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Aug 26, 2011, 10:30:56 AM8/26/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 26. August 2011

Top-Meldungen

BSG: Pauschalen können Übernahme angemessener Bestattungskosten durch Sozialhilfeträger nicht garantieren

Erforderliche Bestattungskosten sind durch den Sozialhilfeträger nicht nach Maßgabe pauschal ermittelter Vergütungssätze zu übernehmen. Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts vom 25.08.2011 ist vielmehr die Angemessenheit der einzelnen geltend gemachten Kosten sowie des Gesamtpakets zu ermitteln. Dabei sei beispielsweise zu beachten, dass erstattungspflichtige Privatpersonen in der Regel vertragsmäßig ungünstigeren Konditionen unterliegen als die Sozialhilfeträger (Az.: B 8 SO 20/10 R).

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BVerwG: Grenzen des Führerscheintourismus unmittelbar aus FeV ableitbar

Die in einem anderen EU-Mitgliedstaat erteilte Fahrerlaubnis berechtigt von Anfang an nicht zum Führen von Kraftfahrzeugen in Deutschland, wenn der Betroffene bei deren Erteilung seinen ordentlichen Wohnsitz ausweislich der vom Europäischen Gerichtshof geforderten Nachweise nicht im Ausstellermitgliedstaat hatte oder wenn die Fahrerlaubnis dort während einer noch laufenden deutschen Sperrfrist erteilt wurde. Nach einem entsprechenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 25.08.2011 ergibt sich diese Rechtsfolge unmittelbar aus § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und 4 FeV. Es bedürfe nicht zusätzlich noch einer Einzelfallentscheidung der deutschen Fahrerlaubnisbehörde, stellten die Richter klar (Az.: 3 C 25.10, 3 C 28.10 und 3 C 9.11).

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Bundesregierung legt Geldwäschepräventionsgesetz vor

Die Bundesregierung will den Kampf gegen die Geldwäsche verschärfen und hat den Entwurf eines Gesetzes zur Geldwäscheprävention vorgelegt. Dies meldet der Informationsdienst des Bundestags am 26.08.2011. Die Änderungen betreffen nach Angaben der Regierung die Erweiterung von Sorgfalts- und Meldepflichten, die Ausweitung bestimmter Pflichten auf den «Nichtfinanzsektor» (unter anderem Immobilienmakler, Spielbanken, Steuerberater und Rechtsanwälte) und die schärfere Sanktionierung von Verstößen. Der Bundesrat übt Kritik, weil er befürchtet, dass die Banken das Zahlscheingeschäft einschränken.

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Weitere Nachrichten

Bundestagspetition: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung will 50.000 Unterschriften für Verbot der Vorratsdatenspeicherung sammeln

Ein Bündnis aus Datenschützern und Bürgerrechtlern ruft unter Regie des Arbeitskreises für Vorratsdatenspeicherung dazu auf, die Petition für ein «Verbot der Vorratsdatenspeicherung» zu unterzeichnen. Innerhalb von drei Wochen - also bis 15.09.2011 - müssen 50.000 Unterschriften im Internet gesammelt werden, damit der Initiator Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung das Anliegen persönlich im Bundestag vortragen kann. Seit 25.08.2011 können Bürger die Petition an den Deutschen Bundestag mitzeichnen, so der Arbeitskreis.

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Lammert sucht Kompromiss für Bundestagsbeteiligung bei Euro-Hilfszusagen

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) fordert eine Beteiligung des Bundestages bei grundsätzlichen Entscheidungen über künftige Euro-Hilfen. Er hält die Mitwirkung des Parlaments bei jeder neuen Hilfszusage an ein Land für unverzichtbar. Eine «Generalermächtigung» für alle Entscheidungen des Euro-Rettungsfonds EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) dürfe es nicht geben. Bei Routine-Beschlüssen im Tagesgeschäft des Rettungsschirms genügt nach seiner Ansicht hingegen die Einbindung des parlamentarischen Haushaltsausschusses.

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OLG Stuttgart hebt Preissenkungsverfügung gegen Wasserversorger wegen unzulässiger Prüfmethode auf

Das Oberlandesgericht Suttgart hat eine Preissenkungsverfügung der baden-württembergischen Kartellbehörde gegen die Energie Calw GmbH als Wasserversorger für rechtswidrig erachtet und mit Beschluss vom 25.08.2011 aufgehoben. Die Kartellbehörde habe bei der Preiskontrolle eine unzulässige Prüfmethode angewendet. Allerdings habe sie die Missbräuchlichkeit der Wasserpreise prüfen dürfen. Das OLG hält es auch nicht für fernliegend, dass die Kartellbehörde bei erneuter Preiskontrolle unter Anwendung einer zulässigen Prüfmethode wieder zu einem ähnlichen Ergebnis gelangt. Das Gericht hat die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof zugelassen (Az.: 201 Kart 2/11).

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VG Berlin: Widerruf der Registrierung eines Inkassounternehmens war rechtswidrig

Der Widerruf der Registrierung einer Inkasso GmbH mit Sitz in Berlin durch die Präsidentin des Kammergerichts ist rechtswidrig. Dies geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 25.08.2011 hervor. Die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Widerruf der Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister lägen nicht vor. Es sei nicht dauerhaft zu unqualifizierten Rechtsdienstleistungen zum Nachteil des Rechtsverkehrs gekommen. Nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz bestehe keine Verpflichtung, vor jeder Einleitung von Inkassomaßnahmen, etwa dem Versand eines Mahnschreibens, eine Einzelfallprüfung durchzuführen, ob die jeweilige Forderung auch bestehe, stellte das Gericht klar (Az.: VG 1 K 5.10)

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LG München II: Torhüter Jens Lehmann bekommt kein Schmerzensgeld von Tim Wiese

Torwart Tim Wiese muss kein Schmerzensgeld an Jens Lehmann zahlen. Mit Urteil vom 25.08.2011 wies das Landgericht München II die Klage des früheren Torhüters der deutschen Nationalmannschaft auf 20.000 Euro ab. Nachdem Wiese von einem Journalisten mit einer Kritik Lehmanns an seiner Spielweise konfrontiert worden war hatte er in Richtung Lehmann unter anderem geäußert: «Der Mann gehört auf die Couch. Vielleicht wird ihm da geholfen. Einweisen – am besten in die Geschlossene!». Nach Auffassung der Kammer ist in dieser Äußerung kein rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Klägers zu sehen (Az: 8 O 127/11).

