Am 26.07.2021 um 12:12 schrieb Gernot Griese:
> Am 26.07.21 um 11:50 schrieb Christoph Müller:
>> Am 26.07.2021 um 10:54 schrieb Gernot Griese:
>>> Am 26.07.21 um 10:28 schrieb Christoph Müller:
>>>> Am 25.07.2021 um 21:40 schrieb Gernot Griese:
>>>>> Am 25.07.21 um 21:18 schrieb Christoph Müller:
>>>>>> Am 25.07.2021 um 19:40 schrieb Gernot Griese:
>>>>>>> Am 25.07.21 um 12:51 schrieb Christoph Müller:
>>>> Du willst jetzt deutlich machen, dass es SCHNELLER geht, wenn erst die
>>>> Überlandleitung(en) und alle meist unterirdisch verlegten Segmente des
>>>> Mittel- und Niederspannungs einschließlich aller Ortsnetznatrofes
>>>> wieder
>>>> hergestellt sind als dass ganz einfach noch intakte Bereiche erst mal
>>>> wieder zu einem Netz zusammengeschaltet werden?
>>>
>>> Du kannst nichts zusammenschalten, was du vorher nicht überprüft und
>>> durchgemessen hast.
>>
>> Es muss aber nicht jedes einzelne i-Tüpfelchen mit großem Aufwand
>> vermessen werden. In intakt gebliebenen Gebieten wäre das etwas zu viel
>> des Aufwands. Gemessen wird erst mal nur in Verdachtsgebieten.
>
> Wie kannst du die ohne Kenntnis der Netztopographie einschränken?
Ist sie denn wirklich so geheim, dass niemand darüber Bescheid wissen
darf? Was ist mit der Feuerwehr oder mit den Konzessionsabgaben und in
den Rathäusern? Da sollte man doch was drüber wissen. Oder werden gar
keine Notfallpläne gemacht? Fahren die allesamt volles Risiko?
>> Oder willst du damit sagen, dass man einen mobilen Stromgenerator erst
>> dann in Betrieb nehmen darf, wenn man ihn komplett zerlegt, geprüft und
>> wieder zusammengebaut hat?
>
> Sofern man anderweitig nicht sicherstellen kann, dass er unbeschädigt
> ist ja.
Normalerweise wird er erst mal gestartet. Wenn das nicht geht oder die
Maschine nicht liefert, was sie soll, geht man auf Fehlersuche.
In einem richtig geplanten und ausgeführten Stromnetz erwarte ich, dass
defekte Bereiche (Kurzschlüsse, Kabelbrüche, ...) via Sicherungen
automatisch vom Netz gehen. Da muss man nicht erst noch lange rummessen.
OK, das hängt natürlich auch von der Reihenfolge der geflogenen
Sicherungen ab. Wenn erst die Hauptsicherung raus fliegt, kann es
dahinter durchaus noch intakte Bereiche geben. Dazu braucht man Wissen,
das ich eigentlich von der Feuerwehr und vom Rathaus erwarte.
Schließlich sind sie die Ersten (insbesondere die Feuerwehr), die sich
mit dem Schaden zu befassen haben.
>>>>> Und das macht
>>>>> kein Elektriker der Welt, solange nicht sichergestellt werden kann,
>>>>> dass
>>>>> diese Leitungen spannungsfrei sind und an keiner Stelle Strom
>>>>> eingespeist werden kann.
>>>>
>>>> Kann man bei intakten Abschnitten NICHT davon aus gehen, dass sie
>>>> intakt
>>>> wären?
>>>
>>> Woher will man das wissen, ehe man es gemessen hat?
>>
>> Du gehst also tatsächlich davon aus, dass jedes einzelne i-Tüpfelchen
>> mit dem kompletten Programm zu vermessen wäre. Ich fürchte, dass man mit
>> solchem Verhalten den Katastrophenfall nur noch schlimmer macht, weil
>> dann vor lauter Messerei überhaupt nichts mehr voran geht.
>
> Du würdest also lieber Menschleben riskieren?
Nein. Ich würde aber nur da messen, wo's wirklich wichtig ist. Ob
Nachbars Klingeltrafo funktioniert, interessiert mich nicht, wenn alles
andere funktioniert.
>> Warum sollte jedes noch so kleine Detail exakt vermessen werden, wenn
>> man doch sieht, dass die Häuser noch intakt und NICHT abgesoffen sind?
>> Normal denkende Menschen werden erst mal nur versuchen, die Grenzen von
>> intakt zu zerstört heraus zu messen. Dort wird dann ein Schalter
>> umgelegt, damit die zerstörten Bereiche nicht mehr mit Strom versorgt
>> werden, bis die Schäden wieder behoben sind. Dafür braucht man nicht
>> wahnsinnig viel Material.
>
> Nein, nur einen zuverlässigen Plan und einen Schalter an der richtigen
> Stelle. Und vor allem Mitarbeiter, die für die erforderlichen
> Tätigkeiten befähigt und vom Netzbetreiber dazu autorisiert sind.
