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Jan 23, 2012, 10:25:23 AM1/23/12
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 23. Januar 2012

Top-Meldungen

Bundesjustizministerium legt Referentenentwurf für zweite Stufe der Insolvenzrechtsreform vor

Das Bundesjustizministerium hat einen Gesetzentwurf für die zweite Stufe der Insolvenzrechtsreform vorgelegt. Vorgesehen ist darin insbesondere eine Beschleunigung der Restschuldbefreiung, wie das Ministerium am 23.01.2012 mitteilt. Schuldner können danach künftig schon nach drei Jahren statt sechs Jahren von ihren Restschulden befreit werden, wenn sie mindestens ein Viertel der Forderungen erfüllen und die Verfahrenskosten bezahlen. Eine Verkürzung auf fünf Jahre soll möglich sein, wenn zumindest die Verfahrenskosten vollständig bezahlt werden.

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VG Karlsruhe: Eigenständiges Aufenthaltsrecht für ausländische Ehegatten nur nach dreijährigem Bestand der Ehe

Ausländische Ehegatten haben nach einer Neuregelung im Aufenthaltsgesetz erst dann ein eigenständiges Aufenthaltsrecht in Deutschland, wenn die Ehe im Bundesgebiet drei Jahre bestanden hat. Dies betont das Verwaltungsgericht Karlsruhe. Es hat mit Beschluss vom 23.01.2012 (Az.: 6 K 6/12) den Antrag einer Staatsbürgerin aus Bosnien-Herzegowina und ihrer minderjährigen Tochter abgelehnt, mit dem diese vorläufigen Rechtsschutz gegen die Ablehnung ihrer Anträge auf Erteilung/Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis begehrt hatten.

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VGH München: Bebauungsplan «Richard-Wagner-Museum» der Stadt Bayreuth bleibt vollziehbar

Der Bebauungsplan Nr. 6/10 «Richard-Wagner-Museum» der Stadt Bayreuth wird nicht außer Vollzug gesetzt. Damit kann er Grundlage für bauaufsichtliche Genehmigungen sein, wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München zu dem vorläufigen Rechtsschutzverfahren mitteilt. Einen beachtlichen Abwägungsfehler bei der Aufstellung des Bebauungsplans verneinten die Richter. Insbesondere lasse sich ein solcher nicht daraus herleiten, dass der Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs in die Bauleitplanung eingeflossen sei (Beschluss vom 12.01.2012, Az.: 2 NE 11.2623, unanfechtbar).

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Weitere Nachrichten

Schlecker reicht Insolvenzantrag ein

Die Drogeriekette Schlecker hat am 23.01.2012 Planinsolvenz beim Amtsgericht Ulm beantragt. «Bei uns ist ein unterzeichnetes Fax eingegangen, im Laufe des Vormittags wird der Antrag im Original eingehen», sagte ein Sprecher des Gerichts. Bereits das Fax gelte aber als «vollwirksamer Antrag».

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Spiegel»: Verfassungsschutz beobachtet 27 Linke-Bundestagspolitiker

Der Verfassungsschutz beobachtet nach «Spiegel»-Informationen 27 Bundestagsabgeordnete der Linken, darunter Fraktionschef Gregor Gysi und Parteichefin Gesine Lötzsch. Hinzu kämen elf Mitglieder der Linksfraktionen verschiedener Landtage, berichtet das Magazin. Im Visier des Geheimdienstes seien nicht nur Mitglieder des radikalen Flügels, sondern auch viele Realos und fast die gesamte Führungselite – auch Vize-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorstand Dietmar Bartsch und Fraktionsgeschäftsführerin Dagmar Enkelmann.

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SPD will Wulff-Regierung wegen Parlamentstäuschung verklagen

Die SPD in Niedersachsen wird in der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff den Staatsgerichtshof des Landes einschalten. Der ehemalige niedersächsische Innenminister Heiner Bartling will die Regierung des früheren Ministerpräsidenten Wulff wegen Verletzung der Auskunftspflicht und Täuschung des Parlamentes verklagen.

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Friedrich: Nachträgliche Sicherungsverwahrung muss möglich sein

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die Reformpläne von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zur Sicherungsverwahrung für Schwerstverbrecher kritisiert. «Es fehlt das Instrument der nachträglichen Sicherungsverwahrung», sagte der CSU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. «Wenn sich erst im Laufe der Haft herausstellt, dass die Sicherungsverwahrung für einen Straftäter erforderlich ist, dann muss es auch möglich sein, die Sicherungsverwahrung anzuordnen.»

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Friedrich sieht nach Neonazi-Morden bislang keine Pannen im Bund

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht bislang keine Anzeichen für Pannen auf Bundesebene bei den Ermittlungen zu den Neonazi-Morden. «Ich habe momentan keinen Anhaltspunkt für ein offensichtliches Versagen von Bundesbehörden», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Die Aufarbeitung sei aber noch nicht abgeschlossen. «Wir werden die Untersuchungen intensiv fortsetzen und dann klarer sehen.» Am 26.01.2012 will der Bundestag einen Untersuchungsausschuss beschließen, um zu klären, warum die Sicherheitsbehörden die Rechtsterroristen nicht im Visier hatten.

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Beratung über Netzsperren-Gesetze im US-Kongress verzögert

Die Gegner einer härteren Internet-Regulierung in den USA sind nach ihrem Protesttag weiter obenauf: Am 20.01.2012 verschoben beide Kammern des US-Kongresses geplante Vorabstimmungen über ihre jeweiligen Gesetzentwürfe, die im Kampf gegen Raubkopien auch Netzsperren vorsehen. Zunächst hatte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, ein für den 24.01.2012 geplantes Votum zum PIPA-Gesetz (Protect IP Act) auf Eis gelegt. Später kündigte der Hauptinitiator des entsprechenden SOPA-Gesetzes (Stop Online Piracy Act) im Abgeordnetenhaus eine Überarbeitung an.

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Anwälte sehen neue Chancen im Telekom-Prozess

Die juristische Schlacht um den umstrittenen dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG geht weiter. Vor der mündlichen Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am 25.01.2012 zeigten sich die Anwälte des Musterklägers zuversichtlich, doch noch eine Verurteilung des ehemaligen Staatskonzerns erreichen zu können. Grund seien Erweiterungen der vom Gericht zwingend zu behandelnden Rechtsfragen, erklärte Rechtsanwalt Andreas Tilp am 20.01.2012 in Frankfurt. Ein Urteil ist am 17. Verhandlungstag nicht vorgesehen.

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Söder will Zahlungen in Länderfinanzausgleich einfrieren

Bayern trägt inzwischen mehr als die Hälfte des bundesweiten Länderfinanzausgleichs allein und fordert eine grundlegende Reform. Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte der Tageszeitung «Die Welt» (Ausgabe vom 20.01.2012), die Schmerzgrenze sei überschritten: «Unsere Solidarität kann nicht überbeansprucht werden.» Die Zahlungen in den Ausgleichstopf müssten bis 2019 eingefroren werden. Dann muss die Umverteilung zwischen finanzstarken und -schwachen Ländern ohnehin neu geregelt werden, weil der Solidarpakt ausläuft.

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Billig-Silikon: Gericht verurteilt Allianz zu Schadenersatz

Im Skandal um französische Billig-Brustimplantate gibt es ein erstes Urteil. Ein Gericht in Avignon verurteilte nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP den Versicherer des insolventen Herstellers PIP zu 4.000 Euro Schadenersatz. Der Richter gab damit der Klage einer 31-jährigen Betroffenen statt, der ein PIP-Silikonkissen eingepflanzt worden war. Eine Sprecherin der Allianz-Versicherung in Paris konnte die Angaben zum Urteil am 20.01.2012 auf Nachfrage zunächst weder bestätigen noch dementieren.

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BGH bestätigt Urteil wegen Mordes an 19-jährigem Iraker in Leipzig

Das auf 13 Jahre Freiheitsstrafe und anschließende Sicherungsverwahrung lautende Urteil des Leipziger Landgerichts wegen des Mordes an einem 19-jährigen Iraker in Leipzig ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten durch Beschluss vom 10.01.2012 als unbegründet verworfen (Az.: 5 StR 490/11).

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Zeitung: SPD legt Gesetz gegen Abgeordneten-Bestechung vor

Die SPD will nach einem Zeitungsbericht die Strafbarkeit von Abgeordneten-Bestechung verschärfen und dazu einen Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen. Er sieht bis zu fünf Jahren Haft für einen Parlamentarier vor, der daran verdient oder sich einen Vorteil versprechen lässt, indem er sein Mandat auf Weisung eines Auftraggebers ausübt. Das Papier lag den «Stuttgarter Nachrichten» (Ausgabe vom 23.01.2012) vor.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BGH: Kein vollständiger Ausschluss des Rechts zur außerordentlichen Kündigung für privaten Krankenversicherer

BGB § 314 I; VVG § 206 I 1

§ 206 VVG ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes teleologisch dahin zu reduzieren, dass nur eine außerordentliche Kündigung eines privaten Krankenversicherungsvertrages durch den Versicherer wegen Prämienverzugs des Versicherungsnehmers ausgeschlossen wird, nicht aber eine Kündigung wegen sonstiger schwerer Vertragsverletzungen, sofern die Voraussetzungen des § 314 BGB vorliegen.

BGH, Urteil vom 07.12.2011 - IV ZR 50/11 (OLG Celle), BeckRS 2012, 00612

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Jan 24, 2012, 10:18:17 AM1/24/12
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 24. Januar 2012

Top-Meldungen

EuGH: Urlaubsanspruch darf nicht von Mindestarbeitszeit abhängen

Arbeitnehmer haben auch dann Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub, wenn sie während des gesamten Bezugszeitraums krankgeschrieben waren. Wie der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 24.01.2012 entschieden hat, darf der Jahresurlaubsmindestanspruch nicht von einer effektiven Mindestarbeitszeit abhängig gemacht werden. Dies verstieße gegen Art. 7 Abs. 1 der Arbeitszeitrichtlinie 2003/88/EG (Az.: C-282/10).

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Experten beurteilen Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzmarktes überwiegend positiv

Die im Rahmen des Zweiten Finanzmarktstabilisierungsgesetzes (BT-Drs. 17/8343) geplanten Maßnahmen finden weitgehend Zustimmung bei Experten und Verbänden. Dies teilt die Pressestelle des Deutschen Bundestages nach der öffentlichen Anhörung des Haushaltsausschusses am 23.01.2012 mit. Der Gesetzentwurf setzt auf ein Paket vertrauensbildender Garantien, um die Stabilität des Bank- und Finanzsystems zu sichern.