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Rheinland-Pfalz schafft Studiengebühren für Langzeitstudenten ab

Die neue rot-grüne Regierung in Rheinland-Pfalz will bereits zum kommenden Sommersemester die Studiengebühren für Langzeitstudenten abschaffen. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde in den kommenden Tagen vorgelegt, kündigte Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) am 25.08.2011 in Mainz an. Sie wertete das Vorhaben als wesentlichen «Beitrag zur Rechts- und Verwaltungsvereinfachung». Wann das Parlament darüber entscheidet, steht noch nicht fest. Verschiedene Hochschulen hatten bereits im Sommer Widerstand gegen den Wegfall der Strafgebühren für «Bummelstudenten» angekündigt. Sie fürchten Einnahmeausfälle in Millionenhöhe.

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Familienzusammenführung: EU geht rechtlich gegen Berlin vor

Deutschland behindert nach Ansicht der EU-Kommission in bestimmten Fällen den Zuzug von EU-Bürgern. Deshalb sei bereits im Juni 2011 ein Vertragsverletzungsverfahren wegen Verletzung des Rechts auf Personen-Freizügigkeit in der EU gegen Berlin eingeleitet worden, teilte die Behörde am 25.08.2011 in Brüssel mit. Nach Brüsseler Angaben verletzen deutsche Behörden vor allem bei der Familienzusammenführung europäische Vorschriften. Das Verfahren kann in letzter Konsequenz in eine Klage der Kommission gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof münden.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

KG: Grenzen für Antrag auf Entziehung der Fahrerlaubnis

StPO § 111a

Die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 111a StPO unterliegt als prozessuale Zwangsmaßnahme den verfassungsrechtlichen Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit und der Beachtung des Beschleunigungsgebots. Sie ist daher nach Auffassung des Kammergerichts nicht mehr rechtlich vertretbar, wenn die Tat über zwei Jahre zurückliegt, der diesbezügliche Antrag erst mit Anklageerhebung von der Staatsanwaltschaft gestellt wird und das Gericht bis zu seiner Entscheidung weitere fünf Monate vergehen lässt.

KG, Beschluss vom 01.04.2011 - 3 Ws 153/11 (LG Berlin), BeckRS 2011, 20095

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Aug 29, 2011, 10:57:21 AM8/29/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 29. August 2011

Top-Meldungen

BSG : Jobcenter muss nach rechtswidrigem Ein-Euro-Job Wertersatz leisten

Fehlt es an der «Zusätzlichkeit» der einer Alg II-Empfängerin zugewiesenen Arbeitsgelegenheit, kommt ein öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch gegen das zuweisende Jobcenter aufgrund der dort eingetretenen Vermögensmehrung in Betracht. Das hat der Vierte Senat des Bundessozialgerichts mit Urteil vom 27.08.2011 unter Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils entschieden und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Landessozialgericht zurückverwiesen. Sei die Arbeit nämlich in Erfüllung einer Aufgabe erbracht worden, die in jedem Fall hätte durchgeführt werden müssen, sei beim begünstigten Jobcenter durch die ersparten, aber notwendig gewesenen Aufwendungen zur Erfüllung dieser Aufgabe ein Vermögensvorteil entstanden (Az.: B 4 AS 1/10 R).

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VG Hamburg: BVerfG soll über komplettes Rauchverbot in Speisewirtschaften entscheiden

In einem Klageverfahren hat das Verwaltungsgericht Hamburg mit jetzt mitgeteiltem Beschluss vom 10.08.2011 dem Bundesverfassungsgericht die Frage vorgelegt, ob die Regelung des Hamburgischen Passivraucherschutzgesetzes (HmbPSchG), die es Inhabern von Schankwirtschaften (Kneipen) ausnahmsweise erlaubt, abgeschlossene Raucherräume einzurichten, nicht aber Speisewirtschaftsbetreibern, gegen das Gleichbehandlungsgebot des Grundgesetzes verstößt. Erst nach einer Entscheidung des BVerfG will das VG sein Verfahren fortsetzen (Az.: 4 K 3551/10).

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Sachsen empfiehlt seinen Städten und Gemeinden Schadenersatzklagen wegen riskanter Zinswetten

Sachsen hat als erstes Bundesland seinen Städten und Kreisen Schadensersatzklagen wegen riskanter Zinswetten empfohlen. «Sie wurden aufgefordert zu prüfen, ob sie Ansprüche geltend machen und gegebenenfalls den Rechtsweg beschreiten können», sagte der Sprecher des Dresdner Innenministeriums, Lothar Hofner, am 28.08.2011. Die Deutsche Bank war im März 2011 vom Bundesgerichtshof zu einer Schadenersatzzahlung von einer halben Million Euro an ein mittelständisches Unternehmen aus Hessen verurteilt worden (BKR 2011, 293). Andere Mittelständler und Kommunen hoffen seitdem auch auf Schadenersatz.

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Weitere Nachrichten

Richterbund fordert Einschränkung der geplanten Rechtsbehelfsbelehrungspflicht im Zivilprozess

Der Deutsche Richterbund (DRB) hält eine Rechtsbehelfsbelehrungspflicht im gesamten Zivilprozess, wie sie ein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums in Anlehnung an § 39 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) vorsieht, grundsätzlich für legitim. Allerdings sei ihr Umfang zu weit gefasst, da eine Rechtsbehelfsbelehrung über § 39 FamFG hinaus für jede anfechtbare gerichtliche Entscheidung vorgeschrieben werde, kritisert der DRB in seiner Stellungnahme vom August 2011. Er fordert eine Beschränkung der Belehrungspflicht auf Urteile und Beschlüsse.

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OVG Weimar: «Bettensteuer» darf in Erfurt vorläufig weiter erhoben werden

Die Stadt Erfurt darf die in der Öffentlichkeit auch als «Bettensteuer» bezeichnete Kulturförderabgabe vorläufig weiter erheben. Das hat der Dritte Senat des Thüringer Oberverwaltungsgerichts durch einen den Beteiligten jetzt zugegangenen unanfechtbarem Beschluss vom 17.08.2011 entschieden und den Eilantrag einer Hotelbetreiberin gegen die entsprechende Satzung der Stadt Erfurt abgelehnt. Insbesondere sei nicht erkennbar, dass die Abgabensatzung der Stadt Erfurt offensichtlich ungültig sei (Az.: 3 EN 1514/10).

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Rheinland-Pfalz dringt auf nationale Verbraucherschutzstandards für soziale Netzwerke

Der Bund soll für einen besseren Datenschutz in sozialen Netzwerken sorgen. Dies fordert der rheinland-pfälzische Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff (SPD) am 26.08.2011. Seiner Meinung nach müssen nationale Verbraucherschutzstandards etabliert werden, um Verbrauchern ausreichende Schutzrechte bei sozialen Netzwerken zu gewährleisten.

