Ende Juli war ich für eine Woche mit einer Jugendgruppe aus meiner
Heimatstadt Lingen (Ems) in Cormatin, einem Nachbardorf von Taizé,
gelegen in Burgund. Am 29. Juli reiste ich von dort aus weiter zum
Internacia Junulara Kongreso (IJK), einem internationalen Jugend-
treffen der Welt-Esperanto-Jugend in Straßburg.
Cormatin hatte mal einen Bahnhof. Das Bahnhofsgebäude gibt es auch
immer noch (es wird jetzt anscheinend als eine Art Gästehaus genutzt),
aber nicht mehr die zugehörige Bahnstrecke Chalon - Mâcon. Von dieser
existiert nur noch ein kurzes Teilstück (bis Givry, oder war's Buxy?);
der Rest ist zu einem Radweg ("Route Verte") ausgebaut worden. Weil
der Weg im Gegensatz zu den übrigen Straßen keine großen Steigungen
aufweist, wird er auch gerne von (Freizeit-)Radlern genutzt. Alltags-
radler scheint es in diesem Teil Frankreichs so gut wie nicht zu
geben.
Wie gesagt: Die Bahnstrecke gibt es nicht mehr, aber einen Bus, der
immer noch im Auftrage der Französischen Eisenbahnen (SNCF) verkehrt.
Der Fahrplan ist auch in der elektronischen Fahrplanauskunft enthal-
ten <http://reiseauskunft.bahn.de>. Meines Wissens können auch durch-
gehende Fahrscheine für Bahn und Bus ausgestellt werden.
Nur gibt es leider in Cormatin keinen Fahrkartenschalter und natür-
lich auch keinen Automaten. Also stelle ich mich einfach mit meinem
Gepäck an die Haltestelle. Der Fahrplan an der einzigen Haltestelle im
Dorf hängt auch aus, allerdings nur auf der anderen Straßenseite. Die-
sen konsultiere ich auch mehrfach - der Bus kommt nämlich nicht zur
ausgedruckten Zeit. Mit 15 Minuten Verspätung kommt er dann doch noch.
Kein Grund zur Beunruhigung - in Chalon habe ich planmäßig 24 Minuten
Zeit zum Umsteigen.
Cormatin ab 14:03 Bus
Chalon-sur-Saône an 15:01
Dass der Busfahrer keinen durchgehenden Fahrschein nach Strasbourg
ausstellen konnte, hatte ich mir schon gedacht. Also kaufe ich einen
Fahrschein bis Chalon. Die Verspätung holt der Bus übrigens größten-
teils auf.
In Chalon begebe ich mich an den Schalter. Erfreulicherweise gibt es
keine Warteschlangen, und das, obwohl das Computersystem die Arbeit
der Bediensteten nicht gerade beschleunigt. Sie müssen anscheinend
dauernd zwischen zwei Programmen wechseln - eines gibt Fahrplanaus-
künfte, das andere erstellt Fahrkarten.
Die freundliche Verkäuferin findet eine Verbindung nach Strasbourg.
Diese muss nun anscheinend in die Fahrkarte eingetragen werden. Je-
doch gilt die Fahrkarte auch für andere Züge, wie sie mir auf Nach-
frage erklärt. Weil ich zweimal umsteigen muss und auf einen Fahr-
kartenvordruck nur zwei Züge passen, wird das Ganze auf zwei Formulare
aufgeteilt, wobei unten rechts "Page 1/2" bzw. "Page 2/2" steht.
Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass man in Frankreich am
Fahrkartenschalter nicht mit der Eurocheque-Karte zahlen kann. Kredit-
karten und die Carte Bancaire (das scheint ein nationales französi-
sches System zu sein) sind gern gesehen, aber mit meiner ec-Karte kann
die Verkäuferin mich nur auf den nächsten Geldautomaten verweisen.
Netterweise erklärt sie sich bereit, auf mein Gepäck aufzupassen, wäh-
rend ich zur Bank sprinte. Allmählich naht nämlich doch die Abfahrt
meines Zuges ...
