafverfahren verwertbar sind und Ermittlungen der Steuerfahndung rechtfertigen können.

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VGH Mannheim: Bordellbetreiber darf zu Vergnügungsteuer herangezogen werden

Der Betreiber eines Bordells darf als Veranstalter zur Zahlung von Vergnügungsteuer herangezogen werden, wobei der Steuerbemessung die gesamte Veranstaltungsfläche inklusive Kontakthof und Café zugrunde zu legen ist. Das hat der für das kommunale Abgabenrecht zuständige Zweite Senat des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim in einem jetzt bekannt gegebenen Urteil vom 23.02.2011 entschieden und klargestellt, dass nicht die einzelnen Prostituierten Steuerschuldner sind, sondern der Betreiber, dem als Unternehmer auch die entsprechenden Einnahmen zuflössen (Az.: 2 S 196/10).

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Regierungskoalition will Patientenrechte stärken und Transparenz schaffen

Die Regierungskoalition hat vereinbart, den Schutz der Patienten zu verbessern und Patientenrechte durch eine gesetzliche Regelung verständlich und nachvollziehbar zu machen. Das Gesetz wird gemeinsam vom Bundesministerium der Justiz und vom Bundesministerium der Gesundheit unter Beteiligung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung vorbereitet. Anlässlich einer dazu am 16.05.2011 im Bundesjustizministerium stattfindenden Verbändeanhörung äußerte sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erstmals zu ihren Plänen für eine gesetzliche Regelung, mit Hilfe derer Patientenrechte transparent und nachvollziehbar werden sollen, so dass Arzt und Patient sich in Zukunft auf Augenhöhe begegnen können.

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Richter und Anwälte demonstrieren in Koblenz gegen geplante Gerichts-Zusammenlegung

Richter und Anwälte in schwarzen Roben haben am 13.05.2011 in Koblenz gegen die Sparpläne der rot-grünen Landesregierung von Rheinland-Pfalz protestiert. In der Innenstadt gingen mehrere hundert Juristen und Bürger gemeinsam mit Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig (SPD) auf die Straße. Die Demonstration richtete sich gegen den Plan der neuen Koalitionsregierung, die beiden Oberlandesgerichte und Generalstaatsanwaltschaften des Landes im pfälzischen Zweibrücken zusammenzuführen - zulasten des Justizstandorts Koblenz.

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Weitere Nachrichten

FG Münster: Kommunen dürfen Kindergeld für behinderte Kinder bei berücksichtigungsfähigen eigenen Betreuungsleistungen der Eltern nicht «abzweigen»

Der Zwölfte Senat des Finanzgerichts Münster hat mit einer am 16.05.2011 veröffentlichten Entscheidung vom 25.03.2011 weitere Grundsätze aufgestellt, wann Kommunen, die Sozialleistungen an behinderte Kinder erbringen, berechtigt sind, im Wege der Abzweigung anstelle der Eltern die Zahlung des Kindergeldes an sich selbst zu verlangen. Danach ist den Eltern das Kindergeld zu belassen, sofern sie selbst für ihr behindertes Kind Aufwendungen zumindest in Höhe des monatlichen Kindergeldes erbringen. In die Berechnung seien auch deren eigene Betreuungsleistungen für das Kind einzubeziehen. Dies setze aber voraus, dass die Notwendigkeit der Betreuung und deren Durchführung nicht nur pauschal behauptet, sondern konkret dargelegt und glaubhaft gemacht würden (Az.: 12 K 2057/10 Kg).