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LAG Hessen: Kein größerer Dienstspind für hessischen Ordnungspolizisten

Ein Dienstspind von 1,75 Meter Höhe, 1 Meter Breite und 0,46 Meter Tiefe genügt, um die Dienstkleidung eines Ordnungspolizisten ordnungsgemäß zu verwahren. Das hat das Landesarbeitsgericht Hessen in einem außergewöhnlichen Rechtsstreit mit jetzt veröffentlichtem Urteil vom 31.05.2011 entschieden. Die beklagte Stadt müsse nicht dafür Sorge tragen, dass der Polizist seine Dienstkleidungsstücke stets vollzählig und in gebrauchsfertigem Zustand in dem Dienstspind aufbewahren kann (Az.: 19 Sa 1753/10).

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Innenminister lehnt Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter ab

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) lehnt nach einem Zeitungsbericht die Forderung von Vertriebenen- Präsidentin Erika Steinbach nach Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter ab. Wie die «Bild am Sonntag» am 28.08.2011 schreibt, teilte der Minister dies in einem Schreiben an Steinbach mit. Deutsche Zwangsarbeit im Ausland nach dem Zweiten Weltkrieg gelte als Massenschicksal, das nicht entschädigt werden könne.

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Im Auslandseinsatz verwundete Soldaten sollen künftig höher entschädigt werden

Künftig sollen im Auslandseinsatz verletzte Soldaten mit bis zu 150.000 Euro entschädigt werden statt bisher mit maximal 80.000 Euro. Einen entsprechenden Entwurf für ein Gesetz zur Verbesserung der Einsatzversorgung will das Bundeskabinett am 31.08.2011 beschließen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Welt». Demnach soll das Gesetz 2012 in Kraft treten und rückwirkend zum 01.01.2011 gelten.

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Justizministerium Hessen lobt Arbeit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität

In Hessen hat die Staatsanwaltschaft mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) auf die fortschreitende Verlagerung der Kriminalität ins Internet reagiert. Landesjustizminister Jörg-Uwe Hahn zieht am 26.08.2011 eine positive Bilanz über die bisherige Arbeit der Zentralstelle. Die in Gießen angesiedelte Sondereinheit der hessischen Generalstaatsanwaltschaft trage zu einer effektiven Strafverfolgung auf dem Gebiet der Internetkriminalität bei und sei Vorbild geworden für ähnliche Einheiten in Baden-Württemberg, Thüringen oder Schleswig-Holstein.

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Ortschaftsräte in Sachsen-Anhalt sollen wieder mehr Entscheidungskompetenzen in Ortsteilen erhalten

Nachdem sich die Ortschaftsräte in den Einheitsgemeinden von Sachsen-Anhalt nach der Gemeindegebietsreform zunehmend über fehlende Entscheidungskompetenzen beschwert haben, sollen sie für ihre Ortsteile künftig wieder mehr eigene Entscheidungen treffen dürfen. Dies kündigte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) an, wie die «Mitteldeutsche Zeitung» am 29.08.2011 berichtet. Wie die Gemeindeordnung konkret geändert werden soll, stehe laut Stahlknecht allerdings noch nicht fest.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

OLG Koblenz: Wesentliche Änderung eines Haftbefehls begründet eine neue Vernehmungspflicht nach § 115 II StPO

StPO §§ 112a, 112 II Nr. 2, 115 II, III

Die wesentliche Änderung eines Haftbefehls ist wie ein neuer Haftbefehl zu behandeln und dem Beschuldigten gemäß § 115 Abs. 2 und 3 StPO zu eröffnen.

OLG Koblenz, Beschluss vom 04.04.2011 - 1 Ws 183/11, BeckRS 2011, 20783

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Aug 30, 2011, 11:06:13 AM8/30/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 30. August 2011

Top-Meldungen

BGH bestätigt wettbewerbswidrige Preisdarstellung auf Flugbuchungsportal

Die Preisdarstellung des Reisevermittlers Unister GmbH auf dem Flugbuchungsportal «fluege.de» verstößt gegen die EU-Bestimmungen zur Preiswerbung für Flugreisen und verletzt damit zugleich deutsches Wettbewerbsrecht. Wie die Wettbewerbszentrale am 30.08.2011 meldet, hat dies der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 17.08.2011 entschieden und die Nichtzulassungsbeschwerde der Unister GmbH gegen die Untersagung der Gestaltung des Buchungsportals durch das OLG Dresden zurückgewiesen (Az.: I ZR 168/10).

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BVerfG wird über Ungleichbehandlung bei Steuererstattung für Dienstfahrten mit privatem Pkw entscheiden

Die gestiegenen Kfz-Kosten und Benzinpreise sorgen für finanzielle Einbußen bei Autofahrern. Das belastet viele Steuerzahler, die für dienstliche Fahrten mit dem privaten Pkw nur 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer steuerfrei erstattet bekommen, während Angestellte im öffentlichen Dienst dafür teilweise bis zu 0,35 Euro steuerfrei geltend machen können. Wie der Bund der Steuerzahler (BdST) am 29.08.2011 meldet, ist zur Klärung dieser Ungleichbehandlung jetzt ein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht anhängig (Az.: 2 BvR 1008/11).

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VG Aachen: G8-Schüler haben gleichen Anspruch auf Schülerfahrkosten wie Schüler anderer Schulformen

Schüler der 10. Klasse eines G8-Gymnasiums haben nach zwei kürzlich veröffentlichten Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Aachen den gleichen Anspruch auf Gewährung von Fahrkosten wie Schüler der 10. Klasse anderer Schulformen. Das Gericht argumentierte, es verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn für Schüler der 10. Klasse an Gesamt-, Real- und Hauptschulen andere Entfernungsgrenzen angenommen würden als für Gymnasiasten der 10. Klasse und deshalb für letztere keine Fahrkosten übernommen würden (Urteil vom 17.06.2011, Az.: 9 K 1205/10, BeckRS 2011, 52418 und vom 15.07.2011, Az.: 9 K 1210/10, BeckRS 2011, 53285, Berufung wurde in beiden Fällen eingelegt).

