von Max Erdinger
Krieg & Frieden:
Die kluge Ulrike Guérot bei Markus Lanz und den Dummies
Bei Markus Lanz war wieder das alte deutsche Talkshow-Muster zu
sehen: Der Moderator lud sich einen geifernden, pseudomorali-
sierenden Lynchmob ein und jemanden, den der Mob mordlustig
lynchen sollte zum Amusement der pseudomoralischen
Zuschauerschar.
Das Thema: Der Ukrainekrieg. Das Opfer diesmal: Ulrike Guérot.
Eine kluge Frau inmitten schrecklich dummer Leute.
Die Medienkritik.
Zum Krieg als solchem haben sich schon viele kluge Leute den
Kopf zerbrochen. Hier einige Zitate.
1. „Angreifer ist, wer seinen Gegner zwingt, zu den Waffen
zu greifen.“ (Friedrich der Große)
2. „Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des
Unheils, sondern wer dazu nötigt.“ (Nicolò Machiavelli)
3. „Der Frieden ist ein Wunsch, der Krieg hingegen eine
Tatsache.“ (Oswald Spengler)
4. „Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als
der gerechteste Krieg“ (Marcus Tullius Cicero)
5. „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl,
während des Krieges und nach der Jagd.“ (Otto von Bismarck)
6. „Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten
hingegen können ganze Armeen aufhalten.“ (Otto von Bismarck)
7. „Soldaten: Männer, die offene Rechnungen der Politiker
mit ihrem Leben bezahlen.“ (Ron Kritzfeld)
8. „Noch nie waren so viele so sehr wenigen ausgeliefert.“
(Aldous Huxley)
9. „Die gefährlichste Waffe sind die Menschen kleinen
Kalibers.“ (Wieslaw Brudzinski)
10. „Die erbarmungsloseste Waffe ist die gelassene Dar-
legung der Fakten.“ (Raymond Barre)
11. „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur
die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die
ihn nicht verhindern.“ (Erich Kästner)
Keine Frage: Weder Friedrich der Große, Nicolò Machiavelli
oder Oswald Spengler, geschweige denn Cicero oder Otto von
Bismarck wären von Markus Lanz zu einer Debatte mit Ulrike
Guérot ins Studio eingeladen worden. Warum nicht?
Weil sie allesamt dümmer gewesen sind, als Marie-Agnes Strack-
Zimmermann von der FDP, die Vorsitzende des Verteidigungsaus-
schusses im Bundestag. Dümmer als der CNN-Journalist Frede-
rick Pleitgen sowieso. Und wenn das nicht der Grund dafür
ist, daß sie niemals zu einer Debatte bei Markus Lanz ein-
geladen worden wären, dann ist es deshalb, weil bei Lanz
keine Debatten stattfinden, sondern Tribunale.
Die Schweizer „Weltwoche“: „Doch Lanz ist steigerungsfähig:
Was sich entfaltete, war eine Orgie von Gewalt und Hass.
Bei einem Film hätten viele angewidert abgeschaltet“ –
und – „Angeführt wurde das Rudel vom Moderator selbst.
Er gab das Startsignal: «Wer fängt an», fragte er
lüstern in die Runde, als Guérot gesprochen hatte„. (..)
Wenn man Ulrike Guèrot irgendetwas vorwerfen kann, dann nicht,
daß sie etwas Kluges sagen wollte – unterbrochen und nieder-
geschrien wurde sie nach ihrem Eingangs-Statement nämlich
andauernd – , sondern dann ist es, daß sie anscheinend noch
immer nicht Abschied von dem Gedanken nehmen kann, wir bef-
änden uns in einem Land, in dem Demokratie nicht nur ein
Wort auf einem Stück Papier ist, sondern daß Demokratie
tatsächlich gelebt würde.
Wäre es anders, hätte sie die Einladung zur Sendung vernünf-
tigerweise von vornherein mit einem freundlichen
„Leckt mich!“ abgelehnt. Hat sie aber nicht. (...)
Es besteht daher nicht der geringste Zweifel mehr, mit wem
es der deutsche Fernsehzuschauer zu tun bekommen hatte bei
Markus Lanz: Mit einer aufrichtig argumentierenden Ulrike
Guérot einerseits – und einem präferenzutilitaristischen
Pöbel andererseits, der, – typisch für eine komplett in-
antilisierte Gesellschaft -, keinem anderen Ziel mehr
folgte, als jede Verantwortung des Westens für den Krieg
in der Ukraine weit von sich wegzuschieben, um dann umso
besser jedem Vernunftmenschen, der sich einen Sinn für
Anstand und Aufrichtigkeit bewahrt hat, mit seinem daher-
geheuchelten Hypermoralismus mörderisch auf den Sack zu gehen.
Daß diese permanente „Auf-den-Sack-Geherei“ präferenzutili-
taristischer Pseudomoralisten noch immer flächendeckend
akzeptiert zu werden scheint in der Bundesbananenrepublik,
– das ist mindestens so alarmierend wie die selbstexkulpato-
rische Kriegshetze von Leuten wie Baerbock, Habeck, Strack-
Zimmermann – und ja – auch Markus Lanz. Die Neunschwänzige!
mehr:
https://journalistenwatch.com/2022/06/05/krieg-frieden-die/
Meine Meinung:
Die Mehrheit der Schafnasen in einer Demokratie wird, wenn sie
von der Hetze/Propaganda erst auf die „richtige“ Seite getrie-
ben worden ist, nur schlau, wenn es Sch... oder Bomben hagelt!
Mit Argumenten, seien es noch so unwiderlegbare, darf man dem
Mob nicht kommen, denn die steigern nur seine irrationale Wut
auf „Abweichler“ und „Verräter“ an der vermeintlich guten Sache.
Glaubhaft wären solche Figuren wie Strack- Zimmermann in ihr-
em plötzlichen Moralinrausch und Ersatzpatriotismus, wenn sie
sich schon in den vergangenen acht Jahren des Bürgerkriegs
für Menschlichkeit und für Humanität "strak" gemacht hätten.
Man stelle sich vor, die spanische Zentralregierung wäre mit
Katalonien umgegangen wie die Kiewer Junta mit dem Donbass.
_Kiew's Kriegsverbrechen seit 2014 sind dokumentiert_.