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BMF-Schreiben zur vorläufigen Steuerfestsetzung bei anhängigen Musterverfahren aktualisiert

Das Bundesministerium der Finanzen hat seine Verwaltungsanweisung zur vorläufigen Steuerfestsetzung bei anhängigen Musterverfahren anlässlich eines Urteils des Bundesfinanzhofes vom 30.09.2010 (BeckRS 2010, 24004205) aktualisiert. Das Gericht hatte klargestellt, dass eine nach § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 AO vorläufig festgesetzte Steuer auch dann geändert werden kann, wenn der BFH oder das Bundesverfassungsgericht eine Norm verfassungskonform auslegt. Das Bundesfinanzministerium hält es in seinem Schreiben vom 16.05.2011 deshalb nicht mehr für erforderlich, die Vorläufigkeitsvermerke grundsätzlich auch auf § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 AO zu stützen (Az.:IV A 3 - S 0338/07/10010).

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Hilfe für Portugal nimmt parlamentarische Hürde im Bundestag

Der Bundestag hat den Weg für eine wirksame Unterstützung Portugals durch die Europäische Union und den Internationalen Währungsfonds (IWF) frei gemacht. Das Parlament hat die Bundesregierung aufgefordert, dem Hilfsvorschlag der Europäischen Kommission zuzustimmen, wie die Bundesregierung am 13.05.2011 mitteilt.

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VG Berlin: Aktionstag der Initiative «STOPPT K21» ist eine Versammlung

Die Veranstaltung der Initiative «STOPPT K21» vom 14.05.2011 auf der Kastanienallee im Prenzlauer Berg ist als Versammlung zu bewerten. Weder die Einbindung von Musikgruppen noch die Kooperation mit Rundfunk- und Fernsehanstalten steht dem entgegen. Dies hat das Verwaltungsgericht Berlin am 11.05.2011 in einem Eilverfahren entschieden (Az.: VG 1 L 148.11). Gegen den Beschluss ist die Beschwerde an das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zulässig.

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Ab Juni 2011 gilt Mindestlohn im Wach- und Sicherheitsgewerbe

Ab dem 01.06.2011 haben alle rund 170.000 Beschäftigten des Wach- und Sicherheitsgewerbes Anspruch auf einen Mindestlohn, dessen Höhe regional unterschiedlich ausfällt. Zudem ist eine stufenweise Anhebung geplant. Die zugrunde liegende Mindestlohnverordnung läuft zunächst bis zum 31.12.2013. Dies teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 13.05.2011 mit.

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Europäische Konferenz der Bundesrechtsanwaltskammer: Ethikkodex für Rechtsanwälte erforderlich?

Vertreter von Anwaltsorganisationen aus mehr als 20 Ländern haben am 13.05.2011 auf der achten Europäischen Konferenz der Bundesrechtsanwaltskammer in Berlin über anwaltliche Ethik diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob zusätzlich zu den berufsrechtlichen Regelungen ein Ethikkodex für Rechtsanwälte erforderlich ist. Der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer Axel C. Filges begrüßte den Blick über den nationalen Tellerrand als anregend für die deutsche Debatte. «Wir werden dabei zu bedenken haben, dass wir die Freiheit der Berufsausübung sicherstellen müssen, ohne die anwaltlichen Standards zu gefährden.»

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Nationale Plattform Elektromobilität übergibt zweiten Bericht an die Bundesregierung

Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) hat am 16.05.2011 ihren zweiten Bericht an die Bundesregierung übergeben, in dem sie der Bundesregierung Empfehlungen für ihre künftige Politik im Bereich Elektromobilität ausspricht. Wie die Pressestelle des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung jetzt mitteilt, wird die Bundesregierung als Antwort darauf am 18.05.2011 ein neues «Regierungsprogramm Elektromobilität» verabschieden, das die von staatlicher Seite geplanten Maßnahmen umfassend darstellt.  Das Programm soll dazu beitragen, dass Deutschland dem Ziel näher kommt, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen.