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Weitere Nachrichten

Staatsvertrag für Kooperation bei elektronischer Überwachung per Fußfessel unterzeichnet

Die Justizminister der Länder Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, Rainer Stickelberger und Thomas Kutschaty, haben am 29.08.2011 in Wiesbaden den Staatsvertrag über die Einrichtung einer Gemeinsamen elektronischen Überwachungsstelle der Länder unterzeichnet. Der Justizstaatssekretär des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Rainer Dopp, erklärte zudem den Beitritt zum Staatsvertrag, den bislang bereits Bayern und Hessen unterzeichnet hatten. Wie das hessische Justizministerium erklärte, stehe der Beitritt nun weiteren Ländern offen.

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VG Trier: Polizeibeamter hat keinen Anspruch auf Sonderurlaub für Teilnahme an Schießweltmeisterschaft

Nach den einschlägigen beamtenrechtlichen Vorschriften kann Sonderurlaub für die aktive Teilnahme an den Olympischen Spielen sowie sportlichen Europa- und Weltmeisterschaften nur dann gewährt werden, wenn der Beamte von einem dem Deutschen Sportbund angeschlossenen Verband als Teilnehmer benannt worden ist und dienstliche Gründe nicht entgegenstehen. Diese Voraussetzung hat das Verwaltungsgericht Trier mit Urteil vom 09.08.2011 bei einem Polizeihauptkommissar als nicht gegeben angesehen, der als Mitglied des Bundes der Militär- und Polizeischützen e.V. an der Weltmeisterschaft im Schießen in Sydney 2010 teilnehmen wollte (Az.: 1 K 610/11.TR).

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Neue Richtervereinigung begrüßt Einführung einer Belehrungspflicht über Rechtsbehelfsmöglichkeiten im Zivilprozess

Der Zivilprozess wird transparenter und bürgernäher. Zu diesem Ergebnis gelangt die neue Richtervereinigung (NRV) nach Beurteilung eines Gesetzentwurfs des Bundesjustizministeriums, der die Einführung einer Belehrungspflicht über Rechtsbehelfsmöglichkeiten im Zivilprozess vorsieht und bereits Januar 2013 in Kraft treten könnte. Die Einführung einer solchen Belehrungspflicht sei überfällig, erklärte NRV-Sprecher Martin Wenning-Morgenthaler in einer Stellungnahme vom 29.08.2011.

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Kriminalpsychiater: Blick in die Seele von Verbrechern

Früher sollten sie in den meisten Fällen die Schuldfähigkeit eines Angeklagten einschätzen. Inzwischen müssen Forensiker immer häufiger Prognosen zur Gefährlichkeit eines Straftäters abgeben. Den Psychiatern kommt vor Gericht eine immense Bedeutung zu. Gleichwohl sagt Hans-Ludwig Kröber, Deutschlands wohl bekanntester Kriminalpsychiater: «Wir werden von der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen.»

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Hintergrund: So funktioniert die Fußfessel

Bei ehemaligen Straftätern mit einem hohen Rückfallrisiko kann ein Richter das Tragen einer elektronischen Fußfessel anordnen. Das Band wird am Arm oder Bein getragen und enthält einen Sender, der rund um die Uhr den Aufenthaltsort an eine Überwachungszentrale meldet. Die Bundesländer richten diese Zentralstelle Anfang 2012 in Bad Vilbel bei Frankfurt ein. Dort können elf Mitarbeiter künftig bis zu 500 Fußfesselträger technisch überwachen.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BGH: Belehrungspflicht des Versicherers über Wahrheitspflicht des Versicherungsnehmers

VVG a.F. § 6 III 1

Die Belehrung «Bewusst unwahre oder unvollständige Angaben führen zum Verlust des Versicherungsschutzes auch dann, wenn dem Versicherer keinerlei Nachteile entstehen» genügt den Anforderungen der so genannten Relevanzrechtsprechung. Ob eine ordnungsgemäße Belehrung über die Folgen einer vorsätzlichen Verletzung der Aufklärungsobliegenheit im Verlauf der Regulierungsverhandlungen wiederholt werden muss, ist aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.

BGH, Urteil vom 22.06.2011 - IV ZR 174/09 (OLG Frankfurt a.M.), BeckRS 2011, 19478

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Aug 31, 2011, 10:21:57 AM8/31/11
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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 31. August 2011

Top-Meldungen

BFH: Leistungen der Altenhilfe eines gemeinnützigen Vereins im Rahmen des «betreuten Wohnens» sind umsatzsteuerfrei

Leistungen der Altenhilfe im Bereich des «betreuten Wohnens», die von einem gemeinnützigen Verein der freien Wohlfahrtspflege gegenüber Senioren erbracht werden, sind von der Umsatzsteuer befreit. Dies hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 08.06.2011 im Fall eines Vereins entschieden, der von einem Vermieter von Seniorenwohnungen zur Erbringung so genannter Basisleistungen eingeschaltet worden war und an den die dafür vom Vermieter vereinnahmten Betreuungsentgelte weitergeleitet worden waren. Zu den Basisleistungen zählten beispielsweise die Sozial- und Gesundheitsbetreuung durch zeitweise, werktägliche Präsenz einer Fachkraft, die Organisation von Veranstaltungen sowie die Vermittlung von Dienstleistungen (Az.: XI R 22/09).

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Kabinett beschließt Reform des Euro-Rettungsschirms

Die Bundesregierung hat die Stärkung des Euro-Rettungsfonds EFSF auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte am 31.08.2011 in Berlin eine Änderung des Stabilisierungs-Gesetzes, mit dem zusätzliche Befugnisse des Rettungsschirms und ein höheres Ausleihvolumen für Notkredite national umgesetzt werden. Der EFSF soll künftig Anleihen kriselnder Euro-Länder aufkaufen, vorsorglich Kredite verleihen und Staaten Geld zur Stabilisierung ihrer Banken bereitstellen können.

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OVG Lüneburg: Kein Klagerecht für Anlieger der Castor-Transportstrecken

Anlieger der Castor-Transportstrecken können die atomrechtlichen Genehmigungen für die Beförderung der Behälter mangels Klagebefugnis gerichtlich nicht überprüfen lassen. Dies hat das Niedersächsische Oberveraltungsgericht in Lüneburg mit Berufungsurteilen vom 30.08.2011 entschieden. Die einschlägigen Rechtsvorschriften hätten keine drittschützende Wirkung. Das OVG hat in beiden Verfahren die Revision zugelassen (Az.: 7 LB 58/09 und 7 LB 59/09).