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Koalition bereitet zweites Steuervereinfachungspaket vor

Die schwarz-gelbe Koalition bereitet ein zweites Paket für Steuervereinfachungen vor. Nach den 2011 auf den Weg gebrachten Erleichterungen für Bürger geht es in einem zweiten Schritt vor allem um Steuervereinfachungen für Betriebe, wie Vertreter von Union und FDP am 23.01.2012 in Berlin bestätigten. Am 26.01.2012 will Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dem Vernehmen nach mit Koalitionsvertretern mögliche Änderungen ausloten.

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Weitere Nachrichten

AG München: Versicherung übernimmt Schaden aus Einbruchsdiebstahl nur bei Einreichen einer Stehlgutliste

Nach einem Einbruchsdiebstahl wird die Versicherung von ihrer Verpflichtung zur Leistung frei, wenn derjenige, der Ersatzansprüche aus einem behaupteten Einbruch bei seiner Versicherung geltend macht, nicht unverzüglich eine Stehlgutliste bei der Polizei einreicht. Dies hat das Amtsgericht München in einem Urteil vom 24.06.2010 entschieden (Az.: 113 C 7440/10, rechtskräftig).

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Zentraljustiz für Auslandseinsätze der Bundeswehr soll in Kempten eingerichtet werden

Straftaten von Soldaten im Auslandseinsatz sollen künftig von einer zentralen Staatsanwaltschaft in Kempten im Allgäu verfolgt werden. Das geht aus einem Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums hervor, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Zuvor waren Potsdam und Leipzig als Standorte im Gespräch.

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LSG Sachsen-Anhalt: Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung gerichtlich überprüfbar

Wenn die gesetzliche Krankenkasse Zusatzbeiträge erhebt, kann der Versicherte dagegen klagen. Die Kontrolle der formellen Voraussetzungen und der Höhe der Zusatzbeiträge ist nicht den Aufsichtsbehörden vorbehalten. Dies stellt das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt mit Beschluss vom 08.11.2011 klar (Az.: L 10 KR 33/11 B ER, rechtskräftig).

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BGH bestätigt lebenslange Haft plus Sicherungsverwahrung für Doppelmörder von Bodenfelde

Das Urteil des Landgerichts Göttingen gegen den Doppelmörder von Bodenfelde ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe und die Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus und in der Sicherungsverwahrung mit Beschluss vom 11.01.2012 bestätigt (Az.: 5 StR 491/11).

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VG Berlin: Wohnungsvermietung für mehrere Monate keine genehmigungsbedürftige «Beherbergung»

Das Bezirksamt Mitte von Berlin durfte die Nutzung von Wohnungen in der Wilhelmstraße nicht mit der Begründung untersagen, es handele sich hierbei um «Ferienwohnungen» und damit um einen nicht genehmigten Beherbergungsbetrieb. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin mit Beschluss vom 23.01.2012 in einem Eilverfahren entschieden. Die bestehenden Mietverträge umfassten eine Nutzungsdauer von drei bis acht Monaten. Hoteltypische Dienstleistungen würden nur in einem eingeschränkten Umfang erbracht. Die Vermietung habe daher nicht das Gepräge einer Beherbergungsstätte, so das Gericht (Az.: VG 19 L 294.11).

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Spanische Vergangenheitsbewältigung: Prozess gegen «Tyrannen-Jäger» Garzón

Für die Verbrechen der Franco-Diktatur (1939 bis 1975) hat die spanische Justiz nie einen Verantwortlichen des Regimes vor Gericht gestellt. Sie hat sich nicht einmal daran gemacht herauszufinden, welche Gräueltaten Francisco Franco und seine Gefolgsleute bei der Errichtung der Diktatur verübt hatten. Der Richter Baltasar Garzón wagte es vor gut drei Jahren, das Tabu zu brechen, und leitete Ermittlungen zu den Verbrechen des Regimes ein. Das Resultat: Es wird nicht den Schergen der Diktatur der Prozess gemacht, sondern dem Richter selbst.

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OVG Münster: Weetfelder Bürgergemeinschaft unterliegt im Streit um Bebauungsplan der Stadt Hamm für «Inlogparc»

Der Bebauungsplan «Inlogparc südlicher Teil» der Stadt Hamm ist rechtens. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat den Normenkontrollantrag der Weetfelder Bürgergemeinschaft gegen den Plan mit Urteil vom 20.01.2012 abgelehnt. Der Verein hatte vor allem kritisiert, dass die Stadt betroffene Umwelt- und Naturschutzbelange nicht ausreichend ermittelt und fehlerhaft bewertet habe. Das OVG sah indes keine artenschutzrechtlichen Vollzugshindernisse für die Planung. Diese verstoße auch nicht gegen Ziele der Landesplanung (Az.: 2 D 141/09.NE).

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OVG Lüneburg: Zentralgebäude der Universität Lüneburg darf gebaut werden

Das geplantes Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg verletzt keine Nachbarrechte. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat mit Beschlüssen vom 19.01.2012 Anträge der Landeskrankenhilfe auf vorläufigen Rechtsschutz abgelehnt, die im Wesentlichen die Planung und Genehmigung des vorgesehenen neuen Zentralgebäudes für die Universität betreffen (Az.: 1 MN 93/11 und 1 ME 188/11).

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BGH: Voraussetzungen des «verkehrsfeindlichen Inneneingriffs» i.S.d. § 315b StGB

StPO § 349 II, IV; StGB §§ 315b I, 315c

Die Strafbarkeit nach § 315b I StGB setzt bei einem sog. verkehrsfeindlichen Inneneingriff in Abgrenzung zu § 315c StGB voraus, dass zu dem bewusst zweckwidrigen Einsatz des Fahrzeugs in verkehrsfeindlicher Einstellung hinzukommt, dass es der Täter mit zumindest bedingtem Schädigungsvorsatz als Schadenswerkzeug missbraucht.

BGH, Beschluss vom 22.11.2011 - 4 StR 522/11, BeckRS 2012, 01005

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Jan 25, 2012, 10:35:43 AM1/25/12
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 25. Januar 2012

Top-Meldungen

EU will mehr Reformen Athens: Grundsatzeinigung bei Fiskalpakt

Wenige Tage vor dem EU-Gipfel am 30.01.2012 zeichnet sich eine Einigung über einen neuen Fiskalpakt der Europäischen Union für mehr Haushaltsdisziplin ab. Unklar sind aber noch Details zum Umgang mit Defizitsündern. Dem Vorstoß von Italien und Internationalem Währungsfonds (IWF) für eine deutliche Ausweitung des künftigen Euro-Rettungsfonds ESM bis hin zu einer Verdoppelung erteilten die EU-Finanzminister am 24.01.2012 jedoch zunächst eine Absage.

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EU-Kommission will europäisches Datenschutzrecht umfassend reformieren

Die Europäische Kommission hat am 25.01.2012 eine umfassende Reform der europäischen Datenschutzvorschriften vorgeschlagen, mit der sie Bürger besser schützen und Unternehmen entlasten will. Der technische Fortschritt und die Globalisierung hätten die Art und Weise, wie Daten erhoben, abgerufen und verwendet werden, grundlegend verändert, heißt es in einer Mitteilung der Kommission. Außerdem hätten die 27 Mitgliedstaaten der EU die aus dem Jahr 1995 stammenden Vorschriften unterschiedlich umgesetzt. Eine einheitliche Regelung solle daher jetzt der bestehenden Fragmentierung und dem hohen Verwaltungsaufwand ein Ende bereiten.

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BFH: Aufwendungen für häusliches Arbeitszimmer bei Richtern und Uni-Professoren keine Werbungskosten

Für Hochschullehrer und Richter bildet das Arbeitszimmer nicht den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung. Folge ist, dass sie die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer auch nach neuem Recht nicht als Werbungskosten abziehen können. Dies geht aus zwei Urteilen hervor, mit denen der Bundesfinanzhof erstmals zur Neuregelung der Abzugsbeschränkung bei häuslichen Arbeitszimmern entschieden hat (Urteil vom 27.10.2011, Az.: VI R 71/10, BeckRS 2012, 94146 zur Berufsgruppe der Hochschullehrer und Urteil vom 08.12.2011, Az.: VI R 13/11, BeckRS 2012, 94149 zur Berufsgruppe der Richter). 

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BGH: Angabe eines Postfachs als Widerrufsadresse bei Fernabsatzverträgen zulässig

Für eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung bei einem Fernabsatzgeschäft reicht die Angabe einer Postfachadresse des Widerrufsadressaten aus. Dies hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 25.01.2012 entschieden. Der Verbraucher werde durch die Angabe einer Postfachadresse in gleicher Weise wie durch die Angabe einer Hausanschrift in die Lage versetzt, seine Widerrufserklärung auf den Postweg zu bringen (Az.: VIII ZR 95/11) .

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EuG: «Viagura» als Gemeinschaftsmarke für Getränke unzulässig

Ein polnisches Unternehmen kann «Viagura» nicht als Gemeinschaftsmarke für seine Energydrinks und Alkoholika eingetragen lassen. Dies hat das Gericht der Europäischen Union mit Urteil vom 25.01.2012 entschieden. Die Benutzung einer solchen Marke würde unzulässig das Image und die Anziehungskraft des Potenzmittels «Viagra» ausnutzen, um eigene Produkte zu bewerben (Az.: T-332/10).

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BFH: Leistungen eines Partyservices unterliegen Regelsteuersatz

Die Leistungen eines Partyservice-Unternehmens stellen grundsätzlich sonstige Leistungen (Dienstleistungen) dar, die dem Regelsteuersatz von derzeit 19 Prozent unterliegen. Anderes gilt nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 23.11.2011 nur dann, wenn der Partyservice lediglich Standardspeisen ohne zusätzliches Dienstleistungselement liefert oder wenn besondere Umstände belegen, dass die Lieferung der Speisen der dominierende Bestandteil des Umsatzes ist. Die Lieferung von Lebensmittelzubereitungen unterliege nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von derzeit sieben Prozent, teilt das Gericht am 25.01.2012 mit (Az.: XI R 6/08, BeckRS 2012, 94150).

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Weitere Nachrichten

BFH: Vorsteuer bei nachträglicher Berufung auf Steuerfreiheit nach Unionsrecht zu berichtigen

Die Vorsteuer ist zu berichtigen, wenn sich der Unternehmer nachträglich auf eine im nationalen Recht nicht vorgesehene Steuerbefreiung des Unionsrechts beruft. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 15.09.2011 zum Vorsteuerabzug beim Erwerb von Geldspielautomaten. Das Gericht weist darauf hin, dass die Entscheidung über den entschiedenen Einzelfall hinaus für alle Fälle von Bedeutung ist, in denen sich Unternehmer nachträglich auf Steuerbefreiungen des Unionsrechts berufen, die im nationalen Recht nicht zutreffend umgesetzt sind (Az.: V R 8/11, BeckRS 2012, 94152).