Als ich wiederkomme, stelle ich fest, dass die Verkäuferin ihren
Schalter eigens für andere Kunden geschlossen hat, damit ich sofort
zahlen und noch meinen Zug erreichen kann! Das war natürlich sehr
erfreulich (und angesichts des mäßigen Andrangs auch vertretbar).
Fast hätte ich vergessen, die Fahrkarten auch noch zu stempeln, was in
Frankreich ja (zumindest bei nationalen Fahrkarten) Pflicht ist. Wel-
che Ecke der Fahrkarten der Stempler gerne hätte, steht nicht drauf.
Ich entscheide mich für oben rechts und besteige dann meinen Zug:
Chalon-sur-Saône ab 15:25 TER 91424
Dijon-Ville an 16:10
Er besteht aus vier etwas altmodischen, aber nicht unbequemen Groß-
raumwagen mit der Bezeichnung "B10t". Die Fenster öffnet man mit einer
Kurbel. Und die Gepäcknetze verdienen diesen Namen noch, sie bestehen
nämlich aus einem Drahtgeflecht. Die Sitze sind mit hell- und dunkel-
braunem Kunstleder bezogen. "Mein" Wagen wurde, wie ich auf einem
Schild lese, 1971 gebaut.
Ein Schaffner mit blauem Polohemd und eine Schaffnerin mit weißer
Bluse begleiten den Zug. (In Deutschland hätten Züge mit nur vier
Wagen nur einen Schaffner.) An den Bahnhöfen schließen sie die Türen
von Hand. Den Abfahrauftrag gibt an jedem Bahnhof eine örtliche Auf-
sicht mit "Kelle", was in Deutschland sehr selten geworden ist. Die
"Kelle" ist aber nicht rund und weiß mit grünem Rand wie in Deutsch-
land, sondern ist länglich, rechteckig und weiß mit einem roten Strei-
fen.
Bei mehreren Fahrgästen füllen die Schaffner Formulare im A5-Format
aus und lassen sich die Papiere zeigen. Ob das Schwarzfahrer sind? Von
mir wollen sie jedenfalls keine Daten, sondern stempeln und lochen
meinen Fahrschein. Als Zugnummer ist 23424 eingestellt - egal.
Dann stattete ich noch der Toilette einen Besuch ab. Die Tür ver-
schließt man nicht mit einem Drehgriff am Schloss, sondern einfach mit
einem Riegel. Mit dem Seifenspender (unten drehen, damit ein wenig
Seifenpulver mit Zitronenduft herauskommt) fühlte ich mich gleich wie
zu Hause. Ungewohnt war hingegen die Toilettenspülung - um das Plumps-
klo in Aktion zu setzen, muss man einen Griff ziehen, der verdächtig
nach Notbremse aussieht. Nach zweimaligem genauem Studium der Auf-
schrift habe ich mich dann doch getraut zu ziehen ...
Wieder an meinem Platz, studiere ich bei offenem Fenster und flattern-
den Gardinen noch einmal die auf meinen Fahrschein aufgedruckte Ver-
bindung:
Chalon-sur-Saône ab 15:25 91424
Dijon-Ville an 16:10 ab 16:40 94131
Belfort an 18:56 ab 20:49 4381
Strasbourg an 22:18
Ich entschließe mich, in Dijon noch einmal nachzufragen, ob's denn
nicht schneller geht. 113 Minuten Aufenthalt in Belfort erscheinen
mir suboptimal.
Am Bahnhof Dijon-Ville komme ich am Hausbahnsteig an. Ich packe mein
Gepäck auf einen Kofferkuli, für den man eine 10-Franc-Münze als Pfand
braucht. Im Bahnhofsgebäude finde ich einen Accueil, eine Art Emp-
fangsschalter. Ich komme sofort dran und frage nach der schnellsten
Verbindung nach Strasbourg, und siehe da: Es gibt eine schnellere,
und mein Fahrschein gilt da auch:
Chalon-sur-Saône ab 15:25 91424
Dijon-Ville an 16:10 ab 16:40 94131
Belfort an 18:56 ab 20:01 30481
Mulhouse an 20:42 ab 20:50 96240
Strasbourg an 21:41
Keine Ahnung, warum die Verkäuferin in Chalon die nicht gefunden hat.
