Am 02.08.2017-11:44 Norbert Mueller schrieb:
> Am 02.08.2017 um 11:07 schrieb Erika Cieśla:
>> Am 02.08.2017-10:10 Expertissimo schrieb:
>>> Am 02.08.2017 um 10:00 schrieb Werner Sondermann:
>> Erstens gibt es solche Hilfsmittel längst:
>>
>>
https://images.gutefrage.net/media/fragen-antworten/bilder/17976115/0_big.jpg
>
> Sieht beinahe so aus wie das Kaffeefilter-ähnliche Ding aus der
> Barockzeit, das ich bei einer Ausstellung "Hygiene im Wandel der
> Zeit" (oder so ähnlich) vor Jahren gesehen habe.
Gleiche Probleme führen gewöhnlich zu gleichen, zumindest aber zu
ähnlichen Lösungen.
Fakt ist: wir können sehr wohl aufrecht stehend pinkeln. Der Unter-
schied ist: bei uns läuft der Urin üblicherweise senkrecht nach unten
ab. Auf einem „französischen“ Klo kann man das tun, ein Urinal
erreichen wir so aber nicht. Mit diesem kleinen Adapter aber geht es
doch.
Und ich stelle mir das recht praktisch vor – ich erwäge die
Anschaffung eines solchen.
DAS ist ja auch nicht ganz ernst gemeint.
Das auch nicht!
Aber!
> (…)
Ja!
Ja, ich stelle mir das sehr bequem vor, wenn man einfach „die Flöte“
rausholen und es ablaufen lassen kann. Überdies stärkt dies offenbar
den Mannesstolz, weil *ER* etwas kann, zu dem das Weib nicht fähig
ist. Jedoch spritzt die Brühe aus ca. 60 cm Höhe (mehr oder weniger)
in das Becken, und das bleibt nicht ohne Folgen. Ein Teil dieser
Ausscheidung prallt an der Beckenwand ab, spritzt zurück und verteilt
sich um das Becken herum auf der Wand und auf dem Boden. Bakterien
erledigen dann den Rest: früher oder später stinkt die ganze Bude
nach Aas und Luder!
> seit meinem ersten Segeltörn, (…)
Nämlich!
Die Lösung dieses Problems ist ganz einfach – sie lautet: setzt Euch
hin! Und keine Angst – die Türe ist zu, es sieht Euch keiner.
> Manche Männer fürchten halt, es fällt ihnen was ab,
Ja, wahrscheinlich.
Daß auch Männer sitzend pinkeln können, ist klar. Die Hemmung es auch
zu tun, ist psychologischer Natur – insbesondere die Angst, etwas zu
tun, was sonst nur Frauen tun, scheint in der Natur des Mannes tief
verankert zu sein.
> wenn sie sich hinsetzen oder es kommt irgendwas durch die Rohrleitung
> gekrochen und beißt zu.
Ich las mal auf einem Klo folgendes Schild:
| An diesem Orte wohnt ein böser Geist,
| der jedem, der zu lange scheißt,
| von hinten in die Eier beißt!
Kommentar meinerseits: Gottseidank bin ich eine Frau und habe sowas
nicht, darf scheißen so lange es mir paßt.
> Die sind wohl auch Verschwörungstheoretiker. :-)
Aber jetzt mal ohne Quatsch!
Es ist vermutlich etwas „psychologisches“, UND es hat wohl auch was
mit der Tradition zu tun. Und da gehen wir mal mindestens 3000 Jahre
in die Vergangenheit, und was lesen wir dort?
Zitat: „Wenn jemand bei einem Manne liegt, wie bei einer Frau, so
haben sie getan was ein Gräuel ist und sollen beide des Todes
sterben“ (© anno-tobak by Moses!)
Der Tenor liegt auf: „wie bei einer Frau“, DAS ist offenbar das Problem.
Daß einfach zwei Männer sich gern haben, lag wohl außerhalb der
Vorstellungskraft des Autors. Er ging statt dessen davon aus, daß
einer der beiden Männer wohl die Rolle der Frau übernimmt, und das
ist BÖÖÖÖÖHHSE, böse – böse – böse – böse – BÖÖÖÖÖHHSE!
UND es wird, im Widerspruch zum fünften Gebot, mit dem Tode Bestraft!
Dazu muß man wissen, daß in der Welt von diesem Moses Die Frau weder
Mensch noch Teil der Schöpfung, sondern wurde (zitat!) „dem Menschen“
(quasi als willfähriges „Haustierchen“!) nachgeliefert wurde. Davon
abgleitet ist auch das Postulat, daß der Mann herrschen soll und das
Weib zu gehorchen hat.
In einem solchen Umfeld stellt jeder Mann, der Frauen respektiert,
oder schlimmer noch, weibliche Adjektive an bzw. für sich gelten
läßt, ein Verräter wider dem mosaischen Gebot zur Männerherrschaft
ist, und Verräter werden … genau! Und da gilt dann auch das fünfte
der göttlichen Gebote nicht – wer „anders“ ist, der muß getötet werden.
Auffällig ist, daß dies nur für Männer gilt! Die Stelle, wo das Töten
von Frauen geboten ist, wenn sie bei einer Frau gelegen sind, werden
wir vergeblich suchen, die kommt in der Bibel vor.
Aber ich merke gerade – ich verzettel mich!
Wo waren wir nochmal?
Ach ja, beim Pinkeln.
Ja, dann laß mal gut ablaufen! :-D
Grüßchen!
Erika Cieśla