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Weitere Nachrichten

LG Osnabrück: Nachblutung bei Mandeloperation als typische Komplikation kein ärztlicher Behandlungsfehler

Die Arzthaftungskammer des Landgerichts Osnabrück hat sich in zwei Verfahren mit den schwerwiegenden Folgen (Tod beziehungsweise Schwerstbehinderung) einer Mandeloperation beschäftigen müssen. Das Gericht stellte in beiden Fällen fest, dass die eingetretenen Nachblutungen zwar äußerst schicksalhaft seien, dieser Verlauf aber eine typische Komplikation bei einer Mandeloperation und keinen ärztlichen Behandlungsfehler darstelle. Auf dieses Risiko seien beide Kläger vor der Operation auch hingewiesen worden (Urteil vom 22.09.2010, Az.: 2 O 3/09 und Urteil vom 01.12.2010, Az.: 2 O 1471/09, beide rechtskräftig).

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OVG Koblenz: Zwangsgeldandrohung wegen Nichtbesetzung der OLG-Präsidentenstelle rechtswidrig

Das Verwaltungsgericht Koblenz hätte dem Land Rheinland-Pfalz bisher noch kein Zwangsgeld für den Fall androhen dürfen, dass es nicht innerhalb eines Monats erneut über die Besetzung der Stelle des Präsidenten des Oberlandesgerichts Koblenz entscheidet. Das hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz entschieden und die Vollziehung der Zwangsgeldandrohung bis zur Entscheidung über die hiergegen vom Land eingelegte Beschwerde vorläufig ausgesetzt (Az.: 10 B 10847/11.OVG).

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Musik-, Film- und Buchbranche für weitere Verschärfung des Urheberrechts zum Schutz vor illegalen Downloads

Rund sieben Prozent aller Internet-Nutzer in Deutschland laden illegal Musik, Filme oder Bücher herunter. Dies geht aus einer Studie mehrerer Branchenverbände hervor, die am 30.08.2011 in Berlin vorgestellt wurde. Die Vertreter der Produzenten nahmen die Ergebnisse zum Anlass, eine Verschärfung des Urheberrechts zu verlangen. Die Bundesregierung müsse jetzt endlich ihr Wort einlösen, das Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor zwei Jahren auf der Frankfurter Buchmesse gegeben habe, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis.

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Richterbund gegen Auflösung der eigenständigen Sozialgerichtsbarkeit

Der Deutsche Richterbund (DRB) tritt der Forderung der Justizminister Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens zur Auflösung der eigenständigen Sozialgerichtsbarkeit entgegen. Für eine Zusammenlegung der Sozial- und Verwaltungsgerichtsbarkeit gebe es keine überzeugende Begründung, heißt es in einer Stellungnahme des DRB vom 30.08.2011. Bewährte Strukturen würden mit der Gefahr von Qualitätsverlusten zerschlagen. Die Auflösung der eigenständigen und sehr leistungsstarken Sozialgerichtsbarkeit wäre nach Ansicht des Richterbundes zudem ein «fatales Signal für den sozialen Frieden in Deutschland».

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Sachsen verabschiedet Bundesratsinitiative zur Beschränkung der Abfrage von Handydaten

Sachsen will die Abfrage von Mobilfunkdaten zur Aufklärung von Straftaten deutlich beschränken lassen. Das Kabinett hat am 30.08.2011 in Dresden eine entsprechende Bundesratsinitiative verabschiedet. Justizminister Jürgen Martens (FDP) rechnet damit, dass die Neuerungen etwa in einem Jahr Gesetzeskraft erlangen könnten. Einige der Vorschläge - etwa die frühzeitige Information des Datenschutzbeauftragten - würden in Sachsen allerdings schon früher angewandt, sagte der Minister.

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Bundesnetzagentur verzichtet auf Reservebetrieb eines Kernkraftwerks

Deutschland wird auch ohne den Reservebetrieb eines bereits stillgelegten Kernkraftwerks durch den nächsten Winter kommen. Dies ergibt sich aus einem Bericht, den die Bundesnetzagentur am 31.08.2011 vorgelegt hat. Die Behörde will deshalb von der Kompetenz zur Anordnung des Reservebetriebs eines Kernkraftwerks im Sinne des § 7 Abs. 1e S. 1 AtG keinen Gebrauch machen. «Die Situation im Winter bleibt beherrschbar, ist aber nach wie vor angespannt», betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

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Bundesregierung beschließt Entwurf des Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetzes

Einsatzgeschädigte Soldaten und ihre Hinterbliebenen sollen künftig höhere Entschädigungen bekommen. Die Bundesregierung hat am 31.08.2011 den von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vorgelegten Entwurf eines Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetzes beschlossen. Die Versorgung der Hinterbliebenen von Nicht-Berufssoldaten werde an die von Berufssoldaten angeglichen, erläutert de Maizière. Die geplante Anhebung der einmaligen Entschädigung bei schweren Verwundungen im Einsatz von 80.000 Euro auf 150.000 Euro stelle eine deutliche Verbesserung dar.

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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 1. September 2011

Top-Meldungen

BVerwG: Handwerksrechtliche Beschränkung des Berufszugangs über Meisterprüfung oder Altgesellen-Regelung ist verfassungskonform

Die Handwerksordnung ist mit dem Grundgesetz vereinbar, soweit sie die selbstständige Ausübung bestimmter Handwerke im stehenden Gewerbe im Regelfall vom Bestehen der Meisterprüfung oder einer ihr gleichgestellten Prüfung oder vom Nachweis einer sechsjährigen qualifizierten Berufserfahrung nach Ablegen der Gesellenprüfung («Altgesellenregelung») abhängig macht. Dies geht aus zwei Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts vom 31.08.2011 hervor. Klagen auf Feststellung, dass bestimmte Tätigkeiten ohne einen solchen Qualifikationsnachweis und ohne Eintragung in die Handwerksrolle ausgeübt werden dürfen, seien grundsätzlich gegen die Verwaltungsbehörde zu richten, die für die Überwachung des Handwerks und das Untersagen illegaler handwerklicher Tätigkeiten zuständig ist, stellten die Richter außerdem klar (Az.: 8 C 8.10 und 8 C 9.10).

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BVerwG: Stadtrat kann Weisungsrecht gegenüber seinen Vertretern im Aufsichtsrat eines kommunalen Versorgungsbetriebs haben

Kommunale Gremien können gegenüber ihren Vertretern in einem fakultativ errichteten Aufsichtsrat eines Versorgungsunternehmens, das als Gesellschaft mit beschränkter Haftung organisiert ist und an dem die Kommune eine Mehrheitsbeteiligung hält, auch dann weisungsbefugt sein, wenn dies im Gesellschaftsvertrag nicht explizit verankert ist. Das hat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 31.08.2011 entschieden. Das kommunale Weisungsrecht gemäß § 113 GO NRW stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass nicht durch Gesetz etwas anderes bestimmt ist, betonten die Richter (Az.: 8 C 16.10).