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BVerwG: Betriebsrat eines stillgelegten Betriebes der Deutschen Post AG hat kein Mitbestimmungsrecht bei Versetzungen von Beamten

Der Betriebsrat eines stillgelegten Betriebes der Deutschen Post AG ist nicht berechtigt, bei der Versetzung von Beamten dieses Betriebes zu anderen Betrieben des Unternehmens mitzubestimmen. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 25.01.2012 (Az.: 6 P 25.10).

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AK Vorrat bringt Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung vor EGMR

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wird das Gesetz zur Vorratsspeicherung der Internetnutzung prüfen. Wie der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) am 24.01.2012 mitteilt, haben der Datenschützer Patrick Breyer und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland beim EGMR Beschwerde gegen das Gesetz (Beschwerde Nr. 77066/11) eingelegt. Damit könnte der umstrittenen verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung in Europa ein Ende gesetzt werden, erklärte der AK Vorrat.

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OLG Celle: Kein Toleranzspielraum für Rechtsanwälte bei Bestimmung der Geschäftsgebühr

Ein Rechtsanwalt kann gemäß Nr. 2300 der Anlage 1 zu § 2 Abs. 2 RVG nur dann eine höhere als die 1,3-fache Regelgeschäftsgebühr verlangen, wenn die Tätigkeit umfangreich oder schwierig war. Ob diese Voraussetzungen vorliegen, ist nach Auffassung des Oberlandesgerichts Celle gerichtlich voll überprüfbar. Das Gericht lehnt den Toleranzspielraum von 20% ab, den der Bundesgerichtshof (BeckRS 2011, 03189) Rechtsanwälten bei der Festlegung von Rahmengebühren einräumt. Es hat insoweit die Revision zugelassen (Urteil vom 28.12.2011, Az.: 14 U 107/11, BeckRS 2012, 00668). Dies teilt am 24.01.2012 die Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main mit.

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Parteiübergreifende Proteste gegen Überwachung der Linken

Die Überwachung von 27 Bundestagsabgeordneten der Linken durch den Verfassungsschutz sorgt quer durch alle Fraktionen für Empörung. Selbst Koalitionspolitikern geht das zu weit. Bundesinnenminister Friedrich (CSU) sieht dennoch keinen Handlungsbedarf.

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VGH Kassel: Falkner hat Lizenz zum Tauben-Töten

Ein Falkner aus Hessen hat sich endgültig das Recht erstritten, Tauben im Auftrag gewerblich töten zu dürfen, wenn sie zur Plage geworden sind. Ein entsprechendes Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs Kassel vom 01.09.2011 (Az.: 8 A 396/10, BeckRS 2011, 54804) sei nun rechtskräftig, sagte Falkner Berthold Geis aus dem mittelhessischen Villmar gegenüber der Presse. Zuvor war das Revisionsverfahren am Bundesverwaltungsgerichtshof eingestellt worden (BVerwG, BeckRS 2012, 45723) wie die Pressestelle des BVerwG bestätigte. Der Landkreis Limburg-Weilburg hatte seine eingelegten Rechtsmittel aus nicht näher genannten Gründen zurückgezogen.

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VG Gelsenkirchen: Alkoholsucht rechtfertigt Ruhen ärztlicher Zulassung

Besteht bei einem Arzt eine Alkoholabhängigkeit, die zu Kontrollverlusten und damit zu einer Gefährdung der Patienten führt, so darf die zuständige Aufsichtsbehörde sofort vollziehbar das vorläufige Ruhen der ärztlichen Approbation anordnen. Dies hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen mit Beschluss vom 16.12.2011 entschieden (Az.: 7 L 1274/11, nicht rechtskräftig).

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EU mahnt Kenia zur Zusammenarbeit mit Internationalem Strafgerichtshof

Die Europäische Union hat Kenia zur Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag aufgefordert. Dies geht aus einer am 24.01.2012 in Brüssel veröffentlichten Erklärung hervor. Das Gericht hatte am 23.01.2012 Anklagen gegen vier Personen, darunter zwei Spitzenpolitiker des Landes, zugelassen. Ihnen wird vorgeworfen, nach den Präsidentenwahlen von 2007 für Morde, Vergewaltigungen und Vertreibungen verantwortlich gewesen zu sein.

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Gesetzentwurf sieht Pflicht zu Kennzeichnung des Energieverbrauchs vor

Die Bundesregierung hat zur Umsetzung neuer EU-Bestimmungen einen Gesetzentwurf zur Neuordnung des Energieverbrauchskennzeichnungsrechts (BT-Drs. 17/8427) eingebracht. Wie die Bundestagspressestelle am 23.01.2012 mitteilt, müssen danach energieverbrauchsrelevante Produkte mit Angaben zum Energieverbrauch und zum Verbrauch anderer wichtiger Ressourcen sowie zu den Kohlendioxid-Emissionen gekennzeichnet werden. Gesetzeszweck sei die Minderung des Energieverbrauchs mit den Instrumenten der Verbraucherinformation, heißt es im Entwurf.

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Bayerisches Justizministerium plant Schutz der Gerichte durch private Sicherheitsunternehmen

Nach den tödlichen Schüssen im Dachauer Amtsgericht, bei dem ein Staatsanwalt um` s Leben gekommen ist, will das Justizministerium die Gerichte in Bayern verstärkt von privaten Sicherheitsunternehmen schützen lassen. «Wir setzen stärker auf einen Mix von privatem Sicherheitspersonal und unseren Bediensteten», sagte Ministeriumssprecher Wilfried Krames der «Augsburger Allgemeinen» am 24.01.2012. Dies schließe jedoch nicht aus, dass künftig auch mehr Justizwachtmeister im Einsatz seien.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

OLG Jena: Keine Wiedereinsetzung trotz verspätet gewährter Akteneinsicht

StPO §§ 44 Satz 1, 147

Das Oberlandesgericht Jena hat einem Verteidiger die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Begründungsfrist für eine Rechtsbeschwerde verweigert, obwohl dem Verteidiger erst nach Ablauf der Frist Akteneinsicht gewährt worden war. Laut OLG hätte der Verteidiger die für seine Begründung notwendigen Fakten auch aus der Urteilsbegründung der Vorinstanz entnehmen können.

OLG Jena, Beschluss vom 07.11.2011 - 1 Ss Bs 147/11, BeckRS 2011, 28893

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Jan 26, 2012, 10:12:27 AM1/26/12
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 26. Januar 2012

Top-Meldungen

EuGH: Wiederholte Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrags auch bei ständigem Bedarf an Vertretungen zulässig

Befristete Arbeitsverträge dürfen auch dann wiederholt zum Zwecke der Vertretung verlängert werden, wenn ein wiederkehrender oder sogar ständiger Bedarf an Vertretungen besteht. Dies hat der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 26.01.2012 entschieden. Bei der Missbrauchskontrolle müssten aber alle Umstände des Einzelfalls einschließlich der Zahl und der Gesamtdauer der in der Vergangenheit mit demselben Arbeitgeber geschlossenen befristeten Verträge berücksichtigt werden (Az.: C-586/10).

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BVerwG: Videoüberwachung der Reeperbahn zulässig

Die offene Videoüberwachung der Reeperbahn in Hamburg ist auf der Grundlage des Hamburgischen Gesetzes über die Datenverarbeitung der Polizei zulässig. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 25.01.2012 entschieden (Az.: 6 C 9.11).

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LVerfG Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommerische Finanzausgleichsumlage verfassungsgemäß

Zwei mecklenburg-vorpommerische Gemeinden sind mit ihren kommunalen Verfassungsbeschwerden gegen § 8 des Landesfinanzausgleichsgesetzes (FAG) gescheitert. Das Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern entschied, dass die dort vorgesehene Finanzausgleichsumlage die Gemeinden nicht in ihrem Recht auf kommunale Selbstverwaltung aus Art. 72 Abs. 1 Satz 1 und Art. 73 Abs. 2 der Landesverfassung verletzt (Urteile vom 26.01.2012, Az.: LVerfG 18/10 (Stadt Gadebusch) und LVerfG 33/10 (Gemeinde Selmsdorf)).

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EU-Kommission: Deutsche Post muss zu Unrecht erhaltene Staatsbeihilfen zurückzahlen

Die Deutsche Post soll zu Unrecht erhaltene Staatsbeihilfen von mindestens 500 Millionen Euro an den deutschen Staat zurückzahlen. Dies hat die Europäische Kommission am 25.01.2012 entschieden. Bei den Geldern gehe es um Subventionen für die Pensionskosten für Beamte des ehemaligen Staatsunternehmens, so die Kommission. Andere deutsche Staatsbeihilfen für die Post in Milliardenhöhe hat sie hingegen akzeptiert. Die Post hat angekündigt, gegen die Rückzahlungs-Entscheidung der EU-Kommission zu klagen.

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FG Niedersachsen sieht eingetragene Lebenspartner bei Grunderwerbsteuer verfassungswidrig benachteiligt

Eingetragene Lebenspartner werden nach Ansicht des Finanzgerichts Niedersachsen bei der Grunderwerbsteuer gegenüber Ehegatten in verfassungswidriger Weise benachteiligt. Konkret geht es um die Vorschrift des § 3 Nr. 4 GrEStG in der bis zum Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2010 vom 08.12.2010 geltenden Fassung. Das FG zweifelt daran, ob diese insoweit mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, als zwar der Grundstückserwerb durch den Ehegatten, nicht aber durch den eingetragenen Lebenspartner des Veräußerers von der Grunderwerbsteuer befreit ist. Diese Frage soll jetzt das Bundesverfassungsgericht klären, dem das FG Niedersachsen die Sache vorgelegt hat (Az.: 7 K 65/10).

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Weitere Nachrichten

BSG stärkt Datenschutz bei Alg II-Bezug

Das Bundessozialgericht hat den Datenschutz von Hartz IV-Empfängern gestärkt. Es stellt klar, dass nach den auch für das SGB II geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften jeder Anspruch darauf hat, dass die ihn betreffenden Sozialdaten von den Leistungsträgern nicht unbefugt erhoben, verarbeitet oder genutzt werden. Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Jobcenter Dritten gegenüber den Leistungsbezug der klagenden Arbeitslosengeld II-Empfänger ohne deren Einverständnis offenbart. Das BSG hält dies für unzulässig (Entscheidung vom 25.01.2012, Az.: B 14 AS 65/11 R).