Jedenfalls kaufe ich mir noch eine Frankfurter Allgemeine (11 Francs)
und eine 0,5-Liter-Flasche Cola (15 Francs). Stolze Preise - deutsche
Großstadtbahnhöfe sind da billiger.
Ein Blick auf die Abfahrtsanzeige verrät mir, dass mein nächster Zug
von Bahnsteig G abfährt. Schön, dass es von der Halle zur Unterführung
einen Aufzug gibt! Leider gibt es von der Unterführung zum Bahnsteig G
keinen Aufzug, sodass ich das Gepäck selber die Treppe hochschleppen
muss. Ich stelle es neben einer vertrauenswürdigen Dame ab und gehe
gleich wieder runter, um mich um meinen Kofferkuli zu kümmern. Leider
war jemand schneller - der Kofferkuli ist futsch, und damit auch meine
10 Francs.
Dijon-Ville ab 16:40 TER 94131
Belfort an 18:56
Dieser Zug sieht auf den ersten Blick nach einer dreiteiligen Trieb-
wagengarnitur aus, hat aber eine elektrische Lokomotive. Zwischen den
einzelnen Wagen gibt es keine Übergänge. Schätzungsweise sind die
Wagen knapp 20 Jahre alt.
Die Fenster öffnet man diesmal nicht mit einer Kurbel, sondern mit
einem Griff, der direkt am Glas angebracht ist. Irgendwie passt der
Sitzabstand in den Großraumwagen nicht zum Fensterabstand. Die Gepäck-
ablage ist aus Rauchglas; meine große Tasche passt nur mit Gewalt hin-
ein.
An Zugbegleitern scheint es in Frankreich nicht zu mangeln - für die
drei Wagen dieses Zuges gibt es wieder zwei. Die Schaffnerin in meinem
Wagen trägt an Jacke und Mütze eine Dienstnummer. Wieder bekommt mein
Fahrschein ein Loch, aber diesmal keinen Stempel. Nachdem sie mit der
Kontrolle fertig ist, legt sie Jacke und Mütze ab und setzt sich in
den Fahrgastraum.
Da ich von der Woche müde bin und ich in diesem Zug bis zum Endbahnhof
bleiben werden, versuche ich ein bisschen zu schlafen. Das ist aber
schwierig, weil die Kopfstützen keinen seitlichen Halt bieten. Zudem
sind sie so schmal, dass der Kopf zwischen die Kopfstütze und die Wand
gerät - ziemlich unbequem.
Da ich ohnehin nicht schlafen kann, sehe ich eben aus dem Fenster. In
Auxonne fällt mir ein Nebengleis auf, das mitten über einen Bahnsteig
führt, der in diesem Bereich abgesenkt ist. So etwas habe ich noch nie
gesehen!
+===========+
| Bahnhofs- |
-------------\ | gebäude |
+========= \ =====+===========+=====================+
| \ Bahnsteig |
+=========== \ =====================================+
\
--------------------\-----------------------------------------------
--------------------------------------------------------------------
Hinter Besançon stehen an einem Hang Telegrafenmasten mit ungefähr
zehn Drähten im Abstand von jeweils etwa 30 cm. Wozu ist das gut?
Soll diese Anlage Alarm auslösen, wenn ein größerer Stein einen der
Drähte zerstört?
In Belfort komme ich an einem Inselbahnsteig an. Ein Aufzug gibt es
nicht, also ist Treppensteigen angesagt. Auch mit der besseren Ver-
bindung habe ich 65 Minuten Aufenthalt hier, also entschließe ich
mich, hier etwas zu essen. Es gibt auch Gepäckschließfächer, die laut
Aufschrift stolze 15 Francs kosten. Allerdings sind sie "aus Sicher-
heitsgründen vorübergehend" außer Betrieb - und das anscheinend schon
seit längerer Zeit.