Die Feuerwehr zieht dann also gleich wieder ab, wenn da irgendwas mit
Strom ist und kommt erst wieder, der Stromversorger seine Leute mit den
aktuellen Plänen geschickt hat? Die Feuerwehrler werden im
Katastrophenfall ja ohnehin genug zu tun haben. Da dürfen sie ihre Zeit
nicht Warterei vertrödeln.
>>> Außerdem weiss nur
>>> der Netzbetreiber, welch Häuser auf welche Weise miteinander und mit dem
>>> zugehörigen Ortsnetztrafo verbunden sind.
>>
>> Und der sitzt auf seinem Wissen wie eine Drud und rückt nichts raus. Das
>> wäre vorsätzliche Katastrophenverschleppung zum Zweck der eigenen
>> Bereicherung. Eigentlich Grund genug, sämtliche Verträge mit diesem
>> Versorger zu kündigen. Erpressermentalität hat schon im normalen Leben
>> nichts zu suchen. Im Katastrophenfall erst recht nicht.
>
> Informiere dich erst mal, ehe du solchen Unsinn schreibst.
Du scheinst das ja alles zu wissen. Wieso informierst du mich nicht? Du
könntest doch mein Wissen korrigieren. WENN du es könntest. Pure
Behauptungen und Vorwürfe helfen uns halt nicht weiter. Sie sind deshalb
der falsche Weg.
>>> Und wenn du auf der
>>> Niederspannungsseite eines Ortsnetztrafos einspeist, hast du auf der
>>> anderen Seite 10kV bzw. die sonst übliche Spannung des
>>> Mittelspannungsnetzes anliegen.
>>
>> Na und? Ist die Technik denn dafür nicht ausgelegt?
>
> Die Technik schon, aber nicht der Techniker, der an einer anderen Stelle
> gerade an der Leitung arbeitet
>
>> Was weg gespült oder
>> sonst wie defekt ist, wird sowieso abgeklemmt. Mit dem, was übrig
>> bleibt, kann man arbeiten.
>
> Auch dazu muss man erst mal wissen, was an welcher Stelle abzuklemmen ist.
Wenn er seinen Job richtig gelernt hat, ergreift er erst mal
Schutzmaßnahmen für sich selbst bevor er zu arbeiten beginnt.
Insbesondere erden. Und wenn - wie typisch für Katastrophenfälle - viel
zu improvisieren ist, dann wird natürlich auch mit Isolationshandschuhen
und -kleidung sowie Schutzbrillen/helmen gegen evtl. herumfliegende
Funken gearbeitet.
>>>> Selbst in solchen Fällen kommen üblicherweise noch
>>>> Sicherheitsdinge zum Tragen wie z.B. Erdung.
>>>
>>> Außenleiter werden nur für Wartungs- oder Reparaturarbeiten geerdet.
>>
>> Ist der vorliegende Fall KEIN Reparaturfall?
>
> Erst nachdem man mit Reparatur begonnen hat.
Soll das heißen, dass auf eine Erdung ganz bewusst verzichtet wird,
solange die Reparaturarbeiten nicht begonnen haben? Das würde ja heißen,
dass man gefährliche Hotspots ganz bewusst gefährlich bleiben lässt,
weil im Moment vielleicht keiner reparieren kann. Der Nachbar hat
schließlich auch ein Problem...
Mein Sicherheitsverständnis sagt was Anderes. Nämlich dass man erst mal
die gefährlichen Dinge entschärft. Alles Andere ist nachrangig.
>>>> Will da jemand einspeisen,
>>>
>>> muss er zuvor seine Anlage manipulieren, damit sie überhaupt ohne Netz
>>> anläuft.
>>
>> JETZT geht das nicht.
>
> Zukünftig ebenfalls nicht.
Weil du das behauptest. Aufstampf!!!
>>> Ganz abgesehen davon: Speist dein Generator eigentlich überhaupt
>>> dreiphasig ins Netz ein?
>>
>> Unser PV-Wechselrichter macht das. Wieso?
>
> Überlege mal, wieso das für ein lokales Netz zwingend erforderlich wäre.
Wo ist das Problem? Fürchtest du dich vor Asymmetrien?
Kann man feststellen, dass die Asymmetrie zu groß wird, dann kann man
das auch weitersagen. Wer das weiß, kann mit der richtigen Ausrüstung
auch leicht gegensteuern. Mit ASTROHS kann man davon aus gehen, dass die
Einspeisung überwiegend per Wechselrichter erfolgt. Denen kann man auch
sagen, wie in solchen Fällen am Besten reagiert werden sollte. Nur - so
lange ASTROHS nicht realisiert wird, wird sowas natürlich auch kein
Hersteller von Wechselrichtern einbauen. Wozu denn auch, wenn die dafür
nötige Information gar nicht ankommt?