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Rechtsausschuss befürwortet Milliarden-Garantien für Banken

Finanzinstitute sollen erneut Hilfen beim Staat beantragen können. Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP haben dazu den Entwurf eines «Zweiten Gesetzes zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarkts» (BT-Drs. 17/8343) vorgelegt. Dieser wurde jetzt vom Rechtsausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen angenommen, wie die Bundestagspressestelle am 25.01.2012 mitteilt. Es sei eine grundlegende Aufgabe des Staates, das Vertrauen der Marktteilnehmer und Bürger in die Stabilität des Bank- und Finanzsystems zu bewahren und die Finanzmarktstabilität zu sichern, heißt es im Entwurf.

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Stuttgart 21: VG Stuttgart erlaubt Räumung des Stuttgarter Schlossgartens

Gegner des Bauprojekts «Stuttgart 21» sind mit ihren Eilanträgen gegen die Räumung des Stuttgarter Schlossgartens gescheitert. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat am 24.01.2012 die Anträge gegen die Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt Stuttgart vom 22.12.2011 abgelehnt, mit der diese ein Aufenthalts- und Betretungsverbot und die Räumung des Zeltlagers der «Stuttgart 21»-Gegner für Teile der Mittleren Schlossgartenanlagen in Stuttgart angeordnet hat. Allerdings hat das Gericht der Stadt einige Auflagen zum Aufenthalts- und Betretungsverbot gemacht. Gegen die Beschlüsse können die Beteiligten innerhalb von zwei Wochen Beschwerde einlegen.

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BVerwG: Klage gegen Weiterbau der A 44 in Hessen unzulässig

Eine Bürgerinitiative ist mit ihrer Klage gegen den geplanten Neubau des 5,9 Kilometer langen Teilstücks Helsa Ost bis Hessisch Lichtenau-West der A 44 in Hessen gescheitert. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Klage mangels Klagebefugnis als unzulässig abgewiesen (Urteil vom 25.01.2012, Az.: 9 A 6.10).

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EU-Kommission greift bei Käfigverbot für Legehennen durch

Die Europäische Kommission greift bei der mangelnden Umsetzung des Käfigverbots für Legehennen durch. Sie hat am 26.01.2012 Vertragsverletzungsverfahren gegen 13 EU-Staaten eröffnet, in denen Hühner trotz EU-weiten Verbots seit 01.01.2012 weiterhin in nicht artgerechten, unausgestalteten Käfigen gehalten werden. Belgien, Bulgarien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Ungarn, die Niederlande, Polen, Portugal und Rumänien haben die EU-Vorschriften trotz einer langen Übergangsfrist von zwölf Jahren nicht rechtzeitig umgesetzt.

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FG Berlin-Brandenburg: Erhöhung der Vergnügungsteuer verfassungsgemäß

Berlin durfte seine Vergnügungsteuer von 11% auf 20% erhöhen. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die Erhöhung verfassungsgemäß ist. Es hat damit den Eilantrag eines Spielhallenbetreibers abgelehnt (Beschluss vom 01.12.2011, Az.: 6 V 6176/11). Dieser meinte, die erhöhte Vergnügungsteuer schränke sein Recht auf freie Berufsausübung ein, weil er danach voraussichtlich Verluste erwirtschaften werde. Insbesondere könne er die Steuer nicht auf die Spieler überwälzen.

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OLG Frankfurt am Main: Radfahrer haftet bei Unfall nach Verlassen des Radweges mit

Ein Fahrradfahrer, der statt eines ausgeschilderten Radweges eine parallel verlaufende Straße benutzt, haftet nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main grundsätzlich mit. Nach Auffassung des Gerichts müssen Radfahrer einen eigens ausgeschilderten Radweg auch benutzen. Wer trotzdem auf der Straße fahre, tue dies letztlich auf eigenes Risiko (Urteil vom 28.10.2012, Az.: 24 U 34/11, r + s 2012, 43).

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EU-Kommission verlangt von Deutschland Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie

Das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen nicht fristgerechter Umsetzung der EU-Abfallregeln geht in die nächste Runde. Die Europäische Kommission hat Deutschland am 26.01.2012 per Mahnschreiben erneut dazu aufgefordert, sie vollständig über die Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG) in deutsches Recht zu informieren. Geschieht dies nicht innerhalb der nächsten zwei Monate, kann die Kommission den Europäischen Gerichtshof anrufen und finanzielle Sanktionen verlangen.

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EU-Kommission mahnt Deutschland bei Rüstungskäufen

Die Europäische Kommission hat Deutschland eine Frist von zwei Monaten gesetzt, um europaweite Regeln für die Beschaffung von Rüstungsgütern umzusetzen. Ein ähnliches Vertragsverletzungsverfahren beschloss die Kommission am 26.01.2012 auch gegen die Niederlande. Beide Länder haben die seit August 2011 ausstehende Umsetzung der EU-Richtlinie (2009/81/EG) dazu noch nicht gemeldet. Damit entgingen dem Steuerzahler und Anbietern die Vorteile eines transparenten und stärker auf Wettbewerb ausgerichteten Rüstungsmarktes, rügt die Kommission.

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Bundesregierung plant Umverteilung eines Wahlkreises von Mecklenburg-Vorpommern nach Hessen

Bei der nächsten Bundestagswahl soll Hessen einen Wahlkreis mehr als bisher und Mecklenburg-Vorpommern einen weniger haben. Das sieht ein entsprechender Gesetzentwurf der Regierungskoalition (BT-Drs. 17/8350) zur Änderung des Bundeswahlgesetzes vor, dem der Innenausschuss des Bundestages am 25.01.2012 mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in modifizierter Fassung zugestimmt hat. Die Fraktion Die Linke enthielt sich. Danach soll Hessen künftig 22 statt bisher 21 Wahlkreise umfassen und Mecklenburg-Vorpommern sechs statt bislang sieben.

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LG München I verbietet Verbreitung von Hitlers «Mein Kampf» an Kiosken

Das Landgericht München I ist der Verbreitung von Auszügen aus Hitlers «Mein Kampf» an Kiosken entgegengetreten. Es hat einem englischen Verleger die Herstellung und Verbreitung kommentierter Auszüge aus dem Werk verboten. Damit war der Freistaat Bayern mit einem entsprechenden Eilantrag erfolgreich. Die geplante Publikation werde nicht vom Zitatrecht gedeckt, erläuterte das Gericht seinen Beschluss vom 25.01.2012 (Az.: 7 O 1533/12, nicht rechtskräftig).

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Friedrich will Verfassungsschutz-Liste überprüfen lassen

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will die Liste der 27 vom Verfassungsschutz beobachteten Abgeordneten der Linksfraktion überprüfen lassen. Zu den Kriterien für eine Beobachtung von Parlamentariern der Linken gehörten, dass sie entweder eine herausgehobene Funktion hätten oder Mitglied einer offen extremistischen Teilvereinigung seien, sagte der CSU-Politiker am 25.01.2012 in Berlin. Anhand dieser Kriterien werde die Liste des Verfassungsschutzes nun überprüft.

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Neonazi-Mordserie: Bundestagsfraktionen fordern Untersuchungsausschuss

Die fünf Bundestagsfraktionen haben einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Neonazi-Mordserie (BT-Drs. 17/8453) vorgelegt, der am 26.01.2012 im Bundestag zur Abstimmung steht. Nach der gemeinsamen Vorlage der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sollen dem Gremium elf ordentliche Mitglieder und eine entsprechende Anzahl von stellvertretenden Mitgliedern angehören. Davon sollen jeweils die Unions-Fraktion vier Mitglieder stellen, die SPD-Fraktion drei, die FDP-Fraktion zwei und die Links- sowie die Grünen-Fraktion je ein Mitglied.

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Menschenrechtsinstitut fordert Verbandsklagerecht für Antidiskriminierungsverbände

Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert anlässlich der Veröffentlichung des Berichts der EU-Grundrechteagentur zur Umsetzung der EU-Antirassismus-Richtlinie in den 27 Mitgliedstaaten, in Deutschland ein Verbandsklagerecht für Antidiskriminierungsverbände einzuführen. Gerade in Fällen indirekter und struktureller Diskriminierung sei das Mittel der Individualklage nicht ausreichend, erklärt die Direktorin des Instituts Beate Rudolf laut Pressemitteilung vom 25.01.2012.

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Ermittlungen gegen Linke-Bundespolitiker wegen Anti-Nazi-Blockaden

Wegen ihres Protests gegen einen genehmigten Neonazi-Aufmarsch im Februar 2011 in Dresden droht mehreren Linke-Bundestagsabgeordneten die Aufhebung ihrer Immunität. Der Chemnitzer Michael Leutert sagte am 24.01.2012 der Nachrichtenagentur dpa, sein Fall liege bereits dem Immunitätsausschuss des Bundestags vor. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft Dresden auch gegen Linke-Bundesgeschäftsführerin Caren Lay ein Ermittlungsverfahren einleiten will.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

SG Kiel: Umfang und Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit bei Untätigkeitsklagen deutlich unterdurchschnittlich

RVG § 14 I; VV RVG Nrn. 1008, 3102, 3103, 3106

Die Kammer ist bei ihren bisherigen Entscheidungen bei Untätigkeitsklagen regelmäßig lediglich von einem unterdurchschnittlichen Umfang der anwaltlichen Tätigkeit ausgegangen. Diese Rechtsprechung gibt die Kammer auf. Die bloße Einreichung einer Untätigkeitsklage und die anschließende Abgabe einer prozessbeendenden Erklärung – nach sofortiger Einräumung der Untätigkeit, Erlass der angemahnten Entscheidung und Abgabe eines Kostenanerkenntnisses durch die Klagegegner – ist im Hinblick auf Umfang und Schwierigkeit die anwaltliche Tätigkeit als deutlich unterdurchschnittlich zu bewerten. Für eine Untätigkeitsklage ist daher unter Umständen nur die Mindestgebühr angemessen.

SG Kiel, Beschluss vom 10.01.2012 - S 21 SF 200/11 E, BeckRS 2012, 65264

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Jan 27, 2012, 10:10:19 AM1/27/12
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 27. Januar 2012

Top-Meldungen

FG Berlin-Brandenburg: Betrieb von Photovoltaikanlagen hindert günstige gewerbesteuerliche Besteuerung von Wohnungsbauunternehmen

Installiert ein Wohnungsbauunternehmen auf den Dächern seiner Gebäude Photovoltaikanlagen und speist den auf diese Weise produzierten Strom gegen eine Vergütung in das allgemeine Stromnetz ein, handelt es sich dabei um eine von der Grundstücksnutzung und -verwaltung unabhängige gewerbliche Tätigkeit. Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 13.12.2011 kommt das Unternehmen in diesem Fall nicht in der Genuss der gewerbesteuerlichen Begünstigung für Vermögensverwaltung des Grundbesitzes (Az.: 6 K 6181/08).