In Anbetracht dieser Tatsachen und des schweren Gepäcks entscheide ich
mich für das Bahnhofsbuffet. In das Lokal werden auch die Ansagen
übertragen, die - weil automatisch - sogar für mich Ausländer ver-
ständlich sind. Nur gelegentlich werden sie von einer am Bahnsteig
stehenden Diesellok übertönt.
Ich wähle das Tagesgericht: Tranche de Gigot à l'Ail, Pommes Paillas-
son und Flageolets für 56 Francs. Dazu nehme ich einen Krug Wasser,
der in Frankreich erfreulicherweise kostenlos dazugehört. Meine Ab-
fahrtszeit gebe ich auch noch an - kein Problem, heißt es.
Nach der Bestellung mache ich mich mit Langenscheidts Hilfe an die
Übersetzung, um zu wissen, was da überhaupt kommt. "Tranche de Gigot à
l'Ail" scheint eine Scheibe von der Hammelkeule mit Knoblauch zu sein,
"Flageolets" sind feine grüne Bohnen. Was "Pommes Paillasson" heißen
soll, erschließt sich mir bis heute nicht; mein Wörterbuch übersetzt
"paillasson" mit "Strohmatte, Fußabtreter, Kriecher".
Das Essen ist gut, die Bedienung zügig und freundlich, sodass ich
genug Zeit habe, meinen Zug zu erreichen. Er soll von Gleis A abfah-
ren, einem Stumpfgleis am Ende des ziemlich langen Hausbahnsteigs.
Also investiere ich noch einmal 10 Francs in einen Kofferkuli; "caddy"
werden diese Dinger hier genannt. Leider muss ich feststellen, dass es
an Gleis A keine Kofferkulistation gibt; also lade ich mein Gepäck in
den Zug und bringe die Karre dorthin zurück, wo ich sie hergeholt
habe. Hm, irgendwie habe ich mit diesen Dingern kein Glück.
Belfort ab 20:01 TER 30481
Mulhouse an 20:42
Es handelt sich um einen zweiteiligen elektrischen Triebwagen, Baujahr
1987. Die Lackierung ist gelb-weiß. Die Sitze ähnlich denen im ersten
Zug, nur sind sie diesmal karamelbraun mit dunkelblauen Lehnen. Auch
sind die Fenster wieder zum Kurbeln; man kann allerdings nur einen
15 cm breiten Spalt öffnen.
In Mulhouse kann ich dann tatsächlich einmal am gleichen Bahnsteig
umsteigen:
Mulhouse ab 20:50 TER 96240
Strasbourg an 21:41
Dieser Zug nennt sich "TER 200" (wegen der Höchstgeschwindigkeit?) und
besteht aus fünf modernen, klimatisierten Großraumwagen. Die gestreif-
ten Sitze mit grauen Kopfstützen sind recht bequem; die Wagen laufen
schon ruhig. Dieser Wagen hat, nach deutschen Maßstäben zu urteilen,
durchaus Intercity-Niveau. Trotzdem handelt es sich wieder um einen
Regionalzug.
Überhaupt war keiner der vier Züge ein echter Fernverkehrszug - die
scheint es in dieser Relation nicht zu geben. Am Ende der Reise habe
ich ungefähr 450 Kilometer in einem Bus und vier Nahverkehrszügen
hinter mir. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei über 7,5 Stunden
Fahrzeit rechne ich lieber nicht aus. Mit abgestimmten Anschlüssen
ist es in Frankreich anscheinend nicht weit her; Taktverkehr bei
Regionalzügen scheint auch ein Fremdwort zu sein.
