>Es genügt mir eine kleine Tabelle, aus der hervorgeht, welche
>Kontakt für welchen Anschluß des SO-Busses ist. Achja, und vielleicht
>noch der Hinweis wegen der Zählrichtung an der Westernbuchse.
am besten mit einem nichtproportionalen font ansehen, sonst erkennt
man die grafiken nicht:
Spannungen:
Der NT wird von der Vermittlungsstelle mit der gleichen Spannung wie
analoge Anschluesse versorgt, falls
aber das Kabel lang oder Regenerierer drin sind, soll mit 97 V
gespeist werden (ist bei mir auch so). Auf dem
S.0 liegen 40V.
Die Verkabelung:
Von der Vermittlungsstelle kommen zwei Leitungen, die der Techniker an
den NT anklemmt. An diesen hat
man nichs zu suchen. Nein, wirklich nicht, denn wenn da was nicht
stimmt (z.B. wenn ein Ruf kommt und der
NT ist gerade nicht angeklemmt) wird der Anschluss automatisch
gesperrt und muss angeblich von Hand
(Knopfdruck in der Vermittlungsstelle) wieder aktiviert werden.
Seit kurzem gibt es auch fast ueberall den "steckbaren NT", den der
Kunde im T-Punkt abholen oder sich
zuschicken lassen kann. Dieser ist mit einem TAE-Stecker ausgestattet
und wird zum passenden Zeitpunkt
(vereinbarter Termin oder Anruf von der Vermittlungsstelle) statt des
bisherigen Telefons in die TAE-F-Dose
gesteckt. Das geht aber nur bei bereits digitalisierten
Vermittlungsstellen und auch nicht auf den in der DDR
ueblich gewesenen Zweier-Anschluessen. Dieser TAE-Stecker hat rechts
und links Stege, die die versehentliche
Benutzung der beiden N-Buchsen verhindern (ist ja ISDN drauf).
Der Vorteil liegt in einer eventuell schnelleren Realisierung, und man
spart die Pauschale fuer die "Arbeiten in
Ihren Raeumen".
Der S.0-Bus hat je zwei Adern fuer den Sender (vom NT zum Endgeraet)
und den Epfaenger (zum NT
zurueck). Da das Monopol der Telekom am NT endet, kann eine
zugelassene Firma den Rest machen...
Raeusper...
Zum Anschluss an den NT kann man entweder die Western-Modular-Buchsen
(8p8c, RJ 45) oder 4 Klemmen
benutzen.
An die Klemmen kommt man nach dem Oeffnen der kleinen Klappe, die
Schraube ist eventuell von einem
Gummistopfen verschlossen. Das NT-Gehaeuse braucht dazu nicht
geoeffnet zu werden.
Es gab NT's mit vertauschten Klemmen (jeweils a und b), aber das
stoert nur, wenn auch die RJ45 am NT
belegt wird, sollte es also zu Problemen kommen, die verschwinden,
wenn entweder der Bus oder das Geraet
am NT abgezogen wird, muss man a/b an den Klemmen des NT tauschen. Ich
habe auch von Beipackzetteln
gehoert, die falsch beschriftet waren, entscheidend ist die
Beschriftung am NT!
Verbindung:
NT Kabel RJ 45
Sender a1 - rot oder ohne Ring - 4
Sender b1 - schwarz oder 1 Ring - 5
Empfaenger a2 - weiss oder zwei Ringe m. grossem Abstand - 3
Empfaenger b2 - gelb oder zwei Ringe m. kleinem Abstand - 6
(Sender/Empfaenger aus Sicht/Beschriftung des NT.)
Die Netzprovider verwenden Kabel, deren Adern im Stern-Vierer
angeordnet sind. Beim Sternvierer werden
die 2*2 Adern diagonal belegt, bilden somit eine abgeglichene
Brueckenschaltung die relativ unempfindlich
gegen Stoerungen ist:
O b1
O O a2 b2
O a1
Ansicht auf das Kabelende Belegung Stern-4er
Es kann normales Telefonkabel verwendet werden, wobei das flache zum
Anquetschen der Stecker nicht fuer
feste Installation benutzt werden sollte, weil es eben kein
Stern-Vierer ist und ausserdem zum Teil Gewebe-
Litze, die sich schlecht klemmen laesst. Wer die Kabellaenge ausreizen
muss, sollte das richtige Telekom-
Kabel "J-Y(St)Y 2*2*0,6 St III Bd" nehmen.
Die Farben je nach Kabel, Zahlen fuer RJ45. Nicht verrwirren lassen
von RJ-45-Dosen mit wilder Verteilung
der Nummern, die aufgedruckten Nummern stimmen, sie muessen nicht in
der Reihe liegen wie die Kontakte,
denn unter den eigentlichen Dosen liegt eine Leiterplatte, deren
Layout unterschiedlich sein kann.
Es gibt mindestens fuenf verschiedene Dosen, in die RJ45-Stecker
passen und die verwendet werden koennen:
RJ45-IAE 4 und IAE 8
ISDN-Anschlusseinheit, die fuer ISDN vorgesehene Dose der Telekom. Die
Reihenfolge ist:
(x) (x) 2b 2a 1b 1a (x) (x)
(Die mit x bezeichneten gibt's nur bei der IAE 8 und sie bleiben leer.