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BVerwG: Blaulicht auch für Mietfahrzeuge im Rettungsdiensteinsatz erlaubt

Ein für den Notarzteinsatz vorgesehenes Fahrzeug darf auch dann mit Blaulicht ausgerüstet werden, wenn der Halter ein Autovermieter ist, der es an Rettungsdienste vermietet. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 26.01.2012 entschieden, dass § 52 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 StVZO die Ausstattung mit Blaulicht nicht nur dann erlaubt, wenn ein Rettungsdienst Halter des Fahrzeugs ist. Eine andere Auslegung würde zu einer Beschränkung der Berufsausübungsfreiheit des Vermieters führen, die nicht durch hinreichende Gründe gerechtfertigt sei, so die Richter (Az.: 3 C 1.11).

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BMJ: Erforderlichkeit der Vorratsdatenspeicherung nicht belegt

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sieht sich durch eine Studie in ihrer ablehnenden Haltung zur Vorratsdatenspeicherung bestätigt. Nach dem am 27.01.2012 veröffentlichten Gutachten des Max-Planck-Instituts hat die Vorratsdatenspeicherung keinen messbaren Einfluss auf Aufklärungsquoten. «Die Studie zeigt, dass die Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung nicht empirisch belegt, sondern nur ein Gefühl der Praktiker ist», so Justizstaatssekretär Max Stadler.

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Weitere Nachrichten

BVerwG spricht Beamtem Schadenersatz wegen rechtswidriger Beförderungsentscheidung zu

Das Bundesverwaltungsgericht hat einem Beamten des Bundesnachrichtendienstes mit Urteil vom 26.01.2012 wegen einer rechtswidrigen Beförderungsentscheidung Schadenersatz zugesprochen. Der Dienstherr des Beamten habe dessen Anspruch auf eine leistungsgerechte Einbeziehung in das Auswahlverfahren verletzt. Denn er habe unter anderem die Auswahlentscheidung aufgrund eines Anforderungsprofils getroffen, das nicht der zu besetzenden Stelle entsprochen habe, sondern auf die Person des erfolgreichen Bewerbers zugeschnitten gewesen sei, um diesen gegenüber allen Konkurrenten hervorzuheben (Az.: 2 A 7.09).

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Schäuble will Steuerabkommen mit Schweiz umsetzen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält am umstrittenen Steuerabkommen mit der Schweiz trotz des Widerstands der Länder fest. «Ich will dieses Abkommen umsetzen», sagte er der «Stuttgarter Zeitung» (Ausgabe vom 27.01.2012). Mit der Europäischen Kommission habe er die offenen Fragen in dieser Woche abschließend klären können, wie das Steuerabkommen in die EU-Zinssteuerrichtlinie eingebettet wird. Von dort gebe es keine Einwände mehr. «Nun werden die Gespräche mit den Ländern intensiv fortgesetzt», sagte er.

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EU-Staaten wollen Börsenbetrug unter Strafe stellen

Wer an der Börse betrügt oder Aktienkurse manipuliert, soll künftig in allen EU-Ländern bestraft werden. Über gemeinsame strafrechtliche Standards haben die EU-Justizminister am 27.01.2012 in Kopenhagen beraten. Das Strafmaß soll aber den Ländern selbst überlassen bleiben. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission müssen Händler eine Höchststrafe von mindestens fünf Millionen Euro fürchten, Firmen zehn Prozent ihres Jahresumsatzes.

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Bayern und Hessen erwägen erneut Klage gegen Länderfinanzausgleich

Bayern und Hessen nehmen einen weiteren Anlauf zur Neuordnung des seit Jahren umstrittenen Länderfinanzausgleichs und der Hauptstadtfinanzierung. Sie schließen eine erneute Klage vor dem Bundesverfassungsgericht nicht aus, sollten Änderungen auf dem Verhandlungsweg in diesem Jahr scheitern. Das kündigten die Finanzminister beider Länder, Markus Söder (CSU) und Thomas Schäfer (CDU), am 26.01.2012 in Berlin an.

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BGH bestätigt Urteil wegen tödlicher Kindesmisshandlung

Die Mutter des kleinen Lion Emilio und deren Lebensgefährte müssen wegen tödlicher Misshandlung des Kindes für jeweils vier Jahre in Haft. Das entsprechende Urteil des Leipziger Landgerichts ist rechtskräftig, nachdem der Bundesgerichtshof die Revisionen der Angeklagten mit Beschluss vom 10.01.2012 als unbegründet verworfen hat (Az.: 5 StR 480/11).

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Verkehrsgerichtstag: Ärzte sollen krankheitsbedingt fahrunfähige Autofahrer der Polizei melden dürfen

Ärzte sollten ein Recht erhalten, Patienten, die krankheitsbedingt fahrunfähig, aber uneinsichtig oder unverständig sind, der Polizei zu melden, wenn die allgemeine Verkehrssicherheit akut gefährdet wird. Dies haben Experten auf dem 50. Deutschen Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar gefordert, wie der VGT am 27.01.2012 mitteilt. Bislang kann die ärztliche Schweigepflicht nur nach Maßgabe des rechtfertigenden Notstandes (§ 34 StGB) durchbrochen werden.

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Verkehrsgerichtstag gegen Helmpflicht bei Pedelecs

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) hat sich am 27.01.2012 dafür ausgesprochen, Fahrräder mit einem Hilfsmotor weiterhin gesetzlich als Fahrräder zu behandeln und keine Helmpflicht anzuordnen. Nur sogenannte Speed-Pedelecs, die sich mithilfe des Hilfsmotors auf 45 km/h beschleunigen lassen, sollten nach Ansicht der Experten wie Kleinkrafträder behandelt werden. Allerdings raten die Sachverständigen, auch bei Benutzung eines einfachen Pedelecs freiwillig einen Helm zu tragen. Außerdem empfehlen sie den Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung.

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Verkehrsgerichtstag gegen Entkriminalisierung der fahrlässigen Tötung im Straßenverkehr

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag, der vom 25. bis zum 27.01.2012 in Goslar tagte, hat Bestrebungen eine Absage erteilt, die fahrlässige Tötung im Straßenverkehr zu entkriminalisieren. Nach Ansicht der Experten muss dies angesichts der Bedeutung des Lebens als höchstes Rechtsgut auch bei leichter Fahrlässigkeit gelten.

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VG Mainz: Zeugen Jehovas sind Kirchen gleichzustellen

Die Zeugen Jehovas müssen in Rheinland-Pfalz den großen Kirchen künftig gleichgestellt werden. Das Verwaltungsgericht Mainz entschied am 26.01.2012, dass das Land der Glaubensgemeinschaft den Status einer «Körperschaft des öffentlichen Rechts» zu verleihen hat (Az.: 1 K 144/11.MZ).

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OVG Münster: Bergwerkbetreiber auch nach Schließung des Bergwerks grundsätzlich für Klärung des Grubenwassers verantwortlich

Eine Bergwerkbetreiberin bleibt auch nach Schließung des Bergwerks grundsätzlich für die Klärung des Grubenwassers verantwortlich. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Münster mit Urteil vom 26.01.2012 entschieden. In dem Verfahren ging es um das stillgelegte Metallerzbergwerk Meggen in Lennestadt, bei dem mit Schwermetallen belastetes Grubenwasser ausgetreten ist. Das Gericht berücksichtigte hier vor allem, dass der Austritt des belasteten Wassers Folge des früheren Bergbaus ist. Zudem sei die ehemalige Betreiberin durch die anfallenden Kosten nicht unverhältnismäßig belastet (Az.: 11 A 2635/09).

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VG Gelsenkirchen: Ärztin wegen bloßer Überschätzung eigenen Könnens nicht zwingend unzuverlässig

Gegen eine Ärztin darf nicht allein deshalb das Ruhen der ärztlichen Approbation und die sofortige Vollziehung angeordnet werden, weil sie ihr Können überschätzt. Dies hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen mit Beschluss vom 16.01.2012 in einem Eilrechtsschutzverfahren entschieden und die aufschiebende Wirkung der Klage einer Ärztin wiederhergestellt. Eine bloße Selbstüberschätzung begründe nicht ohne Weiteres die Unzuverlässigkeit für den Arztberuf (Az.: 7 L 11/12).

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Zentrale zur Überwachung entlassener Straftäter mit elektronischen Fußfesseln eröffnet

Seit Anfang 2012 werden Träger elektronischer Fußfesseln (§ 68b I 1 Nr. 12, 3, 4 StGB) in allen Bundesländern mit Ausnahme von Brandenburg zentral überwacht. Hessens Justizminister Jörg Uwe Hahn (FDP) hat am 26.01.2012 offiziell die Gemeinsame elektronische Überwachungsstelle der Länder (GÜL) in Bad Vilbel eröffnet. Die elektronische Aufenthaltsüberwachung (EAÜ) ist ein vom Gesetzgeber vorgesehenes Instrument bei der Entlassung von Sicherungsverwahrten und sogenannten Vollverbüßern, die ihre Strafe abgesessen haben, aber weiterhin als hochgefährlich gelten.

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Rumäniens Verfassungsgericht kippt neues Wahlgesetz

Das rumänische Verfassungsgericht hat am 25.01.2012 eine neue Bestimmung im Wahlgesetz gekippt, wonach Kommunal- und Parlamentswahlen gleichzeitig stattfinden konnten. Die bürgerliche Regierung hatte diese Regelung im Dezember 2011 per Vertrauensfrage im Parlament mit der Begründung durchgesetzt, dass dies Kosten spare. Eine Urteilsbegründung lag zunächst nicht vor. Im November 2012 stehen in Rumänien Parlamentswahlen an. Die landesweiten Kommunalwahlen waren für Juni 2012 vorgesehen – dem alten Gesetz zufolge, das nach dem Verfassungsgerichtsurteil nun wieder in Kraft ist.

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Dänisches Gericht: Massenfestnahmen bei Kopenhagener Klimagipfel illegal

Mehr als zwei Jahre nach dem Kopenhagener Klimagipfel hat das Oberlandesgericht in Dänemarks Hauptstadt die «vorbeugenden» Massenfestnahmen durch die Polizei für gesetzeswidrig erklärt. Es bestätigte dabei am 25.01.2012 weitgehend ein Urteil aus erster Instanz.