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BVerwG: Einbürgerungsanspruch besteht nicht ohne ausreichende Klärung der Identität

Auf die Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit besteht nur dann ein Anspruch, wenn die Identität des Einbürgerungsbewerbers geklärt ist. Dies geht aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 01.09.2011 hervor. Nach Ansicht des Gerichts wird eine Klärung der Identität des Einbürgerungsbewerbers in der gesetzlichen Regelung (insbesondere in § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 und 5 StAG sowie in § 11 StAG 2005) vorausgesetzt. Eine verlässliche Prüfung wesentlicher Einbürgerungsvoraussetzungen sei sonst nicht möglich. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei die Einbürgerungsbehörde zu einer Identitätsprüfung nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet (Az.: 5 C 27.10).

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VG Kassel bejaht Streikrecht auch für beamtete Lehrer

Auch verbeamtete Lehrer dürfen streiken. Entgegen der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Verwaltungsgericht Kassel mit Urteilen vom 27.07.2011 in zwei Verfahren entschieden, dass das Streikrecht auch Beamten zustehen könne, soweit sie nicht hoheitlich, also im Bereich der Eingriffsverwaltung, der Polizei und der Landesverteidigung tätig seien. Die Kammer folgte insoweit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der bereits in zwei Entscheidungen zu Art. 11 EMRK (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) in den Jahren 2008 und 2009 festgestellt hatte, dass das Streikrecht für öffentliche Bedienstete zwar eingeschränkt werden könne, jedoch nur unter engen Voraussetzungen. Denn es dürfe nur bestimmte Gruppen von Angehörigen des öffentlichen Dienstes betreffen, nicht aber den öffentlichen Dienst insgesamt (Az.: 28 K 574/10.KS.D und 28 K 1208/10.KS.D).

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OVG Berlin-Brandenburg: Rundfunk muss NPD-Wahlwerbespot nicht ausstrahlen

Es bleibt dabei, dass der Rundfunksender rbb einen Wahlwerbespot der NPD aus Anlass der Berliner Abgeordnetenhauswahl nicht ausstrahlen muss. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Beschwerde der NPD gegen den im Eilverfahren ergangenen Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin zurückgewiesen. Dieses war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Wahlwerbespot den Straftatbestand des § 130 Abs. 1 Nr. 2 StGB (Volksverhetzung) erfülle, weil er Ausländer mit Straftätern gleichsetze (Beschluss vom 31.08.2011, Az.: OVG 3 S 112.11 ).

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Weitere Nachrichten

VG Aachen: Kinderbildungsgesetz NRW wegen Ausschluss der finanziellen Förderung privatgewerblicher Träger teilweise verfassungswidrig

Der Ausschluss privatgewerblicher Träger von Kindertagesstätten von der im Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) vorgesehenen finanziellen Förderung verstößt nach einer vorläufigen Einschätzung des Verwaltungsgerichts Aachen gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes (Art. 3 GG). Eine Entscheidung in dem Verfahren hat das Gericht nicht getroffen, weil die prozessrechtlichen Folgen der angenommenen Verfassungswidrigkeit der Vorschrift noch vertiefter Erörterung mit den Verfahrensbeteiligten bedürften, teilte das Gericht am 31.08.2011 mit (Az.: 8 K 590/09).

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LSG Rheinland-Pfalz: Erneute Weiterleitung von Rehabilitationsanträgen ist unzulässig

Ein einem Rehabilitationsträger von einem anderen Träger zugeleiteter Rehabilitationsantrag darf nicht ein zweites Mal weitergeleitet oder an den erstangegangenen Träger zurückgeleitet werden. In diesem Zusammenhang ist nach einem entsprechenden Beschluss des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz vom 16.08.2011 auch nicht zu prüfen, ob dem erstangegangenen Träger ein rechtsmissbräuchliches Verhalten zur Last fällt. Grund hierfür sei die Vermeidung von Zuständigkeitsstreitigkeiten auf dem Rücken der Betroffenen, heißt es in der Begründung des Gerichts (Az.: L 5 KR 175/11 B ER).

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LG Berlin: «Gekauftes» Ranking auf Hotelbuchungsportal gerichtlich untersagt

Das Landgericht Berlin hat auf Antrag der Wettbewerbszentrale der niederländischen Betreibergesellschaft des Hotelbuchungsportals «booking.com» im Wege der einstweiligen Verfügung untersagt, in Deutschland im Rahmen dieses Buchungsportals Hotelbetriebe unter der Rubrik «Beliebtheit» in absteigender Reihenfolge zu platzieren, wenn für die an dem Ranking teilnehmenden Hotels die Möglichkeit besteht, das Ranking durch eine höhere Provision an das Buchungsportal zu beeinflussen. Ferner wurde laut Gericht untersagt, Hotelbetrieben die Möglichkeit einer positiven Beeinflussung des Rankings durch Provisionserhöhung anzubieten. Dies berichtete die Wettbewerbszentrale am 31.08.2011 (Beschluss vom 25.08.2011, Az.: 16 O 418/11, nicht rechtskräftig).

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VG Stuttgart: Widerruf der Berufsbezeichnung Altenpfleger nach Misshandlungen von Heimbewohnern rechtens

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage eines Altenpflegers gegen den Widerruf der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung «Altenpfleger» wegen Misshandlungen und der Verletzung des Persönlichkeitsrechts von ihm anvertrauten Heimbewohnern abgewiesen. Zu Recht habe das Regierungspräsidium aus dem schwerwiegenden Fehlverhalten des Klägers gegenüber den seiner Obhut anvertrauten Bewohnern geschlossen, dass er als unzuverlässig zu beurteilen sei (Urteril vom 19.07.2011, Az.: 4 K 766/11, rechtskräftig, BeckRS 2011, 53517).

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OLG Brandenburg: Stadt haftet nicht für Beschädigung eines parkenden Autos durch herabfallenden Ast

Tritt ein Baum aus dem übrigen Bewuchs des an die Straße angrenzenden Grundstücks nicht heraus, sondern steht in einem breiten Grüngürtel entlang der Fahrbahn einer kleinen, wenig befahrenen Straße, so ist der fragliche Baum nicht zur Straße zu rechnen. Nach einem jetzt bekannt gewordenen Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg vom 28.06.2011 haftet die Stadt deshalb nicht für die Beschädigung eines parkenden Autos durch einen herabfallenden Ast. Dem Kläger stehe weder ein Amtshaftungsanspruch aus § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Art. 34 GG sowie §§ 9 Abs. 4, 10 Abs. 1 BbgStrG noch ein Anspruch abgeleitet aus der Eigentümerstellung der beklagten Stadt aus § 823 Abs. 1 BGB zu (Az.: 2 U 16/10, BeckRS 2011, 17732).

