Schreiben von Generalstaatsanwalt Erhard Rex

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Diskussionsverwalter

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Sep 28, 2007, 4:57:35 AM9/28/07
to Der Fall Barschel
Heute wurde ein Schreiben, ohne Datum, von Generalstaatsanwalt
Schleswig-Holsteins Erhard Rex auf www.shz.de veröffentlicht. Hier der
Link zu der Nachricht wo man auch das Schreiben als PDF herunter laden
kann.

http://www.shz.de/index.php?RUBRIKID=890&MID=30&REDID=1413063

Diskussionsverwalter

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Sep 28, 2007, 4:59:04 AM9/28/07
to Der Fall Barschel
Die PDF-Datei ist auch hier in der Gruppe zum herunterladen bereit:

http://groups.google.com/group/der-fall-barschel/web/untersuchung_barschel.pdf

Diskussionsverwalter

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Sep 28, 2007, 8:26:40 AM9/28/07
to Der Fall Barschel

Nachdem ich nun den ganzen Text gelesen habe, kann ich aus meiner
Sicht folgendes sagen:

1. Klar, eine Staatsanwaltschaft hat nur Fakten zu berücksichtigen und
die wahrscheinlichste These zu verfolgen. Das ist allen klar die einen
Rechtsstaat verstehen. Warum also noch einmal der Hinweis darauf?

2. Auch auf der Seite der Staatsanwaltschaft gibt es immer einen
Entscheidungsspielraum und Anweisungen von oben. Sind vorliegende
Beweise so aussagekräftig, dass es sich lohnt in dieser Richtung
weiter zu ermitteln oder nicht? Passt die Ermittlung in die aktuelle
Situation oder nicht?

3. Tatsache ist, man hat den fragwürdigen Tod an einem
Ministerpräsidenten Deutschlands, zur Ermittlung den Schweizer
Behörden überlassen. Ich hätte das nicht gemacht, sonder mit Erlaubnis
der Schweizer selber ermittelt. Noch dazu, wo bekannt wurde, dass die
Ermittlungen salopp durchgeführt wurden. Das war ja alles noch
Zeitnah.

4. Zwei Jahre nach dem Tod wurden erst die Ermittlungen durch Deutsche
Behörden gestartet. Natürlich waren da das Beweismaterial schon
teilweise verloren oder kontaminiert. Deshalb jetzt zu sagen, die
beweisen ja nichts - ist etwas einfach. Selbst in Aktenzeichen XY -
Ungelöst wird gezeigt, das nach zwölf Jahren anhand von neuen
Verfahren beweiskräftige DNA - Analysen gemacht werden können und
Täter überführt werden.

5. Auf viele wichtige Tatzusammenhänge ist Herr Rex hier erst gar
nicht eingegangen. So z.B. der ungewöhnliche Flugzeugabsturz kurz vor
Barschels Tod, bei dem drei Menschen starben? Der fragwürdige Tod des
Privatdetektiv der vom Bruder beauftragt war? Die Frage, wie konnten
die Stern-Reporter Stunden vorher wissen, das Barschel nach Genf
fliegen würde, wenn er es angeblich selber erst kurz vor dem Abflug
wusste? Wer hat das Foto am Genfer Flughafen von Barschel gemacht, das
im Stern zu sehen war? Was hat Herr Maus zur gleichen Zeit in Genf
gemacht? Selbst auf die späteren Zugeständnisse von Pfeiffer und
Engholm zu der Inszenierung der Barschel-Affaire (Ehrenwort) und die
dadurch bewiesene, veränderte psychologische Situation von Uwe
Barschel vor seinem Tod, wird nicht eingegangen.

6. Es ist erschreckend mit welcher Naivität auf mögliche
"professionelle Mörder" eingegangen wird. Ein professioneller Mörder
hätte dies nicht gemacht, das weggelassen oder so und so gehandelt.
Die ganze Verwirrung um den Fall Barschel deutet auf professionelle
Behandlung hin. Es wird gerade so viel Verwirrung, durch alle
möglichen Ansätze und nicht zusammenhängenden Indizien geschaffen, das
man zu dem Schluss kommen muss - die wurden so gelegt damit Verwirrung
entsteht. Das kommt doch einem Profi und einer Verschleierungstaktik
alles entgegen. Bei einem Selbstmord wären die Spuren ganz eindeutig.
Wer sollte dann Grund haben dann Verwirrung zu stiften?

7. Aufgrund eines selbst erlebten Selbstmordes, psychologische
Rückschlüsse zum Fall Barschel zu ziehen ist, aus meiner Sicht, etwas
verwegen. Welche Psychologen haben dazu denn Gutachten abgegeben und
was kam dabei heraus? Interessant ist hier auch die Verknüpfung zum
Fall Möllemann. Man beweist einen Selbstmord mit einem anderen,
angeblich ähnlich gelagerten Fall.

8. Ungeklärte Fälle werden für Medien dann interessant, wenn auf der
einen Seite viele Details als Indiz für ein Verbrechen vorliegen, aber
die Staatsanwaltschaft keine plausible Erklärung dafür findet bzw.
diese nicht transparent der Öffentlichkeit zeigt.


Résumé: Aus meiner Sicht, zeigt Herr Rex in dem Schreiben, wie
Hinweise auf eine Mordtheorie durch subjektive Verwässerung zum
Gegenteil führen sollen. Damit zeigt er aber auch die Tiefe auf in der
diese Hinweise beurteilt werden und wurden. Bei anderen Todesfällen
hat man schon enorm grössere Aktivitäten, auch Jahrzehnte danach,
gesehen.

martin....@gmx.de

unread,
Oct 21, 2007, 8:23:46 PM10/21/07
to Der Fall Barschel

On 28 Sep., 14:26, Diskussionsverwalter <gordian.he...@universal-

http://unglaublichkeiten.com/unglaublichkeiten/text/u3_24612007-10-11-FOCUS-FALL-BARSCHEL.pdf

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