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E-Zigarettenhändler wollen bei Handelsverbot Schadenersatz fordern

Die E-Zigaretten-Händler drohen staatlichen Stellen für den Fall, dass sie den freien Handel mit der eZigarette behindern, mit Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe. Wie der Verband des eZigarettenhandels e. V. am 26.01.2012 mitteilt, gebe es für Verbote des Produkts aus der Sicht von Rechtsexperten keine gesetzliche Grundlage.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

OLG Köln: Berufshaftpflichtversicherung: Grundpflichten eines Rechtsanwalts

AVB-WSR §§ 1 I, 4 Nr. 5, 5 I

Zu den Grundpflichten eines jeden Rechtsanwalts gehören die Wahrnehmung von Gerichtsterminen und die Unterrichtung der Mandanten über den Verlauf der Gerichtsverhandlungen. Ein Verstoß gegen diese elementaren Pflichten führe nach Auffassung des OLG Köln zum Ausschluss der Leistungspflicht des Berufshaftpflichtversicherers.

OLG Köln, Urteil vom 29.11.2011 - 9 U 75/11, BeckRS 2012, 01118

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Jan 30, 2012, 10:12:42 AM1/30/12
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 30. Januar 2012

Top-Meldungen

«Fiskalpakt» soll für raschen Defizit- und Schuldenabbau sorgen

Die 17 Euro-Länder und bisher neun weitere EU-Staaten wollen am 30.01.2012 einen «Fiskalpakt» mit strengeren Haushaltsregeln beschließen. Schärfere Vorgaben über eine Änderung der EU-Verträge scheiterten, da Großbritannien nicht mitzieht. Daher wird nun ein zwischenstaatlicher Vertrag der 26 angestrebt – zunächst parallel zum EU-Vertrag der 27 Staaten.

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AG Bonn: Bundeskartellamt darf Kartellopfer Einsicht in Kronzeugenunterlagen versagen

Das Bundeskartellamt (BKartA) muss der Pfleiderer AG, einem Opfer des Dekorpapierherstellerkartells, keine Akteneinsicht in den Kronzeugenantrag der Kartellanten gewähren. Dies hat das Amtsgericht Bonn mit unanfechtbarem Beschluss vom 18.01.2012 entschieden, wie das BKartA am 30.01.2012 mitteilt. Die Gefährdung der Kartellverfolgung rechtfertige den Schutz der Bonusunterlagen, weil die Bonusregelung erheblich an Attraktivität einbüßen würde, wenn potentielle Kronzeugen mit einer Offenlegung ihrer Unterlagen gegenüber potentiell Geschädigten rechnen müssten.

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OLG Oldenburg: Naturschutz genießt beim Verkauf landwirtschaftlicher Flächen nicht immer Vorrang

Beim Verkauf landwirtschaftlicher Flächen hat Naturschutz nur bei der Umsetzung konkreter Projekte Vorrang. Dies stellt das Oberlandesgericht Oldenburg klar. Wer in Niedersachsen seine landwirtschaftlichen Flächen verkaufen wolle, komme am Vorkaufsrecht für Landwirte nicht vorbei. Das gelte selbst dann, wenn der Käufer ausschließlich Belange des Naturschutzes verfolgt, betont das OLG in seinem Beschluss vom 22.12.2011, mit dem es zugunsten des Vorkaufsrechts der Niedersächsischen Landgesellschaft entschieden hat (Az.: 10 W 10/11, BeckRS 2012, 02557).

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Weitere Nachrichten

OVG Lüneburg: Bundeswehr darf Übungsplatz «Nordhorn Range» weiter nutzen

Mehrere Kommunen sind mit ihrer Klage gegen die Nutzung des Übungsplatzes «Nordhorn Range» durch die Bundeswehr für militärische Zwecke endgültig gescheitert. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die klageabweisende Entscheidung der Vorinstanz rechtskräftig bestätigt, wonach die Gemeinden ihr Klagerecht gegen den Übungsplatz verwirkt haben. Diese hatten von ihrem Abwehrrecht bis 2008 keinen Gebrauch gemacht, obwohl die Bundeswehr das Gelände schon seit 2001 als Luft-Boden-Übungsschießplatz nutzt (Beschluss vom 24.01.2012, Az.: 7 LA 91/10).

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OVG Koblenz: NPD darf an Gedenktag für Opfer des Nationalsozialismus nicht demonstrieren

Die NPD darf am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus keine öffentliche Versammlung durchführen. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz im Vorfeld einer vom NPD-Kreisverband Trier für den 27.01.2012 geplanten Mahnwache entschieden. In dem Eilbeschluss vom 27.01.2012 weist das Gericht auf die erhebliche Provokationswirkung der Versammlung hin (Az.: 7 B 10102/12.OVG).

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LG Berlin verbietet Air Berlin und Ryanair Werbung mit irreführenden Preisen

Das Berliner Landgericht hat es den Fluggesellschaften Air Berlin und Ryanair untersagt, im Internet mit irreführenden Flugpreisen zu werben. Air Berlin muss künftig die Preise immer inklusive Steuern, Gebühren und Kerosinzuschlägen ausweisen (Urteil vom 04.01.2012, Az.: 16 O 27/09, nicht rechtskräftig). Ryanair wurde dazu verurteilt, auch die Bearbeitungsgebühr für die Ticketzahlung in den Flugpreis einzurechnen (Urteil vom 09.12.2011, Az.: 15 O 160/09, ebenfalls nicht rechtskräftig). Dies teilt am 30.01.2012 der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit, der in beiden Verfahren Kläger war.

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VG Oldenburg: Pflicht zu Radwegebenutzung darf nur bei qualifizierter Gefahrenlage angeordnet werden

Die Straßenverkehrsbehörde darf nur dann durch Aufstellen entsprechender Schilder eine Radwegebenutzungspflicht anordnen, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse auf der Fahrbahn der Straße eine Gefahr besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung von Rechtsgütern im Straßenverkehr erheblich übersteigt. Dies stellt das Verwaltungsgericht Oldenburg mit Urteil vom 13.01.2012 klar (Az.: 7 A 2094/11, nicht rechtskräftig).

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Verkehrsgerichtstag: Nichttragen eines Helms kann Ersatzansprüche von Fahrradfahrern mindern

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag rät Fahrradfahrern, unabhängig von einer gesetzlichen Verpflichtung zum Selbstschutz im Straßenverkehr einen Helm zu tragen. Dies gelte insbesondere für Kinder. Gleichzeitig weisen die Experten darauf hin, dass im Fall eines Unfalls das Nichttragen des Helms dann zu einer Minderung der Ersatzansprüche des Fahrradfahrers führen kann, wenn dies nachweislich zur Entstehung schwererer Verletzungen geführt hat.

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LSG-Präsidenten kritisieren Pläne zu Ersetzung der gerichtsinternen Mediation durch Güterichtermodell

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Landessozialgerichte sind gegen die geplante Ersetzung der gerichtsinternen Mediation durch das Güterichtermodell. Dieses sei für die Fachgerichte unzureichend und ignoriere zudem die langjährigen bundesweiten guten Erfahrungen der Sozialgerichte mit der gerichtsinternen Mediation. Die Sozialgerichte würden es sich längerfristig nicht leisten können, auf die Mediation als international anerkanntes und bewährtes Verfahren zu verzichten, so die Einschätzung der Richter.

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Verkehrsexperten für Entschädigungsanspruch naher Angehöriger von Unfallopfern

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag fordert in Fällen fremd verursachter Tötung eines nahen Angehörigen einen Entschädigungsanspruch für Ehe- und Lebenspartner sowie Eltern und Kinder. Nach Ansicht der Experten sollte dieser durch die Legislative entwickelt werden, die Bemessung nach den Umständen des Einzelfalls aber den Gerichten überlassen bleiben.

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VG Gelsenkirchen stoppt Besetzung der Präsidentenstelle des SG Duisburg

Die Präsidentenstelle beim Sozialgericht Duisburg darf vorerst nicht mit dem vom Justizministerium Nordrhein-Westfalen vorgesehenen Bewerber besetzt werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden. Gegen den Beschluss vom 25.01.2012 (Az.: 12 L 998/11) kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster erhoben werden.

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VG Düsseldorf: «Aus» für Nerzfarm in Nettetal

Wegen deutlich zu kleiner Käfige für die Tiere muss eine Nerzfarm in Nettetal sofort geschlossen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat eine entsprechende Ordnungsverfügung des Landrates Viersen im Eilverfahren bestätigt. Gegen den Beschluss vom 26.01.2012 (Az.: 23 L 1939/11) kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster erhoben werden.

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BP muss Ölpestkosten weitgehend selbst tragen

Der britische Ölkonzern BP hat bei dem Versuch, die Kosten der von ihm verursachten Ölpest im Golf von Mexiko auf seine früheren Partner abzuwälzen, eine Schlappe erlitten. Ein US-Gericht entschied am Abend des 26.01.2012, dass das Schweizer Betreiberunternehmen der havarierten Ölplattform «Deepwater Horizon», Transocean, nur eine Teilschuld trifft.

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LG Augsburg: Kein Schadenersatz für Millionen-Teppich

Im Streit um den angeblich teuersten Teppich der Welt muss ein Augsburger Auktionator keinen Schadenersatz zahlen. Die Zweite Zivilkammer des Landgerichts Augsburg wies am 28.01.2012 die Klage der früheren Besitzerin ab.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

OLG Naumburg: Keine Wiedereinsetzung für anwaltlich vertretene Partei bei unrichtiger Rechtsbehelfsbelehrung

FamFG §§ 17 II, 39, 49, 63 II Nr. 1

Einem anwaltlich vertretenen Beteiligten kann allein wegen eines Fehlers der Rechtsbehelfsbelehrung keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden.

OLG Naumburg, Beschluss vom 27.05.2011 - 8 UF 73/11, BeckRS 2011, 27407

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Jan 31, 2012, 10:15:00 AM1/31/12
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 31. Januar 2012

Top-Meldungen

EU-Gipfel: Fiskalpakt beschlossen und neuer Rettungsfonds gebilligt

Nach langen Verhandlungen haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf dem Brüsseler Sondergipfel am 30.01.2012 einen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin beschlossen. Zudem wurde der neue Rettungsfonds für kriselnde EU-Länder (ESM) in Höhe von 500 Milliarden Euro gebilligt. Ein entsprechender Vertrag soll im März 2012 unterschrieben und dann ratifiziert werden.

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OLG Düsseldorf bestätigt bundesweites Verkaufsverbot für zwei Samsung-Tablet-PCs

Samsung darf weder den Tablet-PC «Galaxy Tab 10.1» noch den Tablet-PC «Galaxy Tab 8.9» in Deutschland vertreiben. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf im Geschmacksmuster-Rechtstreit zwischen dem Elektronikanbieter und der Firma Apple am 31.01.2012 rechtskräftig entschieden (Az.: I 20 U 175/11, I U 126/11).