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Gesetzliche Neuregelungen im August 2011

Die Bundesregierung hat am 31.08.2011 über neu in Kraft tretende Gesetze berichtet. Das Infektionsschutzgesetz etwa werde Patienten im Krankenhaus künftig besser vor der Infektion mit gefährlichen Keimen geschützt. Die Neuregelung fordere eine bessere Hygiene in Krankenhäusern.

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Steuervereinfachungsgesetz 2011: Bundesregierung ruft Vermittlungsausschuss an

Weil der Bundesrat das Steuervereinfachungsgesetz 2011 im letzten Monat vorläufig gestoppt hatte, unter anderem deshalb, weil er die Möglichkeit ablehnte, nur alle zwei Jahre eine Steuererklärung abgeben zu müssen, soll jetzt der Vermittlungsausschuss eingeschaltet werden. Das habe das Kabinett beschlossen, teilte die Bundesregierung am 31.08.2011 mit. Sie begründete den Schritt mit dem besonderen Interesse am Zustandekommen des Gesetzes, das zahlreiche Maßnahmen zur Steuervereinfachung enthalte, von denen Bürger als auch Unternehmen profitieren würden. Sie hat noch einmal auf die wichtigsten geplanten Maßnahmen hingewiesen.

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Zweiter Energieeffizienz-Aktionsplan beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 31.08.2011 den zweiten Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan der Bundesregierung beschlossen. Dies teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Der Bericht zeige, dass Deutschland die von der Energiedienstleistungsrichtlinie 2006/32/EG vorgegebenen Einsparziele deutlich übererfüllen werde, so der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler (FDP). Deutschland soll bis 2016 insgesamt neun Prozent des jährlichen Durchschnittsverbrauchs von Endenergie im Zeitraum 2001 bis 2005 einsparen. Die Bundesregierung übermittelt den Bericht nun an die Europäische Kommission.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

OLG Düsseldorf: Versuchter Betrug zu Lasten der Landeskasse durch zu niedrige Streitwertangabe

GKG § 51 I

Bei der Festsetzung des Streitwertes ist das Gericht an eine Wertangabe der Parteien, mag sie gegebenenfalls auch übereinstimmend erfolgt oder von der gegnerischen Seite unwidersprochen geblieben sein, nicht gebunden. Nach den Erfahrungen des Senats stellt es eine nicht nur gelegentliche, sondern mittlerweile beinahe regelmäßige Praxis dar, dass - solange der Prozesserfolg und damit die letztlich kostenpflichtige Partei noch nicht sicher abzusehen sind - beide Parteien in einträchtigem Zusammenwirken mit einer zu niedrigen Streitwertangabe prozessieren, um Gerichtskosten „zu sparen“. Nicht selten versuchen die Parteien und ihre Prozessbevollmächtigten, eine angemessene Anhebung des Streitwertes durch das Gericht dadurch zu torpedieren, dass dem Gericht diejenigen Daten (Verkaufspreise, Umsatzzahlen, Marktanteile) vorenthalten werden, auf die es mangels eigener Kenntnis für die Bemessung des tatsächlichen Rechtsverfolgungsinteresses angewiesen ist.

OLG Düsseldorf, Beschluss vom 10.05.2011 - 2 W 15/11, BeckRS 2011, 18112

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Nachrichten der beck-aktuell-Redaktion vom 2. September 2011

Top-Meldungen

OLG München bejaht Amtspflichtverletzung bei falscher Rentenberatung

Eine falsche Rentenberatung durch die Beratungsstelle der gesetzlichen Rentenversicherung kann zu einer Amtshaftung führen. Dies hat der für Fälle der Amtshaftung zuständige Zivilsenat des Oberlandesgerichts München mit Urteil vom 04.08.2011 entschieden und einem Kläger wegen Falschberatung Schadensersatz zugesprochen. Amtliche Auskünfte müssten nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs richtig, vollständig und unmissverständlich sein, stellten die Richter klar. Über das Sozialversicherungsrecht hinausreichende Schäden werden nach der jetzt veröffentlichten Entscheidung allerdings nicht ersetzt (Az.: 1 U 5070/10).

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VGH Kassel: Verwilderte Straßentauben in großen Schwärmen dürfen als Schädlinge getötet werden

Mit Urteil vom 02.09.2011 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof den Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg verpflichtet, über den bisher abgelehnten Antrag eines Jägers und Falkners auf Erteilung einer Erlaubnis zum Einfangen und Töten von verwilderten Tauben neu zu entschieden. Stadttauben könnten als Schädlinge einzustufen sein, wenn sie in großen Schwärmen oder in besonders empfindlichen Lebensbereichen auftauchten. Das Gericht hat die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen (Az.: 8 A 396/10)

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BVerfG will Stagnation bei Wahlrechtsreform nicht unbegrenzt hinnehmen

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle hat der Politik ein Eingreifen angedroht, falls die Parteien sich nicht auf die geforderte Wahlrechtsreform einigen. Seit zwei Monaten stehe Deutschland ohne Wahlrecht da, weil die Fraktionen es nicht schaffen, es zu reformieren - obwohl das BVerfG der Politik eine Frist bis zum 30.06.2011 gesetzt hatte. Voßkuhle sagte am Abend es 01.09.2011 bei einer Veranstaltung in Berlin, das Karlsruher Gericht fühle sich da nicht in einer hilflosen Situation. «Wenn Not am Mann ist, dann machen wir es auch selbst.»

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Weitere Nachrichten

VGH Kassel verneint Klagerecht gegen die Einleitung salzhaltiger Abwässer in die Werra

Die Gemeinden Gerstungen und Herleshausen, die Stadt Witzenhausen sowie die Fischereigenossenschaft Untere Werra sind nicht berechtigt, gerichtlich überprüfen zu lassen, ob die Einleitung salzhaltiger Haldenabwässer des Werkes Neuhof-Ellers der Firma K+S Kali in die Werra bei Hattorf (Gemeinde Philippstal) von einer dem Unternehmen erteilten wasserrechtlichen Erlaubnis des Regierungspräsidiums Kassel gedeckt ist. Dies geht aus einem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs in Kassel vom 01.09.2011 hervor, mit dem das Gericht die Berufung der Kommunen und der Fischereigenossenschaft gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel vom Juni 2009 zurückgewiesen hat. Das Gericht wies außerdem darauf hin, dass sich die Einleitung der Abwässer in die Werra im Rahmen einer der Firma K+S erteilten Erlaubnis zur Bewältigung kurzfristig auftretender Entsorgungsengpässe halte (Az.: 7 A 1736/10).