Die Klemmen sind mit 1a, 1b usw. ISDN-
fertig beschriftet.)
RJ45-UAE 4 und UAE 8
Universal-Anschlusseinheit. Klemmenfolge ist:
(x) (x) 2b 1b 1a 2a (x) (x)
8 7 6 5 4 3 2 1
(Beschriftet mit Zahlen.)
RJ45 unbekannt
Ich habe hier eine, die hat die Reihenfolge:
2b (x) (x) 1b 2a (x) (x) 1a
6 8 7 5 3 1 2 4
(Mit Zahlen beschriftet. Die Zahlen stimmen aber, da sich auf der
Platine die Leitungen entsprechend kreuzen.)
ISDN-TAE-Stecker (sind wohl selten, ueblich ist RJ 45) 8polig: (Blick
auf die Kontakte):
/-------------------\
| 8 6 4 2 | 3 RX+ 2a
======+ -=-=-=-=-| 6 TX+ 1a
| 7 5 3 1 | 5 TX- 1b
\-------------------/ 4 RX- 2b
Dann gab es noch spezielle Stecker, die ueber weitere vier Kontakte
verfuegt an einem eingebauten TAE-4-
Kontakt verfuegt haben:
/-------------------\
| 12 10 8 6 4 2 | 9 M1
======+ -=-=- -=-=-=-=-| 10 W
| 11 9 7 5 3 1 | 11 M2
\-------------------/ 12 G
Mit diesen Kontakten wurde der X- und Y-Bus angesteuert. Das sind
analoge (Y) bzw. digitale (X) Busse, die
Telefone von sich geben und zur Ansteuerung von Zweitweckern,
Gebuehrenzaehlern, und aehnlichem dienen.
Das laeuft hier also auf dem TAE-Stecker umgekehrt: Waehrend die
S0-Leitungen im Prinzip vom NT als
"Master" betrieben werden, ist der Master fuer X- und Y-Bus ein
Telefon. Den NT interessieren diese Signale
ueberhaupt nicht, logisch. Ich kenne allerdings keinerlei Endgeraete,
die das unterstuetzen und auch keine
Geraete fuer X- oder Y-Bus.
a/b sind jeweils gleichspannungsfrei. Zwischen Sender und Empfaenger
liegen 40 Volt, Empfaenger an Plus.
Beim Notbetrieb (NT nicht in der Steckdose) wird diese Polung
umgekehrt (siehe Notspeisung weiter unten).
Kontrollmessung nach dem Verkabeln (NT an 230 V angeschlossen):
4-5 0 Volt
3-6 0 Volt
3-4 40 Volt (Plus an 3)
6-5 40 Volt (Plus an 6)
Die Messung kann nicht die Vertauschung von a und b feststellen. Sie
stellt nur sicher, dass die 40V nicht
zwischen a und b liegen und dass Sender und Empfaenger richtigherum
sind. Geht die Verbindung nicht, dann
ein a/b-Paar (z.B. 4-5) vertauschen. Geht die Verbindung nur, wenn
kein zweites Geraet aktiv ist, dann sind
irgendwo sowohl a1/b1 als auch a2/b2 vertauscht, das kann auch schon
am NT sein, es gibt welche mit falscher
Beschriftung. 40 V koennen bei empfindlichen Personen bereits
lebensgefaehrlich sein, besonders, wenn man
vor Aufregung feuchte Haende hat.
Neuerdings gibt es auch ISDN-Teststecker, ob die aber auch Adern-
Vertauschung bemerken oder auch nur die
Spannung wie oben pruefen, weiss ich nicht.
In die letzte Dose muessen Terminatoren, also 100-Ohm-Widerstaende.
Diese muessen zwischen a1-b1 und a2-
b2.
Die Widerstaende duerfen nicht zwischen Sender und Empfaenger, 40 V an
100 Ohm sind 0,4 A, da geht nix
mehr auf dem S.0 (es waeren 16 Watt, aber die bringt der NT gar nicht
auf).
Zwei bekannte Computerzeitschriften haben falsche Beschaltungen der
Widerstaende veroeffentlicht und sich
dann im naechsten Heft korrigiert. Leider haben das einige nicht mehr
gelesen, so dass sich hatnaeckig das
Geruecht der anderen Belegung haelt.
Sie muessen jeweils zwischen a und b, also als
Wechselspannungs-Abschluss! Handelsuebliche Typen
genuegen, induktionsarme waeren schoen.
/ / /
/ / /
3 RX+ 2a --[100 Ohm]----+ ---------- / / ----------
4 TX+ 1a --[100 Ohm]--+ | | 87654321 | / | 12345678 |
5 TX- 1b -------------+ | |__ __|/ |/_ /_|
6 RX- 2b ---------------+ |____| |/___|
RJ-45 Stecker RJ-45 Buchse.