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Bundesjustizministerium: Privat Krankenversicherte sollen mehr Rechte erhalten

Das Bundesjustizministerium will die Rechte von Versicherten in der privaten Krankenversicherung verbessern und hat dazu einen Referentenentwurf vorgelegt. Wie es am 31.01.2012 mitteilt, sollen privat Krankenversicherte insbesondere einen gesetzlich verankerten Anspruch auf Auskunft gegen ihren Versicherer darüber erhalten, ob dieser die Kosten einer Heilbehandlung übernimmt. Außerdem sieht der Entwurf auch mehr Schutz für Versicherte in der Kfz-Haftpflichtversicherung für den Fall vor, dass ihr Versicherer insolvent wird.

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SG Dortmund: Beitragsnachforderung von Zeitarbeitsfirmen wegen Tarifunfähigkeit christlicher Gewerkschaft rechtmäßig

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund ist berechtigt, von Zeitarbeitsfirmen nachträglich Sozialversicherungsbeiträge zu erheben, soweit diese ihre Leiharbeitnehmer bislang auf der Grundlage von Tarifverträgen mit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) schlechter bezahlt haben als Stammarbeitnehmer der entleihenden Unternehmen. Dabei muss jedoch ein bestandskräftiger Bescheid über eine vorangegangene Betriebsprüfung für den gleichen Zeitraum zurückgenommen werden, wie sich aus einem Beschluss des Sozialgerichts Dortmund vom 23.01.2012 ergibt (Az.: S 25 R 2507/11 ER).

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Weitere Nachrichten

AG München: Modernisierungsbeschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft nur bei vorheriger Information der Eigentümer über wesentliche Entscheidungskriterien gültig

Vor einer Beschlussfassung über eine konkrete Modernisierungsmaßnahme sind den Eigentümern einer Wohnungseigentümergemeinschaft die Informationen über die für sie wesentlichen Entscheidungskriterien mitzuteilen. Geschieht dies nicht, sind gefasste Beschlüsse ungültig, wie das Amtsgericht München mit Urteil vom 04.07.2011 entschieden hat (Az.: 485 C 28220/10, rechtskräftig).

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VGH Mannheim lehnt Eilantrag gegen Abriss des Südflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs ab

Nachdem der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim am 30.01.2012 den Eilantrag eines Erben des Architekten Paul Bonatz gegen den Abriss des Südflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs abgelehnt hatte (Az.: 5 S 196/12, unanfechtbar), hat der Abbruch begonnen. Wie die Nachrichtenagentur dpa mitteilt, schützten rund 200 Polizisten die von nur schwachen Protesten begleiteten Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude.

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LG Ansbach: Begräbnisort richtet sich nach Willen des Verstorbenen oder hilfsweise des Totenfürsorgeberechtigten

Kann aufgrund widersprüchlicher Angaben der Beteiligten der letzte Wille des Verstorbenen hinsichtlich des Begräbnisortes nicht sicher ermittelt werden, steht dem Totenfürsorgeberchtigten das Recht zu, über den Ort der Beisetzung zu entscheiden. Dies stellt das Landgericht Ansbach klar (Az.: 1 S 1054/11).

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AK Vorrat: Irischer High Court bringt EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vor EuGH

Der irische High Court hat am 27.01.2012 in Sachen Vorratsdatenspeicherung den Europäischen Gerichtshof angerufen. Wie der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) am 28.01.2012 mitteilt, will der High Court wissen, ob die EU-Richtlinie zur Vorratsspeicherung von Daten (2006/24/EG) gegen die EU-Grundrechtecharta oder gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt und deshalb ungültig ist. Der AK Vorrat hat das Bundesjustizministerium aufgefordert, sich aktiv in das Verfahren einzubringen und dem EuGH die Grundrechtsverstöße der Richtlinie sowie die Unwirksamkeit und Unverhältnismäßigkeit von Vorratsdatenspeicherungen aufzuzeigen.

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VG Mainz bestätigt zum Schutz der Ex-Frau Ausweisung eines Türken nach 20 Jahren Aufenthalt

Das Verwaltungsgericht Mainz hat die sofortige Ausweisung eines türkischen Staatsangehörigen durch die Stadt Worms bestätigt. Dieser hatte unter anderem mehrfach seine frühere Ehefrau vergewaltigt und saß dafür für mehrere Jahre bis Januar 2012 in Haft. Die anschließend angeordnete Abschiebehaft ist laut Gericht trotz des 20 Jahre währenden Aufenthalts des Mannes in Deutschland gerechtfertigt. Es sei damit zu rechnen, dass der Mann Kontakt zu seiner geschiedenen Ehefrau suchen werde und diese in erheblichem Maße gefährdet sei (Beschluss vom 13.01.2012, Az.: 4 L 1692/11.MZ).

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VG Koblenz: Promovierter Apotheker kann zurzeit keinen weiteren Doktortitel erlangen

Ein Apotheker mit einem Doktortitel der Philosophie ist mit seiner Klage auf Zulassung zu einem weiteren Promotionsverfahren im Bereich der Naturwissenschaften gescheitert. Das Verwaltungsgericht Koblenz wies die Klage mit Urteil vom 10.01.2012 ab, weil die Zulassungsvoraussetzungen mangels Nachweises der erforderlichen Vorbildung derzeit nicht erfüllt seien (Az.: 7 K 491/11.KO).

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BFH-Präsident warnt vor Finanztransaktionssteuer

Die geplante Finanztransaktionssteuer hat nach Ansicht des Präsidenten des Bundesfinanzhofs Rudolf Mellinghoff auch Folgen für kleine Sparer. Er gehe davon aus, dass die von Deutschland und Frankreich gewünschte Zwangsabgabe für Finanzgeschäfte alle Anlageprodukte treffen würde, die an der Börse gehandelt werden, sagte Mellinghoff dem Magazin «Focus». Sie würde sich damit nicht nur auf Reiche, sondern auf die Geldanlage jedes Sparers auswirken.

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Verkehrsgerichtstag fordert Berufsordnung für Kfz-Sachverständige

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) hat erneut gefordert, eine Berufsordnung für Sachverständige zu schaffen, die im Rahmen der Regulierung von Kfz-Unfallschäden tätig werden. Darin seien auch höhere Qualifikationsanforderungen an Kfz-Sachverständige zu stellen. Denn der Anteil mangelhafter Gutachten durch nicht qualifizierte Sachverständige sei nach wie vor zu hoch.

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VG Karlsruhe: Baiersbronner Bürgermeisterwahl vom Juli 2011 ist gültig

Die Bürgermeisterwahl in Baiersbronn vom 10.07.2011 ist gültig. Dies hat das Verwaltungsgericht Karlsruhe entschieden und damit der Wahlanfechtung durch einen Mitbewerber den Erfolg verwehrt. Das Gericht sah keine Anhaltspunkte dafür, dass der Bürgermeister oder andere Mitglieder des Gemeinderats Baiersbronn vorliegend die Grenzen zulässiger Wahlwerbung überschritten und damit gegen die ihnen als Amtsträger obliegende Neutralitätspflicht verstoßen hätten (Urteil vom 26.01.2012, Az.: 2 K 2293/11, nicht rechtskräftig).

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Niederlande: Kabinett stimmt für Burka-Verbot

Nach Belgien und Frankreich wollen auch die Niederlande muslimischen Frauen das Tragen von Vollschleiern in der Öffentlichkeit verbieten. Die niederländische Mitte-Rechts-Regierung stimmte am 27.01.2012 einem entsprechenden Gesetzentwurf zu. Bei Verstößen sollen Geldstrafen bis 390 Euro drohen. Integrationsministerin Liesbeth Spies bezeichnete das Verbot als angemessene Maßnahme von «höchster Wichtigkeit». Auf diese Weise könne die rechtliche Gleichheit von Männern und Frauen in einer multikulturellen und offenen Gesellschaft besser garantiert werden.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

OLG München: Gemeinschaftliches Testament im Falle des Beitritts nach mehr als 6 Jahren möglich

BGB §§ 2265, 2270, 2271, 2079, 2283, 2285

1. Ein gemeinschaftliches Testament kann auch dann wirksam errichtet sein, wenn der andere Ehegatte erst nach längerer Zeit beitritt, sofern im Zeitpunkt des Beitritts der Wille des ersttestierenden Ehegatten zur gemeinschaftlichen Testierung weiterhin besteht.

2. Irrt sich der nach Wiederverheiratung anfechtungsberechtigte überlebende Ehegatte über die Bindungswirkung, hindert das nicht den Beginn der Anfechtungsfrist. (Leitsätze des Gerichts)

OLG München, Beschluss vom 01.12.2011 - 31 Wx 249/10, BeckRS 2011, 28351

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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 1. Februar 2012

Top-Meldungen

BFH: Steueridentifikationsnummer ist verfassungsgemäß

Die Zuteilung der steuerlichen Identifikationsnummer und die dazu beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erfolgte Datenspeicherung sind mit dem Grundgesetz vereinbar. Dies geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18.01.2012 hervor. Die darin liegenden Eingriffe in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung seien durch überwiegende Interessen des Gemeinwohls gerechtfertigt. Auch einen Verstoß gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit verneinte der BFH (Az.: II R 49/10).

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BGH: Vermieter müssen Heizkosten nach Leistungsprinzip abrechnen

Vermieter dürfen Heizkosten nur nach dem Leistungsprinzip, das heißt nach dem tatsächlichen Verbrauch abrechnen, nicht aber die von ihnen erbrachten Vorauszahlungen an den Energieversorger auf die Mieter umlegen. Dies hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 01.02.2012 entschieden. Eine Heizkostenabrechnung nach dem Abflussprinzip sei unzulässig, da sie nicht den Anforderungen der Heizkostenverordnung entspreche (Az.: VIII ZR 156/11).

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BVerwG: Generelle Höchstaltersgrenze für öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige ist unzulässig

Eine Industrie- und Handelskammer (IHK) darf in ihrer Satzung keine generelle Höchstaltersgrenze für alle öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen festsetzen. Dies geht aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 01.02.2012 hervor. Es handele sich dabei um eine unzulässige Benachteiligung wegen des Alters nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, stellt das Gericht klar (Az.: 8 C 24.11).