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LSG Rheinland-Pfalz: Grad der Behinderung von 50 setzt bei Diabetes mellitus gravierende Beeinträchtigung der Lebensführung voraus

Ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 ist für an Diabetes erkrankte Menschen erst dann gerechtfertigt, wenn eine Insulintherapie mit täglich mindestens vier Injektionen erforderlich ist, wobei die Insulindosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung selbstständig variiert werden muss. Außerdem müssen die Betroffenen durch erhebliche Einschnitte gravierend in der Lebensführung beeinträchtigt sein. Die Blutzuckerselbstmessung und die Insulindosen (beziehungsweise Insulingaben und Insulinpumpe) müssen dokumentiert sein. Dies hat das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz mit Beschluss vom 25.07.2011 entschieden (Az.: L 4 SB 182/10).

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OVG Weimar: «Bettensteuer» darf auch in Jena vorläufig weiter erhoben werden

Nicht nur die Erfurter, sondern auch die Jenaer «Bettensteuer» darf vorerst weiter erhoben werden. Nachdem kürzlich bereits der Eilantrag einer Hotelbetreiberin gegen die Erhebung der so genannten Kulturförderabgabe in Erfurt erfolglos geblieben ist, hat das Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar jetzt auch den Eilantrag eines Hotelbetreibers gegen die Satzung der Stadt Jena abgelehnt (Beschluss vom 23.08.2011, Az.: 3 EN 77/11, unanfechtbar).

 

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SAP wendet in Streit mit Oracle Milliardenstrafe für Datendiebstahl ab

Wende im Datenklau-Streit: Die milliardenschwere Schadenersatzzahlung des Softwarekonzerns SAP an den Erzrivalen Oracle ist vorerst vom Tisch. Eine Richterin im kalifornischen Oakland kassierte am 01.09.2011 eine Entscheidung gegen das Walldorfer Unternehmen, das 1,3 Milliarden Dollar zahlen sollte. Der Betrag sei «extrem übertrieben», stellte Richterin Phyllis Hamilton fest. Damit ist SAP zwar zunächst ein großes Problem los. Abgehakt ist der Rechtsstreit aber noch lange nicht. Oracle will sich so schnell nicht geschlagen geben.

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VG Neustadt: Hinterbliebener muss bei Hinweisen auf Gewaltverbrechen nicht für Leichentransport zahlen

Der bestattungspflichtige Angehörige eines Verstorbenen muss nicht für die Kosten der Bergung und Überführung der Leiche in die Räume des von der Polizei beauftragten Bestattungsunternehmens aufkommen, wenn nach Auffinden der Leiche ein Gewaltverbrechen nicht auszuschließen war. Dies hat das Verwaltungsgericht Neustadt mit Urteil vom 22.08.2011 entschieden. Ein entsprechender Kostenbescheid sei schon dem Grunde nach rechtswidrig, weil der Leichentransport zum Bestattungsinstitut strafrechtlichen Zwecken diene. Die Kostenübernahme könne nicht aufgrund einer polizeirechtlichen Vorschrift gefordert werden (Az.: 5 K 301/11.NW).

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Neue Schlichtungsstelle für Anleger von Investmentfonds nimmt Arbeit auf

Anleger von Investmentfonds können ihre Ansprüche künftig besser außergerichtlich geltend machen. Die Ombudsstelle für Investmentfonds beim Bundesverband für Investment und Asset Management (BVI) hat nach Mitteilung des Bundesfinanzministeriums am 01.09.2011 ihre Arbeit aufgenommen. Sie kann von Verbrauchern kostenlos eingeschaltet werden, wenn sie der Ansicht sind, dass eine Fondsgesellschaft gegen Vorschriften des Investmentgesetzes verstoßen hat. Die Einrichtung der Ombudsstelle sei möglich geworden, nachdem das Bundesministerium der Finanzen am 19.08.2011 die Verfahrensordnung zur außergerichtlichen Beilegung von Verbraucherrechtsstreitigkeiten genehmigt hatte.

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Schwerbehinderte Reisende dürfen Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn künftig kostenlos nutzen

Seit 01.09.2011 gilt die neue Freifahrtregelung für schwerbehinderte Menschen. Darauf weist die Bundesregierung hin. Ab sofort können Betroffene deutschlandweit alle Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn in der Zweiten Klasse kostenlos nutzen. Die Regelung komme rund 1,4 Millionen Menschen zugute, die gehbehindert, blind oder gehörlos sind. Die unentgeltliche Beförderung gelte nur für den Nahverkehr. Im Fernverkehr müssten schwerbehinderte Menschen auch weiterhin normal bezahlen.

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Zeitung: USA wollen Großbanken wegen Hypotheken-Deals verklagen

Die US-Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge ein Dutzend Großbanken wegen unlauterer Hypothekengeschäfte auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen. Wie die «New York Times» am 01.09.2011 (Ortszeit) online unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, ist neben der Bank of America, JPMorgan Chase und Goldman Sachs auch die Deutsche Bank betroffen.

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Neu von C. H. Beck: «ZD - Zeitschrift für Datenschutz»

Im Verlag C. H. Beck ist die «ZD - Zeitschrift für Datenschutz» neu erschienen. Mit der Fachzeitschrift «ZD» wird der Leser künftig über die datenschutzrechtlichen Aspekte aus allen Rechtsgebieten informiert. Im Mittelpunkt stehen Themen aus der Unternehmenspraxis, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Der Datenschutz hat sich vom Abwehrrecht zum ökonomisch bedeutsamen Gestaltungsinstrument und Qualitätsmerkmal gewandelt. «ZD» wird diesen Prozess nicht nur aufmerksam beschreiben, sondern auch kritisch und pragmatisch begleiten.

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Ausgewählte Urteilsanalysen

BAG: Befristung von Urlaubsansprüchen

BUrlG § 7 III 1, 3

Kehrt ein Arbeitnehmer nach Arbeitsunfähigkeit an den Arbeitsplatz genesen zurück, so verfallen innerhalb der Frist des § 7 III 1 BUrlG nicht nur die Urlaubsansprüche des aktuellen Urlaubsjahres, sondern auch übertragene Urlaubsansprüche.

BAG, Urteil vom 09.08.2011 - 9 AZR 425/10 (LAG Köln)

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