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Zwei neue Richter für den BGH

Der Bundesgerichtshof hat zwei neue Richter. Richterin am Oberlandesgericht Karlsruhe Eva Menges (41) tritt in den Dritten Strafsenat des BGH ein, der für Revisionen aus den Bezirken der OLG Celle, Düsseldorf und Oldenburg sowie für Staatsschutzstrafsachen und für Strafsachen nach dem Außenwirtschaftsgesetz zuständig ist. Der 49-jährige Andreas Quentin, bisher Richter am OLG Nürnberg, wurde dem Vierten Strafsenat des BGH zugewiesen. Dieser ist neben Revisionen aus den Bezirken Hamm, Naumburg, Rostock, Saarbrücken und Zweibrücken für Revisionen in Verkehrsstrafsachen zuständig.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

AG Bremen: Verjährung des Schadensersatzanspruchs des Vermieters gegenüber dem lärmenden Mieter

BGB §§ 280, 548

Der Schadensersatzanspruch des Vermieters gegenüber dem „lärmenden“ Mieter in Höhe der berechtigten Mietminderungen anderer Mieter unterliegt nicht der kurzen Verjährungsfrist des § 548 BGB.

AG Bremen, Urteil vom 09.03.2011 - 17 C 105/10, BeckRS 2011, 8761

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May 17, 2011, 11:03:34 AM5/17/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 17. Mai 2011

Top-Meldungen

BVerfG: Nichtberücksichtigung von Mutterschutzzeiten bei Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes verfassungswidrig

Die Nichtanrechnung von Mutterschutzzeiten als Umlagemonate im Rahmen der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes nach der bis zum 31.12.2000 geltenden Satzung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) diskriminiert Mütter wegen ihres Geschlechts und verstößt deshalb gegen Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG. Dies hat das Bundesverfassungsgericht mit jetzt mitgeteiltem Beschluss vom 28.04.2011 auf eine Verfassungsbeschwerde hin entschieden. Als Folge des Verstoßes kann die Beschwerdeführerin nun verlangen, dass ihre Mutterschutzzeiten auf die Wartezeit angerechnet werden (Az.: 1 BvR 1409/10).

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BAG: Arbeitgeber muss Umfang des Urlaubsanspruchs in der Kündigungsfrist eindeutig festlegen

Die Erklärung eines Arbeitgebers, einen Arbeitnehmer unter Anrechnung auf dessen Urlaubsansprüche nach der Kündigung von der Arbeitsleistung freizustellen, ist nach den §§ 133, 157 BGB aus Sicht des Arbeitnehmers auszulegen. Die Erklärung muss für den Arbeitnehmer hinreichend deutlich erkennen lassen, in welchem Umfang der Arbeitgeber die Urlaubsansprüche des Arbeitnehmers erfüllen will, wobei Zweifel zu Lasten des Arbeitgebers gehen. Das hat das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 17.05.2011 entschieden und der Klage eines Arbeitnehmers auf Gewährung von Resturlaub stattgegeben (Az.: 9 AZR 189/10).

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LG Hamburg: Sharehoster muss nach Hinweisen auf illegale Uploads auch Linksammlungen prüfen

Hat ein Sharehoster Hinweise auf urheberrechtsverletzende Uploads erhalten, trifft ihn eine erhöhte Prüfpflicht, die sich auch auf gängige Linksammlungen erstreckt. Erfüllt er diese Prüfpflicht nicht, haftet er als Störer. Dies hat das Landgericht Hamburg mit jetzt mitgeteiltem Beschluss vom 02.03.2011 in einem Eilverfahren entschieden. Die auf Linksammlungen erweiterte Prüfpflicht gelte selbst dann, wenn die Prüfung nicht ausschließlich softwaregestützt möglich sei. Das Gericht sieht in der regelmäßigen Überprüfung einschlägiger Linksammlungen ein effektives Mittel, um Rechtsverletzungen zu verhindern oder zu unterbinden. Unzumutbar sei die softwaregestützte Prüfung nur dann, wenn sie unverhältnismäßige Kosten verursache (Az.: 308 O 458/10).