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BGH: Autovermietung darf von Kfz-Haftpflichtversicherer restliche Mietwagenkosten aus abgetretenem Recht des Unfallopfers verlangen

Eine Autovermietung darf von einem Kraftfahrzeughaftpflichtversicherer aus abgetretenem Recht der Geschädigten Ersatz restlicher Mietwagenkosten nach einem Verkehrsunfall verlangen, wenn die volle Einstandspflicht der Versicherung unstreitig und allein die Höhe der Mietwagenkosten streitig ist. Dem stehe das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) nicht entgegen, so der Bundesgerichtshof. Die an die Autovermietung erfolgte Abtretung sei auch dann wirksam, wenn man von einer Rechtsdienstleistung ausgehe, da § 5 Abs. 1 Satz 1 RDG greife (Urteil vom 31.01.2012, Az.: VI ZR 143/11).

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BGH: Neufassung des § 9 der Anreizregulierungsverordnung wirksam

Der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs hat sich erneut mit der Regulierung der Entgelte für die Durchleitung von Elektrizität durch fremde Stromnetze nach der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) befasst. In diesem Zusammenhang hat er entschieden, dass die Neufassung des § 9 ARegV wirksam ist und – auch rückwirkend – auf die gesamte erste Regulierungsperiode nach der Anreizregulierungsverordnung anzuwenden ist. Außerdem hat der Senat klargestellt, dass auch in der Übergangsphase von der kostenbasierten Entgeltregulierung zur Anreizregulierung die bereits im Beschluss vom 14.08.2008 (BeckRS 2008, 20436) aufgestellten Grundsätze der Mehrerlössaldierung gelten (Beschluss vom 31.01.2012, Az.: EnVR 16/10).

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Weitere Nachrichten

Börsenfusion scheitert an Veto der EU-Kommission

Die geplante Fusion der Börsen von Frankfurt und New York ist geplatzt. Die Europäische Kommission legte am 01.02.2012 ihr Veto gegen einen Zusammenschluss von Deutscher Börse und NYSE Euronext ein. «Ungeachtet der von den Unternehmen angebotenen Abhilfemaßnahmen ist die Europäische Kommission zu der Einschätzung gelangt, der Zusammenschluss behindere in erheblichem Maße effektiven Wettbewerb», teilte die Deutsche Börse in Frankfurt mit. Gegen das «Nein» aus Brüssel können die Konzerne vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.

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BVerfG: Branchenportal «heise online» gewinnt gegen Musikindustrie im Streit um Verlinkung

Der Heise Zeitschriften Verlag hat sich im jahrelangen Streit mit der Musikindustrie vor dem Bundesverfassungsgericht endgültig durchgesetzt. Streitpunkt war die Frage, ob das Branchenportal «heise online» innerhalb seiner Berichterstattung auch auf Angebote von Software-Herstellern verlinken darf, die Programme zum Knacken kopiergeschützter Medien anbieten. Zuletzt hatte der Bundesgerichtshof die Verlinkung im Sinne der Meinungs- und Informationsfreiheit für zulässig erklärt. Eine Beschwerde der Musikindustrie gegen das Urteil wies das Bundesverfassungsgericht nun ab.

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BFH: Ablösezahlungen für Fußballspieler können nicht sofort steuerwirksam als Betriebsausgaben abgesetzt werden

Vereine der Fußball-Bundesliga können Ablösezahlungen an andere Vereine für den Wechsel von Spielern nicht sofort steuerwirksam als Betriebsausgaben absetzen. Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 14.12.2011 seine entsprechende Rechtsprechung aus dem Jahr 1992 (DStR 1992, 1611) bestätigt. Die Vereine müssten vielmehr in ihren Bilanzen für die exklusive Nutzungsmöglichkeit an dem jeweiligen Spieler ein immaterielles Wirtschaftsgut in Höhe der Ablösezahlungen zuzüglich etwaiger Provisionszahlungen an Spielervermittler ausweisen und könnten dieses entsprechend der Vertragslaufzeit abschreiben (Az.: I R 108/10).

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BGH: Ex-Funktionäre müssen Berichterstattung dulden

Wer ein Amt in einer politischen Organisation ausübt, muss es hinnehmen, wenn auch Jahrzehnte später noch darüber berichtet wird. Das hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 20.12.2011 entschieden. Damit war eine Klage des ehemaligen Leiters der «Kinderkommission» des Kommunistischen Bundes der 1970er Jahre erfolglos (Az.: VI ZR 261/10, BeckRS 2012, 03069).

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LSG Baden-Württemberg: Kein Elterngeld für inhaftierte Mütter

Während der Verbüßung einer Freiheitsstrafe haben Mütter keinen Anspruch auf Elterngeld. Dies hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg mit Urteil vom 17.01.2012 im Fall einer 27-jährigen Mutter entschieden, deren Sohn während der Haftzeit geboren wurde. Voraussetzung sei ein gemeinsamer Haushalt von Eltern und Kind. Dieser könne innerhalb einer Justizvollzugsanstalt (JVA) nicht begründet werden. Deshalb sei die Gewährung von Elterngeld selbst dann ausgeschlossen, wenn Mutter und Kind in der JVA zusammen untergebracht sind, betonte das Gericht. Der Senat hat die Revision zum Bundessozialgericht zugelassen (Az.: L 11 EG 2761/10).

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FG Münster: Kosten des Erststudiums regelmäßig keine Werbungskosten

Aufwendungen für ein nach dem Abitur aufgenommenes Erststudium sind steuerlich in der Regel nicht als Werbungskosten, sondern nur als Sonderausgaben zu berücksichtigen. Dies geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Münster vom 20.12.2011 hervor. Folge sei, das der Abzug von Studienkosten der Höhe nach auf jährlich 4.000 Euro beschränkt ist. Da es im Bereich der Sonderausgaben keinen sogenannten Verlustvortrag gibt, könnten Studenten, die während der Ausbildung nur wenig Geld verdienen, die angefallenen Studienkosten zudem auch nicht später, wenn sie höhere Einkünfte erzielen, steuerlich nutzen. Das FG hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen (Az.: 5 K 3975/09 F).

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SG Speyer: Anspruch auf Feststellung einer Schwerbehinderung erlischt ausnahmsweise trotz Tod des Klägers nicht

Ein Anspruch auf Feststellung einer Schwerbehinderung erlischt ausnahmsweise dann nicht mit dem Tod des Klägers, wenn die Feststellung für die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers über die Gewährung einer Altersrente wegen Schwerbehinderung notwendig ist. Dies hat das Sozialgericht Speyer mit Urteil vom 16.01.2012 entschieden und damit den Rechtsnachfolgern eines verstorbenen Klägers Recht gegeben (Az.: S 5 SB 563/08).

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OLG Schleswig: Bei misslungener Schönheitsoperation besteht nicht zwingend Anspruch auf Schadenersatz

Für eine missglückte Bruststraffung kann eine junge Frau von dem behandelnden plastischen Chirurgen keinen Schadenersatz verlangen, wenn sich die Risiken der Operation verwirklichen, über die sie zuvor aufgeklärt worden ist. Dies hat das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht mit Beschluss vom 25.01.2012 entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts Kiel bestätigt (Az.: 4 U 103/10).

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VG Hannover: Journalist bekommt keine Eilauskunft zu Kosten für Schutzmaßnahmen an Wulffs Wohnhaus

Ein Journalist ist mit seinem Eilantrag auf Auskunft über die Gesamtkosten für bauliche und sonstige Maßnahmen zum Schutze des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff auf seinem Grundstück in Burgwedel gegen das Land Niedersachsen gescheitert. Das Verwaltungsgericht Hannover hat den Antrag abgelehnt, weil die Auskunft zu einer realen Erhöhung des Risikos für Freiheit, Leib, Leben und körperliche Unversehrtheit der zu schützenden Personen und der sie schützenden Sicherheitskräfte führen könnte (Beschluss vom 24.01.2012, Az.: 6 B 498/12). Das Land Niedersachsen hatte die Auskunft verweigert, weil eine Antwort Rückschlüsse auf das Sicherungskonzept zulasse.

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LAG Hessen: Täuschung über Nachtschichttauglichkeit rechtfertigt Anfechtung des Arbeitsvertrags

Verpflichtet sich ein Arbeitnehmer in einem Arbeitsvertrag ausdrücklich dazu, Nacht- und Wechselschicht zu leisten, obwohl er im Zeitpunkt der Unterzeichnung bereits weiß, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht in Nachtarbeit eingesetzt werden kann, so liegt darin eine den Arbeitgeber zur Anfechtung des Arbeitsvertrags berechtigende arglistige Täuschung. Der Vertrag ist dann mit der Anfechtung sofort beendet. Dies stellt das Landesarbeitsgericht Hessen mit Urteil vom 21.09.2011 klar (Az.: 8 Sa 109/11).

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EU-Kommission ermittelt gegen Samsung wegen möglicher wettbewerbsverzerrender Nutzung von Patentrechten

Die Europäische Kommission hat eigenen Angaben vom 31.01.2012 zufolge gegen den südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung ein Untersuchungsverfahren wegen wettbewerbsverzerrender Nutzung von Patentrechten eröffnet. Die EU-Behörde will dem Vorwurf nachgehen, ob Samsung gegen die dem Europäischem Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) gegebene Verpflichtung verstoßen und einige seiner Standard-Patentrechte dazu genutzt hat, europäisches Kartellrecht auszuhebeln.  

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Bundesrat fordert Steuerpflicht für alle Sportwetten

Der Bundesrat will alle Sportwetten steuerpflichtig machen und hat dazu den Entwurf eines Gesetzes zur Besteuerung von Sportwetten (BT-Drs. 17/8494) vorgelegt. Danach sollen auch Sportwetten ausländischer Wettanbieter besteuert werden können. Dies teilt die Pressestelle des Deutschen Bundestags am 31.01.2012 mit.

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OVG Schleswig weist Klage gegen Ausbau der B 404 zur A 21 im Abschnitt Stolpe-Nettelsee ab

Die Bundesstraße B 404 zwischen Stolpe und Nettelsee im Kreis Plön darf zur Autobahn A 21 ausgebaut werden. Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht in Schleswig hat mit Urteil vom 30.01.2012 die Klage eines Grundstückseigentümers gegen den Planfeststellungsbeschluss zum vierspurigen Ausbau der Bundesstraße zur künftigen Autobahn A 21 abgewiesen (Az.: 1 KS 4/11).

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BAG: Kein Rücktritt vom Aufhebungsvertrag wegen Nichtzahlung einer vereinbarten Abfindung nach Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens

BGB §§ 323 I, 242; InsO, §§ 21 II Nr. 2 2. Alt., 22 II

Der Rücktritt vom Aufhebungsvertrag ist nach einem Urteil des BAG ausgeschlossen, wenn das Insolvenzgericht dem Arbeitgeber eine Abfindungszahlung gemäß § 21 InsO untersagt hat.

BAG, Urteil vom 10.11.2011 - 6 AZR 357/10, BeckRS 2012, 65005

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