Es kann sein, dass sich die Widerstaende kreuzen, wenn die Anschluesse
der Dose so durcheinander sind wie
oben. Bei den IAE (es gibt eigentlich keinen Grund, sie nicht zu
verwenden, zumal sie billiger sind als UAE
RJ45) ist das aber ganz einfach, die beiden inneren und die beiden
aeusseren Kontakte...
Ihr koennt a und b vertauschen, aber dann bei allen Geraeten, sonst
loeschen sich die Signale aus! Wenn am
NT in der RJ45 ein Geraet angeschlossen ist, geht das nicht mehr.
Sender/Empfaenger duerfen natuerlich nicht vertauscht werden.
Typischster Fehler ist die Vertauschung von einem oder gar beiden
a/b-Paerchen in einer Dose oder einem
Kabel. Das hat meistens folgendes Fehlverhalten zur Folge: Jedes
Geraet alleine arbeitet korrekt. Beide arbeiten
korrekt, wenn sie direkt am NT angeschlossen werden (es sei denn, das
eine Kabel ist schuld). Wird das zweite
ueber eine Dose dazugesteckt, faellt beim ersten die Verbindung
zusammen (ev. auch erst nach dem Aktivieren
des 2. Geraetes). Oder aber auch: Es arbeitet immer nur ein Geraet,
und zwar das, das zuerst aktiv wurde. Eine
gewisse Zeit nach dem Auflegen geht dann auch das andere, aber dafuer
das erste nicht mehr.
Die Leitung von der Vermittlungsstelle hat rund 60/100 V, Plus an b.
Notspeisung/NT-Netzstecker
Wer nur Geraete am S.0 hat, die selbst mit Strom versorgt werden, also
ueber ein Netzteil oder die
Rechnerspannung, braucht den Netzstecker vom NT nicht in die Dose
stecken. Das wurde einigen sogar von
der Telekom empfohlen, weil es die Lebensdauer der NTs erhoeht
(weniger Waermeentwicklung).
Geraete ohne Netzteil (Telefone) bekommen ihre Energie aus den 40 V
vom NT.
Nicht jeder Telekom-Mitarbeiter ist ISDN-Spezialist, und so gibt es
auch Geruechte, die besagen, dass einige
TK-Anlagen nur liefen, wenn der Stecker drin sei, andere nur, wenn er
nicht drin sei... Das ist Unsinn, weil die
Gleichspannung auf dem S.0-Bus fuer TK-Anlagen voellig ohne Bedeutung
ist, sie haben ein eigenes Netzteil.
Die Elektronik des NT wird immer vom Amt mit Strom versorgt. Das
Netzteil des NT speist nur den S.0-Bus.
Dieser wird fuer Notfaelle auch durch den NT von der Vermittlungstelle
versorgt, kann dann aber nur eine
begrenzte Leistung (410 mW) aufbringen. Damit ein Telefon dann
funktioniert, muss es notspeisungsberechtigt
sein, das geht ueber einen Jumper oder aehnliches. Dabei werden die
Funktionen eventuell eingeschraenkt, z.B.
kein Freisprechen und kein Display waehrend des Gespraechs. Es darf
sich nur ein notspeisungsberechtigtes
Geraet am Bus befinden.
Nicht jedes Telefon ist notspeisefaehig, verfuegt also ueber den
erwaehnten Jumper.
Derzeit sind bei Euro-ISDN nur das Eurit-30, das Philips N271
(baugleich ISTEC 100) und die Tectras
notspeisefaehig.
Wer unbedingt auch bei Stromausfall telefonieren muss, sollte sich
also entweder eines der genannten Telefone
zulegen oder eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung, also ein
Akku-gepuffertes Netzaggregat), wie
sie fuer Computer verwendet wird, und daran eine TK-Anlage oder einen
a/b-Wandler mit analogem Telefon
betreiben.
Die Leitung darf folgende Laengen haben:
150 Meter bei Busbetrieb.
1000 Meter bei Punkt zu Punkt (fuer TK-Anlagen).
500 Meter bei erweitertem Busbetrieb, die Endgeraete muessen sich auf
den letzten 30 Metern des Busses
befinden.
Der NT kann beim Busbetrieb auch in der Mitte des Busses sein, dann
ist natuerlich jedes Ende mit 100 Ohm
abzuschliessen.
Voreinstellung ist Busbetrieb, fuer Punkt-zu-Punkt und erweiterter Bus
muss im NT was umgeschaltet werden
(Techniker holen!).
Kabellaengen
S.0-Bus:
Die Leitung darf folgende Laengen haben:
150 Meter bei Busbetrieb.
1000 Meter bei Punkt zu Punkt (fuer TK-Anlagen).
500 Meter bei erweitertem Busbetrieb, die Endgeraete muessen sich auf
den letzten 30 Metern des Busses
befinden.
Fuer die Laenge ist nicht der Widerstand massgeblich, sondern die
Laufzeiten der Signale. €Uk0 (2-Draht Amt
-> NT): siehe Telefon €Up0 (2-Draht Nst.Anl. -> Nst.App.): siehe
Telefon/Nebenstellen
mfg
werner