Die Züge waren auch alle recht schwach besetzt - eigentlich alle unter
20 Prozent, meist sogar unter 10 Prozent. Nun gut, es war Sonntag -
und das Wochenendticket gibt es ín Frankreich nicht ... Positiv bemer-
ken möchte ich aber, dass alle vier Züge pünktlich waren und dass das
Bahnpersonal durchgängig freundlich war.
Robert Weemeyer, Berlin
--
[de], [eo], [en], [fr], [es], [it], [nl]
Dieser Beitrag geht an de.etc.bahn.eisenbahn (deutschsprachig) und an
europa.viages.transporto (mehrsprachig). Bei einer Antwort in einer
anderen Sprache als Deutsch bitte das Followup-To auf europa.viages.
transporto beschränken.
> Nach der Bestellung mache ich mich mit Langenscheidts Hilfe an die
> Übersetzung, um zu wissen, was da überhaupt kommt. "Tranche de Gigot à
> l'Ail" scheint eine Scheibe von der Hammelkeule mit Knoblauch zu sein,
> "Flageolets" sind feine grüne Bohnen. Was "Pommes Paillasson" heißen
> soll, erschließt sich mir bis heute nicht; mein Wörterbuch übersetzt
> "paillasson" mit "Strohmatte, Fußabtreter, Kriecher".
Hm, du hast es aber doch gegessen: was war es also?
... Martin
Siehe http://perso.wanadoo.fr/yves.huot-marchand/Lyonnais/recette844.htm
> Mulhouse ab 20:50 TER 96240
> Strasbourg an 21:41
>
> Dieser Zug nennt sich "TER 200" (wegen der Höchstgeschwindigkeit?)
Ja.
> Überhaupt war keiner der vier Züge ein echter Fernverkehrszug - die
> scheint es in dieser Relation nicht zu geben.
Na ja, um den Preis einer 37 Minuten späteren Ankunft hättest Du in
Chalon lange pausieren können, um ab Besancon den Fernzug aus Lyon zu
nehmen.
> Am Ende der Reise habe
> ich ungefähr 450 Kilometer in einem Bus und vier Nahverkehrszügen
> hinter mir. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei über 7,5 Stunden
> Fahrzeit rechne ich lieber nicht aus. Mit abgestimmten Anschlüssen
> ist es in Frankreich anscheinend nicht weit her;
Wärest Du 15:46 abgefahren, hättest Du jedenfalls theoretisch eine Kette
abgestimmter Anschlüsse erlebt, einschließlich Dieselfernzug Richtung
Basel auf dem Abschnitt Belfort - Mulhouse. Fahrzeit dann unter sieben
Stunden.
Gruß, ULF
> Robert Weemeyer schrieb:
>
> > Was "Pommes Paillasson" heißen
> > soll, erschließt sich mir bis heute nicht; mein Wörterbuch übersetzt
> > "paillasson" mit "Strohmatte, Fußabtreter, Kriecher".
>
> Siehe http://perso.wanadoo.fr/yves.huot-marchand/Lyonnais/recette844.htm
Ich zitiere:
| Préparation: 30 minutes
| Cuisson: 30 minutes
|
| Ingrédients (pour 4 personnes)
| - 500 g de pommes de terre (4 ou 5 pas trop petites)
| - 125 g de beurre
| - sel et poivre noir au moulin
|
| Bien doré et croustillant, ce paillasson demande des pommes de terre
| à chair farineuse. La manipulation est un peu compliquée, mais le
| résultat est succulent, notamment avec un poulet rôti ou des côte-
| lettes d'agneau.
|
| 1. Peler les pommes de terre, les laver et les essuyer soigneuse-
| ment. Les râper ensuite grossièrement, puis rincer rapidement
| la pulpe obtenue et la presser aussitôt pour éliminer le maximum
| d'eau. Etaler ensuite la pulpe sur un torchon épais, le rouler et
| le tordre.
|
| 2. Faire fondre 40g de beurre dans une grande poêle à revêtement
| anti-adhésif. Y verser la pulpe et l'étaler en une seule couche
| épaisse. Saler et poivrer. Faire fondre quelques parcelles de
| beurre le long du bord de la poêle et laisser cuire le paillasson
| pendant une vingtaine de minutes.