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LG Nürnberg-Fürth: Personaldienstleister geht erfolgreich gegen automatisch angelegtes Unternehmensprofil bei Internetdienst vor

Gegen ein automatisch angelegtes Unternehmensprofil im sozialen Karrierenetzwerk «Xing» hatte der Personaldienstleister Tintschl geklagt. Wie der Branchendienst «heise.de» am 16.05.2011 mitteilte, hat sich das Landgericht Nürnberg-Fürth der Ansicht des Unternehmens angeschlossen, Firmen bräuchten automatisch angelegte Unternehmensprofile in sozialen Netzwerken im Internet nicht hinzunehmen und hätten einen Löschungsanspruch. In konkreten Fall endete der Streit mit einem Vergleich.

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Euro: Hilfspaket für Portugal ist geschnürt

Die EU-Finanzminister haben dem Hilfspaket für Portugal zugestimmt. Die EU, der Internationale Währungsfonds und die Euro-Länder stellen gegen strenge Auflagen bis zu 78 Milliarden Euro zur Verfügung. Nach Griechenland und Irland ist Portugal das dritte Euro-Land, das die Hilfe des Euro-Rettungsschirms in Anspruch nehmen muss. Portugal hatte in letzter Zeit immer höhere Zinsen an den Kapitalmärkten bezahlen müssen, so dass die Zahlungsfähigkeit des Landes in Gefahr war. Wie die Pressestelle der Bundesregierung am 17.05.2011 berichtet, schlugen die Finanzminister darüber hinaus den Italiener Mario Draghi als neuen Präsidenten der Europäischen Zentralbank vor.

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Weitere Nachrichten

EuG: Kartellbuße von 59 Millionen Euro gegen Elf Aquitaine und Arkema France rechtmäßig

Die gegen Elf Aquitaine und Arkema France wegen Beteiligung an einem Kartell auf dem Markt für Natriumchlorat verhängte Geldbuße von 59 Millionen Euro ist aufrecht zu erhalten. Das hat das Gericht der Europäischen Union mit zwei Urteilen vom 17.05.2011 entschieden und die Klagen von Arkema France und Elf Aquitaine auf Nichtigerklärung der Entscheidung der Kommission, hilfsweise auf Herabsetzung der gegen sie verhängten Geldbußen abgewiesen (Az.: T-299/08 und T-343/08). Es sei insbesondere nicht fehlerhaft, wenn die Kommission die Muttergesellschaft (Elf Aquitaine) für die Zuwiderhandlung ihrer Tochtergesellschaft (Arkema France) verantwortlich mache.

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OLG München: Ehemaliger IM muss Bericht, Foto und Namensnennung im Internet hinnehmen

Ein ehemaliger Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (IM) muss es sich gefallen lassen, dass im Zusammenhang mit einem historischen Ereignis durch entsprechendes Bildmaterial und auch unter Namensnennung (Klarname und Deckname) im Internet über ihn berichtet wird. Dies hat das Oberlandesgericht München mit jetzt veröffentlichtem Urteil vom 14.12.2010 entschieden. Die erforderliche Güterabwägung ergebe, dass die Rechte des Beklagten, der sich auf die grundgesetzlich geschützte Meinungs-, Informations- sowie die Wissenschaftsfreiheit berufen kann, die Persönlichkeitsrechte des Klägers einschließlich seines Rechts am eigenen Bild überwiegen (Az.: 18 U 3097/09).

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OLG Oldenburg: Vorarbeiter haftet für Personenschäden nicht überwachter ungelernter Arbeiter beim Baumfällen

Lässt der verantwortliche Bauleiter grob fahrlässig zwei ungelernte Arbeiter mit der gefährlichen Tätigkeit des Baumfällens alleine, ohne sie ausführlich einzuweisen oder zu überwachen, so haftet er für Verletzungen durch das unkontrollierte Umstürzen eines Schornsteins, an dem ein Seilzug zum Zweck der Durchführung der  Baumfällarbeiten befestigt war. Das entschied das Oberlandesgericht Oldenburg in einem jetzt veröffentlichten Urteil vom 24.02.2011 (Az.: 1 U 33/10).

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LG München I: Staatsanwaltschaft legt Revision gegen Demjanjuk-Urteil ein

Das Verfahren gegen den früheren KZ-Wachmann John Demjanjuk geht in eine neue Runde. Nach dessen Verurteilung als NS-Verbrecher durch das Münchner Landgericht hat nun auch die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Zu den Gründen wollte sich die Behördensprecherin am 16.05.2011 nicht äußern. Zuerst werde man die schriftliche Urteilsbegründung des Gerichts abwarten.

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SAP soll nach Patentverletzung 345 Millionen Dollar an US-Softwarefirma zahlen

Für SAP kommt es doppelt hart: Vor kurzem wurde der deutsche Softwarekonzern wegen Datendiebstahls dazu verurteilt, eine Milliardensumme an den Erzrivalen Oracle überweisen und nun verhängt eine texanische Jury auch noch eine Strafe von 345 Millionen Dollar wegen der Verletzung eines Patents der weithin unbekannten US-Firma Versata Software. SAP erwägt, gegen das Urteil vorzugehen.

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Datenschützer Schaar warnt: Elektromobilität kann zu gläsernem Autofahrer führen

Anlässlich der Veröffentlichung des zweiten Berichtes der Nationalen Plattform Elektromobilität fordert der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, Aspekte des Datenschutzes bei der Elektromobilität frühzeitig zu berücksichtigen. Die neu entstehende Infrastruktur aus Ladesäulen, die Anbindung an intelligente Stromnetze sowie an elektronische Kommunikationsdienste dürfe nicht zu einer Kontrolle des Fahrverhaltens der Nutzer von Elektromobilen führen, erklärte er am 16.05.2011.

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Steuerberaterkongress fordert Steuerentlastung durch Steuervereinfachung

In seiner Eröffnungsrede beim Deutschen Steuerberaterkongress 2011 am 16.05.2011 in München hat der Präsident der Bundesteuerberaterkammer (BStBK), Horst Vinken, Steuerentlastung durch Steuervereinfachung gefordert. Der Weg der Steuervereinfachung müsse konsequent weiter gegangen werden, so Vinken. Die notwendige Haushaltskonsolidierung stehe dem nicht entgegen, erklärte er gegenüber der Presse.

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Bundesarbeitsministerium stellt SGB-II-Informationsplattform vor

Das Bundesarbeitsministerium hat am 16.05.2011 eine neue SGB-II-Informationsplattform ins Netz gestellt. Auf der Internetseite finden sich neben allgemeinen Erläuterungen zu zentralen Begriffen der Grundsicherung für Arbeitsuchende auch nützliche Informationen für spezielle Zielgruppen wie ältere Arbeitnehmer, Familien oder Menschen mit Migrationshintergrund. Ferner informiere die Seite über die Arbeitsleistungen der 430 Jobcenter in Deutschland und sorge so für mehr Transparenz in diesem Bereich, teilte das Ministerium mit.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

OLG Hamm: Inhalt des Testamentsvollstreckerzeugnisses bei einer Erbengemeinschaft, wenn nur ein Erbteil der Verwaltung unterliegt

BGB §§ 2207, 2209 S. 2, 2368 I 2

1. Hat der Erblasser Erbteilstestamentsvollstreckung für seine Enkelkinder bis zur jeweiligen Vollendung ihres 21. Lebensjahres angeordnet, so beschränkt sich die Verwaltungsbefugnis des für einen einzelnen Miterben berufenen Testamentsvollstreckers auf die Ausübung der Mitverwaltungsrechte des beschwerten Miterben in der Erbengemeinschaft.

2. Eine ergänzende Anordnung des Erblassers, der Testamentsvollstrecker dürfe auch Verbindlichkeiten für den Nachlass eingehen, führt zu keinem anderen Ergebnis. (Leitsätze des Gerichts)

OLG Hamm, Beschluss vom 18.02.2011 - 15 W 461/10, BeckRS 2011, 07315

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