|
| 3. Glisser une spatule sous le gâteau de pommes de terre pour le
| décoller, retirer la poêle du feu et retourner son contenu sur un
| plat rond.
|
| 4. Remettre la poêle sur le feu et ajouter 50g de beurre. Faire
| glisser le paillasson dans la poêle, côté cuit sur le dessus,
| et poursuivre la cuisson pendant une dizaine de minutes. servir
| aussitôt.
|
| On peut également incorporer à la pulpe de pommes de terre du persil
| haché, de l'oignon râpé ou des fines herbes ciselées.
Meine Übersetzung:
----------------------------------------------------------------------
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Bratzeit: 30 Minuten
Zutaten (für vier Personen):
- 500 g Kartoffeln (vier oder fünf nicht zu kleine Knollen)
- 125 g Butter
- Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für diesen goldgelbenen und knusprigen "paillasson" braucht man
mehligkochende Kartoffeln. Die Herstellung ist etwas kompliziert,
aber das Ergebnis köstlich, besonders mit Grillhühnchen oder Lamm-
koteletts.
1. Die Kartoffeln schälen, waschen, gründlich abtrocknen und grob
raspeln. Den Brei schnell durchspülen und sogleich ausdrücken,
um möglichst viel Wasser zu beseitigen. Dann den Brei auf einem
dicken Geschirrtuch verteilen, dieses rollen und auswringen.
2. 40 g Butter in einer großen Pfanne mit Antihaftbeschichtung auf-
lösen. Den Brei eingießen und in einer dicken Schicht verteilen.
Salzen und pfeffern. Einige Butterflocken am Rande der Pfannen
auflösen und den "paillasson" zwanzig Minuten braten lassen.
3. Den Kartoffelkuchen mit einem Küchenfreund lösen, die Pfanne vom
Feuer nehmen und den Inhalt auf einen großen Teller geben.
4. Die Pfanne wieder auf das Feuer stellen und 50 g Butter hinzu-
fügen. Den "paillasson" mit der dunklen Seite nach oben in die
Pfanne legen und zehn Minuten weiterbraten. Sogleich servieren.
Man kann dem Brei auch gehackte Petersilie, geriebene Zwiebel oder
feine Kräuter hinzufügen.
----------------------------------------------------------------------
Tja, und was heißt nun "paillasson" in diesem Fall? Es scheint sich
einfach um einen dicken Kartoffelpfannkuchen (Kartoffelpuffer, Reibe-
kuchen) zu handeln.
Robert Weemeyer, Berlin
--
[de], [eo], [en], [fr], [es], [it], [nl]
Crosspost und Followup-To: de.rec.mampf, europa.general. Bei einer
Antwort in einer anderen Sprache als Deutsch bitte das Followup-To auf
europa.general beschränken.
> Robert Weemeyer schrieb:
>
> > Überhaupt war keiner der vier Züge ein echter Fernverkehrszug - die
> > scheint es in dieser Relation nicht zu geben.
>
> Na ja, um den Preis einer 37 Minuten späteren Ankunft hättest Du in
> Chalon lange pausieren können, um ab Besancon den Fernzug aus Lyon zu
> nehmen.
Ach, der 4381/4380 ist ein richtiger Fernzug? Nun ja, immerhin sind
laut Hafas "Imbiss und Getränke erhältlich". Im "Kursbuch Europa"
steht davon allerdings nichts.
> Wärest Du 15:46 abgefahren, hättest Du jedenfalls theoretisch eine Kette
> abgestimmter Anschlüsse erlebt, einschließlich Dieselfernzug Richtung
> Basel auf dem Abschnitt Belfort - Mulhouse. Fahrzeit dann unter sieben
> Stunden.
Cormatin ab 15:46 Bus
Mâcon-Ville an 16:48 ab 16:59 5756
Dijon-Ville an 18:18 ab 18:32 TER 94265
Besançon-Viotte an 19:40 ab 19:57 TER 94031
Belfort an 21:08 ab 21:16 1045
Mulhouse-Ville an 21:44 ab 21:52 TER 96254
Strasbourg an 22:43
Dieser Verbindung findet übrigens nur <http://reiseauskunft.bahn.de>.
Hingegen liefert <http://voyages.sncf.fr> dies:
Cormatin ab 15:46 Bus
Mâcon-Ville an 16:48 ab 17:23 TER 82133
Bourg en Bresse an 17:54 ab 20:21 4378
Strasbourg an 00:48
Robert Weemeyer, Berlin
Unter dieser Seite hast du mal eine nette Übersetzung von Google:
http://translate.google.com/translate?hl=de&sl=fr&u=http://perso.wanadoo
.fr/yves.huot-marchand/Lyonnais/recette844.htm&prev=/search%3Fq%3D%2522P
ommes%2BPaillasson%2522%26hl%3Dde%26sa%3DG
Dabei heißt "Pommes Paillassion" 'Strohmattenäpfel'.
MfG Gunter
"Gunter Thierauf" <gtned...@gmx.net> <9tqp2f$l49$07$1...@news.t-online.com>
:
I'd be interested in an english or french translation of the name and rough
idea of this potato dish - ( not the whole recipe )
Andy R
--
http://www.europa.usenet.eu.org
Europa.* is a new usenet hierarchy for europe wide
topics without language restrictions.
> Für diesen goldgelbenen und knusprigen "paillasson" [...]
> 1. Die Kartoffeln schälen, waschen, gründlich abtrocknen und grob
> raspeln. Den Brei schnell durchspülen und sogleich ausdrücken,
> um möglichst viel Wasser zu beseitigen. Dann den Brei auf einem
> dicken Geschirrtuch verteilen, dieses rollen und auswringen.
>
> 2. 40 g Butter in einer großen Pfanne mit Antihaftbeschichtung auf-
> lösen. Den Brei eingießen und in einer dicken Schicht verteilen.
> Salzen und pfeffern. Einige Butterflocken am Rande der Pfannen
> auflösen und den "paillasson" zwanzig Minuten braten lassen.
[...]
> Tja, und was heißt nun "paillasson" in diesem Fall? Es scheint sich
> einfach um einen dicken Kartoffelpfannkuchen (Kartoffelpuffer, Reibe-
> kuchen) zu handeln.
Das Ergebnis sieht wohl entfernt nach "Strohmatte" aus (lange, mehr oder
weniger verflochtene Kartoffelraspeln).
Gruß, ULF
desm hinzugenommen.
> I'd be interested in an english or french translation of the name and rough
> idea of this potato dish - ( not the whole recipe )
In French, it is "Pommes paillasson" actually. Isn't it "rosties" in
English? Of course, as in "Pommes frites", "pommes" doesn't mean
apples here but potatoes ("pommes de terre").
[europa.viages.transporto withdrawn from follow-up]
--
Philippe Vigeral
[fr,en,es]
> I'd be interested in an english or french translation of the name and rough
> idea of this potato dish - ( not the whole recipe )
Well, the French name is in the subject, and you can find the whole
recipe in French in my message of Saturday, November 24th, in this
newsgroup, Message-ID: <9totqh$3re6u$8...@ID-1614.news.dfncis.de>.
Robert Weemeyer, Berlin
Followup-To: europa.general
Robert Weemeyer schrieb:
>
> Hinter Besançon stehen an einem Hang Telegrafenmasten mit ungefähr
> zehn Drähten im Abstand von jeweils etwa 30 cm. Wozu ist das gut?
> Soll diese Anlage Alarm auslösen, wenn ein größerer Stein einen der
> Drähte zerstört?
>
Ich schätze eher, dass es sich um eine militärische Anlage handelt.
Immerhin ist in Besancon (tschuldigung für die Falschschreibung) das
Miltär sehr präsent.
Gruss, Michael